Ausgabe 
6.6.1913 Zweites Blatt
 
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

1913

Tausend und 1'

/io .Proz. bei einer Million eine Gcsamtstaffcl! Pastor T ' bis eine Million Vermögen mit 8/i Proz. ein-' von inne

schuss.

Itersiiegil

50000 Mark

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den nächsten angefangenen oder

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Der Ausschuß vertagt sich auf Freitag Vvrinittag 9 Uhr.

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X Xf- n wirtÄnn «n j ^>um 'iii.' uviuu(tiiutii ^izepra, locnren rtmroc £

jengg^cgr werden, öie Staffel von 300 000 Mark von -/10 ans General der Infanterie >. T. v. Gavl gewählt W ibie Staffel von emer Halden Mtllwn bescitrat werden Mitglieder wurden wiedcrgewählt die Herren CInnAan Md statt des hierfür ange,etzten 'Satzes von sünfundachtzig vom! Haupt, Direktor C. I. Lange, Dr Schulte

Als Ausschuß-

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ange, Dr. Schulte im H-ofe,

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1

50000

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100000

300000

500000

1 Million

3 Millionen

4 Millionen

5 Millionen

C*/, cn erhältlich sind.

0,15 0,35 0,5 0,7 0,85

1,1

1,2 1,3

1,4

DieSiebener Aamlienblätter" werden dem Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das .,«rei-b!att für den Kreis Liehen" zweimal wöchentlich. TieLandwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal.

von,300000 Mk. _____. ....... , .....

geführt werden. Tic Staffel von drei Millionen wird beseitigt und von einer Million bis fünf Millionen 1 Pro.;, und von fünf Millionen ab 1V4 Proz. verlangt. Von den im 8 11 genannten beitragspflichtigen Reichsdeutschen mit mehr als zwei- jährigem Aufenthalt im Ausland abgescl-en von den Beamten sollen, wenn sie ein Einkommen von 7500 Mk. haben, ohne Rück licht auf das Vorhandensein und die Höhe des Vermögens min bestens bis 15 000 Mk. Einkommen ein Prozent des Einkommens und bis zu 30 000 Mk. Einkommen außer den ein Prozent bis 15 000 zwei Prozent auf Ucberschuß und bei gröberen Ein­kommen als 30000 Mk. daneben drei Prozent aus Ueberschuü über die 30 000 Mk. Beitrag zahlen.

Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag: fcsgaöl. Redaltion:e-^112. Tel.-Adm AnzeigerGießen.

Der Beitrag beträgt bei einem Vermögen bis und bei größeren Vermögen von den ersten

Märkte.

~ Lauterbach, 5. Juni. Ter Frühjahrsmarkt, sog- Prämieumarkt, hatte trotz Anskalles des mit dem 5lräinermarkt verbundenen Viehmarktes, der wegen einer in den hiesigen Schlacht- Hos eingeführlen senchenverüächtigen Kuh nicht abgehalten werden durste, einen recht lebhaften Verkehr. Der gute Besuch erstreckte ick, allerdings nur auf den Nachmittag, während an sonstigen Irühjahrsrnärkten auch der Vormittaa zahlreiche Besucher herbeizog, um der Prämiierung des Viehes beizuivohuen. Tie Gasthäuser, hauptsächlich die in der Nähe des Viehinarktvlatzes gelegenen, haben deshalb in diesem Jahre keine so guten Geschäfte gemacht wie in Vorjahren. Dagegen war die Kaullust aus dem Krämerinarlt ziemlich gut zu nennen. Die übliche Verlosung von lebenden und toten Gegenständen wurde abgehalten, doch fonnieii die lebenden Gewinne wegen der Schutzmaßnahmen nicht nngefanft werden; die Gewinner erhielten den für den betreffenden Gewinn vor gesehenen Wert in barer Münze ansbezahlt, wobei sie jedenialls besser babeijveagefomnien sind, als wenn sie erst ihren föeroinn, Rmb oder Scl wein, an den Mann bringen und dabei oft unter dem Ankaufspreis verkaufen mußten. Nack einem Beschluß des Stadtvorskandes soll die Prämiiernug des Viehes, Rindvieh und Ziegen, am 2. Juli statlfinden.

