Friedberg — Bad
46—49
85-91
50-55
83-97
nei^
41-00
86—00
Limburg n. d. Lahn, 8. Ian. Frucht markt.
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«.
c
c
Weller
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Höchste Temperatur am 7. bis 8. Januar
7.
8.
k*ucn
in
83—90
76-81
47-51 43-46
76-83
8 a—92
68—75
67—72J
41-45
45—49
84-85 Durch
nordwärts ein Zurück fluten der Luftmassen und damit Ab- kühlung einzutreteu.
110—115
105-113
94—102 85-93
86—87 85-86'/,
86-87
Triebwagen Aauf der Strecke Nauheim.
Jan.
1913
Mk.
90—97
88—95
33—40
30—35
Mk. 51—55 50-54
66—69
63—68
56—61
50-55
Niedrigste „ Niederschlag 0,0 mm.
67-68 66'/,-67*/2
68'/,-69^/,
67-68
Preise sür lOOVsd Lebend- Schlachtgewicht
ÖD
Frkf. Ztg. mitteilt, jst in der Klinik des bekannten Berner Chirurgen Pros. Dr. Theodor Kocher in den letzten Wochen eine neqj Blutstillungsrnethobc zur Anwendung gekommen, die sür die Weiterentwicklung der Operationstechnik von erheblicher Be
amt 25 543 Tonnen Bvaunkohlenbriketts und 19 209 Tonnen Naßpreßsteine. Ter Gesamtwert aller im Jahre 1912 geförderten Braunkohlen einschließlich der daraus erzeugten Briketts und Naßpreßsteine beziffert sich nach der Tarmst. Ztg. auf rund 800 000 Mk.
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3m Gaslhausc. von conntaq nachmittag bk lfrr --le Lemiinderung l'^dilnqe dilrch bie
Sebntt ist Landwirt- ■
l Sonntag 12. Januar, irt ^'aft zur Ludwigs- hessischen Cchäfrr-
L n, -S. Jan Äie ver- )er au-qesuhrt wurde «men die dieser
Märkte.
F.C. Wiesbaden» Diehh ok-Mark 1bericht vom 8. Jan. Austrieb: Rinder 67 (Ochsen 21, Bullen 0, Kühe 46), Kälber 149,
L
. Am Sonntag findet umng ein Vortrag von ngen über »Die Vor-
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vermischter.
* Tabak als Schutzmittel gegen die Cholera. Im „Prometheus" ist zu lesen: Dem Rauchen wurde schon von jeher eine gewisse desinfizierende, den Rauchenden gegen ansteckende Krankheiten schützende Wirkung zugeschrieben, ohne daß mau indessen hinsichtlich der verschiedenen Krankheitsleime für diese Wirkung sichere Unterlagen gehabt hätte. Nach neueren Veröffentlichungen von Prof. Dr. Wenck vom Kaiserlichen Gesnndheitsamte dürfte aber tatsächlich der Tabak als sehr gut wirkendes Schutz- mittel gegen Cholerakeime in Betracht kommen. Nach der „Gazette des Hopitaux" zeigte sich nämlich bei Wencks Untersuchungen, daß in und auf Zigarren, die mit Wasser behandelt worden waren, das 1500 000 Kommabazillen in einem Kubikzentimeter enthält, alle Keime innerhalb vierundzwanzig Stunden abgetötet wurden; daß ferner in keiner der untersuchten, während der letzten Cholera-Epidemie in Hamburg hergestellten Zigarren ein Keim gefunden werden konnte, und daß schließlich während der erwähnten Epidemie kein, einziger .Hamburger Zigarrenarbeiter an der. Cholera erkrankte. Auch der Rauch von Zigarren verschiedener .Herkunft tötete innerhalb kurzer Zeit die Kommabazillen, auch die im Speichel enthaltenen.
— Ei n neues Blutstillu n g § mitt eL Wie man der
Sandel.
