Saffcrstrahlen eine gischtig ftböimtrnbe Wirkung qf
ctüctfaii
ihr lebhaftes Bedauern über den langsamen Fortgang der Bahnumbauarbeiten au5 und richtet an die Frankfurter Eisenbahndirektion daS höfliche und dringende Ersuchen, diese Umbauarbeiten im Znteresse der Sicherheit und der freien Entwickelung de« Verkehrs mit allen Mitteln zu beschleunigend Tie Versammlung erwartet auch mit Rücksicht auf die großen Verkehrsstörungen .die schnellste Erledigung der Lokal- bahnfrage.
als unvermeidliche Betriebsunkosten
Für die Kunstgeschichte ist Kandia durch die Ausgrabung , des nahegelegenen Zknosfos von außerordentlicher Bedeutung ge- , worden. Ter Königspalast von Knossos, dessen älteste Grund- mauern bis irrett vor die mvkenische Zeit bis ins dritte Jahrtausend v. df;r. ahrftefreidben, das SDQUütbnniücrT des sogenannten niinoischen Zeitalters mad) dem sagenteftrn König Minos- wird in iebem Beschauer das höchste Staunen Hervorrusen, und daS fhittlüte Museum in K'anea, das die bewcqlidien Funde ans Knoises enthält, aehört xu den reichsten Kunstsammlungen Griechenland-.- Für die ältesten Zeiten einer Kultur in Griechenland hat es überhaupt nicht seines Gleichen.
Eduard Engel. ■
— Tie Leiden einer britischen Polare x pedi - Hon. Rach einer Abwesenheit Non 14 Monaten ist nun in Dali fax und Reusckotlland der britisklic Hilssschoncr „Arthur W " eingetrofscn, und erst ictzt erfährt man, welche furchtbaren önttehnniqcn die Bcsgtzung während ihres mehr als ein* jährigen Aufenthaltes am Bassinsland und in den nördlichsten Gegenden von Nngowa au erdulden batte. Tos Fahrzeug wurde 10 Monate lang vom Eise gesangen gehalten, und nur einem glücklichen Zufall ist eS zu danken, daß die unter Kapitän ff hap- m an dabei unternommene Schlitt en reise nickt mit einer Katastrophe endete. Als der Schoner den nördlichsten Punkt seiner Reise errekbt hatte, br.tdi Edinmann in Begleitung eines ntäbri scheu Missionars und vier Eskimos zu einer Schlittenervedition in das Innere von UiigoiM nut. b > gelang euch, weit in oaS Hinterland vor.zudrin^wn: aus der Rückreise aber überraschte ein furchtbarer Sktmeesturm die kleine Sckar Das Unwetter hielt Tage und Nächte hindurch an, und die Kälte übertrat alle bis- herigen Temperaturen. Bis zur Düfte verschneit arbeiteten sick die secks Männer weiter: mit allergrößter Anstrengung vor mochten sie am günstigsten Tage nicht ganz sieben tnqliidx Milen znrmck.zulegen. Ter Proviant war erschöpft, und mut stand die Expedition dem sicheren Hungertod gegenüber. Solange Rah rungsmittel rvrhanden waren, hatten sick die Eskimos als ausdauernd und zäh erwiesen, aber als die Vorräte erschöpft waren, verloren sie ihre Widerstandskraft, verzweifelten und begannen Eckne-? zu essen. Tie Veiten waren unbeschreiblich: schließlich tarn die Stunde, da die ESkimos sich nttatfnidi in den Schnee satten ließen, mit ihren Tod zu erwarten Es gelang dem ebenfalls er schöpften Führer und dem Missionar mit vieler Müde, die Männer zu einem lebten Versuch der LetenSrettnna zu betvegen. Nack 10 Tamm, während deren die Polnr^abrer keine Nahrung zu sich uclnmrn konnten, (heft die völlig erschöpfte Schar auf eine Eskimo Hütte und sand hier Rettung Als sie später ihr Sckttf wieder erreichten, war die Freude grob, denn an Bord hatte man tne kleine Schar bereits verloren gegeben.
