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Man ver/an ge 1! yi KfeHBlIalÜHUy Preisliste.
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heil. Beicht.
nur für dringende Fälle sicher anzutreffen: Di’. Geyer, Seltersweg 81II. Dr, Klein, Ost-Anlage 37.
Airehliche Nachrichten
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 6. April, Atisericordias Domini: Gottesdienst.
In der Stadtkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Piarrassistent Hoffmann.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde.
Pfarrassistent H o s s m a n n.
In der Zohanneskirche.
Vormittags 91/? Uhr: Pfarrer A u s f e l d.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeindc.
Pfarrer Ansfeld.
Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal.
Vorn nächstkünftigen Sonntag, den 13. April an, nehmen in beiden Kirchen die Frühgottesdienste um 8 Uhr und in Verbindung damit die Christenlehre für die Neukonsirmiertcn ihren Anfang. Die Eltern und Angehö,igen werden gebeten, sie dazu anznhalten, und die Lehrherren und Dienstherrschaften, ihnen die Zeit dazu frei-
Handel.
Hauptversammlung der Bank für Handel und Industrie.
Darmstadt, 4. April. .Heute vormittag sand hier die H a u p t v e r s ci in m (u n g der Bank für Handel u n d Industrie (Darmstädter Bant) statt. Den Vorsitz führte der Vorsitzende des Anfsichtsrats, Reichstagspräsident Dr. Kaempf. Tie Berliner Mrel tion war vertreten durch Gch.-Rat v. K l i tz i n g. Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende hent verstorbenen Mitglied des AufsickstsratS Albert Frhr. v. Oppenheim-Köln einen Nachruf und teilte mit, daß das bisherige Aüf- sichtsratsnritglied Herr Karl v. Metzler-Frankfurt a. M. wegen seines hohen Alters auszutretcn wünfckü! ferner teilte er mit, daß der langjährige Tirektor der Darmstädter Filiale, Geheimer Rat H ed d r sein Amt niedergelegt habe, und
schlug vor, ihn in den 'Aufsichtsrat zu wählen.
Vertreten waren 19 503 Aktien durch 39 Personen mit 136 521 Stimmen. Ter -lericht über die Tätigkeit des Vorstandes lag
geben zu wollen.
Der Wartburg-Verein (Wetzsteinstraße 38) veranstaltet jeden Sonntagabend einen Vortrag, jeden Dienstagabend eine Bibelstunde, jeden Mittwochabend eine Turnstunde und jeden Doimerstagabend einen Lese- und Spielabend.
Das B i b e l kr ä n z ch e n für Schüler höherer Lehranstalten findet statt im Johannessaal, und zwar jeden Mitt, ivoch um 6 Uhr für die jüngere Abteilung, jeden Samstag um 6 Uhr für die ältere Abteilung. Das Bibelkränzchen für Schülerinnen höherer Lehranstalten aus der Johannesgerneinde jeden Dienstag
6 Uhr im Johannessaal.
Wien, 4. April. Die Südslawische Korrespondenz, meldet aus Belgrad: Die Blätter fordern die serbische Kaufmannschaft auf, aus Oesterreich-Ungarn und Italien stammende Waren zu boykottieren.
Wieder eine Vertagung der serbischen Antwort.
Belgrad, 4. April. Wie offiziös mitgeteilt wird, ist die Uedergabe der Antwort der Regierung auf den Mediationsvorschlag der Großmächte vertagt worden, da noch textliche Abänderungen vorgenommen werden sollen.
Ein Kamps um Tarabosch.
Wien, 4. April. (W.B.) Die „Neue Presse" meldet aus Cattaro: Gestern ist aus' Cetinje die Nachricht eingetroffen, daß am Mittwoch am Taräbosch ein großer Kamps stattgefunden hat, bei dem die M o n t e neg r i n er gr o tze Verluste erlitten haben sollen. Der Verkehr Mischen Cattaro und Cetinje ist unverändert; im täglichen Sluto- mobildienst ist bisher keine Störung eingetreten. Demnach sind alle Nachrichten über eine Grenzsperre unbegründet.
Wie die „Südslavische Korrespondenz" meldet, hatten die Montenegriner und Derben bei den letzten Kämvfen um Skutari 2000 Tote und fast ebensoviel Verwundete.
