von Frauenrechtlerinnen
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Pflicht des Verbandes sein soll. Gcscllschaftsabcnd im Hotel Iin- große Anzahl von Frankfurter der Künstlervereinigungen und Veranstaltung wurde eingeleitet Fran Horn-ZivpeliuS über Gra-
Kunskfreirnden und Vertretern Kunstinstitutc erschienen. Diese durch einen kurzen Vortrag von
Frau Dr. Blume ist worden.
CQ G.
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sitz im Bezirk Narrow ist heute Brandstätte wurden Flugschriften fundcn.
In der Verhandlung gegen Zeugenvernehmung heute beendet
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Zrauentunstverband.
Frankfurt (Main), 9. Mai.
Die zahlreich besuchte erste öffentliche Versammlung des Frauenk'Un st-Verbandes, Die am Montag vormittag stati- sand, wurde von Frau Eugenia Kaufmann-Mannheim durch eine kurze Ansprache eröffnet, die noch einmal die Absichten und Ziele des Verbandes darlegte. Als Delegierte wohnten den Versamm- lungen bei: Frau Menzhausen-Labriola, Frl. Dehrmann-Bcrlin, Frl. v. Parseval-Baden-Baden als Vertreterin des Bundes Vadi- scher Künstlerinnen, Frl. Kummerfeld-Düsseldorf, Frau Ida Tch- mel-Hamburg, Frl. Post-Mainz, Frl. Reinbach-Cassel. Außer dem waren zahlreiche Cinzelmitglieder erschienen aus Darmstadt, Gotha, Göttingen, München, Stuttgart, Weimar, Worms und anderen Städten.
An die Begrüßung schloß sich ein Vortrog von Frau D u f n e r- Hcidclbcrg über „Mann und Weib im Kunstberuf", in dem besonders betont wurde, daß schon die Mitarbeit solcher Frauen wie Käthe Kollwitz und Dora Hiß Bürgschaft gewähre, daß der Frauenkunstverband stets nur die Qualitätsarbeit fördern und zur öffentlichen Geltung bringen werde. Auch wolle der Verband durchaus nicht eine dauernde Absonderung anstreben, sondern stets bereit sein, mit den bestehenden Künstlervereinigungcn Hand in Hand zu arbeiten.
Darauf ipurbe zur V orstan d sw a hl geschritten, die sol gendes Ergebnis hatte: Erste Vorsitzende des Fraucnkunstverbau- des ist "Käthe Kollwitz-Berlin, Vorsitzende und Leiterin der Geschäftsstelle Berlin Martha Dehrmann-Bcrlin, der Geschäftsstelle Mannheim Eugenic Kaufmann-Mannheim. Dem Hauptvorstande gehören außerdem an die Damen E. Bandel-Frankfurt (Main), Zda Dchmel-Hamburg, M. v. Eicklzoff-Reilzenstein, Dora Hitz-Berlin, Frau Horn-Zippelius-Karlsruhe, Frieda B. v. Joedcn-Fraukfurt a. M., Anni Löwenstein-Frankfurt a. M., F. Menzhausen-Labriola Berlin, A. v. Mertens-Weimar, Sabine Reicke-Berlin, O. W. Röderstein-Frankfurt (Main), Fran Stadetker-Mannheim, Eva Stort-Mannheim und Julie Wolfthorn-Berlin. Ferner als 23er»
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießrn.
Wetterauslichten in Hessen für Sonntag, den 11. Mai 1913: Meist heiter und trocken, warm, mäßige Winde aus südlichen bis östlichen Richtungen.
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Phil. Dann zeigte Eugenic Kaufmann im Lichtbildc, beginnend mit dem griechischen Altertum, eine Reihe hochinteressanter und wertvoller Kunstwerke von Frauenhand und fand mit dieser Vorführung lebhaften Beifall.
wurden viele Anregungen gegeben und positive Aufgaben gestellt, deren Lösung die nächste Trotz des Wcttsingcns war zum perial am Montag abend eine
trcterinnen des Bundes Badischer Künstlerinnen E. v. Parscval Baden-Baden, der Vereinigung Düsseldorfer Künstlerinnen Hennp Kümmerfeld-Düsseldorf, eine Vertreterin der Hamburger Ortsgruppe, als Vertreterin des Mainzer Künstlerinncnvercins Frl. Best Mainz, des KünftlerinncnvereinS Thüringen Frl. Rcinbach- Kassel. Die bisherigen Cinzelmitglieder sind vertreten durch Frl. Stcgmeyer-Darmstadt.
