Ausgabe 
7.3.1913 Erstes Blatt
 
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stehen.

Neue russische Uniformen.

Die grosse Frühjahrsmode 1913

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Da su Beginn des I samte Vermögen aus die Darmstädter Bank zu übertragen. Dem- Torvcdobootsbesatz- gemäß erhalten die Aktionäre iür eine Breslauer Bank-Aktie ä An. 1200 eine Darmstädter Bank-Aktie ä 1000 Mk und Mk. 30 tu bar. Die letzte Dividende der Breslauer Diskontobank beträgt 9 Proz., die der Darmstädter Bank GM Vroz.

Wetteraussicften in Dessen sür Samstag, den 8. März 1913: Wechselnd bewölkt, einzelne Regenschauer, etwas kälter, nordwest­liche Winde.

Letzte Nachrichten.

Aus der Hessischen Zweiten Kammer.

bs. Darmstadt, 7. Marr. 'Die Zweite Kammer W ihre Beratungen mit der 9. Hauptabteilung, Ministerium der Finanzen, sorr. Finanzminister Dr. Braun legt den Stand der hessischen Staats Papiere dar und erörtert die all­gemeine Finanzlage nach ihrer technischen Seite. Außerdem sprechen die Abg. Molthan, Stephan und Reh. Ohne Aussprache werden dann die Kapitel 98101 angenommen. Zu 102, Kataster, spricht zunächst Wolf (Stadecken). , U r st a d t spricht für die Geometer. Geheimrat Dr. Becker gibt ihm 2his- kunft über verschiedene Fragen. Das Kapitel wird dann ohne Widerspruch angenommen. Bei Kapitel 103, Bauwesen, tritt eine Pause ein.

Die Konservativen und die Erbschaftssteuer.

Berlin, 7. März. DieMorgenpose' meldet aus Berlin: In parlamentarischen Kreisen will man den Ein­druck gewonnen haben, daß der Widerstand der Kon­servativen gegen eine Erweiterung der Erb­schaftssteuer nicht mehr so stark ist wie bisher und diese Steuer vielleicht, zumal wenn sie mit der Wehrsteuer verbunden ist und die Wünsche der Konservativen berück­sichtigt, die Zustimmung der Konservativen finden würde. Wie verlautet, sollen nach der Wehrvorlage die Arrneeinspek- teure, die künstigen Heeressührer, schon im Frieden den Einfluß aus ihre Armeekorps erhalten, der ihnen im Kriege zufällt. Die Entscheidung des Kaisers über die Rüstungs­vorlage ist am 25. Januar in einer groeßn militärischen Beratung in Berlin gefallen. Die Vorlage wird zwischen dem 20. und 25. Marz fertig fein, so daß ihre Veröfseut- lichung um den 1. April erfolgen kann.

Rumänien mobilisiert?

Ofen pest, 7. März.Az Est" meldet au§ Bukarest, daß Rumänien die Mobilisierung begonnen habe, weck auS Sofia die Nachricht eingetroffen sei, daß trotz der Ver­mittlung der Großmächte Bulgarien auf keinen Fall Silistria abtreten wird. Laut Meldungen auS Sofia hat die bulgarische Regierung in anbetracht des bevorstehenden Friedensschlüsse? mit der Türkei beschloßen, alle Truppen vom thrazischen Kriegsschauplätze nach der bulgarisch-rumänischen Grenze zu dirigieren. 15 Tage nach Abschluß des Friedens sollen alle bulgarischen Truppen kriegsbereit an der rumänischen Grenze

Sandel.

Breslauer Diskontobank-Aktien. Laut Be­kanntmachung im heutigen Inseratenteil hat die Breslauer Dis- kontobank tn ihrer letzten Generalversammlung beschlossen, das ae°

Petersburg, 7. März. Ein Ausschuß der Jittendan- turverwaltung hat einen Entwurf zur neuen Uniformierung der russischen Armee ausgearbeitet. Uniformen in Kakifarbc sollen eingeführt werden. Nur die Garde soll ihre glänzende Uniform! behalten. Eine grau-braune Fezmütze soll die verschiedenen Kopf­bedeckungen ersetzen. An Stelle des Offizierswaffenrocks werde ein joppenartiger Sportrock treten. Der Unterschied zwischen Paradeuniform und gewöhnlicher Uniform fällt fort.

Dar Torpedobootrunglück bei Helgoland.

