Ausgabe 
2.5.1913 Erstes Blatt
 
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Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem

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2. Mai 1913.

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abgab, der jedoch fehlging, ehe er weiteren Gebrauch von seiner Verhaftung weigerte er und behauptete, im Auftrage Personen gehandelt zu haben.

Er konnte überwältigt werden, der Waffe wachen konnte. Bei sich, seinen Namen zu nennen, mehrerer auswärts wohnender die ihn mit reichlichen Gcld-

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lcrssung beftmtinter Behauptungen, beschäftigt, die das VerhältmL Ansbachers zur Bayerischen Bodenkredit-Anstalt in Würzburg betrafen. Es handelte sich dabei um1 den Versuch, die finanzielle Kritik durch eine zivilrechtliche Klage unmöglich zu machen. Das Oberlandesgericht in München lackte die Klage kostenpflichtig ab­gewiesen. Ansbacher legte gegen das Urteil Revision ein, die iedocl) heute vom Reichsgericht -urückgewiesen wurde. Tie Abweisung der Klage durch das Münchener Oberlandesgericht ist damit rechtskräftig geworden.

wird niemals die Wirkung der echten Steckenpferd- dt/j Teerschwcfel-Leifc

u. Bergmann Li Co., Radebeul geg. alle Arten Baurunrcinigheiren und fiautauerchläge, wie 1'HtcCfcr, ftnncn, GcHditarötc, Blütchen, puftcln usw. A St. 50 Pfa. bei : p. 7. J\Iöbo.

Wetteraussichten in Lessen Uiv Samstag, den 3. Mai 1913: Mein trüb, nur geringe Regen'älle, kühl, nordivestliche Winde.

J. KBingeShöfer

Wettcrgnffe.» Tcl. 707

Asrchlsche Nachrichten.

Israelitische Reliaionsgesellfchast.

Gottesdienst.

Sabbatkeier am 3. Mai 1913:

Freitag abend 7.25 Uhr.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Samstag nachmittag 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 8.40 Uhr.

Wochengoltcsdienst: Alorgens 6.00, abends 8.40.

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Zwei D L r m st ä d t e r Flieger tödlich verunglückt.

Leipzig, 30. April. Tas 3ieiä>sgericht hatte sich heute mit der Klage des Bankiers Mar Ansbacher in Frankfurt a. M. gegen den verantwortlichen Redakteur des Handelswils derfrankfurter Zeitung", .£> ernt an n Stern, auf Unter-

vermsscbter.

* Eisenbahnunglück in Indien. Ein Personen­zug und ein Güterzug sind bei Boregam in der Röhe von Nag­pur -usammengestoßen. Dabei wurden 28 Zndier getötet und 14 Indier und zwei Europäer schwer verletzt.

. * Verhaftung auf einem Dampfer. Ter vor einigen Tagen nach Verübung großer Schwindeleien geflüchtete Fabrikant Specht aus Dessau wurde kurz vor New Bork vermitttlst funkcntelegraphiscl)en Haftbefehls auf dem Dampfer Pennsvlvauia" festgenommcn.

* Pu lv erexplo si on in Athen. In einer privaten Pulverfabrik im Piräus explodierten 400 Kilogramm Pulver. Ein Arbeiter .wurde getötet. Ter Sachschaden ist unbedeutend.

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Verwandten, freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, das; es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel

Herrn Wiihelsn Vogelhöfer nach kurzem, schwerem Leiden zu sich abzurufen.

Die traueruden Hinterbliebenen:

Familie Ludwig Klein, Res.-Lokomotivführer Familie Ludwig Vogelhöser.

Gießen (Hammstr. 11), den 2. Mai 1913.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. Mai, nachmittags 3'2 Uhr. von der Kapelle des neuen

Friedhofs aus statt. (3001

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Mitteln und der Waffe ausgerüstet hätten. Der Wirt erklärte, den Menschen nie vorher gesehen zu haben.

