v Laubach, 30. 3*
Kreis
b. Friedberg, 30. ihn Konkurs besindlichn e r
Verwertung der Beerenfrüchte usw. zur Herstellung von Obst
J Summe M 30 Mark bi Eeeyiljft iivbcr.. Auf G
^«gramm vom L
Ms hatten nun schon Mine zugunsten der Mär t sollen die Leute die kursverwalter behänd
wein. In den letzten Jahren war vielfach zu beobachten, bai eine große Fülle von Klagen und Anfragen über krankhafi Obstweine bei der Großh. Obstbauschule in Friedberg ein
ldes im Falle eines i Mererfeits bekommen bezahlten Haftsummen sch da sie in diesem Fall als werden.
■ L. Frieööerg, 30. h«ii Umbau des von Hk Kaserne begonnen.
h. Vilbel, 30. Juni, ein unbeaufsichtigte aus den Fußsteig in eine ■ milde ein vierjähnges M Stelle getötet.
in allen hiesigen Buchhandlungen zu haben. d yneo g, -
” Obstweinbereitung. Bald beginnt roieber_bic^MMtgliede
Aus Stu-t «n- <anO»
Gießen, 1. Juli 1913.
Zum akademischen Sportfest.
Das zweite akademische Turn- und Sportfest ist vorüber, und Gieren kann mit seinen Erfolgen zufrieden sein, wenn es ihm auch — von den wassersportlichen Kämpfen abgesehen — iricht geglückt ist, viel erste Plätze zii besetzen. Die sportliche Bewegung an der hiesigen Universität ist noch verhältnismäßig jung, und es wäre deshalb unbillig, lauter hervorragende Lei- tungen zu verlangen. Im Gegenteil, der akademische Sport verlangt in erster Linie einen guten Durchschnitt der Gesamtheit, was viel wichtiger ist, als Glanzleistungen Einzelner. Tat einem intensiveren Sportbetrieb wird dann auch schon von selbst erne traffere Organisation eingreifcn, die bei den diesmaligen Wettkämpfen dec Natur der Sache nach noch nicht in allen Einzelheiten vollkommen sein konnte. Insbesondere war versehen worden, zwischen den einzelnen Vorführungen genügend Spielraum zu lassen, so daß, manche Herren ohne Pause von Wettkampf zu Wettkampf eilen mußten. Das wird sich von selbst ändern, xsm übrigen aber bleibt noch viel zu tun. ...
So war es bedauerlich, daß in Gießen nicht em einziger Tennisplatz vorhanden war, der turniermäßigc Abmessungen hatte, und daß von den drei Gießener Wettkämpfern nur einer — und auch der erst in den letzten Tagen — Gelegenheit zum Neben hatte. Das muß anders werden, und wir denken, daß hier zunächst die Stadtverwaltung eingreifcn muß. Die Statistik bei- einzelnen Universitäten -jeigt nämlich, daß gerade die Hochschulen den größten Zuzug aufzuweisen haben, bei denen reichlich Gelegenheit zur Ausübung von Sport aller Art gegeben ist. Wir hallen deshalb dafür, daß 'die Stadt, die doch ein erhebliches nürtschaftliches Interesse an einem starken , Studentenbesuch hat, mit leichter Mühe Mittel und Wege finden könnte, um dem Zug der Zeit zu folgen und sporteifrigen Studierenden hinreichend Gelegenheit zum Sportbetrieb zu geben. Es wird ja nun zwar von einer Stadtverwaltung viel verlangt, namentlich bei solchen festen, deren wirtschastticher Nutzen nur gering ist, aber wir sind doch überzeugt, daß sie in diesem Falle, wo es namhafte wirtschaftliche Werte zu erhallen und zu steigern gilt, nicht zurückstehen wird. Gießen verfügt über ausgezeichnete wrssonschaftliche Institute, aber man darf nicht vergessen, daß Studenten junge Menschen sind, die auch nach Vergnügen und Zerstreuungen verlangen. Früher genügten dazu ein paar gemütliche Kneipen, heutzutage nicht mehr. Der Student ist sich der erschwerten Aufgaben unserer Zeit bewußter geworden wie der bemooste Bursche früherer Tage, und deshalb verlangt er darnach, den Körper in Sport und Spiel zu stählen, Wind und Wetter ungehindert auf sich cinwirken zu lassen. Hierzu ind aber in Gießen vorläufig der Möglick-ketten zu wenig. Wir hüben zwar gute Lahnbäder, ein prächtiges Hallenbad, eine unvergleichliche Eisbahn, durch die Stromvcrhältnisfe allerdings nur beschränkte Rudergelegenheit, eine Reitbahn, gutes Wintersportgelände, aber für die Rasenspiele usw. ist so gut wie gar nicht gesorgt.
