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Mittwoch, 8. Januar WZ
163. Jahrgang
Erstes Blatt
Die heutige Nummer umfafot 12 Seilen.
gewiss«
Lieferungsverträge für die deutsche Monopolverwaltung
troleumversorgung einstweilen vorüber ist. Er Ivar ge-
lommen, als vor e^iqen Fahren W ne« es mit Italien in, erster Linie
Mammuthsonden von Borislaw und Tustanowice in Ga-; !cin 8<»s Mn-novols
ILäiL^mit den ^nahmen ^eefoer (Miete ift ju
die Grenz frage nicht allzu hoffnungsvoll zu beurteilen.
heißt unverzüglich handeln.
in der türkischen Botschaft.
äbzufchütteln. Dabei hat das Reich unter dem Mnfluf
man gespannt sein.
♦
Nach einem am 7. Januar in Hamburg eingetroffenen Telegramm des Leiters der deutschen Südpolar -Expedition Filchner ist die Expedition erfolgreich verlausen. Filchner hält die Notivendigkeit der Fortsetzung der Expedition aufrecht.
Bon entscheidender Wichffgkeit ist, daß Deutschland in diesem Augenblick noch der einzige Staat Europas ist, der V bereits auf dem Wege ist, das Joch der Standard Oil Co u
über die Rumänien
Die Staaten und öas Petroleummonopol.
In der Agitation gegen das Petroleumvertriebmono- pol spielt der Hinweis eine große Rolle, der richtige Zeitpunkt zur Auflehnung gegen das Monopol der Standard Oil Co. sei für Deutschland unwiderbringlich versäumt. Die Aktion der Negierung komme zu spät und sei somit aussichtslos. Mit der biedersten Miene, jeder Zoll ein
scheinlich verlassen, wenn fein Mittel gefunden wird, die gegen närtigen Schwierigkeiten auszitgleichen. Die Mitglieder der Mission versammelte", sick am Dienstag nachmittag zu einer Besprechung
die Abschaffung des der Standard OilCo. gezahlten Tributes energisch verlangen wird. Sind wir dann mit unserer Petboleumversorgung noch nicht unter Dach und Fach, so haben wir mit der Konkurrenz Italiens beim Abschluß der
schlecht tembiert waren.
Der bulgarische Finanzminister Dheodorow ist nach Petersburg abgereift, um Fragen finanzieller Natur zu ordnen.
Bulgarien und Rumänien.
Tas Reuterbureau erfährt: Tie Besprechungen
Zum LtMand oer grieöensDer'anöhmgen erfährt das Reuterbureau, daß seit MoiUag feine weitere Ent- Wicklung eingetreten ist. Nach dem jetzt in türkischen Kreisen'Herr schänden Eindruck werden die türkischen delegierten London wahr
an die Hand gegebene Behauptung vor. Ist es schon wirklich zu spät? Wie steht es?
Richtig ist, daß der beste Zeitpunkt für eine dem deutschen Nationalvermögen günstigere Gestaltung unserer Pe
Dcuticbcs Keid>.
18 Flugstützpunkte im Deutschen Reich.
Berlin, 7. Jan. Unter dem Vorsitz des Präsidenten, Herzog Ernst Günther zu Schleswig-Holstein, hielt heute im Hotel Bristol das Präsidium des Teutschen Flugvmbandes, dessen Bildung von den Landesherren von Sachsen-Weimar, Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg -Gotha, Anhalt. Sachsen-Meiningen und Reust ausging, eine sehr wichtige und erfolgreiche Sitzung ab. Bekanntlich plant dieser Verein den Bau von Flugstützpunkten, die, ähnlich den Schutzgütten im Gebirge, den Fliegern auf ihren Ueberlandstügen Schutz und Unterkunft bieten. Anwesend waren u. a. außer den Präsidialmitgliedern selbst die Vertreter der fürstlichen Protektoren, vom Reichsrat des Innern Geheimer Oberregierungsrat Albart. Nachdem das Kuratorium der Nationalflugspende in der konstituierenden Sitzung vom 20. Dezember 1912 die Gewälpwng von Zuschüssen zur Erbauung von Flugstützpunkten grundsätzlich genehmigt hatte, beschloß das Prä- s diuin IjeuK die beschleunigte Inangriffnahme zunächst her dring lichsten etwa achtzehn Stützpunkte in einer Reih e von Städten, aus bereit tatkräftige Unterstützung es bei der Aufbringung der noch erforderlichen Geldmittel rechnet.
