Ausgabe 
8.4.1913 Zweites Blatt
 
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Boden.

Es wurde rrunmehr sofort zur Landung ge-

Fleischpreise in Gieren

Lu n e v i l Ic

Kg. 92-100 Pfg.

Völkerkundliche Husfietiung Eine Ersparnis

der Basler Million

D7/4)

Der Vorstand: O. SÄI o i f c r.

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ßaupfciusffeHungsgegenffände;

D7 h

Zur Saal!

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Ellina Abnenballe Abneuschrein Wohnräume Landschaft Wohnhaus Literatur

Indien Slrassenbild Brahmanenküche Haushelligtum Götzenhain Missiouswerkstättcn Literatur

Die Marktpreise für Vieh urrd Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 7. April 1913.

Kamerun

Hütte des Riesen-FetischeS

Dekoki

Große Wohnhütte

Kleider, Amulette

Haufaneger m. Ausstattung

'Arabische Bibliothek

Literatur der Dunlasprache

GerZchtssaaL.

Wien, 5. April. Der Tischlergeselle Freiberger, welcher aus München hierher kam, um den Landlagsabgeord­neten Kunschak, den Bruder des Mörders des Abgeordneten Schuhmeicr zu töten, wurde wegen gefährlicher Drohung zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt.

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Ter Zusammenbruch des Bankhauses Puppe.

Tie Stadtverordneten in Küstrin haben beschlos­sen, den durch den Zusammenbruch des Bankhauses Puppe-Kustrin geschädigten Gewerbetreibenden ein Darlehen aus städti­schen Mitteln zu gewähren und hierzu eine Anleihe von . 150 000 Mk. auszunehmen

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Die Landung erfolgte aus dem Exerzierplatz bet der nächsten Garnisonstavt. Ter Wieder-

vom H. bis 23. April 1913

in den Räumen der alten Klinik zu Sietzen, lliebigllrahe

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schritten, um jeden Perdacht der Spionage auszu- ch l i e ss e n.

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Prinz Heinrich.Flug 1913.

Gießen, 7. April.

Zur glatten Abwicklung des Prinz-Heinrich-Fluges tot der Arbeits-Ausschuss zwei Druckschriften in Vorbereitung: die eine unter dem NamenEtappendienst und Unterkunft" enthält alles, was aus her Etappe notwendig ist: die Wegbezeich'.umg in der Nähe des Flugplatzes, Unterweisungen für sportliche Leiter und Gehilfen usw. Die zweite Trust vorsch-r ist heißtFliegerbeglei- tung": sie entl>ält die Unterweisungen für die Unparteiischen und für die Fluggäste.

Jedem Flugzeug wird ein Begleitwagen zugeteill, auf dem der Unparteiische mit dem Lenker und zwei Monteure mit dem leichten Ausbesserungsmaterial Platz nehmen. Das schwere In- Itandsetzungsmaterial wird durch besondere Lastautomobile- die in 5Wei Gruppen geteilt sind, nachgeführt. Tie eine Gruppe soll so lange am Startplatz bleiben, bn> alle Flieger abgeflogen Und, weil ja gerade beim Start leicht Beschädigungen eintreten. Tie zweite Gruppe wird an einem geeigneten Punkt der Flugstrecke ausgestellt. _Tie_ Begleitwagen der Flugzeuge fahren genau be­zeichnete Postanstalten an, bei denen sie erfahren, ob ihre Flieger eine Notlandung ausführen mußten. Zur weiteren Begleitung dienen einige Sportwagen. Dem Prinzen, Heinrich stehen als Leiter des Fluges 4 Wagen des Freiwilligen Automobilkorps als Ordonnanzwagen zur Verfügung. Diese Wagen, in denen sich auco Aerzt» befinden, sollen bei Notlandungen Hilfe leisten und dem Prinzen Informationen erteilen.

Ter amtliche Bericht über die Fahrt be§ Z 4 nach Frankreich

Berlin, 7. April. Der amtliche Bericht des Luit- schiiführers über die Fahrt des Luftschiffes Z. l am '-s. April lautet: Tie Wetternachrichten, die die Zeppelinbaugesell- schäft vor Antritt der Fahrt, die als Höhenprüfungsfahrt nach dem Hasen Baden-Oos geplant war, eingeholt hatte, lauteten derart, daß die Fahrt unbedenttich angetreten werden tonnte. Das Schiff geriet bald nach der Abfahrt in starken N e b e l und Schneetreiben und wurde in dieser Nebelschicht, die die Orientierung w e d e r w n a eh b e r Erde n o ch nach der Tonne zuliest, durch starken ö st l i ch e n Wind ver­schlagen. Als die Besatzung^die Orientierung wieder auf­nehmen konnte, befand sich das stochiff bereits über französischent

