fronte
hochbcwerlelentlalte. lendes
i.Taielg,elränk ilich empfohlen!
Erfchekrl
Swetter statt
163. Jahrgang
lagUch trrtt LuSnahme des Sonntags.
nach Frankfurt,
e.G.m.b.H., Köstritz (Tbür.) nh. Mbert Merlau, Tel. 239. IC*/,) Wiedener klüter gesucht.
nach Friedberg, Lademeister Gras von Gießen Buchholz von Gießen nach Siegburg.
'”en Preisen, iESSEN Marktplatz 7.
Die ..Siebener Familienblätter" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „Ureirblatt für den Kreis Siehrn" zweimal wöchentlich. Di» „Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal.
Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion: ^^112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen.
*• Gießener Verbindungsbahn. Die Geschäftsräume für den Bau einer Verbindungsbahn bei Gießen befinden sich in Gießen, Wilhelmstraße 10. Die Bauausführungen sind dem Vorstand des Betri ebsamts 1 Hierselbst übertragen worden.
** Ernst Challier der Aeltere, der sich als Verfasser musikalischer Hilfskataloge wie z. B. des Lexikons des Liedes einen Namen gern acht h at, begeht morgen seinen 70. Geburtstag. Tas Gießener Nonzertleben für das Herr Challier durch Jahre hindurch eifrig tätig war, hat seinem unermüdlichen Eifer vieles zu verdanken. Anläßlich seines Geburtstages überwies Herr Ehallier dem Verein deutscher Musikalienhändler zu Leipzig den Betrag von 200 Mk. für das „Stiftungskonto".
Landkreis Gießen.
g. Odenhausen, 6. Juli. Das Regierungsjubiläum des Kaisers wurde von den vier Schulen des oberen Kirchspiels Londorf: Odenhausen, Geilshausen, Rudingshausen und Weitershain kürzlich festlich begangen. Auf den Wald, wiesen bei Appenborn versammelten sich am Mittag etm§
tungen im abgelaufenen Jahre, die sich auf insgesamt 69 408 teilte. In den ^chülerherbergcn gehörten von den Besuchern 86 v. H. der Volksschule, der Rest der Mittelsäpilc an, so daß diese Institution Mm größten Teile den minderbemittelten Wanderlustigen zugute kommt. Auf dem Westerivald sind neun Herbergen in Betrieb, neu dazu gekommen ist eine in Montabaur. Von den Uebcrnachtungskosten harten die Beherbergten durch- chnittlich 30 v. H. zu tragen. Tie von der Herberge getragenem Kosten stehen jedoch in keinem Verhältnis «ju dem ideellen Wert dieser Herbergseinrichtungen. Neuerrichtung von Herbergen sNl des weiteren in Weilburg und Mengerskirchen stattfinden. Tas ausscheidende Ausschußmitglied Tirektor Nimat-Engers wurde wiedergewählt, für den wegen Ucberbürdung sein Amt nieder- Icgcnben .Kreisausschußsekretär Schmidt Aiaricnberg, Lanorat Freiherr v. Marschall-Montabaur neugewählt, weiter in den Ausschuß Friß Koch-Bonn. Ans Antrag der Ortsgruppe Frankfurt o. M. wurde £ 11 der Statuten dalpn geändert, daß Einzelmitglieder ober Ortsgruppenmitglieder in den Vorstand und Ausschuß gewählt werden können — seither mir Einzel Mitglieder. Als Vertreter zum Deutschen Touristen-Tag in Koburg wurden Dekan Heyn-Marienberg und Stadtrat Meier-Köln, für deren Ersatz E. Wissenbach-Franksurt a. M. und Schmidt-Marienberg gewählt.
Als Ort der nächstjährigen Tagung wurde Honnef gewählt, nachdem Herborn und Rangsdorf ihre Anträge zurückgezogen. An die Versammlung schloß sich int Wiedschen Hof ein Festessen. Am Nachmittag herrschte auf dem Festplatze ein reges Treiben. Morgen Montag beschließen Ausflüge in die Umgegend die Tagung.