Ein türkischer Kriegsbericht.
Konstantinopel, 4. April. (Amtlicher Kriegsbericht.) Unsere Relognöszicrungsabteilungen in der Zone des rechten Flügels der T s ch a t a l d s ch a- A r m e e, welche gegen Tschataldscha vorgeschoben waren, Vertrieben den Feind, der sich dort befand, und besetzten die westlich von 'diesen Stellungen gelegenen Höhen. Hierbei kam es zu Artillerie - und Jnfanteriekämpfen. Fit der Zone des linken Flügels fand nur ein leichter. Artilleriekampf statt. Der Feind ist damit 'beschäMgt, an mehreren Punkten der Front Befestigungen zu errichten. Vor Bulair ereignete sich uichts Meldenswertes.
Sofia, 4. April. Auf neue Weisung unternehmen die Vertreter der Großmächte morgen eine neue Demarche bei den Regierungen der Verbündeten, um denselben Bermittlungsvorschlag gleichen Inhalts wie den letzten in Konstantinopel gemachten zu übermitteln.
StädtPolytechn.Lehranstalfc
Abteilungen ^Maschinenbau. Friedberg (Hessen) 1 Elektro, echnik, Architektur . 5 ßahn-Min. von Bad-Nauheim u. i und Bau -JnAenieurwesen. * yiBahn-Std.von Frankfurt 2
Programm durch das Sekretariat.
Beginn der Semester April u. Oktober.
Die nach- A <Ywr»l<x sind am Sonntag, 6. April 1913, stehenden ÄC1 Zilö von 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts
Evangelischer Gottesdienst.
Maiuzlar: Sonntaa, den 6. April, nachmittags IX Uhr: Pfarrassistent Klingel.
katholische Gemeinde.
Gottesdienst.
Samstag, den 5. April:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
von einer Torpckdo fto ttillc um geben Zwcii talienische Kriegsschiffe sind mehr gegen Süden verankert. Weiter entfernt sieht man noch vier andere Schiffe, bei denen man die Farben der Flaggen nicht unterscheiden kann. Aus allen Schloten steigt dichter Rauch. Der „Jiiadetzky!" verließ um 10 Uhr die Formation und kreuzte längs der albanischen Küste, mit großer Geschwindigkeit zwischen den Torpedobooten manöverierend, und verschwand dann am Horizont. Die übrigen Kriegsschiffe blieben zurück.
Die „Neue Freie Presse" meldet ferner aus Spa- lato (Dalmatien): .Hier fanden große Demonstrationen zu Gunsten der Balkanvölter mit Hochrufen auf die zsönige von Serbien und Montenegro statt. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Kundmachung, in der die Bevölkerung aufgefordert wird, sich jeder Straßendemon- stratton zu enthalten, und angekündigt- wird, dgß der Statthalter dis strengsten Maßregeln zur Hintanhaltung von Kundgebungen jeder Lttt getroffen habe.
Das Oberkommando bei der Flottendemonftration.
Wien, 4. April. Die „Reichspost" meldet: Das Oberkommando über die internationale Demonstrationsflotte in der Wria wird der englische .Admiral sichren.
Russische Hilfe für Montenegro?
Petersburg, 4. April. Die Auslandspresse bringt verschiedentlich Kommentare zu der Nachricht, daß in San Giovanni di Medua Schiffe mit einer für Montenegro bestimmten aus Rußland erhaltenen Kriegs- ladung eingetroffen seien. Die Petersburger Tele- grappen-Agentur erfährt darüber: Das betreffende Material ist Montenegro bereits im Herbst 1911 geschenkt, von Montenegro aber nicht rechtzeitig abgenom- men worden. Im Januar 1'913 beschloß Montenegro, das ihm gehörige Material auszuführen. Rußland steht in keinerlei Beziehung zu diesem Transport.
Das scheint uns eine echt russische Ausrede zu fein. Wer's glaubt, wird selig!
