Lnftsehzffahrt
Bis zum 7. August Bäder wurden bis
Man zu Zeit
tut gut, sich von Zeit daran zu erinnern, daß
Kreis Friedberg.
— Bad-Nauheim, 8. Aug. sind 2 6 812 Kurg ä st e angekommen, zum 7. August 334 342 abgegeben.
Türker zur Nachgiebigkeit zu bewegen imstande sein werden, so fürchtet man doch, daß bis zur Erledigung auch dieser Angelegenheit noch einige Zeit vergehen werde und bi5 dahin noch mancherlei Zwischenfälle eintreten fönxen, welche die Stimmung der Effektenmärkte zu trüben geeignet wären. Der Optimismus gewann etwas an Ausdehnung, als sich zeigte, daß Paris in beträchtlichem Urn- ranqe Rentenkäufe vornahm, woraus man schloß, das; im Wetter- wrnkel Europas, auf dem Balkan, endlich Ruhe eintreten wird, xj-m Anschluß daran konnten sich auch bei uns die f e st v e r z i n s - lichcn Werte etwas erholen und haben auch die jüngsten Emissionen von Stadtanleihen sehr gute Erfolge gezeitigt. 'Bon fremden Fonds waren namentlich die Balkanwerte erholt. Eine Ausnahme von der festen Allgemeintendenz machten eigentlich nur Sch'l.fahrtswer t e, auf welche die Tatsache drückte, daß der Friede im Schiffahrtspool immer noch nicht wieder herges^llt t|f. Tie neue Herabsetzung der Zwischendeckpreise nach Canada deutet vielmehr darauf hin, daß die Erneuerung des Poolabkommens noch unfidjerer geworden ist. Tie hier nur int freien Verkehr gehandelten Aktien der Canadabahit litten unter der Beobachtung, daß die Kurve der Einnahmen fortgesetzt nach unten geht. Dagegen haben Baltimore auf New Parker Impuls sich weiter befestigt, ebenjo Orientbahnen im Zusammenhang mit dem Friedensschluß und Schan- tuugbahn auf das Abflauen der chinesischen revolutionären Bewegung. Am M o n t a n m a r F t e trugen die besseren Nachrichten vom amerikanischen Eisenmarkt wie auch von den Metallmärkten dazu bei, die Stimmung zu befestigen, aber sie vermochten keine größere Kauflust auszulösen, da die Frage der Gestaltung der Dinge in der heimischen Eisenindustrie einstweilen noch der Lösung harrt. Auch die Meldung, daß sich die Belebung vom Stabeiseu auf Bandeisen ausgedehnt habe, begegnete einem gewissen Mißtrauen, da man nicht recht weiß, ob und inwieweit derartige Meldungen dazu dienen sollen, den Handel zum Kausen anzuregen. Eine besondere Nolle spielten Deutsch-Luxemburger, die zeitweise heftigen Angriffen ausgesetzt waren, im Zusammenhang mit Schwierigkeiten, die sich bei der nötigen Geldbeschaffung ergeben und mit niedrigeren Tividendenschätznngen. Andere Industrie- Papiere konnten meist wieder etwas anziehen. Bankaktien waren ebenfalls leicht befestigt. Am Geldmarkt hat der Friedensschluß wenig an der Zurückhaltung der Großdiskonteure geändert:^ Tägliches Geld ist weiter reichlich angeboten, doch dürsten die Ansprüche für die Ernte in den disponiblen Mitteln des Geldmarktes sehr bald eine empfindliche Lücke reißen. Privatdiskont 43/i Prozent.
