Ausgabe 
1.8.1913 Erstes Blatt
 
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hatte zur Folge, daß sämtliche Arbeiter die Arve« nieder, legten. Bon Seiten der Arbeitnehmer wird behauptet, daß die den Bau führende Firma wiederholt versucht hätte längere Arbeitszeit oder geringere Löhne einzuführen. Auch sei in sanitärer Hinsicht auf der Baustelle nicht alles in wünschenswerter Weise erledigt worden.

Hessen-Nassau.

f] Marburg, 31. Juli, vor einigen Tagen wurde eine Frau anR der Frankcnberger Gegend in die hiesige Klinik gebracht. Gestern sprang sie in einem Anfall von Geistes« gesiärtheit oiil den, Fenster. Hierbei erlitt sie solche Verletzungen, daß sie daran starb.

x Frankenberg, 30. Juli. Das letzthin in unserer Gtabt abgehaltene Gauturnfest schloß ab mit einem Fehlbe­trag von' rund 300 Mark.

X. Gelnhausen, 31. Juli. Der 27jährige Steiw- richter Josef Zeuger aus Romsthal hat gestern irndv- mittag auf dem Wege jpun Bahnhofe Salmünster die Hand' tertu Rosa Gundersheim aus Romsthal, die das . iebeSverl.ältnis mit ihn, lösen wollte, durch vier Schüsse schwer verletzt. Er ergriff dann die Flucht.

X. Hanau. 31. Juli. Für daS am 1. Oktober nach ai:au *,u verlegende Eisenbahnregiment Nr. 2 hat der Mili- irs'.slus in der Gemeinde Langendiebach Gelände zur Anlegung einer Uebungsbahn angekauft.

I) 91 nfpach i. T., 30. Juli. Eine begrüßenswerte Ver­fügung erließ daS LandratSamt zu Usingen, indem es für riefen Sommer die Veranstaltung aller öffentlichen Lustbarkeiten verbot.

h Höchst o. TI., 31. Juli. In der vergangenen Nacht w i.dc der hier wohnhafte Kellner Kremer bei Eckenheim überfallen, seiner beträchtlichen Barschaft beraubt und dann durch Mcsicrstichc schwer verletzt.

h Nied, 31. Juli. Auf dem hiesigen Felde wurde ein lunger Mensch in dem Augenblick ergriffen, a!S er eine Frau überfallen wollte. Bei der Untersuchung des Burschen stellte eS sich heraus, daß man mit einem längst gesuchten Deserteur auS einer norddeutschen Garnison zu tun hatte.

li Eddersheim, 31. Juli. Eine hiesige Familie wollte ein Kind zur Operation nach Frankfurt bringen. Als die Mutter vor dem Krankenhaus der Straßenbahn entstieg, war daS kleine Wesen bereits verstorben.

b. Weilmünster, 31. Juli. In der Person des HauSburschcn Albert Löw wurde gestern ein vielgesuchtcr Einbrecher verhaftet, der in Gemeinschaft mit einem Kellner auS Halle die Stationskassc dcS Bahnhofs zu Mehr« heim geplündert hatte. Außerdem werden beiden die Ein­brüche in den Stationswirtschaften von Köppern und der Saalburg, sowie Diebstähle in Hanau zur Last gelegt

Dereinsnatirirbtcn.

I. Launftbach, 81. Juli. Tor Turnverein hält am Sonntag bei Gastwirt Rinn fein alljährliches Abtu r n e n nb. Benach­barte Turnvereine haben ihr Erscheinen zngesagl, so baß eine leb- hasie Beteiligung an der Veranstallnng zu erwarten.

(fiericbtilaaL

Petersburg, 31. Juli Privattelegramm.) Gerichtlich rourbc angesrdnet, btc (Gesamtausgabe der Broschüre Leo Tol stoisOb denn solches nötig?" zu vernichten.

Cttftjcbinabrt.