Hier könnte nun die Stadt ein verdienstliches Werk tun, das auch einen Gewinn brächte. Gießen hat reichen Grundbesitz, der sich nicht verzinst, und es wäre nur eine geringe Mühe, wenn man nach dem Vorbild anderer Städte ein Grundstück, das noch nicht baureif ist, zu einem modernen Sportplatz ausgestaltete. Allein die Tennisplätze, an denen in Gießen gewiß ein Mangel herrscht, brächten an Miete eine erhebliche Summe. Man könnte es ja vorerst mit wenigen versuchen. Man könnte vielleicht sogar noch weiter gehen und einen Platz für eine später einmal zu errichtende städtische Festhalle vorsehen, denn wenn man die Kosten der Bretterbauten rechnet, die in den letzten Jahren als Festhallen dienten, dann erhält man eine Summe, die schon längst einen festen Bau ermöglicht hätte. Das liegt nun allerdings noch in Wetter Ferne, aber einen Sportplatz, der gegen ein angemessenes Entgelt jedermann offen steht und nicht in eine Hand vergeben werden darf, sollte man sobald als möglich schaffen, zumal die Kosten nicht erheblich, die Vortelle aber ganz bedeutend sind. Und wenn Gießen, das durch die akademischen Wettkämpfe jetzt wieder die Augen aller deutschen Studenten an sich gelenkt hat, erst einmal dafür bekannt geworden ist, daß ?s eine hervorragende Pflegestätte des Sportes ist, wie es früher das Nest des fröhlichen Bierstudenten war, bann wird es seinen Ru als Universitätsstadt um kein Geringes mehren. Daß Ruderboote unvorteilhafterweise nur innerhalb der beiden Wehre erhältlich sind, sei heute nur erwähnt, aber auch das fei nicht vergessen, daß eine Fahrrinne am Launsbacher Steg dringend zu wünschen wäre. Gerade über den Mangel an ausreichender Ruder- nnd Segelgelegenheit, die auch ohne Zugehörigkeit zu einem Wasserspottverein möglich märe, wurde bei uns schon vielfach Klage geführt.
Das; alle diese Wünsche nicht mit einem Male erfüllt werden können, ist selbstverständlich, aber ein Anfang ist auch schon ttwas wert.
gingen. Es ist dies ein Zeichen dafür, wie dringend not wendig ein aufklärender Kursus über die naturgemäße Her tedung der Obstweine für unsere Apfelweinwirte und anbei Produzenten der Obstweine sein muß. Die Direktion de Großh. Obstbauschule zu Friedberg hat sich schon seit Jahre bemüht, in dieser Richtung entgegenzukommen. ES find auch in diesem Jahre wieder vom 7. bis 12. Juli ein Kurst ür Obstweinproduzenten und Aepselweinwirte statt.
•• Wechsel im Kommando der 50. Jnfanteri Brigade. Franke, Generalmajor und .Kommandeur d 50. Jnf.-Brigade (2. Großh. Hess.) mit Wahrnehmung d Geschäfte des Feldzeugmeisters beauftragt. Zum Genera major befördert Freiherr v. Speßhardt, Oberst und Kom manbeur des 4. Riederschles. Jnf.-Regts. Nr. 51, unter E Nennung zum Kommandeur der 50. Jnf.-Brigade.
Der Verband städtischer Pfand meist er b; Großherzogtums Hessen hielt seine diesjährige Verbands tagung in Mainz ab, die sich eines guten Besuches zu eil freuen hatte. AuS den fünfstündigen Verhandlungen ij bemerkenswert, daß der Vorstand nach der Erledigung bj Jahresberichts, sowie bet Rechnungsablage beauftragt warb mit den in Betracht kommenden Vorständen zwecks Zusanimer schlusses sämtlicher hessischer Pfandmeister in Verbindung treten. Ferner wurde beschlossen, der Regierung durch bi Vorstand Vorschläge zur bevo> liebenden Umänderung der be< zeitigen Dienstvorschriften zu unterbreiten. Der seitherig Vorstand wurde wiedergewählt. Als Ort der nächsten Haup tagung wurde Worms bestimmt.