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Ferner: Veredelungsmesser, Bast, Baumwachs, | Baumsägen, Kokosstricke, Spaten, Rechen etc.

aufstieg des Schiffes -umrde ohne vorherige Erlaubnis der ranzösischen Regierung zunächst verböte n. Das Verbot wurde dadurch unterstützt, dah die Zündkerzen der Motore entfernt wurden. Es fand eine Untersuchung der Schiffe und die Vernehmung der Besatzung statt, in bereit Verfolg die Frei­lassung des Schiffes und der Besatzung genehmigt wurde. Die Offiziere wurdim auf die Rückfahrt mit dem Automobil bis zur Grenze verwiesen. Einige Leute der Besatzung der Hinteren Gondel wollen bemerkt haben, da st aut das S ch i f f ^g e s ch o s s e n wurde. Diesbezügliche Wahrnehmun­gen am L-chiff wurdeit nicht gemacht, auch in der vorderen Gondel wurde von dem Schiesten nichts bemerkt. Wenn auch die Be­völkerung sich den Insassen und dem Schiff gegenüber un­freundlich verhielt, _ so verdienen im Gegensatz hierzu die Mastnahmen der französischen Regierung, insbesondere der Mili­tärbehörden, die zur schnellen Freilassung des Schisses führten, Anerkennung. Es sei hinzugefügt, dost die Untersuchung des Schiffes durch Offiziere, darunter au'ch Iburch General H'ir- stch aucr, den Inspekteur des französischen Fliegerwesens, er-- folgte. Unsere Offiziere, die der Untersuchung beiwohnten, sind der Ansicht, d a st man aus dieser Untersuchung nicht schließen dürfe, daß Frank­reich nunmehr in derLage sei, uns die Zeppelin - schiffe n a ch z u m a ch e n.

AerhcMer Verein für die BaSler Mission.

Zur Jahresversammlung in Giesteu, am 9. April, riackrntttagS 3 llbr, im oberen Gemeindesaal, Kirchstt. 0. Wichtige Verhandlungen über die Nationalspende, Bor­träge von Missionar Möller über den Wert der Orga­nisation der Rheinischen Mifsionsgemeinde, und Missions- inspektor Dr. Vömel über die Bedeutung der Gemeinde­bildung für Völker mit alter Kultur und für kulturlose Völker. Zur Teilnahme ladet die Missionsfreunde aus Stadt und Land ein

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J^ieb der Akademie für praktische Medizin und Direktor des pathologischen Instituts h'T stad fischen Krankenanstalten in Köl n n. Rh. Berufen worden.

Den Strafrechtslehrer Geh. Rat Tr. jur. Emanuel Ritter v. U l l m a n n , orb. Professor der Universität M ü n- chen, ist in Wien int 71. Lebensjahre gestorben.

hk. Seminar für landwrrt i ch as 1 li ch e 23 c r wall u ngsk n n d c. Aus Königsberg i. Pr. wird derö'orb- schulkorr." gemeldet: 23on besonderer Bedeutung für die studieren' den Landwirte ist das an der Universität Königsberg im Ent- flehen begriffene Seminar für landwirtschaftliche Verwaltungs- lnnde. Es ist hervorgeaangen aus den unter Leitung des Pro- tessors der Staalswissenschasteu Dr. G e r l a ch seit 1910 an der Universität abgehaltenen agrarpoliliscl en Uebinigcn. Zn denr Se­minar für landwirtschastliche Verwaltui gs'unde soll solchen Land- wirten, die Leiter grosser Gutsbetriebe zu werden beabsichtigen oder aber als Beamte von Landwirtschaslskammern usw Stellungen übernehmen wollen, Gelegenheit zu einer ziveckentsvrechenden Aus­bildung gegeben iverden. Der Studiengaug soll sich aus Vor- lesungeit und Uebungen zusammensetzen. ?lls Lcfonbere Lehrgegen- sta'nde des Seminars sind hervorzuheben: Landwirtschastsrecht, landwirtschaftliches Kreditivesen und Besitzbefesligung, ländliches Genossenschaftsivesen, landwirtschaftliches Versicherungswesen, innere Kolonisation und Arbeiter-Ansiedeluna, ländliche Wohlfahrts* und Heimatspstege, Technik der landwirtschaftlichen Verwaltung, land- ivirtschastliche Handelskunde, Buchsührung und Bilanzkunde.