Leipzig, 31. Juli. Das MilitürluftschiffZ. 1*', das gestern abend 10 Uhr 55 Ti in. unter Führung des Haupt monns v Horn in Königsberg zu einer Fernfahrt nach Leipzig auigestiegen war, ist heute früh gegen 7 Uhr hier eingetroffen unb um 7i i Uhr glatt vor der Halle gelandet.

Medizinische Nundschau.

Die Ursachen der hohen sommersterblich- feit der Säuglinge. Dieses besonders durch den Geburten­rückgang ernst genrjrth'nc Problem behandelte Tr. Jester in einem äußerst bemerkenswerten Bortrag im Verein für wissen­schaftliche Heiltunde zu Königsberg. Tie^Dalsache, daß in erster Linie künstlich ernährte Säuglinge dem Sommerbrechdurch- fall erliegen, hat, wie Dr. Jester ausführte, zu crngehendei» Untersuchungen der Kutz- und Frauenmilch geführt, die eindeutig die gewaltige Ueberlegenheit der natürliche» Nahrmig über die künstliche gezeigt haben. Biele Kinder, die an Verdauungsstörungen zugrunde gehen, tonnten gerettet werden, wenn von oen be­teiligten Kreisen mehr Gewicht aus die Darreichung der Brust' nahrnng gelegt würde. Damit ist aber das Problem der Säug­lingssterblichkeit noch lange nicht gelöst, da es stetig eine sehr große Zahl Säuglinge geben wird, die auf künstliche Nahrung angewiesen ist. Die Maßnahmen zur Veresterung der Milch geroinnung, deS Milckwertriebs, der Milchbehandlung, die Be­lehrung des Publikums, die Kontrolle der Ziehkinder nsw. haben ebenfalls, wie ein Vergleich der Sterblichkeitskurven der ver schiedcnen Jahre zeigt, zur Herabsetzung der Säuglingssterblichkeit beigciragen. Eben diese Kürven beweisen aber auch den ver- tzingnlsvollen Einfluß der Hitze in den heißen Sommermonate::. Die alte Annahme, daß die Hitze die baltcriellc Verunreinigung unb Zersetzuna der Milch hcgünftige und so die lwhe Sommer grrblicfcfcit bedinge, ist von niemandem bewiesen werden. Die Tatsache, daß auch Säuglinge, die eine in jeder Beziehung ein- tvandsreie Nahrung bekommen, und auch Sruftfinber sich an der Sterblichkeit fast nur an den durch große Hitze ausgezeichneten Tagen beteiligen, tveist darauf hin, daß die Hitze selbst einen schäd­lichen Einfluß haben muß. ^Dr. Jester konnte selbst beobachten, wie in einem Krnderasvl die Säuglinge bei großer Hitze erkrankten, trotzdem sie in jeder Beziehung einwandfreie Nahrung bekamen Ti? Erscheinungen gingen bei derselben Nahrung wieder zurück, sobald die Säuglinge in kühlere Zimmer gebracht wurden. Äehn liebe Versuche mit demselben Ergebnis sind auch von Dr. Galle an jungen Hunden gemacht worden. Tr. Galle nimmt an, daß di? infolge der Hitze eintretende vermehrte Schweißabsonderung und Vasterverarmung die Tätigkeit der Magendrüsen hemmt und so Verdaicungsstörlmgen bedingt. Die Hitzelheorie der Säug- Iingvfterblidrfeitjtrfiärt auch, weshalb in Königsberg gerade die Stadtteile und Straßenzüge die größte Säuglingssterblichkeit ans- wiesen, in denen eine ungünstige Bebauung und große Bevölkc- rungsdichtigkeit vorherrscht unb die fast ausschließlich vom Pr.ü? fnriac bewohnt werden In den schlecht lüftbaren, dichtbewohnien und den nnzwerkmäßig bewirtschafteten Prvletaricrwohnungen kommt die Hitze natürlich in viel stärkerem Maße zur Wirkung Hinzu kommt noch die viel zu wärme Bekleidung und Bedeckung brr Säuglinge. Von allen im Sommer 1911 vorgekömmenen Todesfällen an Sommerbrekbdurchkall entfallen 94,05 Prozent auf die Arbeiterbevölkerung, während sich der Nest auf Nein? Kaufleute unb Subalternbeamtc veneilt. Die Dr. Jester zum Schlüsse seines Vortrages betonte, muß vor allem eine Aufklärung ber großen Massen über eine geeignete hygienische Bewirtschaftung ihrer Wohnungen, wie über eine zweckmäßige Belleidung, Haltun g und Ernährung der Säuglinge hingestrebt nfcrbcn. In dieser Beziehung kann neben anberen sowohl der Arzt, als auch qan- besonders die Hebamme segensreich rrnrfrn. Diese qcrib zu allen Geburten von der Proletarier-Bevölkerung geholt unb hat bei der Besorgung der Wöchnerin wie des Ki^es reichlich Gelegenheit, aufflärenö und belehrend zu wirken. Allerdings

