Ausgabe 
2.6.1913 Zweites Blatt
 
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zwecks Forderung der rocitercn Verbreitung

seiner Wahl.

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Schließlich einigte man sich zu dem Antrag

Kriegerverein).

steNnngen können Plätze rescrvittt we ; es ist dies besonders Kabey -Nieder-Olm: Ter Perbandsbeitrag ^wird von 20 Pf.

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der Wassergeldfrage in L,,------,.

bad) sprach über die Frage der H h pvt he1enbe s cha TTung, besonders der 2. Hypotheken. Besonders interessant waren die Mit­teilungen über den gegenwärtigen Stand der Frage in Offenbach, wo die Verhandlungen mit der städtischen Behörde voraussicht­lich dem Abschlüsse nahe seien. Sie dürften vielleicht vorbildlich für die übrigen hessischen Stadt sein. Jedenfalls verdient das Handeln der Offenbacher Behörde die vollste 9tnerkennung. Auch in Frankfurt sind die Verhandlungen dem Abschlüsse nahe, lvic Herr L e v i g a r d , Verleger der dortigen Hausbesitzer-Zeitung mittcilte. Andererseits wurde von 3 Millionen Mark gesprochen, die die dortige Stadtbehörde zu diesem Zwecke bereit stellt. In gleicher Sache sprachen noch die Herren Grünewald und Di­rektor Volk, Mainz, ferner noch S ch c m b s und v. Bessert, Darmstadt, Becker und Merzbach, Offenbach. 9llle Aus­führungen wurden beifällig ausgenommen. Mainz wurde wieder als Bovort gewählt, der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Da H. Stadtv. Bernhart, Mainz, eine Wie­derwahl ablchnte, tritt der 2. Vorsitzende des Mainzer Vereines, Herr Grünwald an dessen Stelle. Der Verbandsvorstand be­steht sonach für die nächsten zwei Jahre aus den Herren Grün­wald, Rückert und Direktor Voll, Mainz, S ch e m b s, Darmstadt, und Jnderthal, Gieren. Ferner ward beschlossen, daß zu jeder Vorstandssitzung ein Vorstandsmitglied der Vcrbands- D er eine in Zukunft eingeladen werden soll und zwar für Offenbach Rechtsanwalt Dr. Merzbach (Vertreter Herr Lippert): Worms durch seinrn Vorsitzenden, Wolf, Friedberg durch Herrn Schmid­berger und Neu-Isenburg durch ein Vorstandsmitglied nach

angenommen. An die Tagung schlossen sich Festessen, Parade des Bezirks Neckartal und Volksfest.

jubiläum hat die Firma Löwer & Bechstein Herstellen lassen, nämlich ein Bierglas mit Bildern des Kaisers, des ersten und des jetzigen Großherzogs, der beiden Kasernen und zweier Soldaten in der früheren und jetzigen Uniform.

** Qu o vadis. Man schreibt uns: Tie gewaltigste Film- schöpbmg _Qno vadis? nach dem Roman von H. Sienkiewicz wird out vielseitigen Wunsch von morgen bis Freitag im Lichtspielhaus Balmtzahtrane 34 vorgeiührt. Allen, die diesen besten Riesenfilm, dessen Herstellungskosten 3 Millionen Lire betragen haben, noch nickt sahen, ist hierzu nochmals Gelegenheit gegeben. Für alle Vor-

Vru zu f der fördls Vor ' , ersck abei. erhi -mit u , t

Landkreis Gietzen.

Stockhausen, 30. Mai. Nach mehr als 25jähriger Amtstätigkeit starb Bürgermeister Ei chenauer, der ein Feld­zugsteilnehmer von 1866 und 1870/71 war. Kreisrat von Bechtold und der Kriegerverein legten Kränze am Grabe nieder.

Landwsrtschaft.

25. (Zubiläums-)Hauptversammlung des Oberhess. Obstbauvereius. O Butzbach, 1. Juni.

