Ausgabe 
8.8.1913 Zweites Blatt
 
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Aug.

1813

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».

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Sonnenschein

Verantwortlich fürAns ©tobt und Land" i. V.: K. N c u r a t fr-

NNW N

WNW

bis 7. August 7.

4- 18,0 ' C.

+ 7,64 C.

Müller'fche Badeanstalt.

Walle rwärnre der Lahn a in 8. A n a ust : 15 ' ll.

Höchste Temperatur am 6.

Niedrigste , » 6.

Liiederschtagi 0,0 mm.

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BviefSaften -er Redaktion.

-Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.- M. Ortsübliche Umzugstermine sind in Gießen der 1. April und der 1. Oktober. _________

Eingesandt.

/Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber letnedei )

Verantwortung.)

Gießen, 8. August.

Die Klage, die in der Nr. 182 geführt wird über unsere Straßenbahner, bedarf doch näherer Beleuchtung.

(La ich sehr oft die Straßenbahn fahre, auch titel (MegcnW habe, das Verhalten der Wagenführer dem Publikum gegenüber zu beobachten, muß ich zu dem Schluffe kommen, daß die geübte Kritik an den Wagenführern vollständig haltlos ist.

Jedenfalls geben die Leute sich alle Muhe, den viel,eckigen Wünschen des Publikums zu entsprechen und halten oft genug noch über ihre vvrgeschriebene Zeit, um noch ankommende Fahrgoste, die es vielfach noch nicht für nötig halten, sich etwas zu beeilen, trotzdem schon das Zeichen zur Abfahrt gegeben ist, amzunehmen Anscheinend ist Dielen Leuten noch nicht klar, daß das Personal auch Dienstvorschriften hat, die genau innegehalten werden mustert, um nicht von der Behörde gemaßregelt zu werden Zur Aufrecht­erhaltung eines regelrechten Betriebes gehört vor allenDingen pünktliche Abfahrt und pünktliche Ankunft. Daran musten sich eben die Leute, denen Pünktlichkeit nod) ein Fremdworts zu jein scheint, gewöhnen, besonders, wenn sie wissen, daß sie ^tratzLn- bahn fahren wollen Ist es auch vielleicht in anderen Stadien. anders? und fällt es denn so schwer, den elektrischen Straßenbahn- Verkehr von einem Omnibusverkehr zu unterscheiden. > -o-

*

Unsere verehrliche Stadtverwaltung hat auf den prächtiger. Aussichtspunkten des Rodberges Ruhebänke aufstellen lasten und hierdurch den vielen Spaziergängern Gelegenheit gegeben, den herr­lichen Rundblick unseres schönen Lcchnials zu geniePLn. Durch diese Maßnahme hat die Stadtverwaltungeinem lang ge­fühlten Bedürfnis entsprockjen, und gibt man , ich der Hoffnung hin, daß das Publikum dazu beitragen möge, daß diese schonen Ruhebänke auch den nötigen Schutz finden und dm Fetdpoliser ein wachsames Auge darauf hat, daß ^A...dvvch rohe Zer­störungswut die schöne Ruhegelegenheit beschädigt oder ruiniert ^Jch^spreche der verehrlichen Stadtverwaltung herzlichen Dank dafür aus, daß sie durch Aufstellung dreier Prattftchen Ban c den vielen Spaziergängern eine gwße Wohltat^,geichaffeu. hat.und : bin ich überzeugt, daß mem Dank dem Sinne vieler unserer : Mitbürger entspricht.

Der Saatenstand in Deutschland.

Anfang Angnst i'^wcnn 2 gut 3 mittel bedeut^Wmt°^ 2,36E(2,O)f $üXoggen n2,6 \2,42,6 (2,4);

MMttchNchnell ich muß zur Bahn!

2Bert aus Pastillen, die aus den Gemeinde-

,. <nQmc Fah" und weißer Kontrollstreisen mit amtlicher Bc- WM scheinigung des Bürgermeister-Amtes Bad Soden a. T. lss /u

(Serid?t$faaL

Eine verhängnisvolle Automobilfahrt.

