Kreis Friedberg.
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(vormals C. Schmitz).
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Letzte Auszeichnungen: Brüssel 1910: Grand Prix Budapest !911: Grosse goldene StaatsmedaiUe
begrüßt hatte, die Massenübungen in italienischen Säbeln und Florett. An schloß sich dann eine Beratung an. Johannisberg beschloß die Tagung.
h. Odererlenbach, 9. Febr. wurden aich dem hiesigen Friedhose
Der IHyrrhoIinseife gehört die Welt
sie wurde in mehr als 13000000 Stücken innerhalb Verhältnis» mäßig kurzer Zeit verbraucht, worüber notarielle Urkunde vorliegt. Als mildeste säurefreie, reizlose Gesundheitsieise ist sie unübertroffen. Besonders für Kinder. lbl0/i
Alle Magen- u.Darmleiöcnde, Zuckerkranke, Blutarme mm. essen, um zu gesunden, das echte Kasseler s mons- broi. versehen mit Streifband und schwarz-wcin-roter Schutzmarke. Man mache einen Versuch mit unserer 10-Pfg.- Bnck. Stets echt und irisch zu haben in wichen bei Carl Schwan b, Cberb. Mctraer Nackt., Georg Wallenfels, Marktpl nnr21,aegenüb.d.Engelapot. hvs5/s _________________________
aufgefunden, die größtenteils dem Anfang des 16. Ia h r- hun derts entstammen.
Hessen-Nassau.
Höchst a. M., 8. Febr. Der Geh. Regierunatzrat Dr. Gustav v. Brüning, der Generaldirektor dec Höchster Farbwerke, ist heute vormittag in St. Moritz, ivo er Heilung von einem schweren Leiden suchte, gestorben.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetter dien st, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 11. Febr. 1913* Wechselnd bewölkt, trocken, Temperatur wenig verändert, stellenweise Nachnrost.
** Vom Alldeutschen Verband toird unS geschrieben: Amtsgerichtsrat Lattmann, der frühere Reichstagsabgeordnete, ist auch in Gießen durch sein parteipolittsches Auftreten nicht unbekannt: er gilt bei Freund und Feind als vorzüglicher Redner Der Vortrag am nächsten Donnerstag in Steins Garten Über Deutschlands Volkswirtschaft im Kriegsfall toird Gelegenheit geben, ihn einmal nicht als Varteimann. wofür ja schon der veranstaltende, über den Parteien stehende Verband bürgt, sondern rein als nationalen Wtrtschaftspolitiker kennen zu lernen. Der Gegenstand des Vortrags, der von allen Seiten beleuchtet werden toird, ist in der gegenwärtigen Zeit wohl von größter Wichtigkeit für alle Kreise.
** Schlägerei. Auf der Mänsburg kam es m verflossener Nacht zwischen jungen Leuten zu einer Schlägerei, wobei es bei beiden Parteien blutige Köpfe gab. Die Sckmtzmann- schaft schlichtete den Streit, zwei Teilnehmer konnten sich aber nicht beruhigen und mußten festgenommen werden Da sie Widerstand leisteten, werden sie sich nicht nur wegen Körperverletzung, sondern auch wegen Widerstands zu verantworten haben.
Landkreis Gietzen.
(v) Klein-Linden, 10. Febr. Aus einem hiesigen Gelöste wurde heute nacht ein braunes Pferd nebst Geschirr und ein Einspänner wag en g cstohlen.
