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scheint tiglldf mit Ausnahme der Sonntags.
General-Anzeiger für Oberheften
äüddeutlchc Bismard-Srinncrungcn aus iritischer Seit.
iciachte wird Damit aufgerolll schreibt als Vertreter .veffen.
72) an den Staatsminister v D a l w i g k
kehr Geltung erlangt hat.
Deutschem Uerch
«ns in der Weise
Schlager-
Imann in (1866
Die „Wietzener ZamitteNdlätter" werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beiqelegt, das *Krd$He1t fflr den Kreis Sletzen" zweimal wöchentlich. Tie ..LoadisirlschasUichen Seit- tragen" erscheinen monatlich zweimal.
Briese eines hessischen Diplomaten, der in Berlin unter Riemardv Aegide zum preußischen Staatsmann heran- -liste, werden non Beit Valentin in der „Teutschon . mie" (Deutsche Verlagsanstalt- verösfentlicht und lassen i • Gestalt des großen .Kanzlers in interessanter Belcuch- -ttg hervortreten. Auch ein denkwürdiges Kapitel unserer lesstsmen Gesd.ichte wird damit ausgerollt Karl von
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Montag, 5. August V)(2
SlotationSdruck und Vertag der Br üblichen UnwersuätS - Buch- und Etembruderti.
R. Lange, Dießen.
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r-BundUl chts im Hotel Sei ZU«'»« ions-Angesttllm
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Stimmen Reparieren Polieren adellos. Ausfflhrc;! Ilb.Rudolp: ßh. Hess. Hofliekro.. wo-ifandlung n laratarwerkstiU^. srsw.91. Fernspr.ll
Redaktion, Expedition und Druckerei: bchul- ftrabe 7. Expedition und Verlag: 6L
Sfbartwme^llS. Tel..Adr^Anze,gerSieven.
9 Tage
Publikum die "- 1
Ib JU bemunbetr.
Undeutsches von deutschen Zirmen.
Dir lesen in der „Deutschen Jnduftrie-Sorrespondenz":
Vor kurzem druckte die „Kölnische Zeitung" eine für bie Deutschen bezeichnende Anekdote ab. Danach verlangte i ein Türke in einer Apotheke in Konstantinopel ,.6micr P astillen" und erhielt daraus diese Pastillen in einer mdung, die lediglich französische Aunchrnr auf. ?j ies. Der Türke gab entrüstet diese Verpackung zuruck und sagte: ,Jch habe echte Emser Pastillen verlangt aus
ber Kaiserlich Oesterreichisckcn Negierung das damalige Bundesresormproselt Preust auszuführen, baß Oesterreich statt Bayern an die Spitze von Süddeutschland trete. Oesterreich habe diesen Vorschlag abgelehnt. Nachher habe aus preußischer Seite ein Motiv ppir den raschen Abschluß des Friedens darin bestanden, baß der Krieg, wenn er sortdauerte, zur Gefährdung des Bestandes der österreichischen Monarchie habe sichren
Verschärfung der Lage in der türkischen Kammer.
Konstantinovel, 3. Aug. Der frühere Minister Haldjian und andere jungtürkische Abgeordnete brach- ten in der Kammer sitzung folgende Anfrage ein: „Warum bat der Kriegsminitter nicht gegen die Offiziere der Liga „Netter des Vaterlandes", die verschiedenen Zeitungen Proklamationen übergeben haben, das Gesetz angervandt? Warum bleibt der Osfuier, der im Hause des Kammerpräsidenten einen Drohbries abgab, unbestraft? Warum ernannte der Kriegsminister zum Dienst in der Kammerwache Offiziere der genannten Liga? Darum bringt der Kriegsminister Offiziere der Liga als Polizei beamie in die Kammer, rvährend andere Ligaanhänger in den Wandelgängen sich aushalten?"
