Die Stadtverordnetenversammlung von Rüdeshcim hat sich nun! standsmitgliedcr dieses Vereins verfügen. Isaak hebt ivcitcr her- mit der Lage der Brücke zufriedengegeben, dagegen den Beschlus; vor, das' Pallmann in Geschäftskreisen einen sehr guten Ruf
Angeklagte
und das; Nieder-Modau keine Verpflichtungen an Pallmann hatte
selbst hat aber
Gr
der Angeklagte
Es kommt ein Geschäft zur Sprache
da'-':
und verliest dann
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genossen habe, und die Auskünfte, die er über i-n erhielt, waren vorzüglich.
Der Angeklagte geht dann auf die einzelne i Wechselgeschäfte ein. Er behauptet, alle Wechsel eingelöst &u haben. Ein Beisitzer macht Isaak darauf aufmerksam, dass, trenn es sich um Akzepte Rieder-Modau gehandelt habe, diese doch an 9iicber=
gefaßt, gegen die Linienführung Geisenheim-Rü- des he im Widerspruch zu erheben. Auch eine gemeinsame Borstandssitzung des Hausbesitzer- und des Verkehrsvereins faßte
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den Angeklagten auch lyicr das Gedächtnis.
Zsaat soll nun seine Beziehungen zur Landwirtschaftlichen Kreditbank in Frankfurt erklären. Er versuchte dies mit so großer Umständlichkeit, daß der Zusammenhang seiner Ausführungen
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Jedermann staunt, wie kräftig er ist.
,,Vom 4. Monat au bekam mein kleiner Paul Scotts Eumlsux» und hat sich durch ihren ständigen Gebrauch zu einem kräftigen, munteren Krude entwickelt. Ileberrafchend war die anhaltende GewichtsNiuahme, sowie die geradezu sichtbare Steigerung dar Körperbväfte des Kleinen. Rach einer überstandenen Operation ist das ständige Einnehmen Ihrer Scotts Emulsion laut Äbrswae des Arztes für den Kleinen von großem Werte gewesen, um ihn wieder hoch M bringen. Heute staunt jedermann, wie kräftig und inunter der Knabe ist, und wie sick)>er er überall heruntlänft."
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Gießen, 9. April. Herr Jakob 91 e u ft ä b t c r, Wallt oi- straße, bittet uns, mitzuteileu, daß er mit dem in unserem Gerichtsbericht vom 7. April genannten Althändler I. N. nicht identisch ist.
|| Marburg, 8. April. In mehrstündiger Verhandlung beschäftigte sich heute die Slra'kammer mit dem schon vielfach vorbestraften Arbeiter Münker, der in vielen Städten die Angehörigen der christlichen Gemeinschaften brandschatzte. Im Osten Deutschlands gab er an, daß er nur der Reise nach seiner Mutter in Siegen sei, die er vor seinem Tode — er wollte nämlich unheil bar krank fein — noch einmal sehen müsse, in Westdeutschland sagte er dasselbe, jedoch mit dem Unterschiede, daß seine Muller in Posen wohne. Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren Gefängnis.
Modau hätten zurückgegeben werden müssen.
glaubt jedoch ein Recht dazu gehabt zu haben, diese Wechsel be- halten zu können, da er sie ja bezahlt hätte. Liebe/ diese Frage wird ui Einzelheiten cingegangen, und Isaak weiß auf die verschiedenen Borhalte keine bestimmte Antwort zu geben. Ein Beisitzer: Waren Sie sich klar darüber, daß die Akzepte reine Kredite waren.
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ke. Frankfurt a. M. Schmeinemarktbericht vom 9. April. Aickgetrieben waren 1630 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 57.00—60.00 Mk., Schlachtgewicht 75.00—77.00 Alk., vollsicischige Schweine unter 80 kg- Lebendgewicht 56.00—59.00 Alk., Schlachtgewicht 74—76.00 Alk.: vollfleischige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht 58.00—61.00 Mk., Schlachtgewicht 75.00—77 Mk.: vollsicischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 58.00—Gl.00 Mk., Schlachtgewicht 75—76.00 Alk. Geschäft gedrückt, bleibt Uebersland.