Unter sehr starker Beteiligung tagte heute der ober­hessische Obstbauverein in seiner Gründungsstadt. Ter schön geschmückte Saal desHessischen Hofes" war dich! besetzt. Unter den Gästen befanden sich Regierungsrat Spamcr-Darmstadt als Vertreter der Staatsregierung, Geheimerat Dr. Usmger, Re- gierungsrat Langermann-Giesten, Landtagsabg. Breidenbach, Ober­förster Nikolaus als Vertreter des Vogelsckwtzvercins und Bürger­meister Flach. Kreisrat Schliephake wies aus die vor 25 Jahren in Butzbach erfolgte Gründung des Vereins, auf seine gedeihliche Ent­wicklung unb erfolgreiche Tätigkeit hin. Geheimerat Dr. U s i n g e r hob hervor, daß die Provinz durch den Obstbau einen bedeutenden materiellen Vorteil habe. Landtagsabg. Breidenbach sicherte die fernere tatkräftige Unterstützung der Landwirtschaftskammer zu. Oberförster Nikolaus betonte, wie Vogelschutz und. Obst­bau zusammen gehörten. Sekretär Dr. Hoffmann erstattete den Geschäftsbericht. Die Verhältnisse sind gut, die Mitgliederzahl betrug 4213. 150 Versammlungen mit Borträgen wurden ab- gehalten. Dr. Hoffmann empfiehlt die Zentralstelle für Obst­verwertung in Frankfurt und erklärte, daß nun auf dem Gebiet des Garten- und Gemüsebaues weiter gearbeitet werden solle. Tic Jahreseinnahmen betrugen 9781 Mk., die Ausgaben 9695 Mk. Vermögen besitzt der Verein rund 1000 Mk. Der Voranschlag für 1913 beläuft sich auf 10 390 Mk. Zu Vereinsbaurmvarten wur­den ernannt: Otto Hill-Alsfeld, H. Konrad-Climbach, Ludw. Wahl-Kirtorf und W. Rausch-Staden. Fabrikant Schwarz-Butz­bach zeigt seinen neuen Fanggürtel vor, der grasten Beifall fand. Ein Antrag des Lehrers Bu st-Leihgestern wegen günstigerer Be- kimmungen der Landwirtschaftskammer für Prämiierung von Obstbaumanlagen fand Annahme. Dr. Hoffmann hielt einen Vortrag überDie Kleinarbeit in den K r e i s o b st - u n d Ga rtenbau verein en." Versammlungen mit Aussprachen, praktischen Vorführungen und Verlosungen sollen abgehalten und Ausflüge veranstaltet werden. Auch die Frauen und Kinder müssen für den Obst-, Garten- und Gemüsebau interessiert und n die Vereinsarbeit einbezogen werden. Bei dem sich anschlie- ienden Festessen brachte Kreisrat Schlicphake ein Hoch aul Kaiser und Grostherzog aus, und Regierungsrat Langermann- Gießen sprach auf die Damen. Hierauf fand eine Besichtigung des Museums und der Maschinenfabrik Tröster statt.

vüchertisch.

Ritters Geographisch-Statistisches Lexika«. Neunte, verbesserte Auflage. 2 Bände in Halbleder geb. zu je -5 Mk. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wirr Ritters geographisch-statistisches Nachschlagewerk enthält auf 26'0 doppelspaltigen Seiten etwa 400 000 Artikel und berücksichtigt ult Orte der Welt, die für den Weltverkehr nur irgendwie von Br» bentimq sind, also ebenso Städte und Dörscr, Marktflecken, Gut»- bezirke usiv. Von austereuropäischen Ländern ivurden schon Ciit von 500 bis 1000 Einwohnern an ausgenommen. Bei den cin> päischen Ländern, mit Ausnahme derjenigen deutschen Spra» gebicls, bewegt sich die Grenze für die Aufnahme der Oertlichkeiit» bereits zwischen einer Einwohnerzahl von 200 bis 500. 91 * Oesterreich-Ungarn und der Schweiz sind schon alle Orte von Ick Einwohnern an vertreten, während ans Teutfchland sogar ruf Wohnsitze von ICO Einwohnern an nntcinbezogen ivorden snp, wobei die Volkszählwig vom Jahre 1905 zugrunde gelegt i Neben geographischer und topographischer Bezeichnung sind aflm bemerteusiverien Plätzen noch ausführliche Angaben über I« politische Zugehörigkeit, Bevölkerung, über die Kreis- und Bezirk einteilung, über Post-undTclegraphenämter, Eisenbahiiverbindnnt.71 sowie See- und Flustschiffahrt, über Gerichtsbehörden, Lchranstalua, über Sammlitngen, Museen und Theater usiv. beigegeben. Anßcc> dem enlhält das Werk zahlreiche handelsslalistische 1111b industri<lr Hinweise soivie Angaben über Ein- und Ausfuhr. Tie Anordnl nz des Ganzeir ist klar und übersichtlich.