Gericht-saal.
c 9 ö g e r i d> t der 25. Division. Am Tonners- tag nachmittag verhandelte das Kriegsgericht in der Zeughaus- kaferne gegen den 2jährigen Freiwilligen Gefreiten U. von der (. Kompagnie des Jnf.-Regts. 116 wegen Körperverletzung wäh- rend des Dienstes. Die Beweisaufnahme ergab, daß ber Tambour bet einer Nachtübung auf das Kommando: Kehrt die Gruppe durchbrechen wollte, deren Führer per Gefreite war. Er gab dem Tambour mit dem Gewehr einen Stoß, daß dessen Helm und ^.rommel auf die Erde fielen. Als sick) der Spielman» durch einen kräftigen Tritt rächte, schlug ihm der Gefreite das Gewehr über r x r'' dchf der Helm auf den Boden fiel und F. hierbei c. /jutmunben erlitt. Der Verhanblimgsleiter, Kriegsgerichts- rat Wolf,_ gab fidj alle erdenkliche Mühe, den Angeklagten zu einem Geständnis zu bewegen. Ter Angeklagte gab aber nur zu, er wisse es.nicht, ob er geschlagen habe. Das Urteil lautete auf 5 Tage Gefängnis und wurde damit begründet, daß man den Fall wilde aufgefaßt hat, weil der Gefreite ein guter Soldat sei, der sich nod) nichts habe zu schulden kommen lassen und weil die Verletzungen des Tamborirs nur unbedeutend feiert, und dieser ben Angeklagten auch zu seiner Tat gereizt habe.
FC. Gilbet, 8. Aug, Ter Landwirt Robert Herbert, Vor- standsinitglieb der vereinigten Landwirte von Frankfurt a. M. und Umgegend, und der Landwirt Johann Weber, beide aus Cber- Erlenbach, halten sich weil sie ihrer Milch 10 bis 15 Prozent Wasser zugesetzt, austerdein die Milch entrahmt haben sollten, vor dein Schöffengericht Vilbel zu verantworten. Da die Angeklagten einwandten, ihre Kuhwärter, die jetzt spurlos verschwunden seien, hätten die Milchsälschung wahrscheinlich vorgenoinmen, und dieser Einwand ihnen nicht zu iviederlegen ivar, erkannten die Schöffen, lediglich wegen Uebertretung des Nahrungsmittelgesetzes gegen leben auf 20 Mark Geldstrafe.
veretnsnachrlchten.
"f QUs.nfeJn§,o,8’ ?er hiesige Kriegerverein wirb am Sonntag, den 17. August, die Jahrhundertfeier von Preußens Erhebung durch eine Festlichkeit in den herrlichen Anlagen des ihm hierfür durch den Fürsteii Georg Friedrich zu Solms-Braun- fels zugestandenen Herrengartens begehen. In Verbindung damit Nt, em durch vielseitige Unterstützung aus allen Kreisen der'hiesigen Bürgerschaft reich ausgestatteter Bazar in Vorbereitung, des en Reinertrag zu Gunsten bedürftiger und erkrankter Mitglieder des Kriegervereins bestimmt ist. Tie Festlichkeit ivird unterstützt durch einen Teil der Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 116 sowie durch Mitwirkung des hiesigen Turnvereins. Am Abend ist eine Beleuchtung des Schlosses geplant. J
Hessen-Nassau.
Ä Marburg, 8. Aug. In ben Tagen des 9., 10. und 11. August begeht das Jägerbataillon Nr. 11, Königin ܰn $ta(ien' bic &cier seines hundertjährigen t. Griesheim a M„ 7. Ang. Die Flugzeugfabrik Pega Emich Somme'-. G. m. b. H., hat ans Mangel an Mitteln ihren Betrieb eingestellt und ist erloschen.
t. Id ft e i n , 8. Aug. Ser alte Leichtsinn. In Gn gen ba hn schoß der Arbeiter Ernst im „Spaß" auf sein-n Freund Roth, und traf diesen in den Kopf. Der Schwerverletzte mußte dem Krankenhaus zugeführt werden.
Gießener Strafkammer.
Gießen, 8. Ang.
