Ausgabe 
10.6.1913 Erstes Blatt
 
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Minister des Kabinetts Lukaes verbleiben int neuen Ka­binett Die Minister für Kroatien, Slationien und Tal- matten sind noch nicht ernannt. Die Minister werden sich dem Abqeordnetenhause am Donnerstag Vörstetten.

Die "oppositionellen Parteien haben sich aus wl- oendes Programm gccinigl: Sturz des Kabinetts Tisza, Tust Hebung der' gellenden Geschäftsordnung des Abgeordnelenhauies und der Parlamenlsmache. Revision des Wahlgesetzes. Die neue Parteigruppe, die keine Obstruktionstaktik versolgen roiU, steht unter Leitung des Grafen Julius Andrassy. Sie wird am ^rni- ner^lag im Abgeordneten hau sc eine förmliche eingehende Er­örterung über die Regierungserklärung einleften und ist geneigt, unter Leitung des Vizepräsidenten des Hauses eine formelle freie Debatte nach den Regeln der alten Geschäftsordnung durch- Fuführen.

Im englischen Unterhaus begann am Montag die zweite Lesung des Homer ule-Ge­setz es, das mit dem vom Oberhause in der letzten -Litzungs- periode abgelchnten Gesetz übereinstimmt. Asquith sührte auv, daß das Gesetz in der vergangenen Session von her großen Mehrheit dfs Hauses unterstützt worden sei. Die Wahlergebnisse feit der Einbringung des Gesetzes im vorigen Jahre batten keinen Beweis geliefert, baß das Urteil, das das Unterhaus damals ausgesprochen habe, von der Mehrheit der Wähler gc- minbilligt werde. Die Abgeordneten von Ulster seien zum größten Teile für die Homerule. Er unterschätze die Bedeutung der Oppo­sition von Ulster nicht, er frage, ob es einen Ausweg oder einen Plan gebe, der mit der allgemeinen Politik des Gesetzes in Einklang stehe und nur das Gefühl der Feindseligkeit bejetttge. Ec müsse es aber ablelmen, Ulster das Recht zuzugestehen, gegen die Forderung der überwiegenden Mehrheit des irischen Volkes fein Veto einzulegen. Die Verleihung der Autonomie werde in Irland das Gefühl der Verantworttlng und den Geilt der leran; wetten. Der frühere Führer der Konservativen, Balfour, empfahl die Ablehnung des Gesetzes. Die Abstimmung erfolgt mor­gen abend.

Ein hoher russischer Offizier als Spion verhaftet?

DasBerliner Tageblatt" meldet aus Petersburg, ein Pti- dattelegramm übermittle ihm ein Gerücht, wonach in Warschau der russische Generalstabschef, Oberst Kuzinicz, wegen Spionage verhaftet sein soll. Man behauptet, daß er seit drei Jahren Abschttsten der russischen Mobilmachungs- pläue au Oesterreich geliefert hab'. Eine Bestätigung dieser Meldung von amtlicher Seite war bisher nicht zu erlangen.

Deutscher Dolfsbilöunastag.

Die 43. Hauptversammlung der Gesellschaft für Verbreitung ton Volksbildung sand am 8. und 9. Juni in Leipzig statt. Der Tagung ging am 7. d. M. eine Sitzung des Zentralausschusses voraus, in der beschlossen wurde, die nächstjährige Hauptversamm * lung in Augsburg abzuhalten und die volkserzieherischen Aufgaben der Jugendpflege zu behandeln.

Ain Sonntag, den 8. d. M., fand eine Jeter am Völker­schlachtdenkmal statt, bei der Dr. Geißler aus Halle a. S. eine Ansprache hielt. ,

In der 1. Hauptversammlung erstattete Heinrich ^rins z u Schoenaich-Earolath den Bericht über die Tätig­keit der Gesellschaft im nbqelaufcncn Jahr. Insgesamt wurden im Berichtsjahr für 100 289,05 Mark neue und für 160 864,40 Mark gebrauchte Bücher unentgeltlich abgegeben, zusammen an 8835 Bibliotheken 206 181 Bände im Werte von 261153,45 Mark.