Aus den bisherigen Ermittelungen über den Unfall, der den Untergang des Torpedobootes S 178 herbeiführte, hat sich fol- qmbef feststellen lassen: Die 11 Halbflottille gehörten.der sogenannten Reserveflottille der Torpedodivrsion der Martn^ station der Nordsee. Tie Besatzungen dieser elf Boote bestehen

L. Friedberg, 6. März. Stadckverordneten- s i tz n n g. Einige Baugesuche werden ^genehmigt; der Firma Gebr. Ullrich ein Neubau an dem Edelspfad, der Firma Loth u. Bapp die Errichtmig eineS1 Hauses mit Fuhr- werkswage und der Solrn'schen Verwaltung eine Feldscheuer, dem Rudolf Loos ein Neubau. Die Arbeiten und Liefer­ungen zur Erbauung ein es Krematoriums wer­den wie folgt vergeben. Maurerarbeit der Firma Loth u. M>pp für 9613 Mk. Steinmeßarbeit der Firma Hch. Damm für 1724 Mk. Zimmerarbeit der Firma A. Gerbing für 1682 Mk. Spenglerarbeit der Firma Th. Eorvinus für 353 Mk. Dachdeckerarbeit ber Firma K. Bolp sür 1396 Mk. Eisenbetonarbeit der Firma H. Reust für 1725 Mk. Turm­aufsatz und Blitzableiter der Firma Fr. Fündling für 609 M. Einäscherungsvfen der Firma Gebr. Beck Offenbach für 9500 Mark. Versenkungsvorrichtung der Firma Jul. Wolf in Heilbronn. Der Errichtung einer Seminarschule steht die Versammlung wohlwollend^ gegenüber. Für den Umbau des Ruth'scheu Hauses zur Schule werden 5000 Mk. be­schlügt. Die Miete wird auf 900 Mk. festgesetzt. Die Aus­nahme der Kinder erfolgt durch den Schulvorstand unter Mitwirkung der Seminardirektion. Der Sanitätsko­lonne werden 50 Mk. Unterstützung bewilligt und die Anschaffung eines zweiten Wagens beschlossen. Der Wetter­auer Reiter-Verein wird die Seewiese für den 1.Juni zur Abhaltung eines Reiterfestes U. dem Kavallerie- u. Train- Verein sür 28.30. Juni zur Abhaltung feiner Fahnen­weihe überlassen. Für die Obst- u. Gar tenbau-Aus- ftellung, die vom 27.-29. September stattfindet, werden 100 Mk. Zuschuß bewilligt. Der ortsübliche Tagelohn wird festgesetzt: männliche erwachsene Arbeiter 3 Mk., weibliche 2,35 Mk., männliche 1621 Jahre 2.70 Mk., weibliche 2,20 Mark, jugendl. männl. 1,70 Mk., jugendl. weibl. 1,35 Mk., Kinder 1,20 Mk. Das Oktroi-Reglement bedarf nach der neuen Brauovdnung einer anderen Fassung. Auf Antrag kann die Landesfinanzbehörde gestatten, daß die Bestimmun­gen bis 1919 bestehen bleiben und es soll darum nachgesucht werden. Die Einfiihrung einer Billett-steuer wird be­schlossen: Eintrittskarten bis 50 Psg. haben 5 Pfg. und über 50 Pfg. 10 Proz. des Preises als Steuer zu entrichten. Ausnahmen können durch den Bürgermeister genehmigt werden. Die Stadt entspricht dem Ersuchen der Provinz, die elektrische Betriebs-Einrichtung von jeder stadti- jeten Steuer zu befreien unter der Bedingung, daß die Bureaus hierher verlegt werden. Der Verkauf von 18381 Quadratmeter Gelände des Armen­fonds in der Gemarkung Wölfersheim ä Quadratmeter M. 3 wird genehmigt. Die Beratung des Voranschlags wird dis zur nächsten Sitzung vertagt. Der Bürgermeister ge­denkt am Schlüsse des Unglücks, das unsere Manne be­troffen hat, bei dem eine leider große Zahl Seeleute den Tod in den Wellen gefunden hat, darunter auch einen jungen hoffnungsreichen Friedberger. Die Versammlung erhebt sich von den Sitzen. Der Familie Hebauf soll das Beileid der Stadt ausgesprochen werben.

