Ausgabe 
6.8.1913 Erstes Blatt
 
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Husland.

Die vermißten englischen Unterseeboote.

Aus London wird gemeldet: Von den beiden üer = mißten Unterseebooten ist eine Meldung eingetroffen.

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" Yrientierungstafel nm Bahnhof. Nachdem das Wegebezeichnungsnetz in der Umgebung von Gießen Dank der eifrigen Tätigkeit des W. B. A. vom Vogelsberger Höhen­klub, Zweigverein Gießen, in der Hauptsache fertiggestellt ist hielt der Verein es auch für seine Pflicht, die große Markierungstafel am Bahnhof, die vom Wetter arg mit­genommen und nahezu unleserlich geworden war, einer gründ­lichen Wiederherstellung zu unterziehen. Da sich Eisen, das seither verwandte Material, nicht bewährt hatte, indem der entstandene Rost die Farben zerstörte, so hat man jetzt gut abgelagertes Holz dazu verwandt, was voraussichtlich von wesentlich längerer Dauer sein wird. Und gerade zur rich-

Derrtsches Reich.

Die Nordlandreise des Kaisers.

Die KaiserjachtHohenzottern" mit Kaiser Wilhelm an Bord, begleitet von dem DepeschenbootSleipner" und einem Kreuzer, Passterte am Dienstag abend gegen 6 Uhr Kopenhagen. Die Forts von Kopenhagen feuerten Salut Um 7V->Uhr passierte die Kaiserjacht Dragör. DieHohen- zollern" hatte auf der Rückreise von 'Bergen eine gute Fahrt und traf abends gegen II Uhr vor Saßnitz ein

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Kreis Wetzlar.

Aus dem Kreis Wetzlar, 5. Juli. Der Eisen- b a h n d r r e k t l o n F ra n k f u r t ist nunmehr vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten der Bau und Betrieb der Ulnibach- talbahn StockhausenBeilstein übertragen worden Da gleichzeitig die Teilstrecke Haiger-Gusternhain genehmigt worden ist, durfte die Zwischenverbindung beider Linien nur noch eine Frage der Zeit sein. Die Ulmbachtalbahn (Stock­hausen Beilstein) wird vor allem reiche Erz-, Ton- und Basaltlager dem Verkehr erschließen.

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6. Wisp Reblaut grub", schon eil auch in Horben. i.T Gre Weinberi h. ( Maschii Rademei fyaut al ins 6ronl

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b. Zber-Erlenbach, 5 Aug. Ein Pferd, das von crkT0! ? li UN gengeneckt und geschlagen wurde !^ude^te dwsen durch einen Huftritt in den nahen Bach. Der hnm ^nLr. L-rrde zwar durch rasch herbeieilende Männer Ä^^Tode des Ertrinkens gerettet, mußte aber sofort infolge Än Verletzungen in ärztliche Behandlung gegeben

lucL Uv ri.

Egm. Laspeyres trat am 1. April 1901 in den Ruhestand- rirfiPTP^f^1 Cr 50jäfci9e$ Dottorjubiläum. Eine ausfübr- ^ere Mirdigung des verstorbenen Gelehrten werden wir in einer der nächsten Nummern veröffentlichen 1 r

bie Rautä^derg, 5. Aug. Während in anderen Städten die Bautätigkeit darni ed e rlieqt, ist sie frier sebr Bwst n d? LQ-Us eine,Tteue Kaserne usw., ein neues .^ostgebaude wird noch tn diesem Jchhre fertig - die 3 r e 11 6' f $ s äffische Eisenbahngemeins ch a f t prriXpf1 q11 bje ?auten frum neuen Bahnhof und errichtet em Zollamtsgebaude,- die Stadt baut ein Ge- für das Eichamt, das Krematorium, baut um ein Gebäude für die Seminarschule. Ebenso werden einig« größere Privatgebaude errichtet. - Heute hat man mit dem Cmfammehi für das Bismarckdenkmal begonnen Die Be­teiligung ist in unserer Staot sehr gut.