»ebt das bei ber Hebamme ein Verständnis in ber Säuglings vnege unb Ernährung voraus, wie sie es beute häufig now mdü hat unb wie es erst erreicht werben wiro, wenn von ihr ein Examen in biefen Dingen vor bem Kinderarzt verlangt wird ^n ber Ausfvrache zu biesem Vortrage Tr Jester? machte Tr aorikreuter Hünigdberq auf bic unzweckmäßiae Ausstattung ber K&t allgemein benutzten Kinderwagen aufmerksam, bi: iast aus­nahmslos mit Dack>stuch auSgeschlagen sind, wodurch eine Lust zirkulation ausgeschlossen ist und der Wörmestanung Vorschub aeleittet werden muß, es müsse auf die Fabrikanten derartiger Wagen rinaerpirh werden, daß die Kinderwagen nickt mehr mit

acl stuck, sondern mit durchlässigen Staffen ausgescl '.ugen werden.

Dcrinifcbtes.

* 1 00 Berliner Schu Ikinder , die als Gäste des K r o n p r i n z k n in der fiangfubrrr Huirrenkaferne vier Wochen lang verpflegt na rben, werden ,n den »äst üen Tign nach Danzig abfah en Von jeder Gemeinbeschille ist ein Knabe erro.Udl worb'n Verie! iedenc Firmen spenbeteii Gegenstänoe tur Unterhaltung unb Belehrung der kleinen Ferienreifenden Ein: Firma ließ Die begleitenden L drer in der Benutzung der von ihr gesp.otdeten Photo grapl iscken Apparate unterweisen.

* Z um Raubmord in Darin stadt. In Berlin wurde gestern abend ein Schlosser Namens Heller ver­kästet, der in dem Verdacht steht, am Samstag den R erub - mord in dem D-Zug FranlfurtDarmstadt verübt zu laben. In dem Besitz des Verhaft.ten befanden sich mehrere 1000 Marl, über deren Erwerb er unbefriedigende Angaben machte. Sie sind, wie dasBerl. Tgbl." schreibt, zweifellos dem ermord.'len .Kaufmann Brecher geraubt worden Tie ...Morgenpost" erhielt bis in die späten Abendstunde,t feine Bestätigung der auch ihr zugegrngcnen Nachricht von ber Berliner Verhaftung. Die Witwe des am Samstag im Tarmstädter Eilzug ermordeten Holzhändlers B r e ch n e r lat gegen den zrisenbahnfiskus eine Schadenersatzklage in Höhe von 200 000 Mark anhängig gemocht.

* Bei einer Hochzeit erstochen Aus Tiegen, ol Juli, wird gemeldet: Auf einer Hochzeit in B ü d e n l' o 1 z lmirde in ber ve.qangenen Nackü bei Streitigkeiten ein Bursche ins Herz gestock en: er luar sofort ijl Ein anderer löurfax? wurde l.b.nsgesährlick: verletzt. Tie zwei Täter wurb-n verhaftet.

