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CIGARETTE
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In UeberttRQiutiuimq mit dem ersten Bericht nahm die Kammer an, daß d« Lngrtkagteu der Ueberzengmrg gewesen seren, die Hans- beschtagnshme erstrecke sich nicht aus die schon vorher veränderten Zutlehöcgegsrrftcknds und sie büriten sie deshalb von dem Grundstück emsernen, imb wies die Berufung der Staatsanwattschast zmirck.
Sstttkichkeitsv erbrech en.
Der Wagner H. W. HI. von Qneck hat sich an einem 13jährigen Mädchen vergangen. Straie: 8 Dionate Gefängnis; 6 Wochen Uutersiichungshast kommen von der Strafe in Abzug.
Erfolglose Berufung.
Der frühere Geschäftsführer im Kurhaus ;u Bad-Nauheim, IT. L. von Wiesbaden, verfolgt gegen ein Urteil des Schöffengerichts Bad-Nauheim, das ihn wegen Diebstahls mit 10 Tagen Gefängnis bestrafte, Berufung. Er harte ein wertvolles Windspiel, das seinem üernt entlaufen war, von der Kurhausterrasse sortgeführt und zu seiner Frau nach Wiesbaden verbracht, ohne dafür au sorgen, da» der Derb leib des Tieres bekannt wurde. De» Angeklagte behauptet, die Absicht gehabt zu haben, den 5>unb seinem Eigentümer zurück- zugeben. Allein auch das Berufungsgericht hält ihn des Diebstahls für schuldig, ermäßigte aber die Gefängnisstra'e von 10 auf 5 Tage.
Abna h m e der Ueberweisung an die Landespol^eibehörde erzielte der vielfach vorbestrafte Tag- löhner L. I. von Ulm, gegen den das Schöffengericht neben einer Bettelstraie auf diese Maßnahme erkannt hatte. Tie Kammer nahm an, daß der Angeklagte weniger arbeitsscheu, als vielmehr infolge seines körperlichen Zustandes erwerbsunfähig sei.
Zur Verhandl u n g ausgeblieben ist der Knecht St. E. von Lauterbach, der gegen ein Schösfengerichts- erkenntnis Berufung verfolgt, weil cs ibn wegen Betruges in Strafe genommen hatte. Da sein Nichterscheinen unentschuldigt ist, wird seine Berufung kostensällig verworfen.
Rückfälliger Dieb ist der Arbeiter St. M. von Lkollo, Kreis Bromberg, der in einer Wntscha't zu Friedberg einem eingeschlafenen Bekannten seine Kleiderbündel weggeiiommen und sich damit entfernt hatte. Er will lediglich einen Scherz gemacht haben. Hiermit steht jedoch sein gesamtes Verhalten, namentlich nach der Tat, nicht im Einklang. Das Gericht sprach ihn daher des Diebstahls schuldig und Erkannte auf 5 Monate Gefängnis, die es um einen Monat von der Untersuchungshaft kürzte.
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats Dom 29. April bis 5. Mai 1913.
Unter dem Einflüsse der bis Donnerstag herrschenden hochsommerlich warmen Witterung hat das Wachstum sämtlicher Pflanzen gute Fortschritte gemacht, und da die inzwischen vorgekommenen durchdringenden Niederschläge auch für die erwünschte Feuchtigkeit sorgten, so können die Aussichten zurzeit als durch aus befriedigend bezeichnet werden. Auch im Auslande haben sich die Witterungsverhältnisse für die Landwirtschaft als günstig erwiesen. Die politischen Ereignisse übten keinen sonderlichen Einfluß auf den Getreidehandel aus; auch die infolge abnehmender argentinischer Leistungen nur mäßigen Weltexportziffern blieben unbeachtet Maßgebend für die schwächere Haltung auf dem Weltmärkte war der in Paris eingetretene Preisrückschlag sowie der Umstand, daß Frankreich keine neuen Erwerbungen vornahm. Infolge verminderter Kaufkonkurrenz des Festlandes zeigte sich England gleichfalls zurückhaltender. Tie Folge davon war, daß Amerika seine Forderungen ermäßigte, zumal günstige Saatenftaudsberichte drüben einen Druck auf die Stimmung ausübten, während die Ermäßigung für argentinischen Weizen sich ' weniger in den direkten, als in den Offerten der zuzeiten Hand zum ' Ausdruck brachte. Für die Gestaltung der Marktlage in Deutsch- laud blieb das Abflauen, der Exportnachfrage nicht ohne Emsluß, doch hielt sich das Angebot aus dem Jnlande in bescheidenen Grenzen, und auch der' Umstand, daß ausländisches Getreide sich wesentlich teurer stellt, erwies sich als Stütze für die Preise. Es gilt dies für Weizen ebenso wie für Roggen und Hafer. Auf dem Lieserungsmarkte übten starke Andienungen einen Druck
aus, doch befestigte sich die Haltung wieder, als die zum großen Teil lieferungsfähige Ware bei Mühlen, zum Export vder zur Weiterlagerung Aufnahme fand. Namentlich Roggen lag fest, da für das geringe Angebot sich bei den Mühlen bessere Verwendung als zur Andienung zeigte. Für Hafer ist der Absatz nach dem Auslcutde auf Grund der erhöhten Forderungen etivas schwieriger geworden, immerhin ist auf alte Abschlüsse noch viel zu liefern, so daß gute Ware gesucht dlicb. Lieferung war durch Begleichungen gedrückt. Am Schlüsse der Berichtsnwche gestaltete sich die Teichenz sowohl für Brotgetreide, als and) für Hafer matter, da das fruchtbare Wetter und die Stockung im Exportgeschäft stärkeres Licserungsangebot veranlaßten. Für Gerste war Rußland bei verstärktem Export williger, während der Konsum andauernd versagt und auch für spätere Lieferung wenig Unternehmungslust besteht. Mais ist in prompter Ware knapp, für spätere Lieferung liegt stärkeres Angebot vor. Die Preise waren bei ruhigem Verkehr leicht abgeschwächc.