, _ _, , , Mehrere Diebstähle
hat der Schuhmacher <y. I. ^ch. von Limburg begangen. Im September vorigen Jahres half er in Fürstenau einem Meister ein Kar Tage aus; bei seinem Weggang hieß er dort einen Ring im Wert von cttva 30 Mark mitgehen, den er bann vergeblich zu verwerten suchte. Im April und Mai dieses Jahres arbeitete er bei einem Meister in Heuchelheim. Als am 1. Juni aus Anlaß eines dortigen festes der Meister mb feine Leute nicht zu Haus waren, benutzte er diese Gelegenheit dazu, in das verschlossene Hans feines Meisters nach Eindrücken einer Fensterscheibe einzusteigen und ans einem erbrochenen Schränkchen mindestens 200 Mark zu entwenden. Er ist außerdem -rückfällig im Sinne des Gesetzes unter Zubilligung mildernder Umstände erhält er wegen des ersten Diebstahls vier Monate und wegen des zweiten Diebstahls der mehrsach guahmiert ist, ein Jabr und vier Monate Gefängnis woraus eine Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr und sechs aufgercd-\t?tbl bet 1Wrbe; Monate Untersuchungshaft wurden
Unter A u s schl u ß d e r O e ff e n t l i chke i t
ben.15 Jahre alten Schkasserlehrling O. E. und den fast 22 Jahre alten Geometer K. D., beide von Friedberg, ver- hanbelt. 'Lie haben ui den letzten Jahren in einer großen Anzahl »on wallen sich gegenüber brei Mädchen, die bei den Eltern des imtergcbradjt wären, des Verbrechens nach § 176 Ziff Z StGB schuldig gemacht. Das Gericht nahm bezüglich E. 'zwei und bezüglich D. drei selbständig fortgesetzte Handlungen an, und erkannte gegen E. auf zwei Einzelstrafen von je zwei Monaten Gefängnis, woraus eine Gesamtstrafe von drei Monaten gebildet ^be, ."Nd gegen D, der die Handlungen teilweise auch noch im vollstrafmundigen Alter begangen hat, auf Einzelstrafen von zweimal sechs Monaten und einmal drei Monaten Gefängnis, woraus eine Gesamtstrafe von 10 Monaten gebildet wurde. Die Untersuchungshaft wurde beiden teilweise aufgerechnet. — Wegen , „ tersHl" Sung und Begünstigung
hatte sich der Kausinann Fr. B. von Bad-Nauheim zu verantworten. Als Angestellter einer dortigen Firma veruntreute erben Betrag ton 6012 Mark, den er aufeinen ihm »n?Lsung 6™ ^nbigte.1 Scheck erhoben hatte, und ging mit dem größten Teil des Geldes fluchtig in die Schweiz. Bon dort aus schrieb er an seinen Chef einen Brief, m welchem er sich unwahrerweise der von diesem ui den Rapporten und Lohnlisten entdeckten unb offenbar zur Verdeckung von Unterschlagungen titorgenommenen Abänderungen bezichtigte. Dadnrck) gelang es ihm, ben wegen Meter weiteren Unterschlagungen gegen den Buchhalter M. desselben Geschäftes bestehenden Verdack)t von diesem auf sich selbst abzulenken
inzwisd>eil wegen der ihm zur Last gelegten Unterschlagungen und Fälschungen abgeurteilt worden, nachdem B. in der Schweiz wegen dort begangener 'Delikte festgeniommen unb hierbei das zwischen ihm unb M. bestehende Einverständnis bekannt geworden war. Wegen der Unterschlagung d-r 6012 Mark wurde auf 1 vsal)r, wegen der Begünstigung des M. auf einen Monat Ge- fangnis erkannt; beide Strafen wurden ans 1 Jähr und 2 Wochen zuiammeiigezogen, und hierauf zwei Monate Untersuchungshaft aufgerechnet.