* Zwei Räuber festgenom m c n Aus K ö I n wird gemeldet: Seit einiger Zeit machte eine Räuberbande Mittel- unb Westdeutschland unsicher unb raubte unter Be­nutzung von Mosten und Vorhalten u;n Waffen große Summen Die Polizei verhaftete jetzt gelegentlich eines Ein bruchsdiebstvhls den Metzger Hahn Er'gestand, mit dem sttiHnigen Schriftsetzer Volker Raubzüge ausgeführt ilnd auch an dem Raubmord in München-Glabbach, lvo die Haus- Lältcrin eines Kaplans ermordet wordeu ist, teilgen.rmmeu zu Tjgbcn.

1 Bürgermeisterwahl in Freiburg i. B Mit 75 von 77 abgegebeneu Stimmen wurde einer Vereinbarung der großen poliiischen Parteien- gemäß ber bisherige Bürger­meister Von Ettlingen Dr. Karl Hofner zum zweiten Bürgermeister von Freiburg gewählt, an Stelle von Oskar Riedel, der 511111 ersten Bürgermeister heraufrückt.

* B e s ch i m v s u n g d e r de u t i ch e N F l a g g e. Aus Metz, 31. Juli, ivird gemeldet: DerLothringischen Zeitung" nurh aus Nancy gemeldet, daß dort aus einer auf dem Kanal cingctroifenen und vor Anker gegangenen Jacht eines Berliner Hutsabrilanten, der angeblich Merten heißt, wahrend l'itncr Abwesenheit durch einen Auslader d i e deutsche Flagge heruntergeris­sen und verbrannt worden sei. Ter Arbeiter sei sofort vor die Polizei genihrt unb zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt worden. DerLorraiw' hat Erkundigungen in Nanct) eingezogen und bisher feststellen können, ein Betrunkener habe die deutsche Flagge von einem deutschen Schiss heruntergerissen und verbrannt. Er sei sofort Verhaftet worden.

Während eines Motorradrennens stieß in Eineinati einer der Mitfahrenden, namens Johnson, gegen den Träger einer elektrischen Lampe. Der Benzin­behälter seines Fahrzeuges explodierte. Johnson und eine zweite Person verbrannten. Sechs Per so ne n wurden tödlich, elf schwer verletzt.

* Tas Perlenhalsband. Aus Paris, 1. Aug., wird gemeldet. Der anläßlich des Diebstahls des Perlen- l^rlsbandes gegen einen hiesigen Postbeamten ausgesprochene Verdacht hat sich als unbegründet erwiesen. Dieser Post­beamte hatte zwar vor zwei Jahren einem hiesigen Juwelier ein Perlenhalsband verkauft, dasselbe war ihm jedoch, nnc nunmehr festgeskellt tvorden ist, von einer Dame, bei ber er als Hausverwalter bedienstet war, zum Geschenk ge­macht worden.

*ErwischteRäuber. Aus L n x e m b u r g, 31. Juli, wird gemeldet: 21 ud Esch an der Alzette wird berWacht' gemeldet, daß heute nachmittag bic beiden .stassenräuber, die in L u d w i g s ha f en in die Badische Anilin unb Soda- fabrik eindrangen, erkannt worden waren. Zwei Gendarmen machten sich auf ihre Verfolgung und trafen einen in einem ttleiderladen, wo er sich einen neuen Anzug taufte. Der Skrbretber feuerte auf die Beamten und verletzte einen am Knie. Ter andere Gendarm zog seinen Revolver und streckte den Verbrecher durch einen schuß in den Rücken nieder, so baß er auf ber Stelle tot war.

** Wetter in der Schweiz. Aus Bern wirb ge­meldet: Aus der Schweiz kommen Nachrichten über eine neuerliche Verschlechterung, des Wetters. Im Jura unb WaliS gingen gestern Abend starke Hagel schlage und Re gen fälle nieder. Die Gotthardtstraße ist an ver­schiedenen Stellen durch Erdmasien versperrt.

