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Large PMungsswecke beginnt m Erftrtt, berührt TWringen, König- reich Sackffcn, Provinz Hannover und cnbct in Braunsckpveib. Tie deutsche Industrie verhält sich noch adivartend, während die ausländische Motorrad-fFuduftric sich eifrig für btc Fahrt nttcr- essrert. Auskünfte über die Veranstaltung erteilt die Zentral-- Gsschäfts stelle des Mlgemeincn Deutschen Automobil-Club, München, Neuttirmsttaße 5/1. Jin August und September veranstaltet der Club außerdem zwei Bergprüsungssahrten für Motorräder, eine lin Thüringen und eine in Süddeutschland, wofür die behördliche Genehmigung bereits gesichert ist.
Universitäts-Nachrichten.
bk. Marburg, 7. April. Der Privatdozent Professor Lic. theol. Walter Bauer hier wurde zum außerordentlichen Pro- fesior für neutesiamcntliche Theologie und Exegese in der Breslauer evangelisch-theologischen Fakultät als Nachfolger von Prof. Hoennicke ernannt.
Der Stallmannprozeh.
Berlin, 7. April. In der heutigen Verhandlung des Stallmann-Prozesses wurde Kriminalkommissar v. Manteuffel vernommen, der seit 1892 Leiter des Spielcrdezcrnats im Ber liner PoliZeipräsidium ist. Er erklärt das Spiel Rouge et noir, das fast ausschließlich von internationalen Falschspielern angewendet werde und sich von dem bekannten Bauernfängerspiel „Kümmelblättchen" nur dadurch unterscheide, daß es noch leichter als dieses sei. Das Zerreißen der Karlen nach dem Spiel deute fast immer auf Falschspiel hin. Das bestreiten die Verteidiger. Auf dein Zeugentisch wird im Anschluß an die Vernehmung Manteuffels von dem Staatsanwalt ein neues Spiel Karten aus» gebreitet. Ter Staatsanwalt selbst spielte die Rolle des Falschspielers und beweist dabei eine große Geschicklichkeit, indem er sede umzuschlagende Karte vorher namhaft Macht. Der Angeklagte Kramer steht kopfschüttelnd dabei. — Eine große Reihe von Beweisanträg en und .ihre Besprechung füllten den Rest der Verhandlung aus.
Allgemeine Aünstler-versammlung.
Berlin, 6. April.
Int Bürgersaale des' Rathauses fand gestern abend unter dem Vorsitz des Professor Kampf eine zahlreich besuchte Versammlung statt, um über die Vorbereitungen zu einem wirtschaftlichen Zu saMmenschluß der Berliner Künstlerschaft zu beraten. Als erster Redner sprach Bürgermeister Dr^ Reiche über „Behörden unb Kunst" und ftihrte Dabei aus, daß die Behörden sich in die wirtschaftlichen Kämpfe der Künstler nicht ei nm i schien sollten, zumal es bei ihnen ohne Bevormundung nicht abgehe. ^Der Syndikus der Allgemeinen Kunstgenossenschaft 'Dr. Rothe sprach hierauf über „Rechtsschutz" Und wies darauf hin, daß eine starke Organisation für Mechtsbelehrung und Rechtsschutz, wenn es nöttg sei aber auch für das nötige Geld sorgen mässe, damit der Künstler den Kampf ums Recht aufnehmen könne. S. Fraenkel (Berlin) behandelte die wirtschaftliche Umfrage, die an die Berliner Känftlerschast gerichtet worden ist. Auf die Fragebogen sind im! ganzen 575 Antworten eingegangen. Daraus ergebe sich, daß die Bildhauer im allgemeinen künstlerisch besser daständen als die Maler und daß die Künstlerinnen im Durchschnitt mehr verdienten als die Künstler. Gegen 50 Prozent aller Künstler führten über ihre Einnahmen genau Buch. 45 Antworten ließen erkennen, daß, die Einsender ohne Nutzen arbeiteten. Einkommen von 15 000 bis 25 000 Mark gaben drei Bildhauer an und ein Maler. An den Wettbewerben feien von 100 Künstlern irnhner nur 19 beteiligt gewesen; das sei erfreulich, es zeige, daß die Wettbewerbe immer mehr in Mißkredit kämen. — Irl. Lina Krause erörterte die Frage einer Kran kerwersichenrng für Künstler. — Otto Marcus behandelte das Thema „Künstlerisches Verlagsrecht. — Maler Kayser sprach über den Kunsthandel und trat warm für autorisierte Verkaufsstellen ein. Air letzter Stelle sprach stürmisch begrüßt, Reichstagsabgeordneter Pfarrer a. D. 'Friedrich NauMann, dessen Ausführungen in dem Satze gipfelten, daß durch eine gewerkschaftliche Organisation mtot bei der Verschiedenheit der Interessen w^nig werde ausrichten können, wenn auch verschiedene humanitäre Einrichtungen ihren Nutzen haben mürben. Schließlich wurde folgende Entschließung angenommen:
„Die Versammlung beauftragt die Unterzeichner des Einladungsschreibens in gemeinsamer Beratung, unter Heranziehung berufener Kräfte die beste ForM für den als notwendig erkannten wirtschaftlichen Zusammenschluß der Berliner Künstt erschüft zu suchen.