Als einziger VerhandlungSgegenstand steht auf der Tages­ordnung die Jrage: Wie kann das geschichtliche Bewußtsein des Volkes in Volksbildungsvereinen gepflegt werden? Die Jrage wird in einer Reihe von Referaten erörtert.

In der 2. Hauptversammlung sprach Oberlehrer Jr i e d r i ch , Leipzig, über: Pflege und Ausnützung geschichtlicher Erinnerung.

Iran Ottillie Stein, Karlsruhe, spricht sodann über das Volkslied als Träger' geschichtlicher Erinnerungen. Zum Schlüsse !spricht Lehrer Hertel, Leipzig, über die Heimatkunde als ge- sschichtlicher .Anschauungsunterricht, dargestellt an dem Beispiele 'von Leipzig. Nach einigen geschäftlichen Verhandlungen wird die Tagung geschlossen.

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Der Laiidesverbanv der Bürgermeister in Hessen stielt am Montag in Mainz seine HauPtversa m m - Iuh g ab. Der Vorsitzende, Bürgermeister Metzge r- Langen, erstattete den Tätigkeitsbericht deS Vorstandes für 1912. Nachdem die neue Landgemeindeordnung in Kraft getreten fei, habe der Vorstand wegen der Fahrradsteuer stempel eine Eingabe an das Enistcrium und die Land­stände. gerichtet: bis jetzt fei die Angelegenheit noch nicht erledigt. Eine weitere Eingabe fei bei dem Ministerium wegen Vergütung der Geschäfte der Standesämter eiu- .gereicht: sie sei abgelehnt worden Jerner habe der Vor stand Protest erhoben, daß ein Teil der Lehrergehälter auf die Gemeinden übernommen werden solle. Diese Belastung Könnten die Gemeinden nicht tragen. D-ie Rechnungs­ablage erstattete Bürgermeister Schäfer-Vilbel. Die .Einnahmen betrugen 436,06 Mk., die Ausgaben 267,48 Mk.

Bei der Ergänzungswahl des Vorstandes wurde ^an Stelle des Bürgermeisters Saalwächter - Nieder-Jngelheim Bürgermeister Sch oll-Aspisheim gewählt. Für die nächste Hauptversammlung wurde Darmstadt gewählt. Bürger­meister Sens feld er bemerkte zu der Eingabe des Ver- bandstiorstandes lvegen der I a h r r a d st e m p e l, im Fi- nauzausschuß der Kammer habe die Regierung die Ertta- rung abgegeben, daß dem Gesuche nicht entsprochen werden könne. .

Nachdem sich noch Bürgermeister Ringer- seligem- ftabt, Bürgermeister Dechert - Eberstadt, Bürgermeister I e n d t - Hungen, Bürgermeister B i n g e l - Selzen am ber Aussprache wegen eines allgemeinen einheitlichen Gebührentarifs beteiligt hatten, wurde beschlossen, immer wieder nach dieser Richtung bei der Regierung und den Ständen z-u wirken. .

Hundertjahrfeier der Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Grotzh. Hess.) Rr. U6

zu Gießen vom 7.-9. Zum 19sF.