Der Tabakz 0ll, seine Erhebung und Ru ö' Vergütung, von Regierungsrat Dr. Klein, Mitglied Oberzolldirektion Münster i. W., Verlag:Bereinigte Tabck Zeitungen" (Bennigson u. Ehrlich), Berliit W. 57. Das B'.q ist für die Praxis der Zollabfertigung geschrieben und behantz,ll die schwierige Mathie des Tabakstenergejetzes vom 15. Juli 19(9, die Zollordnung vom 12. Dezember 1912 und die Vergütung ordnung für Tabak in .allgemein verständlicher Form. Es gib! in allen Zweifelsfüllen zuverlässigen Anfschlust und kommt b:rt dringend in der Branche gefühlten Bedürfnis nach einem zuva> lässigen Nachschlagewerk in Tabakzoll- llnd Steuerfrageir entgehn Ein Sachregister erleichtert den Gebrauch des Buck)es, dem trt Schlüsse ein Taratarif für Tabakblätter und Tabaterzeugnisse uj gegeben ist. Alles in allem ein willkommenes Hilfsmittel, bejil Bezug allen Interessenten auf das wärmste empfohlen werden^lam

Trinkt Sanitätskraftbier!

Giessener Brauhaus, A. & W. Denningh^fl

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verachteten und verspotteten Krüppel beschäftigen sich letzt Arz^ und Chirurgie. Den in den letzten Schuljahren nicht selten zutage tretenden Rückgratsverkrümmungen must dadurco vorgebeugt Iver den, daß gute Schulbänke vorhanden sind und Lehrer und Eltern aus gute Haltung und gerades Sitzen der Kinder sehen, derartige Schäden können durch Turnen, Schwingen, Freiübungen und zweckmästige Ernährung bekämpft werden. Im -airmmtemcbt fmd kleine Pausen zu machen, in diesen müssen Atemübungen nach Zählen vorgenommen werden: tiefes Atmen mit Aufheben der Arme ist zu empfehlen. Die Krüppelsürsorge steht mit 5er Säug­lings-, Tuberkulose- und Wohnungsfürsorge in engem Zusammen­hang. Der erste Anfang eines Krüppelheims sei in Hessen gemacht und zwar im Anschluß an die epileptische Anstalt zu Nieder Ramstadt. Geheimerat Dr. U sing er bittet die Lehrer, sich solcher Kinder anzunehmen und der Behörde >zu melden, der Verein für Krüppelsürsorge werde gern helfen.

Interessant war auch der Vortrag des Professors Tr. W.r e d e- Marburg über

Ob er hessische Dialektforschung und das geplante Hessen-Nassauische Wörterbuch .

Er bat die Lehrer um ihr Interesse und ihre Hilfe, denn die Mund- artforsckmilg sei ein Stück Heimatforschung und Volkskunde, und gerade in 'Oberhessen stünden die vollskundlichen Forschungen in Plüte, das zeige auch die mustergültige FlurnamenfamMtUng. Fachmann und Liebl>oberforscher seien aufeinander angennctcn, Staat und Reich Weit großes Interesse an der KeEiforschung, sie ergründet den Charakter eines Volksstammes. ,Der Redner geht auf die Geschichte der Mundartforschung ein. Auch in Ober- hefsen seien sckwn kleine Sammlungen entstanden, z. B. von d.r Mundart in Atzenhain-Grünberg, Hauptwö^er der

