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Sine Kohlensteuer in Frankreich.
Die französische Kammer nahm mit 364 gegen 195 Stimmen einen sozialistischen Zusatzantrag zum Finanzgefetz an, den auch die Regierung und die Kommission unterstützten. Es wird dadurch jede Ton ne versandter oder verkaufter Steinkohle mit einer Auflage von 50 Centimes belegt in allen Gruben, worin für die Tonne 1 Franc Reinertrag erzielt wird. Finanzinimster Klotz hob hervor,, daß diese Steuer, die 14 Millionen lie'ern wird, sehr mäßig sei angesichts der groben Pflichten dec Steuerträger-. Tie Bergwerke, deren Reinertrag einen Franc auf die Tonne Kohlen nicht überschreitet, sollen steuerfrei bleiben. Für Bergwerke, deren Dleincrtrag zwischen 1 bis 1,50 Francs ist, soll die Steuer dein über einen Franc hinaus erzielten Reinerträge gleich sein Tie Steuer beträgt also 0,50 Franc
Spezialgeschäft
Franz Bette
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber leinedet Verantwortung.)
Einladung.
Gießen, 3. März. Die verehrten Herren Stadtväter werden freundlichst eingeladen, bei diesen schönen Tagen täglich ein halbes Stündchen in der Frankfurter Straße zu „lustwandeln".
Ein Luftschnapper.
höhere Bürgerschule Mda.
Die Aufnahme neu eintrelender Schüler findet Montag, den 31. März 1913, vormittags von 9-12 Uhr, aui dem Amtszimmer des Unterzeichneten statt.
In die Vorschulklasse werden Knaben und Mädchen nach 2-jährigem Besud) einer Volksschule, in die Sexta nach 3-jährigem Besuch aufgenommen.
Tie Aiistalt befolgt den amtlichen Realschnllehrplan mit wahlfreiem Lateinunterricht und berechtigt die Schüler zun, Ueverlrilt in die entsprechenden Klassen des Gymnasiums, Realgymnasiunis und der «Ober)-Realschule.
Tas Schulgeld beträgt für die Vorschule und für Sexta je 48 Mk., für Quinta 60 Mk., für Quarta 72 Mk., für Unter- und Oder-Tertia je 84 Mk. — Jede weitere Auskunft wird gerne erteilt.
Anmeldungen für das neue Schuljahr werden jetzt schon mündlich ober schriftlich entqegengenonunen und baldigst erbeten. Tabei sind vorzulegen Geburts-- schein, Impfschein und letztes SchlilzengniS.
Der Groftlierzogliche Rektor:
Cnftfd>iffabrt.
Str<l ßburgi. E., 5. März. (Jmternatrormle Bullon- fcchrt.) Am Donnerstag, den 6. März, finden in den Morgensbunden internationale wissenschaftliche Ballonaitf- stiege statt. Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder meines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, Wenn lt der j-d.m Bal on beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet.
Mk. 51—56 50-55
Märkte.
th. Gießen, 5. März. Ter gestrige R i n d v i e h in a r k t hatte einen Auftrieb von etwa 900 Stück Großvieh, sowie 250 Jungtieren und Kälbern. Am Vormarkt wurden wieder starke ostpreußifche Milchkühe zu hohen Preisen für die Gegend um Wiesbaden und Frankfurt umaesetzt und auch bessere fette Kühe nach den Lahn- städten verkauft. Schutzleute in Zivil verhinderten am Montag den wieder eingerissenen Handel mit Vieh vor dem eigentlichen Markt auf der Strafte und in den Ställen und sollen Anzeigen erhoben haben. Am Markttage war eine außergewöhnlich große Anzahl von Käufern am Platze, die teilweise von weit Her gekommen waren, um Milchvieh der oberhessischen Landrassen einzukaufen, moburd) ein Anziehen der Preise dafür erzielt wurde. Jungtiere wäret» nur in geringer Qualität am Markt und tvurden dementsprechend auch billig abgegeben. Ein Posten junger tragender schwarzbunter Rinder fand bei guten Preisen schnell Abnehmer, and) die wenigen fetten Rinder, die vorzügliche Stücke waren, gingen zu hohen Preisen nach Frankfurt fort, dagegen erzielten fette Kühe den seitherigen Preis. — Ter Kälber mar ft zeigte erst große Flauheit und die Provinz- abtiehmer konnten zu anfang des Marktes sd;were Stücke billig kaufen. Als später die Frankfurter Einkäufer in den Kälbermarkt eingriffen, zogen die Preise zur alten Höhe an und das Geschäft entwickelte sich für Kälber red)t lebhaft. Bezahlt wurde für das Stück Milchkühe 1. Qual. 600-700 Mk., 2. Qual. Mk. 500—580, 3. Qual. Alk. 380—460, schwarzbunte tragende Rinder Mk. 400 bis 450. Jungtiere ^jährig, in leichter Ware Mk. 150—180. Gehandelt wurde der Zentner Schlachtgewicht fette Rinder l.Qual. Mk. 91-93, einzelne Llücke bis Mk. 95, 2. Qual. Mk. 89 90, fette Kühe 1. Qnal. Mk. 84-86, 2. Qual. Mk. 79-82, 3. Qual. Aik 76—78. Kälber erzielten 1. Qual. Mk. 100—105, 2. Qual. Mk. 96—98, 3. Qual. Mk. 93—95. ©angodifen, die nur in wenigen mittleren Paaren angefahren waren), wurden ba£ Paar zu Aik. 900—1000 abgesetzt. Ter nächste Rindviehmarkt ist am 19. März.
