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7.5.1913 Erstes Blatt
 
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163. Jahrgang

.Gerichtssaat": K. Neu-

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Der SlLtzemr Anzeige? erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich HiehenerKatnilienbletler,! rwennal wöchentl.lLreis- blaLlsürden Kreis Gietzen (Dienstag undFreitcig); zweimal nwnatl. Land- wirtschaftliche Scitsragen Fernfprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen:

Goetz; fürFeuille­ton",Vermischtes" und

Mittwoch, r. Kai K9I3

Bezugspreis: moiratlich75Ps,, viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Aik.2. viertel- jährl. ausschl. Bestellst. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August

Anzeiger Gießen. X? w

für die Tagesnummer Bofafiottstatid und Verlag der Vrühl'schen Univ.-Such- und Stemöruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftraße 7. E^^E Heß^für den bis vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.

Die heutige Nummer umfatzl 12 Seiten.

umxeBsgs

D en aus Srutari und über die perzüglich zu vereinbaren

die der

langen von Viarinesoldaten inldileStadtein zurück en. Inzwischen wird auch die Regierung in Cetinje durch die Vertreter der Großmächte von den an die Blvckadcflottc ergangenen Weisungen in Kenntnis gesetzt werden. Sobald die Besetzung Skutaris durchgeführt'ist, wird die Blockade aufgehoben. Die internationale Besatzung Skutaris soll so lange dort bleiben, bis die autonomen albatiischen Be­hörden gemäß dem Programm der Mächte organisiert sind.

Die Absichten Essad-Paschas.

DieSüdslawische Korrespondenz" meldet: Der öster­reichisch-ungarische, der italienische und der französische Konsul hatten in Tirana Unterredungen mit Essad Pascha, welche ergaben, daß Essad 'weder ein Königtum unter türkischer Souveränität ausgerufen, noch die Abtretung albanischen Gebiets im Norden oder Süden zugesagt hat. Die Berichte des italienischen Konsuls lassen die .Haltung Essads als korrekt erscheinen. Essad Pascha hat seinealbanischenMitkämpferentlassen und wird seine regulären Truppen nrit denen Dschawid Paschas vereinigen urti> nach Anatolien zurücksenden. Essad Pascha dürfte wahrscheinlich in Albanien bleiben und seine Dienste der Neuordnung des Vaterlandes widmen.

DieWiener Allg. Ztg." schreibt: Sollte sich die sehr vi-el Wahrscheinlichkeit enthaltende Auffassung bestätigen, daß Essad Pascha den ihm von montenegrinischer und ser­bischer Seite zugeschrieben en Quertreibereien vollständig fernsteht, so würde es wohl in der Natur der Sache liegen, daß Oesterreich-Ungarn sich bemühen würde, zwischen der provisorischen albanesischeu Regierung und Essad Pascha ein Zusammenwirken herbeizuführen. Essad Pascha genießt großes Ansehen unter seinen Landsleuten und ver­fügt über eine beträchtliche Anzahl alb an esi scher Truppen.

gen, darunter die Erbauung einer katholischen Kirche, bei deren Einweihung sich die montenegrinische Regierung ver­treten lassen muß, ferner die Lertretrmg der montenegrini­schen Regierung bei der endgültigen Beisetzungsfeier für Palic, ferner, daß den zur Apostasie gelungenen Katho­liken im Falle der Rückkehr zum alten Glauben freie Wahl des Aufenthalts bezw. der ungehinderte Uebertritt auf fremdes Gebiet garantiert werde. Die montenegri-

Macht, über die er verfügt, zur Aufrechterhaltung Ruhe und Ordnung in Albanien zu verwenden.

Das neue montenegrinische Ministerium.

Cetinje, G. Mai. Das Amtsblatt veröffentlicht die Demission des Ministeriums Martinowitsch und die Er- ncnnungs Miuskowitschs zum Ministerpräsidenten.

Montenegrinische Genugtuung sür die Ermordung des Paters Palic.