Nach einer Wiener Meldung wird augenblicklich ein Vorschlag r örtert, wonach Adrianopel von der Türkei a b g e - . - ,ir , .. r _ . - j r e t en wird, die Sultansgräber aber internationalisiert
des Wettbewerbes zwischen Standard Orl Co. und Euro-Pund der Sultan im Besitz der Moschee verbleibt, die er päischer Petvoleum-Union einstweilen noch verhältnismäßig,i mit einer Wache belegen kann uitb die für exterrstorial erklärt wird, billige Petroleumpreise. Die Schweiz, Holland, Skand - D e Bulgaren sind mit diesem Vorschlag einverstanden, die Türken
Spesen der Vorexpedition auf 1 200 000 Mark berechnet. Ein Teil dieser Summe ist durch einige hochherzige Gönner bereits eingezahlt.
Weil diese Forschungsreise einem außerordentlichen politischen und weltwirtschaftlichen Zwecke dient, ist auch die Hauptexpedition jetzt nicht gefährdet und wird auf keinen Fall auf- gegeben werden, selbst wenn der Vorexpedition ein ungünstiges Schicksal beschützen sein sollte. Denn es handelt sich um bie- Oesfnung der Nordpstpassag e. Diese stellt einen Weg zum Stillen Ozean bar, der um 5600 Seemeilen kürzer als die Suezfahrt : auch erheblich kürzer als die Passage durch den Panamakanal ist, aber infolge der mangelhaften Kenntnis ihres Fahrwassers und ihrer Cisverhältnisse bisher unbenutzbar war. Im russisch- japanischen Kriege tauchte in Rußland der Plan aus, die Ostsee- flotte dur.ch das Eismeer der Nordostpassage nach dem Stillen Ozean zu schicken. Ein solches Wagnis ohne Borkenntnisse hätte aber in Kriegszeiten unübersehbare Folgen haben können, und so gab man den kühnen Gedanken auf.
In dem Programm der deutschen arktischen Expedition nimmt nun die genaue Festlegung der Nordostpassage die erste Stelle ein, und dadurch können, wenn der Versuch gelingt, dem Handel und Verkehr neue Bahnen eröffnet werden. Wenn mir von der nvrdasiatischen Küste eine genaue Karte erlangen und uns über Eisverhältnisse in den einzelnen Monaten sicher orientieren, können die in Nordsibirien lagernden Schätze auf dem billigen Wasserwege von dem einen Flußsystem zum andern geschasst werden Vielleicht auch wenn auch nur für wenige Wochen im Spätsommer, wird der Schiffsverkehr vom Atlantischen zum Stillen Ozean möglilch sein.
Einem Unternehmen von so weittragender Bedeutung dars die Oessentlichkeit ihr Interesse und ihre Teilnahme nicht versagen. Auf weitere Nachrichten von dem Schicksal der Vorexpetzition und von dem Fortgang der Vorarbeiten für die Hauptexpedition wird
Bezug svreii: monatlich 75 Pf., vierteljährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pi.. auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton", „Vermischtes" und „Gerichtsfaal": K. Dien* rath; für „Stadt und Land": E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck.
Grenzberichtigungen zwischen Bulgarien und machen k e i n e F o r t s ch r i t t e. Ter Minister Jonesku hatte am Dienstag weitere Besprechungen mit Tr. Tanew, die, wie man hofft, die Angelegenheit vorwärts'bringen. Gegenwärtig herrscht in bulgarischen Kreisen einige Abneigung, über diese Frage zu verhandeln. Tie Meinung überwiegt, daß ein bulgarischer Spezialgesandter ernannt werden sollte, um mit der rumänischen Regierung über diesen Gegenstand zu diskutieren. Tie Rumänen s l einen ein Fortschreiten der Verhandlungen mit Bulgarien über
Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Soimtags. - Beilagen: Die rin al wöchentlich SlctzenerZamilienblätter, »weimal wöchentl.Lreis: blatt für den Kreis Siehe« (Dienstag undFreitacff; zweimal monatl. Land: wirtschaftliche 3eiffragcn Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag it. Expedition 51 Adresse für Depeschen:
Anzcigcx Gießen. Annahme von Anzeigen firr die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.
das offizielle Deutschland zauderte damals noch!