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WnkLsft tol^er h'" Mr Kur ein ge t r d f f en. Slufierbent smd angekommen Herr t>. F eld h ei m-Sch ön. langiahnger Kammerherr der Kaiserin, der Bad- ^auhetm schon zum 15. Mal als Kurgast besucht, Graf Merode und Gräfin Merode geb. de La Rochefou-

Deutsche Kolonien.

Ein Vortrag von Dr. Peters.

§ Bad Nauheim, 5. August. Zu einer eindrucksvollen Kund­gebung gestaltete sich heute abend der von der jungen hiesigen Ab- tellung der deutschen Kolonialgesellschaft veranstaltete Vortraa von Dr. Karl Peters. Mehr als 1000 Zuhörer, darunter Be­m-Her aus Gießen, Butzbach, Friedberg, Homburg, Frankfurt a.M., batten sich nn Konzerthaus eingefunden. Dr. Peters, der eben zur Kur hier weilt, hatte sich, trotzdem ihm ein körperliches Leiden das Gehen nicht ermöglichte und er iin Fahrstuhl an das Vortragspult gebracht werden mußte, in den Dienst einer guten Sache gestellt ?enn das vorzügliche finanzielle Ergebnis des Abends wird demKo- lonial.Kriegerdank" zugewresen. Nachdem OberstabsarztDr.S ch ra d e, der Vorsitzende der hiesigen kolonialen.Abteilung, die Versammlung begrünt hatte, sprach Dr. Peters von einem Sessel aus in schlichten von Begeisterung getragenen Worten. Dr. Peters, der von den Schwierigkeiten und der Geschichte der Gründung Ost-Afrikas, von s^nen Expeditionen und anderen großen Kolonialplänen, die leider scheiterten, erzählte, empfing den Dank, den nachher Oberanits- rrchter Dr. Fuhr iiochmals in begeisterten Worten aussprach in lang anhaltendem stürmischen Beifall und wiederholt einsetzendcn Bravo- und Hochrufen, die zu einer wahren Huldigung sich steigerten, als der Redner nachher aus dem Saal getragen wurde. Hauptmann Kuhn-Berlin, ein bekannter Südwestasrikakämpser ergänzte zum Schluß des eindrucksvollen Vortragsabends die Ausführungen Dr. Peters noch durch eine Reihe prächtiger Licht - btlder, die vor allem einen guten Einblick in die wirtschaftliche gewährten. (Wir verweisen auch auf den Aufsatz im 2. Blatt.)

Bahn zum Viktoriasee. Wie die Deutfch-Ostafrikanische Zeitung" meldet, ist auf Anordnung des Gouverneurs inr vorigen Monat eine technische Expeditton von m -,d)t entsandt worden, die eine nähere Erkundung einer Bahnlinie von Aruscha nach dem Viktoriasee vornehmen soll. Die SVlt rt m f.lv xiz. cn«-r __________ < f zur Aufstellung eines

Planes für die Verlängerung der Usambara-Bahn erforderlichen Unterlagen zu beschaffen. Dazu gehört auch eine Auslotung des Abkegolws am Viktoria-See, um zu untersuchen, ob im Innern der Bucht vor allem an der Nordwestecke, eine gute und sanitär aunsttge Lan^ingsanlage möglich ist. Ende November wird die Juckkchr der Expedition in Aruscha erwartet. - Mit dem nächsten Etat wird dem Reichstag vorausstchtlich eine besondere Denkschrift : gigehen, welche die Erschließung der volkreichen Hochländer von ' ?Ua!IbVn\Ut(Sn?( im Nordwesten von Deutsch-Ostafrika bur* den Bau der Bahnlinie TaboraKagera-Knie forderte Die ; Kosten dieses Projektes sind auf 53 Millionen Mark veranschlagt '

Starkenburg und Rheinhessen.