Hierauf fand die folgende vorn Grafen Arnim Muskau ein­gebrachte, in dessen Abwesenheit vom Ckaicu Schweinitz ver­tretene Entschließung einstimmige Annahme- Der Vorstand sieht in der sortichreilenden Jslamierung in Ostafrika eine crnitc politische und kulturelle Gefahr, der entgegengclretcn werden mutz. Tas Ncichs-Kolonialamt möge in dieser Richtung unter Anforderung der nötigen Mittel zweckentsprechende Maßnahmen veranlassen.

Nachdem die Tagesordnung für die .Hauptversammlung fest­gesetzt worden war, wurde beschlossen, eine Vorstandssitzung im derbst in Berlin abzuhaltcn, deren Zeitpunkt der Präsident be­stimmen soll.

Tagung der Deutschen Uolonial-Seseüschaft.

., Am 3. Juni begann in Breslau die Tagung der Teut- Ichen Kolonialgesellschaft. Tie A b t e i l u n g G i e ß c n war durch ihren Schriftführer, U n i v e r s i t ä t s p r 0 f e s s 0 r D r. B r n ck, vertreten. Zunächst wurde die V 0 r st a n d s s i tz u n g abgehalten Ter Präsident, Herzog Johann Albrecht zu Mecklen­burg, eröffnete sie mit einer Ansprache, in der er sagte:

^rotz der politisch schweren und unsicheren Zeiten, unter denen das Wirtschaftsleben in Deutschland bart zu leiden hatte, kann die Kolonialgesellschast sich eines kräftigen Wachstums cr- rcucn. Tank der unermüdlichen Werbearbeit in den Abteilungen läßt sich eine regelmäßige Mitgliederzunahme feststellen. Ter kolo­niale Gedanke saßt erfreulicherweise Fuß in Schichten der Be­völkerung, die bis vor kurzem.den kolonialen Bestrebungen teil­nahmslos gegenüberstanden. Bei den Verhandlungen des Landes­rats von Teutsch-Südwestafrika äußerten verschiedene Redner ihre lebhafte Befriedigung über die Einsetzung der ständigen Eisenbahn­kommission seitens der Deutschen Kolonialgesellschaft und regten an, sie mit Uebersendung von Material zu unterstützen. Ich betrachte diese freiwillig in Aussicht gestellte Förderung unserer Tätigkeit als ein Zeichen dessen, daß man in den Kolonien unserer Gesellschaft einen immer größeren Wert beilegt. Die Eisenbahnkommission wird natürlich den aus den Schutzgebieten kommenden Wünschen ganz besondere Aufmerksamkeit zuwenden und es iicb_ angelegen sein lassen, im Sinne des vom fcerm Staatssekretär bes Reichs-Kolonialamts ausgestellten großzügigen Ellenbahnprogramms zu arbeiten, demzufolge sich die Kolonial- verwaltung nicht mit den heute bestehenden Anfängen eines Eisen­bahnnetzes begnügen will, sondern den Bahnbau nach Kräften fordern wird. Wenn dann neue Schienenwege als Lebensadern die Schutzgebiete durchziehen, wird auch als selbstverständliche rvolgc der wirtichastliche Aufschwung nicht ausbleiben und-dem Deutjchcn Reiche die Fruchte langjähriger Arbeit in reichem Matze zusülwen. «Lebhafter Beifall. 1

Zum Gesetz ästssühren den Vizepräsidenten wurde durch Zuruf

von den höheren Beträgen 1,5 vorn Hundert, jedoch nicht über 1,25 vom Hundert des Gesamtvermögens.

Die Staffelung des Wchrbeitrages im Hanptausschuß.