0) die alteren Mid gefthmii
:|: Bad-Nauheim, 9. Febr. Der iuitge Mann, der vorgestern am Golfplätze einen Selbstmordversuch machte, heißt Hofmann und stammt aus der Gegend von Erbach im Odenwald. Er ist 21 Jahre alt und hat in Dassel eine Maschinenschule besucht: nach seinen Angaben haben ihn Mißerfolge bei seinem Studium auf Selbstmordgedanken gebracht. Vor Ausführung der .Tat hat er in einer hiesigen Wirtschaft noch Abschiedsbriefe geschrieben. — Der Einjährigen Prüfung haben sich in Gegenwart von Geh. Oberschulrat Block- Darmstadt 10 Schüler der Untersekunda unserer Ernst - Ludwig- Schule unterzogen, darunter 5 Sckpilerinnen. Sie bestanden alle. — Der Mittelrheinische Kr e is v o r f e chterta g, zu dem etwa 60 Teilnehmer aus Koblenz, Saarbrücken, Mainz, Gießen, Frankfurt, Offenbach Marburg usw. erschienen waren, sand heute in der Turnhalle statt. Um 11 Ulfr begannen, nachdem der 1. Vorsitzende des Turnvereins, Kaufmann Ph. Weis, die Fechter deutschen sowie leichten ein gemeinsames Essen Ein Ausflug auf den
veremrnachrissten.
= Dors - Gill, 7. Febr. Gestern abend hielt der G e s a n a- verein im Löwen leine 35. Zabresveisaminlnng ob. Präsident Schäfer legte Zweck und Ziel der Sangesknnst dar. Seme Rede klang aus in einem Hoch nick das bentfrbc L'tcb. Tie Gründer des Vereins, Andr. Sames VIII, Heinr. Älüller IV. und Batth. Euler ivurden zu Ehremnitaliedern ernannt.
= Lauterbach, 9. Febr. Der Kriegerverein Lauterbach hielt gestern seine Hauptversammlung ab, in der Oberst a. D. v. W u n s ch einen Vortrag über fo 51a l c Verhältnisse in Amerika hielt. Kreisamtmann Dr. He ß sprach über Zweck und Einrichtung von Sanitätskvlonnen des Roten Kreuzes und forderte mit Kreisrat v. Bechtold die Mit glieder auf. der für Lauterbach geplanten Bildung "ncr Lwnttars- kolonne sich annchmen zu wollen. Oberstleutnant g. X. ~ 0 t h - eißen von Darmstadt wird in einer öffentlichen Verfammlung mn Samstag über die Sache sprechen. .. .
X Bad-Nauheim, 8. Febr. Zur Feier des 25 fahrigen Jnbilämns der Freiwilligen Sanitätskolonne wurde heute abend in der Turnhalle ein Festkommers abgehalten. Oberstabsarzt Dr. Schradc hielt eine Ansprache, tu der er den Zweck der Sanitätskolvnnc hervorhob. Die Festrede hielt Kolonncnsührer May. Er gab einen Uebcrblick über die Entwicklung der Kolonne, die unter Leitung von Oberstabsarft Dr. Schrade, dem Chefarzt des Militärkurhauses, vor zwei Zähren wieder rührig begonnen hat und jetzt 38 aktive und nahezu *-UU passive Mitglieder zählt. Es sprachen u. a. für den Zweigverein des Roten Kreuzes Oberstabsarzt a. D. Dr. Sternb erg er, Beigeordneter Lentz für die Stadt und für die größeren Berente deren Vorsitzende. Die Sanitätskolonne Friedberg ließ durch den Kolonnenführer Grämlich eine Ehrenurkunde überreichen, wahrend Generalarzt Dr. Lindemann- Darmstadt seine Glückwünsche telegraphisch gesandt hatte. Für Unterhaltung war reichlich gesorgt worden.
Ml über die den Partei, die an* teiligung aus allM üagsabg.BasserM itg Ivillkommen im.
»er Toten, der mM t)t und ßackenbnM Mcimrati Haa-M n ihren Plötzen ce irrige PolitiM 'Ctfung hatte M übernommen. TW imdes Bild unserW e Lage „nötige wM ie sie vielleicht einW Volk sei reis gemW I zu prüfen, ob Ä der ZchlagsertizbW TeckungsfraW b den im n-Erzberger. EmW u, bann, aber aM ig feiten übmvisr W ie, an der MW arolatt), Reb«^ ” , Dr Mel M'H i Zeiten mit na: gmao
in der auswärtig'.