•• Silberne Hochzeit feiern heute Schutzmann Ka Sommerkorn und feine Ehefrau, geb. Pfeiffer, hie Ederstraße.
** Der Israelitische L< h r e rv^er c i n im Gros Herzogtum Hessen veranstaltet am Sonntag, 6. Juli, i Hotel „Großherzog von Hessen" seine I a h r e s v e r s a m in l u n Außer den üblichen geschäftlichen Verhandlungen und der Wa der Delegierten für den Verbandstag in Breslau spricht Lehr Rothschild-Worms über schwebende Lehrerangelegenheiten. Ein« Vortrag über: „Die Simanschen Lehr- und ErziehungoanslalkL in Hannover und die Erhaltung der Landgemeinden hält Reallehr« Salomo n- Gießen.
** Die Auslieferungsverhandlungen über il Agenten Rosenthal und seinen Schwager Bärmann sind nun soweit abgeschlossen. Sie werden von der Schweiz nach der Stalin Lörrach gebracht und von da ans mit einem Sammeltransport hierher befördert. Bis zur Einlieferung in die Untersuchungshaft können daher immer noch 14 Tage vergehen.
** Der Prozeß Bvrngässer kommt am 18. Juli vor der Strafkammer zur Verhandlung.
Landkreis Gicsicn.
O Lich, 30. Juni. Das Preisscheibenschießen des KriegervereinS, an dem sich nahezu 70 Schützen beteiligten, fand gestern am „Albacher See" statt. Der Festlichkeit ivohnte auch Fürst Karl auf kurze Zeit bei. Abends ranb in der Turnhalle Preisoerteilung und anschließender Tanz statt.
-m. Birklar, 30. Juni. Ein 17jähriger Junge von hier verunglückte am Sonntag dadurch, daß sich ein $c- s chin g, das er geladen in der Hosentasck)e trug, ent - tud und ihm die Kugel oberhalb des Knies ins Bein drang. Sie konnte bis jetzt noch nicht entfernt werden.
= Lollar, 30. Juni. Eine öffentliche Gemeinderats- Übung findet Mittwoch, 2. Juli, abends 8 Uhr, im Rat- Hause mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Entwasse-i rung des Rathauses. 2 Gesuch des Gastwirts Hofmann' um Ueberlassung von Gemeindegelände neben der neuen - 'Ule 3. Ausschlag der Gemeindeumlagen. 4. Hofanlage der neuen Schule.
1. T r a i s -H o r lo ff, 30. Juni. Gestern und heute Ieierte unser Radsahrerverein sein Fahneulvcähseft, !
«des Norddeutschen Reichstags, gehörte er ihm uurmtett^ochen seit tbenvßxrprc 1889 als Vertreter des Wahlkreises NagrM-Pilkatlmvan. !Er war als Sohn des General-Landschafts-Direktors Graf Emil !von Kanitz auf dem Majorat Mednickeu 1841 geboren. Seine Mutter war eine geborene von Sydow. Er beschrttt erst die Ver- wattungslaufbahn and war 1869—77 Landrat des Kreises Sprott tau. Dann übernahm er nach dem Tode seines Vaters das Majorat Mednicken und Podangen und sing 1885 au, sich auch wieder polittsch zu betätigen. In diesem Jahre wurde er in das Haus der Abgeordneten gewählt und vier Jahre darauf in den Reichstag. Dort gehörte er der deutsch-konservativen Partei an und fett langem auch deren Vorstand.
Hauptsächlich ist er für die Ausbildung des Schichzvllsvstems und landwittschastliche Interessen eingetreten, namentlid) in Bezug auf die Entwicklung des Eisenbahnlariswesens und als Gegner der Handelsverträge. In den 90 er Jahren ist sein Name besonders bekannt geworden durch den von ihm wiederholt^eingebrachten und nach ihm benannten „A n trag a n i tz", der eine staatliche Regelung der Getreidepreise bezweckte und nichts Geringeres fordette, als daß in Zukunft der Ein und Verkant des zum Verbrauch im Deutschen Zollgebiet bestimmten ausländuchen Getreides ausschließlich für Rechnung des Reichs errolgc. Endgültig wurde dieser Antrag am 17. Januar 1896 abgelehnt.
Heidistagsabgeoröneier Gras v. ttanitz f.
Berlin, 30. Juni Der Roi.ck>s ta gls abgeord- n c te Graf v. Kau iH ist freute geftorben.