ic. Frankfurt a. M., 9. April. (Orig.-Telegr. des „®iefc. 9(n5.e) Amtliche Notierungen der heutigen Frucht markt preise- Weizen (hiesiger) 21.15—0^.00, Kurhessischer Mk. 21.10—00 00, Wetterauer Alk. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 17.50 bis 17.60, Gerste (Wetterauer) Alk. 17.00—18.00, Gerste, Franken, Pfälzer, Nied Mk. 17.00— 1 *.0(>, Jöafer Alk. 17.50—18.50, Mais Mk. 15.25 vis 15.75, Weizenmehl 0 Alk. 32.50—32.75, Weizenmehl I Alk. 30.50—30.75, Weizenmehl 111 Mk. 27.25—27.5u, Roggeu- inehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roqgenmehl 0/1 Mk. 26.50—26.75, Roggenwehl I Alk. 00.00-00.00, Weizenkleie Alk. 10.60-11.80, Weizenschalen Alk. 11.00—11.15, Roggenkleie Alk. 11.25—11.50, Malzkeime Mk. 13.00—11.25, Biertreber 14.00—14.25, Raps Mk. 00.00—00.00. Alles per 100 Kg. ab hier.
fc. Frankfurt a. M., 9. April. (Orig.-Telegr. des ,®ies. Anzeigers^.) Karto s fel markt. Man notierte; Kartoffeln in Waggons Mk. 4.00—4.50, im Kleinhandel Alt. 5.00—5.50, für je 100 Kg.
trag, die Summe von 1 Million auzulegen. Er hat dem Pall- mann drei ober vier Lchpothekeu augebvteu. Der Angeklagte ec klärt dann umständlich dieses Geschäft. Der Vorsitzende ermahnt
ihm eine Bedeutung beizumessen.
Es kommen dann weitere „Geschäfte" zur Sprache, die austerordentlich verwickelt sind. S o hat der Angeklagte z. B. für die Landwirtschaftliche Kreditbank in Frankfurt a. M. im ganzen 4 Millionen beschafft. Mehrere Wechsel aus Nieder Modau in hohen Beträgen hat der Angeklagte auch bei der B-aherischen Handelsbank in Aschaffenburg diskontiert. Der Dirck or dieser Bank, Wolfsthal, fragte bei Isaak daraufhin an, wie es denn mitten Bilanzen dieser Kreditkasse stehe. Isaak schrieb darauf an Pallmann, das; man eine Bilanz ausstellen und die Wechsel in dien Bilanz einsetzen möge. Sachverständiger Regierungsrat Bastian: Wer war für das Soll zu belasten'? Isaak gibt auch hier erst ausweickiendc Antworten und antwortet erst auf wiederholten Vorhalt : Pallmann war zu belasten. Nun iriri) dem Angeklagten vorgehalten, weshalb er denn diesen Brief an Pallmann richtete, es war doch selbstverständlich, daß die Wechsel mit verbucht werden mussten. Aus dem weiteren Verhör geht hervor, oast Isaak eine günstige Bilanz von Ruder-Modau haben wollte. Wie immer, wenn es sich um eine wichtige Sache dreht, so verlästt
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ihn mehrmals, bei der Sache zu bleiben, u..- ——------
einen Brief, aus dem hervorgehen soll, daß Isaak sehr wohl von dem Verhältnis Pallnianu Nieder-Modau gewusst habe. Ter Angeklagte behauptet aber, diesen Brief geschrieben zu haben, ohne
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be. Darmstadt, 8. April.
Heute wird zunächst der Angeklagte Isaak vernommen. Er bekundet, daß er am 6. März 1912 in Haft genommen worden sei Auf seine Frage, weshalb er verhaftet werde, wurde ihm vom Untersuchungsrichter die Antwort, weil er sich Hhpotl)eken des Nicdermodauer Vereins angeeignet habe, die er dann zu seinen Schiebungen benutzte. Der Angeklagte beginnt weil ausholend diese Belwuptung zu widerlegen, bis ihn der Staatsanwalt unterbricht und ihn daraus aufmerksam macht, daß es sich ja darum gar nicht handele, sondern darum, das; er die Straftaten Ahams gekannt und trotzdem mit Wechseln der Nieder-Modauer Baut operiert habe. Nun erzählt der Angeklagte in ebenso weitläufiger Weise, daß er mit noch einigen anderen, darunter einem Spekulanten Roth, von dem Baron v. Oetinger Baugrund gekauft habe. Damals sei er vermögend gewesen und konnte deshalb feinen Käufern große Baugelder zusichern. Irgendwelche Beziehungen mit Pallmann habe er damals noch nicht gehabt, am allerwenigsten habe er eine Ahnung davon gehabt, in welchem Verhältnis Pallmann zu Nieder-Modau gestanden l>abe. Auch habe er nicht der Baugesellschaft, von der in der Anklageschrift die Rede ist, angehört. Bet der Verleihung von Baugeldern lyabc er in den Jahren 