Nach d^r Mittagspause geht der Ausschuß über zur Beratung **5 grundlegenden 1 der Vorlage. Der Berichterstatter Graf Westarp berichtet über die Vorbesprechungen, die nur teil- weise zu einer Verständigung geführt haben. -.Be­züglich der unteren Grenze und der unteren Steuer­sätze beim Vermögen sei int idcientliehen eine Ucbercinftimniung erzielt worden. Der Schatzsekretär habe großen Wert darauf gelegt, daß niebt über 1,25 Proz. Steuersatz hinausge­gangen werde. Für die D u r ch st a s s c l u n g sden höheren Satz nur jcwnls von dem ü b e r s ch i e ß e n d e n Betrag zu er beben'* jei zwar eine PLehrheit, aber keine Einstimmigkeit erzielt worden, lieber die Heranziehung d cs Einkommens tei ebenfalls keine volle U c b c r e i n ft i m m u n g erfolgt. Der Ojedanke der Kapitalisierung des Einkommens mit einem Multiplikator (sechs, acht, zehn) sei nicht allgemein angenommen tvorden, ebenso nicht die untere Grenze des zu versteuernden Einkommens.

.Die, Fortschrittler beantragen eine Aenderung der Westarpschen Staffelung dalstn, daß bei Vermögen von drei Mil­lionen an als nächste Staffeln. hinter der von einer Million

des Wehrbeitrages vom Vermögen.

Ter 'Antrag der N a t i 0 n a l l i b e r a l e n wird abgelchnt, ebenso der Antrag der Sozialdemokraten gegen die Stim­men der Antragsteller und des Elsässers. Der Znsatzantrag d e r F- 0 r t s ch r i 11 l i ch e n V 0 l k s p a r t e 1, im Antrag Westarp die Staffeln bei Vermögen von drei Millionen an um je ein Zehntel Prozent zu erhöhen und aus dem Westarpschen Antrag die Höchstgrenze, die der Westarp'sche Antrag für das Gesamtvermögen auf einundeinvicrtel Prozent c )t f ch t, zu streichen, wird mit großer Mehrheit ange­nommen. Der 'Ausländerantrag der Nation'al- ibej a len wird abgelehnt.

In dieser Fassung wird mit der fortschrittlichen Modifikation der Stteichung der Höchstgrenze von eimtndeinviertel Proz-ent hierauf der © taff eia n trag Westarp angenommen. D i e Frage der Heran zichung der Einkommenbleibt n 0 ck> un - entschieden.

In der Aussprache über diese Anträge erklärt der Vertreter der Volkspartei, daß seine -Partei nicht über eine Milliarde bewilligen wolle und deshalb sich Vorbehalte, da die Milliarde in zwei oder drei Waten aufgebracht werben soll, bei der zweiten Nate Prozenterhöhungen ober Herabsetzungen je nach Jöebarf zu beantragen. Eine .Hinaussetzung der Einkommensgrcnze von 2000 auf 3000 Mk. im Zusammenhang <nit dem. Vermögen würde bki der einmal vorhandenen mangelhaften Veranlagung eine ganz eins eilige Bevorzugung der agrarischen Kreise bedeuten.

Tiefe Forderung lvird als ^Ergänzung zürn Antrag Westarp von den Konservativen Dietrich und Graf von Ear- mer erhoben, wonach Vermögen, die bei: Betrag von 10 000 Mk. und. sofern der Pflickstige ein Einkommen von weniger als 3000 Warf hat, den Betrag von 30000 Mk. nicht übersteigen, bei-- trag £ frei sein sollen.

iSin Nation alliberalcr begründet den Antrag sei­ner Parte i, der namentlich auch eine einfache Veränla gung des Einkommens enthalte. Tic Kapitalisie­rung des Einkommens sei nicht berechtigt: man möge nur an die zahlreichen gewerblichen Ei u kom- menbenkerl,dieaufburchausunsichererGrundlage beruhen. Ter n a t i 0 na11i b e r a f e Antrag ergebe 940 M il- Konen Mark, sowie weitere 40 Millionen aus den Aktiengesellschaften, so daß der Bedarf gedeckt sei.

Regierungsvertretcr hat das Aufkommen au5 dem 2l n - trage Westarp auf 970 Millionen beziffert.

