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5.7.1913 Erstes Blatt
 
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165. Zahrgang

Lrstes Blatt

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Die heutige Nummer umfatzt 20 Seiten.

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politische rvochettschcsu.

(Kietzen, 5. Juli.

den hat. . . ,

Wird dieses Rumänien nun gezwungen, die von ihm b^- anspruchteil Gebiete einfach zu besehen die Politische Jtot* Wendigkeit habe ich bereits am 22. 'W an dieser -Äelle be­tont' und auf den unvermeidlichen serbisch-bulgarischen !,krieg be­reits hingewiesen!" so ist es sehr die Frage, ob die Politische Weisheit des großen Königs ein weiteres Eingreifeni verhindern kann. Die bisherige Konstellation war folgende: Griechenland unter französischem Einflust (Gegensatz zu Jtalien), Ser^en und Montenegro unter russischem (Gegensatz zu Oesterreich). So blieo 1 * o co.. 2. r irrt ir PT

Bulgariens Verblendung.

Ein .Kenner der Balkanverhältnisse, der lange Zeit Rumänien gewohnt hat, schreibt uns:

Noch in der Nacht ist das Telegramm eingetroffen, dast 3 rumänische Armeekorps (das 1., 3. inid 5.) mobilisiert wor­den sind. Gleichzeitig bestängt sich die Nachricht, dast die Ar­beiten der Silistriakommission wegen der Hartnäckigkeit und Un- nachgiebigkeit der Bulgaren aufgegebeii worden smd.

Glaubt Bulgarien jetzt noch den grosten Mann spielen zu können^ Ist es sich so im unklaren über ine Volksstimmung m Rumänien? La peur du bulgare, die Angst vor dem Bulgaren, hat sich in den letzten 10 Jahren aus mrr unerklärlichen Grun- dm in allen Schichten der rumänischen Bevölkerung breit ge­macht Und aus dieser Angst ist ein Nationalhatz geworden, der in denr Minister Take Jonesku seinen Vorkämpfer gefun­

den Krieg zu erklären, so ist der Ausgang für Bulgarien nicht zweifelhaft. König Karl von Rumänien, aus dem Hause Hohen- zollern, hat schon einmal Bulgarien erobert, als er es 1877 den siegreichen Türken entrist. Der große russische Zar war von Osman Pascha fast vernichtend geschlagen worden. Da gritt 6'urst UaN. mit seiner jungen Armee ein und zwang schließlich als Höchst- kommandierender der russisch-rumänischen Armeen Osman Pascha zur Kapitulation von Plewna, womit der Krieg entschieden war.

Die rumänische Armee ist zurzeit über 400 000 Mann stark, hat eine gewaltige Kruppsche Artillerie, und die Mehrzahl ferner Offiziere hat jahrelang in preußischen Diensten gestanden. Erne solche Armee, in der Hand eines so großen Feldherrn wie König Karl, ist eine furchtbare Waffe, die jedenfalls auf dem Balkan die Entscheidung bringen must.

Emanuel Kr emnrtz.

Samstag, 5. M 1913

VezugSvre monatlich 75'Bf., viertel­jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Ziveigstellen monatlich 65 Ps.; burd) die Post Mk.2. viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Zeileixvreis: lokal 15Pf., ansivätts 20 Mennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; fürFeuille­ton",Vermischtes" und

herein zu Konzessionen geneigt zu machen, den gemeldeten Umzügen und Kundgebung auch einige feindselige Rufe gegen die habsburgische Mo­narchie laut geworden, aber die amtlichen -rumänischen Kreise bemühen sich heilte, diese Stimmungen tadelnd zu- rmkzuweisen und als belanglos hinzustellen. Jedenfalls aber sicht fest, daß Rumänien selbständig seine Interessen währnehmen will, und' es herrscht völliges Dunkel darüber, ob und zu welchem Zeitpunkt die mobilisierte rumänische Armee auf den Marsch gesetzt wird.