^<ltechung von Arbeitskollegen
ist dem Backer A. Kn von Zerbst zur Last gelegt. Er hatte bei Backer Arbeit genommen, verschwand aber, nachdem cr -'M uotige Ortskenntnis verschafft hatte, bereits in der Metten Nacht heimlich unter Mitnahme von Geldbeträgen und anderen Gegenständen, die er einem Gesellen und einem 'Lehrling entwendete, welche mit ihm im selben Zimmer schliefen. Er ist M" schon vorbestraft, auch im Sinne des Gesetzes
rückfällig. Es wurde trotzdem nochmals unter Zubilligung mildernder Umstände von einer Zuchthausstrafe abgesehen und auf ein ^ahr sechs Monate Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft erkaimt.
, . , Freigesprochen
muroc der Photograph B. Fr. von Berlin, der einen Fahrradsattel! entwendet haben soll, was aber nicht bemiefen nyerben kann.
... .. e, n Zahlreich vorbestraft
l7 ^on Ilbesheim. In Kleinkarben vermietete sie sich
als -vienstmädchen. Eines Morgens entfernte sie sich heimlidf unter -yiunaljine einer ganzen Anzahl von Bekleioungsgegenstänben ihrer Dienstherrin säte ist wegen Diebstahls rücksMig. Unter Zubilligung Mildernder Umstände wurde auf neun Monate Gefängnis erkannt, und hierauf sechs Wochen Untersuchungshaft aufgerechnet.
Vogelhöfer, Oßwald, Deibel, Völzel, Becker. Das Gesuch des Hermann Kreiling und Genossen wurde einer Kommission über- Nnesen, die aus den Gemeinderatsmitgliedern Deibel, Dölzel, Wacker und Becker besteht. Bevor eine Uebersahrt von der Gemeinde gekauft wird, soll die .Kommission die Anlegung begutachten. — Das Gesuch des Ludwig Weller IV. zum Betriebe einer Gastwirtschaft wurde einstimmig genehmigt, da es sich um eine Uebergabe vom Bater auf den Sohn handelt. — Der Termin für die Gemeinderats- wahl wurde auf ben 25. Oktober l. I. festgesetzt. Die Wahlzeit dcn<rt von 3—7 Uhr. — Die von dem Obstbauverein angeregte Pflanzung einer Erinnerungseiche zur 100jährigen Feier der Völkerschlacht bei Leipzig wurde abgelehnt. — Die Kanalisierung der Turnstraße ward? als Notstandsarbeit vorgesehen. Vorerst soll jedoch ein Voranschlag ausgearbeitet werden. — Nichtöffentlich mürbe über ein Gesuch des Karl Schäfer über Vergütung der Nacharbeiten bei der Kanalisation in der Gießener Straße verhandelt. Das Gesuch soll der Bauinspektion zur Begutachtung vorgelegt werben.
B. Allcndors a. L., 8. August Nächsten Sonntag nachm. um 2 Uhr findet dahier ein Missionsfest statt, bei dem die Herren Pfarrer Hohgräfe — Gonterskirchen und Miffionsprediger Gsell predigen werden.
X. Treis a. L., 8. Ang. Trotz der elektr. Lichtanlage bleiben die Straßen unseres Dorfes schon den ganze Sommer über, selbst an den stichdnnkelstcn Abenden wo man keine Hand. vor den Augen sicht, unbeleuchtet. Das ist die Sparsamkeit doch zu weit getrieben.
Kreis Schotten.