Der Albanese Surena rief: Es ist gefährlich, mit dem Feuer zu spielen, nachdem man im Lande alles von unten nach oben gekehrt hat. Sie aber bleiben bei dieser Handlungsweise. Das ist eine Schmach. (Lärm.) Halb- jian forderte den Präsidenten auf, gegen Surena die Ge» schäftsordnung anzuwenden, weil er das Haus beleidigte. Surena wiederholte: Es ist eine Schmach! Haldjian protestierte Surena und Haldjian beleidigten sich gegenseitig in der schwersten Weise. (Lärm.) Man umringte die bet- den, während eine Anzahl der Abgeordneten dem Präsi- buiten zuries, man solle die Geschäftsordnung gebrauchen. Surena ries: Zch verzichte auf mein Mandat. <Lärm. Rufe: Der Verzicht wird angenommen. Ter Präsident erklärte, er werde gegen Surena und Haldjian einen Tadel ausspreclren. Haldjian rechtfertigte sich. Schließ-! lich beschloß die Kammer, nur gegen Sureya, der sich entfernte, einen Tadel auszusprechen.
Die Ansrage an den Kriegsminister wurde fast einstimmig angenommen und der Minister aufgeforbert, sofort zu erscheinen
Vom Präsidium der Kammer x\t die Antwort des Kriegsministers auf das F n t er p el l a t i o n s g esu ch mit» geteilt worden, worin dieser erklärt, da er am Ministerrat teilnehmen müsse, der sich mit wichtigen, auf die Sicherheit des Landes bezüglick^en Angelegenheiten beschäftige, werde er die Interpellation erst am 8. August beantworten. Tie Kammer verwarf einstimmig diese Forderung des Kriegsministers und setzte den Termin für die Beantwortung der Interpellation auf den 5 August fest
Konstantinopel, 4. Aug. Der Ministerrat hält auf der Pforte eine Beratung ab, welcher große Bedeutung beigemessen wird. — Aus jungtürkischer Quelle verlautet: es wurde ein Komplott gegen den früheren
I können."
Zu der „sehr gemäßigten Sprache", die Bismarck hier [führt, steht eine andere Begegnung Hofmanns mit dem Ministerpräsidenten in schroffem Gegensatz. Es ist iji d e n kritischsten Tagen vonBismarcks Leben, soeben hat er dem Reichstag von der französisck)en Kriegs- crklärung Mitteilung gemacht, da lädt er den liess sichen bevollmächtigten zu einer Besprechung in sein Konferenz »immer. *Ste Darmstädter Furchtsam keil und Äiderspenst igkeit reizt ibn unb sein Zorn entlädt sich in drastischer Weise. Er wendet jidi Jagegen, das; im Publikum durch hessische Beamte bei den etzigen Zeitumständen falsche, alarmierende Nachrichten ver- •ireitet würden. „Gras Bismarck fügte noch bei, daß in bem jetzigen Augenblicke, wo es sich für Deutschland um „Hals und Kragen" handle, mit der größten Energie gegen biejenigen eingeschritten werden müsse, deren Tätigkeit iich als dem Siege der nationalen Sache Iß über lief) ermeqe, und [er werde nötigenfalls zu militärischen Mit- [leln seine Zuflucht nehmen, um solche edmnerig* Hten zu beseitigen." Aus die Gegenvorstellungen Hoimanns : fällt bann das drohende Wort von der P r o t larnierung des „Kriegszu standes" im G ro ßberzogt u m^ tbwohl Hofmann das alles in möglichst reservierter und lurückbaltenber Form seinem Vorgesetzten berichtet, schwebt doch ber Geist einer großen historischen Stunde über Innern Bericht und man glaubt die Gestalt des donnernden l ibm* Piers vor sich zu sehen, der jeden Widersacher seiner grauen weltbewegenden Ziele mit dem niederschmetternden Strahle bedrohr.
