I adellose Hennen „Würrschlm Sie sic nach Jägerart?'
.Nach
Jägerart? Was ist denn das?'
,Ach, Sic wissen doch — mit
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Gießen, 9. September 1913.
5859
auf dem neuen Friedhof statt.
5877
Rotzungen
Steinbutt
Ellltköllckk Schönster Herbstaufenthalt in Tirol!
. . . *...... Entzückend "eletrener. milder, warmpr n» .
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lenbrr elektrischer Beleuchtung im Bett aufrecht und blickt um sich. „Wer Gaston, warum schläfst du denn nicht?" fragt sic, darauf er im verweisenden Ton: „Denn man ein Zimmer für 200 Franks hat, benutzt man die Nacht, um cs anM'chen."
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für die Schaffung einer j ü d i s ch e n U n i v e r s i f ät in Jerusalem aus. Es wurde mitgeteilt, daß von einigen Zionisten bereits 350000 Mark für diesen Zweck gestiftet wurden.
Die Bluttat in Mühlhausen.
Vaihingen, 9. Sept. Die Untersuchung gegen Wagner ist nun abgeschlossen worden, da alle Verletzten außer Lebensgefahr sind. Die Akten gehen an die Staatsanwaltschaft in Heilbronn. Bei seiner heutigen Vernehmung gab Wagner zu, daß er dieselbe Tat in E gol Shei m geplant hätte. Die Mitteilung deS Untersuchungsrichters, daß heute Frau und Kinder Wagners beerdigt würden, ließ ihn anscheinend völlig gleichgültig, denn er verzog keine Miene.
Vaihingen, 8. Sept. Die bei der Bluttat in Mühlhausen Verletzten befinden sich den Umständen entsprechend wohl und man darf jetzt die begründete Hoffnung hegen, daß alle am Leben bleiben werden. Insbesondere die Bader'schen Eheleute, deren Kind gestern beerdigt wurde und von denen man schon einige Tage sagte, daß es nicht gelingen werde, sie zu retten, befinden sich aus dem Wege -er Besserung. Wagner selbst wird heute frisch verbunden und bleibt solange im Krankenhaus, bis er vollständig ausgeheilt ist. Er zeigt immer noch keine Spur von Neue. Wagner kann sich in seiner Zelle nach Belieben bewegen, doch hat man ihm den Verband derart angelegt, daß es ihm unmöglich ist, irgend welche Fluchtversuche zu unternehmen oder sich sonst irgendwie zu betätigen, um sich seinem Richter zu entziehen.
einem kunstgerechten Schuß! Das mad)t sich ausgezeichnet!" Ter '^äger versteht, zahlt noch eine Zulage von 50 Pfg., und im Hose ertönen zwei Schüsse, die das mörderische Blei in die Brust der armen Tiere jagen. Stolz zieht der Jäger mit seiner Beute ab. Und am Wend, bei Tisch, erzählt er mit leuch- i enden Augen von der Sicherheit seiner Schüsse.
— Die Parasiten des Flohs. Daß selbst die Flöhe, diese niedlichen kleinen Haustiere, ihre Sckunarotzer haben, war bis : Ut noch nicht bekannt. Erst Herrn Professor L a v e r a n war cs, Iine man aus Paris schreibt, Vorbehalten, diese Entdeckung zu machen, die tneücirfjt bei dem Problem von der Verbreitung ansteckender Krankheiten noch eine gewisse Rolle spielen wird. Der Parasit, welcher eine Größe von 2 bis 4 Tausendstel-Millimetern bat, lebt in den Eingeweiden des Flohs und ist'bis jetzt bei arv deren Lebewesen noch nicht bemerkt worden. Bei weißen Mäusen, die niit ihm geimpft wurden, hat er vier- bis sechswöchcntliche ebe rerschemunqen hervor gerufen. Ebenso hat das Mut von diesen infizierten Mäusen die gleichen Erscheinungen zur Folge gehabt, falls es auf andere Tiere übertragen wurde.
Hk. Ozon in einem natürlichen SB al H" er ist nach der „Umschau" jetzt zum ersten Male von den Professoren Na- sini und Pvrlezza in einer Quelle Le Bagnorc im südlichen Toskana nachgewiescn worden. Das Ozon in diesem Wasser bildet kinen zufälligen, sondern einen dauernden und normalen Bestandteil und erteilt dem Wasser auch den bestimmten und unverkcnn- l .iccn Ozongeruch Der Ozongehalt beträgt etwa ein Sechstel Kubikzentimeter in einem Liter.
* tz m Palast-Hotel. Herr Menuier und Frau sind in (fitem Luxushotel abgestregen und zahlen für ihr Zimmer einen unerschwinglich hohen Preis. Man hat sich zur Ruhe begeben, unb die Frau will einschlasen. Aber ihr Mann sitzt bei strah-
Danksagung.
Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheidcn unserer lieben Verstorbenen und für die schönen Kranzspenden sagen wir besten Dank.
Familie Jos. Haas nebst Angehörigen.
ArLetLorbewegung.