>n im Bolle herck er um sich, datz ta .niete Lüftungen? ckegenheitm, wo t f >en, wie die anbei? ihrer Industrie M -r Teckungsfrage ir;. «tz die Fraktion: u den gegebenen nöge. 2as ErgebG »en Abg- einstimmig angeMW
als je zum SJj intereiien eine tee e Politik. Zu « [gemäßen Mo.^A n unteres «alte. I mgänghm*™ schm L m I er Wahres 190 jj .2 eingenommen » ^^chleunI
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** S t adtth eater. Lessinas „Emtlta Galottr mit Frl. Riza Bajor vom Deutschen Theater in Berlin als Gast wird in der morgigen Dienstags-Abonnements- vorstellnng zum letzten Male gegeben. Es wird die zahlreichen Freunde der Kunst unseres Berliner Gastes mteressieren, daß Frl. Bajor die Rotte der „Niob e" in dem bekannten englischen, von Oskar Blumenthal» bearbeiteten Schwank ihrem Gastspielrepertoire einverleibt bat und am Mittwoch hier darin zum ersten Male auftreten wird. — Wie schon bekamtt-g-egebeu, wird am Donnerstag Herbert Eulenbergs „Belind e" durch ein besonders zu- fammengestetttes Ensemble erster Berliner Bühnenkünstler unter der künstlerischen Leitung von Direktor Willst Nord au zur Aufführung gelangen. Das Werk hatte in Leipzig, Dresden, München, Hamburg, Stuttgart, bedeutenden Erfolg und wurde mit dem Volksschitterpreise gekrönt. Das Hamburger Fremdenblatt schreibt: Der Zauber der Reinheit liegt über dieser Dichtung. Aus dem Zusammenstoß ethischer Gesetze mit den Geboten der Natur entstehen Konflikte, die der Dichter konsequent behandelt hat. Sehr schön ist die Sprache des zum größten Teil im jambischen Versmaß geschriebenen Werkes. Der Erfolg war groß and unbestritten. Gastspiele des Friedrich-Wilhelmstädti- schen Schauspielhauses Berlin fanden mit diesem Werke in fast allen großen Städten statt.
*♦ Kronb auersch er Quartettverein. Den Bericht über das gestrige Konzert muffen wir wegen Stoffandranges für morgen zurückstellen.
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Statt besonderer Anzeige.
Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an
Carl Amend u. Fran Emma
geb. Schimpf.
Giessen, Sonntag, den 9. Februar 1913. [1011
könnt, daß der P ostdien st durch den starken Schneefall vokl^ tändig gestört ist. Der Schnee liegt vier Meter tief. Dw Pferde des Postwagens, welcher den Dienst von Rescht nam Enzeli besorgt, sind in der Nähe Von Rescht vor Kalte tot umgefallen. Teheran ist für wenigstens vierzehn Tage von der Postverbindung mit Europa abgeschnitten, was seit zwott Jahren nicht vorgekomimen ist. ,
* Ein sonderbares Eisenbahnunglück. Ans Großnpi, 9. Febr., wird gemeldet: Auf der Steigung zwischen den Bahnstationen Szljeizowskaja und Kar abu lag riß ein Güterzug in zwei Teile. Vierzig Mit Rohol gefüllte Kesselwagen rollten zurück, sausten mit furchtbarer Geschwuu digkeit an der erstgenannten Station vorbei, und rannten auf einen anderen Güterzug auf, an dessen Lokomotive die Rohölmengen sich entzündeten. In dem Riesenfeuer tarnen zwei Zugbeamte um. . -
— Gu t pariert. Eine lustige kleine Geschichte, in herein Theaterkritiker die Heldenrolle spielt, macht jetzt durch die pariser Salons die Runde. Ein bekannter Kritiker hatte eine sehr elegante und mondäne Schauspielerin in seiner Kritik sehr herb beurteilt: die Dame War empört und lechqte nach Rache. Ein paar Tage später besucht sie in Gesellschaft eines lungcn Dandys die „Varietees" und sieht den verhaßten Kritiker. So/ fort bittet sie ihren Begleiter, dem Herrn ein kleines Paket zu übergeben, das sie bei sich trug. Der Dandy übernimmt es. „Mademoiselle hat mich gebeten, Ihnen als Zeichen der Bewunderung ihres Talentes dieses Souvenir zu überreichen.' Inmitten eines .Kreises verständnisvoller Neugieriger öffnet der Kritiker das Paket: und findet ein Dutzend gewöhnlicher Gänsefedern. Allgemeines Lächeln, unterdrücktes Lachen: aber der Kritiker erweist sich als der Situation gewachsen. „Verehrter Derr, sagt er zu dem Ueberbringer, dem Tandy, „danken Sie bitte Made moiselle für die reizenden Federn. Ich wußte wohl, daß fte ihre Bewunderer zu rupfen pflegt, aber ich hatte nte geahnt, daß sie das zu Meinen Gunsten täte." Er hatte die böshasten Lacher aur seiner Seite.