1 irnT" Vn ' b- .Atrg. Die Hauptversammr^ lung be» Landesverbandes Hessen der Deut- sch en Freren Architektenschaft (D. F. A.), die in Aorms tagte, war von Privatarchitekten aller hessischen nnn^biEtl ^en HuuptgeAenstand der Tagest nung bildete die Beratung über dien IE n twurfd erneu etni L«en Bauordnung, der vom Ministerium dem Verband zur Mitarbeit unterbreitet wurde. Eine Fülle von 9^irhöf^tAf?Ter8K,A?ie sonders für Industrie, Handel, Landwirtschaft und Gewerbe von weittragender Bedeutuncr! sind, wurden von den einzelnen Ortsgruppen gegeben und der Vorstand beauftragt, sich demnächst mtt allen maß-. gebenden Instanzen Hessens in Verbindung zu setzen, um endlich eme Bauordnung zu erreichen, die für alle Kreise f^.Aortschritt bedeutet und für die Folge ein künstlerisch freiheitlicheres und rascheres Bauen gewährleisten sott Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Darmstadt befttmmt; damit soll eine Architektur-Ausstellung größeren Umfangs verbunden werden. ä p

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Att- Stavt un& (and«

Gießen, 6. August 1913.

Zehn Gebote für deutsche Studenten.

Die folgenden zehn Gebote für deutsche Stu­denten hat zum Jubiläum einer deutschen Studenten­verbindung Prof. Theobald Ziegler aufgestellt-

J- Du sottst dir die Lern- und Lebensfreiheit nicht schenten lassen, sondern dich selber frei machen. 2. Du sollst Ehrenhaftigkeit und Wahrhaftigkeit hochhalten, aber aus deiner Ehre keinen Fetisch und Moloch machen und die o -5rvtL?uc^<t3t>n anderen hören und ertragen können

an neucn Ethit arbeiten,'indem du aufhörst em Knecht veralteter Sitte zu sein. 4. Du sollst nicht meinen dich austoben und ausleben zu dürfen, sondern dich erst einmal rn das Leben hrneinleben und leben lernen. 5. Du sollst im Verkehr mit Frauen nie vergessen, daß du eine Mutter hast, und mit ihnen so umgehen, wie du cs für deine Schwester von anderen verlangst. 6. Du sollst im Zeitalter

Dg'ene und der Statistik dem Mohot gegenüber nicht rückständig.scm. 7. Du sollst nicht vergessen, daßStudent"

Hessen-Nassau.

X Bieber, 5. Aug. Der 1890 gegründete Bauern- veretn, der letzt über 60 Mitglieder zählt, hielt am Sonn­tag bei Gastwirt K. Schlierbach sein Stiftungsfest ab. r . Q a urr 0., 5. Aug^ Ein in einem von mehreren Familien S?prntSL^aUsC ffn Barfüßersttaße wohnender jungvcrhei- rateter Mann, dessen Frau feit einigen Tagen verreist ist, kam

Schaft, m dem er als Austräger beschäftigt H LeinL?c°-)nung nSt verließ, sah man nach und W£be^Erschlossen war. Beb der gewaltsamen Oeffnung lan- ben l ungen Mann an Händen und Füßen a 1.eitl .^eb-l im Munde im Bette liegen. 00^1111^ Shften unb Kasten lagen wild durcheinander im Zimmer ^nrfiPnCrbrrroC ^Abcr kassiert hatte, wie auch

sonstige Sachen sollen verschwunden sein. Die Polizei ist bemüht, die mysteriöse Gefchichte aufzuklären. Der Kellner, der am &et b-m rcinrem Studentenhause sich so cr*

lTlgebracht werden mußte, konnte gestern ^f^br ^ittassen werden. Die Stadtverordneten 6o* Ä&faft emsttmmig den svdagisttat zu ersuchen, in erneute mJhpÄr .Beilegung des B a u a r b ei t e r st r e i rs & © Ü9- 5 ^rt?ien emrutteten. Ferner wurde mitgeteilt, Erers-Krre g er d e n km a l aus dem Friedrichsplatze unsolle, der Platz aber hierzu besonders hergerichtet