Mit der Jubelfeier hat die sestgebende Gemeinde eine A n s - ftcHung Wcsterlvälder Erzeugnisse verbunden, die auf dem Gebiete der .Stcramif Erstaunliches zeigt. Hier sind es vor allem die Kunststeinzeug-Fabriken Tünler und Brcibeu in 5oöhr, die Königliche keramische Fachschule in .Höhr, die Stein- zeugfabrik in Höhr, die nach Entwürfen Münchener und Düsseldorfer Künstler hergestellte Töpfereien, Krüge, Vasen usw. zur Schau stellten. Eintöch-Krüge, Wasser-Krüge und dergleiäun vertraten weiter die hochentwickelte Wcsterwäldcr Steinzeugindustrie. Der Montabaurer Geigenbauer I. E. Kratz zeigte in feinen Instrumenten seine Fertigkeit. Daß die Westerwälder den Pinsel zu führen wissen, zeigten Gemälde von Rentmeister Zeyher-Dierdorf, Robert Merkel-Bierhaus, Fritz Göricke-Daaden. H. W. Linkenbach usw. In Tonpfeifen und Tonmasse-Gegenständen führten ich die Firmen Julius Wingender n. Co. aus Höhr unh W. ^lauer-Baumbach ein. Eine schöne Sammlung antiker Gegen- tänbe von Siegfrieb Seligmann-Dierborf zur Schau gebracht, vervollkommnete die Ausstellung.
Dienstag, 8. Zull M3
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen Universtläts - Buch- und Steinbrnckere:.
R. Lange, Gießen.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Gderhessen
einstimmig angenommen:
„Tie am 6. Juli 1913 in Trier tagende allgemeine Volksversammlung, die von allen Schichten der Bevölkerung stark besucht war, erklärt die seit Jahrzehnten erstrebte völlige Schiffbarmachung der Mosel- und der Saar für eine unabweisbare Forderung der gesamten Ertragswirtschaft, der Landeskultur, der Landesverteidigung und der nationalen Fürsorge Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie verlangen zwecks Sicherung und Förderung der Lage '«en Ausbau beider heute brachliegender Flüsse zu lerftungs- Ühigen Wasserstraßen unter Ausnützung der vorhandenen Wasserkräfte. Die Versammelten erachten es als ihre patrio- jijcfje «-ßrlidit auch für die auf den Erwerb vom Ausland angewiesenen Mosel- und Saarschiffe einzutreten und mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln ihre Abgeordneten zu unterstützen, damit die Forderung im Lande nach einer Kanalisierung der Mosel und der Saar endlich zum Gesetz erhoben wird/‘
Hauptversammlung der Gleidergverems.
* Gleiberg, 6. Juli.
Gestern wehte von der Ruine Gleiberg die Fahne zum Gruß für das am Nachmittag cintrcffcnbe Häuflein her Burgherren, die mit ihren Damen aus dem weiten Tal zur Burg gekommen waren, um im Kaisersaal des Nassauer Baues die alljährliche Hauptversammlung abzuhalten. Das unfreundliche kühle Wetter hatte wohl die sonst zahlreichen Freunde des Gleibergs^ von der Versammlung ferngehalten, so daß sie kaum beschlußfähig war. Der Vorsitzende des Vereins, Geheimer at Tr. U fing er, begrüßte die Mitglieder, unb ganz besonders herzlich die '-tarnen, und erstattete den Jahresbericht. Einleitend bedauerte der Berichterstatter, daß der Konservator der Nheinprovinz einen in Aussicht genommenen Vortrag über Deutsche Burgen nicht halten könne, weil er durch andere Verpflichtungen gehindert sei, in der Versammlung zu erscheinen. Das Andenken des verstorbenen Geh. Hofrat Professor Dr. Biermer, ehrte die Versammlung durch Erheben von den Plätzen. Einen sehr empfindlichen Verlust bat der Verein im abgelaufenen Geschasts- jahr durch den Fortgang des 2. Vorsitzenden, Geheimen Justizrat Dr. Schmid t, nach Tübingen erlitten. Für die Dienste, bic er dem Verein seit beinahe 15 Jahren geleistet,^ und besonders für seine aufopfernde Tätigkeit währeno der Haupt- enttoidlung des Vereins ist dieser ihm zu großem Dank verpflichtet. Und was in den letzten 10 Jahren auf dem Gleiberg geschaffen wurde, die Sicherung der Ruine gegen weiteren Verfall, bic Ausstattung ber Wirtschaftsräume unb bes Burghofes mit schönem Inventar, bic weitere innere Herstellung bes Nassauer Baues usw., wirb dauernd Zeugnis oblegen für bic lüngebiings- volle Mitarbeit des Geheimerais Schmidt, der in einem Telegramm der Versammlung seine Grüße sendet und versichert, datz er der ihm lieb gewordenen alten Burg stets Interesse bewahren werbe. Auf Antrag bes Vorsitzenden wird Geheimrat Tr. -Schmidt
zum Ehrenmitgliede des Vereins ernannt.