Kleine Tageschronik.
Die große Liebe, ein Schauspiel von Heinrich Mann fand bei seiner Uraufführung im Berliner Lessing- Theater trotz offenbarer, starker Schwächen eine warmherzige Aufnahme.
* In Nürnberg feuerte der 23 jährige Glaser Greiling auf den Unteroffizier Schetz und seine Geliebte mehrere Schüsse ab. Ter Unteroffizier starb bald darauf, das Mädchen ist schwer verletzt.
In R 0 st 0 w am D 0 n brennen seit vierundzwanzig Stunden die Depots der Russischen Gesellschaft sürDampft schiffahrt und Handel. Außerordentlich starke Explosionen vergrößern die Gefahr. Der angerichtebe Schaden ist sehr groß.
Aus London wird gemeldet: Zwei Pavillons mit Orchideen im Botanischen Garten von K c w wurden in der vergangenen Nacht schwer beschädigt An dreißig Glasscheiben sind erngeschlagel' und die kostbaren Orchideen nach allen Richtungen verstreut worden. Man glaubt, daß Anhängerinnen des Frauen stimm-« rechts den sehr beträchtlichen Schaden anrichteten.
Ter Brebacher Agent der Kreissparkasse Saar-' j brücken bat 30000 Mark unterschlagen. Für ben . Verlust hat die Kreissvarkafle Deckung.
Aus Mansfield (Grafschaft Nottingham) toirb nnterw : 8. Febr. gemeldet: In der Kohlengrube von Ruffvrd ber , Mansfield stürzte heute nacht infolge Bruchs einer Kette ein mit ' 800 Gallonen (= 36 Hektoliter) Wasser gefüllter Behälter auS , einer Höhe tion 150 Meter in den Schacht. 13 Berg lauft e
Aus Stadt und Land.
Gießen, 10. Febnwr 1913.
** Tageskalender für Montag, 10. ssebr.: Vortrag, 1 veranstaltet von der Freimaurerloge Gießen: Dr. pqil.0 r n e i f c r- Gießen: Die Freimaurerei und die religiöse Krisis der , Meaenroart. Abends 8 Uhr in der Universitätsaula.
3 *
•• Ordensverleihungen. Der Gro ßherzog hat bem ordentlichen Honorarprofessor für Mineralogie und Kristallographie an der Universität Heidelberg Dr. Viktor Goldschmidt zu Heidelberg das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen, und das Ritter- Ircu5 zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß- mütigen dem Hauptmann v. Strzentieczny, beim Stabe bc§ vierten Unter-Elsässischen Infanterie-Regiments Rr. 143, seither Oberleutnant im Leibgarde-Jnfanterie-Regiment I.Hess.) Rr. 115 verliehen.