Man ist auch noch im unklaren darüber, wein Rußland seine mittelbare oder unmittelbare Hrlfe leihen wird. Es könnten sich sehr leicht Gruppierungen einstellen, die den alten Gegensatz zwischen^riple- Alliance" und Dreibund wieder schüren. Oesterreich wird den Serben und Montenegrinern ebensowenig die Vorherr­schaft gönnen wollen wie den Griechen; im Gegenteil, es hat ein Interesse daran, dast diesen Nachbarn die Bäume und Träume nicht in den Himmel wachsen, dkun könnten, wie die französischen Blätter (die den einigen Balkanbund natürlich mit Bedauern in die Brnsen gehen seheii) Vor­schlägen, die Großmächte die Kampfparteien mrt einer Art

Durch die unverantwortliche Hartnäckigkeit Dr. Danews ist die Lage für Rumänien austcrordentl'.ch Biilaarxen

unter Umständen verzweifelt geworden, ^st Rumänien gezwungen,

Straßburg 2037 (weniger 37), Königsberg 1646 (mehr 38), Würzburg 1456 (mehr 9), Greifswald 1443 (mehr 43) ^bsten 1436 (mehr 86), Erlangen 1291 (mehr 78 -und Rohstock 100o '(mehr 30) In der Lokation der Universitäten nach der Sc- ucher-ahl gegmüber dem letzten Sommerhalbialw mußte Ätrast- burg zugunsten von Tübingen und Jena um zwei Stillen weichen und sank demzufolge auf die 15. Stelle, Halle ging eben, a kl um 2 Stufen (von der 6. aus die 8.) zurück, überholt von Göttingen und Breslau und um je eine Kiel und MMister, wahrend -iv- hingen zufolge seiner starken Zunahme um 2 Stellen .(von dem 14. auf den 12. Platz) vorrückte. ......

Neben den immatrikulierten Studierenden find dregn ^ommer nach 3079 und 1037 Frauen alsGäste" zugelaßen, so dast z^B- am^ deutschen Universitätsunterrickst 64 462 Personen teilnehmen gegen 63 884 im Vorjahr. . , r n

Ein Vergleich der heutigen Bestandziffern der einzelnen Fakultäten bezw. Studienfächer mit den vor fahrigen zeigt, welche. Veränderungen in der Studienwahl des Nachnnichs^ de-w. den sie beeinflussenden Bedürsuisten von Staat und Gesell- schast indessen eingetreten und besonders welchen Berufen dieÖlungen Semester hauptsäckstich zugeströmt 1inb Hst dieser LeziehiMg fällt hinsichtlich der Hauptfäck-er des akademischen Studulms das rapide Anwachsen der Mediziner auf. Sie chegen von 6683 im Sommer ^1906 im Vorjahr auf 12 446 und neues^ns weiter auf 14 750 Die Kameralisten und Landwnte zählen 3405 gegen 2981 im Vorjahr- und die evangelischen Theologen 3882 gegen' 9856 Die Pl-armazeuteii stt-egen von 948 auf 1073, die katho- lifcken Theologen von 1770 auf 1965, die Veterinarmedizrnev (nur in Gießen) von 161 auf 213 und die Forstwirte (nur in München, Tübingen und Gießen) von 177 auf 190. Z u r u ck - gegangen, wie schon in den letzten Semestern, sind (infolge der Erhöhung der Anforderungen an Vorbildung und Studien­zeit durch die neue Prüfungsordnung) die ZalMärzte, nämlich von 875 auf 655, ferner die Juristen von 10 816 auf 10396 und nach jahrelangem Aufschwung die Studierenden des höheren Lehramts philologischer und naturwissensckzastlicher Richtung, nämlich die Philosophen, Philologeii und Historiker von 15 898 auf 15471 und die Mathematiker und Naturwissenschaftler von 8487 auf 8346.