Darmstadt, 30. April. Heute abend 7 Uhr stieg einem Äcker-Doppeldecker Leutnant von Mirbach mit Leutnant von Brunn als Beobachter auf der Flieger- station auf. Die Flieger versuchten anscheinend zu landen, als dus Flugzeug wenig? Meter über dem Boden zusammen­brach. Die Flieger kamen unter den dlpparat zu liegen. Leutnant von Mirbach starb nach etwa zwanzig Mi­nuten, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Leut­nant v. Brunn wurde in das Garnisonlazarett gebracht, wo er nach einer Stunde ebenfalls starb.

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unseres innigsfcgeliebten Vaters und Pflege- wir allen unsern herzlichsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Käthchcn Lott

Frieda Mennige.

Samstag, den 3. Mai, abends 0 Uhr

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im Vereinslokal.

Um zahlreich. Besuch bittet v9y6J Der Vorstand.

Hochachtungsvoll

Wil/. Will

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. ung I iiitscIM Montag, den 5. Mai, abends 61/., Uhr, findet im Bottsbad eine

durch einige Herren des Ersten Frankfurter Schwimm­klubs statt. Die Jugend, die gern sich unterweisen

SUte.

Vreuhei, lJws. ««SA 1* und Wit Hon b^eine 11 diesem !t 9e *

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in bet Bahnhch

(etzte 27^cdrichten.

Der Kaiserbesuch in Wiesbaden abgesagt.

Frankfurt, 2. Mai. Der Kaiserbesuch in Wiesbaden wurde abgesagt. Die Gründe sind in der politischen Lage zu suchen.

Selbstmord von Dberregiff-nr Valdeck.

rb. Darmstadt, 2. Mai. (Pciv.-Tel.) Der langjährige Oberregisseur des Hoftheater?, Bal deck, hat sich gestern abend in seiner Wohnung erschossen. Er war seit 1895 hier tätig und hat stets mit Erfolg künstlerische Aufführungen er­zielt. Infolge von allerlei Unzuträglichkeiten hat ihm die neue Direktion gekündigt und der leicht erregbare Mann hat sich anscheinend die Kündigung so zu Herzen genommen, das; er zum Revolver griff.

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Hb. Frankfurt a. M., 1. Mai. Im Hauptbahnhof wurden heute die neuen Bahnsteige 1 und 2 in Betrieb genommen, und damit ein errichtetes neues elektrisches Stellwerks an dem 40 Weichen hängen. Bereits Mittwoch abend funltionierte das Stellwerk nicht und es gab Ver­spätungen für die von unb nach Rebstock-Höchst-Königstein- Wiesbaden, Darmstadt-Heidelberg und Hanau-Bebra ver- lehrenden Züge von 2040 Min. Die Verspätungen machten sich für den ganzen Verkehr und namentlich für den inter- nationalen Zugverkehr bemerkbar. Es gab schließlich Ver­spätungen von' mehreren Stunden. Das Inkrafttreten des Sommerfahrplans und der außerordentlich starte Feiertags- verlchr .gestalteten die Klärung der Lage außerordentnch schwierig. Bis in die späten Nachtstunden war das Ver­kehrshindernis noch nicht behoben.

hb. Hornburg v. d. Höhe, 1. Mai. Der Blitz schlug heute nachmittag in der Nähe des Herzbergturmcs in zwei Fichtenbäu me. Von einer Touristenschar, die in einer nahe­liegenden Hütte Schuh gesucht hatte, wurden vier Personen schwer verletzt und etwa zehn Personen betäubt. Die Verletzten sind aus Frankfurt.