** Die Kohlenproduktion in Hessen. Tie uumat- liche Statistik der Kohlenproduktion weist für Dezember 1912 folgende Zahlen auf: Au Rohbraunkohlen wurden gefördert: 39 070 Tonnen, verkauft 80 Tonnen. Der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeitenden Rohkohlen wurden erzeugt: 1620 Tonnen Braunkohlen-Briketts und 1054 Tonnen Naßprcß- stcine. Unter Berücksickstigung der aus den Vorntonaten uber- nomntenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben absatzfähig 2174 Tonnen Briketts, 2474 Tonnen Naßpreßsteine, zusammen 4648 Tonnen Brannkohlenprodukte im Gesamtwert von 60 000 Mark. — Die Kohlenförderung für 1912 belief sich auf 443 569 Tonnen. Hiervon wurden 755 Tonnen im Rohzustande verkauft, der Rest zu Briketts, Naßpreßsteinen und Schwelereiprodukten weiter verarbeitet. Erzeugt wurden insgc-
schnittspreis pro Malter. Roter Weizen lnassauifcver) 17,00 Mk^ weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 16,50 p.k., Korn 12,90 Mk„ Gerste: ,'Ultergerste 11,00 Alk., Braugerste 13,00 Mk., Hafer 8,00-9,00 Aik., Erbsen 0,00 Kartoffeln 3,40 bis 4,00 Mk.
i Sonntag fand neins zu Mücke criammiung mit das von Äinbem VcgaN der zahl- ävnachtsverlosung
Keine Enttäuschung.
In bezug auf Nährwert, Schmackhafttgke» und leichte Verdaulichkeit steht Scotts Emulsion, dieses seit Jahrzehnten rühmlichst bekannte Kräftigungs- und Stärkungsmittel, zweifellos an erster Stelle. Wer sich die Vorteile dieses Präparates sichern will, bestehe darauf, die echte Scotts Emulsion zu erhalten. Der Erfolg wird dann nicht fehlen, und Enttäuschungen, wie sie beim Gebrauche minderwertiger Nachahmungen unvermeidlich sind, bleiben erspart. Cs ist die Marke „Scott", welche, seit 37 Jahreu eingesührt, sür Güte und Wirkungskraft bürgt.
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Kinder auch bei rauhem Wetter gern, ohne an eine Erkältung und ihre Folgen zu denken. Aengstliche Müller hallen sie dann gern im Zimmer, obwohl die Zimmerluft sie verweichlicht und zu Erkältungen noch eher geneigt macht. Richtiger ist es, ihnen bei ungünstiger Witterung einige der ausgezeichneten Wyberl.Tabletten zu gebe», die die Al- mungsorgane kräftigen. Unentbehrlich sind die Wybert-Tabletten bei eintretendem Küsten, den sie rasch und sicher vertreiben; sie kosten in allen Apotheken unb Drogerien 1 Mark pro Schachtel. Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apotheke u. Löwen-Drogerie. ss”/la
Schafe 9, Schweine 395.
Geschäft mittelmäßig-
O eb i en.
Vollfleischige. auSgemästete. bSchsien Schlachtwertes im Alter von 4—7 Jahren ....
Tie nocb nicht gezogen haben (ungejocht) .
Junge, fleischige, nicht auSgemästete und allere auSgemästele
Bull en.
Pollfleiscbige, ausgew^ höchsten Schlachtw. . .
Vollfleischige, jüngere .....
t- ä ri eit. Kn hr.
Pollsteischige auSgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes .
Polifielschige auSgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ...
Wenig gut entwickelte Färsen... ...
Aeitere ausgemästete Kühe uud wenig gut entwickelte )üngere Kühe
Mäßig genährte Kühe unb Färsen . ...
K ä l b ei
Feinste Mastkälvee
Ai Miere Vtast- unb beste Saugkälber ....
Geringere Blast- unb gute Saugkälber . . .
Geringere toaugtalbec o d) a l.