Die Einnahme des Vereins betrug 1912'1913 1980,47 Mk. und setzt sich in der Hauptsache zusammen aus 401 Ml Mit - gliedsbeiträgen, freiwilligen Spenden: Kreiskassc Wetzlar 200Mk., Kreiskasse Gießen 200 Mk. und der Stadt Gießen 100 Mk., sowie non Freunden der Burg 100 Mk. und 10 Mk., sowie aus der Abgabe des Burgwirts in Höhe von 600 Mk. Ter Verein konnte damit allen Anforderungen, bic an ihn Ijcrantraten, gerecht werben. An Ausgaben halte der Verein zunächst bic Zinsen an die Kreissp ar lasse Wetzlar auf eine Hppothelenschulb von 10 239 Mr. und 110 Ml. für Abtragung derselbcii, sowie 1271 Mk. für L-teuern, Feuerversicherung, Bauten, Mobilien usw. Im abgelaufenen Jahre wurde der Nassauerbon an die Wasserleitung angeschlossen und damit auch die Fsuersicherheit des Gleibergs erhöht: fm übrigen soll auch auf der Burg eine Handdruckspritzc ber Gemcinbe Kroi- dors-Gleiberg ihren Platz erhalten. Der Hochdruckbelwlier für bas Dorf Gleiberg hat innerhalb der Ruine feinen Platz geninden, ohne daß dadurch der Charakter gelitten hat. Tic Zahl der ordentlichen Mitglieder beträgt 129, bic der außerordentlichen 7.
Dr. U fing er sprach bic Hoffnung aus, baß der Verein durch seine Mitglieder unb Freunde stets tn bte Lage vergebt werde, seinen Ausgaben gerecht zu werden, die dann bestellt, die Burg Gleiberg, das Wahrzeichen unserer Gegend, zu erhalten unb als Erholungsstätte für bic Bewohner von sem unb nah immer noch besser auszugestalten. Der Voranschlag, der nut 1540 Ml. in Einnahme unb Ausgabe abschloß, fand bte Genehmigung der Versammlung, ebenso wurde dem Rechner Ouästor Kauß unter dem Dank der Versammlung für seine Mühewaltung Entlastung erteilt. , . .
Einer Anregung aus der Milte der Veriammlung, den Gleiberg mit Blitzableitern zu versehen, soll, wenn die Mittel dazu vorhanden sind, entsprochen werden. Ebenso wird der Anregung, auf dem Gleiberg das Bild des Herzogs Ferdinand von Braunschweig anzuwenden, tunlichst Folge geleistet lucrben. Dieser hat als Heerführer Friedrichs des Großen im /jährigen Kriege die alliierten Truppen gegen bic Franzosen befehligt uw) cs als geschickter unb tüchtiger Feldherr fertig gebracht, dem König den Rücken zu beeten. Herzog Ferdinand von Braunschweig hat in Krosdors längere Zeit sein Hauptquartier gehabt unb iw Pfarrhausc in Cuarticr gelegen. Auf dem Gleiberg lagen u. a. die Grafen zu Bückeburg unb Isenburg.
Ein Nundgang durch die Ruine bot den Veriammlungsbeiuchern einen schönen Anblick. Rings auf den Mauertrümmern blickst ber Mauerpfeffer und seine gelbe Blüte wird noch ergänzt durch bic gelbe Blüte eines Unkrauts, bas massenhaft in ber Ruine vorkommt, unb bas bie (Bleiberger Teuselsrose nennen. -Lurch die Anlage des Wasserbehälters, dessen Vorb andern cm übrigens fast nicht wahrnehmbar, ist ber alte Steinbruch Zwilchen dem runben unb bem Stumpf bes viereckigen Turmes vollständig beseitigt, unb an dieser Stelle das in ber Erde ruhende Bagm errichtet. Es war trotz ber kühlen Witterung etn Mächtiger Nachmittag auf ber Burg Gleiberg. Ter Burgwirt Nicbcrgall hatte für bie Bewirtung der Gäste diesmal recht nett gciorgt
Schlafen^" 1U^T#6S6 C" iacolad£
Aus Staöt ttnd LsnS-
Gießen, 8. Juli 1913.