O Schotten, 8. August. Die im Jahre 1906 gegründete Spar- u. Darle hn 8 kasse (e. G. in. u. H.) hatte 25 Aktien der landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in Darmstadt in Besitz, so daß ein Verlust von 25 000 Mk. entstanden ist. Mit dem Abtrage des Verlustkontos lüiirbe sofort begonnen. In etwa zehn Jahren hofft man den Schaden wieder ausgeglichen zu haben. "iJn diesem Jahre konnten daher nur 4% Geschäftsanteilszinsen an die Mitglieder ausbezahlt werden. Die Kasse soll in eine solche mit beschränkter Haftpflicht mit einer Haftsumme von 2 000 Mk. für das Mitglied umgewandelt werden.
von all den Maßnahmen, die der moderne Mensch zur Gesund- eihalttmg seines Körpers vornehmen muß, die richtige Pflege der Zähne beinahe die wichtigste ist. Wenige ahnen, daß schadhafte ähne nicht nur unser Wohlbe
finden erheblich beeinträchtigen, fonbern - neue Untersuchungen haben das in überraschender Weise bewiesen - häufig den Ausgangspunkt mannigfadfster Krankheiten bilden können, deren Ursache oft rätselhaft blieb. Als richtig kann eine Zahnpflege nur bezeichnet iverbeit, wenn die zahnzerstörenden Gährungs- und Fäulniserreger, die sick) im Munde täglich neu bilden, auch täglich unschädlid) ge° mad)t werden. Tas ist mir zu erreichen durch dcn täglick)en Gebrauch eines antiseptischen Zahnpflegemittels.
Oberst Eody über seine Flüge und Flugerfahrungen.
. Der hervorragende englische Militärflieger Oberst Codp, der bei einem Fluge in Aldershot ein so tragisches Ende gefuiibeu hat — er ist übrigens nicht mit Buffalo Bill identisch, der denselben bürgerlichen Namen trägt —, hat vor menigen Jahren über seine Flüge und Flugerfahrungen, einige Mitteilungen ge- maebt, die gerade jetzt ein besonderes Interesse erwecken müssen. ,,Dic erste Grundbedingung des gewandten Flugkünstlers/' so beginnt er feine Ausführungen, „ist die Fähigkeit, die kleinsten Gerausd-e 1511 unterscheiden, die dem Kenner aittündigen, wenn der Motor schwer arbeitet und zu versagen droht. Jeder Maschinenteil hat sein eigenes Geräusd;, das man genau Tennen muß, wie em Kapellmeister jedes Instrument im Orchester. Man muß mit ungleich sdfärferen Ohren hören, wenn man fliegt, als solange der Apparat noch am Boden ist. Die leiseste falsche Note in diesem Maschinenorchester muß sofort als Warnmigszeichen aufgegriffen werden. Wenn man cr)t mal die Höhe erreicht hat, in der man Baume überwiegt, bann steht nicht mehr der Apparat allein, dann steht auch das eigene Leben auf dem Spiel.
’ Vn^- Möglichkeiten, auf die man vvrbereitet sein
muö, Möglichkeiten, die blitzschnelle Entschlüsse und sekunbeii- Minelle Ausführung erfordern, wenn nickst der Tod einen packen wll. Man fliegt in ziemlidier Höhe: plötzlich merkt man, wie ger Apparat stockt und versagt. Dann heißt es sofort mit dem Hauptsteuer die richtige Bewegung ausführen, um zum Boden mnabzugleiteii. Zwei Sekunden überflüssigen lieber!egen5, nur ein . Zögern und alles wäre verloren. Ick; weiß kein Mittel, eine Katastrophe zu verhindern, wenn der Apparat aus großer Hohe rücklings hinabstürzt. Zweimal war ich in Situationen, - neu ich in lnttschen Augenblicken durch geschickte Handgriffe das Gleichgewicht aufrecht erhalten konnte und ein gleitendes Walten wagen mußte. Das eine Mal in einer Höhe von zwölf Metern; es gelang mir mit Hilfe des Hauptsteuers noch vor dem ckunchlagen das Gleichgeimcht lviederzuerlangcn. Bei der anderen Gelegenheit per,lichte ich das Hauptsteuer beim Landen als Bremse