In der Sitzung am Dienstag wurde die Internationale Ausstellung für das Buchgewerbe und Graphik, Leipzig 1914, besprochen, für die eine Abteilung „Tie Frau im Buchgewerbe" vorgesehen ist. Frl. Luxenberg-Leipzig berichtete als Delegierte des Frauenausschusses über die nunmehrige Gestaltung dieser Gruppe.
In der Nachmittagssitzung wurden di^ Anträge beraten. Cs wurde beschlossen, ein Flugblatt ausznarbecken, das auf die wirtschaftliche Lage der bilberrden Künstlerin aufmerksam machen und die Ziele und den Nutzen der Organisation klarlcgen soll.
Auch sollen AuSkunstSstellen eingerichtet werden. Ferner wurde beraten über die Einrichtung von BerkaufsvermittlungS- stcllen und die Schaf hing von Ausstellungsgel egcnheiten. Als Ort der nächsten Tagung mürbe Berlin gewählt, für 1915 ist Düsseldorf vorgesehen. Zum Schluß sprach Frau Kaufmann- Mannheim allen Teilnehmern den Tank der GeschäftÄeitung aus für das lebhafte Interesse, das; sie durch ihr Erscheinen und die rege Beteiligung an den Beratungen imd Bestrebungen des Frauenkunst-BerbandeS erwiesen haben. Im Namerr der Versammlung dankte Frl. v. Parseräl Frau Kaufmann für die Umsicht und Warmherzigkeit, mit der sie diese erste Generalversammlung leitete. Bis zum Schluß blieben das Interesse und die Arbeitsfreudigkeit der zahlreich Erschienenen rege. Es
(Ehtaciaufct.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 10. Mai.
In der Stadt kolportiert die Behauptung, ^der Unterzeichnete hindere die Verwendung der im Zentrum der Stadt von letzterer angekausten Grundstücke durch unbescheidene Forderung für seine an der Ecke Kirchen und Liudenplatz gelegene Hofrcite. Wie unzutreffend dies ist, wird nachstehend bewiesen.
Obschon mein HauS, als Ecke an zwei freien Plätzen, mehr wert ist als ein zwischen den Hausern gelegenes Grundstück, so wäre ich doch gerne mit dem Preis zufrieden gewesen, den die Stadt für mein Nachbarhaus tatsächlich bezahlt hat.
Für die Ecke Kirchenplatz -Schloßgasse hat die Stadt wesentlich Mehr bezahlt, als ich sür gleiche Fläche gefordert habe. Hieraus ergibt sich die Unwahrheit der in der Lcffentlichkcit kur- siereichcn bezüglichen Gerede. .
Die weitere Behauptung, es seien mir 82 Mille Mark geboten worden und ich hätte dies Gebot ignoriert, ist lächerlich, denn eine Forderung in dieser Höhe lyättc ich nie zu stellen gewagt, obschon sie, nach den von der^Stadt für nack>- barliche Grundstücke bezahlten Preisen, angemessen wäre.
Caspar Müller.
Das neneBartpfleaemittcl
Striiwweiin
gibt dem Barte jede Form ohne zu kleben, ohne Brenneisen n. ohne Bartbinde, her- gestelli v.E.D. Wunder!ich, Hoslies., Nürnberg, zu 1 Alk. ii. 2 Mk. P. Fl. bei W. Kil binaer, Drogerie, Gießen.
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Vermischtes.
* Ucbcrfall u n d Freiheitsberaubung. Die. Schriftstellerin Erika V o r b u s ch - Berlin wurde gestern das I Opfer eines Ueberfalls in der Villa Rusca Vessagno in Lugano. Das Ehepaar Rusca fürchtete, daß die Frau Vorbusch als Zeugin in einer Privatklagc austrcten würde, die gestern gegen die Ruscas ' zur Verhandlung kam. Als die Schriftstellerin die Villa verlassen wollte, wurde sie überfallen, blutig geschlagen und an einem • Baum sestgcbunden. Frau Vorbusch befreite sich mit Aufbietung: ihrer letzten Kräfte mit Hilfe einer Dienerin. Da die Tür- des Gartens verrammelt war, kletterte sie als gewandte Turnerin - über die hohe Gartenmauer und erlangte so ihre Freiheit wieder. ' Sie begab sich sofort in die Behandlung eines Arztes. Die Empörung der Bevölkerung ist so groß, daß polizeilicher Schutz für das Ehepaar Rusca, das in Paris ansässig ist, nötig wurde.