Hans Wilhelm Wexandn (9raf von Kanitz uxir eines der ältesten Mitglieder des Reichstags. Schon 1869—70 Mitglied
i anjä'loß. Um 8.35 uh unsere Stadt. Die Mi ' *!"t ein.
** Unsere Landesuniversität feiert heute in hergebrachter Sitte ihr Iahresfest mit einem Festakt in der neuen Aul« um ID/i Uhr, einem Festessen in Steins Garten um VA Uhr und einem sich hieran anschließenden Gartenkonzert. — Beim Festakt in der Aula hielt der Rektor die Festrede; er sprach über „Luthers Rechtfer- ttguugsglauben als geschichtliche Religion". Dann teilte er die wichtigsten Geschehnisse an der Hockt schule im vergangenen Jahr mit und verkündete die Ergebnisse der Preisaufgaben für 1912/13. Leider waren von 10 gegebenen nur vier bearbeitet worden. Die Aufgabe der medizinisck)en Fakultät für den akademischen Preis lautete: „Welche Beziehungen bestehen zwischen Verbiegungen der Rasenscheide- iranb, den Rasenmufcheln und dem Siebbein?" Die ein- gegawgene Arbeit erhielt den vollen Preis: ihr Verfasser ist Land. nied. E. Ballmann, Gießen. Tie Aufgabe derselben Fakultät für den Balferpreis lautete: „Die motorische und speziell sprachliche Reaktion air akustische Reize soll vergleichend bei Normalen, Nervösen und ^Geisteskranken untersucht werden." Auch die hierzu cingeHeferte Lösung war des vollen Preises würdig: Verfasser ist Land. med. W. St ö ck e n iu s , Merklinde. Die philosophische Fakulrät batte aus der römischen Plsilologie die Aufgabe gestellt: „Nurn comparationes Plutarchi vitis parailelis adiectae ab ipso Phitarcho sint compositac quac- ratur“. Die hierzu vor gelegte Bearbeitung erhielt den vollen Preis; ihr Verfasser ist Eand. vhil. cl. A. Stiefen-
abnuwgs-völler Voraussicht gelegt. Es liegen dort zwer hintereinrmder geführte Linien von Feld- oder Behelfs- befestignngen und zwar ziemlich nahe an der Grenze. Die vordere Linie Negotrn—Zaijezar—Knajevac—IEnovo— Pirot folgt bis Krnrjevac etwa der Eisenbahn; die zweite Linie Pozarevac—Nisch—Bela Pallanka liegt an dem SORb- raoa-Abschttttt. Ntzch, der wichtige Straßen- und Bahn- punft im Tale der Nisowa, tnit vielen Depots und Kcqernen, ist ein befestigtes Lager von etwa 50 Kilometern Umfang mit einer alten Zitadelle imb einer AuMtyl weit vorgeschobener Werke neuerer Bauart, sowie einigen auf den Höhen nm die Stadt gelegenen Erdwerken aus türkischer Zeit. Zum unmittelbaren Schutze der Bahn zwischen Risch und Pirot und zur Sperrung der Uingehungswege ist Bela Paianka an der Mfava mit einigen Evdwerken und einem alten Kastell befeftigt. An der Südgrenze und der sehr gebirgigen nnd kaum anzugreisenden Südwestgrenze beschranken sich die Befestigungen auf eine Reche von Erd werken und Wacht- Häusern. Im Innern des Landes hat ma.ii noch heimlich Mragujcüac befestigt, um bei einem unglücklich verlaufenden ' Kriege die Ländesverteidigung dort zu konzentrieren.
lieber die nettesten Kämpfe erhalten mir folgende Meldungen: „
Ueskn'b, 30. Juni. Nach einer offiziellen Meldung haben die Butgaren heute nacht einen lieber fall auf bi c serbischen Truppen in der Richtung auf Jstip und in den erften Morgensttinden einen Angriff aicf Retka und Sletowo ausgeführt. Außerdem griffen die Bulgaren die Serben bei Walandowa an, was auf serbifcher Seite als Beweis dafiir angesehen wird, daß die Bulgaren ohne Kriegserklärung die Feindseligkeiten begonnen haben.