Mundart, der Berbalsormen in Grosten-Buseck, ferner der Dialekt von .Krosdvrs, Schlierbach bei Biedenkopf, Röthges u. « Auf hessischem Boden entstehe jetzt ein wichttges Werk auf dem Gebiete der Mnndartforsch.ing von dem Marburger Gelehtten Gg. Wenker 40 bestimmte Sätze sind aus 44 000 Orten Deutschlands gesammelt worden. Ter Dialektforscher must Historiker sein, denn rast stets docken sich die Tialektgrenzen mit den alten Amtsgrenzen. Ein mundartliches Wörterbuch soll angelegt werden, Quellen Trüberer Sammler liegen bereits vor. Die Schweiz und das Elsaß haben bereits ihr Wörterbuch, das der siebenburgischen Sachsen liegt fertig vor, in Norddeutschland regt es sich auch. Auf dem Qjebirt der unverf.älscküen Mundart bröckelt immer mehr ach darum muß die Sammlung des Wörterbuches bescküennigt werden. Das Wörter­buch umfaßt die Provinz. Hessen-Nassau, den .Kreis Wetzlar^und die Provinz Oberhessen. In den nächsten Monaten werden sau­sende von Fragebogen über die Gebiete versandt werden.

Lehrer Wolf-Bersrod hielt einen Vortrag über Jugendpflege.

> fEt behandelte die Fragen: Was ist Jugendpflege? Ist sie auf dem Lande nötig? Was soll in der Jugendpflege gesck-ehen? Turnen, Spielen und Wandern ist die wichtigste Tätigkeit in der Jugendpflege, in den Dörfern müssen Spielplätze angelegt werden. Der Redner schließt mit der Aufforderung an die Lehrer, mtt- zuhelsen an dem nationalen Werk der Jugendpflege. Gehumerat Dr. U sing er erwähnt, daß im Kreise Giesten bereits em guter Anfang mit der Jugendpflege gemacht worden fei, Professor Dr. Alles und V. Müller weisen auf dw NotweTidigkert auch der weiblichen Jugendfürsorge hin. Hierzu sprechen noch Lehrer Dietz, Hauptlehrer Bach, Pfarrer Hofmann, Wal­ter- Nonnenroth und Schmidt- Giesten.

Professor Dr. Alles teilt mit, dast die Schulbehörde wieder einen Z eich en kn rsns vorgesehen habe. Die Beamt«i des Kreises und seiner 'Gemeinden werden einen Ausflug^cm die Edertal^ sperre machen. Cane allgemeine Verfügung betrifft den Tier­schutz, Schlächterlehrlinge sollen in der Fortbildungs­schule über die Behandlung von Schlachttieren aufgeklärt Serben.

Den Schluß der Konferenz bildete ein gemeinschaftliches lEffen.

Ans Stadt nnv Land.

Gießen, 2. Juni 1913.

** Tageskalender. Trinker-Fürsorge stelle für Stadt und Landkreis Gießen, Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jeden Dienstag abend Uhr.

Landesuniversität. Dem Volontär-Assistenten am Landwirtschaftlichen Institut Dr. Adolf Richard Walther wurde die venia legendi bei der philosopischen Fakultät für das Fach der Landwirtschaft erteilt. Seine Habilitations- Ichrift behandelt:Die Vererbung unpigmentierter Haare (Schimmelung) und Hautstellen (Abzeichen") bei Rind und Pferd als Beispiele transgressiv fluktuierender Faktoren". Der juristischen Faku ltätsprufung haben sich im Frühjahre 1913 nur 7 Kandidaten unterzogen. Von ihnen hat ein Kandidat gut, ein zweiter im Ganzen gut und ein dritter mit der Rote genügend bestanden.