Weidemastschafe
Piastlämmer und Dlaitbamniel Schwstn »,
Vollfleischige Schweine von 80—100 k» Lebend- gewlcht
Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht
Vollfleischige Schweine von 100—120 kg Xlebenb- gewrcht
Vollflelschige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht
deutung sein wird. Dem ersten Assistenten Kochers, Tr. Anton Fonio, ist es nach langen theoretischeit Untersuchungen und prai tischen Versuchen gelungen, durch ein sehr einfaches Verfahren einen Blutbestandteil, der die Gerinnung stark beschleunigt, in größeren Mengen darzustellen und steril in Ampullen auszubewahren. In der praktischen Anwendung hat sich dieses Präparat nun schon bei einer Reihe von Operationen bewährt. So lourde z. B. bei einem Hämophilen (Bluter) eine Bttrtung, die man nach ben bisherigen Methoden nicht stillen konnte, mit dem neuen Mittel von Dr. Fonio nach wenigen Minuten zum Stillstand gebracht! Ferner lonnte die Operation einer blutenden Geschwulst ohne irgend eine Unterbindung durchgesührt werden.
* Automobil Unfälle. Dieser Tage ereignete sich am Bahnübergang in Ensb erg infolge schnellen Fahrens ein Au- tomobilunsall. Ein Pforzheimer Automobil mit sechs Insassen fuhr in schnellem Tempo auf die Bahnschranke auf. Ter Lenker wurde kopfüber aus dem Wagen geschleudert, blieb aber unverletzt. Die anderen fünf Personen sind sämtlich verletzt worden, darunter eine Dame, die eine sehr schwere Stirnwunde erlitt. Ein Manu hat innere Verletzungen davongetragen. — Das Automobil der Ueberlandzentrale Hohenlohe-Ochringen war in der Nacht zum Mittwoch gegen 2 Uhr auf der Straße von Hohebnch nach Oehringen auf dem Heimwege begriffen, als es auf bis jetzt noch nicht aufgeklärte Weise vom Wege abkam. Der Führer des Wagens bremste scharf, wodurch sich das Automobil in voller Fahrt überschlug. Ingenieur Heinrichsen von der Ueberlandzentrale wurde s o - fort getötet, Ingenieur Kerchcr erlitt Verletzungen am Rücken und am Fuß, ein weiterer Ingenieur aus Görlitz solche im Gesicht, ein Herr Frenz von der Verwaltung des Ueberland- werkes blieb unverletzt.
* Seenot. Aus Astoria (Oregon) wird gemeldet: Der Petroleumdampser „Rostcrans" ist während eines heftigen Sturmes bei P e a c o ck - S p i t gestrandet. Die See ging sehr hoch. Das Schiff sank und mir drei Mann von der 36 Mann starken Besatzung hallen sich noch an dem über das Wasser ragenden Mast fest. Es besteht aber wenig Hoffnung, daß man sie retten kann. Der Rest der Mannschaft ist wahrscheinlich umgekommen.
* Hanseinsturz. Aus Rom, 8. Januar, wird gemeldet: Eine große Mauer fiel heute morgen auf die hintere Seite eines Hauses in der Via del Tritone, in dem sich mehrere Personen befanden, und brachte ein Teil des Hauses zum Einsturz. Bisher sind vier Tote und vier Verwundete, von denen einer schwer verletzt ist, geborgen. Militär ist zur Hilfeleistung herangezogen. Unterstaatssekretär Falcioni begab sich an die Unfallstelle.
* Infolge der strengen Kälte wurde die Zitronenernte in Kalifornien vernichtet. Man glaubt, daß nur der 5. Teil zu retten ist. Der Schaden wird ans 20 Millionen Dollars geschätzt, von böten allein 8 Millionen für verminderte Frachteinnahmen auf die Eisenbahn entfallen.
