Tfcft. Adlung 3nngbotWatnb bient der Be-
täm*mp der Sozialdemokratie. Die qaxy Jugendbewegung tft tm ganzen ein Äuswuck^ Das Nachässen der militärischen Formen ist ein Auswuchs. __
Abg. Koreil-Ingelheim (F. Lv Man sollte btc alteren Berrine mehr berücksichtigen. Die Jungbeutskhland-Bewcgung. ist noch neu. Es ist em Fehler, ein derartiges Werk gewaltsam ins Große $n treiben Darin liegt eine große Gefahr. Ich möchte hier eine wohlgemeinte Warnung crusiprechen . .
Aba. B u s o l d iSoz.): Man bat die Arbeiter Mrürkge,rasten, Sie führen einen Kampf gegen die Arbeiter. Wenn Sie glauben, im5 die Arbeiter zu entziehen, so haben Sie bie Rechnung ohne die Arbeiter gemacht. Sie können und nicht die Jugend nehmen.
Abg. Dorsch (Bbd.<: Unsere Iungdeutschlandbewegung soll national sein. , __ .
Abg. Ulrich (Soz): Die Art, tote der Herr Minister seine Arbeit auffaßt, ist erheiternd. Man schustert öffentliche Gelder nur den nationalpolitischen Vereinen zu. Das ist I-ugendver- itC6lMi'ibent Dr. Schmitt: Herr Abgeordneter, ich bitte Sie, sich zu mäßigen. _, .
Abg Ulrich (Soz.): Die Jugendbewegung geht an der (Soldatenspielerei zugrunde. Ich bestreite, daß das Patriotismus ist. Sie werden nicht dazu beitragen, uns zu bctänrpien xas ist Kraftmeierei. Die revolutionären Gedanken der Sozialdemokratie sind eminent national. Wir haben unsere Vaterlandsliebe tief im Herzen. Man höre auf, uns in Gegensah zur Nation zu bringen. Ä
Abg. Stöpler (natlib.): Wenn sich die Sozialdemokratte absondert, hat sie auch kein Recht auf Beihilfe.
Abg. Lang (natlibF berichtet aus seinem Kreis.
Abg. Adelung (So-.): Die Sozialdemokraten sind gewaltsam ou£ den sog. nationalen Vereinen hinausgedrängt worden.
Minister von Hombergk:
Wenn Abg. Ulrich glaubt, die Herren, die sich uneigennützig der Jugendbewegung an die Svihe gestellt haben, verdächtigen zu können, so weise ich das zurück. .
Das Kapitel wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen.
Kap. 43, Landes-Waisenanstalt, wird angenommen.
Zu Kapitel 44, Taubstummen- und Blindenanstalten, beantragt
Abg Damm (Fortschr. Vp.) Einführung des Schulzwanges.
Geheimrat Süffert sagt Berücksichtigung zu.
Die Kapitel 44—47 werden ohne Aussprache einfhnrnug angenommen
Zu Kapitel 48, Denkmalpflege, spricht
Abg. Schönberger (natlibj. Er spricht nicht für seine Fraktion, sondern für sich persönlich. Der Redner kritisiert Auswüchse der Verwaltung. Es ist ein zu großer Apparat ausgeboten.
Abg. Dr. Weber (Bbb.j: Die Zuwendung von 15 000 Mk. für die Kirche in Schotten steht in keinem Verhältnis zu den Kosten. Man wird aber erst bett Erfolg der Lotterie abwarten nÄssen, bis wir eine weitere Forderung stellen.
Abg. Reh (Fortschr Bp.): Wir bedauern, daß der Staats- zuschuß für die Walvurgiskirche in Alsfeld nur 7000 Mk. beträgt.
Abg. Henrich (Fortschr. Vp.) macht noch einige Aus sühruugen über die Form des Berichtes, der vom Abg. Schönberger bemängelt war.