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Fünf Engländer wegen Spionage verhaftet! Ter „Berliner Lokalanzciger" meldet aus Eckernförde: Unter dem Verdacht, Spionage getrieben zu haben, wurden fünf Engländer verhaftet, die von einer Jacht aus photographische Ausnahmen längs der schleswig-holsteinischen Ostküstc gemacht hatten. Sie wurden in das Kieler Untersuchungsgefängnis gebracht. Der eine will Robinson heißen, einer will Rechtsanwalt, ein anderer Arzt sein.
Der deutsche Kronprinz ist am gestrigen Sonntag früh, von Berlin kommend, mit Freiherrn v. Zabeltitz und Freiherrn v. Frankenstein in München emgetroften. Kurz nach 9 Uhr fuhr der Kronprinz mit seinen beiden Begleitern nach Possenhofen -um Besuch der Herzoginwitwe Karl Theodor. Er wird die Reise im Automobil durch das Allgäu nach Hopfreben (Bregenzer Wald) sortsetzen, wo er sich zur Jagd länger aushält.
Dem Bundesrat liegt zurzeit ein Antrag einer Bundesregierung auf Ergänzung der Aussülwungsbestimmungen vom Februar 1910 zum Gesetz über die Regelung des Verkehrs mit M r a f t ro a g c n vor. Tiefer Antrag ist veranlaßt durch die steigende Verwendung von Kraftlastwagen mit Anhängern in den Städten und deren Umgebung. Die hierdurch entstehenden OcTänidie und Erschütterungen sind vielfach derartig belästigend für den Strastenverkehr, baß es angebracht erscheint, für die Kraftlastzüge Vorschriften zu erlassen, die auch bei schnellem Fahren aus gepflasterten Straßen übermäßige Geräusche zu verhindern ' geeignet sind. Es wird sich dabei in erster Linie um die Ver- pslichmng zur Gummibereifung der Anhängewagen handeln.
Tie Einziehung der 2 5-P s en n ig st ü ck c ist nach der „Deutsck)cn Tageszeitung" nicht in Aussicht genommen.
Die Regierung genehmigte das Projekt der Verbindung Mühlheim-RuhrmitdemRheindurcheinenschiff- baren Wasserweg. Tadurch wird die Kanalisierung der Ruhr von Mühlheim bis Ackersähre-Tuisburg vorgesehen. Von hier soll der Verbtndungskanal zum Rhem-Heme-Kanal führen.
Tie Blätter melden aus L e i p z i g: Ter wegen Spionage verhaftete russische Oberst Nikolski, der in Beziehungen zu dem .Hauptmann Kostewitsch stehen sott, wurde Samstag abend gegen eine Kaution von .5000 Mk. aus der Haft entlassen.
Tie deutsche Vertretung in Tanger steht, wie von dort gemeldet wird, wegen des Falles Opitz durch Funkspruch bis Mogador und von dort durch Eilboten in Verbindung mit dem deutschen Konsularagenten in Marakesch, der die Nach- sorschungen nach Opitz unablässig sortsetzt. Bisher ist weder eine sichere Spur entdeckt, daß Opitz lebt, noch ist die Leiche gefunden worden. Von den französischen Behörden in Marokko werden die Bemühungen des Konsularagenten unterstützt.
Aus Nancy wird gemeldet: Am Sonntag vormittag fand I in Farvi 11a die Ueberfühmng der Gebeine von 58 1870 gefallenen deutschen Soldaten vom alten nach dem neuen Kirchhoi statt, wo ein Denkmal für sie errichtet ist. An der Ftier nahmen der zur deutschen Botschaft nach Paris kommandierte Rittmeister Frank, der Vertreter der Präfektur, der Bürgermeister mü den Beigeordneten, eine Reche Offiziere teil. Die I Storni;agnie des 79. Stnienregimenl», sowie eine Husaren- und I Artillerie-Abteilung erwiesen die militärischen Ehren.