Leider ist mit der Feststellung dieser Sachlage heute niemand mehr geholfen. Es nutzt auch nichts, sich mit angenehmen Zulünstmöglichkeiten zu getrosten, selbst wenn sie Wahrscheinlichkeiten sind. Man könnte sich sonst dar auf beziehen, daß ja aller Voraussicht nach in der Nähe der alten versiegenden oder bereits versiegten Mammnth sonden Galiziens in Anbetracht der geologischen Verhält nisse neue, ähnlich ergiebige Fundstellen vorhanden sein müssen, so daß nach deren früher oder später zu erwar tenden Erschließung die Rückkehr der -alten Konjunktur zu erwarten sei. Solche Zukünftmusik verführt nur da zu, die Hände fatalisttsch in den Schoß zu legen. Zu rechnen ist ernsthaft nur mit derjenigen internationalen Petroleumerzeugung, die in diesem Augenblick bereits oder noch vorhanden ist. Von ihr allein aus ist die Frage z beantworten: „Ist es zu spät?" Darauf ist zu anl Worten: „Noch nicht. Wohl aber bald"
Mißgeschick der deuts^en Expedition rach 5p tzb^rgen.
Ein am 6. Januar bei der Telegraphendirektion in Christ i a n i a aus Spitzbergen eingetroffenes Funkeutelegramm berichtet, daß am 2. Januar bei der Telegrapheustation Spitzbergen zwei Männer aus der Advent-Bay mit der Nachricht eingetroffen sind, daß am 27. Dezember ein Teilnehmer der deutschen Spitzbergenexpedition mit Namen Ritscher in der Advent-Bay angelangt sei und erzählt habe, daß die Expedition, die sich an der Nordküste von Spitzbergen aufhält, nur noch für einen Monat Proviant habe. Einzelne Teilnehmer seien am Skorbut erkrankt. Er selber habe der Abteilung angehört, die von der Wijde-Bucht nach der Advent-Bay zu gelangen suchte, um Hiffe zu holen. Seine Begleiter, der Arzt der Expedition und zwei Norweger, habe er in der Wijde-Bucht zurücklassen müssen, da sie erschöpft waren; jetzt seien sie wahrscheinlich ohne Nahrungsmittel. Er selber habe am Weihnachtsabend Cap Tjordsen erreicht und dort sein letztes Stück Talglicht verzehrt: dann habe er ben Marsch über das Fjord fortgesetzt. Zweimal fei er eingebrochen, aber von feinem Hunde gerettet worden. Aus Mangel an Kräften mußte er feine Schneeschuhe und feinen Revolver schließlich zurücklassen. In der Advent-Bay mußte man ihm, so erzählt er, die Kleider vom Leibe schneiden, so sehr hatten seine Beine vom Frost gelitten. Sechs andere Mitglieder der Erpedition waren nach nördlick-er Richtung weitergegangen, um die zweite deutsche Expedition aufzusucheu. Von der Advent- Bay geht nun eine .Hilfsexpedition nach der Wijde-Bucht ob, wofür die Funkenstation alle möglichen Nettungsmittel bereit- gestellt hat.
Zu den Nachrichten von dem furchtbaren Mißgeschick der deutschen Svitzbergen-Expeditivn werden noch folgende Einzelheiteii gemeldet:
Der deutsche Hauptmann Ritscher, der nach drahtlosen Meldungen der Funfen-Telegraphenstation auf. Spitzbergen hilfesuchend auf dieser Station eingetroffen ist, ist Käpitan bei per Vvrexpedition des Leutnants S ch r ö d t e r - S t r a n tz , des Fühlers 'ber gesamten deutschen arktischen Expedition. Es handelt sich also nicht um eine selbständige Forfchungsrege Ritschers, sondern um die von Leutnant Schrödter-Strantz geführte Vorexpedition, die der Erprobung der zur Erforschung der Nordwestdurchfahrt dienenden Transportmittel und zur Ausbildung der Expeditionsteilnehmer dienen soll. Diese Vorexpedttion hatte am 3 August 1912 Berlin verlassen und sich nach Spitzbergen begeben. An der Expedition nahmen teil: als erster Osfizier Kapitänleutilant Sandleben, Dr. Mayer (München) als Geologe, Tr. Rüdiger für Ozeanographie, Dr. Detmers als Zoologe und der Botaniker Dr. Möser. Außerdem begleiteten die Vorexpedition Marinemaler Rave, Teckmiker Eberhardt und Präparator Schmidt. Der ärztliche Leiter der Expedition, Dr. Kohl, kehrte im September bereits nach Deutschland zurück.