Kapitel 48 wird angenommen.
Die Kapitel 49 und 50 ebenso.
Zu Kapitel 51, Landesstatistik, fordert 9fbg. Reh lFortschr. Vp.) eine Statistik über die Wirkung des Plurglwahlrechts.
Die Kap. 51, 52 und 53 werden angenommen.
Zu Kap. 53 hat Abg. Hartmann (2o-.> einen Antrag eingebracht, die in Höchst i. D. staatlich subventionierte Tierarztstelle hi eine Kreisassistentenveterinärstelle umzuwandeln.
Abg. W ol s 0>onfcnl)chn lFortschr. Vp.) stellt Anfrage wegen des Desiilsektionswesens.
Geheimrat Best: Die Regierung wird demnächst eine Vorlage über Regelung des Desinsektionswejens einbringen.
Abg. Lang (natlib.) bespricht die Tätigkeit eines Beterinär- arztes, die sehr groß und anstrengend sei.
Abg. Dr. Stephan (natlib.) und Geheimrat Best machen detaillierte Ausführungen. Letzterer begründet die Notwenbjg- keit der Stelle eines 7. Assistenzarztes in Heppenheim.
Hierzu sprechen noch die Abg. Henrich und Ulrich.
/ Das Kapitel wird einschließlich des Hartmannschen Antrages angenommen
Zu Kapitel 55, Hebammen-Lehranstalt in Mainz, spricht
Abg. Wolf-Gonsenheim (Fortschr. Vp). Er wünscht besser vorgebildele Hebammen. Auch müsse man dafür sorgen, daß die nicht aseptisch vorgebildeten Hebammen durch andere ersetzt werden
Abg. Adelung (Soz.) bespricht die Praxis des Direktors imd Leiters der Anstalt, die er int vorigen Jahre schon behandelt habe.
Abg. W o 1 s-Gonsenheim (Fortschr. Bp.): Man kann dem Leiter nicht seine Praxis verbieten. Er ist tüchtig und hat sich das Vertrauen der Patienten erworben.
Geheimrat B e ft bespricht die wirtschaftlichen Verhältnisse der Hebammen. Der Direktor braucht die Praxis, um mit den Fortschritten der Ghnäkologie Schritt halten zu können. *
Eü spreären hierzu iwch die Abg. Wolf-Stadecken (Bbd.) und Bach (natlib.), der anerkennt, daß Pros. Kupserberg ein sehr tüchtiger Gpnäkologe ist. Man müsse ihm eine gewisse Praxis gernähren. Ferner sprechen hierzu noch die Abg. Henrich (Fortsrhr. Bp.) und Adelung (Soz).
Das Kapitel wird angenommen.
Damit ist die Vormittagssitzung geschlossen.
Nachmittags-Sitzung.
Um 3'5 Uhr eröffnet der Präsident Schmitt die Sitzung
Zu Kapitel 58, Bandes-Heil- und Pstegeanstalt „Philipps Hospital" bei Goddelau spricht
M,g Dr. O s a n n (natl ). Er wünscht Vermehrung der irberiasteten Assistenzärzte in der Anstalt. Statt 11 seien nur 5 Aerzte vorhandeii.
Ckbchnrat Best: Dieser Mißstand besteht aber nicht nur bei
nn5, sondern auch wv anders. Tas liege auch an dem Andrange zum medizinischen Studium. ___ ,
Die Kapitel 57, 58 und 59 werbet ohne Beanstandung angenommen
Zu Kapibel 59 a, Dohmmysfürforge für MrnbetbemMckte spricht .