Belgrad, 30. Juni. (Serbisches Pressebureau.) Ein Bericht aus dem Hauptquartier in Uesküb Lautet: Die Bulgaren begannen auch mit dem Angriff auf ber ganzen griechischen Fron t. Auf jcrbischer Seite dauert der nachts mit den Bulgaren begonnene stampf auf der ganzeii Linie vom Ursprung des Zlatokaslusses bis Jstip fort. Einzelheiten sind nicht bekannt. An den Kämpfen nelgnen auf beiden Seiten! größere
** Pom Militärgencsungsheim des 18. Armee korps Tic Gebäude der ehemaligen Abtei Eberbach, oic für ein Militärgenefunqsheim für das 8. und 18. Armeekorps bestimmt sind und entsprechend hergestÄlt worden siiw — sic dienten früher Gefängniszwecken — wurden heute vormittag 10 Uhr von dem Vettreber der Regierung in Wiesbaden, Bau rat Hallmann Rüdesheim, dem Vertreter der Intendantur des 18. Armeekorps Banrat Schrader in Mainz, in Anweseiiheit des Geheimen Regie rnngsrats Czöh-Wiesbadcn und des Elfesarztes des Httms, übergeben. Tic Inbetriebnahme des Heims, das für 80 Personen berechnet ist, sindct am 10. Juli statt. Voraussichtlich wird der Kaiser von Schloß Friedttchshöhe aus am 13. August die neu' Erholungsstätte in Eberbach besichtigen.......
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dieser Stelle nochmals auf den Wert der Rede hinzuweifen» P Mnivoch'hier da wir seinerzeit nicht nur ihre Bedeutung erörtert Hattens andern auch im Wortlaut veröffentlicht haben. Ta8 Heft ilt
bn-f er Darmstadt. Tie weitere Aufgabe diese. F'^ltat aus der englischen Philolvgie lautete: „Tas b.storffchc Präsens im Englischen.". Die «ngelieferrc Arp--- evhiell eb^ialls den volleii Preis; ihr Verfaper ist Eand ptzil. rcc. Hai^RvlVff, Gießen. - Weiter verkündete ber Rektor, ^6 der in diesem Fuhr wieder fällige Diezpreis dem Land, vbil rec Martin Schmitt aus Frankfurt a. M. ptr Feine Arbeit über die Namen ber Waldbäume in den sran- Lüfifckien Ortsbenrnnungen z-gesprochen worden sei, und bafi bie ebenfalls diesmal zu vergebenden Zinsen des Hamburger Reisestipendiums der Lehramisassessor Tr. Kn ocl- Nn'ger erhalten habe.
** Landes Universität. Dem 1. Aspstenten bei1’ Universitäts-Augenklinik Dr. Adolf Jeß wurde die venia legendi bei unserer medizinischen Fakultät für das Fach der Augenheilkunde erteilt. Seine Habilitationsschrift ist betitelt: ^Beiträge zur Kenntnis der Chemie der normalen und der pathologisch veränderten Linse des Auges".
- OrbcnSangclcgcnljcit. Der GroßHerzog hat dem Zollamtsassistcntcn zweiter Klaffe a. D. Ludwig Henkel zu Bad-9lauheim die Erlaubnis zur Annah,ne und zum Tragen des ihm vom Kaiser verliehenen Preußischen Verbienstkreuzcs in Silber erteilt.
»» Lehrerpersonalien. Bestätigt wurde ber von dem Fürsten zii Jsenburg-Birstein auf bic 1. Lehrerstelle an der Gemeindcschule zu Binbsachsen präsentierte Lehrer Karl K o ch h a f e n.
Jnfanteriemafsen unb Kavallerie teil.
Sofia, 30. Juni. Nach ben heute nacht int Hauptquartier ein getroffenen Nachrichten würben bie bulgarischen Truppen bei Prawischta gestern abenb gegen 8 Uhr burch heftiges Gewehrseuer aus der Richtung von Towlja überrascht. Sie eilten den vorgeschobenen dlbteilungen zu Hilfe und warfen sich unter Hurrarufen mit ihren Bajonetten a u s die angrei senden Grie- chen, die sich in großer Unordnung zurückzogen. Tabei irurbe der Ort Lefdera in Braud gesteckt. Die Bulgaren verfolgten sie. Der gricchffche Angriff war am heftigsten auf der Seite von Moschtian-Chemoktos und bezweckte wahrscheinlich, die Eisenbahnverbindung zwischen Serras und Droma zu unterbreck^en. Die Bulgaren verfügen in dieser liegend über Truppen in hinlänglicher Anzalft.