•• Was ist eine Handangel? Das Ministerium bc§ Innern hat bekanntgegeben, daß unter einer einfachen .Handangel im Sinne des Fischereigesetzes eine Angel mit kiner Schnur zu verstehen ist, an der sich nur ein ein- sicher Angelhaken mit nur einem natürlichen ober künstlichen ftöber — unter Ausschluß von lebenden, toten und künstlichen Fischchen — befindet. Die einfache Handangel muß bei belegtem Master mit dein Strom treiben können und stets in der Hand des Fischers bleiben
** lieber die Belastung von Grund und Boden, die in den beteiligten Kreisen als überaus hciümend für den. Jmmo- tiilienverkebr empfunden wird, läßt der Verein ber Hausbesitzer in seiner Jahreshauptversamimlung am Mittwoch abend int Hotel Schütz durch Rechtsanwalt Raab einen Vortrag halten. Es soll an Beispielen erörtert werden, wiee stark in Verhältnis- tnäfrig kurz er'Zeit die Steuern und Abgaben in die Höhe gegangen sind und in welcher schwierig eit Lage sich zurzeit das Hypotheken wesen befindet, besonders welcl-e Mittel bei Beschaffung zweitstelliger Hypotheken empfehlenswert sind. Man hofft, aus Grund der Aussprache einen Weg zu finden, der gangbar ist und der den besonderen Verhältnissen Gießens Rechnung trägt. Ohne einmütiges und tatkräftiges Zusammengehen der zunächst Beteiligten toird wohl nichts zu erreichen sein.
** Der Obst- und G a r t enb auver et n Gteßen, Ortsgruppe des oberhessischen Obstbauvereins, hält Dienstag abend sm Cafe Ebel eine Hauptversammlung ab. Außer der Erledigung von geschäftlichen Angelegenheiten und einer GratiS- verlosung wird der Sekretär des oberhessischen Obstbauverems Herr Dr. Hoffmann von Fttedberg, einen Vottrag halten Mer: „Die Grundlagen des Gemüsebaues im Garsten". Das Thema dürfte wohl für alle Hausfrauen, namentlich aber für die, die ein Gärtchen bestellen, von großen Interepa [fein. Von dem Vorstände würde deshalb lebhaft begrüßt werden, wenn recht viele Damen den Vortrag hören möchten. Jedermann — auch Nichtmitglieder des Vereins — ist eingeladen. ie Tätigkeit des Vereins erstreckt sich auf die Förderung des O bst - h«ues , des GeMüsebaues und der Blum enzu cht. Der Verein wird Anregung geben zur Anlage geschmackvoller Vorgärten und zur Entfaltung schönen Fenster- und Balkonschmuckes. Aragen auf dem genannten Gebiet werden in den Vereinsversammlungen durch «Fachmänner besprochen und Rat und Aus-
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Letzte naebriebten.
Türkische Bitten um Friedensvermittlung 5
Konstantinopel, 10. Febr. Der hiesige Berichterstatter des „Ecko de Paris" meldet, daß der türkische Botschafter in London bei dem Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey vorgesprochen habe mit der Bitte, die Mächte möchten erneut Friedens Verhandlungen vermitteln. Sir Grey bedeutete dem Botschafter, sich amtlich an die Regierungen zu wenden.
Die Kongo-Kamerun-Grenzfestsetzung.
Paris, 10. Febr. Die französisch-deutsche K 0 m» Mission zur Festsetzung der Grenze zwischen der Kongokolonie und Kamerun, konnte trotz großer klimatischer Schwierigkeiten ihre Arbeit am 1. Dezember beginnen.
Militärrevolution in Mexiko.
New Pork, 9. Febr. Eine Militärrevolution ist in der Stadt Mexiko ausgebrochen. Der Präsident Madero wurde gefangen genommen.
Mexiko, 10. Febr. Gestern nachmittag toar die Ruhe fast überall wieder hergestellt. Diaz ist Herr der Situation. Präsident Madero und die Minister halten sich immer noch im Nationalpalast auf, um den blutige Kämpfe geführt wurden. Zwei Hauptleute und drei Leutnants wurden tödlich verletzt. Auch der Kriegsminister wurde verwundet.