* Hitze in den Vereinigten Staaten. Aus New Hork, 31. Juli, wirb gemeldet: lieber bic westlichen und die Zentralstaatenad, £ fr en bin ging eine Hitzwelte. In Ehikag 0 kamen 20 Todesfälle vor an Hitzfchlao, in E1 e v e 1 a n d 12, in 9? e iv y v r f 4 Auch in anderen Stabten find mehrere P,».sonen an H 1 tz f ch 1 a g gestorben

* E i s e n b a h n u n f a l l. Aus £ ttawa, 31. Juli, wird gemeldet: Heute vormittag ist ein Guterzug der Grand Trunk-Eifenbahn auf ber Hochebene von £ ntari 0 in eine auf dem Gelcis befindliche Viehherde gefahren und entgleist. Fünf Fahrgäste wurde getötet.

vüchertifch.

Wanderungen um Mainz, Wiesbaden und Umgebung, jufammengefkllt von Fritz Ritzel, Verlag der Mainzer Verlagsan,talt (Mainzer Anzeiger . Das fröhliche Wan­dern hat sich heutzutage durck mancherlei Umstände glück!icherwinse wieder einer steigenden Beliebtheit zu erfreuen. Hand in Hand damit geht ein starkes Interesse für Führer, die denn auch dem Verlangen der Allgemeinheit Rechnung tragen und auch den Wanderer mehr berücksichtigen als trüber. Tic meisten dieser Führer waren aber an; drn ortsfremden Gast ciiigeriditet und brachten nur die schcnswenrsten Punkte; dem Einheimischen war Damit nichts gellten. Der Gedanke, hier Abhilfe zu scharfen, beschäftigte uns icton seit Jahren, aber erst in diesem Frühjahr konnten wir ihn durch die Aufnuynie der Rubrik: Rundum Gießen in unserem Blatte verwirklichen. Daraus wird sich, wie wir ja schon mit- geteilt haben, ein Führer entwickeln, der durch Karren nsw. ver­stärkt, ein rechtes Wanderbuch durch die Heimat werden soll.

das in gedrängter Kürze, ober doch nicht im brrüefttiattn Tele­grammstil. die Schon! :trn der näheren und iueitrrfn Umgebung in Form von Touren schildern soll Demselben ovbanfrjt timirriitfli der vom Mainzer Anzeiger veröficiuliduc Führer um Äarnz. Wiesbaden und Umgebung, ber L'V8 ^Wanderungen umfafu unb sehr übersichtlich und prafnfd eingerichtet ist Der gröfoc Teil der Wanderungen erstreckt sich naturgemäß auf den ipefthdxn TaunuS, den Rheintaunus, aber auch dis ,'rlbbrrggcbict, Rhein- 1 eisen, Hunsruck und Odenwald sind gut vertreten, so daß ba> bnnb- litl e Buck als vorzüglicher Wegweiser tm Mittelrbemgebiet an- gesprochen werden Tann unb jebem zu empfehlen ist, der jich diesen id önen Teil Deutschlands nidit nur von den ausgetretenen Bauder- wegen aus ansehcu will Tas banNidr Buch kostet 1,20 Mk