Bad Ems in Deutschland " ObNwh l Minister Talaat entdeckt Ein .
wiederholt versicherte, dies seien die wirklichen Emser Vad haftet worden. — Der Mommanbant von -ivnosur, z itn a- stillen, verließ er die Apotheke mit den Worten: „Sie wer- v i d Pascha, ist mittags hier eingctropcn. ^unglückliche den mir doch nicht weismacben, daß ein königlich preußi- Offiziere bereiteten ihm einen demonstrativen Empfang sches Bad seine Fabrikate unter französischer Bezeichnung - Die Sübalbanesen sind bereits seit einer Woche in » verkauft." Leider Latte aber nicht dieser brave Türke, versammelt. Nach Mitteilungen albancindier z-cptihmcr sondern der Apotheker, recht, da das königlich-preußische verlangen sie nicht die Aufioiung der Kammer sondern Bad Ems lebiglid. Verpackungen benützt, bereu Aufschrift stellen Forderungen, roeldjc aus die Erlangung einer Yirt in französischer Sprache gehalten ist, während kein beut ['Autonomie Inn ziel en .
sches Wort daran erinnert, daß das Deutsche gewissermaßen Tie Früchte, bau der -iga angehörige O ssiz <
och auch eine Weltsprache ist, bie im internationalen Ber- Versammlung abgebttten haben, um die »eimicuni- I q u n a her Auflösung der jammer zu verlangen, f dieselbe I nnb falsch, wohl aber versammelten fiel) achtzig Offiziere, Gegner der Liga, auf dem Freihcitshügel. nicht weit von Pera, um gegen die Liga zugunsten der Kammer yt
lynb läßt uns auf dem großen Hintergrund der Reichs- ct.inbuufl und der Schaffung der beutfck)en Einheit bie
i Tragödie eines kleinen Staates erleben, ber den rechten Weg riäü zur rechten Zeit gefunden. Hofmann war ein treuer ieffe, aber mit feinem bewußt verfolgten Ziel, der Ucber- lcitung feines Heimalstaates in das entstehende Deutsche
i. 5,ich, stand er im Gegensatz zu seiner Regierung, die sich ! noch an die alte Rheinbund-Tradition: „Lieber fran« p uififd) als preußisch" anllammerte. Als der preußenfceund- | siche Vertreter einer preußenfeindlichen Regierung hatte Hofmann einen schweren Stand, seinem Minister gegenüber, der störrisch, eigensinnig und boshaft sich der Bismarck- schen Politik entgegenstemmte, und dem genialen Staats- ( nrannc gegenüber, der nicht mit sich spaßen ließ, wo er feindliche (Besinnungen fand. Mannhaft und charalterfest hat Hofmann in dieser kritischen Zeit und kritischen Lage scine echt deutsch-patriotische, das Heil in Preußen sehende Besinnung nach beiden Fronten hin bewahrt: Bismarck crlannte seine tüchtige Art, machte ihn nach der Reichs- grundung zum preußischen Minister und Staatssekretär von Elsaß-Lothringen; ber alte Kaiser wollte ihm besonders nicht Ein Beweis dafür ist die Art, in der er Hofmann, ber schon öfter den Adel abgelehnt hatte, schließlich doch mit dieser Ehrung freundlich überrumpelte. Bei einer hoftafel in Wiesbaden 1882 wandte er sich plötzlich lächelnd en ihn und sagte: „Nun ist es einmal nicht anders, lieber do n Hofmann; ich habe sie soeben geadelt."
Hofmann war es vergönnt, aus persönlichen Eindrücken heraus zu empfinden, wer die wirkliche Großmacht in inten schwierigen Verhältnissen war: Das Genie Bismarcks hat er früh erkannt und sich ihm willig gebeugt, ob es V ihm nun drohend und grollend oder iveise überlegen bc fli’gnetc. In seinen Berichten tritt bie Persönlichkeit bes tiroßen Mannes zweimal besonders bezeichnend und mit 6er unverkennbaren Geste des überlegenen Geistes hervor.