Abg. Dr. Osann «Mtl?. Sie wissen, dav dem oreuvuchen Landtag der Entwurf eines Wohnungsgesetzes vorgelegt worden ist. Wir in Hessen können uns rühmen, daß wir mü den gesetzlichen Bestimmungen Preußen bereits vvrangegangen sind. Aber in der Ausführung dieser Bestimmungen sind noch lebhafte Mangel zu beklagen. Wir haben zwar einen LandeswohnungsimVektor, wir haben auch in einzelnen Kreisen des Landes Wohnungs- insocktoren ober Damen, die die Wohnungsinspektion besorgen, msbesondere in dem Landkreise Worms. Aber etwas totrfiid) Tätiges aut diesem Gebiete wird seitens des Staates bis letzt doch nicht geleistet und insbesondere werden wesentliche Mittel nicht zur Verfügung gestellt. Die ganze sozialpolitische Tätigkeit der Regierung beschränkt sich zurzeit daraus, daß Revisionen von Wohnungen üorgenommen werden. Damit wird dem Wohnungs- eleftD und damit auch einer ganzen Reihe von sozialen.Fragen, die mit der Wohnungsfrage zusammen hängen, nicht gesteuert. (Sehr richtig!) Es ist notwendig, daß der Staat aktiv hier eingreise. Wir haben hierfür früher das Kreditkassengcsctz gehabt, und aus den Mitteln der Kreditkasse sind in früheren Zeiten erhebliche Beträge an die einzelnen Interessen geflossen, die daraufhin Wohnungen gebaut haben. Die Bestrebungen der Vereine, insbesondere des Ernsts Ludwigs-Vereins, des hessischen Vereins zur Errichtung •billiger Wohnungen, sind ja anerkennenswert, sie haben auch mustergültiges gelerftet
Der Redner verbreitet sich bann eingebend über die Schwierigkeiten, die bestehen, um Hypotheken zu erlangen. Tie Sparkassen seien nicht in der Lage, die Kreditbedürfnisse auch nur für erste Hypotheken zu befriedigen. Hier seien der Regierung große Probleme gestellt. (Beifall.)
Minister von Hombergk:
Tie Wohnungsfrage ist eine der wichtigsten. Wir haben die preußische Vorlage genau geprüft. Abg. Dr. Osann hat es als ein Erfordernis bezeichnet, der Frage der Geldbeschaffung näher zu treten. Das fann aber nur für Miet Häuser geschehen, nicht aber für Eigen Häuser. Die Landeskreditkasse kann das Geld nicht so billig ab geben, wie die LandeSverficherungsanstalt.
Es fprerben ferner Wünsche aus zu diesem Küpitcl die Abg. Henrich (fortschr. Vp.), Busolb (Soz., und Eißncrt (Soz.).
Ministerialrat H öl z in g er: Was in bezug aus den Stempel gesagt wurde, kann hier nicht in Betracht kommen.
Bis Kapitel 66 werden die Kapitel olxneAussprache angenommen
Zu Kapitel 67, Reichsversicherung, spricht
Abg. Busold (Soz.). Er be) dauert (ich darüber, daß denjenigen, die sich in einer Heilanstalt befinben, bie Beteiligung an Wahlen erschwert wird. Tas Reichsversicherungsamt arbeitet zu langsam.
Ministerialrat Hölzinger: Wir haben mehr Personal gefordert. Es ist uns aber gestrichen worden. Die Beteiligung an Wahlen würde eine Unterbrechung der Kur bebcutcn.
Zu Kapitel 68 spricht
Wg. Adelung (Soz.), der Erhöhung des Betrages wünscht.
Minister v. Hombergk: Es ist eine derartige Eingabe bei uns eingegangen, aber verspätet. Wir werden die Angelegenheit im Auge behalten.
Zu Kapitel 69, Kreisgeometer, spricht Abg. Wolf-Stadecken (Bbd.).