was den Effekt nngemein erhöht. Unterhalb tk
sind in einem geräumigen Kvllev 20 Scheinwerfer mit Farbnt- trommeln aufgestellt, deren Bogenlampen in Serien zu vier bet
Habe nicht gewachsen gewesen zu sein, denn EcciuSwar mit ihm unMfri^ren und auch die Militärverwaltung hatte die (Enwiin btmg, als ob Krupp sich nicht mehr für das kleine <Sti£ intereffiere. In. dieser Zeit erfolgten die heftigen Angrif' e gegen die Firm-a Krupp im R er chst a g e , die diese ci: ihre Lonkurrenti'.i, die Rheinische Metallwarenfabrik zurücksüb t T« Angeklagte Eccius hat der.' Zran.lt b.i der ' eftechuna -1-i chilfe geleistet, da er genau ncrout: tet, daß die Tätigkeit Brand, in Berlin nicht einwandfrei sei. Er habe gewußt, daß Brandt mit reirhlicheu Mitteln ausgestattet worden ist, nm die Militärperioncn gewinnen zu können. Tas ser die Urterfübrunq tes Ängcllagtcn Ec eins. Er ist über die Funktionszulage und über die sog Rücklage yvn 1000 Mark für Brandt vollkommen orientiert gewesen und nniffc auch, warum man ihm diese gab Bet beiden Angeklagten liege eine Schuld vor und darum habe er die gleich« Strafe für beite Angeklagten beantragt, nämlich sür je fünf Monate Gefän gn ts.
Der Verteidiger Brandts, R.-A. Löwenstein beantragt zunächst Freisprechung, tnt Falle der Verurteilung bittet er um milDernbc Umwände und evtl. eine Geldstraft Wenn irgend eine Straft verhängt werden sollte, bittet er, diese als durch die Untersucimngshaft mr ver büft zu erllärcu. Der Verteidiger sührte aus, daß überhaupt feine Bestechung vorliege. Jene sieben vortresslicken prcustllcken Beamten, die vor den Schranken de SD?iiitärgertent» genanten haben, haben sich nitßt wegen der r-n' ' Bier oder Wein
oder wegen der neinen Tnrlehen zu P sl icktnn dr w kei ten v erl er t c n lassen. Die dieser Bertendlung zugrunde liegenden Vorgänge haben beim Bekanntwerden Überall eine sittliche Entruitung ausgelöst, deren Ursache nicht in ter Tat selbst lag. Bor dem Militär- getickt trat aber eine Wendung in der Ausfassung der Ocncnllick- feit ein, an die vorher niemand gedacht hatte. a.cr ictztgc Vroz,r habe nichts wesentlich neues ergeben, das Zeugnis v Metzens fei das einzige Reue. Dieses Zeugnis hat aber nicht die geringste Beweiskraft. Die ganze H a n d l u n q s w c i s e u n d> d a s ganze Auftreten des Derrn v. Metzen hat das Gericht keinen Augenblick darüber im Zweifel gelassen, wetz Geistes Sieb er ist. v. Metzen sei vollständig e riebt g t. x-urfl) seine Handlungsweise an sich hat er sid) vollständig unglaubwürdig gemacht Wenn Brandt seinen Kameraden Gefälligkeiten erwiesen hat, so sei das lediglich aus Kamcradschaftlichke.t geschehe,!. — Tct Verteidiger bat nochmals um Freisprechung: im Fall einer Verurteilung bat er zu berücksichtigen, welche Motive zugrunoc liegen. Denn die Vorteile sollten ja nur der Firma Krupp und damit dem Vatcrlande zugute kommen. — Hierauf wurden die Verhandlungen auf morgen vertagt.
Nriegrmarine-Aiirstellung.
Gießen, 8. Nov
Eine mit sehr reichem und wertvollem Material ausgestattete Ausstellung ist heute vormittag 11* _• Uhr in der alten Klinik in Giesteit eröffnet worden. Zur Eröffnung der Kriegsmarine- Ausstellung ivcirrn die Spitzen der Behörden, des Militärs, die Leiter aller Sd>nlen, Vertreter her Industrien, der gröberen Vereine und and) schon eine ftatturte Anzahl von neugierigen und wissensdurstigen Besuchern crfrfneneii. Die Ausstellung stand in 13 Räumen und 2 langen Fluren dem Publikum offen. Die 17 m lange Kanone nimmt fast die ganze Flurlänge in Anspruch, während die 150 Zentner schwerere Panzerplatte draußen in ter Durchfahrt untergebracht werdeii musste. Ter Hürsaal blieb für die Dvrirägc frei, die Herr .Kapitänleutnant Mumm dorch täglich um 5 und 81,2 Uhr nadmiittags, Sonntags auch ll1/? Uhr vormittags über die Verwendung und Wirkung ter Seckriegswafftn in einer modernen Seeschlacht halten wird. Die Ausstellung war zuletzt in Mainz, wo nicht weniger als 32 000 Personen sie besucht haben sollen.