Um 11.30 Uhr begann in der Festhalte Nr. 3

das Gabelfrühstück,

das den Kriegsteilnehmern vom Regiment gegeben wurde und an dem sich außer dem Offizier korps and) die Gäste beteiligten Tas erste Glas weihte Oberst v. Trotta dem hohen Chef des Regimentes und dem Großherzog, wor­auf die Anwesenden begeistert die Nationalhpmne fangen. Tie Jestrede hielt Exzellenz Generalleutnant v. Lin­de n a u, indem er zuerst der erhebenden Feier des gestrigen Tages gedachte, die für jeden Teilnehmer von bleibender Bedeutung sei. Im Namen der Kameraden drückte er dem Regimentskommandeur seinen herzlichen, tiefgefühlten Tank aus für das Gelingen der schönen Feier. Wer je so etwas vorzubereiten hatte, der wisse, daß sehr viel mehr Mühe darin stecke, als es den Anschein habe. Von seinem Stand­punkt als alter Kommandeur müsse er sagen, daß es der vortrefflichen Vorbereitung nnd der vortrefflichen Leitung zu danken sei, wenn die Feier in ihrem ganzen Umfange o gut gelungen sei. Wer Sinn für soldatisches Empfinden habe, der könne sich freuen, wenn er einem solch ausgezeich­neten Regiment angehöre, aber daß das Regiment eine solche Stufe erreicht habe, das verdanke es seinen trefflichen Ka­meraden. Dann gedachte er der im Felde gefallenen Kriegs­teilnehmer und weihte ihrem Andenken den Spruch:

Wohl wieget Eines viele Taten auf, Sie achten drauf.

Das ist um deines Vaterlandes Not Ter Heldentod.

Viele der alten Offiziere und Reserveoffiziere seien gestern wieder mitmarschiert, und so habe der gestrige Tag wieder einmal gezeigt, was es heiße, wenn man mitein­ander im Feld g'eftanbcn hübe. Treue sei die höchste Pflicht eines Lwldaten, doppelte Pflicht sei es hier, weil es des Kaisers Regiment sei. Sein Hurra galt den Herren vom Regiment.

Im Namen der Veteranen sprach der Ehrenvorsitzende des Kriegervereins und 1. Beigeordneter von Vilbel, Georg H e r g e t, auf das Regiment, indem er die heimlichsten Glückwünsche übermittelte. Seiner Rede legte er die Verse unter:

Allezeit kampfbereit

Für des Reiches Herrlichkeit!

Möge Deutschland stark und einig In dem Rat der Völler steh'n! Möge auf den weiten Meeren Schwarz-weiß-rvt geachtet weh'n! Möge Handel blüh'n nnd Wandel, Kunst uno Wissenschaft gedeih'n? Möge uns der holde Friede Lange noch besdieden sein.

Dann pries er die Gastfreundschaft Gießens, das sich zu Ehren des Regimentes in wunderbaren Schmuck gehüllt habe, wies auf die außerordentlich zahlreiche Beteiligung hin und schloß mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das Regiment, das bei den alten Mannschaften im besten Gedenken stehe.

Während des Frühstücks spielte die Kapelle des Jubel- regimentS.

Köhler (Darmstadt> dank! dem Ofsizierkorps im Namen der Veteranen für das Frühstück in herzlichen Wor tcu und bringt diesen Dank in einem Hoch auf das Offizier- törps zum Ausdruck.

Das F e st e f s e n,

Tas Vermögen beläuft fick) ans 768,56 Mk. Bürgermeister Dr. Völsing Alsfeld hielt einen Vortrag über die Be­lastung der Gemeinden mit st a a t l i ch e n Auf­gaben Zu den vielen unerträglichen Lasten kämen auch noch die vielen staatlichen Geschäfte, die drückend empfun­den würden. Die Gemeindeverwaltungen müßten das be­kannte Mädchen für alles machen. Der Staat fei vielfach auf die Gemeinden angewiesen, es müsse aber auch eine Grenze geben, wenn man Gebühren nicht gewähren wolle. Der Redner zählte Arbeiten auf, die der Gemeindeverwal­tung überwiesen werden- die staatlichen Zustellungen, die Beglaubigung von Rentenquittungen, die Volks-, Berufs-, Gewerbe und Viehzählung, die Ausstellung der Schöffen- und Geschworenenliste, der Listen für die Reichs- und Land­tagswahlen, Derufsgenossenschasten, die Unfallvcrrechnnn- gen und die staatSanwaltschaftlichen Verrechnungen. Tie Verwaltungen würden zu allerlei Boten und Handlanger­diensten verwendet. Hiergegen müsse endlich Stellung ge­nommen werden ES müßte eine angemessene Entschä­digung gefordert werden, die Gebühren würden den Ge­meindekassen zugute kommen. Tie Versammlung möge die .Abfassung einer Denkschrift beschließen und eine ent- siprechendc Entschließung fasse». Bürgermeister Scnsfel - Her Büttelborn versprach sich nichts von einer Entschlie­ßung, der Vortrag solle gedruckt nnd in der Beamtenzeitnng veröffentlicht werden. Bürgermeister K r a u ß m a n n - Die !burg sprach sich für eine Entschließung aus, die an das iMinisterium und die Ständekammern gehen müsse. Der iRedner könne eine entsprechende Denkschrift ausarbeiten «Nach weiterer Aussprache wurde folgende Entschließung angenommen.