* Aus dem Militär-Wochenblatt. Budde, Stabsapotheker beim Hauptsanitätsdepot, wurde zum KorpS- slabSapotheker des 18. Armeekorps ernannt. Dein Proviant- amts-Direktor Kosse tei der Armee-Konservenfabrik in Mainz wurde der Charakter als Rechnungsrat verliehen. Zum Garn.-Verwalt.-Jnspektor wurde ernannt Garn.-Verwalt.° Inspektor auf Probe Andre? in Darmstadt. Versetzt wurde Garn.-Verwalt.-Jnspektor Schultz von Darmstadt nach Stettin. S e l l h e i m (Mainz), Oberapotheker des Beurlaubten­standes, wurde der Abschied bewilligt.

* Ernannt wurden der Fußgendarm und Gerichts­vollzieher-Aspirant Konr. König, zurzeit in Hungen, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitz in Hungen und die Ge- /«^genaufseherin am Provinzialarresthaus in Gießen Wil­helmine Zier le in, geb. Biebricher, zur Oberaufseherin am LandeSzuchthauS Marienfchloß.

"" Hilfswagen für Eisenbahnunfälle. Reue Hilfsgerätewagen für Eisenbahnunfälle sollen demnächst ein» geführt werden. Zur Einstellung in Schnellzüge sind geeignete ManuschaftS- und Gerätewagen beschafft worden, wie sie sich im Stettiner Bezirk bereits bewährt haben. Durch die ander- weite Unterbringung der Begleitmannschaft wird in den Hilfsgerätewagen mehr Raum gewonnen. Auch lassen sich die Geräte in ihm übersichtlicher lagern, so daß sie bester zur Hand sind und sich leichter herauSschaffen lassen. Durch die Entfernung der Streckenbeleuchtungseinrichtungen und Be­kleidungsstücke ans den Gerätewagen und deren Mitführung im Beiwagen, in dem auch Waschgelegenheit vorhanden ist, haben sich weitere Vorteile ergeben, indem schon während der Fahrt die Vorbereitung zur Handhabung der Streeken- beleuchtungS-Einrichtungen getroffen und die Schutzkleider an­gelegt werden können.

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für die stark besuchten Abendvorstellungen vorteilhaft. Es sind dick auf 30 U- erhöht, letzten Vorführungen des Werkes. (S. heutige Anzeige.)

** Der Landesverband der Hausbesitzer vereine! in Hessen hielt am 28. Mai seine 3. Ha u ptv^ r s amm- l u n g in O f f e n b a ch ab. Direktor Volk- Mainz erstattete den ^Kassenbericht für 1912/13, worauf dem Vorstände einfhmmig ^Entlastung erteilt wurde. Als Ort für die nächste Versammlung wurde Worms bestimmt. Der Vorsitzende Schembs, Darm­stadt, berichtete über die Tättgkett des Verbandes im abgelanfenen !Jahre, die sehr rührig ge-vesen sei und rnanckrerlei Erfolge auf­zuweisen habe. Sei ein Erfolg nicht in allen einzelnen Fallen erreicht worden, so seien doch zweifellos die Vorstellungen nicht oyne Eindruck geblieben und man werde da, wo es notwendig erscheine, immer wieder tätig sein. Der Landesverband repräsentiere jetzt über 5000 Mitglieder, Hausbesitzer der hessischen Städte; becen Wort müsse gehört und ihre Wünsche nach Möglichkeit erfüllt werden. Dr. M e r z b a ch, Offenbach, berichtete über den Stand

Sofortig,,

desHessischen Karnerads". .

Bei derVerbandswahl wurden tmedergewahlt: A ul c r- BenÄeim, Scheer-Lauterbach und Minnich-Oppenheim; neugewählt iourde für den verstorbenen Kameraden Hochgeiandt- Worms Kamerad Finger-Monsheim. Um den Hastiatag l.)l4 hatten sich gemeldet die Bezirke Gießen, Büdingen, Butzbach und Lich. Da nächstes Jahr die Hassia 40 Jahre besteht und der Verbandsschriftführer und Medizinalrat zugleich >ein 40,ahrige^ Jnblläum im Dienste der Hassia begeht, auch der Bezirk Butz­bach 1914 40 Jahre besteht, so treten bic übrigen Bezirke zu­gunsten von Butzbach zurück. . _ m

Ein Antrag Darmstadt, bete. Aufhebung des Vor­tragswesens wurde fast einstimmig abgelehnt. Künftig soll eine Sichtung der Themen stattfinden. Die an die Vereine ans- gegebenen Militärgewehre können gegen geringen Zuschlag suc cb tmenbtim neacnreie iiutr uvn öluhu Gewehre Modell 88 umgetauscht werden. Der Voranfchlag, wurde Ofsmbach, «antbiretor $UM , Offen, mit ein« ®nn«tae « Äebel

Kreis Lauterbach.