Tie ungenügend vorbereitete Schröder- Stranz-Erpedition. Was von uorwegisckwn Blattern langst behauptet, aber neuerdings von zurückkehrenden Mitgliedern dieser verunglückten Spitzbergenexpedition bestritten wurde, wird fetzt

Die deutschen Universitäten im Sommer M3.

Tie Studentenschaft der 21 deutschen Universitäten ist in diesevi Sommer auf 60346 angewachsen, was gegenüber dem Vorjahr mit 59 560 wiederum eine Steigerung und. gegenüber dem Stande um 1881 eine Verdreifachung bedeutet Wenn auch die heutigen Zahlen den früheren nicht .annähernd gleichwertig ItnD, da die gesteigerten Anforirerungen an die .wissenschcistlick)e Aus­bildung des einzelnen ein wesentlich längeres Verbleiben auf per Hochschule bedingen, woraus sich die enorme Zunahme der ^tu- detenzisfer zu einem wesentlickfen Teil erklärt, und das Bedürfnis von Staat und Gesellfckwft nach Akademiker letzt cm viel großer^ ist, so ist die Steigerung innerhalb der letzten ^^ennien doch so groß, daß die Üeberftillung der gelehrten Berufe allmählich allgemein droht und fast überall Bedenken wegen J>er künftigen Versorgung der geistigen Arbeiter laut werden.. tiefer ~rang nach Universitätsbildung ist übrigens keine spezifisch deutsche oder neuzeitliche Ersck>cinung, sie ist z. Z. bei verschiedenen Jaidybar - Nationen in ähnlichem Maße vorhanden und führte m Deutsch­land schon um 1830 infolge des starken Zudrangs zu den Uni­versitäten nach den Befreiungskriegen zu einer starken lieber5 fültung der gelehrten Berufe. Unsere derzeitige hohe ^tndenten- zifser beruht übrigens, zu einem kleinen Teil zumr, astsy vnf einem gesteigerten Besuch durch Ausländer, die aus allen Staaten und Erdteilen stammen und diesen Sommer etwa oOOO zahlen gegen 1 800 um 1872, sowie aus der Zulassung der Frau zul den Uni- versitätsstudium, von der int laufenden melier 3436 tarnen Gebrauch gemacht haben, gegenüber 1432 vor 4 Zähren, als den Frauen sämtlick)e deutschen Univerfttäteii zugänglich wurden.

An den 10 preußischen Universitäten sind diesen Sommer 31221 Studierende eingeschrieben, an den 3 bayerischen J4O2, an "den 2 badischen 5780 und an den übrigen einzelstaallichen 13 943 Wie die einzelnen Universitäten besucht sind und in welchem Maße die einzelnen Anstalten 2lntml an der Jahres- fteiqerunq haben, zeigt nachstehende Zusammensüllimg: An der Spitze steht die reichshauptstädtische Hochschule miteiner Besncher- iabl von 8383 (mehr gegenüber dem Vorfahr 183). Munck^n hat die zweite Stelle inne mit 6655 (weniger 200), Letpzuf zahlt 5171 imelr- 133), Bonn 4460 (mehr 34), Freiburg 3163 (weniger 138), Göttingen 2853 (mehr 129h BrSau 2790 (mehr 100), .Halle 2765 (weniger 114), Heidelberg 2617 (wemger 7), Mar- burg 2406 (mehr 104), Kiel 2266 (wemger 48), Tübingen 2234 (mehr 186), Münster 2209 (mehr 63), Jena 206.0 (mehr 117),