1867 trifft Hofmann mit ihm bei einem Diner, das der ßülanzminister von der Heydt gibt, zusammen. „Nach dem Mgestrigen Diner bei von der Heydt begab man sich in den »prächtigen Garten, der die Villa des Finanzministers um
um Lust zu genießen und eine Zigarre zu rauchen, bet dieser Wefegenßeit hatte ich ein interessantes Gespräch mit dem Grafen v. Bismarck, wobei sich dieser mit । seiner bekannten, ungezwungenen Gesprächigkeit über die L durch das Salzburger Ereignis gesck-affene Situation ber- p nehmen ließ." In dem Otefpräd), das Hofmann bann luii'bergibt, entfaltet Bismarck unmittelbar nach dem Kriege mit Oesterreich, während noch die frischen Wunden bluten, mit der ruhigen Sickler heft des klugen Arztes, der diese Wunden wieder zu heilen versteht, als das leitende Ziel ber Zukunft: die Freundschaft zwischen Preußen und Oesterreich. „Preußen hege keine Feindschaft gegen Oesterreich: bie Erhaltung der österreichischen Monarchie in ihrem jetzigen Bestände gelte vielmehr auch für Preußen als an Bedürfnis der europäischen Politik. Acht Tage vor 8u5brud) des vorjährigen Krieges habe er, Graf Bismarck, ber Kaiserlich Oösterreichischen Regierung anbictcn lassen.
ICircbe und Schule.
" Evangelischer Bund. Tie Vorbereitungen aut 25. SanbesDcrfammlung in Darmstadt am 27. und 28. Oktober haben gedeihlichen Fortgang genommen. Emgeleitet wird daS Fest durch die ettte Aufiuhrnng des Tevrientschen LutberiestspielS am 25. Cftobcr. Am Vormittag des 27. Oktober sind Festgottes- dienste vorgesehen in allen Kirchen der Stadt und der umlreqendcn Orte. Namhane Führer deS Bundes und als Prediger in Aussicht aenomnten. Für den Nachmittag sind Volksversammlungen geplant in der Turnhalle am Woogsplatz und im „Raiferfaal*. Vom Zentraloorsrand hat der erste Vorsitzende, General von Leffel, eine Ansprache zugesagt. Das Thema der Volksversammlungen ist: .Unser evangelischer Glaube und unsere hefiische Heimat". Es wird in zwei Ansprachen behandelt. In der ersten wird Stadt- pfarrer D. Dr. Diehl-Tarmstadt die Fragen beantworten: .Die
Zweites Blatt (62. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
Noch schlimmer ist es aber, wenn man auf -------
Fremdtümelei in unserm eigenen deutschen Vater lanbc flößen muß. Mit großer Reklame wirb jetzt Köl- nisches Wasser angeboten, bas unter ber NummerIdemonstrieren.
4711 bekannt ist. Prüft man nun bie Aufschrift solcher Kämpfe an der montenegrinischen Grenze.