Im Namen des Flottenvereins begrüßte der Vorsitzende Herr Oberbibkrottekar Dr. Heuser die geladenen Gäste. Der Leiter der Ausstellung, Kavitänleutnnnt Mumm, erläuterte dann tn Kar em, ausführlichem Bortrage Zwecke, Ziele und Inhalt ter Aus- stelllmg. Durch feine sachverständigen Erklärungen gingen dem ,^andhasen" die Sinuc aus auch für jene SeerüftungSgegenstänte, deren Bedeutung mrr dem „Seebären" auf den ersten Blick hin klar ist. _ V
Die Gegenstände find vom Reicksmarineamt, den Werften in Kiel und Wilhelmshaven, der Maschinenbouaktiengesellfchaft „Bullau" in Stettin-Bredow, der Sckickau-Werft in Elbing, ter Germania-Werft, der Marine-Akademie und -Schule in Kiel,
Gießen 1914. Nachdem nunmehr die HanSlisien durch die Revier-Schutzleute in den einzelnen Wohngebäuden abgegeben luorben finb, fei auch an biefer Stelle noch cinmal um eigenhändige und sorgfältige Ausfüllung gebeten. Nachdem ich alle Hausbewohner in die jeweilige Liste einaezcichnet haben, walle man sie an denjenigen Mitbewohner, bezw. an den Hausbesitzer zurückgeben, von dem sie in Umlauf gesetzt wurde. Die Revier-Schutzleute werden dann während der nächsten Tage die HauSlisten an diesen Stellen wieder ein- ordern nnd die Einträge nachprüfen.
Landkreis Gießen.
— Lollar, 8. Nov. Heute nach einjähriger Betriebseröffnung der hiesigen elektrischen Anlage ergibt sich ein überaus günstiges Ergebnis. Es wurden 33613 Kilowatt Strom verbraucht, trotzdem die meisten Ansctstüsse erst Ende Dezember erfolgten. Angeschlosson sind 470 Zähler.
KreiS Friedberg.
-t. Vilbel. Heute nacht gegen 2 Uhr brach int Hinter hause des Karl H i n k c l F e u c r aus. Der Dachstock des aus einem Wohnhause, Burenuraum und Füllraum bestehenben Hinterhauses ist vollstänbig niebergebrannt. Die Bewohner des Hinterhauses lagen beim Eintreffen her Feuerwehr noch m tiefstem Schlafe. Durch bas frühzeitige Eintreffen unb der eifrigen Tätigkeit der hiesigen Feuerwehr konnte bas Feuer auf seinen Herb befchränft werden Der nicht allzu- große Schaben ist durch Versicherung gedeckt. Die Ursache des Bvanbes Tonnte bis jetzt noch nicht festgestellt iveibcn. Es liegt die Vermutung sehr nalie, büß Brandstiftung vorhanden ist Der in dem Gebäude befindliche Wasser- betrieb des Luisenhrunnens, Btldeler Urquelle, hat durch diesen Brand keine Störung erlitten. Beim Einstürzen des TackstockeS wären beinahe zwei Feuerwehrleute verunglückt.
Starkenburg nnd Nheinhessen.
m Offenbach, 7. Nov. Zu den Offenbacher Bahn- v erhällnisfen nahm eine vom Han 8 - und Grund- besiHer-Verein einbemfene gut besuchte Versammlung । Stellung, deren Ergebnis nach den Neftraten des Rechts- 1 inwaltS Dr. Merz ba ch unb Bauunternehmers Gustav Lang und bet sich anschließenden Aussprache in einer ein- , stimmig zur Annahme gelangten Entschließung nieder- Igelegt wurde. ES heißt darin: ,Tic Versammlung drückt
Aus Stadt und Land.
Gießen, 8. November 1913.