Kapitän Ritscher war früher Oberleutnant z. S. in der kaiserlickxm Marine, daun Land er im Dienste der Hamonrg Amerika-Linie. Im vorigen Sommer erlitt er in Johannisthal,
Gieszener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhefsen
Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7.
Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a.
— Hagemanns Nachfolger. Geheimer Hofrat Max Grube in Meiningen ist zum künstlerischen Leiter des Deutschen Schauspielhauses gewählt worden. Ob Grube einen Hagemann ersetzen kann, erscheint uns sehr fraglich. Grube steht der mo dernen Literatur fast ebenso fern wie der modernen Regie. _ Ihm gilt vor allein das klassisclie Drama, wobei er auf geschickte Gruppierungen und farbige Bilder sieht. Im übrigen ift er reich au Erfahrung und Phantasie und ein tüchtiger Regisseur. Grube ist 1854 in Dorpat geboren, begann seine schauspielerische Tätigkeit in Meiningen. Er entwickelte sich zum guten ISIraraftcr«’ spieler — allerdings nur in kleineren Rollen — und kam über Leipzig und Dresden an das Kgl Schauspielhaus in Berlin. Bon 1890 bis 1905 waltete er dort als Oberregisseur, 1909 berief
heute früh mittels Sonderzuges in das Hauptguartier nach Ha- demkoeij. lieber den Zweck der Reise, die amtlich verheimlicht wird, ist bisher nichts sicheres bekannt.
Die Krupp'schen Kanonen.
Tie Wiener „Reichspost" meldet aus Belgrad: Tie in Kragujewatsch abgehaltenen Schießübungen mit ben den Türken abgenommenen Kruppschen Kanonen ergaben überraschende Ergebnisse, Die Kruppschen Kanonen und namentlich die Munition sind vorzüglich und ausgezeichnet. Tie Fachleute können licht erklären, wie es kam, daß die türkische Artillerie so erfolglos die serbischen Truppen beschoß. Man nimmt an, daß die Geschosse
wo er Flugunterricht nahm, auf einem Fokker-Eindecker einen leichten Unfall, von dem er sich wieder völlig erholte.
Die in der Depesche genannte Advent-Bay befindet sich im Eis-Fjord auf West Spitzbergen, die Wijde-Bucht zwischen Neu-Fundland und Spitzbergen.
Von einer dem Ehrenausschuß der deutschen arktischen Expedition nahestehenden Seite erhält unser Berliner -er-Mit- arbeiter folgende Mitteilungen:
Die rasche Kunde von der Notlage der deutschen Vorexpedition auf Spitzbergen verdanken wir wieder einmal der Funkentelegraphie. Die Vorexpedition befindet sich zurzeit in Abteilungen verstreut an der Nordküste der Insel. • In Wijdebncht harren drei Mitglieder auf Hilfe. Von dort ist Kapitän Ritschel unter furchtbaren Anstrengungen über Kap Thordfen nach Advent- Bai gewandert. Und die Funkenstation von Spitzbergen,, die sich in der Nähe der Advent-Bai befindet, hat den Hilferuf in die Welt hinausgesandt. Tiefe Station liegt auf dem Ostufer von Green Harbour, in der Nähe der Walfänger-Niederlassungen der norwegischen Aktiengesellschast „Nimrod". In elektrisch-technischer Hinsicht kann sie nicht gerade als besonders günftig für drahtloses Telegraphieren bezeichnet werden. Aber aus anderen, rein Praktischen Gründen hat man sich für Green Harbour als den verhältnismäßig bequemften Platz für die Anlage entschieden. Gegenseitige Verbindung wird von dort ans innerhalb eines Radius von 1200 Kilometer am Tage und 2400 Kilometer nachts mit europäischen Stationen und Schiffen unterhalten. Es können aber auch Funkenstationen in Framkreich, England, Deutschland vernommen werden. Die großen Ereignisse der Außenwelt werden z. V. während der Wintermonate von der deutschen Station Norddeich her aufgeschnappt, die immer nachts 11 Uhr 30 Minuten Preßtelegramme ins Lustmeer hinaussendet. Früh-w war Spitzbergen neun Monate des Jahres von der Außenwelt vollständig abgeschnitten. Jetzt steht die Insel, wie man sieht, in ständiger telegraphischer Verbindung mit den Kulturländern.