Wien, 4. April. Die Blätter besprechen mit Ernst die Nachricht, daß ein russisches Schffs in Antivari Kriegsmaterial auslade und erblickten hierin eine — wenn auch nicht offizielle — Beteiligung Rußlands an dem Widerstande Montenegros und Serbiens gegen die Beschlüsse Europas, denen die russische Regierung zugesttmmt habe. Die Presse verlangt energisch 'eine Aufklärung seitens des Petersburger Kabinetts und betont, daß jeder Versuch einer russischen Zwiespältigkeit in der Sku t ari-Frage dem Frieden Europas schaden müsse. Aus jeden Fall treten die Blätter dafür mit aller Entschiedenheit ein, daß Skutari unter allen Umständen, so wie es Europa beschlossen hat, albanesisch werden müsse — nötigen Falls wenn nicht mit Europa, dann ohne Europa. Die Monarchie werde, Ivenn sie auf ihrem Willen bestehe, auch nicht allein bleiben.
Wien, 4. April. Tie „Reichspost" meldet, daß die in den letzten Tagen aufgetauchten Gerüchte, es bestehe die Absicht, den Montenegrinern San Giovanni di Medua statt Skutari zuzugestehen, von hiesiger maßgebender Stelle als vollständig unbegründet bezeichnet ttrirb.
Die Botfchafterkonferenz.
"London ^4. 2Qpril. Die Sitzung der Botschafter-Bereinigung dauerte zwei Stunden: sie vertagte sich alsdann auf Dienstag morgen. Bezüglich der Flottendemon- stration ist alles! ^geregelt. Alle Mächte^ ausgenommen Rußland, nehmen daran teil. Die Schiffe erhielten telegraphisch den Äufttag, sich an die montenegrinische Küste zu begeben, um dort mit der effektiven Blockade zu beginnen, 'deren Einzelheiten die verschiedenen Schiffskommandanten regeln sollen. Die internationale Flotte wird von dem rangältesten Offizier befehligt, der, wie man annimmt, ein Engländer oder ein Oesterreicher sein wird.
Slawischer Boykott.
gedruckt vor und wurde nicht verlesen. Präsident Kaempf verladen Revisionsbericht des Aufsichtsrats. Danach betrug der Bruttogewinn 24 986 117,84 Mik. Nach den üblichen Abzügen verbleibt ein Reingewinn von 10 875 300 M k. Es wird die Verteilung einer Dividende von 61/» Proz. <wie im Vorjahre' vorgeschlagen.
In der Aussprache fragte Rechtsanwalt Grünbaum- Aschassenburg an, ob die Absicht bestehe, den Sitz der Bank von Darmstadt nach Berlin zu verlegen und ob es nicht möglich sei, die Hohe der Kosten herabzusetzen. Geheimrat v. Klitzing erklärte, daß keine Verlegung der Bank narf) Berlin in Aussicht genommen sei. Daß der Schtverpunkt der Verwaltung nach der Reichshauptstadt verlegt worden sei, sei eine Folge der wirtschaftlichen Entwicklung, die dahin führe, daß die Reichshanpt- stadt mehr und mehr der Mittelvunkt des wirtschaftliches Lebens werde. Die Ilnkosten der Bank seien nicht höher als bei anderen Großbanken. Ein großer Teil der Unkosten werde bedingt durch die Verpflichtungen gegenüber den Bankbeamten, die sich durch die Reichsversichcrungsordnung noch erhöht haben. Darauf wurden die Anträge des Vorstandes einstimmig genehmigt. In den Aufsichtsrat wurden für die beiden ausscheidenden Herren gewählte Gcheimerat H e d d r i ch Darmstadt und Geheimer Rat G r ü n - feld in Beuthen (Schlesien). Zum Schluß teilte der Vorsitzende noch mit, daß die laufenden Geschäfte trotz der großen Kriegsgefahr in befriedigender Weise abgewickelt werden konnten.
Börsen-Wochenbericht.
— Frankfurt a. M., 4. April.