L verwerten um, einen allzuharten Ausschlag zu vermeiden. Die Maick-ine schoß sofort von neuem in die Luft, und machte einen Sprung von etwa 40 Metern; in einer Höhe von 3 Metern blieb bann der Motor stehen. Ich stürzte mit dem Apparat ab, senl'- reeU, wie ein Stein, der ins Wasser fällt, aber die Maschiiw landete aus ihren Radern. Der Vorfall war ein wertvolles Zeugnis für die Stabilität des Flugzeuges; die Maschine blieb völlig unversehrt, nur eine Schwanzstütze wurde beschädigt
Aer Mensch, der m der Lust fliegt, muß die Luft' verstehen. Wenn man gegen den Wind auf eine Baumgruppe znfliegt so muß man wipon, daß der Wind in feinem Zuge über die Baum- L.^n eme Strömung nach unten ausführt. Diese Strömung
Äa5 Vorderteil des Flugapparates herunter: wenn man ckwn sehr nahe an der Gruppe ist und darauf nicht RückfiM Ofuommen hat, ist em Zusammenstoß unvermeidlich. Dasselbe plt für alle Hügel und Erhebungen. Fliegt man dagegen mit dem r 7b/ so muß man in Berechnung ziehen, daß der Windslr mi hinter den Hügeln, Baumen oder Wällen in ziemlich scharfer Kurve aufwärts flutet 'ä,azu kommt noch die Pflickst des Fliegers die al gemeinen Windftrömimgen zu kennen und zu beobachten Sicherlich wird es eines Tages Lustkarten geben, in denen die bei gewisseii Hügeln und Hohen waltenden Luftströmungen genau verzeichnet sind, ydj «glaube, ich könnte schon heute die Herstellung einer solchen Karte versuchen,. Jeder Flieger, der größere Strecken ziirucklegt. Wirb zummbest eine Karte des zu überfliegenden G"- bietes, einen Kompaß, einen Windmesser, und eine Uhr mitsührm lüArenrb der Fahrt sichtbar sein sollen. Wichttg ist auch daß die linke Hand stets am Steuerhebel bleibt, während die c?$tf dw Behandlung des Motors, 5um Oelen ober Nach- giefjen von Benzin, zum Signalisieren und Photographieren frei sem muß. lind dann, der Luftschiffer muß seine Nerven in Gewalt haben. Er darf nicht zu sehr an dem Gedanken klammern, daß ' er fetzt m einer Flugmaschine zwischen Wolken und Erde schwebt ■ Er mag sich vorstellen, cr sitze in einem Automobil m t rasch voruberglettenden Baumen zu beiden Seiten der Straße — und demgemäß darf er nicht vergessen, den Bäumen auch auszutveichen "
Borsen-Wochenbcricht.
Frankfurt a. M-, 8. August m-- Der Fried ensschluß in Bukarest wurde an der Börse mit Genugtuung begrüßt, eine besonders animierende Wir-
g
barm, baß doch auch nach ber Untcrzcichming des Friedens Bulgarien einerjelts, Rumänien, Serbien und (MriVrfir..s n fftts nach verriebene schwierig« Fwgen zu löse^'LfLandw. °°n einer oölligen Wi-berh-rsiellung oearbneta Berhüitn ff- uns btm Battan gesprochen werden kann. Ernste Bedenken drstcwm namentlich noch deziiglich der künftigen Sia-ttszugelst-rigkeit Adria- ,weny -uch destrmini daraus gerechnet wirb, dost die
Gooßmächie m diesem Falle ihren Aisten durchzusetzen und di-
Spielplan der Aurhaus-Theaterz vav Nauheim.
Sonntag, den 10. August: „So ’n Windhund/ Montag, bett 11. August: „Hoheit tanzt Walzer/ Aiittwoch, ben 13. August: -Jin weißen Rößl." Freitag, den 15. August: 9(uf ber Natu r bub ne im Kurpark, direkt beim Kurhaus: Abends 8 Uhr (unter Mitwirkung ber Kapelle des Jnsanterie-Neginients Kaiser Wilhelm Nr. 116): „Ter Zigeun^erbaron." Bei ungünstiger Witterung im KurbauStheater: „Ter Gras von Luremburg.’' Sonntag, den 17. August: „Majolika."