'Das Schicksal einer vol nischen Gräfin. Ende Dezember ist, wie berichtet, auf einer Treibjagd bei Schwarzenau im Regierungsbezirk Brom berg durch einen unglücklichen Zufall der polnische Rittergutsbesitzer Witold von Skorzewski, der früher im Gardekürassierregiment stand, ums Leben gekommen. Er svielte in einem seit Jahren beim Frankfurter Oberlandesgericht schwebenden Zivilprozeß eine Rolle. Der Prozeß läuft darauf hinaus, ihm den rechtmäßigen Besttz seiner Güter streitig zu machen, die er von dem Gtafen Leon v. Skorzewski im Jahre 1903 erbte. Graf Leon soll, obwohl dies in seiner nächsten Umgebung nicht bekannt war, mit der Gräfin Petronella v. Skorzewski vermählt gewesen sein. Wie diese behauptet, ist sie eine Cousine des Grafen Leon gewesen und als Kind bald nach der Geburt mit dem Kind einer Hebamme, angeblich dem jetzt verstorbenen Witold v. Skorzewski vertauscht worden, der also statt ihrer das Millionenvermägen erhielt. (s\taf Leon starb ausweislich der Ctandesamtsbücher ledigen Standes. Gräfin Petronella will aber, wie das „B. T." mitteilt, in London mit ihm getraut worden sein und behauptet, die auf die Eheschließung bezüglichen Legitimationsvapiere seien ihr heimlich entfernt worden. Auf angebliches Betreiben des polnischen Hochadels und der Verwandten ihres Gatten habe man fie zu Unrecht in Irrenanstalten interniert, nur um die Kindesunterschiebung zu verheimlichen und das Majorat einem männlichen Nachkommen zu sichern. Die Gräfin wurde am 9. Juli 1907 durch Beschluß des Amtsgerichts Wetlburg an der Lahn wegen Geisteskrankheit entmündigt. Seit Jahren vrozeisiert die Gräfin nun schon, um die Aufhebung der Entmündigung zu erzielen. Die von ihr gegen den Ersten Staatsanwalt in Limburg an der Lahn geführte Klage wurde vom Landgericht Limburg und dem Oberlandesgericht Frankfurt abgewiesen. Das Reichsgericht hob das Urteil in der Hauptsache deshalb auf, weil das zur Entmündigung erforderliche llnöcrmöaen der Klägerin, ihre Angelegenheiten zu ordnen, nicht bargetan sei. Das OberlandeSgericht ließ nach erneuter Verhandlung einen umfangreichen Beweisbescbluß ergehen. Tie Beweiserhebung wird Klarheit über die Angaben der Klägerin wegen der Kindesunterschiebung und ihrer Ebe mit dem Grafen Leon bringen. Die Sammlung des Beweismaterials muß reckst schwierig fein, da schon über ein halbes Jahr seit Erlaß des Beweisbeschlusses ver- gangen ist.
4- 4,8 ’ C. — 0,7 ° C.
du- PellM? leimte, ilt inffc:iten der kann derart •nb bi* dahm irulti>c mögen outet worden j der Jrrcn-
ICircMicbc Nachrichten
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Zynagoge (Süd-Anlage).
Samstag, den 11. Januar 1913:
Vorabend: 4.45 Uhr.
Morgens: 9.00 Uhr.
Nachmittags: 3.30 Uhr. Schrifterklärung.
Sabbatausgang: 5.40 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast.
Gottesdienst.
Sabbat feier am 11. Januar 1913:
Freitag abend 4.25 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Eabbat-AuSgang 5.40 Uhr.
Wochengottesdienst Morgens 7.00, abends 7.00
Mcticn 'mit ihrem langsamen Aaislhcone wud mir Die frühere Er- j. bei Äamol-
f demFelde. ingi't zwölf Ar- ir. liefe Kar- qerufit, mären Glinde Winter ihres die Fort- iicn. Zn sieht
Pas normale weiter im Januar.
Der Januar kann im mitteleuropäischen Klima als der alleinige und eigentliche Wiutermonat gelten, der im normalen Verlauf wenigstens eine Frostperiode zu bringen pflegt. Tie mittleren Januartemperaturen betragen für Frankfurt 0,3, Aachen 1,9, Berlin — 0,4, Breslau unb Bro mb erg — 2,8, Dresden — 0,4, Hamburg —0,6, Helgolaird 1,8, München (1500 Meter Höhe gelegen! —3,0, Straßburg —0,3, Stuttgart —0,2 Grad. In Mittelgebirgshöhen von 1000 Metern sinkt die normale Januar- tenrperatur bereits aus — 4 Grad, in 1500 Metern auf 6—7 Grad und in hochalpinen Lagen von 3000 Metern auf etwa 11 Grad Kälte. Innerhalb Deutschland nimmt die Kälte in östlicher und nordöstlicher Richtung zu. Am wärmsten sind die westlichen Grenzgebiete und das Rheintal, sowie die Nordseeküste, die im Winter klimatisch besonders bevorzugt ist. Kälter ist bereits die Ostsee, doch 'hat auch hier das Wasser wärmenden Einfluß auf die direkt au grenzenden Küstengebiete. Landeinwärts nimmt daher die Kälte zu. Ter normale Wärmeverlauf des Monats ist kein gleichmäßiger. Vom 5.—10. Januar zeigt sich in Mitteldeutschland eine vorüber- gehende Wärmezunahme, die mit dem in diesen Tagen besonders häufigen Auftreten westlicher Zyklonen zusammenhängt. Um die Monatsmitte sinkt die Temperatur erneut, um meist erst jetzt ilyren tiefsten Stand im Jahresverlauf zu erreichen, also rund 20 Tage n a ch dem tiefsten Sonnenstände. Der Schluß des Monats bringt durchschnittlich eine rasche und starke Wärmezunahme, der erste normale Vorbote der nahenden wärmeren Jahreszeit.