Die Börse kommt aus den Enttäuschungen politischer Natur nicht heraus. Sie mußte erleben, daß sich durch das Verhalten Montenegros neue Schwierigkeiten ergeben haben. Trotzdem blieb >te zuversichtliche Grundstimmung vorherrschend, weil der Quartalswechsel eine glatte Erledigung gefunden, und weil die Lage auf dem internationalen Geldmärkte eine leichte Besserung erfahren hat. Tie Spekulation rechnet mit der Wahrscheinlichkeit, daß die Bank von England ihre Diskontrate ermäßigt. Frnlich wäre das nicht das Ende der Geldsorgen, in Deutschland wird man weiter imt hohen Geldsätzen rechnen müssen, weil die Industrie große Ansprüche stellt und überall neue große Anleihen vorbereitet werden. Immerhin hat die Spannung nachgelassen, was in dem Rückgang des Privatdiskonts auf 413/io Proz. zum Ausdruck kam. Die in der Generalversammlung der Berliner Handelsgesellschaft aus- gesprock>ene Hoffnung, daß der Rückstrom des dem Verkehr entzogenen Geldes sich weiter fortsetzen und allmählich wieder normale Zustände kämen, sand allgemeine Zustimmung. Tie meilte Beachtung sanden Schiffahrtsaktien und Montanpapiere. Für erstere regten die zuversichtlichen Aeußerungen in der Generalversammlung der Hamburg-Amerika-Lime an, aus denen hervorgeht, daß man mit einem Rückgang der Frachten nicht rechnet. Bei den Preisbesserungen der Montanpapiere spielten Teckungskäufe die Hauptrolle. Die Spekulation verttttt überwiegend den Standpunkt, daß das Ende des Balkankrieges eine Belebung der Industrie und hauptsächlich der Eisenindustrie mit sich bringt. Charakteristisch hierfür ist, daß in Oesterreich-Ungarn mit dem Nachlassen der Spannung die Beschäftigung in der Industrie, besonders in der Textilindustrie, sich gebessert hat. In der deutschen Eisenindustrie ist vorläufig eine Verschlechterung festzustellen. Ter Eingang von Spezifikationen ist langsamer geworden und die Lieferungsfristen haben sich verringert. Tie Werke beginnen, weil neue Aufträge langsamer eingehen, wegen der Preise Konzessionen zu machen. Daran hat die Verlängerung des Roheisenverbandes auf Jahre nichts geändert. Die belgischen Eisenexporteure sehen sich zu Preisermäßigungen veranlasst. Eine Stütze gewährt dem Eisenmarkt die Befestigung an den Metallmärkten. Sehr günstig liegt der K o h l e n m a r k t, immerhin hat die Bewegupg bei den oberschlesischen Kohlenarbeitern Unruhe hervorgerufen. Neben Montanpapieren waren einzelne Maschinenfabrikationen und chemische Werte gefragt und höher, auch Elektrowerte begünstigt. Banken blieben vernachläingt. Boii B a h n c n konnten Staatsbahn, Lombarden, Meridional und Schantungbahn sich befestigen. Deutsche Fonds waren gebessert, ebenso einzelne fremde Renten auf Anlagekäufe.
Wegen der Verfehlungen zuni Nachteil der Kirchen- und Genicinde- kasse wird sich A. demnächst noch vor dem Schwurgericht zu ver- antivorten haben. . .
2. der 39 Jahre alte Revisionsbeamte Heinrich Beck ist angeflagt, daß er im Jahre 1908 und 1909 als Revisor des Spar- und Darlehensvereins unberechtigt ca. 28 000 Mk. an Adam auszahlte und außerdem unberechtigt für sich einen Betrag von 3000 E. aus der Kasse entnahm. Er soll weiter Protokolle und Quittungen gefälscht und zum Zwecke der Täuschiing davon Gebrauch gemacht, sowie in den Jähren 1909 und 1911 durch Vorlegung gefälschter Bilanz-en Dritte getäuscht und in ihreiü Verinogen gesckstidigt habeii. Er wird von R.-A. Neuschässer verteidigt.
3. der 47 jährige frühere Bankier M o s e s I s a a k aus Plung- stadt, der beschuldigt ist, seit 1902 den Adam zu seinen verbrecherischen Handlungen verleitet und außerdem sich der Hehlerei schuldig gemacht zu haben, indem er einen großen Teil der von Adam ausgeführten Unterschlagungen für sich ausbeutete. Verteidiger : R.-A. Schödler.
4. gegen den 1853 in Erbach i. Q. geborenen Bankdirektor Kommerzienrat Karl Ihrig, der zunächst beschuldigt ist, den Beck zur Begehung seiner strafbaren Handlung verleitet, durch Aufstellung und Verwendung falscher Vermögensaufstellungen über die Kasse Täuschungen hervorgerufen und zahlreiche Pcrsoiien geschädigt, sowie endlich noch den Versuch gemacht zu haben, den Adam, als dessen Verfehlungen entdeckt lvaren, der Bestrafung zu entziehen. Verteidiger: die R.-A. Hallwachß und v. Brentano.