Zu Kapitel 72, Landwirtschastlichos Unterrichts- unb Bersuchs- wesen, spricht
Abg. Grünewald (fortschr. Vp.). Von mehreren Rednern sei am vorigen Freitag gelegentlich der Beratung des «Etats der Landesuniversität an den Antrag wegen Ausbaues des landwirtschaftlid)en Instituts erinnert worden. Er bitt,c die Regierung, möglichst bald ihre Antwort auf den Antrag zu erteilen, damit der Landtag in der Lage sei, die Angelegenheit zu beraten und einen Beschluß zu fassen. Tie Sache entbehre nicht einer gewissen Dringlichkeit, man sei doch darüber einig, daß die Einrichtungen der Landesuniversität, welche der landwirtschaftlichen Lehre dienen, im Hinblick auf Frankfurt ganz besonders gepflegt unb gefördert werden müßten. Tie Studie renben möchten auch bald erfahren, ob bas Institut in der Zukunft au »gebaut werde unb sie ihre Studien fortsetzen und voll enden können, oder ob das Institut infolge Nichtansbaues veröden wird. Ter Antrag habe ja zunächst in den Kreisen des Bauernbundes wenig Anklang, ja starken Widerspruch gefunden, während aus den Aeußerungen der Redner am vorigen Freitag sich ergebe, daß man jetzt, ebenfo wie die philosophische Fakultät unb die Regierung, einig sei in der Erkenntnis, daß das Landwirtschaftliche Institut in den in dem Antrag bc zeichneten Grenzen aus gebaut werden müsse. Es werbe also das seltene Bild einer schönen Harmonie zwischen Bauernbund unb Fortschritt erscheinen.
Abg. von Helmolt (Bbd.) berichtet über einen Fall, wv die Versuchsstation Fälfdmngen von Futtermitteln entdeckt, unb trotzdem der Firina guten Glauben zugebilligt.
Wg. Wolf-Stadecken (Bbd.). Nachdem Soxleth seine An griffe gemadit bat, müssen toir dafür sorgen, daß reiner Tisch gemacht wird. Es muß Permiebcn werben, daß das Mißtrauen, gegen die staatliche Untersuchungsstation verfcbwndet.
Das Kapitel 72 wirb genehmigt. Ebenso die Kapitel 73 unb 74. Die Kapitel 75, Förderung einzelner Zweige der Land wirtschaft unb 75a, Landwirtschaftskammer, werden auf Wunsch des Berichterstatters, Dr. Weber, der verhindert ist, an der Nachmittagssitzung teilzunehmen, aufmorgen zuruckgestellt. Tie Kapitel 76, Bergbau, 77, KunststraßeiilvTscn, 78, Handelskammern finden keine Beanstandung. Zu Kapitel 79, Förderung des kauf inännischen Unterrichts, bringt der Abg. Heerdt (F. Vp.) namens seiner Fraktion einen Antrag ein, der die im Etat geforderte Summe von 18 250 Mark aus 25 000 Mark erhöht wissen ivill. Das Kapitel unb der Antrag werden an den Ausschuß znrückver
wiesen. Tie Kavirel 79, 79a, 80 unb 80a werden obne Sämtliche Debatte crlcbigt.
Zn Kapitel 81, Gewerbeaufsicht, dos mit einem Anträge Raab verbunden ist, spricht der Abg. Raab brr m einem Antrag: a' eine Vergütung von 2000 bis 2700 Mark, letztere erreichbar in 15 Tienwahrm, b) Anstellung nach fünf- jähriger Verwendung für die Gewerbeinspektionsgebilfen verlangt. Er sucht feine Stellung zu begründen. Abg. Tr. Ciann (Ntt.) macht längere Ausführungen über die Bäckereiverbältnissc. Minister v. Hombergk betätigt bie guten Erfahrungen mit den Gewerbernspektionsgehilfen. Nack weiteren Ausführungen der Abgg. Henrich (F. Bv unb Raab Soz. wird das Kapitel angcnom men. Tie Mapitd 82—85 werden angenommen, Kapitel 86, Gewerblich.' Unterrichtsanstalten, lairb aus morgen zurückgestellt, füllt Kapitel 87, kunstgewerbliche unb gewerbliche Zwecke schließt btc Sitzung um 5", Uhr. Fortsetzung morgen vormittag 9 Uhr.