~ Lauterbach, 1. Juni. Tie Gemeinde- ii n d K i r ch e n r e ch n e r des Kreises imternahmen gestern einen Ansflug nach dem Hoherodskovi. Tie Kollegen ans dem Schlitzer- kande und der nicht au der Bahn gelegenen Orte mußten sich zum Teil schon frühzeitig ans den Weg machen, um den ersten Zug nach dem Vogelsberg, der um 6 Uhr hier abiährt, zu erreichen. Ans den einzelnen Stationen wuchs die Zahl der Teilnehmer immer mehr, so daß in Hartmannshain einschließlich einer 6 Mann starken Musikkapelle 42 Teilnehmer gezählt wurden. Nach einem Frühstück in dem Schmalbach'schen Gasthaus wurde unter klingen­dem Spiel der Atarsch nach dem Hoherodskops angelreten, wo in dem Klubhause eine 3)4 Stunden lange Rast gehalten wurde. Nach dem Mittagsmahl begann der Weitermarsch nach dem Taufstein, woselbst an dem Bismarckturm eine Huldigung für den Kanzler durch eine Ansvrache des Kreisamtsbnreanvorstehers Bechtold und dem GesangTentschland, Tentschland über Alles" dargebracht wurde. Nach der Besteigung des Turmes begann die Rückwanderung durch den Oberwald nach Ilbeshausen, wo noch eine kleine Rast gemacht wurde. Tie Abfahrt erfolgte nach beiden Richtungen fast gleichzeitig um 65L Uhr.

Hessen-Nassau.

x Kirchhain, 1. Juni. Unter dem Vorsitze des Generalleutna-nts z. !D. to. Liebermann-- Kassel tagts heute in der ftädtischen Festhakle die ProvinKialver-» a m m 1 u n g des Deutschen Flottenvereins. Die Zahl der Mitglieder des Provinzialverbandes hat sich auf rund 12 000 in 210 Ortsgruppen vermehrt. Als Ort der nächstjährigen Tagung wurde iE s ch weg e gewählt. Für die folgenden Juhre wurde Fvankenberg und Langendiebach in Vorschlag gebracht; anstelle des aus dem Hauptausschuß ausgeschiedenen Landrats Springgorum-Fulda wurde Direk­tor M a n t e u f f e l -Fulda in den 5^auptausschuß gewählt. Weiter besprach man Pie Bremer Hiauptversammlung und stimmte den dort sgestellten .Anträgen wegen Vermehrung der Schiffe Ku.

Zahrerversammlung der ttriegerkameradschast hassia.

Z Hirschhorn, 1. Juni.

In dein schön gelegenen hessischen Neckarstädtchen hatten sich am Sonntag die Vertreter der Kriegervereine und Bezirke aus dem GrosilMzogtum in stattlicher Zahl versammelt. Sämtliche 38 Bezirke mit 2481 Stimmen waren Vertreten. Der eigentlichen Tagung ging am Samstag abend eine Präsidialsitzung und eine Besprechung der Verbandsredner vormrs. ?lbends 8 Uhr begann imErbach-Fürstenauer Hof" der Festkommers. Begrüßungs­ansprachen hielten Forstmeister Gilmer, als Vorsitzender des Bezirks Neckartal, und der Vorsitzende Zipp vom Kriegerverein Hirschhorn. Die Festrede hielt der Pfarrer Dr. Preu sch en. Präsident Freiherr von Hehl dankte für den schönen Emp­fang und den prächtigen Schmuck der Stadt. Außer dem Konzert wurden den Gästen auch zwei wirkungsvolle theatralische Vor­führungen geboten. Die Schloßbeleuchtung bot bei einbrechender Dunkelheit einen herrlichen Anblick.