Es stellten sich die Preise für inländ. Getreide am letzten
Markttage in
Mark per 1000 kg wie folgt:
Haier
Weizen
Roggen
Ilönigsberg
- (- )
164-/,(+ 1)
_ (_ >
Danzig
213'/,<- )
161 "( + 11/,)
171 (4- 1)
Stettin
200 (— )
161 (- )
168 (- )
Posen
199 M- 2)
181 (4- 3)
161 (+5)
Breslau
199 (+ 1)
159 (- )
158 (+ 1)
Berlin
209 (- 1)
165 (+ 1)
190 (- )
Magdeburg
208 (4- 4)
167 H- 2)
172 (- )
Halle
206 (— )
165 (+ 2)
175 (— 5)
Leipzig
208 (+ 2)
166 (-f- 1)
184 (+ 1)
Dresden
209 (— 1)
165 (+ 1)
179 (- )
Hamburg
216 (+ 6)
174 (+ 1)
195 (4- 3)
Hannover
204 (-- )
175 (+ 2)
180 (- )
Düsseldorf
219 (4- 5)
188 (- )
185 (+ 5)
Köln
226 (-j- 3)
190 (-4- 3)
185 (- )
Mannheim
220 (+ 1)
192%(+2^)
- (- )
Straßburg
235 (+27J
180 (+ 5)
190 (- )
München
222 (-4- 1)
175 (— )
168 (- )
Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai
211.25 (-1.75
Pest Mai 187.30 (- 1.50), Paris Mai 238.05 (— 5.30, Liverpool Juli 168.95 (— 1.85), Chicago Mai 140.20 (— 1.75). Roggen: Berlin Mai 167.25 (+ 0.50). Hafer: Berlin Mai 167.25 (— 3 50). Fnttergerste: Südruff, frei Hamburg unverzollt schivim. 128,00 (— 3.00), Mai 124.25 (— 225). Mais La Plata schwim. 117.50 (— 1/ 0), April/Mai 113 (— 1.00), Mired Juni/Sept. 117.50 (- 0.50) Mark.
Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 5. Mai 1913.
Fleischpreise in Gießen
Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M<
Echsen
Kälber
Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 79—95 Mk.
Kg. Schlachtgw. 95-110 Ps.
7, , , 68-73 „
7. Kg. 92-100 Psg.
7» , 94—98 ,
7, , 84-100 „
Getreidepreise in Mannhe im
Brotpreise in Gießen
Weizen 1U0 Kg. 21.75—22.00 Pik.
Roggen 100 Kg. 18.00-18.25 Alk.
Weißbrot 2 Kg. 56 Pig„
Schwarzbrot 2 Kg. 48 Psg.
Gänse das Pfd. 70-80 Pfg. Schseu fleisch vr. Pid. 92-100 Psq., Rindfleisch pr. Piuud 90—94 Pfg^ .^uhfleisch 80 Psg^ Schweine» sieisch pr. Pfund 84—100 Psg^ 5talb fleisch vr. Pid. 9*—95 läg., Hammelfleisch pr. Pid. 70—96 Big., Kartoffeln pr. 100 St* 5.00 bis 5.50 9)if^ Weißkraut das Stück 00 bis GO Pig^ Zwiebeln vec Ztr. 0,00—0,00 Alt., Aiilch daS Liter 22 Pf^ Stiiffe 100 Stück 50—60 Pfg^ per Ztr. 0—00 Mk^ Birnen das Pfund 12 bis 15 Psg., Aepfel der Zentner 15 bis 25 Alk. Aiarktzeit von 7 bis 1 ttbr.
Meteo
Mai
1913
Barometer Z aus 0° 2.
reduziert «y»
Temperatur cj. 1 der Lust I
Absolute Feuchtigkeit Z.
Relative j
Feuchtigkeit g- I
Wind- ö richtung Z!
Windstärke I
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^■5 5
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ion Gießen.
Wetter
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Märkte.
Gießen, 6. Mai. M a rktberi cht. Auf heutigem Wochen- markte kostete: Butter das Pfund 1,20—1.30 Tif., Hühnereier 1 Stück 6—7 Big., 2 Stück 0 Pfg., Enteneier 1 Stück 8—0 Psg., Gänseeier I St. 12 Pi., 5,äse das Stück 6—8 Pfg., Käsematte 2 Stück 5—6 Pfg., Tauben pr Br. 0,80-1,60 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 9)«., Hahnen pr. Stück 1,50—2,50 LIik., Enten pr. St. 2,00—3,00 Mk.
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