" Für die vereinigten Hassia-Vereine wird Rechtsanwalt Kaufn,ann am kommenden Montag im Hotel Einhorn einen Vortrag über .Erbrecht nnd Testaments- errichtung" halten. (Siehe auch Anzeiiie.)
•* Auszeichnung eines K r a ft w a g e n f ü h r e r S. Dein Ehanffcur Job. 6) e n ii e in Gießen wurde dieser Tage in der Pkoimtsverianunlunq des O b e r l, c s s i s ck e n ?l u t o in o b i l» M l tt b 5 eine Geldprämie von 50 Mk., sonne das Ebaunem-Klnb- zeicken, eine Arinwanqe mit goldener Litze, überreicht als An- crfcnminq und Auszeichnung h'iv fiinfjnlmge musterhafte Führung als Chauffeur im Dienste des Herrn Gel). Rat Dr. W. Gail. Durch derartige ^lnS;eichuuugen wird schon seit Jahren von Seiten der Autoinol'il-Klnbs an der Hebung und Erhaltung eir.eS einwand- ireien EhausseurstandeS gearbeitet.
•• Adreßbuch der Stadt und des Kreises
Elektrische Leuchtsontänen.
In ihrem steten Wed)sel an Farben unb Wasserstrahlen übt eine elektrisch beleuchtete Fontäne eine te; au beruhe Wirkung aur unser Auge aus. immer wieder reizt die fdäumenbe <^u'd)t, die an zwanzig Meter hockqesdsteubert wirb und in Tausenden oott bunten Tropfen herabsällt, »nm Anblick Während früher foldK* Bcleudtungsmunder nod) als große Sellcnh.it angcnaimt mut» ben, trifft man sie heutzutage häufiger in öffcnllidxu -ckmuck- anlagen der Großstädte, in Kurparks, Bergnügunqsetadlmemcnts, Ansstcilungen usw. Bei Tage werfen diese Fontänen ihr Wasser wie gewöhnliche Springbrunium in die Höhe, bei Eintritt der Tunkelhrit werden indessen die emporgcfchleuberten Wasserstrahlen von unten Irr in allen Regenbogenfarben elektrisch belaidrtet Ter Effekt wird dadurch erhöht, daß die technische Beleucktmigs.- cinrirbtung dem Auge vollkommen unsichtbar ist. Tie Farben des Wasserbilbe-Z nie rin ein fortwährend vom betllhrablcnten Weiß bis »um feurigen Rot Wenn die Fontäne aus mebrerm cprinq- bmiinen mit Wafierstral len verschiedener Höbe unb Starke kombiniert ist, können bic einzelnen Strahlen verschieden beleuchtet werden, was ein äußerst farbenprächtiges unb stets wechselnde- Schauspiel gewährt. m ,
Dan ohne Elektrizftät solche Beleuchtunqscnckte nicht errci(6f werten können, ist ohne rveiterrs Bar : die Lichtquelle einer Leuckd« fontänc bcsteln daher aus einer Gleichstrom -Bogenlampe mit ver tikal stehenden Kohlen: unterhalb des LidNbogcns ilt ein stark vernickelter Parabolspiegel angcorbnct, ter bas qesontte Lickt irnlrcdn nad) oben wirft. Der Farbenwechsel wirb teirck ein* elektrisch betriebene Farbentrornmel bewirkt, bic in fünf per- 'ckietenfarbiqe Felder aus ivcißem, rotem, blauem, gelbem und grünem Glas geteilt ist. Tiefe bunten Glasscheiben kommen bei Drehung ter Trommel abwechselnd über die '.ZloqcnfamDc neben. Das gante Apparativstem ist unterhalb des Bassins in einem fcllcraniqen Raum eingebaut. Das durch ben Parabolspiegel konzentrierte Lickt wirb burd> Lickt im icl.te von Irrivnintem Querschnitt nach oben gemorfen. Diese LicktfckädK? müssen natürlich mit Glasvlcnlcn nmfferdickt ahgebeckt sein. Bon einer beliebig entfernten Schallstanoir aus kann bet Farbenweckfelapparat burth einen Truck aut ben Knops eines Fernfchalters auf iebe gemün-dde Farbe eingestellt werben. Tie Rotation der Farbentrommel kann automalifd) eriolgcit, lotnn ein fortwährendes Farbenfpiel ge* wünickt wirb. _ _ , .