^liL i eg ni tz, 7. Aug. Der Urheber eines schweren Automobil­unglücks hatte sich in der Person des Chauffeurs Tschaschel vor der hiesigen Strafkammer unter der Anklage der schweren Körper­verletzung zu verantworten. Der Angeklagte war bei einem hie­sigen Arzt in Stellung und erhielt eines Tages den Auftrag, das Automobil nach Haynau in eine dornige Werkstatt zu bringen. 2tls das Gefährt wieder hergestellt war, gab ihm der Arzt, den Auftrag, eine kleine Probefahrt in der Umgegend zu unternehmen. Tschaschel lud zu dieser Fahrt vier Bekannte cm. Untenvegs wurde in verschiedenen Wirtschaften gelandet und es war schon ziemlich spät, als man in Liegnitz landete. Da entdeckten die Bekannten des Angeklagten, die aus Haynau stammten, daß sie ihren Zug versäumt hatten. Tschaschel erbot sich nun, ste nach Haynau zurückzubefördern. Um Zeit zu sparenund rechtzeitig wieder in Liegnitz zil sein, schlug et ein mörderisches Tempo em. Plötzlich platzten zwei Pneumatiks und der Wagen kam ins Gleiten. Der Angeklagte zog die Bremse, die aber wegen des schnellen Tempos nicht mehr wirkte. Der Wagen stürzte um und sämtliche fünf Insassen flogen heraus. D r e i von ihnen waren 1 o f o r t tot, der vierte erlitt einen Beinbruch, wahrend der Angeklagte selbst mit einem Armbruch davonkam. Automobil wurde

völlig zertrümmert. Vor Gericht wurde festgestellt, daß das UMuck sich an einer abschüssigen Stelle ereignete bie durch eme War- nungstafel gekennzeichnet war; der Angeklagte hatte hier un­bedingt langsamer fahren müssen. Der Gerichtshof hielt die Schuld des Angeklagten für erwiesen undverurteilte ihn zu einer Ge­fängnisstrafe von einem Fahre, verfügte auch, bei der Hohe der Strafe, die sofortige Verhaftung des Verurteilten.

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II Marburg, 7. Aug. Das Schöffengericht verurteilte einen funaen Barschen ans Wermertshausen wegen Mißhandlung eines anderen Bnrschen zu 300 Mark Gettstra'e.

geblieben sind. . J .

Krels Lauterbach.

? Lauterbach, 7. Augnst. Die vorsichtige Poft. Eine Frail aus Fulda hatte ihr Sparkassenbuch, west ste es vor ihrem immer durstigen Ehegatten zu Hanse mcht sicher genug verbergen konnte, postlagernd nach Lauterbach gesandt um es hier gelegentlich wieder abznholen. Als sie jedoch zit diesem Zweck vor einigen Tagen auf dem Postamte erschien, hatte ihre liebenswürdige Ehehälfte das Buch bereits post­lagernd nach Sunfeld senden lasten in der Annahme, er könnte hier in den Besitz des Buches gelangen und das Geld ab­heben. Aber er hatte mit seinem Vorhaben fern Gluck. Die Hünfelder Postbeamten schöpften Verdacht und verweigerten die Aushändigung des Buches. Inzwischen hatte sich auch d>e Ehefrait gemeldet und es konnte ihr das teure Kleinod, von dem sie schon glaubte, es habe seinen Weg ms Wirts­haus gefunden, zu ihrer Freude wieder ausgehandigt werden. Hoffentlich wird sie jetzt ein anderes Versteck finden.

Kreis Friedberg.

L Friedberg, 7. Aug. Heute vormittag um 11 Uyr wurde der neue Dttettor unserer Technischen Akademie, Dipl -Ingenieur Michelsen, feierlich in sein Amt eingewiesen. Dip SÄtvertretung, die Dozenten der Ans a t die larben tragenden Verbindungen und viele Techniker waren

Starkenburg und Rheinhessen.

rb. D a r m st a d t, 7. Aug. Im Gebäude der San des- bauaewerkschule in der Neckarfttatze ist heute mittag eine Ausstellung von Schularbeiten dieser Sck)ule eröffnet worden, mit welcher gleichzeitig ^uch eme Ausstellung von selbständigen Arbeiten früherer Schuler des ^nstitut^ ver-

bunden ist.^rmstadt, 7. Aug. In der heutigen Stadt- ' Verordnetensitzung wurde u. «.bie neue Abgren- - n n a der Wahlkreise der Stadt für die Landtags- Wahlen beschlossen. Die jetzigen drei Abgeordneten Tr. Osann, Geh. Schulrat Münch und ^taatsichuldenbuch- fübrer Henrich scheiden bekanntlich, wie alle Vertreter de W größten Städte des Landes, int kommenden Herbst aus, und es erfolgt alsdann gleichzeitig die Neuwahl der drei Vertreter nach der neuen Wahlkreiseinteilung. Diese nimmt Äum Mittelpunkt den Luisenplatz mit dem Ludwigsoenkmal.