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: Ja. Präs.: Sie haben auch die Bilanz: ausgestellt. Zu­nächst 'mit Hilfe des Lelwers Adelberger, später Be<ks. Diese Bi­lanzen waren falsch. Haben Sie dafür gesorgt, dass für die un cinbringliffim Posten irgendwelckie Abschreibungen vorgenomnten roiirbt* ? Angell.: Ich komtte feine Bilanz-en machen und kann auch cheute noch leine machen. Präs.: Wie lange hat beim immer her Vortrag brr Bilanzen in den Generalversammlungen gedauert? Angell.: Vielleicht !-> stunde. Präs.: In einer halben Stunde Tonnte man so wichtige Bilanzen erledigen? Wussten Sie, daß die.Bilanzen nicht richtig waren? Angell.: Ja. Präs.: Warum haben Sie uirin gesagt, dass die Bälanzeu nicht ftiinmen? Angell.: Tas konube ich doch nicht. Präs.: Weil Sie wussten, daß Sie sonst -ins Zuchthaus kommen. Angell.: Ja. Präs.: Sie haben auch Einnahmen, die Sie gehabt haben, nicht gebucht? Angell.: Ja. Der Augollagte gibt dann eine Reihe von Einzel- fällen an. lieber 350 000 Mk. hat er auf diesem Wege an sich gebracht. ^Präs.: Als Sie von Ihrem Posten enthoben wurden, stufst en Sie doch, daß Sie die Bank ikm! .Hunderttau sende ge­schädigt^ hatten. Wie konnten Sie sich bann noch einmal von Be-k 27 000 Mk. geben lassen? Wie tob eit Sie es überhaupt fertig gebracht, dass Ihnen Beck das Geld gegeben hat? Der Angcllagte kann hierauf teilte bestimmte Antwort geben. Präs.: Wie kam es, dass Sie abgingen? Angell.: Weil ich eingesehen habe, dass es nicht mehr geht. Präs.: Sie sind doch aber Kon­trolleur geblieben, wie kam denn das? Angell.: Das weiß ich nicht. , Ich habe mich nicht dazu gemeldet.

1907 ist der Angeklagte auch von diesem Posten enthoben worden und, wie er angibt, auf Veranlassung Z-hNigs. Präs.: Von den gefälschten Wechseln haben Sie Ihrig, Beck und Isaak nichts gesagt? Angell.: Nein. Präs.: Die Wechsel waren nicht gebucht. Etliche sind doch aber 1905 bezahlt wordeit. Ist denn da nicht gefragt worden, warum diese Wechsel nicht gebucht wordeil sind? Angell.: Ihrig hat gefragt. Präs.: Was sagte denn frei Herr Kommerzienrat? Angell.: Er hat gesagt, dass daö nicht mehr sein dürfe. Tie Kasse dürfe nur mit der Land­wirtschaftlichen Genossenschaft in Verkehr treten. Präs.: Haben Sie auch gesagt, dass das Csefälligkeitswechsel waren? Angell.: Ja, aber Palmann hat die Sache herumgedreht. Es wird dann auf die Geschäftsführung im allgemeinen eingegangen. Der An­geklagte gibt nochmals zu, mehr als 1000 Blankowechsel an Palmann gegeben zu haben.

Rechtsanwalt Sch ö dl er, der Verteidiger Becks, stellt den Antrag, dem Angeklagten Adam jeden einzelnen Wechsel nochmals vorzulegen, damit dieser angebe, welcher gefälscht sei und welcher nicht. Adam habe gar kein so ausgezeichnetes Gedächtnis, wie er hier glauben machen will. Tadurch, dass er so leichtferttg alles zugebe, belaste er auch die anderen Angeklagten. Ter Präsident^ bittet den Verteidiger, seinen Antrag während der Beweisaufnahme zu formulieren.

ES wird dann die Flucht des Angellagten am 8. August 1911 besprochen. Hierbei ist es besonders von Wichtigkeit, fest, zustellen, ob Adam gewarnt worden sei, und ob ihm von einer Seite Hilfe zuteil geworden sei. Der Mitangeklagte Ihrig ist beschuldigt, dem Adam zur Flucht verholfen zu haben. ' Der Angeklagte Lldam gibt an, vor seiner Flucht noch 200 Mr. aus der Gemeindekasse entnommen zu haben. Tas übrige Geld will er aus Mieten, die er airs seinen Häusern ziehe, erhalten haben. Im ganzen sollen es 500 Mk. gewesen sein. Ter ?lngellagte beitreitet entschieden, daß ihm eine Warnung zuteil wurde. Der Präsident bezeichnet eS als sehr unwahrscheinlich, dass Adam von der damaligen Erregung nichtt' gemerkt haben sollte, die doch in den weitesten Kreisen herrschte.

Auf die Frage des Staatsanwalts Dr. Krug, wie denn Pali^nn eine solche Macht über den Angellagten erlangen konnte, wei^dieser feine Antwort zu geben.

Die Sitzung wird um 1 Uhr abgebrochen und bis morgen Dienstag 81/s Uhr ausgesetzt.

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50 Kg. Schlachtgewicht 75-93 Mk.

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