Tie Hauptversammlung des Landesverbands der Bürger- nreister Hessens spricht sich gegen die in der seitherigen Weise den Gemeinde zugemutetc Heranziehung der Gemeindebehörden zur Erledigung staatlicher Aufgaben der verschiedensten Art, be sonders hinsichtlich der ^Bewirkung von Zustellungen aus und bittet die zuständigen Stellen, in einePrüfung der Angelegen- heilen einzutreten, ob und inwieweit künftig die Gemeinden 1 in vermindertem Maße zur Erledigung staatlicher Geschäfte her ' anzuziel>cn sind, und insoweit ihnen für ihre Tätigkeit im In­teresse des Staates eine angemessene Vergütung zu geioähren ist."

Tie Entschließung soll mit einer Denkschrift, welche , von Bürgermeister Dr. Völsing abgefußt werden soll, ; an die Regierung und die iständekaurmeru gejundt werden.

das am Montag mittag in der Festhalle 2 statt fand, führte etwa 200 Teilnehmer zusammen.

Rechtsanwalt K a u f m a n n , der Vorsitzende des Fest­ausschusses, stellte mit Befriedigung den schönen Verlauf der Veranstaltung fest, bereit Einrichtung auch an Aller­höchster Stelle Anerkennung gefunden fyabe. Er begrüßte dann die Gäste, besonders Rektor D. Eck und die Abordnung des Offizierkorps, an dessen Spitze Oberstleutnant Nücker erschienen war. Auf das Telegramm an den Kaiser sei folgende Antwort eingelaufen:

Seine Majestät der Kaiser und König lassen für das Gelöbnis der Treue danken, v. Valentins."

Der Rektor der Landesuniversität, Professor D. Eck, führte aus, daß neben der Treue und Liebe zum weiteren Vaterland auch die Liebe zur engeren Heimat ihre Berech­tigung habe. Auch die Hessen besäßen diese Liebe zu ihrem Heimatland und dem Landesfürsten. Er sprach dann über die guten Beziehungen zwischen dem Regiment und der Uni­versität, von der schon viele ihrer Angehörigen im Regi­ment gedient hätten. Sein Hoch galt dem Großherzog.

Oberstleutnant Nücker überbrachte die Grüße des Ofsizierkorps. Er gedachte mit anerkennenden Worten der Mitwirkung der Vereinigungen der ehemaligen 116 er, be­sonders des hiesigen Vereins der ehemaligen 116 er. Er freue sich, feststellen zu können, daß die ehemaligen An­gehörigen des 116. Regiments eine besondere Anhänglich­keit an ihr Regiment haben. T«s Hurra des Redners galt den ehemaligen 116 ern, besonders dem hiesigen Verein und seinem Vorsitzenden, Rechtanwalt Kaufmann.

Der zweite Vorsitzende, Obertelegraphenassistent Reitz, gedachte der Tätigkeit des ersten Vorsitzenden Kaufmann, ohne dessen Tatkraft und Umsicht sich das Fest nickft so schön gestattet hätte. Er schloß mit einem Hurra auf Rechts­anwalt Kaufmann.