Eine besonters effektvolle Leucktsontane tt) zur Zett nur der Jnternattonalcn BautochauSstettung in Leipzig »u sehen Zur Speisung der Springbrunnen bienen zwei durch Elettromotoren von ;c 100 PS birdt angetnebm? Turbmenmimmn mi; einer MiniuenleisMng von je 5500 Liier bei einer Förderhöhe von 15 Meter. Das Söffer wirb durch 9 Rohrleitungen and «> Mundstücken in die Höbe getrieben, wobei durch Luftzutrttt ten
ter Gußstahlfabrik Krupp, dem Museum für Bölkerkande uiro. zur 'ecsügung gestellt '.rotten. Tie Ausstellung verfolgt bat Zweck. .s5 Brrftänbnis unb bas Intereifc für die Kriegsmarine heben unb zu jörtern. Alle Gegenstände der Ausucllung, mit '^snahme ter Schiffsmodelle, befinden üch in kriegsbraudwarem Zustande. Bon L'-ffonterem Intereffe sind die ausgezeichnet ge- arteiteten, wertvollen Schifssmodelle, die die Duck: und starte ber Schiffskolo'se Dcran''u<iuli(ten.
Ta sehen w.r das Linienschiff „Westfalen". Es wuwe im Jahre 1909 fertig. Tas Schiff ist 138 Meter lang und Meter breit, geht 8 Meter lies und vermag in einer Stunde 20 5hwtcn •• - durcheilen. 1 Knoten oder eine Seemeile find 1 ^»2 Meter Eine Besatzung von 960 Mann hat aut dem «chillc Raum. Tos Gewidtt betragt 18 500000 Kilo. Trei Maschinen, »woll . Ziel und tnri Schrauben bitten bic Bctriebscinrichtuug.
Schutz bes Sckiftsruinofcs dient ein Gürtelpanzet von 28'» Millimeter, ter 1 Meter über unb 2 Meter unter bas Saffcr rnd)t. js-emer ist bas Schiff mit einem Teckpanzer vcrfehm. Z-os hinten- schift „& effen" ist 121,5 Meter lang unb 22 Meter breit. Die schnclleren Kreuzer, die gefchrncidigeren ^ustenvanzer, die i.anoncnbootc, Schulschiffe usw. werden cbcnfalls gcscigt. Auch ?ic Kaiscrjacht „Hvhenzollern". die 1893 von ber Bulkanwertt in Stettin gebaut würbe, fehlt nickt.
Bon betonterem Interesse sind bic Unterseeboote, von deren Wirken man sich so viel verspricht. Das Unterseeboot „U 8" gehört zum neuesten Typ. So lange kein Feind nabt, läuft cs aut dem Wasser, ist ber Feind in Sicht, so nimmt cs icinen Kürs 3 Meter unter Wasscr. Es kann in eine Tiefe bis zu 30 Meter hinuntertaucken. Es ist bas erstemal, baß ein Unterseeboot modelt in der £effcnt(id>?cit gezeigt wirb. Bcsonbers lehrreich ist bann das Modell eines KrieaSschitscs mit sehlenber Außenhaut.
Das Wafscnarsenal ber lslusstelluna i]t ebenfalls febr fesselnd. Sir sehen da das Maschinengewehr, eine furchtbare Waffe, mit der die ungeheure Feucrgcschwinbiglei^ von 600 Schuß in dec Minute erzielt naerden kann. Um ffn Glnb'nbwerdcn des Rohres zu verhü'.en, wird es während des ScOteßen-s mit Saffet überkuhlt. Ein Baumstamm von 1,5 Metcr/Durchmcner, der in 20 Sekunden durch 200 Schuß Schnellfeuer vom Masdnncngewcbr durchschnitten wurde, veransckaulicht die vorhandene Kraft dieser Wafsc. Maschinenkanonen und Rcvolvctkanvnen arbeiten in ähnlicher Weift. Bomben, Dronzemörser usw. sind bekanntere Kriegs- ivafrcn. Ein gcs > rliätes Kamvftnittel ist das Torpedo. Es nimmt int Wasser mittels eigener Maschine feine Fortbewegung. Ts läuft 3 Meter unter Soffet mit einer Geschwindigkeit von 45 Knoten in der Stunde 5900 Meter weit. Leuchtbojen, Schwimmwesten, Seemincn, Granaten, Kompaß, Sertanten, Nebelhorn, Tieftol, Anker und andere uncntbcl>rlichc Scklsfsansrüstungsgegen- flänbc erwecken das betontere Interesse des Bcsud)ers.