Sofia, 29. Juni. (Meldung der Agence Bulgare.) Das Hauptquartier erhielt gestern cckend Meldung, daß d i e S-e rbenstarkeJiifanterie-UndArtillerie- massen ans den vorgeschobenen Linien bei der Bnhn- starion .Kriwolatz unweit Koeprülü mtb bei der Station Onbonw z u s a m m e n z o ge n. Tie züvHchen Slatvwo und Jstip aufgestellten Serben eröffneten ein wohlgenährtes Feuer auf die bulgarischen Bor Posten, bas die Bulgaren erwiderten. Das Ergebnis der Gefechte ist noch unbekannt. Ein anderes Gefecht wurde nördlich von Leftera geliefert, too bie Griechen, bie bebeuteitbc Verstärkungen erhielten, ein befonders beftiges Feuer auf bulgarische Abteilungen eröffneten, welche bie bei Ehemaltos und Tonzlateiftik auf gestellten Mannschaften ablökm wollten. Es entspann sich ein hartnäckiges Gefecht, dessen Ausgang noch unbekannt ist.
Athen, 30. Juni. (Agence d'Atheves.) Der gemeldete Angriff der bulgarischen Truppen scheint ohne ernste strategische Bedeutung zu sein. Von zuständigen M reifen wird erklärt, daß der bulgarische Angriff gegen die griechisch-ferbifche Front sich lange vorbereitete. Die griechische Regierung traf alle notwendigen Maßregeln, um die Sicherheit des eroberten Landes aufrecht zu erhalten. Eine amtliche Nachricht über die Kriegserklärung Bulgariens liegt je d o ch. n i ch t vor. Der Ministerrat hat beschlossen, deute abend in Sofia energischen Protest gegen die neue Verletzung des Demartationsprotokolls einzulegen. Die öffentliche Meinung ist über oas Verhalten der Bulgaren auf das äußerste empört.
Ä t h e n^ 30. Juni. Ter König reifte nach Saloniki ab. Die Flotte hat den Befehl >erhalten, mit größter Beschleunigung näch Tsagh^i und Elewthera auszugehen.
Beschlüsse des serbifchen Parlaments.
Belgrad, 30. Juni. In der S k u p s ch t i n a erklärte der Ministerpräsident, die Regierung st i m mc dem russ v schen Schiedsgerichte unter F e st ha l t e n derbe- i'a n n t e n B e s chl u s s e der Sku p s cht in a z u. Rackftrem die Abgeordneten Riberac, 'Dlarinfobic und Draskovic gesprochen hatten, wurde die Aussprache auf morgen vertagt. Ein Versuch Saloniki mit der Cholera zu verseuchen ?
Athen, 30. Juni. Die Agence d'AtWnes verbreitet folgendes Telegramm: Die Polizei in Saloniki verhaftete einen Bulgaren, der ein Flaschchen mit Eholerabazillen bei sich trug, um die Stadt zu verseuchen. Der Ansckftag rief eine tiefgehende Erregung hervor.
Die Haltnng SiumänienS.
Von berufener leitender Stelle ist der Bukarester Kor- respondeut der „Wlnifchen Zeitung" ermächttgt, mitzn- 1 eilen, daß der nach Bukarest telegraphisch übermittelte Auszug der Ausführungen der österreichischen und deutschen Prejse über die Haltung Rumäniens große Ueberrafchung hervorrief. Es sei nicht wahr, daß Rußland Rumänien beeinflußt habe, die Haltung einzuneli- men, die es beobachtete. Rumänien ließ sich lediglich von dem weisen Verständnis leiten, ohne Absicht irgend jemand einen Gefallen zu tun, umsoweniger ließ es sich von dem Gedanken leiten, gegen die Interessen Oesterreich Ungarns zu wirken. Gleich den Großinächten, an deren aufrichttgen Erklärungen man hier nicht zweifele, ivünfckie Rumänien in erster Linie die Erhaltung des Friedens. Seine Halmng in den letzten Tagen galt der Erreichung dieses Zieles dadurch, daß es von vornherein die Balkan- ftaaien wissen ließ, sie müßten im Kriegsfälle mit der Möglichkeit rechnen, daß Rumänien in Tätigkeit trete.
Alfred Töpelrncmn (vormals I. Ricker) Gießen unter ben.
Titel 1813 als Sonderdruck erschienen. Es erübrigt sich, ai W
^'dieMriaen.FamlM 30° Teilnehmer
'"D'i'e'F e ft rede' zur Ja isrh nndertfeier der Stad D Uhr mütj# W «« und Universität Gießen, die der Rektor Professor v. Eck be Mser dos Emveyr.^ der Feier im Theater gehalten bat, ist soeben im Verlag üoi Kr gemeinsamtt
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