1905—1907 einen Verlust von etwa 900 000 Mk. gehabt. Nachdem Isaak dies dann näher erläutert, fährt er fort' Nun wollte ich mich aus diesem Geschäft^zurückziehen, Haupt sächlich auch darum, weil ich von einem Schlaganfall betroffen wurde. Ich bot dem Roth die Summe von 150 000 Mk. in bar an und erklärte mich auch bereit,' 60 Prozent Baugelder zu gewähren, wenn Roth das Gelände allein übernähme. Roth hat sich dann die .Sache überlegt und ist zu mir gekommen mit dem Bescheid, daß zwar nicht er, wohl aber ein ihm befreundeter Geschäftsmann Pallmann dies Anerbieten annehmen werde Daraufhin hatte ich eine Unterredung mit Pallmann. Er wollte aber 100 Prozent Baugeldcr von mir haben. Auch hiermit er klärte ich mich einverstanden. Ich stellte Pallmann etwa 300 000 Mk. an Baugeldern zur Verfügung. Isaak gibt bann an, daß Pallmann ihm gesagt habe, daß der Spar- und Kreditverein Nieder-Modau ihm verpflichtet sei, weil er ihm große Gefälligkeiten erwiesen habe. Auch könne er frei über die Vor-
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den Beschluß, gegen die Linienführung Widerspruch zu erheben. — Aus der rechtsrheinischen Seite bis zur Rüdesheimer Aue sind einzelne Abmessungen der Brücke bekannt geworden. So sollen die beiderseitigen Fußwege der Brücke „1,50 Meter breit werden. Die Höhe der Brücke, vom Wasserspiegel aus gemessen, ist aus 17,10 Meter fest gelegt. Hierbei ist das Gitterwerk nicht einbegriffen. Der erste Brückenpfeiler aus der rechtsrheinischen Seite kommt hinter dem Hafcndamm, der zweite int Rheine seitlich von der Hafeneinfahrt, der dritte etwa 175 Meter vom Ufer entfernt und der vierte an der Rüdesheimer Aue.^ Die ein zelnen Spannweiten betragen 84,70, 169,40 und 92,55 Meter.
Kreis Wetzlar.
— Krofdorf, 8. April. Die hiesige Gemeindevertretung hat die Errichtung eines Kriegerdenkmals mit 7 gegen 5 Stimmen genehmigt. Es i|t für die 11 Gemeinden der vereinigten Bürgermeisterei Krofdorf geplant und soll am 18. Oktober seiner Bestimmung übergeben werden.
Q Niedergirmes, 8. April. Hier wurde ein neues Pfarrhaus erbaut. Kreisbaumeister Witte a. D. wurde die Leitung übertragen. Am Montag begann da§ neue Schuljahr, gleichzeitig ist hier der 7. und 8. Lehrer angestellt morden.
-g. Garbenheim, 8. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres ist an unserer Schule die 4. Klasse eingerichtet und Lehrer Heller (bisher in Griedelbach) übertragen worden.
Angeklagter: Ja. Bors.: Einem so erfahrenen Bankier wie Sie mußte es aber doch bekannt sein, daß es den Bestimmungen des Genossenschaftsgesetzes widerspricht, solche Wechselkredite zu bc- willigen. Der Angeklagte weicht auch hier einer bestimmten Antwort aus. Bors.: Wie erklären Sie sich denn die vielen Akzepte von Nieder Modau? Augekl.: Nieder-Modau war doch dem Pallmann verpflichtet. Für mich bestand keine Notwendigkeit, dahin zu forschen, wie das alles znsammenhinge. Ich war der Ansicht, daß es sich nm durchaus reelle Geschäfte handele.^
Isaak belam von Pallmann auch für eine persönlich.' Schuld Akzepte Nieder-Modau im Werte von 68 000 Mk. Bors.: Ist es Ihnen denn nicht aufgefailen, daß Nieder-Modau für Pallmann eine so hohe Verpflichtung übernahm? Eine bestimmte Antwort gibt Isaak auch hierauf nickst. Die Akzepte hat er dann an
für den Freiherrn von Waiubott besorgte. Er erhielt den Auf Er hat dem Pall-
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Betrag von 35 000 Mk. zuwenden. Bors.: Weshalb wollten Scotts^czmnlsion n-irs vo>, .,»s ousicklieblich im groben vrrkauit> und zwar
denn das tun? Wieoer holt der .'ingellagte wen au ., )U datz dcn ■ nie lofe nach Wcwichr ober ailai), ionöern nur in versiegelten Oriqinalslaschcn itt Vorsitzende seine Frage etwa zehnmal wiederholen muß, weil 1 Karroi^mii unserer Schutzmarke (Fi'cher mit dem Dorsch). Scott L Lowuc, Ä. m. Isaat ihm immer ausweicht. Da der Angeklagte hier eine b- H" Frankfurt a. M.
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