Im Normaljanuar dürfen 18 Frosttage und etwa 8 Eistage (höchste Tageswärme unter dem Gefrierpunkt) erwartet werden. Ter sehr kalte Januar 1887 hatte allein 31 Frosttage, der Januar 1861 20 Eistage, also eine dreiwöchige intensive Kälteperiode. Wie in jedem Monat, so fommen auch hier große Gegensätze vor. 1866 brachte nur 3 Frosttage. Eistage traten 1863, 1866, 1902 überhaupt nicht ein. Gewöhnlich pflegt der einmal zu Beginn des Monats eingeleitete Wettercharakter längere Zeit anzuhalten, wie dies auch im diesjährigen bis jetzt abnorm warmen Winter der Fall ist.
»Im Groß Herzogtum Hessen treten speziell folgende Temperaturverhältnisse hervor: Mittlere Monatstempe- raturen 1901—1910: Tarmstadt 0,5, Gießen —0,1, Bad- Nauheim — 0,3, Mainz 1,0, Offenbach 0,3, Michelstadt —0,2, Schotten —0,9, Worms 0,6, Alzey 0,0 Grad. Die mittlere Monatstemperatur liegt danach im Tiefland nur in Oberhessen, den südlichen Teil bei- Provinz ausgenommen, unter den: Gefrierpunkt, in Rheinhessen v. Starkenburg aber über 0 Grad. Naturgemäß sind die Gebirgslagen des Odenwaldes und Vogelsbergs '.älter; für 100 Meter Erhebung kann man im Januar eine Temperaturabnahme von 0,6 Grad rechnen. Der Hoherodskopf im Vogelsberg hat eine ungefähre Januartemperatur von 4 Grad Kälte. Bei allen angeführten Stationen zeigt sich die vorübergehende Wärmezunahme, die vorher erwähnt wurde, vom 6. bis 15. und erst dann Temperaturrückgang bis zum Jahresminimum.
Die Niederschläge sind im Januar durchschnittlich geringer als im Tezenrbei. Auch die Bewölkung ist kleiner. Die monatliche Niederschlagshöhe beträgt für Frankfurt 43 Millimeter, (Berlin 39, Helgoland 85, Karlsruhe 53, Stuttgart 36, Weilburg 54. Am niedersckflagsreichsten sind die Gebirge und vom Flachland die Nordseeküste. Ter Feldberg i. T. hat 61 Millimeter fmeift Schnee), die Zugspitze 75 Millimeter (durchaus in Schneeformh Brocken 141 Millimeter. Eine Schneedecke kann im Durchschnitt an 8 Tagen erwartet werden. In seh>r falten Wintern ist es schon vorgekommen, daß während des ganzen Monats auch das mitteldeutsche Tiefland eine Schneedecke trug. Diese Fälle kommen aber äußerst selten vor, viel häufiger ist die. Beobachtung, daß der Monat ganz schneefrei bleibt. Für Hessen verteilt sich der Niederschiag im Januar folgendermaßen: Worms 28, Mainz 35, Alzey 34, Bingen 33, Bensheim 50, Gernsheim 34, Felsberg 72, Tarmstadt 41, Beerfelden 106, Michelstadt 60, Offenbach 34, Schotten 64, Bad-Salzhausen 43, Grünberg 48, Lich 37, Bad-Naüheim 41, Friedberg 47, Herchenhmn 102, Gießen 35, Grebenhain 86, Herbstein 78, Msfeld 44.
