aeroalt gab oann der Ueberzeugung ArrSdruck, daß KrafsowSkfi die roabreit Schuldigen kenne, aber ihre Namen dem Gerichte nicht mitteilen wolle. Der Versuch, Wera Tjcheberiak zu verdächtigen, sei vollständig mißlungen.
3um Untergange der Manne-Lustschiffer £ I.
O Berlin, 5. Nov. 1913.
Anläßlich bfr3 Unglückes, dem am 9. September bei Helgoland das Marineluftschiss „i!. 1" zum Opfer fiel, wurde eine kriegsgerichtliche Untersuchung eingeleitet, um die ^rage zu prüfen, ob irgend jemandem die Schuld an dem beklagenswerten Ereignis zuztnnessen sei. lieber das Ergebnis dieser Untersuchung läßt sich die MarinerunÄschau u. a. wie folgt aus: Die Frage, ob an dem Untergang des Luftschiffes einer Person ein Verschulden beizumessen ist, war von verschiedenen Gesichtspunkten aus zu prüfen. Erstens: war es nach den vorliegenden Wetterberichten nicht etwa bedenklich, überhaupt zu fahren? Nach den Ermittlungen ist diese Frage zu verneinen. Nach der Art und Weise, in der sich der Kommandant dauernd über das Wetter erkundigte, itt sestzustellen, daß ihn kein Verschulden trifft, da die Böe vlötzlich und unerwartet einsetzte. Der Bericht stellt weiter feil, daß durch die allgemeinen und besonderen Befehle an den Luft- scknmhrer keine Forcierung der Fahrt und Gefährdung des Luftschiffes veranlaßt worden fei, daß die Besatzung keine Ueber- lasiung bedeutete und schließt: Das kriegsgerichtliche Wer - fahren ist eingestellt worden, da nach den Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens einer Person des Soldatenstandes ein Verschulden an dem Untergänge des Luftschiffes „L 1" und an dem damit verbuirdenen Verlust von 14 Menschenleben nicht beizu-- messen ist.
Arbeiterbewegung.
Kopenhagen, 5. Nov. Wegen Niederlegung der Arbeit kn verschiedenen' (Werocrbcn hat laut „Vossischer Zeitung" der dänische Arbeitgeber-Verein die Aussperrung von etwa 30 000 Arbeitern beschlossen, die nach etwa 14 Tagen in Kraft treten soll.
vermischtes.
— Die Große Medaille für Kun st erhielten anläßlich ^cr Großen Kunstausstellung in Düsseldorf der Maler Professor Eugen K a in p s Düsseldorf und der Maler Professor Heinrich Hermanns-Düsseldorf, die Goldene Medaille für Kunst der Maler Max v. P o o s ch - Wien, der Maler Professor Adolf M ü n- z e r - Düsseldorf und der Maler Hans K o h s chei n - Düsseldorf, der Maler Will:. Schrcucr - Düsseldorf, der Bildhauer Friede. L o m- m e l - München, der Maler Prof. Heinr. Lic se g an g-Düsseldorf.
* 12 Personen ermordet. Aus Krakau (Galizien) wird gemeldet: In der Ortschaft Iamnischkr bei Wilna ermordeten Banditen die aus zwölf Personen bestehende Familie des jüdischen Kaufmanns Monczewski. Zwanzig verdächtige Personen sind verhaftet worden.
Amtlicher Wetterbericht.
Wetteraussichten in Hessen fiir Freitag, den 7. Nov. 1913: Wechselnde Bewölkung, etwas kubier, meist trocken.
Letzte richten.
Aus Mecklenburg.
Wismar, 5. Nov. Der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin hörte heute den Vortrag des Staatsministers v. B a s s e-
Bas Eisenbahnunglück bei Mein«.
Melun, 5. November. Bet dem Eisenbahnzusammenstoß wurden drei Wagen des Eilzuges, von denen zwei der zweiten Wagenklasse angehörten, vollständig zertrümmert. Ter Postzug setzte sich aus sieben Wagen zusammen, die ebenfalls zertrümmert wurden. Dieser Zug führte zwei Packwagen mit, in welchen sich etwa 50 Beamte befanden. Der Postzug, der nach Marseille ging, fuhr dem von Marseille kommenden Eilzug schräg in die Seite. Um Mitternacht brannten die Wagen noch; etwa 15 Opfer wurden aus den Trümmern hcrvorgezogen. Zehn Personen sollen getötet sein. Der Lokomotivführer des Eilzuges, der die Haltesignale überfahren haben soll, wurde verhaftet.