Kuttff und wissenschatt.
— Prof e ssor Gottlob El st er, der Leiter der Bildhauerschule unb Kunstgießereianstalt in Weimar, wird am 1. Oktober zurucktr cten. Das Verhältnis, in dem die Bildhauerschule usw. zu der Hochschule bisher steht, ist allerdings nur lose, soll aber vom genannten Zeitpunkt ab fester unb ein
heitlicher werden. Der Rücktritt Elsters von der Leitung der künstlerischen Anstalten wird in Fach- und Laienkreisen sehr bedauert, aber sein persönliches Verhältnis zu der Leitung der Hochschule hat den Entschluß zum Rücktritt, wie verlautet, in ihm reifen lassen. Professor Elster, ein Münchener von Geburt, steht erst im 45. Lebensjahr und in der Vollkraft seines Schaffens. Großherzog Wilhelm Ernst hat ihn bis in die letzte Zeit mit großen Arbeiten betraut, unb gegenwärtig arbeite: der Künstler an den Büsten des Großherzogspaares, das ihm in feinem Atelier verschiedene und ausgedehnte Sitzungen gewährte. Die von Elster begründete Erzgießereianstalt unter Gießerei meister Köhler' hat sich vorzüglich entwickelt, und zahlreiche auswärtige Bildhauer geben ihre Modelte nach Weimar zur Ausführung. — Als Nachfolger von Professor Elster ist der Bildhauer Richard Engel- m an n in Berlin auscrsehen. Er stammt aus Bayreuth, steht im 44. Lebensjahr und hat seine künstlerische Ausbildung in München genossen und stand mehrere Jahre in Florenz in enger Beziehung zu Böcklin. •
— Soemmeringpreis. Aus Frankfurt a. M., 8. April, wird gemeldet: Der alle vier Jahre von der Senkenberg. Natur- forschenden Gesellschaft zur Verteilung kommende Soemmcring- preis für ausgezeichnete wissenschaftliche Leistungen wurde heute in einer Festversammlung dem Professor C o r r e l - Berlin zuerkannt. Professor Eorrel hat eine Arbeit über Vererbungslehre und Vererbungstheorie geliefert. Ter von Soemmering, dem Erfinder des elektrischen Telegraphen, 1828 gestiftete Preis besteht in 500 Gulden und einer goldenen Medaille.
— Kurze Nachrichten ans Kunst und Wisse n - s ch a f t. Der Lehrer für Violoncellspiel an ber Kgl. Mademie der Tonkunst in München Prof. Heinrich Kiefer tritt im Herbst d. I. vom Lehramte zurück; zu seinem Nachfolger wurde der Cellist und Lehrer- am Dr. Hochschen Konservatorium in Frankfurt a. M. Johannes He gar berufen. — In Münch e n ist der ordentliche Universitätsprofessor Henry Sim o ns- f e l d am Sonntag abend nach längerem schwerem Leiden gestorben.