wandern nnd Heilen*
— Schüler- unb LehLlingsherbergen im Tau- n u s. Ter Besuch bet vom Tauüusklub eingerichteten Schüler- Herbergen hat im Jahre 1912 infolge des ungünstigen Wetters nicht ben Erwartungen entsprochen. Die Gesamtziffer betrug 1941 gegen 1948 im Vorjahr. Tie Braubacher Verberge mußte aufgegeben werben, dagegen rief man eine zu Nassau ins Leben, die bereits 429 Besucher batte und von der Stadt unterstützt wird. Der Besuch in den übrigen 12 Herbergen war: Altweilnau 96 (1911: 101), Arnoldshain 118 (127), Burgschwalbach 99 1105), Hamberg 102 (121), Esch 91 (59), Glashütten 209 1190), Katzenellnooaen 119 (137), Moehlen 54 107), Nicdcrselter» 173 (121), öberrcifenberg 223 (217), Wetzlar 228 (207). — Um die Unterhaltungskosten zu sparen, soll von diesem Jahr ab in allen Herbergen das erste Frühstück auf Konto des Klubs Wegfällen Man erspart dabei rund 500 Mark. Die Lehrlingsherbergen wiesen nur mäßigen Besuch auf. Für dieJ ugend- wanderungen will der Taunusklub Massenguartiere inSLeben rufen.
Friedberg, 3. März. Bei einer Beteiligung von 40 Damen unb Herrn unternahm ber Taunus kl uv „SBet» terau" unb Z weigvcrein Friedberg-Bad-Nau- h e i m b e s B. H. E. unter Führung von Finanzrat HovS gestern seine 12. Wanderung tzes Vereinsjahres 1912/1913. Bon Vilbel ging der Marsch über Bergen, Nieber-Torfelden zunächst auf ben Hühner ko Pf, ber. eine nmfassenbc Runbsicht über bas Maintal gewährt, unb von da über Wachenbuchen weiter nach Wilhelms- bab, wo die Wanderscbar vom Hanauer V. H. E. empfangen wurde. Nach Besichtigung des Badeortes gelangte man nach Hanau, wo man in der „Concordia" frohe Stunden verleben konnte.
Sport.
** Fußball. Am Sonntag spielte die gemischte 1. unb 2. Mannschaft des F.-C Germania-Gießen gegen die erste Mannschaft des F.-C. „B i k t o r i a" i d d a, hier znm Retourspiel. Bride Mannschaften traten mit 10 Marrn an Bei Halbzeit hatte Nidda mit 0:3 gewonnen Das Spiel endete mit dem Siege des F.-C. Viktoria-Nidda mit 1:5 Toren.
Banöel uiiO Derfcbr, DolfswirffcbaH.