Die WienerPolit. Korresp." erfährt: Bon dem ge­mischten Ausschuß zur Untersuchung der Ermordung des Franzistanerpaters Palic wurde am 14. April ein Pro­tokoll niedergelegt, wonach der Ausschuß zu keinem ent­scheidenden Ergebnis gelaugte. Wenn auch kein vollgül­tiger Beweis erbracht werden könnte, daß Palic ohne jeden zureichenden Grund niedergemacht worden ist, ergab die Untersuchung, daß Palic in Fesseln wie ein gewöhnlicher Verbrecher eskortiert und im Gefängnis mißhandelt wurde. Hinsichtlich der Angelegenheit Palic sowie wegen der ge­waltsamen Konversionen stellte die österreichisch- ungarische Regierung eine Reihe Forddrun-

Es könnte nur förderlich sein, wenn es gelänge, der proviso­rischen Regierung die Unterstützung eines so wichtigen Fak­

tors, wie ihn Essad Pascha darst'etlt, zu sichern, und

Evans, der als erster bei dem Zuge zum Pol den Tod fand, ist jetzt der in Swansea wohnenden Witwe ausstehändigt worden; man frat dieser jedoch das Versprechen abgenommcn, daß der Inhalt des Tagebuches nicht vor zwei Jahren bekannt gegeben werden sollte.

Neue Kunde vom Ende des Nordpolfahrers Andree. Im letzten Herbst ist die Boje Nr. 10 von Andrees Ballonfahrt nach dem Nordpol aufgefunden worden. Sie trieb bei Prinz-Karl-Vorlaird im Westen Spitzbergens im eisfreien Wasser. Auf Grund der Strömnngsvcrhältnisse kommt Nathorst, wie er jetzt in der schwedischen ZeitschriftYmer" berichtet, zu dem Schluß, daß die Boje ebenso wie die früher gefundenen Nr. 3 und 8 ungefähr im Südwesten von Franz-Josef-Land ausgeworfen sein muß, an der Ostseite Spitzbergens nach Süden trieb und an der Westseite des Archipels wieder nach Norden, wo sie am Lande festgehalten wurde, während die beiden anderen Triftkörper mit dem Ostgrönlandstrom und durch die Jrminger- See nach ihren Fundpunkten an den Südwcstküsten Islands gelangten. Nach den gesamten nunmehr vorliegenden llcber- bleibseln der Expedition, unter Berücksichtigung der damaligen Wetterlage, ist der Schluß gerechtfertigt, daß der Kurs des Ballons von seinem Ausstiegsort Danskön im Nordwesten Spitzbergens zuerst nordöstlich gegangen ist, um dann in eine Schleife über Westen nach Osten abzubiegen. Der Untergang des kühnen Unter- nelMens dürfte sich zwischen Franz-Josefs-Land und Nowaja Semlja abgespielt haben.

Ein außerordentlicher Landtag beider Mecklenburg wegen der verfafsungrfrage.

Schwerin (Mecklenburg), 6. Mai. Heute nachmittag 2 Uhr fand im goldenen Saale des Großh. Schlosses die Eröffnung des au ß er ordentlichen Landtages beider Mecklenburg statt, welcher zur Beschlußfassung über die neue Vorlage und zur Abänderung der meck­lenburgischen Verfassung einberufen worden ist. Um 2 Uhr betraten der GrvWerzog von Mecklenburg- Schwerin und der Erbgroßherzvg von Mecklenburg-Strelitz den Saal. Der Großherzog verlas dann die ihm vom Staatsminister Grafen Basse Witz überreichte Thronrede. Darin verwies der Großherzog auf die neue Verfassungs­vorlage, wodurch seine landesherrlichen Rechte erheblich beschränkt werden und erklärte, er erwarte von der Ritterschaft und der Landschaft die gleiche Entsagung. Sodann verlas der Erbgroß- hcrzog von Mecklenburg-Strelitz im Auftrage des Groß- Herzogs von Mecklenburg-Strelitz die Thronrede, die sich in ähnlicher Weise aussprach. Die erste Sitzung fand um 3 Uhr im Konzertsaal statt. Es icurbc eine Note beider Regierungen überreicht, in der diese sich bereit crfTärteii, über Einzelheiten der Verfassungsvorlage in kommissarisch- deputatische Verhandlungen einzutreten. Die Beschluß-

Besetzung Skutaris u n -1n i s ch e Regierung, die zuerst au s w e i ch en d"ge - und alsbald mit Abtei-! a n t w o r t e t hatte, stimmte schließlich auf entschiedene Vor-