Wiesbaden, 1. Mai. Heute sand unter sehr großer Beteiligung aus dem ganzen Reiche die feierliche Einweihung des dritten Heimes der Deutschen Gesellschaft für Kauf­manns-Erholungsheime bei Wiesbaden statt. Es ist mitten in den herrlichen Taunuswaldungen gelegen mit wunder­barem Blick auf die Rheinebene, den Odenwald, Taunus und Hunsrück. Tie Vertreter sehr zahlreicher kaufmännischer und iudustricllcr Vereinigungen, Handels-, Landwirtschafts- und Hand­werkskammern, das Offizicrkvrps und Parlamentarier »varen an­wesend. Nach einer Begrüßungsansprache des Handelskammer- Präsidenten Fehr-Flach hielt der Präsident der Gesellschaft, Herr Joseph Baum- Wiesbaden, die Weiherede. Es folgte eine Ansprache des Handelsministers Sh dow , der namens der Reichs­regierung und der preußischen Staatsregierung das wärmste Inter­esse an diesen für die Volksgesundheit überaus wertvollen Be­strebungen aussprach und die Ernennung des Schöpfers der Gesell­schaft und Präsidenten Baum zum königlichen Kommerzien- r a t verkündigte. Zahlreiche weitere Ansprachen, darunter von Oberbürgermeister Vogl-Biebrich, Oberbürgermeister Tr. Göt­te l m a n n - Mainz, Stadtrat M eher- Wiesbaden, Rektor E ck von der Universität Gießen, Rektor Panzer von der Akademie Frankfurt, Oberstleutnant Transfeldt, Handelstammcrpräsi- bent Pscho r r - München. Handelskammerpräsident Bamber­ger-Mainz, Frau Dr. Rebe namens des Damenausschusses, Stadtrat Leiser-Metz, Kommerzienrat K u n tz e - Chemnitz und und Dr. Reiche lt-Plänen. Die Feier war eine überaus ein­drucksvolle Kundgebung der durch die Gesellschaft verkörperten Gedanken.

t Mtber und lang- Edberg, Johannes cm hiesigen Gcburts. htet, eine Äedenktch! ^gebracht worden isi die Einweihung statt, ir das letamu M der Schberschen Fa-

r aus Lchwerin der irrer Heu sel.Dekar :r der Ilmdenanstall innere Mission. 2ei

1813 hier geboren, ki cnsjchre.

ge des herrlichen Früh, tölker in den Ichni . . Mgemieisttr Seit < chwarm.

ii Sonntag, feierte oui ; ail So/mS-LaubliW ). Geburtstag nni Jubiläum. iele Ehrungen btt 'Sw "öW m txxxt tzvÜnne 11?. uon dingen, der ir Derdienstkreut Philp ri5tuS, der sich allen!' a zunächst noch weiir

, WK' ^nuiirnangehörigen, ur nßurt ju machen, kehlt el-neht lies bei dem ff non Baum aus Kos'.

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PlanmäßigeiLffründlicheVorbildnugfür alle Klassen höherer !,; hransta11en. für das Examen der Einjilbrig- rreiwiHip>.n. für Primareife, und Maturitätsexamina. , ... Uas Institut ist eine der ältesten und erfolgreichsten höheren Privatlehranstalten Mitteldeutschlands. Im Zeit­raum von iO Jahren haben 522 Schüler des Instituts bei zahlreichen Prüfungskommissionen Deutschlands ihre Examina nut Erfolg gemacht, die meisten durch ein­malige Prüfung. Von denen, die die Prüfung wieder- k° haben innerhalb 4 Jahrzehnten Einr fünf

ihr Ziel auch dann nicht erreicht- Das Institut bietet also eine fast vollkommene Sicherheit für das Pmstehen seiner Schuler, wenn diese der Führung zum Examen beharrlich folgen.

IVachhiiläeun^crricht wird, wie stets seit vierzig Jahren, an Schüler anderes* Lehraiibtalten nicht ei> teilt. Die Erfolge des Institute, sind darum niemals fragliche, meist, gar nicht nachweisbare Teilerfolge sondern volle Erfolge des Instituts allein, die. wie auch in diesem P rühjahr wieder, das Institut bei seinen eigenen Schülern erzielte. Nur wer diesen Punkt rich­tig versteht, wird wissen, wie er die Sdiü'crzahl und die Erfolge mancher Privafschulmi einsehMtzpu mm;.