Erwähnt sei schließ!ich noch bic völkerkundliche A b- 1 cilun g, in der erotische Waffen und bcrgL zu sehen sind, die Sammlung von Mineralien ans den dentsdjen Kolonien,^ die Sammlung kolonialer Erzeugnisse und bic Sammlung von Sämereien. Dazu hält Herr Kapitänlcutnant b. N. Mum m, erklärente Vorträge, die in ihrer cingchenben Art nicht nur einen Ucber- biief über die deut säte Flotte bieten, sondern auch ungleich einen Aushlick auf die kommende Gestaltung. Damit der Besuchet auch einen Maßstab für das Gegenwärtige hat, find auckMotelle früherer unb alter Zeiten ausgestellt, wie Einbäume im Kampfe gegen ein mächtiges römisches Kriegsschiff, Sadffen- und Kaukenbootc aus bet altgerinanischcn Zeit. Wickinqcrsckifse. Hansa-Koggcn aus ber Vor- pnlvct- und ter späteren Zeit, Sck'ffc aus ter Zeit des Großen Knrfürsien und Jticdrid) des Großen, ans Admiral Btommy's Flotte usw.
Das imposanteste Stück der Ausstellung aber ist bic 30,5 Zentimeter Schncllabckanone, bas größte Geschütz der deutschen Marine, die Haupttvaffc unserer modernsten Linicnsdüfse, bas als Modell in natürlicher Größe — 17 Meter lang — vertreten ist. Eine Kanone zur Bekämpfung von Luftschiffen im Original vertreten, ist nickt minder interessant. Audi unsere Kampimittel in der Lust sind vertreten: Tas Reichsmarine- Luftschiff „L 1" (Zeppelin!, der Marine-Luftkreuzcr „S L 1" Schütte-Lanz^, der Parscval-Schnellkreu.;cr, Groß, Ein- unb Mehrdecker usw.
auszusetzen fanden, daß sie Fresser unb Diebe gewesen seien, io haben sich die Vewvhncr dieser landschaftlich und wirtschastlick so hervorragenden Jnftl sehr wesentlid) zum Besseren govantell. Der Kreter ist so mäßig int Essen unb Trinken wie der (Friede im allgemeinen, unb ihre Räuberei beschränkt sich, wie mir ein bmiorragcnbcr Ktctcr ladend zugestanb, barauf, baß gclcgentl'd) wohl ein armer Teufel auf dem Lande einem reichen Bauern ein Schaf stiehlt, aber sozusagen nur als Mundraub, zum sofortigen Braten unb Verspeisen, nickt ctioa zum bereichernden Verkauf. Augcnclwi ist solcher Mundraub dem beraubten Besitzer natürlich Jnidit; in einem Lande jedoch, in dem Jahrhunderte hindurch von den Macklhabetn ganz andre Dinge geraubt wurden als ein paar Sd>aft. werden diese kleinen Ucbergriffe Eingenommen
<ffcrid)t»faaL
Die „Affäre" des Generalintenbanten v. Hülsen.