** Nationalspende zum Kaiserjubiläunk für die evang. Missionen in den deutschen Kolo ii i e n und Schutzgebieten. Die Sammlungen des Landeskomitees für Hessen haben mit einer Gesamteinnahme von 61 766.28 M k abgeschlossen. Nach Abzug der Kosten für Porto, Drucksachen usw. im Betrage von 106.93 Mk. ist ein Reinertrag von 61659.30 Mk. verblieben, der an die .HauptsammelsteN'e des Zentralkomitees, das Bankhaus Delbrück, Schickter u Eie. in Berlin, überwiesen worden ist. Tie von den Gebern bestimmten Missionen zu gewendet en Spenden werden diesen zugeführt werden.
** Vom Lupus kranken haus. Tas vom Heil- stättenverein für Hessen auf dem Seltersberg erbaute, vor 5 Wochen seiner Bestimmung übergebene Lupus heim ist nicht nur voll besetzt, sondern man hat zahlreiche dieser bedauernswerten Kranken, die sich zur Aufnahme gemeldet batten, wegen des beschränkten Raumes abweisen müssen. Man plant deshalb eine baldige Vergrößerung der Anstalt. Trotz des erst kurzen Wirkens des Instituts sind bereits einzelne überraschende Heilerfolge erzielt worden.
** Der vom Alldeutschen Verband veranstaltete Vortrag des Fest spieles von Ge rhart Hauptmann am nächsten Freitag wird eingeleitet werden durch eine Betrachtung des Breslauer Falles vom nationalen Standpunkt aus. An sie wird sich eine literarische Besprechung anschließen, die Herr Karl Neurath zu übernehmen die Liebenswürdigkeit hatte. Wegen der ermüdenden Länge des Stückes — die Vorlesung des ganzen Spiels würde über 21Stunden erfordern — werden einzelne Kürzungen vorgenommen werden, die aber nur Unwesentliches betreffen, Stellen aus dem sehr breit angelegten Prolog, Stücke aus den Monologen des Philistiades und der Kriegsfurie, in denen lediglich historische Ereignisse zur Verbindung zweier aufeinander folgender Bilder aufgezählt werden, und Ge- danken, die schon da waren oder sich wiederholen. Es handelt sich also um Streichungen, wie sie an jedem Theaterstück vorgenommen werden, und durch die das Stück nur gewinnt.
** Eisenbahnperfonalien. Ernannt wurden die Hilfsheizer Henrichs in Friedberg, Häuser, Haas und Waller zu Gießen zum Feuermann, die Hilfsschaffner Muskat zu Herborn und Kaiser zu Gießen zum Schaffner. Versetzt wurden Geheimer Baurat (Seibel von der Eisenbahndirektton Frankfurt a. M. als Oberbaurat zur Eisenbahndireklion Mainz, Betriebswerkmeister Geppert von Gießen nach Limburg, Eisenbahnpraktikant H'a i n e r von Alsfeld nach Offenbach, Robe von Fulda nach Alsfeld, Bureauaspirant Freitag von Wetzlar nach Dillenburg, Sattler von Frankfurt nach Gießen, Korth vor Alsfeld nach Frankfurt, Unterassistent Zeiß von Großen-Linden
Die Kieler Woche.
Trnfif münbe, 6. Juli. Die Ergebnisse der heutigen ®?tffahrt finb folgende: Windrichtung Norbwcst, Windstärke 2 Meter Klaffe al ersten, nämlich Ehrenpreis des Senats Et Storf- „Samburg 2". ben zweiten Preis ..M-r-h-ritn" Jw.-rh- ersten Preis „Gartab", „Orion" gab aus. Klage c: U«n Preis Mlitwr". Stoffe ä: ersten Preis Paula". „SaMe Ketr gab auf. Klasse e: Protest von „Skeas" gegen ©p alasse 10 Meter: ersten Preis „Tarpvn . Klasse Ätcr ersten Preis „Gynt". Klasse 8 Meter : ersten Preis iberausforbnungspreis ber Lübecker Eisenbahn): endgulttg„Mar,e- 6."Juli. Als ber Kaiser gestern abenb tnic-ber an Bord ging, mürbe am Ufer ein glänzendes Feuerwerk ^^wannt Der Kaiser hielt heute morgen Gottesdienst an Bord bft „Hohenzollern" ab und begab sich später auf die „Harn-
25 Zahre WeftemalMhib.
Seine Jubelfeier in Dierdorf.