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Di e E chtheit der Rembrandt z c ich n u n g e n. Ami 27. Mai werben in Amsterdam 23 Rembrandtzeichniingen aus der berühmten Sammlung Hcseltine zur Versteigerung kommen. Diese Gelegenheit benutzt Geh. Rat Woldemar von Sei blitz, der Dresdner Kunstgelelirte, der den treffticheu kritischen Katalog ber Radierungen Rembrandts geschaffen hat, in derKunstchronik" einmal auszusprechen, wie cs seiner Ansicht nach mit der Eckst- l)eitssragc her Rembranötzeichnungen steht. Unsere Anschauung von dem Meister ist dank den großen Veröffentlichungen seiner Werke durch Bode, LippMann und Hofstede de Groot neuerdings wesentlich verlieft und erweitert worden. Während aber Hofstede de Groot noch sämtliche, mit mehr ober weniger Recht unter Rem- branbts Namen gehende Zeictxnungen in seinen Katalog aufnahm, stellt heute eine schürscre Stilkritik größere Anforderungen an ein Blatt, das den großen Namen mit Recht führen soll. Seidlitz I?at schon früher auf Grund der Veröffentlichung von 47 der Helse- tineschcn Blätter ausgeführt, baß bavon mir etwa bie Hälfte un­bedingt echt sei, während 14 unsicher imb 11 nicht von Rem­brandt wären. Das Bestreben, um jeden Preis inöglichst viel Werke von einem Künstler erhalten zu wollet:, steht, so schreibt

der Dresdener Gelehrte, den Forderungen der künstlerischen Er- kenntms durchaus entgegen, indem es den Fortschritt hemmt und die Dauer von Uebcrlicferungen zu stützen sucht, denen keine aus­reichende Beweiskraft innewohnt.

Ein Runenfund im Fuggcrarchiv. Im fürst­lich Fuggerschen Familien- und Stiftungsarchiv in Augsburg ist von dem Würzburger Gelehrten Franz Babinger eine Entdeckung gemacht worden, die in den interessierten wissenschaft- lichen Kreisen Aufsehen erregen dürfte. Er fand eine kurze Aufzeichnung in runenäünlichen Schristckwrakteren, die unter den mitgeteilten griechische:: und römischen Inschriften der Reisebeschrci- bung des Fuggerschen Faktors Dernschwamm aus dem Jahre 1555 stand. Der dänische Sprachforscher Wilh. Thomsen stellte nach einer einqesandten Photographie fest, daß es sich um eine der ganz seltenen lmnno-skpthischen Inschriften in ungarisä^cr Sprache handelt. Von solchen sind bisher überhaupt nur zwei bekannt. Und auch deren Echtheit steht nicht fest. Babinger vollendete darauf in: Verein mit Dr. v. Sebestyen in Budapest die Enträtselung des Textes. Dernschwamm hatte ihn in Kon­stantinopel von einer Mauer in der ungarischen Gesandtschaft ab- koviert. Der Inhalt berichtet von einer bisher gänzlich uu- bckamtten Gesandtschaft des ungarische:: Königs Ladislaus II. an bei: Sultan Salim II. Und Babinger konnte daraufhin den Historischei: Vorgang genau feststellen. Eine umfangreiche Abhand­lung, die nach ihrer baldigen Veröffentlichung eingehende Auf­schlüsse über den ganzen Fund und seine Bedeutung geben wird, wurde am 21. April 1913 in der Gesamtsitzung der königlich ungarischen Akademie der Wissenschaftei: verlesen und erscheint in ungarischer Sprache unter de:: Abhaiwlungei: der Akademie. Den deutschei: Aufsatz bringt, demB. T." zufolge" das nächste Heft derUngarischen Rundschau".

Parsifal in Mainz. Schon seit längerer Zeit hat Direktor Behr end die Msicht, WagnersParsifal" im Stadttheater zu Aufführung zu bringen, doch standen der Ver­wirklichung die Kosten von 24 000 Mk. für Dekorationen, Kostüme usw. im Weg. Jetzt hat sich die Theaterdeputatioi: eittschlossen, einen namhaften Zuschuß zu bewillige::. Vorausgesetzt, daß die Stadtverwaltung jetzt auch Ja und Amen sagt, wird das Weck des Bavreuther Meisters sofort nach Erlöschen der Schutzfrist im Mainzer Stadttheater in Szene gehen.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft. Ms der vom 21. bis 26. September in Wien statt - findenden 85. Versaminlimg deutscher Naturforscher und Aemw wird ii. a. sprechen H. Wiener (Darmstadt) über Wesen und Aufgaben der Mathematik. In Boni: ist der Orientalist Ge­heimrat Professor Prym sm Wer von 70 Jahren gcftorbeik

fteTIungen des österreichisch-unaarischen Gesandten allen Forderungen zn und erklärte, wegen der bekannten Behinderung des Militärattaches Hubka auf der Fahrt nach Cattaro die geforderte Genngtunng gewähren zu wollen.

Der Entwurf der §rie6en$beöingungen.