. Der erste (nördliche) Wahlkreis wird 2/85^ Einwohner, der zweite mittlere) Wahlkreis wird 27 290 und der dritte ( ud- licke) Wahlkreis 28063 Einwohner umfassen Zn einer längeren Verhandlung beschäftigte

mit dem Autvmobilverkehr in der Stadt Es wurde beschlossen, in der schmalen Kirchgasse den bisher verbo­ten gewesenen Verkehr der Automobile zuzula)sen, ledoch nur im Tempo von^ höchstens 10 Stunden-Kilometern Ge­schwindigkeit. - Für die schon früher^ genehmigte^ Errich­tung einer Flugzeughalle wurde eine Abänderung des Ortv- statuts genehmigt. Weiter genehmigte dieVersammlung dm Mittel für Empfang und Bewirtung der Vertreter der Deut­schen Z e n t r a l e 's ü r I u g e n d s ür s o r g e , die am -9. und 30. September ihre erste Tagung außerhalb Berlins, in Darmstadt abhalten wird .

m Offenba dja. M., 8. Aug. Der Bienen stock m Bett' Eine seltsame Geschichte hat sich im benachbarten H e u s e n st a m m zugetragen. Ein schremergeselle, derdort, Ur- tzpit anaenommen hatte, wollte m einem dortigen Gasthof nber- nachten K^um hatte er sich ins Bett begeben, als er von entern Biene nlt 0 * der sich in dem Bett cingenistet hatte, umschwärmt wurde Ter Schreinergeselle erlitt zahlreiche Bienensttche und mutzte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

He skn-Naffau.

n ©Ubenbaä;, 7. Aug. Der Arbeiter Julius Pch°r aus dem nahen Dorje Bottenhorn wurde bet der Arbeit >m DatnpUögewerk Su (Sönnern so unglücklich von einem ab- st "enden Stück'Hol, getroffen datz er bad daraus starb.

FC Groß-Auheim, Aug. Tie Hanauer Kunft ESäfe der^Fabrik tätig waren, sind entlasten worden.

Landwirtschaft.

tonten wurden im Juli gebucht 1537 Millionen Mark Gutschriften und 1532 Millionen Mark Lmkschristen. Das Gesauichut^ben der Kondvinhaber betrug im J-uli durchfchnitttich 17st5 Mtllwnen Mark. Zm Verkehr der Reichspostscheckantt^ mit dem kassenamt in Wien, der Postsparkafse in Budapest der buraiicken und belgischen Postverwaltung, sowie denichweizeri)chen Postsck-eckbureaus wurden 7,4 Millionen Mark umgewtzt und zwmr auf 3430 Uebertragungen. in der Richtung nach und auf lo voO Ikbertragungen in der Richtung aus dem Au-laiide. Heimat

** V o n d e n W a n d e r e r n. ^n der Herberge zur Veimai logierten im Juli 1210 Gäste (gegen 950 im ^irii 1912), davon waren 392, die gegen Arbeitsleistung Herberge "vnahmen (216), und 818 Selbstzahler (734). Von den mi ^beitsnachwiis g^ meldeten 149 offenen Stellen, konnten 141 besetzt mm dm und zwar mit 72 Handwerkern und 69 Arbeitern^en Arbefts^ frästen fanden 50 Unlwkumt autz.erkmlb Gießens. Bon dm Hand werkern entfallen auf Schreiner 15 ,

Anstreicher 5, Schneider 8, Schuhmacher 13, Buchbinder a, Metz­ger 6, Bäcker 5, Schlosser 3, Gärtner s

Landkrers Glchen.