Die S 0 z i a l d e m 0 k r a t i c bringt einen Antrag ein, wo­nach bei den größeren Vermögen eine weitere Steigerung der Sätze des Westarp'sehen^Antrages bis auf 2 Prozent durchgesührt wer­den soll. Ter Schatz selretär wendet sich gegen bic hohe n S ä tz^c bei den g r 0 ß en Vermöge n. E's würde dadurch das Steuergesetz direkt einzelne Personen treffen, und dies sei peinlich. Je hoher man den Satz herausbrücke, desto schärfer wurde der k 0 n f i s k a t 0 r i s ch e Gedanke zum Aus­druck tbmmen. Ein Prozent wäre schon ein sehr hoher Betrag, dochnriirbe die Regierung den Anträgen der National - liberalen und d e s G r a f e n Westarp mit cinundein- d r 0 z. allenfalls n 0 ch zustimmen können.

Der Pole erklärt seine Zustimmung zu dem Antrag Westarp mit dem vorhin erwähnten Vorsckstag der Volkspartei für die ^emen'ung der zweiten Rate, aber mit dem Vorbehalt, daß ein höherer Ertrag der Steuer zur Ermäßigung dtr niedrigen Stufen verwendet wird. Den sozialdemokratischen Antrag i'clmt er ab, da dreier die Auswanderung der Kapitalien zur Folge haben müsste.

Während die Sozialdemokratie eine weitere Er - Höhung J>cr Sätze befürwortet, erhebt der konser­vative Sprecher dagegen grundsätzliche Bedenken.

Der preußische Generalsteuerdireltor erklärt, die Behauptungen von regelmäßigen Steuere nt Siebungen preußischer Landwirte seien nach sei­nen Erfahrungen nicht richtig: den in Zeitungen sub stanziert angeführten Fällen sei man amtlich nachgegangen, aber immer habe sich entweder die Unrichtigkeit oder die tarfe Ucbertrcibung solcher Behauptungen ergeben.

Die Abstimmung über die Staffelung

Aeitag, 6. Zum WZ

Rotationsdruck und Verlag bet Brühl'schen Universitäls - Buch- und Steindruckerei.

R, Lange, Gießen.

^Pagnie in btt uLbem bamQls ststplah.

Radfahrer

1 Fchhollen.

tonHon3ttf Don o9 Qn den Krieg

vom Grubenunglück bei Gber-Rosbach.

-I. Ober-Nosbach, 5. Juni. Heute morgen sind auch die beiden letzten Opfer de§ Grubenunglücks ge­borgen worden. Man hatte gestern davon abgesehen, da man eine auffällig starke Gasentwicklung festgestellt hat, und da es für aiisgcfchlosfen galt, Blecher und Storck lebend zu bergen. Morgen werden nun die vier Bergleute zu Grabe ge­tragen, die Opfer ihres schweren Berufes, Opfer ihrer Hilfs­bereitschaft geworden sind. Das Mitleid mit den Angehörigen der Verunglückten ist allgemein. Besonders hart angefaßt hat das Schicksal den Totengräber Blecher, der feinen Sohn und seinen Schwiegersohn verloren hat.

st. Ober-RoSbach, 5. Juni. Auf gerichtliche An­ordnung wurde die Grube sofort nach Bergung der Leichen geschlossen, um die Ursachen des Unfalles genau seststellen ;u können. Man nimmt an, daß sich auS dem Wasser, das vor vier Monaten in die Grube drang, Gase giftiger Natur gebildet haben, denen die Bergleute zum Opfer sielen. Für die Hinterbliebenen des Obersteigers Lenz, der sein Leben für die Kameraden opferte, will man dem Vernehmen nach die Carnegie-Stiftung um Beihilfe bitten.

igt von KönigL n - Manufaktur Meissen mi von der Fayence- imima, Kopen- su haben in der

UsMes gemein, in bet

E Vio .Prozent nicht i»' Prozent gesetzt, sondern diese Staffel ?*<_ l1/s Prozent erhöht werden soll. Tie .nächste Vermögens- WicI soll fünf Millionen sein und der JSeitraj l4 L0 vorn Hun- tert betragen und ebenso wie im Antrag Westarp, bei höheren Beträgen als 5 Millionen l1 . Prozent, dagegen soll nach dem v«lksparteiliche^ Abänderungsantrag die Einschränkung im Eestarvschen Vorschläge, daß das Gesamtvermögen nicht mit mehr V/4 Prozent belastet werden dürfe, gesttichen werden.