** Warene/klär un g für den Eisenbahn» verkehr aus b cm Ausland. Tic Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahnverlvaltungen vom 15. Januar unb b~r Gmrrinsanre Tarif-- und Ver'kehrs-Anzriger für brn Guter- unb Tierverkehr im Bereich der prcuß.-hesf. Staatseisenbahnverwaltung usw vom 27. Januar enthalten fol- flrnbc Veröfsentlichmig in bezug aus den Eisenbahn-Güter- taris für den Bcrkebr zwiscknm der: österreichischen u nb ungarischen Eisenbahnen einerseits, den deutschen, luxemburgischen, belgischen und niederläA- bischen Eisenbahnen andererseits, Teil 1 Abt A, gültig vom 1. März 1904: „Am 1. April 1913 tritt in Deutschland eine neue Eisenbahftzzotlorbnung in kraft, die unter anderem vorschreibt, daß alle Waren, die nach Teutschlai^» ein- ober durch Deutschland durchgeführt werden, von einer Warenerklärung begleitet sein müssen. § 10 des oben genannten Tarifs wird daher durch folgende Zusatz^besrinnnung Nr. 17 mit Gültigkeit vom 1. April 1913 ergänzt: „Alle Waren, die zur Einfuhr nach ober Durchfuhr durch Deutschland bestimmt sind, müssen von einer deutlich geschriebenen, dem Frachtbrief offen beigelegten, nach vorgeschriebcnem Muster in deutscher ober französischer Sprache abgefaßten Warenerklärung in doppelter Ausferlixsung begleitet fein. Tie Beigabe ber Erkläruüg hat der Absender auf dem Fracht- brief zu vermerken." Diese Bestimmung gilt auch bereits für solche Sendungon, die erst am 1. April 1913 ober später an der deutschen Grenze emtreffen. Auch diesen Genbunaen müssen daher die oorgeschriebenert Erk.äruu^cn bcigeaeben sein." Nach einer Aeußcrung ber Eisenbahndrrektion Berlin vom 22. Februar erscheirtt es wünschenswert, daß bie deutschen Interessenten die mit ihnen in Verbindung stehenden ausländischen Verfrachter auf die Ü^terung aufmerksam machen.
Am Konsirmationstag möchte die Hausfrau ihren Angehörigen und Gasten einen wirüich scknnackhaften Kuchen vor- setzen. Tas stücbcnbacken wird aber zu einer teuren Sache, wenn die Haussrau meint, unbedingt rriihbutter nerromben zu müssen. Sie kann piel Gelb sparen, wenn sie an Stelle ber heute so teuren Kuhbntter bas aus Pflanzensetten he'rgestellte Probukt Pal- mona (Pflanzen Butter-Margarine, nimmt, bas nur etwa halb soviel kostet wie Butter. fC4/i
Gesundheitliche Pflichten.
„Das Schicksal der Nationen hängt von ber Art ihrer Ernährung ab", sagt Brillat-^avarin, ber geistvolle Verfasser der „Phnsiologie des Geschmacks" in seinen )?lpho°- rismen. Wenn dieser Say auch zu weit geht, so birgt er doch toic manche aphoristisch lxmgewvrfenc Bemerkung einen Kern der Wahrheit : denn die Beziehungen ber Ernährung znr Volksgesundheit .sind sehr mmrnigfaltig und bedeutsam und erstrecken sich nicht bloß auf das körperliche, sondern mub auf das geistige Wohl.
Die Ausbreitung von Seuck^en — mag es sich um die Seuck>en handeln, die in vergangenen Jahryuriderten ganze Nationen dahingerafft baden, ober um cbranifdic Jitfektions-- kraickheitcn — wird mvicfnicrmaftcn burd) matcrieUcu Notstand und fdrlcdyte Ernährmig begünstigt. Hierbei ist zu beachten, bas; auch eine übermäßige Speisezufuhr, wie sie bei kulturell hochstehenden Völkern infolge bc« materiellen Reichtums zu einer weitverbreiteten Unsitte wirb, direkt als schlechte bezw. ialschc Ernährung zu betrachten ist Magen und Darm tihmen bas llcbcrmafe ber meist stark gewürzten Kost nidrt verarbeiten.
Anderseits hebt eine rationelle Erna Irrung des einzelnen dessen körperliche unb geistige ftraft und erhöbt damit die Leistungsfähigkeit Aus der körverlidren unb geistigen Tätigkeit des einzelnen beruht abt*F das Schicksal der gatten Nation. AuS dieser untmbcrlcqlichen Tatsache entspringt die so IMfig nrivacbtcte persvniidv' Pskicht gegen sich selbst sowohl, wie gegen die Familie mb bi«’ ganze Nation, sich rationell zu ernähren. <Vegcn diese Pflicht wirb in federn Beruf und bei alt und pmg malfack gesehtt.