Berlin, 8 Nov. Eine Aussehen erregenbe Angelegenheit, zu deren gmditluber Berhanblung bereite im Oktober Tennut angeietzt war, der jcaoch wegen des großen Kruppprozei c^ vertaft werden mußte, wirb nunmehr am nächsten Montag vor d r 1 i. -traslammet tes Landgerichts Berlin I verhantelt werten. Es handelt sich babei tun iolgente Tatsachen: In ter Zeitt'ckrift „Deutsche Montaqszeitting" ’.u Berlin erschien in Nr. 31 vv:n 4. August dieses Jahres em Artikel unter ber Ueberichrift „2 a S E-nbe bes Herrn vlon Hülsen", der nad) Anfickt der Staatsanwaltfchaft jn hohem Grate belcibigenb für ben Generalintendanten ber Königlichen Schauspiele Grasen v. Hü1sen-Hac> se'er ist. ES wird ihm in diesem Artikel, ter seinen Re-ckrritt für den Herbst in sichere Aussicht stellte, zum Borwurf gemacht, daß er an ter Mickstänbigkeit ber Königlichem dülincn. Sie durch zahlreiche 3miüigleiten unter ben KünAcrn teruorgerufen sei, die Sckulb trage, daß er Legionen von Berfpredmngen nicht gehalten habe, daß für die Besetzung ber Stellen an ten Hofbüdnen nicht der künstlerische Wert, sondern das persönliche Wohlwollen maß- gedenb sei usw Insbesondere Hilt die Anttaqeteborte zwei Stellen des Artikels für besonders schwer beleidigend. Jn der einen wirb gesagt, baß nicht alle Eigenschasten, bic zur Erwerbung wie Erhaltung der Hülftnschcn Gunst bienten, auf künstlerischem Gebiete lagen. Jn den weiteren Ausführungen ficht bic Anklage den Borwurf der Homoserualität. Tie Angeklagten, ter Herausgeber der „Deutschen Monragszeitung" Walt.r S leint ha l und der verantwortliche Redakteur Willi Wilde bestreiten, bau ne dem Generalintendanten ben Vorwurf d.r Homosexualität Ixiben machen wollen, unb baten durch ihren Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Frey Berlin!, einen umfangreichen Entlastungsbeweis an- geboten. Ein Antrag auf Voruntersuchung würbe jedock abgelcbm und sogleich bas Hauptverfahren gegen bic beiten Angeklagten eröffnet.
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Franksur t vergleicht sich mit Hollänber.
Frankfurt a. M., 7. Nov. Ti- Berufung bcS früheren Frankfurter Theaterleiters Felft H o 11 ö n de r gegen den Ar rett- beschl'.iß, ben die Neue-Theatcr-Akticngcicllidiaft gegen Hollander ivegen Montraftbrucbc.- in ter Höhe von 30 "00 i e wurde heute durch Bergleid)
Danach zahlt Holländer an bic Theater .'lftieng bic verfchiedenen Unterstütungslassen überwiesen werden. Auch übernimmt Holländer sämtliche Kosten des BerfahrenS.
0 Marburg, 7. Nov. In der heute zn Ente gegangenen Schwurgerichtsperiodc beschästigte sid) das Gericht in einer den
i dauernden mit einer Anklage gegen den
Naturheilkundigen lttopp, einen Studenten namens Schröder und ein Mädchen namens Kurt, sämtlich hier wohnhaft, wegen Vergehen gegen bic 218, 219 Und 220 bes Strafgesetzbuches. Kropp würbe zu 1' » Jahren Zuchthaus, der Student zu ■> Monaten unb bas Mädchen zu 8 Monaten GejäiigniS verurteilt^
Leipzig, 7. Nov. Vor dem Vereinigten II. unb HI^Etral- senat tes Reichsgerichts begann heute vormittag ber Svio- nagcprozeß gegen den Kaufmann M o r k o w s k i von Thorn, den Kaufmann Wladislaw Wroblewski aus Warschau und den Handlungsgehilfen Leo Woll mann and Warschau Die Angeklagten finb beschuldigt, im Februar t>. I. versucht ; j haben, sick. in ten Besitz eines Gewehrschlosses des neuerten Modell' jw Uten, um es an eine s rem de Regierung zu verkaufen. Zn der Berhand- lung finb 8 Zeugen, ein militärischer Sachverständiger unb tut Dolmetscher erschienen. Die Oeffentlichkett ist audgeid)Ionen.
Metz, 7. Nov. Tas Reichsgericht hatte bas ^'bcsurtetl te» Metzer Schwurgerichts vom 11. November 1912 gegen ten Bergmann Johann Berrsheim aus Nlgringen wegen Ernwrbung eines Arbeiters unb wegen Totschlags an einem Feldhüter in Algringcn wegen Formfehlers aufgehoben unb bic Sache erneut an bas Metzer Schwurgericht zurückverwiesen. Dieses hat teilte den Bergmann "ffeberum wegen M oröe s unb Totschlags »um Tobe unb acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Stabe, 7. Nov. Der Barbier Kaiser aus Harburg, der am 1. Juni d. I. an der acht Jahre alten Tochter teS Bäckermeisters Kriippa in Harburg einen Lustmord begin i, wurde vom Schwurgericht wegen Mortes und Notzucht zum Tode, zehn Jahren Zuchthaus unb zehnjährigem Ehrverlust verurteilt.