* Anschlag a u f K r a f t w a g c n. 2lus Lennep wird gemeldet: In einer der letzten Nächte war die ganze Breite einer Landstraße mit schweren Steinen belegt worden, um Automobile verunglücken zu lassen. Der erste Krastwagcm, der die Stelle passieren mußte, war infolge eines Reifenschadens gezwungen, langsam zu fahren. So kam es, das; der Chauffeur das Hindernis rechtzeitig bemerkte.
* Z usam m en st o ß. Heute vormittag stieß auf der Kvepe- nickerbrücke in Berlin ein Pferdeomnibus mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Der Anprall war so stark, das; am Omnibus eine Seite eingedrückt wurde. Vier Personen, sowie der Omnibus- sckiaffncr wurden verletzt, eine Dame so schwer, daß sie mich dem' Krankenhaus Bethanien gebracht werden mußte.
* Briefmarkcndiebstahl. In Leipzig wurden aus; einein Briefmarkengeschäft in der Schul straße für etwa 10 0001 Mark seltene 23 ri e f m arte n gestohlen; auch die Wechsel- kassc wurde von den Spitzbuben mitgenommen.
Kleine Tageschronik.
Neue Untaten der W a h l w e i b e r.
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Man hüte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN-KONFEKT.
jCREME DEHNE beste 50V in ad”e;'
Vor etwa 3 ^eldbereinigung-« auch nach langen Ver- lnSbesitzcr iintcrzeichnk!. i)t§ gegeben. SBona •rn unücriiänblkf); b ' ist die Frllv schloffen iml*
Letzte Nachrichten.
Wiesb a den, 9. Mai. Heute vormittag 4.39 Uhr begannvn hier die F l ü ge. Die Leutnants Thielen, Ioitz und Hi dessen haben die Bedingungen der ^ecre§ücr- ivaltung erfüllt.
war angcklagt, das Deutschtum in der Kcrrnckalsnummer des ^Elsässischen Kuriers" beleidigt zu haben, Sidel soll tue „kollektive .Mehrheit" aller Ein gewanderten, die als Hungerleider bezeichnet waren, in zwei Fällen beleidigt haben. 1
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Aus Loudon, 9. Mai, wird gemeldet: Ein schöner Sommer- cingeäschcrt worden. Lluf
Gericht-saal.
Prozeß Winkler gegen „Frankfurter Zeitung".
Oppenhei m , 9. Mai. Vor dem hiesigen Schöffengericht fand heute die Verhandlung einer von dem hessischen Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Dr. Winkler-Oppenheim gegen den verantwortlichen Redakteur der „Frankfurter Zeitung" Dr. Brandl und gegen deren Darmstädter Korrespondenten G. Anhäuser erhobenen Privatklage statt. Dem persönlich erschienenen Privatlläger stand Landtagsobgeordnctcr R. A. Dr. Boxheimer Worms zur Seite. Tic Angeklagten, von denen Redakteur Anhäuser erschienen war, werden durch R.-A. Dr. M. PH. Hertz- Frankfurt vertreten. Die Klage ist ein Nachspiel zu der stürmischen Landtagsverhandlung bom 12. Dezember 1912, in der es aus Anlaß von Wahlprüfungcn zu heftigen Zusammenstößen zwischen dem Abg. Dr. Winkler und einzelnen Mitgliedern der Fortschrittlichen Volkspartei tarn. Dr. Winkler hatte u. a. ausgeführt, die Fortschrittliche Volkspartei leiste der Sozialdemokratie Vvrspanndienste. Aber wenn die Volkspartci mit der So- zialdcmolratic bei den Frankfurter Stadtveroronetcnwahlen im Kampfe stehe, dann „pfeife" die „Frankfurter Zeitung" ihr „kleines a" zurück. Es dürften dann keine Bcrbrüderungsartikel geschrieben lverden, bis die Wahlen vorbei seien. Es sei damit der Nachweis geliefert, „daß man auch anders kann: Er kann schrcibell rechts, er kann schreiben links." In einem kritischen Resume über diese Kammersitzung hatte der Tarmstüdtcr Korrespondent der „Frankfurter Zeitung" u. a. geschrieben, die nationalliberalen Fraicivnsgenossen Winklers ständen, wie man^zu ihrer Ehre sagen könne, ihrem „Schreckensknaben" zum Teil mit peinlichen Empfindungen gegenüber. Wegen dieser Aeußerung l)attc Dr. Winkler Beleidigungsklage erhoben.