L o n d o n, 5. Aug. Im O b e r h a u s e lenkte Earl of S e l - borne die Aufmerksamkeit auf die Seepolitik der Re­gierung. Er beklagte sich darüber, daß die Ueberlegenheit von 60 Prozent nicht beibehalten worden sei, da 1915 Deutschland 26 Dreadnoughts haben würde, während England einschließlich der Schisse der Dominions 39 haben würde. Lordgroßkanzler Hal da ne erwiderte: Was das relative Verhältnis Englands zu Deutschland anginge, so würde Deutschland erst im zweiten Vierteljahr 1916 26 Dreadnoughts haben, England hätte dann 43 In der Zwischenzeit würde England die Ueberlegenheit um 50 Proz. n ben heimischen Gewässern mit einem Ueberschuß aufrecht er­halten. Eine wirkliche Schwierigkeit ergebe sich bei Be­trachtung der Lage im Mittelmeer, weil England mit der Möglich­keit zu rechnen hätte, daß die Flottenbestände von Oesterreich und Italien sich verstärkten. Wenn Sie in der Berechnung die Tat­sache embeziehen, daß wir in freundschaftlichen Beziehungen mit rZwankrelch stehen und daß Frankreich im Mittelmeer ? ? machtvolle Flotte hat, so haben sie eine Situation, die

nicht als unbefriedigend bezeichnet werden kann.

Im Zusammenhang mit dieser Erörterung ist auch folgende Meldung zu beachten:

London, 5. Aug. Premierminister Asquith hat heute nachmittag eine Abordnung vouParlamentariern aus allen rm Unterhaus Vertretenen Parteien empfangen, die sich für den Plan einer Untertunnelung des Kanals aus- sprachen. Nachdem er auf den Widerstand hinwies, ben bisher die Regierung dem ProM entgegengesetzt habe, gab Asquith zu, daß letzt neue Gesichtspunkte vorlägen. Das aus­sichtsvollste und in mancher Beziehung wichtigste sei die Errich- tung :emer festen unverrückbaren Grundlage in den Bez te6 ungen Englands mit Frankreich. Tie eng- li>che Regierung habe dem Gegenstand stets Beachtung geschenkt, sie wurde auch letzt mit Unvoreingenommenheit an den Plan heran- treten und ihn einer eingehenden Prüfung unterziehen.

Kreis Friedberg.

h. Friedberg, 5. August. Der Erwerb des Ge- landes für den Uebungsplatz der Friedberger Garnison stoßt in der Gemarkung Ockstadt aufSchwieriq- tigen Zeit, besin Beginn der großen Ferien, ist sie"ferttg 'und Umbe«/^^

am Qtten Platz, gegenüber vom Bahnhofseingang, wieder an- zu erschweren, hat Freiherr von Ritter sein westlick, morgen. darauf angegebenen Wander- Friedberg belegenes Gutsland als Exerzierplatz meinem

strecken sind durchweg lohnend und genußreich; auch die angemessenen Preise anaeboten ~ i ne

Neuerung, wie Angaben der Marschzeiten und Beginn der " " J Wanderstrecken, dürften wohl mit Freuden begrüßt werden Wenn sich auch der V. H. C. Gießen durch die Herstellung der Tafel und der Markierungen große Unkosten bereitet hat, was die Kasse des noch jungen Vereins immerhin stark be­lastet, so hat er doch die Genugtuung, im Interesse der 'lieben Vaterstadt zur Hebung des Fremdenverkehrs sein Scherflem beizutragen. Und so möge denn die neue Markierungstafel wanderfrohen Naturfreunden gute Dienste tun und ihnen die herrliche Umgebung Gießens, die leider noch viel zu wenig bekannt ist, lieb und wert machen.

** <5 u b in i ff io n s°A n g e b o t e für Arbeiten an der O b e r- Realschule. Für die Lieferung von Linoleum und Lin­krusta, fertig gelegt und angebracht, verlangt Heinrich Hoch- tätter 1443,85 Mark, Otto Teubert 1443,75 Mark und Ferdinand Nennstiel 1 328,50 Mark. Für die Schreinerarbeiten wurden folgende Angebote gemacht: Gg. Haubach 1044 Mark, Louis Beil Witwe 917,30 Mark und Damm 734 Mark. - , Die Steuerzahlung ohne Mahnzettelsendunq hat sich bet der Erledigung des 1. Zieles bewährt. Wie man uns mitteilt, sind gerade soviel Säumige ohne Mahn­zettelsendung zurückgeblieben, als auch früher mit Mahn* Zetteln. Wenig entgegenkommend war es von der Bürger- meisterei, daß die rückständigen Steuerzahler, die statt am 60-^uli, das erste Ziel Steuern am 1. und 2. August be- schon Kosten der Pfändung zahlen mußten, obgleich eine Gebühr für die zwangsweise Beitreibung der Steuern noch nicht entstanden war. Man sollte bei den schlechten Zetten nicht so hart mit den Bürgern verfahren.