Während man sonst die Stille der Hundstage erwartet, in denen über den Wipfeln kaum ein Hauch sich regt und die politische Menschheit friedsam für einige Zeit von den Geschäften sich zurückzuziehen Pflegt, ist es diesmal ganz Zanders gekommen. Dem Abschluß bedeutungsvoller Fragen ,-der inneren Politik ist die Sensation der auswärtigen Politik gefolgt. Der Reichskanzler, dem das bayerische Re- gierungsorgän soeben ein hohes Lob seiner staatsmänni­schen Kunst ausgesprochen hat und der vom Kaiser doch nur mit den Brillanten zum Schwarzen Adlerorden für das ^rsbandekommen der Wchrvorlage und ihrer Kostendeckung entlvchit worden ist, sieht sich gleich wieder vor neue Auf­gaben und Spannungen gestellt. Hat der Ausbruch der neuen Zwistigkeiten auf dem Balkan wirklich, wie einige Blätter schreiben, bewiesen, daß Deutschland in unnöti­ger Sorge seine Rüstung verbessert hat? Kann es jemand mit Bestimmtheit behaupten, daß wir nicht am Vorabend großer kriegerischer Abrechnungen stehen, die^auch uns den ,Frieden gefährden könnten? Tie Sorge der Staatsmänner ist nun wieder darauf gerichtet, auch den neuen Balkan- krieg zu lokalisieren und die Tinge so zu lenken, daß keine der nächstliegenden Großmächte das Schwert zu ziehen braucht. Ta hat aber in Bukarest die Sturmglocke geläutet, und von der Eifersucht der maßgebenden russischen Poli- ttker, die alle ihre dringlichen Mahnungen von den Balkan­brüdern in den Wind geschlagen sehen, ist nichts gutes zu erwarten. Auf jeden Fall ist es begreiflich, daß das rumä­nische Volt, das bisher in mustergültiger Zurückhaltung verharrt hatte, bei den bevorstehenden großen Entschei­dungskämpfen seine Zukunft sichergestellt sehen will. Tre Politik des Königs Karl ist heute noch nicht zu durch­schauen. Ob er die Mobilisierung nur angeordnet hat, um bestimmte rumänische Interessengebiete, den vom Kabi­nett Danew nachdrücklich begehrten Landstrich Tuturkai- Baltschik, zu besetzen oder um entscheidend in die Aus­einandersetzungen der Kriegsparteien einzugreifen, weiß man heute noch nicht. Auch die heute veröffentlichte Note uns Bukarest an die Großmächte besagt nicht viel. Man 'fürchtet angeblich einen zu großen Machtzuwachs Bul­gariens; in Wirklichkeit sck>eint es dem Köiiig Karl aber darum zu tun zu sein, deii König Ferdinand von vorn­herein zu Konzessionen geneigt zu machen. Leider sind bei den gemeldeten Umzügen und Kundgebungen in Bukarest

Stachelzaun umgeben, um nach dem Kriege am Statusquo keine erheb'.ichen Aenderungen zu dulden. Das wäre m der Tat vielleicht das Gescheiteste, und die LondonerTimes" hat ja bekanntlich ähnliche Gedanken cntwickel't. Rumänien wird dann freilich, wie die Dinge auch kommen mögen, auf alle Fälle dem Reiche Ferdinands ein höchst unbe­quemer Nachbar werden, und bei der Festlegung der künf­tigen Grenzeii aller Beteiligten werden neue Schwierig^ leiten sich auftürmen. Tie angedeutete Stachelzaunpolttik scheint heute als das 'gegebene Ziel von den Großmächten angenommen zu sein. Solange nur die Leidenschaften der Serben, Montenegriner, Griechen und Bulgaren gen Him­mel rauchen, hat es für den Weltfrieden keine Gefahr So könnte das Sckslußwort des Herrn von Bethmann-Hollweg in der letzten Sitzung des Reichstags zur Wahrheit werden: Tcutschland trägt mit feiner achtunggebietenden Waffen­macht nach Kräften dazu bei, daß der Friede erhalten bleibt und daß um den Batkankessel' herum nicht unange­nehme Sprengstoffe explodieren