Beide Lokomotivführer und beide Heizer sowie bet Zugführer des Lastzuges wurde getötet. Unter den Passagieren befinden sich Tote und Verletzte.
— Der „Reichsverband zur Unter ft ütznngdeut- scher Veteranen" wendet sich an alle Kreise des deutschen Volles zur Unterstützung der „Kaiser-Jubiläumsstiftung für bedürftige Veteranen". Die Broschüre „Die Aufgaben und Ziele des Reichsverbandes zur Unterstützung deutscher Veteranen" steht jedem Interessenten kostenlos zur Verfügung., Beitrittserklärungen und Zeichnungen zur „Kaiser-Jubiläumsftiftung für bedürftige Veteranen" werden erbeten an die Geschäftsstelle, Berlin W. 9, Potsdamer Straße 126.
bandel.
^.Offenbach, 6. April. Das diesjährige Gefchäftsergeb- nis der L e d e r w e r k e v o r m. P h. Jakob S p i ch a r z verzeichnet gegenüber dem des Vorjahres einen Rückgang, so daß keine Dividende ausbezahlt werden kann. Die Verwaltung begründet den Rückgang mit der noch nie dagewesenen Hohe der Rohhäutepreise, ferner habe die Ueberproduktion einen Kom kurrenzkampf hervorgerufen, so daß Verkaufspreise angenommen werden mußten, die direkten Verlust brachten. Dazu fei noch die Geschäftsstockung in Rußland gekommen, die bis Mitte des Vorjahres angehalten habe. Eine Wendung zu einer mäßigen Besserung sei erst in den letzten Monaten eingetreten, Bedarf und Umsatz erfuhren wieder eine Steigerung, so daß es möglich war, neben dem Ausgleich des Verlustes des ersten Halbjahres noch einen kleinen Uebcrschuß herauszuwirtschaften. Die Absatzstockung in den vom Balkankrieg betroffenen Ländern wirkte dann wieder hemmend auf das Geschäft ein, eine Erscheinung, die jetzt noch fortwirkt. Ter Betrie.bsgewinn hat sich um 44 000 Mk. ermäßigt. Der Reingewinn ist um 49 000 Mk. geringer und beträgt 25153 Mark. Einschi. Vortrag stehen 48 000Mk. weniger zur Verfügung. Ter Vortrag wird um 18 000 Mk. erhöht. Das Akttenkapital beträgt V/2 Millionen Mark.
NermrschteK.
* Wettersturz. Wie aus Südwestdcutschland gemeldet wird, trat im gesamten Schwarzwald und in den Vogesen gestern ein rascher Wettersturz ein. Oberhalb von 800 Meter fiel bei 0 b'lisl 2 Grad Kälte Schnee.
* Schwarze Pocken. Aus Recklinghausen, 7. April, wird gemeldet: In der Genreinde Ehsel ist eine Arbeiterfamilie unter den Erscheinungen der schwarten Pocken erkrankt. Uni eine Ausbreitung der gefährlichen Seuche z.u verhindern, wurden umfassende Maßnahmen getroffen. Die Angehörigen der Familie wurden in einer Baracke untergebracht. 1
* Eifersu cht. Aus B r au nschwei g,juirb gemeldet: In Hemptenrode erschoß der Landwirt Schrader seinen Vater und verwundete sich schwer durch einen Schuß in die Schläfe. Auf dem Wege zum Krankenhause erlag er seinen Verletzungen. Der Grund zur Tat foU Eifersucht sein, da der Vater Schraders dessen junger Frau nachstellte.
*Mitseinen Kindern verbrannt. Aus K e m Pt en fAllgäuh 7. April, wird gemeldet: In R e i t c n b a di b r a n n t e am Samstag nacht das Anwesen des Maurers Abrell nieder. Bei deut Versuch, seine drei Kinder im Alter von 6 bis Iß Jahreri zu retten, verbrante Abrell mit diesen. Die Frau ist infolge des Unglücks schwer krank.