** Telegraphenleitung RodheimVetzberg. Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphen- ume an der Landstraße von Rodheim a. d. B. nach Vetzberg liegt bei dem Kaiser!. Telepraphenamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus.

** D e r V o g elf chutzverein hält seine Jahresversamm- lung am Mittwoch, 20. August, in Offenbach a. M. ab. Auf der ä»9-el?Csnpn^ neben geschäftlichen Mitteilungen und einem ^>c§orsttats Kullmann-Darmstadt über den 6. deutschen Vogelschutztag in Hamburg ein Vortrag überSeltene SjLfa''rtb°f x ^ten int Bestand der hessischen Vogelwelt und ihr L-chutz auf der Tagesordnung.

- ^^!^^thofsbesichtigung. Unter Leitung des Dr- Wasls besichtigte die obere Klasse der Aliceschule unseren städtischen Schlachthof. Direktor Dr. Modde er­läuterte an Hand der vorhandenen Einrichtungen der Anlage den jungen Mädchen die Tötung der einzelnen Vieharten und deren Behandlung. Besonderes Interesse bei den Schülerinnen erregte die Herstellung des Eises und die Konservierung des Fleisches in den Kühlhallen.

Städtische Freibäder an der Lahn. Wie ungünstig der Monat Juli mit seinem kühlen Wetter den Badeanstalten war, zeigen die Benutzungszahlen des Frei- an lür Männer. Es wurde im Juli d§. Js. benutzt von 2000 Personen, im Juli 1912 von 9600 Personen und un Juli 1911 von 12 820 Badegästen. Im Freibad für Frauen badeten im vergangenen Monat 1375 Badegäste gegen 5488 im gleichen Monat 1912.

. Landkreis Gießen. .

o f-V 5. Aug. Am Donnerstag, 7. August, abends 9 Uhr findet eine osientliche Gern einderatssitzuug mit folgender Tagesordnung statt: Gesuch des Hermann Kreiling und Konsorten, wegen einer Ueberfahrt in den Hasacker. 2 Gechch Ludwig Weller IV. zum Betriebe einer Gastwirtschaft. 3 Fest- [efeung de» Wahltermins für die Gemeinderatswahl. 4. Die An­pflanzung von Erinnerungseichen gelegentlich der lOOiähri^n

5- Di- Kanalisierung U Turnstraße. Die übrigen Punkte sind nicht öffentlich.

c stb ach, 4. Aug. Am Sonntag hielt der Rad­

fahrerbund :/Db erhesse n" hier seine H a l b j a h r s - P Um"?lUng ^wV^esPräsident G. Jo kel-Hungen begrii^e bie erschienenen Verbandsvertreter. Die Zahl der aktiven M

9esttegen, obwohl ein Verein wegen mrgobühr- lichlen Verhaltens auf einem Radfahrerfeste vom Bunde ausgewiesen wurde, -ter Aassenbestand soll bei der Spar- und Leih-kasse .^unmni ÄÄ 5ut Sflnnto9-17- »-Ust, wird 3 Ä

Kreis Alsfeld. .

Romrod, 5. Aug. Der Gvoßherzog begab sich im auto aitf bic J°-dn°ch

Kreis Lauterbach.