F.C. Wiesbaden» Viehhof »Mark tberlcht vom 5. März. Auftrieb. Rinder 1 (Dd)fen 25, Bullen 0, Küche 56), Kälber 281,
vereinroochrichtr«.
r. Bad-Nauheim, 3. März. Die am Samstag abend aögehaltcnc genremftbaftliche Hauptversammlung des Spar- und Vorschuß-Vereins, sowie der Pfennig- sparkasse mar von über 100 Personen besucht- Dem Vorstand wurde für seine vorzügliche Geschäftsführung gedantt. Der «Rechner Hermann Stoll verlas den sehr günftigen Geschäftsbericht. Daraus sei folgendes hervorgehoben: Tie Mitglieder - aahl beträgt 587. Ter Gesamtumsatz beläuft sich auf 37 376 037 Mark, die Stammteile umfassen 338 325 Mk. und der Reservefonds beträgt 294 268 Mk. An Verwaltungskosten wurden veraus- gabt 17 543 Mk., an Reingewinn wurden 39182 Mk. erzielt. Nacktem Herr Stoll noch ^Erläuterungen gegeben hatte, entlastete die Versammlung den Vorstand und genehmigte dessen Vorschlag zur Gewinnteilung, eine Dividende von 61/2 Proz. Herr Müller teilte der Versammlung mit, daß bei den außerordentlichen Revisionen im1 Laufe des Jahres die Geschäftsbücher und die Kasse in guter Ordnung befunden wurde. Ter Vorsitzende der Pfennig- sparkasse, Lehrer August Wagner, erstattete hierauf den Berich über deren Geschäftsergebnisse und verbreitete sich^über die im Falle eines Krieges bestehende Sicherheit der in der Sparkasse eingelegten Gelder. Dieselbe Sicherheit gelte aber auch für die Reichsbank. Bon ixnt Geschäftsergebnissen der Pfennigsparkasse ist folgendes zu sagen:. Die Zahl der Sparer beträgt 424, die Einlagen einschl. der Zinsen von 1912 betragen 5013,10 Mk., das Guthaben aus 1911 hinzu mit 15 883,50 Mk., gibt zusammen 20 896,60 Mk. Tic Rückzahlungen betrugen 7716,55 Mark, verbleibt also Ende 1912 ein Restguthaben von 13 180,05 Mark. Die Mitglieder des Kuratoriums wurden durch Zuruf wieder gewählt. I
Pfund Mk. 1.50, 1.60, 1.70, 1.80, 2.—.
Perlkaffee Pfund Mk. 1.60
Liberia, großbohnig, Pfund Mk. 1.80 Großes Lager in Rohkaffee Pfund Mk. 1.30 bis 1.70.
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haben sich zahlreiche Fahrer gewöhnt, Wyberl- Tabletten milzunehmen. Die (laubige Luft, das rasche Atmen greift die Kehle on, sie wird frohe lren, der Kats rauh und die Stimme heiser, besonders wenn man sich noch von der Fahrt erhitzt dem Zuge ausgesetzt hat. Dann wirken ein paar Wybert-Tabletten Wunden wie sie im Munde zergehen, lindern sie die Seifer- keif und schassen einen freien Sals. Der Preis ist in allen Apotheken unö Drogerien 1 Mark pro Schachtel. Niederlagen in Gießen: Pelikan-Apo rheke und Löwen-Drogerie. ss”/»
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Airchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage)'.
Samstag, den 8. März 1913:
Vorabend: 6.00 Uhr.
Morgens: 9.00 Uhr. Predigt.
Nachmittags: 3.30 Uhr.
Sabbatausgang: 7.05 Uhr.
Israelitische Neligionsgesellschast.
Gottesdienst.
Sabbatfeier am 8. März 1913:
Freitag abend 5.50 Uhr.
Samstag vormittag 8.30 Uhr. Predigt.
Samstag nachmittag 3.30 Uhr.
Sabbat-Ausgang 7.05 Uhr.
Wochengottesdienst: Morgens 6.45, abends 7.00.
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