Der Konkurs über den Spar- und Kreoitverein c. G. in., u. v. Nieder-Modau wurde am 19. Dezember 1911 verhängt, nachdem schon lange vorher Zweifel an der Geschäftsführung und an der Solidität der Geschäfte laut geworden waren. Dem Vorstände der Landwirtschastlichen Genossenschaftsbank in Darmstadt gelang es aber immer wieder, diese Zweifel zu beheben. Im August 1011 war bereits der Rechner Philipp Adavi flüchtig geworden und konnte erst gegen Ende des Jahres 1911 in Ohio iV. St. A.' ergriffen und ausgeliefert werden. Noch Mitte September wurde ein letzter Versuch gemacht, i)en Konkurs über Nieder-Modau zu verhindern. Damals wurde festgestellt, daß ein Fehlbetrag von etwa 853 000 Mk. zu decken sei. Tie Sanierungsvorsckstäge, die Kommerzienrat Ihrig in Gemeinschaft mit dem Generalsekretär Haas machte, wurden zwar mit Mehrheit angenommen, konnten aber nicht durchgeführt werden, denn, wie gesagt, am 19. Dezember trat das Unglück ein, das als das größte bezeichnet wird, das jemals über eine Genossenschaft hereingebrochen ist.
Die Voruntersucksting gegen den inzwischen der dentsckwn Behörde übergegebenen Adam führte Landgerichtsrat Schmidt, der wegen der Fülle des Materials, das sich ihm bot, von allen sonstigen Amtsgeschäften befreit wurde. Diese Voruntersuchung führte nun dahin, daß am 10. Februar 1912 der Rendant Beck und am 6. März auch der Geldverleiher Isaak verhaftet wurden. Aber immer ioeiter zog sich der Kreis; man kam hinter schier unübersehbare Geschäfte mehr oder minder ztveifelhaster dkatnr. Schließlich ordnete die Staatsgnwaltschaft noch die Verhaftung des Kommerzienrat Ihrig an, die am 30. Dezember erfolgte. Gegen Stellung einer Kaution von 50 000 Mk. wurde er aber schon am folgenden Tage wieder aus der Haft entlassen.
Tie Verhandlung findet vor der Strafkammer 1 und zwar im großen Schwurgerichtssaale in Darmstadt statt. - Tie Verhandlung leitet Landgerickstsdirektor Dr. Nagel, der auch in dem ^chapiro-Prozeß den Vorsitz führte. Referenten werden die Beisitzer Landgerichtsräte Dr. Wolff und Konradi sein, außerdem soll aber noch ein Ersatzrichter tätig fein. Der Vertreter der Anklage ist Staatsanwalt Dr. Krug.
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Der Fall Adam und Genossen vor der Strafkammer.
D a r m st a d t, 3. April.
Am kommendeil Montag wird in voraussichtlich sechswöchent- licher Verhandlung jene Finanzkatastrophe vor der hiesigen Strafkammer ausgerollt werden, wie sie. in ihrem Uwfang und in ihren Folgen wahrscheinlich notf) nicht in Erscheinung getreten ift
Auf der Anklagebank werden ersckwinen 1. der jetzt 57 Jahre alte frühere Sparkasse-, Gemiindr und Kirchenrechner P h. A d a in in Nieder-Modau, der beschuldigt ist, in den Jahren 1902—1911 fortgefett sich als Vorstaiidsmckglieo des Spar- und Kreditvereins Nieder-Modau bares, nicht ihm gehörendes Geld angeeignet, Wertpapiere abgetreten, den Revisionsbeamten Beck zu strafbaren Handlungen verleitet, sowie Bilanzen und Wechsel gefälscht und davon Gebrauck) gemacht zu haben. Betteüstger: R.-A. Appenheimer
Vermischter.