Das Gericht kam der Frks. Ztg. zufolge nach längerer Beratung zu einer Verurteilung der Angeklagten. Es liege eine formelle und materielle Beleidigung vor. Ter Ausdruck „Schreckcnsknabc" sei keineswegs harmlos, sondern schließe den Tatbestand der Beleidigung nicht aus. Der § 199 kann keine Anwendung finden, obwohl Dr. Winkler den Angeklagten Anhäuser zweifellos erheblich beleidigt habe. Es sei diesem der Vorwurf der Gesinnlmgslosigkeit gemacht, und er sei auch in der Form („kleines a" und „das ganz kleine a") beleidigt worden. Unter diesem Eindruck habe Anhäuser den Artikel versaßt. Gleichwohl könne der $ 199 feine Anwendung sinden, da das Reichsgericht sich auf den, Standpunkt gestellt habe, das; er gegenüber einer parlamentarischen Beleidigung nicht Platz greifen könne. Es sei nicht Aufgabe des Amtsgerichts Oppenheim, zu untersuchen, ob diese in dar Literatur start bekämpfte Auffassung des Reichsgerichts richtig ist. Auch der Schutz des 8 193 könne nicht zugebilligt werden, weil die Wahrung der Interessen in dem Artikel nicht erkennbar zum Ausdruck gekommen sei, sondern weil er geschrieben sei als Kritik der Landtagsverhandlungen.Tie beiderseitig angebotenen Beweisanträge seien unerheblict). Strafmildernd komme in Betracht die bisherige Unbestraftheit der beiden An- gcllagtcm, erschwerend die Verbreitung der „Frankfurter Zeitung" und bei hem Angeklagten An Häuser die früheren Artikel, auf Grund deren bereits mehrfach eine Bestrafung der früheren verantwortliche,! Redakteure cingetrctcn sei. Dr. Brandl sei .zu bestrafen, weil er die formelle Verantwortung trage. Das Gericht verurteilte Anhäuser zu einer Geldstrafe von 80 Mk., Dr. Brandl zu einer Geldstrafe von 50 Mk. und sprach dem Nebenkläger die Publikationsbefugnis in der „Frankfurter Zeitung" zu.
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F Kvl nt ar , 9. Mai. In dein sogenannten H unger- leiderprozeß wurde solgenHes Urteil gefällt: Der Zeichner Waltz (Hansi) wird ?,u 900 Mark Geldstrafe, der verantwortliche Redakteur des „9Louveklist d'Alsace Lorraine" zu 600 Mark Geldstrafe und der verantwortliche Redakteur des „Elsässer Kurier" zu 20 Mark Geldstrafe verurteilt, außerdem wurde die Publikation des Urteils in verschiedenen Zeitungen und die Vernichtung der Exem plare des Waltzschen Buches, soweit sic zu erreichen sind, angeordnet. Waltz war beschuldigt, in seinem Buche über die Geschichte des Elsaß durck) Zeichnungen und Text die Beamten altdeiltscher Herkunft beleidigt zu haben. Adolf
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Laüdsck>aftsk>ildes müsse geschützt und dem Volke erhalten bleiben. Nicht d-urch fPolizermaßregeln, sondern auf dem Weg der Erziehcmg !und Belehrung soll der Kampf gegen dieses Reklamcübel geführt werden. An Hand einer Reshe von vortrefflichen Lichtbilderausnal)men zeigte nun Amts richter Schwabe, wie sich die Reklame'besonders in den Großstädterr breit macht fitnb ganze .Häuserfronten und Straßetr durch ihre Aufdringlichkeit verschändet. Tie Reklame ist heute zu einer Geißel der M en s ch h e i t g e- tvorden. Sie entstellt die Schönheit des Städtebildes und die Natur und Landschaft aufs grausamste. Besonders die Außen und Streckenreklame der Gro-ßsirmen und Brauereien sei wir lallen Mitteln zu bekämpfen. Die feine Reklame der Geschäftswelt soll hier nicht getroffen werden. Der Redner gab an Hand von Lichtbildern eine Reihe drastischer Beispiele von verschied-enen Stadtteilen Frankfurts, wo sich die Reklame in ganz, erschreckender Weise breit gemacht hat Geschäftshäuser mit 40 Aufschriften und Schildern und Apotheken mit 31 mal „Apotheke" sei dort nichts seltenes. Reicher Beifall lohnte die Ausführungen des Redners. Ter Vorsitzende sprach dem Vortragenden den Dank' des Heimatschutzbundes aus und forderte zur Unterstützung dieser Bestrebungen im Interesse unseres Hessenlandes auf.