* Ein schweres B 0 01sunglück. Aus Bernburg 7. April, wird gemeldet: Auf der Saale ertranken gestern infolge Kenterns eines Bootes ein Musketter des hier garni- sonierenden 3. Bataillons 4. Thüring. Jnf.-Regts. Nr. 72 und fünf Kinder, drei Mädchen und zwei Shtaben im Alter von 13 Jahren. Der Soldat hatte die Kinder aut der Fahrt von Älder- stedt nach Gröna auf ihr Bitten an einer Anlegestelle in das Boot aufgenommen; auf der Rückfahrt ereignete sich dann das Unglück, wahrscheinlich infolge Wechselns der Plätze. Ter Soldat er tränt bei dem Versuche, die Kinder zu retten.
* Zum Unfall des deutschen Viermasters „Mimi". Aus Bey City (Oregon), 7. April, wird gemeldet: Beim Kentern des Hamburger Viermasters „Mimi" bei Astoria sind 18 Personen ertrunken. Nachdem die Rettungsmannschast ber Station Garibaldi fast 24 Stunden vergeblich gegen den heftigen Sturm angekämpft hatte, gelang es ihr heute früh um 5 Uhr, den Kapitän Westphal und den Kapitän Fischer, den Präsidenten der „Portland Engineering Corporation" sowie zwei Matrosen zu retten.
* E i s e n b a h n z u s a mm e n st 0 ß. Aus Budapest, wird gemeldet: Zwischen Ofenpest und Fiume stteß bei der Station Og ul in ein nach Fiume gehender Schnellzug mit einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Lastzüge zusammen.
ArnMcher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 9. April 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, kühl, Nordwind.
Letzte Hadmcbten*
Der Sturm auf Skutari.
Cattaro, 8. April. Naeh >Kw eitägigem Bombardement von Skutari 'wurde heute zum allgemeinen Angriff geschritten. 1 Schon morgens wütete ein Artillerieduell. Die Türken antworten vom Tcwabvsch sehr schwach. Mau nimmt an, daß sie bei den letzten Gefechten sehr große -Verluste erlitten haben. In der Stadt hörte man nach ckO Uhr morgens ziemlich hefttges Gewehr- feuer. Man vermutet, -daß von unM.fri^enen Arnauteu eine Meuterei inszeniert wurde. In amtlichen Kreisen in Cetinj e hält man diesen Sturm für den letzten, der auf die Stadt unternommen werden mutz.
*
Die Veteranen für sorge.
Weimar, 7. April. Der Landtag hat beschlossen, den Reichstagsbeschluß für die Veteranenunterstützung nicht abKuwar- ten, sondern größere Mittel zur sofortigen Hilfe bereit zu stellen.
Der Religionsunterricht in Spanien.
Madrid, 7. April. Der Rat für das öffentliche Unterrichtswesen behandelte die Frage des Religionsunterrichts an den Volksschulen. Der dlusschußbericht wurde mit 31 gegen 20 Stimmen angenommen. In dem Bericht heißt es in Artikel 1: Der Religionsunterricht wird in den Volksschulen in der gleichen Weise erteilt wie bisher. Artikel 2: Ausgenommen von der Teilnahme am Religionsunterricht sind Kinder, deren Väter einer anderen Religion als der katholischen au^ckhören, sowie Kinder, deren Vätei', obwohl Katholiken, den Wunsch nach Befreiung vom Religionsunterricht ausdrücken und sich verpflichten, den Kindern diesen Unterricht zu Hause zu erteilen.
Ein Lustmv rd.
Saarbrücken, 8. April. Das neunjährige Töch-- fernen des Landwirts Kretschmar in Hausweiler, das seit dem 1. März verschwunden ist, wurde in einem Bache auf- gefunden. Als der Tat verdächtig wurde der Sohn eines Metzger- nieisters in Hausweiler verhaftet.
Der Ausstand der spanischen SritBen arbeitet ist beigelegt.
Madrid, 8. April. Der Gouverneur von H u e l v a meldet, daß der Ausstand der Rio-Tinto-G rubenarbeiter beigelegt ist.
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Mit entsprechender Aufschrift verwhene Angebote und bis Mittwoch, den 30. Avril lsd. Js., Vorne. 10ft. Ubr Äi unterzeichneter Behörde W°». Abgabe derBediiniungen nach auswärts kannnichterfolgen.
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