FE. Dierdorfs 6. Jun.
In dem festlich äußerst reich geschmückten -uerborf feierte am 5, 6 unb 7 Juli ber Westerwald Hub sein jilberneS Jubiläum. Am Samstag, den 5. Ium, fand nach, einem am Nachmittag vorgenommenen Ausflug etn Kommers statt. ?(m -^onn- tag ben 6. Juli, um 11 Uhr, begann im Hotel zum Punzen Karl bic' 25. Jahresversammlung bes Äubs bet äußerst zahlreicher Beteiligung unter Vorsitz des Gclfcimcn Rcgicrungsrats^Lanbrat B ü ch ting - Limburg, ber bic Gäste lMzltch begrüßte. L.er hieraus von Hauptlehrer Wirbc baue r-Martenberg erstattete Kassenbericht zeigt in Einnahme >964 Mk., in Ausgaben o262 <D2arf Der Turmbausonds ist tin abgelausenen ^ahrc um 1210 Mark auf 6948 Mk. erhöht worben, ber Kartensonds zeigt mit Jahresschluß 714 Mk., ber Museumsfonbs 107 Mk. Die Versammlung erteilte dem Schatzmeister' Entlastung. Den Jahres- irnb Geschäftsbericht in Vevbinbung mit einem Rückblick auf bie verflossenen 25 Jahre erstattete ber Vorsitzenbe. Der Westerwalb- Hub würbe am 6. Mai 1888 in Selters unter bem Vorsitz des 'Forstmeisters Labe, bamals in Selters, jetzt in Eronberg i. T., gegrünbet, bem sich bic Verschönerungsoereinc Selters, Rausbach, Grclizhauscn, Montabaur u. Altenkirchen anschlossen. In 5 Jahren stieg bie Zahl ber Untervereine auf 9, 1898 zählte man 18, fünf Jahre später 24, 1908 59 unb heute 67 Untervereine, bie bie gesamten auf bem Westerwalb bestehenben Verschönerungs- unb Touristenvereine verkörpern bürsten. An Einzelmitgliebem zählte man vor zehn Jahren 20, heute bereits 800. 1908 waren 108, 1913 169 Landgemeinben dem Klub angeschlossen. Außerdem gehören bem Westerwalbklub an 25 Stäble, 10 Kreise unb 17 Lanb- bürgermeiftereicn, die sämtlich namhafte Zuschüsse leisten.
Ueber bic Schüler- unb Lehrlingsherbergen berichtete Bürgermeister Wink-Rengsdorf. Um 3000 stteg bic Zahl der Ucbernach-
Zchweizcr band-Reste |
ns 3
Aus Hessen.
56 Eirtgaben an den Landtag.
Das Präsidium der Zweiten Kammer hat seit Beginn ber neuen Kammertagung die Neuerung eingeführt, nicht mehr wie früher, jede an die Zweite Kammer eingehende Vorstellung oder Beschwerde int Druck zu vervielfältigen, ' sondern alle Eingänge von bestimmten Jnteressenkreisen und Privatpersonen, die nicht ein allgemeineres Interesse erheischen, einfach von der Kanzlei der Kammer der Reihe nach registrieren zu lassen und dort zur Einsicht offen zu legen. Diese Vorstellungen, Gesuche usw- werden nicht mehr tote früher, auf dem Wege über das Plenum der Kammer, sondern kurzer .Hand durch Verfügung des Präsidenten, Oberbürgermeister Köhler, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Damit auch int Bureau der Kammer ein Stück zur Einsicht ausgelegt werden kann, empfiehlt es sich, alle derartigen Eingänge bei der Kammer stets in zwei Exemplaren einzureichen. Durch Einführung dieser Neuerung wird, da sich in den Kammersitzungen nicht selten an Vorstellungen lokaler Natur schon eingehende Geschäftsordnungs-Aussprachen anknüpften, zweifellos eine erhebliche Abkürzung der Beratungen erreicht, dann aber auch eine beträchtliche Ersparnis durch Vermeidung der Druckkosten erzielt. Jetzt ist nun als Drucksache Nr. 417 das fünfte Verzeichnis dieser un ged ruckt en Vorstellungen und Beschwerden den Abgeordneten und der Presse übersandt worden, das die fortlaufenden Nummern 207 bis 262 trägt. Unter