X Marburg, 8. Sept. Lnndtagsabgcordncter Prof. Tr. Bredt hatte heute Verhandlungen wegen Beilegung des Banarbeiter- stretkS eingeteitet. Wäbrend die Arbeiter Entgeqenkomincn zeigten, sehnten die Unternehmer rundweg ab. Ter Banarbeiterstreik, der letzt schon 3% Monate danert, durfte nunmehr überhaupt nicht in dieser Bansaison zu Ende geführt werden.
ünit>erfitäte»nad?rid?teti
Berlin. Der ordentliche Professor der Universität, Geheimer Fustizrat Hellwig, ist Montag abend gestorben.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetterausfichtcn in Dessen für Mittwoch, den 10, Sept. 1913: Trüb und wolkig, noch meist trocken, wann.
Vermischtes.
ff ReVh ühner nach Jägerart. O diese Nimrode! Mit wctckren Akrttcln sie doch gelegentlich das Glück und den Ruhm 'n korrigieren suchen ! Erscheint da letzthin in einem hocheleganten Wildpretladen ein tapferer Jägersmann und verlangt zwcr Rebhühner „Aber bitte frisch." Der Verkäufer reicht ihm zwei
Letzte Nachrichten.
Die japanisch-chinesische Spannung.
P e k i n g , 8. Sept. Die chinesische Regierung ist sehr beunruhigt wegen der Bewegung, die in Japan aus Anlaß der Ermordung von drei Japanern während der Kämpse in Nanking eingesetzt hat. Die Regierung hat, von dem Wunsche geleitet, jeden entstandenen Schaden wieder gut zu machen, den chinesischen Geschäftsträger in Tokio angewiesen, dem japanischen Auswärtigen Amt ihr Bedauern zum Ausdruck zu bringen. Ebenso hat der jüngst ernannte chinesische Gesandte in Tokio den Befehl erhalten, nach Nanking zu gehen, um die Untersuchung zu leiten. Während so alle Anstrengungen gemacht werden, um Japan zu versöhnen, neigt man in Peking in den fkreisen der Fremden zu der Ansicht, daß die japanische Bewegung etwas maßlos ist. In Tokio haben die gegen die Chinesen gerichteten Ausschreitungen heute vormittag angedauert, ohne aber zu ernsten Folgen zu führen. Drei Mitglieder des militärischen Rats sind zu einer Unterredung mit dem Kaiser nach Niko berufen worden. Einer Abordnung von Politikern teilte der Premierminister mit, daß die Regierung nicht die Absicht habe, zu mobilisieren, daß sic aber die chinesischkm Fragen mit Festigkeit behandeln werde.
Eine jüdische Universität in Jerusalem.
Wien, 9. Sept. Der Zionistenkongreß sprach sich nach einem Referat des Professors Wcitzmann (Manchester)
i i vüchertifch.
— Im 1. Scptembcrhcft des Kunstworts und Kulturwarts (Halbmonatsschau für Ausdruckskultur. Verlag von Callwen, München) fordert Wilhckm Stapel ein Reichsauto mobilge setz. Er weist auf den vielfach unzutreffenden Haß gegen die Automobile hin Und führt ans, daß dieser Haß „seine Gründe in Mißständen hat, die man als solche anerkennen muß." Sehr wesentliche kulturelle Gründe verlangen eine gesetzliche Regelung des Autvmobilwesens. „Nur eine vernünftige Eingli<Henmg dieses Fahrzeugs in das Leben unseres Volkes durch ein wohl abgewogenes Gesetz kann es aus einer Plage zu einer Wohltat machen." Im selben Heft fragt Avenarius mit Bezug auf den Wehrbeitrag: „Warum warten die Fürsten?" Die staatsrechtliche Frage der Steuerpflicht der Fürsten sei zwar vertagt, nicht aber die sittliche Pflicht der Teilnahme am Wehrbeitrag. Pros. Dr. Oskar Walze! bcspridn in diesem Heft Ricarda Huchs „Großen Krieg". Die Losen Blätter geben eine längere Probe aus diesem Buch. Weiter spricht Erich Schlaikjer über die „gewerkschaftliche Bewegung der Schauspieler", Spitzenpseit über „Deutsche Antigua und SBeUfraftur", Ernst Weber über Berthold Ottos Schulreformpläne. Gustav Langen, der imh'enjdxtftL Leiter der Städtebau- dlbteilung auf der Leipziger Bausachausstellung, gibt in seinem 9luf- satz „Städtebauliche Einhätsplänc" an der Hand eines farbig wieder- gegebenen Beispiels Ausschlüsse über eine neue Art der graphischen Veranschaulichungen stattstischer Daten. Die Bilderbeilagen bringen ein farbiges „Bauernhaus in Wiedensahl" von Wilhelm Busch, ferner 16 Seiten Holzschnitte und Zeickmitngen von Busch. Dazu gibt Avcirarius in der Rundschau einen erläuternden Beitrag. Die Notenbeilage enthält Hcllmut Kellermanns Lied „Fromm". Tem Hefte vorgesetzt ist ein Tiefdruck nach einem Gemälde von Karl Wentorf. Besonders Hinweisen möchten wir auf die „Abrechnung", die Avenarius am Schluß des Heftes mit verschiedenen Gegnern hält.