ßanöcL

Tie b e 1111 cb c Ttafcbineninbuflrie auf b c m Weltmärkte i m Juni 1918. Im Juni 1918 bat sich btc bfutlcfce T?afd)iiienau&li:br den Vormonaten gegenüber ganz welent- lidj aeüoben; sie belief sich, wie eine vom Vereine beullcher Male! iiienbau-Anstaltei, bearbeitete unten wiebergegebene Ausstellung zeigt, <ür die eigentlichen Maschinen auf 53 236 Tonnen im Werte von 60 440 000 Mark, denen eine Einfuhr von mit 10 469 Tonnen im Gesamtwerte von 9 246 000 Mk. gegenüberftaiib. Tie Zunahme der Anssnhr ein fiel zum größeren Teile auf land- iv_irtfd)a<llid)e Mafckineu, in denen der Betrag ber Einfuhr an- nähernd erreicht wurde. Tie Ergebnisse der Monate Januar bis Juni 1913 znfamineogcnonnnen, brachten es in beit ciaentilchen Maschinen auf eine Einfuhr von in5qejamt 49 883 Tonnen im Werte von 45 199 Ouü Tlf. und auf eine AnS'uht von 278 274 Tonnen im ilitetie von 831 590 000 Mk. Ta» Gesainteraebni» vom Jabre 1912 ftdlie sich dazu in der Oinßibr auf 77 937 To. mit 73 278 000 Tif. an Bert, ceflcii 536 676 Tonnen mit einem Beribetrage von 628 071 000 Mk. in der Ausfuhr. Beachtenswerte Anfschiiifse über die Bedeutung der denlschen -Jh'nfcbincuiiidiiitrie auf dem Welt­

märkte erhält man. wenn man die Ge vichiSrncitgen zu den Werten der Ein- und dlnSfubr in Begebung fetst: olSdann ergibt sich füi 1 Tonne aiS We,t in Matt für die leisten Tloitatc:

1913 März Avril Mai Juni

in ber Einfuhr lOOt,« 873,9 866,1 883,2

. Au-hibr 1181,9 ]>»0,3 1195,3 1155,1

während ber gleiche Wert für den Durchschnitt deS JalneS 191* sich i" der Einfnbr auf 940,2, in der Aussicht auf 1170,2 belief. Tiefer verbältnis , ästige Wert der Einsicht beharrt also, verglichen mit dem der bei,lieben Anstiche, auf einem recht niedrigen Glaube.

£) (tut b 11 r g , 31. Juli. Tie Tculldie Leoanie-Lmie bat aut lausenden AtiUeln sämtliche An teile der Beeilter Tampferlinie Alla-, G. m. b. V., die sie im Jnm 1912 nach Btderfprnch einer Miuoriläl der Aktionäre an die Handelsvereintgunq 91. W. Berlin abgetreten hatte, zurückertvorben und damit zualeick die Verfngtntg über die von ihr biSl er padjlivejc verweu^eten fünf Atlas^antvferTertttbie*, «Haidar Pascha",Kanok', , Koboflo" und FStambu(- erhalten.

Märkte.

|| Kirchhain, 30. Inti. :\u dem gestrigen Rindvieh- m a r f t waren noch keine 0 Etück Rindvieh gugelriebeit. Die Raiilhift und der Handel waren sehr rcac. Dem Schweine- m a r f t waren tund 760 Ferkel und Läufer ziigefahren. Erstere wurden mit 35 70 Bit., !c -tcrc mit 80- 100 Tlf. für bafl Paar je nad) tröste und Qualität bezahlt. Ter Handel blieb etwas gedrückt.

ic. Wiesbaden, 31. Juli. H e n- und 8 it oh markt. Angefahren waren 44 Wagen mit Ceti und Stroh Tlnn notierte: Heu, altes. 4.607.00 Alk, 11 etieft 4,<'0-5,20 Mk. Stroh (AiiditHrob) ",00-0,00 Akk., .«riimmstroh -',«0-3,60 ib'.k. Dilles je 100 Kilo. Frucht markt. Nichts abgefahren.

Mi'rller'fche vadeanstalt.

Wasicr wärme der Lahn am 1. 9111 g ttft : 17' k.

Amtlicher Vetterdericbt.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wctteraussidsten in Hessen si'ir Barnfttaa, bett 2. August 1913: Heiter, trocken, warm, föcn itierncigimg; mäßige nordöstliche Winbe.

Letzte 2lacbricbtcn.

Rußland für Bulgarien

Paris, 31. Jul«. Toi Petersburger Korrespondent deS .Figaro' teilt aus angeblid) bester Quelle mit, baß Rußlanb entschieden dafür eintreten werbe, baß K oval la unb ThasoS den Bulgaren erhalten bleibe.

Verantwortlich für den politischen Teil I. V.: R. Lange.

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