Ter vergangene Dezember war in West- und Mitteldeutschland ganz erheblich zu itrarm. Eine kürze Frostperiode, die durch geringe Schneefälle eingeleitet wurde, herrschte nur vom 3 —10. Dezember. Tann gewannen bis zum Schluß des Monats tiefe Zyklonen die Oberhand, die warme Südwestwinde anfaugten, unter derdm Einfluß alle Mittelgebirge schneefrei wurdey. In den Weihnachtstagen rückte auch in den Alpen die Schneegrenze auf 1500—2000 Meter, so daß auch der Schwarzwälder Feldberg seine Schneedecke verlor. Nur m geschützten Waldlagen und den Alpen war die Ausübung des Wintersports, zu dem Tausende ausgezogen ivaren, möglich Die Tage vom 22.-28. Dezember waren um 5—7 Grad zu warm. Am 28. wurden vielfach 13 Grad Wärme erreicht iFrankfurt, Trier, Kleve u. a. O.). Dagegen hatte Inner- und Nordrußland bei hoher Schneedecke anhaltend mäßigen Frost. -
Eine Eigentümlichkeit des dieslährigen Winters ist der sehr beständige hohe Druck über Süd- und Südost - e u r o p a. Diese Truckverteilung hat warme Südwinde im Gefolge. Solange nicht ein starkes Sinken des Barometers über Südeuropa einsetzt, kann mit Schnee und Kälte nidn gerettet werden. Eine derartige Umwandlung der Wetterlage dürfte vor Mitte Januar kaum tat erwarten fein. Erfahrungsgemäß pflegt aber nach einiger Zeit auf den schon lange bestehenden Transport warmer Luft
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Hessen-Nassau.
w Hanau, 8. Jan. Von den Erkrankten im Eisenbahn- Regiment ist in der letzten Nacht der Gefreite Wagner aus Lörrach gestorben.
w ©ein häufen, 8. Jan. In Birst ein ist in der vergangenen Nacht die altehrivurdige Dorfkirche bis auf den Grund niedergebrannt.
= Erda, 8. 'Jan. Die Gemeindevertretung ist schon seit Jahren auf derSuche nach einer ergiebigen Wasserquelle. Da Hohensolms sein Wasser vom „Lcchpenberg" herleitet, kann für Erda nur das „Erlenbachtal" in Frage kommen, ein anderes Quellengebiet ist nicht vorhanden. Die Schürfungen werden mit Beginn der besseren Jahreszeit fortgesetzt.
Lnvtsehiffahrt.
Friedrichshafen, 8. Jan. Um die Mitte des Monats trifft hier eine militärische Abnahmekommission ein, um mit dem neuesten Militärluftschiff, das jetzt nahezu fertiggestellt ist, Versuchsfahrten zu machen. Auf oer Werst stehen außerdem die beiden fertig gerüsteten Spitzen zu einem weiteren Militärluftschiff, das Ende Februar übernommen werden soll. Dann erfolgt die Erbauung des Delagschiffes „Sachsen". Die Zahl der Arbeiter des Luftschiffbaues wurde in den letzten Wochen von 170 auf 230 erhöht. Die Luftschiffwerst wird gegenwärtig um 12 Meter verlängert. Im Anschluß an die Werft wird eine eigene Versuchswert'stätte erstellt.
man öfters tanbtoirte mit Pferden und Pftug im Felde am Acker, den Ackersmann nicht selten in — Hemdsärmeln.
Kreis Friedberg.
---Friedberg, 7. Jan. Die Handelskammer Friedberg wird in ihrer nächsten, am Mittwoch, 15. Jan., ftattfindenden Sitzung sich mit der Frage der Einführung einer Filial- und Warenhaus st euer in Friedberg beschäftigen. Weitere Beratungsgegenstände sind: Die Errichtung eines Bahnhofes mit Verladestelle an der Haltestelle Unter-Schmitten und die Einführung von
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53,3
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Klarer Himmel
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