Die Kieler Begegnung der letzten Tage hat den Drei­bund hoffentlich schon einen Schritt voran gebracht! fester und sicherer der Dreibund seine Wege verfolgt, desto größer und stärker sind die allgemeinen Friedensaus­sichten. Denn der russisch-französisch-englische Bund ist wirk­lich nicht für die Ewigkeit gemacht. Deutschland und Eng­land haben, wie vielfach hervorgehoben worden ist, bei den letzten Batt'anverwicklungen eng zusammengearbettet Frank­reich ist beim Besuche Lineares in Loiidon zur Teilnahme an dieser Arbeit einrr~k ---w»s.;«na

Ehronicle" noch offener zu i gewandt. Frankreich hat, so äußerte sich tm Tone des Ladels das Blatt (siehe im Nachnchtentell'!), ftch m tiefster Abhängigkeit von Rußland gezeigt. Es habe die heraus­fordernde Allflawenpolitik auch da unterstützt, wo ^asonow im Einvernehmen mit England eine andere Richtung nahm. Aus dieser Aeußerung des Londoner Blattes geht auch wieder hervor, daß es nur eines zielbewußten Zusammen­haltens des Dreibundes bedarf, um die Sache des Friedens auch künftig sicherzustellen.

Eine griechische Darstellung der letzten Kämpfe.

Athen, 4. Juli. Eine Veröffentlichung des Kriegsmini­steriums teilt mit: Heute wurde der Kampf bei Krlkis m sehr heftigem Maße wieder ausgenommen. Tic griechisch e n D i ­visionen erstürmten nacheinander die befcstiglcn Stellungen des Feindes, der sich in seine befestigte Stellung 67 Kilometer vor Ki kis zuruckzog. Der AngrN der feindlichen Artillerie, die sich in gedeckten Stel­lungen befand, war sehr heftig. Auf dem äußersten linken ^lugel eroberte eine griechische gemischte Abteilung nach

Gewgheli, der Feind sloh in Unordnung gegen das östliche Wardar Ufer. Während des Uebergangs beschoß die griechische ^birgv- artillerie die Bulgaren. Auch zwischen Metzokovo und lrda wurde der Kampf fortgesetzt. Auf dmi. rechten^g^ die griechischen Truppen Lygovam. Bet L ah a^n a wurde ^eme

mm Teil auch von Kapitän Ritscher betätigt Aus seiner Ml. einen norwegischen Bisckwf gerichteten Darlegung gebt hervor, daß die Expediüon für eine Ueberwintenntg keineswegs gemigenb eingerichtet und proviautiert war, undnrüer, datzin ihr zwisä-en einzelnen Mitgliedern weitgehende ^ifterenzen herrschten.

Ein fliegendes Riesentier der Urzeit ent­deckt Aus New Bork wird berichtet: Den beiden amerikanischen Geoloacn Dr. F. Saltthc und van Wagner, die m den Icßten. Wochen int Staate Wyoming nach neuen Petroleumfeldern forsch­ten ist in der Umgegend von Casper eine Entdeckung gelungen, die' eine ivertvollc Bereicherung des naturhlstorischen Materials der Forsckmng über die Urzeit zu werdeii verspricht. ^ie beiden ^Forscher entdockten ein großes Fossilienbett, m dem fte die aiischel- nend vollkommen erhaltenen versteinerten Skeletteile eines rie­sigen fliegenden Repttls der Urzeit fanden. Allem Anschein nach lmiideli es sich um dos Skelett eines PterodaetylnS. Tas, Tier hat eine Länge von über 20 Metern. Im lebenden Zustande muß die Spannweite seiner Flügel mehr als 25 Meter betragen haben.