Wieseck, 6. Slug. Die bekannte Steinhauerei von Ludwig Kling ist jetzt dazu übergegangen, die Beschriftungen und Verzierungen der Grabdenkmäler nicht mehr mit der Hand ausznhauen, sondern mittelst Sandstrahlgebla es her­zustellen. Die Arbeitsmethode wurde in ganz Oberhesten noch nicht angewendet. Durch einen Elektromotor wird eine ^ust- presse (Kompressor) in Tätigkeit gesetzt, die die emgesaugte ~uft in einem Druckkestel bis zu einer gewissen Atmosphäre ver­dichtet und von da zu einem ganz feinen Sand enthaltenden Behälter leitet. Hier vereinigen sich Lust und Sand und der so entstandene Sandstrahl wird durch einen schttinch auf ben zu bearbeitenden Stein geschleudert, der in einer Deckmaste die Schrift usw. enthält. Von der Deckmasse fpringt der Sand ab, während die freien Stellen in kurzer Zeit das ge­wünschte Bild zeigen. Es wird hierdurch nicht nur erreicht, daß bedeutend schneller und billiger gearbeitet werden farm, sondern die mittelst Sandstrahlgebläses hergeftellten Arbeiten sind scharfkantiger und von großer Genauigkeit. Besonders die plastische Schrift ist von schöner Wirkung.

Kreis Alsfelö.

= Sterndorf, 7. Aug. Heber ganz bedeutenden Wild­schaden haben die Bauern zu Nagen. Familie Lampe, die i-ieies 1-br in großer Menge vertreten ist, hat an den lungm Kraut- pslanzen bedeutenden Schaden verursacht. Man sieht nur wenige llccfcr mit Krautpflanzen, die von den hungrigen Hasen verschont

kirchliche Nachrichten.

Israelitische Reliaionsgesellschast.

~ r~v Gottesdienst.

Cabbatseier am 9. Augu st 1913:

Freitag abend 7.35 llhr.

Samstag vormittag 8,00 Ubr.

Samstag nachmittag 4.00 llhr.

Sabbat-Ausgang 8.50 Uhr.

Wochengottesdienst: Aiorgens 6.00, abends <.30 Uhr.

Die Obsternte in Oesterreich.

Wien 7 Aug Der Bericht des Ackerbauministers besagt über den Stand der O b st k u ltu r e n: Die lange Regenzeit wirkte ungünstig ein, da sie die Verbreitung tteriicher und pflanz­licher Schädlinge begünstigte. Auch schwere Hagelschlage find zu verzeichnen gewesen. Frühbirnen ergaben im Durchschnitt eine mitt­lere Ernte, in Südtirol eine gute. Bei den Zwetschen rst der Behang nur unwesentlich, so daß größtenteils eme ^urchfchnittEute er­wartet wird. Die Olivenkulturen litten durch die Nasse. Tbc Wern- kulturen blieben wegen der feuchten Witterung in der Entwicke­lung zurück, doch ist eine wesentliche Minderung der Ernte nicht zu erwarten. Die Peronospora richtete infolge der niedrigen Tem­peraturen keinen Schaden an.

Oomntetgerfte 2,4 (2,2); .Mer 2,5 (2,7); K-E-ln 2 5 (2,8); Kl^e 2,6 (3,2); Luzerne 2,5 (2,6); BenmsserungsWiesan 2,1 (2,0), mb3n®Ämrt&ng6en beS StÄistijchmMmP jum Saatenfta* Deutschlands heißt es: 'Die bereits Sude ^um elNgettetme ftchle und nasse Witterung, die bis in das letzte Lwtttel des Dericksts- monats anhielt, wirkte trotz der zu Niedrigen Temperaturen doch un ganzen nicht ungünstig auf das Wachstum der^FmicAe eim Ucbtr tierische Schädlinge wird nur selten berichtet, häufiger über ftarft Verunkrautung der Getreide- und Kartoffelfelder, hier und da waren sie vom Unkraut völlig überwuchert. Wint^roggen stand ziemlich dünn, verspricht aber meist befriedigende Ertrage, ebenso läßt Winterweizen im großen und ganzen gute Ertrage erhoften Den Sommersaaten gereichte das zeuchte Wetter iveniger zum Nachteil; zwar fand auch hier, namentlich bei Patzer und StiL; vielfach eine starke Lagerung statt, doch rmrdder Smnd Fruchte durchschnittlich als zufriedenstellend bezeichnet. Von tehncln wird vielfach berichtet, daß sie unter der ungünstigen T.ittermig leiden und mancherorts anfangen, krank zu werden, /luch über das Auftreten der Kräuselkrankheit und die SckMarzbeiNigkeit wird oft geklagt. Trotzdem ist bei anhaltend günstiger Witterning aus eine zufriedenstellende Ernte zu hoffen. 'Die Ernte von Klee und Luzerne ist durch das feuchte Wetter erschwert und konnte nicht überall gut geborgen werden, so daß die Qualität des Futters häufig beeinträchttgt wurde, dem Nachwuchs dagegenwaren die Niederschläge sehr dienlich; der zweite schnitt veripricht, be­sonders auf ftühgemähten Wiesen, ein recht guter zu werden, xie reichlichen Niederschläge waren für die Wiesen von Vorteil, fte verzögerten zwar die Einbringung des Heus imo beeinttachtigten auch nicht selten dessen Güte, doch zeigt sich setzt, fast überall em freudiges Wachstum der Grasnarbe, so daß mit einer guten Nach- maht zu rechnen sein dürfte.