Flasche, wie sie uns vorliegt, so findet man lediglich eine (Sctinjc, 4. Aug lieber Kämpfe an ber montcnc* Aufschrift, aus ber hervorgeht, baß wir ein „Crrtrait b'Eau grinisck>-türlifchen Grenze wird amtlich gcmelbet: Okftem
(ogne 7 ouble fa&rique par la Fabrique de ParsinnerieS a6Cnt K o I a f ch \ n e bei Moikvvae
fines, ruc be la Eloche Nr 471 \ Cologne" erhalten. SelbstIeinem blutigen Olrenjfonflift. Die Türken die brave Glockenstraße in Köln ist also unter ber 5ür- crridyleten vor ihrer Knie in einer Gntfcrnunß von 200 sorge bieser „beutschen" Firma zu einer rue be la Eloche Metern auf m o n t c n c g r i n i f d) c m OJcbict eine geworden, unb in einer berartigen Verpackung wagt man Verschanzung. Trotz wieberholter Vorstellungen fei- das Kölnische Wasser ben beutschen Verbrauchern barzu ^ns der montenegrinischen Regierung wollten bie Türken bieten. In jedem anderen Lanbe würbe es unmöglich fein, I Verschanzungen nicht entfernen. Von früh an griffen daß eine Firma, bie in ben gelesensten Zeitungen fid) fort- He Türken aus den Verschanzungen bie Wachtposten während als beutfd)c Firma anpreist, in dieser Weise ihr I pxx montenegriitischcn Grenzwadie an. Ter Kampf, der Teutsck-tnm verleugnet, wie es die genannte kölnische I darauf entspamt, bauerte bis zur sinkenben Nacht. Firma tut. Die monlenegrintsche Grenzbevölkerung, bie burch biefe
Es handelt sich hier aber nicht etwa um diese einzige! Provokation im 1 ödiftcn Ohabc bestürzt war, eilte zu ben Sünderin. In Innsbruck fanden wir vor kurzem Prospekte Waffen und unterstützte bie Grenzwache. Die Verschan- des „Boarbing-House" in Berlin. Diese Prospekte waren jungen würben schließlich entfernt unb die Kule dem Erb- ebenfalls lediglich in französischer Shradjc boben gleickrgemacht. Die Verluste ber TZ ontene- abgefaßt. Innsbruck und Bozen haben ja iDabrfdvcinlidi I g r i n e r betragen 10 lote unb 15 9? c r ro u n b e t e. Die auch nur französische Kultur, und Leute, die Deutsch sprechen, ^Türken ließen 60 Tote zurück.
gibt es nach Ansicht dieses Hauses dort anscheinend nicht. -------------------------————'——7
Am tollsten wird diese Französelei aber int übrigen Die beisetzUNg ÖCS KorOinOIS $lfd)Cr.
in ber ReichShauptstadt getrieben. Im Restaurant Köln, 3. 9luguft. Heute morgen nm 8 Uhr begann der Rennbahn Grünewald, ebenso wie in den meisten Hotels, feierliche Beisetzung der Leiche deS Kardinals Fischer. Ec.
dem die Rechnung zurückgegeben wurde mit ber Bedeutung, I baden, viele Vertreter von Korporationen ufiu. ^er ^.raner« daß man nur deutsche Rechnungen bezahle, sagte sehr refigJjug bewegte sich vom erzbischöflichen PalaiS nach dem Dom, liiert: „Das ist mir nun schon so oft passiert, aber bie lü0 cr ungefähr um 9l/4 Uhr sein Ende fand. Der Bischof Leute schreiben keine deutschen Rechnungen aus." I Schulte aus Paderborn hielt die Gedächtnisrede.
Diese Dinge haben auch eine volkswirtschaftliche Be- --------—
deutung. Schließlich ist auch der Verkauf einer Ware davon' abhängig, ob man das betreffende Land unb seine Produkte genügend in der Welt draußen kennt. Deutschland steht .int Welthandel an zweiter Stelle. Verbergen wir aber unser eigenes Können im eigenen Lande schamhaft unter französischer Bezeichnung, bann geben wir damit der französischen Ware ein gewissermaßen moralisches Ucbcrgctoicbt, das schließlich dahin führen muß, daß im Wellkampse der Konkurrenzen das sogenannte bessere Publikum die französischen Waren vorziehr, weil es mit Recht annimmt, man müßte diese doch höher schätzen, wenn selbst deutsche Firmen, wie die vorerwähnte kölnische, sich der französischen Sprache ftir ihre Waren bedienen. Gegen einen derartigen Unfug müßte daher noch viel schärfer als bisl)er Stellung genommen und die betreffenden Fabriken durch das kaufende Publikum deutlich darauf hingewiescn werden, daß sie ihren Absatz auf Fran kreid) beschränken können, wenn sie der deutschen Sprache anscheinend nicht aenügenb mächtig sind, um für ihre Waren eine deutsche Bezeichnung zu finden.
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pfiff 8*3
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