London, 6. Mai. (Reuter.) Die Botschafter tele­graphierten gestern abend ihren Regierungen den Entwurf der Friedensbedingungen, der als Ergebnis der Ver­handlungen der Botschafter in London ausgestellt worden ist. Es wird erwartet, daß die Genehmigung der Regierungen 'bis Donnerstag eintrifft. Ter erste Paragraph verzeichnet die Tatsache, daß Friede und Freundschaft unter den Kriegführenden wiederhergestellt fei. Der zweite Para­graph sieht die Abtretung allen Gebietes westlich der Linie EnosMidi« seitens der Türkei vor. In einem weiteren Artikel stimmen die Kriegführenden zu, den Status und die Grenzen Albaniens durch die Mächte sestlegen zu lassen. Kreta soll an Griechenland abgetreten werden, während das Schicksal der A e g ä i s ch e n Inseln und des -Berges Athos der Entscheidung der Mächte Vorbehalten bleibt. Artikel 6 sicht vor, daß alle finanziellen und wirtschaft­lichen, durch den Krieg verursachten Fragen von einem1 in Paris tagenden finanziellen Ausschuß behan­delt werden. Es ist auch eine Best immun g getroffen lvorden für den Abschluß von Sonder abkommen zur Behand­lung von Fragen der Jurisdiktion und anderer ähnlicher Gegenstände. Während man erwartet, daß die übrigen Batlänstaaten den Entwurf der Friedensbcdingungen an­nehmen toerben, wird es in griechischen Kreisen Londons für nicht unwahrscheinlich gelpilten, daß Griechenland zu­nächst einige Sicherheiten hinsichtlich der Aegäischen Inseln und Grenzen in Epirus fordern wird.

Die icrflc gemeinsame Sitzung der Friedensdelegierten in London soll Donnerstag oder Samstag nächster Woche stattsinden. In dieser Sitzung wird der Präliminarfrieden unterzeichnet werden. Wie aus Konstantinopel verlautet, wird sich am Samstag ein Ausschuß des türkischen General­stabs in das bulgarische Lager begeben zur vorläuftgen Festsetzung 4>cr künftigen türkisch-bulgarischen Grenze.

Dem Kiedey entgegen!

Fürst Bismarck schrieb^ im Jahre 1887 nach Wien:Die ck>riental:sche Frage ist ein Geduldspiel; wer warten kann, gewinnt." Man wird den Oesterreichern zugeben müssen, Etah sie gründlich gewartet und bis zum Schluß gute Miene Au dem bösen Geduldspiel gemacht haben; aber jetzt scheint - las Warten ihnen doch endlich Gewinn zu bringen. Wenn die Botschafter der sechs Großmächte nach der letzten Sitzung der Londoner Reunion einander beglückwünschten, so wird der Vertreter der Donaumonarchie das wohl mit besonderer Inbrunst getan haben, denn der Rückzug Nikitas be­wahrt die österreichische Politik vor einem se'htr unangeneh­men Abenteuer, von dem man nur den Anfang, aber nicht das Ende wußte. Und wenn der König von Vdontenegro auch nrit einem Seitenhieb' auf seine intimsten Gegner erklärt hat, daß erisolierten Aktionen" nicht nachgeben konnte und deshalb das Schicksal Skut a r is in die .Hände der Mächte gelegt habe, so kommt das doch in der Wirkung auf dasselbe hinaus. Denn die Donaumonarchie hat sich ja ausdrücklich auf den Standpunkt gestellt, daß sie nur die Londoner Beschlüsse der Mächte durchsetzen wollte, und sowohl von österreichischer wie von italienischer Seite sind die Pläne von einer beabsichtigten Teilung Albaniens mit nickhaltloser Entschiedenheit bestritten worden.

Laut Beschluß der Botschasterkonferenz wird Sku t ar i nach dem Abmarsch der montenegrinischen Truppen durch die Truppen der Großmächte besetzt werden, um auf diese Weise die internationale Lösung der Streitfrage zum Aus­druck zu bringen. Da König Nikita die heißumstrittene Stadt bedingungslos ausliefert, läge an sich keine Not- ( wendiiMit zur Erörterung der Kvmpensationsfrage vor, aber es ist brotzdem anMnehmen, daß! von der Tripelentente I diese Frage angeschnitten werden wird. Freilich kann nach » den von österreichischer Seite abgegebenen Erklärungen, an denen nichts zu drehen und zu deuteln ist, von terri- I torrialen Entschädigungen, die ja auf Kosten Albaniens g<chen müßten, nicht mehr die Rede sein. So dürfte denn | bie Kompensation, falls sie beschlossen werden soNte, zum I Schlüsse doch auf eine Getdentschädigung hinauskommen, | und zwar wohl in ^yorm1 eines größeren Pumps, zu welchem Endzweck die beteiligten Mächte in die Tasche greifen dürften. So tvürde die Skutari-Tragikomödie vollends W einer Possemit allem Komfort" heräbsinken.