Rechtsanwalt Kaufmann bemerkte, daß er nichts erreicht hätte, wenn ihn nicht derGeschäftsführende Aus­schuß und die Einzelausschüsse so eifrig unterstützt hätten. Er faßte seinen Dank in ein Hoch auf die Ausschuß­mitglieder zusammen.

*

Am Nachmittag fand auf dem Jestplcch eine Wieder­holung des Exerzierens der GarHe-FüsiLrer- H a l b k o m p a g n i e statt.

Im Laufe des Nachmittags wurde in den Festhallen gefeiert und auch auf dem Festplatz entwickelte sich ein luftiges Treiben, das bis spät in die Abendstunden dauerte. Um 6 Uhr fand im Offizierkasino ein Mittagessen statt, und um 11.30 Uhr endete das ofsizielle Programm mit dem Feuerwerk und einem militärischen Konzert, das bon sämtlichen am Fest beteiligten Militärkapellen bestritten wurde.

Die Kabineftsoröer der Koffers an den Generalleutnant von Madai lautet wörtlich:

Am heutigen himdertjährigen Jubeltage des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. öefP Nr. 116 gedenk- Ich gern der Zeit, während welcher Sic als dienstlich wie ka­meradschaftlich gleich ^hochgeschätzter Kommandeur Mein schönes Regiment in frischer Soldatenart geführt haben. Ich will Mein.', warme Anerkennung Ihrer damals wie auch sonst in Krieg und Frieden bewährten Tüchtigkeit und Pflichttreue dadurch zum Aus- drutt bringen, daß Ich Ihnen die Erlaubnis zum Tragen der Uniform dieses Ihnen dauernd ans Herz gewachsenen Regiments erteile, und gereicht es Mir zur Freude, Ihnen dies hiermit bekannt zu machen.

Neues Palais, den 8. Juni 1913.

gez. Wilhelm I. R.

Der Großherzog verlieh außer den bereits mit­geteilten Auszeichnungen:

das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Hauptmann v. Haehling;

das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens dem Leut­nant Müller -H empfing.

Tas folgende humorvolle Gedicht, das uns von einer alten Freundin des Regiments zur Verfügung gestellt wurde, sei unseren Lesern nicht vorenthalten:

Hunnertsechzeh!

Hunnertsechzeh' is die Nummer, Uff bäi schtolz sei' kann der Mann, Der dem Regement gehörte Früher als Äktiver an.

Humiertsechzeh' is bäi Nummer, Uff bäi gern mei' Aag' sich wend't. Denn mei' Mann Schorsch Hannewackel Diente in dem Regiment.

Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Däi eich uff bäi Briescher schrieb, Un an meinen Schorsch abschickte, Wenn er owends moal ausblieb.

Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Bei der mei Schorsch drei lange Joahr Wenn aach nett Oberscht un Gefreiter, So doch flotter Schuster war.

Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Deren Träger bei mir saß Owends in der Herrschaftsküchc, Wo tiergnigt er Kott'lett.

Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Däi beut gelte als Parol, Däi mit weißer 'Schtrumpwoll' fchtick eich Dem Schorsch ins Schusterkamisol.

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NN. Darmft' nrzeichnis dk Ämmenemester v men besucht, gegei '.origen Sommerft idmen. Aus Prei Achsen 28, öaml nfro. Von Auslän

Hunnertsechzeh' is bäi Nummer, Däi hoch in Gieße schteht in Ehr', Bei dem Großhcrzog un Kaiser, Bei dem ganze deutsche Heer. Hunnertsechzeh' is bäi Nummer Des zweiten Re'mentsGroßherzog^ Und des heul'genKaiser Wilhelm", Drum: Hunnertsechzeh' dreimal hoch!

Fraa Hannewackel.

Aus Stadt un- Land.

I und Schweiz je 8 I ic 4, England ur I RchchinenbM ha I folgen: 3frdjitetti. I Eüktrotechttk 163, 1 tation 46, Wg. ?( h. Rtbletbac. i^nsch Frankfurt fi oon feinem Las i irt getötet.