flotte tcilzunehmen. v ,

Am Abend des 4. ds. Mts, waren bei stürmischem Wetter die Nachtangriffe und sonstigen Exerzitien nördlich von Helgo­land gegen 11 Uhr beendet. Rach dem Signal des Leiters: Hebungen beendet", hatten sänttliche Schiffe und Boote die Lichter gesetzt und fuhren nach dem Ankerplatz bei Helgoland, östlich der Düne. Die 11. Halbflottille stand vorn, die Boote liefen, da ein sehr schweres Wetter aufgckommen war, wegen des hohen Seeganges nur halbe Fahrt und mußten, weil die schneller fahrenden Kreuzer noch vor dem Ankerplatz von rück- ivörts aufkamen, der Vorschrift entsprechend, nach Osten aus­weichen, um den großen Schiffen zu dem Ankermanöver Raum zu geben. Die geschlossene Formation der Torpedoboote hatte infolge des schweren Wetters sich nicht ganz aufrecht erhalten lassen. ,,S 178" befand sich zu dieser Zett mit seinem Rotten­führerS 177" einige hundert Meter von seiner Halbflottillc Cnt,CSl hieraufS. 178", unt auf seinen Ankerplatz zu gehen, am Bug des großen KreuzersYork" vorbeizufahren fhefte, ent­stand infolge der durch den hohen Seegang verringerten Manö- verierfähigkeit des Bootes Kollisionsgefahr. Die kritische Situa­tion wurde auf demYork" sofort bemertt. Das Schiff versuchte durch Drehen nach Steuerbord und Rückwärtsschlagen aller Ma­schinen einen Zusammenstoß zu vermeiden. Es gelang jedoch Nicht mehr8 178" wurde dickst vor dem Hinteren Kommandoturm getroffen, legte sich stark auf die Seite und sank sehr schnell, da wahrscheinlich der Turbinenraum und der Kesselraum mifge- rissen und vollgelaufen waren. Sämllickfe in der Nähe befind­lichen Schiffe und das Torpedoboot8 177" leisteten sofort tat­kräftige Hilfe, die jedoch wegeii des dunkeln, unsichtigen S t u r m we 11 e rs und wegen des hohen Seeganges nur geringen Erfolg hatte 15 Personen konnten gerettet werden. Zwei Seeoffiziere Und 68 Mann sanden den Tod.

Da der Dienst auf Torpedobooten außerordentlich anstten- gend ist, ist es selbstverstindlich, daß der Kommandant bie Besatzung nach Beendigung der Hebungen sofort in ihre Hängematten schickt und nur eine geringe Mannschaft auf Deck behält zur Aus­führung des Ankermanövers. Daher ist mit Sicherheit anzu- nehmen, daß bei dem außerordentlich schnellen Untergang des 8 178" der größte Teil der Besatzung sich unter Deck und s'ch lösend von dem Unheil überrascht wurde.

Die geretteten Mannschaften , 8 178" sind wieder in ihren Truppenteil, in die 5. Kompagnie der zuzeiten Torpedobootsdivision, eingereiht worden. Die Geretteten bekunden, daß das stürmische Wetter daran schuld war, daß nur so wenige gerettet werden konnten. Die Besatzung hatte bis auf wenige Leute das verunglückte Boot bereits verlassen und die Leute trieben schwimmend auf dem Meer umher oder waren in den Rettungsbooten. Sie wurden aber von der furchtbaren See weggerissen und fanden so den Tod.

aus Mannschaften im brüten Dienstjahr. Da zu Beginn des l dritten Dienstjahres die Ausbildung der Torpedobootsbefatz-1 ungen als abgeschlossen gelten darf, werden diese mit Ausnahme | eines kleinen Stammes, der zu Konservierungsarbeiten an Bord bleibt, von den Booten heruntergenommen und im Jnlanddienst oder für die weiteren Aufgaben der Torpedodivision verwandt. Die Boote der Reserveflotte bleiben jedoch jederzeit fahrbereit und werden im Laufe des dritten Jahres periodisch, aber über­raschend mobilmachungsmäßig bemannt, um sofort zu einer fest­gesetzten Hebung in See zu gehen. Eine derartige Aktivierung der Boote der 11. Halbflottille hat am 3. d. Mts. stattgefundcn und diese befand sich mit anderen Torpedobootsverbänden in der Nordsee, um dort an größeren Hebungen mit dem Ersten Linienscknsssgeschwader und den Aufklärungsschifsen der Hochsee-

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