Die Oper einer Indianerin. Aus' New York wird berichtet: Eine eigenartige Uraufführung hat in diesem Tagen in Vernal, in der Uiwah-Neservatton tm Staate Ulah ftattgefunben; man brachte eine Oper zur Aufführung, dte von einer jungen Indianerin geschaffen wurde tmd deren und Handlung dem Lebender stoux entstammt p.as Werk fübrt den TitelTer Sonnentanz' und dte Kompotzistm ist eine junge Sioux-Indianerin, Zittala Sa. Weither auv der Umgebung waren die Zuschauer herbeigestromt, auch mtte In­dianer wohnten Ibier Uraufführung bet. ^as Werk ^l em«« großen Eindruck hinterlassen haben

geisterten Beifall. Voraussichtlich wird diese,Jndiaiteroper m:ch in den nächsten Tagen anläßlich des Kongresses der national ^ Erziehungsgesellschaft in Salt Lake City in ^ene -

ber technischen Ausarbeitung der Oper und bei ^r HersteUung der Partitur hat die indianische Komponisttn den

Wflliam Hansens von der Uiutah-Akademie und einer Anzahl indianischer Studenten in Anspruch genommen.

Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen­schaft Peter Ros eggen: wurde von der Wiener .H^iv^st- !ät zu fänem 70. Geburtstag zuni Ehrendoktor der philowphtschen Fakultät ernannt,

he Lineares in London zur Teilnahme die griechischen Truppen Lygovam. Bet layana rouiot . geladen worden. Neuerdings hatDaily bulgarische Kompagnie m Starke von. 200' ^ann^ mit

Stone des, Schnellfeuergeschütze, und drei Kruppkanonen. Auf bcm.au»

Truvven rückten nach Norden vor und verfolgten den geind, der sich in P°L° Finch, znrmkzog und

Anzahl Waffen und .Kriegsmaterial m die Hande der Grucksen

sich bedingungslos ergeben. . <> hpr

Athen 4. Juli. Das Hauptquartier meldet, -ö.n °.er Schlacht b'e i M a t s o u k o v o n siegten die Griechen. Die grie- chischen Truppen griffen die beträchtlichen Kindlichen Strettkraste an und schlugen sie in die Flucht. Der Feind ließ eine große Zahl Toter zurück, darunter einen Mmor und^vrele ^ure^ grü chischen Verluste sind unbedeutend. Die Kulgarerl nehmeu sas alle griechischen Notabeln von Kavalla fest und drohten die ^tabt zuzMm, Ms die griechischen Truppen gegm sie vorrucken

würden. , . >

Athen, 4. Juli. Ein bulgarisches Regiment mit dem Oberst und anderen Offizieren ifHn der Nahe ^n ^angaon gefangen genommen worden. >vas Gener al au a r t i r des Königs richtete an das Minister tu mdcs A C16erit eine eingehende Beschreibung des Gestchtes bei N - ar i t a in der es heißt, daß Nigrita einen entsetzlichen Anblick bot Die Stadt und das Tal waren von verstümmelten Opfern und flüchtenden Bulgaren bedeckt. Bei der Annäherung der rasch vor- rückenden griechischen Truppen wurden lo0 bulgarische Soldaten (innerhalb Nigritas gefangen genommen, die Brande legtem. 3al)l' L ichm von Bulgaren und eine Menge,Wasstm^ und Mum- tton bed ckttn die Gegend auf eine halbe Stunde Umkreis

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Nr. 155

Der Gietzener Nnzrlger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal ivöchenilich EiebrnerZamiljeittlätter; giveunal wöchenll.ltteis- blatt füröen Ureis Sichen (Dienstag undFreiiag); zweimal mouatl. Land­wirtschaftliche Zeitfragen

Feriisprech - Anschlüsse: w ___

»«s2 General-Anzeiger für Gberhesien

Anzeiger Gießen. tP ' . 7 rath; für .Stadt und

Annahme von Anzeigen ^ofatiottsörud und Verlag der Vkühl'schen Univ.-Vuch- und ZteindrnSerei R. Lange. Redaktion, Expedmoa und oruaeret: dMiflrabe t. gnnö»; E.Ließ; für den Ls LLMklV________________________ S-ichästtst-ll- Büdingen, v-chnl>°sftratz- 16a. 5a"ieiflenteil: S9ec''

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