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Gestern nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter
Amalie Jung geb. Möglich.
Die trauernd Hinterbliebenen:
Gastwirt Fr. Jung und Kinder.
Lützellinden, den 9. September 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. September, nachmittags 2 Uhr, statt. 07094
"iWe, btt Stieg,,, tal erntete fe tbnfra”i" r-ihgistw ’«»oxtrugen
• 3n großen Schrecke 'uNn der Nacht do. c kann, in bQ- d an ein Fenster er solle die Hauh ne Haustüre in bei Gesinde in da? Hau?. eTüre gelaufen, fleckte > versuchte mit Dewall t dn jedoch kräftig» gelte sie. In dieser, el ging glücklichem^ nicht so flink gewesen, getroffen. Von dem elauf hatte am Tazr üc Geld in Empfair ieb bemerkt und roofli’ itsanwalt weilte vw .mtersuchen. ,
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Gestern abend 6 Uhr entschlief sanft meine innigstgeliebte Frau, unsere treue, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter und Schwester
Pauline Schmall
geb. Schmidt was wir Verwandten und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme tief betrübt mitteilen.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
I. d. N.:
D. Schmall.
Giessen (Frankfurter Str. 95), den 9. September 1913.
Die Beerdigung findet Donnerstag nachm. 3% Uhr
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Was verkürzt unser Leben? Mangel an Schlaf, Bewegung und frischer Luft find es in der Hauptsache. Man geht häufig viel zu spät schlafen, nachdem man sich den Magen mit Fleisch überladen oder tagsüber die Nerven durch Genuß von Slaffcc ruiniert hat. Namentlich letzterem sind bei unmäßigem Genuß besonders schlimme, dirctt schädliche Wirkungen zu eigen. Dabei kostet er noch viel Geld. Wer jedoch nicht vom Kaffee lassen möchte, der sollte wenigstens sick) und die S einigen durch den Gebrauch von Quieta-ttafsec-Ersatz vor langsamer Gesundheitszerstörung bewahren. Dieser Quieta-Kafsee-Ersatz ist nattirlich fof fein frei und enthält vor allem jene Nährfalze, die unserer täglichen Nahrung gewöhnlich fehlen und deren Mangel sie daher wertlos macht. Diese wichtigen Nährfalze — Kalk, Eisen und Phosphor — sind es, die wahre Wunder wirken, wenn sie den Speisen oder Getränten der Schwächlichen, Nervösen, Blutarmen oder Lungenleidenden beigegeben sind. Wer aber durchaus nicht des Bohnenkaffees entraten zu können glaubt, tut im Interesse der Gesundheit gut, Quieta-Kaffee-Ersatz zu in Bohnenkaffee zuzusetzen, der sich dann durch Säwnheit der Farbe und kräftigen Geschmack auszcichnet. Wird dann der Bohnenkaffee allmählich fort- gelassen, merkt niemand den Unterschied. So erweist die Hausfrau ihrer Familie den wichtigsten Dienst, den sie ihr zu erweisen vermag: Sie schirmt die Gesundheit ihrer Lieben. Daß sie auch Geld spart, sei nur nebenbei erwähnt, denn 20 Tassen kosten nur 10 Pfennig. In Drogen- und Kolonialwaren-Handlungen ist der Quieta-Kaffee-Ersatz zu haben. Ist er zufällig nicht erhältlich, so genügt eine Postkarte an die Quieta-Wcrke in Bad Dürkheim, um die nächste Bezugsquelle sofort zu erfahren. C9/9
Luftschifffahrt.
Unfall des Z. 1. ' •
8iegnitz,8. Sept. Bei der Landung des Luftschiffes 311, auf dem sich Graf Zeppelin befand, setzte das Luftschiff so schwer auf den Boden auf, daß mehrere Streben zerbrachen. Auch eine Seitenwand wurde beschädigt und auf- gerissen. Ein Mann geriet bei der Landung unter das Schiff und erlitt so starke Quetschungen, daß er ins Lazarett gebracht toerben mußte. — Der Unfall des Luftschiffes stellte "sich später als nicht so schwer heraus, wie anfänglich angenommen wurde. Es wird erwartet, daß Z. 1 morgen wieder flugbereit ist. Graf Zeppelin hat bei dem Unfall keinen Schaden erlitten, er ist in einem Automobil ins Hauptquartier gefahren.
Programm vom 9. bis 12. September.
Kiewen-Programm!
Die
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Drama in 2 Akten.
Spannende und interessante Handlung und Spiel sichern diesem Film einen Erfolg.
Aufopferung
(Gaumont-Film). Glänzendes Drama.
Als Einlage:
Eine Vernunftsehe
Hervorragende Komödie in 2 Akten. a®/9
Ausserdem 5 grosse Kinonummern!
BakoMdmmer-Lichfspfele
am. Seifersweg.
)em Pferde stütze iin: ijutant Leutnant Nitz-
Dl'e Aedepngtr ,
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itf ünrichtet. Da fii viermal 10—12 Jray Haden leicht außbcnlr ' erapparaten gegen V ig durch «usrLuchem
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