'Die N a ti on a l I i be r a l en beantragen gleichfalls eine -Lende rung der Westarpschen Staffel. Hier fängt yer Beitrag bei 30 000 Ml. Vermögen an und beträgt bis zu C000 Mi. nicht anderthalb, sondern nur eins vom Tausend, bei den nächsten 50 000 Mk. nicht sünsunddreißig vom Tausend, mbern nur 1/4 Pro?,. Die nächste Westarpsche Staffel von jOOOOO Mk. bis 200 000 Mk. soll von ' _> aus 1/3 Prozent

Die lvehrbettra^pfiiLt der Aktiengesellschaften im hauLhaltLaurschuy.

. :: Berlin, 5. Juni.

4bir leben ;n <agen der Erinnerung und tiebcntfeicrii. Sogar der Budgeiausschuß, der sich mit so schwierigen und heiklen Dingen zu vsichasugen hat, nahm Gelegenheit, den Platz seines Vorsitzenden, .dcs Oberlandesgerichtspräsidenten und Fraktionschefs des Zentrums Dr. Spahn, mit einem Blumenarrangement zu schmücken zur Er­innerung daran, daß in der freilich noch aus den ersten Plonaten des Wahres 1P1? dauernden ersten Session dieser Legislaturperiode der Bntgetausschuß heule seine hundertste Sitzung hat. Auch die heutigen zioei Geheimstmiden im Untersuchungsausschuß brachten Ceinc Verständigung. Im Öauvtausschnß ivirb die gestern abge­brochene Verhandlung über die Bestenerling der Aktiengesell­schaften iljiv. fortgesetzt. Ein konserv atives Mitglied bespricht eingehend die grmidjäyliche Frage der Besteuerung der Zlktienge- sellschasten. Er neige dazu, die Gesellschaften als solche zu besteuern und die Aktionäre tret zu lassen Es werbe dadurch die Topp el- beste ne ru ng vermieden. Ziveiselhaft sei, ob der Weg der Kapitalisierung des Durchschnitts der Tividenden aus drei Jahren der richtige sei oder ob nicht besser der Kurswert genommen tvcrbcii sollte.

' ®«3 cntru m sred 11 c r wenbet sich gegen die Vorschläge,

lur bic .lnscjsting des Vermögens bic Bilanz zugrunbe zu legen. ~IC vrakkis ch c it Erwägungen sprächen für bas Prinzip bes ZentrinnSantrages, loobc: das Zentrum cs offen lasten wolle, ob bas Vermögen durch Kapitalisierung der Tividenden ober durch iben Kurswert oder durch eine 5iombination beider festgestellt werden soll.

Ein Volksparteiler verweist barauf. daß auch bei der vr en gisch en Ergänzungssteuer den juristisäien Personen, also Uisvesoubere den Aktiengesellschaften, kein fingiertes Vermögen ^aciinesen wird, sonder» daß dort ans guten Gründen Steuer» v.ibeit festgesetzt ist Auch ivenn man die Bilanz zugrl'.nbe lege, werde die Steuerbehörde nicht gleich ein richtiges Ergebnis der Vertnögensfcstslcllnng bekommen, da in den Bilanzen die Ver mögensiverto bet jeder guten, soliden Gesellschaft möglichst niedrig angenommen werben. Tie Besteuerung der fllktiengesellschafien selbst fei eine Ungerechtigkeit gegen bic kleinen Akt ionärc, bic vielleicht mit ihrem Vermögen weit unter ber steuerfreien Grenze wären ober wenigstens nur mit einem geringen Steuersatz beram gezogen würden. Nach dem Zentrninsantrag müßte z. B. ein Jftionär der Tentschoi Dank unter Umständen bas Neunfache besten zahlen, was er eigentlich nach ber Große seines Vermögens 51t zahlen hätte.