Wandern und Reisen, Bäder und Sommerfrischen. .

= Wiesbaden, 7. Aug. Die Zahl der zur K n« stch hier aiähalteiideu Fremden erreichte heute die Zahl 40 356, die der Passanten 75 564.

Versnischte».

* Bor den Augen des T h e a t e r publi k u m s er- ll ä n a t Aus Petersburg wird derBoss. Ztg." geschrieben: Fm Theater von Taschkent wurde ein russisches Stuck aus- gefügt; in bem bet Selb zur Dobesstra e burch den Strang vor- urteilt wird. Tie Vollziehung der Strafe erfolgt auf offener S»ene Ter für die Theatervorstellung errichtete Galgen hat natür­lich genügende Sicherheitsvorrichtungen, um die Strangulierung nur scheinbar zu vollziehen. Bei einer der letzten Vorstellungen wurde auch das Urteil wieder durch den Scharfrichter des ^tuckes vollstreckt. Der Hauptdarsteller der Rolle, der gehängt wird, sprelte diese Stelle mit einer Naturtreue, btc an den berühmten italie­nischen Schauspieler Saeconi erinnert Der Eindruck war voll­ständig. Bei der letzten Vorstellung l^?ch ergriff die Zuschauer­menge eine sonderbare Unruhe, denn die Natürlichkeit schien zu weN zu gehen. Tatsächlich stttlte es sich heraus daß der Appara versagt hatte und daß die iLchutzvornchtung nicht ui Wirksamkeit getreten war. Vor den Augen der Zuschauer war der .Held des Stückes tatsächlich gehängt worden. Anfangs glaubte man nur an einen betrübenden Unglücksfall. Die weitere Un ersuchnng des Falles hat aber ergeben, daß aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mord vorliegt. Ein Schauspieler, der mit der Gattin des Ge- bängten Beziehungen unterhielt, soll sich kurz vor der Aufführung des letzten Aktes in eigenartiger Weise an dem Galgen zu schaffen aemacht haben, was durch die Bühnenarbeiter bezeugt wirb Er- wiesen ist ferner, daß sich der Schauspieler von deni Techniker mehrfach den Mechanismus des Galgens erllären ließ. Der Schau­spieler wurde verhaftet. .

SandeL.

W. Hanau, 7. August. Tie Aktien-Gesellschaft Hanauer K u n st s e i d e - F a b r i k mit dem Sitz in Großauheim bei Hanau bat ihren Betrieb stillgelegt und das gesamte Personal, etwa 300 Personen, entlassen, da die erforderlichen^Betriebsmittel nickst vor- banben sind. Tie durch die Sanierung beichassten neuen Betriebs mittel in Höhe von 750 000 Mark durch Ausgabe von Vorzugs­aktien waren unzureichend. Es soll nunmehr die Liguidation der Gesellschaft beantragt werden. Das unter der neuen Direktion her- oorgebraebte Kuiistseide-Produkt wurde von Fachleuten als em erstklassiges bezeichnet.

Markte.

Gieße«, 7. Aug. Viehviarkt. Bei dem am 5. und 6 Auaust abgehaltenen Markt waren aufgetrieben 1500 Stü ck Rindviehsiwd 283 Schweine. Der nächste Markt findet am !. und 20. August statt. v ,

fc. Wiesbaden, 7. Aug. Heu- und Strohmarkt. aiHA^nhrpn waren 20 Wagen mit Heu und Stroh. Man notierte: I a Halt etz 0.00-0.00 Mk., neues 4,60-6,00 Mk. Stroh ^ichtftrob 000-0,00 Mk.,' Lttummstroh 3,00-0,00 Ack. - ÄtmariL Hafer 16,00-21^0 Mk. Alles je 100 Kilo.

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