, Bei einem Neberlasten ber Verdauungsorgcrne mit unzuträglicher Kost wirb das Mut mit Reizstoffen beladen und erleidet eine Veränderung in seiner chemischen Zusammen» setzung.
Die Folgen sind Störungen im Kreislauf des Blutes, die wiederum erhöhte Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Herzens stellen. Auch die VerHauungsorganc erleiden bireftc Sdrädigungen, bie sich zunächst in Appetit losigkeit und Magenverstimmung <uif;em, bei Vernachlässigung aber oft zu schweren Maqenlciden, Darmträgheit, chronisdrci' Verstopfung usw. führen.
Gesundlrertlid>e Pflicht jebes einzelnen ist es beshalb, durch eine vernünftige Lebensweise derartige Gesundbrits- störungen zu vermeiden. Wer ist oder bei den beruflichen und gesellschaftlichen ^Verpflichtungen des mobemnt Lebens dazu stets imstande? Und Je(b|r ivenn der aute Wille vorhanden ist, so sind doch bei vielen — besonders älteren — Leuten die Derdauungsorgank bereits durch jahrelange Ueberanstrengmigen geschwächt, so daß eine Aenderung in der Ernährung allein entweder nur sehr langsam ober gar nicht helfen kann.
Sv steht ben hohen Anforderungen des Erwerbslebens ein (^csdrlecht gegenüber, dessen fehlerhafte Ernährung sich in jener allgemeinen Erschöpfung an Zkörper imb Geist, der Nervosität, äußert, die bet ihrer großen Verbreitung zu Tiner Gefahr für die Leistungsfähigkeit ganzer Völker zu werden drohl.
Wer seineii gesundheitlichen Pflichten Nachkommen will, ist unter Umständen darauf cnrgewiesen, bie Verbauungs tätigkeit durch ein geeignetes Mittel zu erleichtern unb zu Unterstufen. Nach den Erfahrungen namhafter Aerzle
unb Kliniker, die diese in über 260 wissenschaftlichen Arbeiten in der Fachpresse niedergclegt haben, ist die So- matose — seit nahezu 20 Jahren bewährt — das Mittel, daß vor allem eine bessere Ernährmig und .Kräftigung des gesamten Körpers, einschließlich der Nerven, verbürgt.
Die in der Somatose enthaltenen Albunrosen (Fleischeiweißstoffe) sind bereits aufgeschlossen und nehmen, ohne die Derdauungsorgaue zu belasten, sofort an ber Ernährung teil Tie Anwendung der Somatose verbessert deshalb die Verdauung unb Ausnutzung der übrigen, voluminöseren Kost. Es erfolgt unter gesünderer Blutbildung eine gründlichere Ernährung unb Meuerstarkung, die sich im ganzen Organismus deutlich fühlbar macht.
Alle, die- unter den Folgen unhygienischcr Lebensweise zu leiden haben, deren Verdauungsorganc schon so gesduvächt wurden, daß sie völlig appetitlos sind, gcwohn- lidye kost nicht mehr gut vertragen, überhaupt der Schonung und kaästigung bedürfen, ferner nervöse, geschwächte Personen sollten deshall zu der Somatose greifen, die die größte Wahrscheinlichkeit eines dauernden Erfolges bietet. Feder Versuch, durch Verwendung der Somatose Kräftezustand und Allgemeinbefinden günstig zu beeinflussen, wird bie Bedeutung richtiger Ernährung für das körperliche und geistige Wohl klar hervortreten lassen.
Man verlange btc Somatose in der nächsten Apotheke oder Drogerie und ad)tc genau auf Namen unb Originalpackung Entweder flüssig in Originalflaschen zu M. 2.50 in ben 'Geschmacksarten „süß' .mit Himdeergeschmack) unb ..herb" mü Suppenkräutorgeschmack., oder in geschmack- freier Pulverform in Dosen von M. 1.40 an. c»l.