(Sin s 0 - ial 0 e in 0 kratisches Mitglied wendet sich gegen die Anträge der Nationalliberaleii und ber Volkspartei, weil nach seiner Meinung babei große Vermögensivcrtc der Steuer eiitzogen würden; der Eintrag des Zentrums sei eher geeignet. Allerdings fei dabei bic Kapitalisierung des Ertragswertes nicht zweckmäßig, weil viele Gesellschaften bic D i v i d e n b e n a b s i ch t l 1 ch n i e b r i g halten. Die Be­rechnung nach dem Rursnjrf't erscheine richtiger, weil im Kurs­wert alle Verinögensinonieutc zum Ausbrnck komnicn.

In ber Abstimmung wird bezüglich der Aktiengesellschaften usw.

12) die Regierungsvorlage mit den 14 Stimmen der National- liberalen, VolkSparteiler und Sozialdemokraten angenommen. Gegen die Regierungsvorlage stimincn Zentrum und Konservative. Damit sind sämtliche Anträge erledigt.

Hieraus trat bic Mittagspause ein.

Ein Staffclungövorschlag.

Die Reihe der Vorschläge 1111 vertraulichen Unter- a us s ch 11 ß hat andauernd gewechselt. Die letzte Serie mit Vor­schlägen 11. a. von Graf Westarp, Gothein, Roland, Lücke ist mit vergleichenden Uebersichtcn heute früh für den Ausschuß verteilt worden, und aus ber heutigen vertraulichen Sitzung gesonbert ein weiterer Vorschlag gedruckt ivordcn, der den Namen des Grafen von W e st a r v trägt und den § 1 folgendermaßen fassen will : »Zur Deckung der Kosten ber Wehrvorlage wirb nach den Vor- schristcn dieses 6',esctzes ein einmaliger außerordentlicher Beitrag vom Vermögen erhoben. Als Vermögen wird nach näherer Vor­schrift des § 31 auch ein vielfaches des Einkommens angerechnet." Dem stasfellosen ersten Paragraphen der Regierungsvorlage in dieser Westarpschen Fassung soll als § la folgende «Staffelung beigefügt werben:

Dhießcn und Konsul a. T. B 0 bf en Nach Erledigung von inneren Vermattungsangelegenheiten, wobei Konsul Vohicn für den Bezug der ZeitschriftKoloniale Monatsblätter" seitens der Mitglieder eintrat, wurden die fünf Vertrauensniänner zur Prüsung der Iahresrcchnuug iviedergewählt, nämlich die Herren Hellmann, Hollmann, Tr. Irnberg, Niebuhr und Adolf Scliwabc. Auf Anregung der Abteilung Hamburg sott ein volkstüm kicher Kolvnialkalender geschaiien werden. Der von der Deutschen Kolonialgesellschaft im Bo nah re eingesetzte Eisenbahn ausschuß hat sich int großen und ganzen das Eiie>ibahnprogramm des Reichülölonialamtcs zu eigen gemachi, insbesondere auch bic Bedenken des Staatssekretärs Dr. Sols gegen die zu hohen Tarife der Schienenwege unserer Schutzgebiete. Dem Vorstände liegt eine ausführliche Denksckwist über den Stand und die Zu­kunft unseres Eisenbahnwesens vor. Dem Ausschuß wurde zur Fortführung seiner Arbeiten eine Summe bis 5000 Mk. zur Verfügung gestellt. Wie in den letzten Jahren erhält auch wieder bas ^on Prosessor Tr. M en se-Kassel herausgegebeneArchiv für Schiffs- und Tropenhyyiene" eine Iahresbeihilfc von 1000 Mark. Mit ber nächstjährigen Wanderausstellung der Tcut- scheu Landwirtschaftsgesellschaft wird wieder eine koloniale Abteilung verbunden sein. Ter Vorstand be­schloß hierfür eine Beihilfe von 4000 Mk. zu gewähren. Für die bei Windhuk gelegene .Heim und Lehrfann Brakwaler der Frau v. Falken Haus en wurde ein Beitrag von 2000 Mk. be­willigt.

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^Weites vlatt 163. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberheßen

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