Tie Wirkungsweise be§ Odols ist eine ganz eigenartige. Während andere Mund- und Zahnreinigungsulittel, soweit sie für die tägliche Zahnpflege überhaupt in Betracht kommen, lediglich während der wenigen Sekunden der Mundreinigung ihre Wirkung aus- üben, wirkt das Odol noch stundenlang, nachdem man sich die Zähne geputzt hat, nach. Tiefe einzigartige Dauerwirkung ist aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zurückznführen, daß sich das Odol beim Mundspülen förmlich in die Zähne und die Mundschleimhäute eu'.saugt, diese gewissermaßen imprägniert und so gleichsam einen antiseptischen Vorrat hinterläßt, ber noch stundenlang den zahn- zerstorenden Fäulnis- und Gärungsprozessen entgegemuirft. [C,z/,
Spidplan der vereinigten Sranffurter Ztadttheater. Opernhaus.
Sonntag, ben 10. August, abends * 1 „8 Uhr: „Ter ferne Klang." Vlontag, den 11. August, abends ’/,8 Uhr: „Ter hebe Augustin." Dienstag, den 12. August, abends ’/28 Uhr: „Don Juanck Alitt- ivoch, ben 13. August, abenbs 7 Uhr: „Lohengriu." Tonnerstag, den 14. August, abends V28 Uhr: „Ariadne aus Naxos." Freitag, den 15. August, abends ’/28 Uhr : „Ter Zigeunerbaron." Samstag, den 16. 9litguft, abends '/?»Uhr: „Hoffmanns Erzählungen." Sonntag, den 17. August, abends 7 Uhr: „Die Asrikanerin." Montag, den 18. August, abends 728 Uhr: „Martha." Dienstag, ben 19. Aug , nbends 748 Uhr: „Wiener Blut." Mittwoch, den 20. August, abends 6 Uhr: „Tristan und Isolde."
! s ' Schauspielhaus.
. Sonntag, den 10. August, abends 8 Uhr: „Prinz Friedrich von Homburg." Montag, den 11. August, abends 7 Uhr: „Eginont." Tieustag, den 12, August, abends 8 Uhr: „Robert und Bertram." Mittwoch, den 13. Aug., abends 8 Uhr: Zum ersten Male: „Torotl.us Rettung." Schauspiel in 4 Akten von Atired Sutro. Uebersetzt von Karl Johannes Schwarz. Donnerstag, den 14. Aug., abends 8 Uhr: „König Heinrich der Wicrfe." Erster Teil. Freitag, ben 15. August, abenbs 8 Uhr: „Püppchen." Samstag, 16. August, abends 8 Uhr: -Prinz Friedrich von Homburg." Sonntag, den 17. August, abends 8 Uhr: „Dorothys Rettung." Montag, ben 18. August, abends 8 Uhr: „Robert und Bertram." Tienötag, den 19. August, abends 8 Uhr: „Fuhrmann Henschel." Mittwoch, den 20. August, abends 8 Uhr: „Püppchen."
Eingesattöt. •
(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikilin gegenüber keinerlei Verantwortung.)
G i e ß e n , 8. August.
^.rotz des so ungünstigen Wetters wird das städtische Freibad, wenn die Sonne nur einigermaßen am Himmel sichtbar ist' von Erwachsenen und der Schuljugend fleißig besucht. Obivohl Sonntags um 12 Uhr das Freibad geschloffen ivird, finden sich am Nachmittage doch »och Besucher ein, welche nicht nur bade», andern teilweise auch groben Unfug und sogar Sachbeschädigungen verüben zum Schaden unserer Stadt. Sache unserer Polizei wäre es, an Conntagnachmittagen dem städtischen Freibade etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen.