Hessen-Nassau.
— Bieber bei Rodhcim, 8. Mai. Die hiesige Kalk- indnstrie wird mit Psingsten eine Einschränkung erfahren, die Gemeindebrüche werden stillgclegt. Bisher waren die Lieferlingsverträge nach Abendstern auf 9 Jahre abgeschlossen, während' die neue Firma sic auf 25 Jahre ausdehnen möchte. Einigung konnte nicht erzielt werden, was zur Stilllegung führte. — Kalkbrcnner Gg. Schlierbach hat seinen Ofen an eine Gesellschaft verlauft, der Betrieb geht ununterbrochen weiter.
w Wiesbaden, 9. Mai. Der Kaiser ließ noch gestern abend während der Vorstellung im Hoftheater sich eingehend über die Eltern des von einem der kaiserlichen Autos getöteten naben unterrichten und erkundigte sich nach deren Verhältniffcn und ließ seine Teilnahme zcun Ausdruck bringen. Kabinettschef v. Lyncker und Vize-Ober- stallmeistcr v. Esebeck, die sich in dem Unglücksauto befanden, statteten dem Vater des getöteten Knaben, dem Kolonialwaren- Händler Ruff, einen Besuch ab.
wandern und Reisen, Bäder und Sommersrischen.
Elf Schüler des Gießen er Päda aog inrn s machten unter Führung ihres Direktors und eines' Lehrers eine fünftägige 'Fußtour von Nassau über Koblenz—Braubachs—St. Goarshausen—Caub—Aßrnanushmsen—Niederwald nach Langenschwal bad). Die Tour, auf der stets im Freien abgelocht und meist im Heu geschlckfcn wurde, fand liebenswürdige Förderung durch die Militärbehörde insofern, als das hiesige Regiment eine größere Anzalst Zeltbahnen zur Versüguirg stellte und die Kommandantur KMenz Mr Nachtquartier in der Kaserne des Art.-Regts. Nr. 23 sorgü. Wenn das Wetter and) teilweise sehr schlecht war, so verlief die ganze Fahrt doch sehr schön und kehrten alle gesund und ftöhlich heim.
= Salbungen, 9. Mai. Bis heute sind 235 Personen zur Kur hier eingetroffen.
— Nordseebad Wittdün - Amru m. Allen Freunden des Nordseebades Wittdün wird es von Jntereffe sein, zu her nehmen, daß her neue Führer in einer Auflage von 15000 Stück erschienen ist und auf Wunsch durch die.Badeverwaltung kostenlos zugesandt wird. >3r enthält alles Wissenswerte über die «Einrichtung des Bades, Fanritzenbad, Warnrbad, über Reunions, Veranstaltungen, sowie über Ausflüge auf der Insel und in der Nachbarschaft. Gern wird von der Badeverwaltzing Auskunft gegeben über die Wohnungsverhältnisse. Allen Wünschen finit umsomehr Rechnung getragen werden, als setzt Wittdün eigene Gemeinde geworden ist und sich den Ausbau des Bestehenden, sowie bedeutende Verbesserungen Mm Ziele gemacht hat.
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