Kreis Schotten.

x Sellnrob, 30. Afiril. Einem hiesigen Einwohner würben von meinem Sckpmnnehändlcr ein Paar Läufer für den Preis von 146 Mk. angeboten. Das dünttc unseren klugen Bauersmann 'zu l>och. Er kam mit dem Händler überein, für das Pfund Lebendgewicht der Ferkel eine Mark za: zahlen. Die Wage wurde herbeigeholt und die Schweine gew^ogen. Das Gewicht stellte sich auf 196 Pfund. Das lange Gesicht, Has der Käufer uun machte, half nichts, er muß-te zahlen.

Kreis Friedberg.

h. Bah-Nauheim, 1. Mai. Der ehemalige jung- türkische Großrvesir F e r i d P a s ch a, dem Deutschland auch die Bagdadbahu verdankt, ist hier zu längerem Kur­aufenthalt ein getroffen.

L. Bad-Nauheim, 1. Mai. Der Bahnhofs- Neubau ist jetzt vollendet. An dem Fürstenpavillon arbeitet man noch emsig. Die frühere Güterhalle ist in diesen Tagen abgebrochen worden, aber immer noch verunziert die Ruine der Fabrik feuerfester Steine die ganze Gegend.

Starkenburg und Rheinhessen.

d. Bingen, 30. April. Gestern abend überfuhr ein Automobil der Mainzer Akrienbrauerei die an dem früheren Bahnhöfe von Gaulsheim sich befindende Schranke in dem Augenblick, als ein S ch n e l l z- u g von Mainz hcran- tam. Das Automobil wurde von der Lokomotive auf die Seite geworfen. Die Insassen waren rechtzeitig aus dem Fahrzeug gesprungen, das stallt besstädigt ist.

Starkenburg und Rheinhessen.

fc. Mainz, 1. Mai. Oberbaurat Schober, Mit­glied der Eisenbahndirektion Mainz, tritt am 1. Juli in den Ruhestand.

Hessen-Nassau.

[] Marburg, 1. Mai. Die Walyurgisseier der Marburger Studentenschaft nahui einen glänzenden und imposanten Verlauf. Mehr wie jemals hatten sich diesmal bei allen Korporationen alte Herren" eingefunden. Ueberall hörte man von den studen­tischen Vereinshäusern Musik und Gesang. Auch die Einwohner­schaft Marburgs hielt es nicht mehr in den Häusern. Die Züge der Studenten erstiegen von 11 Uhr ab die Berge. Die grösste Beachtmtg wurde wieder der Maifeier der Hafto-Nassoven ge schenkt, die mit über 100 Teilnehmern, darunter mancher grau- bärtige Alte, einige Minuten vor Mitternacht vom Schlotzverg. herunterzogen und auf dem Marktplatz Ausstellung nahmen. Dann erbrauste das LiedDer Mai ist gekommen" durch die Früh- liugsnacht^ Eine Musikkapelle begleitete den Gesang der Nassauer, die zum Schlüsse ihre Gläser auf das Wohl des Wonnemonats leerten. Still, wie sie gekommen, zogen sie bann wieder zur Nneipe zurück. Zn ähnlicher Weise hielten auch die anderen Korporationen ihre Maiseiern ab. Das Schloß, der Kaiser- Wilhelms-Turm, die Vereinshäuser und verschiedene Ausflugs­lokale erstrahlten in bengalischer Beleuchtung. Hier und da krachten -Böllerschüsse, und bei der Augustenruhe, bei der Schäfer­buche, bei den Hansenhäusern und anderen Höhen wurden mächtige Holzstöße abgebrannt, selbst von dem Frauenberg leuchtete ein Feuer ins Land hinein.

w Frankfurt, 30. April. Gestern abend machte ein junger Bursch e auf einen G a st wirt in der Niddastraße, nachdem alle anderen Gäste das Lokal verlassen hatten, einen Ile bet fall, indem er auf den Wirt einen Nevolverschuß

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