Ein Negeraufstand.
Lissabon, 10. Febr. In dem der portugiesischen Herrschaft bisher noch nicht unterworfenen Distrikt Norupenna auf Mozambique überfiel der Häuptling Stapana die Europäer-Niederlassung, plünderte die Dörfer und tötete d i e Europäer, die sich zu Wehr setzten. Eine portugiesische Expeditton von 1000 Mann unb acht Maschinengewehren schlug die Aufrührer in die Flucht. 200 Neger fielen. Von den Portugiesen wurden ein Leutnant, ein Sergeant und ein Korporal getötet und 22 Soldaten verwundet.
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— Oberleutnant Filchner über seine Süd- polar reise. Aus Berlin, 8. Febr., wird gemeldet: ^n der heutigen stark besuchten Sitzung der Geographischen Gesellschaft berichtete Oberleutnant Dr. Filchner kurz über den äußeren Verlauf der von ihm geführten deutschen Antarkttichen Expedition. Der Vorsitzende Geheimrat Professor Hellmann drückte die Anerkennung für die Verdienste und Hoffnungen der Wissenschaft auf die Ergebnisse der Expedition aus. Sodann hielt Professor E. Tiessen einen durch landlchaftliche Buder belebten Vortrag über das südliche Ehina. Jin Anschliff; an da-? jetzt von ihm vollendete fünfbändige Werk des Frhrn. H-erdmand v. Richth 0 fen. Der Vortrag klang in eine Ebnmg des verstorbenen Forschers aus, dessen Angehörige und Schüler, darunter Sven Hedin, anwesend waren.
* Rabiate Schützen. Die Blätter melden aus Posen: Die Kaufleute Witgen und Obst hatten das Grundstück des Müllers Sommer in Tomiee gekauft. Einer der Sohne des Müllers, der mit seinem Vater in Erbstreitigkeiten liegt, lauerte den Käufern auf, erschoß Witgen und verletzte Obst und seinen Vater lebensgefährlich. Dann erschoß er sich selbst.
* Opfer der Berge. Aus Mailand wird gemeldet: Fünf Studenten versuchten, den Monte Disgrazia in den Velt- Niederalpen zu besteigen, als sich Eismassen, auf denen sie standen, loslösten und talwärts zu rollen begannen. I)er Führer der Expedition konnte sich noch rechtzeitig an den Felsplatten an- klammern und so drei Genossen retten, die angeseilt waren. Unglücklicherweise riß ein Strick, an dem der Student Levis angebunden war. Der junge Mann stürzte in den 1000 Meter tiefen Abgrund. Die Leiche konnte bisher nicht geborgen werden. , , _
* Sturm und Seenot. Ern furchtbarer Orkan wütete in der Nacht zum Samstag in Nordengland, Irland und Wales. In Renton bei Dumbarton trat der Leven über die Ufer und seifte eine Anzahl Fabriken unter Wasser. Mehrere hundert Arbeiter sind gezwungen zu feiern. Die großen Werke von Armstrong bis Newcastle wurden beschädigt. In North- und South-Szields wurde großer Schaden angerichtet. Auf der Tyne fanden Schiffszusammenstöße statt. 2er telegraphische Verkehr ist in einem großen Teile des Landes gestört. — In Liverpool ist ein der Hafenverwalttmg gehörendes Boot gekentert. Ein Mann wurde gerettet. Zehn Personen dürsten um gekommen sein. — Ein französisches Torpedoboot stieß gestern abend auf der Reede von Brest mit einer Fischerbarke zusammen, die ohne Lickfter segelte. Tie Barke sank sofort. Von der Besatzung konnte nur ein Mann gerettet werden. Bei Dover ging das sranzösische Segelschiff „L 0 winski" unter. Vier Matrosen ertranken.
* Starker Schneefall in — Persien. Aus Tc- II) er an, 8. Febr., wird gemeldet: Tie Postverwaltung gibt be-
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