Die Station wird für die Zeit der deutschen H a u p t - expedition, die im Frühjahr des Jahres 1913 hinausgehen sollte, aber wegen des Schiffsbaues auf 1914 verschoben wurde, von größter Bedeutung werden. Leiter der Hauptexpedi- tion wird wieder Leutnant Schröder-Stranz fein, von dessen Schicksal man noch nichts weiß. Schröder-Sttanz beteiligte sich als Kriegsfreiwilliger am Feldzug in Südwestafrika und veröffentlichte dann das Buch ,,Süd-West-Kriegs- und Jagdfahrten", das große Anerkennung fand. Als Forschnngsreisender hat Schröder-Stranz Reisen nach Mittel-, Süd- und Nordamerika, den Westindischen Inseln und in die Nordländer unternommen. Seine guten Beziehungen und das Entgegenkommen der russischen OKlehrtenwelt und der Regierung erleichterten ihm die schwierigen Vorarbeiten für seine arktischen Forschungen. Ms Führer des Expeditionsschiffes ist Kapitän Berg gewonnen, der durch Fahrten in die nördlichen Gewässer reiche Erfahrungen besitzt. Kapitän Berg ist nicht bei der Vvrexpedition, sondern befindet fkch in Berlin. Das Expeditionsschiff, das jetzt erst in Auftrag gegeben wurde, ist ein kombiniertes Dampf und Segelschiff mit Eisverstärkungen. Die Kosten der Expedition sind einschließlich der
itaDien, vor allem Frankreich und Italien haben erheblich ■ > nd vorläufig noch dagegen.
höhere. In Deutschland kostete das Petroleum z. B. im 8 Türkisch er Ministcrrat
letzten Vierteljahr 1912 dem Kleinhändler, unter Abrech- j ß rt .- , , r- . .
"""Z des 3»!ls, im Durchschnitt 11% ta Frankreich 16% L r>kr°W°bmmM G«L L°t"b-rÄ
Italien gar 1 t ,2 P f g. auf den ^-ttcr. England ,uea ^ie Unterbrechung der Friedensverliandlungen gesckxiffcne
kann bei der vorliegenden Betrachtung beiseite gelassen V >age Um 7 Uhr abends dauerte der Ministerrat noch fort,
werden. Es ist das einzige europäische Land, in dem di^ \ er Kriegsminister und der Minister des Aeußern begaben sich
machen, nach dein in Zukunft nur englische Gesellschaften ui der Petroleuniv ers0rgung des Landes beteiligt sein sollen. In Island ist die Einführung eines staatlichen Petroleummonopols bereits b'schlo'sen worden. Kommen größere Verbrauchsgebiete neben uns zu dem Entschluß, fick von der Beherrschung durch die Standard Oil Co. frei zu machen, so bedeutet das jedesmal eine neue Einengung der ungünstigen Möglichkeiten des Marktes. Es heißt da- ,cr handeln, so lange wir noch allein stehen, es heißt schnell,
Ausland.
Noch ein Säheldnell des Grafen Tisza.
Tas „Berl. Tageblatt" meldet ans Ofen pest: Ter Präsident des ungarischen Abgeordnetenhauses Graf Tisza roiri)_ sich morgen oder übermorgen mit dem Grafen Szechenyi auf Säbel duellieren, der ihm schrieb, er hätte ihn neulich in der Tunkelheit nicht gegrüßt, wenn er ihn erkannt hätte.
Die „Correspondenz de Roma" hat ihr Erscheinen eingestellt. In unterrichteten römischen Kreisen glaubt man, dies sei auf Befehl des Vatikans geschehen, bet die fortgesetzten den konst-fsionellen Frieden besonders
Standard Oil Co. kaum die Hälfte des Marktes besitzt. Der Rest ist im wesentlichen in Händen der Europäischen Petroleum-Union. Das Jnselreich hat also wohl keine Ver anlassung, nach einer Aenderung feiner Situation bezüglich der Versorgung mit Leuchtöl zu trachten. Wohl aber wird dies vermutlich sehr bald mit dem einen oder dem anderen der Staaten der Fall sein, in denen der Druck der Standard sich noch weit stärker bemerkbar macht als bei uns. Es ist dies überall dort der Fall, wo die ameri- 1 kanische Trust gesell schäft bereits jetzt ohne Konkurrenz ist getreuer Ekckehart, bringen die Gönner der Standard Oil' Besonders ist Italien zu fürchten; cs ist ganz sicher voraus- Co. in der Presse und in den kaufmännischen Körper-i Zusehen, daß, namentlich auch unter dem Einfluß des deut schäften die ihnen von den Hamburger Rockefellerleuten' scheu Gesetzentwurfes, die öffentliche Meinung dort ni Balde