Gießen, 10. Juni 1913.

' Berufung. Der ordentliche Professor für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht, Dr. jur. Wilhelm van Halfer, hat einen Ruf nach Kiel als Nachfolger des nach Berlin versetzten Prof. Triepel erhalten.

^Ordensverleihung. Der Großherzog hat das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Oberst Schmidt, Konnuandeur des Gendarmeriekorps; die Krone zum Silbernen Kreuz desselben Ordens dem Wachtmeister und Stationsführer Filsinger im Gendarineriekorps verliehen.

** Lehrerpersonalien. Der Lehrer an der Gemeindeschule zu Stockhausen (Kr. Gießen), H. Dirlam, wurde auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.

** Eine S i tz u n g der Stadtverordneten- Versammlung findet am Tonnerstag, 12. I u n i, n a ch m i 11 a g s 4 U h r , mit folgender Tagesordnung statt: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen, 2 Mitteilungen, 3. Neubau eines Buhnwärterhauses an der Lieber Straße, 4. Baugesuch Heinrich Hettler für Südanlage 1, 5. Bau­gesuch .Karl Textor für die Liebigshöhe, 6. Tesgl. der Firma Winn & Eo. für Gelände in der Nähe der Marburger Straße, 7. Bestimmung des Tages für die Stadtverordncten- wahlen, 8. Wahlkreiseinteilung für die Landtagswahl, 9. Erlaß einer Polizeitierordnung über den Verkehr mit Fuhr­werken, 10. Herstellung einer Telephontierbindung zwischen dem Polizeiamt und der Wohnung des Wachtmeisters, 11. Zuschuß zum Unterhalt von Polizeihunden, 12. Neugestal­tung des Feuerlöschwesens, 13. Gcländeerwerb zum Ausbau der Straße zwischen Leihgestcrner Weg und Hohl, 14. Er­werb von Straßenland aus dem Grundstück des Gärtners Bernhard an der Franksurter Straße, 15. Waldwirtschasts-

0 Marburg, ^lverordneten bcs -nbtinßung der 2 chnengewehr-Abl .-11. Jägerbataillon ' lange in dec j ^quartieren, bis i ;Wn, weil fests W Eebaude niedeu ?? ""t dein Bau ' begonnen we *Sntrag, au|

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beliebt und sein Scheiden wird hier sehr bedauert.

Beuern, 9. Juni. Eine seltene Jubiläumsfeier beging der Steinhauer Phil. So mm er lad VIII. hier. Ec feierte den Tag, an dem er vor 40 Jahren in seinen Beruf eingetreten ist. Gleichzeftig blickt er auch auf die 10jährige _ Berufstätigkeit in dem . Betriebe des Steinhauermeisters

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der Firma Ernst Bloedner Nachfolger, Seltersweg, Plockstraße, ausgestellt.

** Falschmeldung. Die von einer Zeitung breitete Nachricht, der Agent I. Rose ntHal, der von gefluchte ist, fei verhaftet worden, ist unrichtig.

Landkreis Gießen.

Langd, 9. Juni. Förster Flohr ist von nach Elbenrod verzogen. Förster Flohr war hier

plan, 16. Straßenbahn nach Wiefeck und Krofdorf, 17. Straßenkosten Mühlstraße, 18. Kosten des Flug fest es, 19. Vertrag mit der gemeinnützigen Baugenossenschaft, 20. Ferien der Stadtverordnetenversammlung.

Jubiläumsfeier des Kaisers. Zufolge Ent­schließung deS GroßherzogS sollen aus Anlaß des 25jährigen Regierungsjubiläums des Kaisers am Montag, 16. Juni, die öffentlichen Diensträume gesch lassen iverden.

* Der Fa hn enschrank, den die JubiläumS- vereinigung dem hiesigen 116er Verein gestiftet hat, ist bei