* Versuchter Leichenraub. In Eberskvalde ver- üchten in der Nackt vier.Maskierte M ä n n e r die in der Leichenhalle liegende Leiche des Ärbeiters Schi esel dein aus Nieder-Finow, die vorgestern mit sechszehn Messerstichen aus dem Finowkanal gelandet worden war, zu stehlen. , Vermutlich waren die Diebe die Mörder oder Mittoissev>des Verbrechens. Tie Männer entkamen. u- ,
. * Unterschlagung en. Aus Freiburg ^Breisgau), 4. April, wird gemeldet: Die Unterschlagungen des Kassierers Riesterer bei dem hiesigen Bankhaus I. A. Krebs^betrageü nach den nunmehr abgeschlossenen Untersuchungen 90 pOO Mk. Tie Verim.tr errungen sind durch Fälschungen begangen worden, aber die Depotsbestände sind unangetastet geblieben.
Spielplait der vereinigten zranksnrter Stadtkheater.
Opernhaus.
Sonntag, den 6. Avril, nachm. 3% Uhr: .Der hebe Augustin." Abends 7 Uhr: „Figaros Hochzeit." Montag, den 7. April'): ^Der ilrauenfresser." Dienstag, den 8. April: „Figaros Hochzeit. Mittwoch, den 9. April, abends x/,8 Uhr: „Fidelio.« Donnerstag,, den 10. April: „Das Spielwerk und diePrinzefstn." Freitag, den 11, April, geschlossen 112. Museurns-Konzert). Samstag, 12. April:
Aida." Sonntag, den 13. April, abends */,7 Uhr : „Die Walküre." Montag, den 14. 'April, geschlossen. . Dienstag, den 15. April: Zum ersten Male (Uraufführung): „Tie Hejznkehr des Odyffeiis " Burleske Operette in 3 Akten von Karl Etllmger und Erich Motz. Mußt aus Werken I. Offenbachs zusammengestellt und bearbeltet von Leopold Schmidt. Pitttwoch, den 16 April, abends ^8Uhr: Gastspiel von Mme. Edyth de L y s von der Royal Opera Covent Garden, m London: „Tosca." Donnerstag, 17. April: .Figaros Hochzeit.^
Schauspielhaus.
Sonntag, den 6. April, nachmntags 724 Uhr: „Graf Pepi." Abends 7 Uhr: „König Heinrich der Vierte." Zweiter Teil. Montag, den 7. April'): „Püppchen." Dienstag, den 8. April: »Röntg Heinrich der Vierte/ Zweiter Teil." Mittwoch, den 9. April: 'Herodes und Mariamne." Donnerstag, den 10. April, abends 8 Uhr: Ensemble-Gastspiel der Münchener Kammerspiele (Direktion Dr. Eugen Robert, mit Herrn Frank Wedekind und Frau Tilly Wedekind: Zum ersten Aiale: „Franziska." Ein modernes Mysterium üt 5 Akten von Frank Wedekind. Freitag, den 11. April, abends 8 Uhr : Zweites und letztes Ensemble-Gastspiel der Münchener Kammerspiele: „Franziska." Samstag, den 12. April: Zum ersten Male: „Frauen." Schauspiel in 4 Auszügen von Franz Adam Beyerlein. Sonntag, ben 13. April, nachmittags J/24 Uhr: „Tie Fahnenweihe." Abends 7 Uhr: „Frauen." Montag, den 14. April: „Graf Pevi." Vorher: „Wann wir altern." Dienstag, den 15. April: „Frauen." Mittwoch, den 16. April: „Sappho." Donnerstag, den 17. April, abends 8 Uhr: „Püppchen." $
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ufr<
Für dringende Fälle ist am Sonntag, den 6. April, sicher anzutreffen: D 6/,
Zahnarzt Blockstrasse 12.
zur heil, '-vetcyr. _ ., n , __
Sonntag, deif Aprrl, 2. Sonntag nach Ostern:
Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.
„ um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe.
um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ 11 „ Hl. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.
„ 4ya „ Jungsrauen-Kongregation.
Abends um 8l/a Uhr: Tie Räuber von Maria Kulm.
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Ar Gärtner u. Gc brsiher:
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Husten, Katarrh.«
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Neosudt, Jaeoh Mater FriteBanennirrtOAPO Giessen, J. B®PP*er,in <%ns, Aug. heitert um Kümmel in wieseck, yolk II. n. Pb. Becker in Heuchelheim, Wilh. Bü Gr-Baseck Landw. K* und Abeaticen. in L Th.Beiehmann, Stadt« 1B Kirtorf, W. Schlich, Li Apotheke in Grosaen-Lind
Rüsselsheim^M;