O Schlitz, 5. August.. Die Besitzer der hiesigen be­deutenden Langhelnrich scheu Leinenfabrik ücran- ItaUeten am Sonntag für ihre Arbeiter auf dein benachbarten ©nenberg emWaldfe st. Die überaus starke Beteiligung hierbei

wie auch die Reden, die gehalten wurden, legten Zeugnis ab b/nfVAten^inDerneE,men fischen der Firma und ihrer Arbeiterschaft. Gegen Abend zog man unter den Klängen oer Musik zum Städtchen zurück, wo das Fest in der Turu- halle bei Konzert und Tanz einen wohlgelungenen Abschluß

vonstudieren" herkommt und daß du dir nur dürch Fleiß vns 9ttcht erwirbst, gelegentlich auch fauUu sein. 8. Tu sottst ^^^^^otstndent sein und bei deiner Arbett nicht immer gleich an das Examen denken, sondern dich neben deinem Fachstudium um allgemeine Bildung bemühen, damit du dereinst im Leben und Beruf zu den Führenden des Vottes gehören kannst. 9. Du sollst nicht jetzt schon ultrarnontan oder sozialdemokratisch, konservativ oder fortschrittlich orthodox oder liberal sein, sondern die verschiedenen Stands punkte erst einmal kennen lernen, und auch deswegen duld­sam sein, weil sie ja doch alle einseittg sind. 10. Du sollst r^/M-S^dcmtenausschuß nicht um Etikettefragen und Vor- sitz streiten und nicht über deinem Korporations-Egoismus und Korporations-Parttknlarismus die Universitas magi- ftrorum et scholarium vergessen, sonderii dich immer zuerst m den Dienst dieses Ganzen stellen.

*

** Der Großherzog hat den Oberamtsrichter bei bem Amtsgericht Darmstadt II, Geh. Justizrat Dr. Herrn Lahr, zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Tarm- stadt I und den Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Gießen Eug. Funk zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen ernannt.

Der Hessische Forstverein hält am 15. und 16. August in Birstein seine 3 2. Versammlung ab. Unter anderem wird eine eingehende Aussprache darüber statt- finden, ob der Hessische Forstverein mit Rücksicht auf die neuerdings eingeführten offiziellen Besprechungen der staat­lichen Forstbeamten aufzulösen ist.

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^Reicher Erntesegen! Unsere Landwirte tän= 1en snit ihrer inesiahrrgen Ernte zufrieden fein. Die Kel- 7rrf. M? TS1 Segen von Früchten, Wae man es 'S ,Sunt ®Iiut ist zu der reichen Ernte rechten Augenblick gutes Erntewetter getreten, \er <?-^lcr-',%an,n schon Volt banger Erwartungen. Die r ten befriedigen in hohem Maße, ihre Körner liefern durchweg überreiche Er- rage. Die Kartoffeln zeigen Zne üppige Zitwicke- reichen K n ollen behäng von vorzüglicher mtt^Marbt^lttbO/^^^ln sich jetzt sämtliche Gemüsearten Mit Macht, lieber Raupenfraß war bisher nicht ru klaaen Die Aepfelernte ist kaum in ^tracht zu ziehen auch Ä ^sAbpflegten Obstpflanzungen der ^eissttaße gcht es an Aepfeln sehr wenig. Birnen tragen vereinzelt. ZWetschen und Fülle, daß die Aeste buchen un-

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seüs tti hervorzuheben, daß die türkischen Kriegsgefangenen die Polichcheu Leidenschaften, welche die Parteien in der Türkei trennen, neeb Bulgarien mitbrachten und daß sich unter ihnen zwei Lager bildeten. Die politischen Gehässigkeiten kamen mit be­sonderer Heftigkeit unter den in Berkowitza, Vartza, Tschirpan und Sofias internierten türkischen Kriegsgefangenen zum Aus­druck. In Sofia ließ sich Oberst Schewik, der Adjutant des Kommandanten des Adrianopeler Ostsektors, zu Genxllttätigkeüen gegen seinen früheren Vorgesetzten hinreißen, der bei einer poli- ttschen Auseinandersetzung eine entgegengesetzte Meinung äußerte. Aus diesem Grunde mußte die bulgarische Regierung hie tür­kischen Kriegsgefangenen miter Bewachung setzen. Eine ziemliche Anzahl der türkischen Kriegsgefangenen wurde von den in Nord- bulgarien eingedrungenen rumänischen Helfern in Freiheit gesetzt.

Die Slotfenpolitif im englischen Alttechaus.

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