Bei der Maschine des verunglückten Schnellzuges sind noch vier Seichen geborgen worden, die so verkohlt sind, daß eine Er kcnnung saft unmöglich ist. Die Untersuchung ist int Gange. Es wurde festgestellt, daß die Weichen der Sianalscheiben vollkommen im Gang waren. Ter verhaftete Lokomotivführer erklärte, ihm schien es, als ob er freie Fahrt habe. Er sah den Zug erst, als das Unglück unvermeidlich war. Unter den Trümmern liegen noch 2 0 Leichen. Tie Verletzten erlitten außer den anderen Verletzungen alle schwere Brandwunden. Tie unter den Dender eingeklemmte Frau starb heute morgen 5 Uhr, nachdem sie acht Stunden in der schrecklichen Lage bei vollem Bewußtsein zugebracht hatte. Unter den Geretteten befindet sich auch ein Herr Oberdörfer aus Bamberg, der unverletzt in Paris eintraf. Er beteiligte sich an dem Nettungswerk und schilderte grauenhafte Einzelheiten von den Schmerzensschreien, die aus den in Flammen stehenden Wagen drangen.
Tie Zahl der Getöteten ist noch nicht festgestellt. Bis zum Abend sind im ganzen 4 0 Leichen geborgen worden. Man fürchtet, daß sich unter den Trümmern noch mehr Tote befinden.
Eisenbahnunfälle in Belgien und Rußland.
Brüssel, 5. Nov. Heute nacht fand in dem Eisenbahnknotenpunkt Cheneebei Lüttich ein Zusammenstoß zweier Güter züge statt, bei dem 3 Personen getötet und mehreeevee-
w u n b e t wurden.
Moskau, 5. Nov. Auf der Bahnlinie M o s k a u—K a f a n entgleiste heute nacht ein von Nischnh Nvvgorod nach Pense fahrender Personenzug. 14 Personen sind getötet und 15 Personen schwer verletzt worden. Es liegt der Verdacht vor, daß das Unglück böswillig herbeigeführt worden ist.
to i b und hat die Minister L e n g s e l d t und v. P r e ssentbi e n in Audren; empfangen. Der Abgang des Staatsministers v. Bauewitz ist sicher. Dir Ernennung des Landrats v. Malst ahn- Moltzow zum Ministerpräsidenten gilt als feststehend.
«
Die M aßregeluugeu
in der französischen Heeresverwaltung.
Paris, 6. Nov. General Faurier, der am 10. November vor dem Tisziplinarrat erscheinen soll, hat die Vorladung einer Reihe von Zeugen verlangt, darunter Kriegsminister Etienne, Generalstabschef I o f f r e, Mitglied des Oberkriegsrates, General C h a u m i e r, Korpskom mandeur und ehemaliger Kricgsminister Picquart, General des Rul)estandes Per ein.
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Eine Vermittlung Frankreichs in Washington?
New York, 6. Nov. Laut „Associated Preß" hat die mexi • kanische Regierung inoffiziell das f r a n z ö s i s ch e A us- warligeÄmt befragt, ob es bereit sei, zwischen Washington und Mexiko zu vermitteln. Frankreich soll geantwortet haben, dar, es zunächst weitere Informationen über die mexikanische Politik der Bereinigten Staaten abwarten und auch bann durch irgendwie in Washington unwillkommenes tun werde.
‘ London, 6. Nov. Wie aus New York gemeldet wirb, bat Huerta bic Regierung wissen lassen, baß er auf thre Aufforderung zum Rücktritt umgehend Antwort geben werbe. Wie bekannt geworden ist, bat er die französische Negteru u g ersucht, zu vermitteln. General Carraka bringt in die amerikanische Regierung, das Ausfuhrverbot aufzuheben, dagegen erklärt sich Huerta absolut gegen eine amerikanische Intervention. *
Ter König von Bulgarien in Wien.
W i e n, 5. Nov. König Ferdinand von Bulgarien ist im strengsten Jncognilo hier eingetroffen und im Palaus (So» bürg abgestiegen.
Kranke klagen fast immer über daS Einerlei der ihnen vor gesetzten Speisen und bereiten der Hausfrau dadurch manche Verlegenheit. Bei Anwendung von „ K ui etc ist eS so einfach, die Wünsche der Patienten zu befriedigen, denn „ftu fe te crmoglian eine angenehme Abwechselung durch verschiedene Zubereitung, fuhrt gleichzeitig alle die Nährstoffe zu, die zum Wtederautbau des KörverS nötig sind und bewirkt eine geregelte Verdauung. Wer sellnt „Stu feie" versuchen will, lasse sich in der Apotheke oder Drogerie das „Stufefe" = Mocbbücblein, das kostenlos erhältlich ist, verabfolgen.
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3 Tannen, sie sind durch 5500 notariell beglaubigte Zeugniste
als hilfebringend anerkannt.0"/>>
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Giessen, den 5. November 1913
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Danksagung.
Für die so zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen:
Frau Dewald Witwe und Kinder.
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Die Beerdigung findet Freitag, den 7. November, um 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt.
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im fast vollendeten 80. Lebensjahre durch einen sanften Tod zu sich zu nehmen.
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