Die Lösung des albanischen Problems wird dadurch vielleicht wesentlich vereinfacht, daß Oesterreich irnd Italien sich Essad Paschas, der seine kühnen Pläne j«tzt offenbar ausgegeben hat, als Mittelsperson bedienen, L tTi>ent sie ihm den Posten als Kriegsminister verheißen.

Die Räumung Skutaris.

Wien, 6. Mai. In der Verzichterklärung des Königs I Molaus auf Skutari ist, wie von zuständiger Seite betont 8 wird, von irgend welchen Bedingungen oder dem Vorbehalt »des Beschlusses der Skupschttna.keine Rede. Daher ist L rs auch nicht zutreffend, wenn es heißt, daß "die Mächte über den Zeitpunkt und die Modalitäten der Uebergäbe Skutaris in ihre Hände noch beraten werden. Vielmehr s ifoben die Kommandanten der europäischen Ge-- , s <h wader der Blockadeflotte b er ei t s Instruktionen, >1 mit ber montenegrinischen Regierung die Modalitäten iib er Abzug der montenegrinische n T r u p-

Au? Nacht und ®5s.

DerdänischePolarforsch!erKnud Ras'm!ussen lÄegcaphicrt aus Thorshavn: Geplante Schlittenreise wurde :itit vier Schlitten, 53 Hunden in Begleitung des Dänen Freuchen ; o.b zweier Eskimos ausgeführt. Sie ging vorn Markhamgletscher ms zunr Danrnarksfjord. Bei der Ankunft an der Ostküste Waren alle Hunde wohlauf. Ich beschloß, westwätts durch den »«rmeintlichen Pearvkanal nach Pearpland zu gehen; ich hatte ehe gute Jägd auf Seehunde und Moschusochsen längs der Küste 'ois zur Jndependencebay. Wir gingen nun auf Inlandeis über T-aryland, wo früher der Pearykanal vermutet wurde und fanden i hort ein großes, eisfreies und wildreiches Land. Dort blieben i»ir bei andauerndem Unwetter und Stürmen, aber bei guter Fagd etwa noch einen Monat. Darauf traten wir über das ü^landeis die Rückreise an. Auf einer Strecke von etwa 1000 V klontetmt fanden wir andauernd losen Schnee und hatten daher Ü schweres Vorwättskommen, dennoch legten wir täglich durch- , .schnittlich 50 Kilometer zurück. Die Expedition dauerte voM . April bis zum 15. September. Die ganze Reise wurde aus- i Mießlich Mit Eskimoausrüstung durchgesiihtt ohne Konferven-- vroviant.

C. K. Das Tagebuch des Kapitän Scott. Der duausgeber vonEverybody's Magazine" Mr. White, war dieser Tage in London, um Auszüge aus dem Tagebuch des ^'cpitän Scott zu mache::, die mit etwa 60 Photographien zu­erst in der amerikanischen Zeitschrift veröffentlicht werden sollen. 2 is gesamte Tagebuch wird gegenwättig von Fran Scott und li Gimm anbei- Evans bearbeitet, ^während bie Herausgabe Leonard !| strxlep übernommen hat. Das Tagebuch des unglücklichen Polar- ^wchchers besteht, wie White mitteilte, aus zehn großen Bänden, ufte mit Bleistift geschriebei: sind. Es ist ausgezeichnet erhalten uni) zeigt keine Swrren davon, daß es neun Monate lang nach tot! Tode des Forschers in dem von den Unbildei: der Witterung H bart mitgenommenen Zelte in der arktische:: Eiswüste gelegen btt. Die drei letzten Bände enthalten die Schilderung ches Vor- itoüeS zum Südpol.Was mir als das Bemerkenswerteste auf- fiel," sagte White,war die allerletzte Stelle, der Aufruf des : apitäu Scott an sein Land, für seine und seiner Kameraden Whiliterbliebene:: zu forgen: diese Worte sind ohne jede Ver- ® icfierung, ohne jede Ausstreichung oder Hinzufügung gesckwieben. '.'5 sind ergreifende Worte, und selbst ein erfahrener Schriftsteller W bitte sie vielleicht nicht ohne Verbesserungen gleich in der Form W überschreiben können, die Kapitän Scott sand. Mai: hat den Wflndruck, daß er, als er diesen schöne:: Aufruf so fließend iiieder- »i^chiieb, von einem starken (tzefühl der Ergriffenheit uni) Erhebung t ;kjtelt gewesen sein muß." Das Tagebuch des Matrosen