Die Mitgliederversammlung wurde Sonntag 9 Nhr vom Präsidenten Freiherrn von Hehl mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog eröffnet. Ihr wohnten als Ehrengäste bei: der Vertreter der Staatsregierung Oberregierungsrat Stamm- 1 e r, der Vertreter des Kyfshäuserbundes Generalleutnant Winne­berger- München, Professor Tr. W e st p h a h l vom Preußischen Kriegerbund, General Freiherr von Hügel-Württemberg, Ober­justizrat W i n d i s ch - Sachsen, Oberst Tiergärtner - Baden, Kriegsgerichtsrat B r a m e n - Elsaß-Lothringen und Justizrat Schweickert - Pfalz.

An Kaiser und Großherzog wurden Huldigungstelegramme entsandt, der verhinderte 1. Vorsitzende des Kyffhäuserbundes, General v. L i n d e g u i st, erhielt ebenfalls ein Telegramm. Ober- regierungsrat Stammler- Darmstadt widmete den Bestrebungen der Hassia warme Worte der Anerkennung und dankt namens Der Staatsregierung für die Pflege der Rcichstreue und Kaisertreue. General W i n n c b c r g c r betont, daß die Hassia eine wertvolle Stütze des Khfshäuserbundes sei.

Nach kurzen Begrüßungsworten des Stadtvertreters begannen die Verhandlungen. Tie V e r b a n d s l 0 l t e r i e für Herbst 1913 wurde einstimmig genehmigt. Es wurde beschlossen, den Vereinen künftig das Recht zu gewähren, daß sie zum Hassiatag Anträge stellen dürfen, sie müssen aber die Kosten ihres Vertreters be­zahlen. Tie geplante Ansammlung der Zinsen zu dem Verbands- vermögen wurde abgelehnt. Tie Hmiptverhandlungen drehten sich um die schon vielfach erörterte Frage desHessischen Ka­mera d". Mehrere Anträge gingen darauf hinaus, daß jedes ; Mitglied Leser des Verbandsblattes werden sollte. Jeder Zwang wurde abgelehnt und ebenso die gestellten Unteranträge vvn B u tz- bad), Büdingen, Sprendlingen, Gießen, (Bezirk und

Vermischtes.

* Faklie res Enten. Noch kurz vor seinem Rück^ tritt vom P-räsidenten-ckmt beschieß das Schicksal Fallieres eine glückliche und eine bittere Stunde. Als er von dem berühmten Entenmarkt in N6rae hörte, lief ihm das Wasser im Munde zusummen:Ach wie gerne würde ich eine Entenpastete essen!" Mme. Falliöres, so verrät ein Ein4 geweihter in einem Pariser Blatte, gab sofort sehr euer gische Anordnung; in Albret, dem klassischen Lande der französischen Zuchtenten, wurden gleich 30 Prachtexemplare gekauft, geschlachtet und nach Paris ins Elysee gesandt. Und der greife Fallieres konnte feststellen, daß die Entenzucht noch auf der 5-öhe ist und tat sich an seinem Leibgerichte^ ivacker gütlich. Er war zufrieden. Aber zwei Tage später kam das Gespräch zufällig wieder ans Enten,_ auf leckerer Enten; und die fürsorgliche Mme. Fallieres ließ den Haus Hofmeister rufen.Morgen, zum Dejeuner, soll lvied-n Entenpastete serviert werden." Ter 5)aushofmeister war aufs höchste erstaunt.Ja, aber . . . es sind doch feine neuen Enten bestellt worden."OZeue Enten? Und die 30 Prachtenten?" Als man nachforschte, erwies es fig, daß die schönen Enten des Herrn Fallieres alle verzch't waren; bis hinab zum letzten Stallburschen warm atc im Elysee begeistert. Und am nächsten Tage bekam Präsi­dent Fallieres keine Entenpastete . . .

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