diesen 56 Eingängen befinden sich etwa 40 aus den verschiedensten Beamtenkreisen stammende Gesuche, in denen zur Besoldun gsor dn un g allerlei Wünsche, Gesuche um Erhöhung der Gehalte und sonstige Besserstellungen zum Ausdruck gebracht werden. Die meisten dieser Eingänge zur Besoldungsordnung konnten noch bei der in der vorigen Woche vom Finanzausschüsse der Zweiten Kammer zum Abschluß gebrachten Beratung über den Besoldungstarif mit in Betracht gezogen werden, eine kleinere Anzahl lief aber erst nach der zu Ende geführten Beratung ein, wie z. B. bTC Vorstellung der Kanzlei-, Amtsgerichts-, Kreis- und ^auptsteueramtsdiener um Einreihung in eine höhere Ge- haltsklasse, evtl. Gewährung einer Funktionszulage, die Vorstellung der Bürgermeister wegen' der Zuschüsse der Gemeinden zu den Kosten der höheren Schulen, die Vorstellung der Reallehrer und der Taübstummenlehrer an der Blindenanstalt zu Friedberg um Versetzung in eine höhere Gehaltsklasse, evtl. Gewährung einer Funktionszulage, die Vorstellung des Verbandes deutscher Diplomingenieure in Tarmstadt um anderweitige Regelung der Gehaltsverhält- riffe und die Vorstellung der Direktoren der Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen und Lehrerseminarien um Abänderung des Art. 24 der Besoldungsvorlage. Auch die .Kreisveterinär- und Asfiftenzveterinär - Aerzte bringen Wünsche wegen der Regelung der Besolduugsverhältniss« unter Einziehung der Gebühren zur Staatskasse vor: der Hoftheaterchor in Darmstadt wünscht die Aufhebung ber elfjährigen Karenzzeit für die Besoldungszulage der Hof- bebiensteten. Von den ein gegangenen Vorstellungen sind 46 bem Finanzausschuß zur Vorberatung übergeben worden, dem Gesetzgebungsausschuß, die Vorstellungen des Hessischen Jagdklübs und des Allgemeinen deutschen Jagd- schutzvereins zu Darmstadt, zum Antrag Grünewald über bie Abänderung des Jagdstrafgesetzes vom 19. Juli 1858, bem Petitionsausschußi eine Vorstellung der Vereinigung elektrischer Spezialfäbriken in Berlin wegen der Ueberland- zentrale der Stadt Offenbach, eine Vorstellung des Landesverbandes der hessischen Fleisch- und Trichinenbeschauer um Erhöhung der Gebühren und Regelung der Anstellungsverhältnisse. .
bürg 2", um an Bord dieser Jacht die heutige Regatta rnitzufegeln. Um 11,30 Uhr begann bie Wettfahrt des NoMxmtschen Regatla- vercins unb bes Lübecker Jachtklubs auf der Lübecker Bucht bei üblichen Winden unb bedecktem Wetter. In Klasse Al starteten „Meteor", „Hamburg 2", „Germania" unb „Margherita". Gemeldet waren 22 Boote.
ntur-
•rkauf t m wtt lestexn Preis einen Posten > . von 30—35 Äfr ixe von 20-25 Mk. E . , von 3—0 Mk. Westen von 3-5Mk. ch, ifeburgS
Irtrab6
Line Kunögebung für die Mosel-und Saarkanalisiernng.
Trier, 7. Juli. Unter dem Vorsitz des Rittergutsbesitzers Tr. v. Noll-Trier sprachen gestern in einer großen Versammlung vor 2500 Bewohnern der Mosel- und 'Saargebiete Freiherr v. Steinäcker-Berlin über die Bedeutung der Mosel- und Saarkanalisierung für die Landesverteidigung, Landtagsabg. Landgerichts- bireftor Tr. Karl R ö ch'l in g - Saarbrücken über: „Mosel- unb Saarkanalisierung, ihre Gegner und Freunbe", und Regierungsbaumeister Kau risch- ^trier über: „Moselkana- lisieruna und Förderung der gesamten Ertragswirtschaft". Unter brausendem Beifall wurde folgende Entschließung


