Gedenket der hungernden Vögel!
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Cs wäre wünschenswert,
dauert eS hier sieben Wochen.
wenn bei der Bekämpfung der Seuche einheitlicher vor-
gegangen wäre.
Eine besondere Ehrung
Er will sie zu Ehrenmitgliedern deS Vereins er
schlossen.
neunen und eine
Bew. Himm4 fllaier£>imin< Bcd. puiuiu.
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Febr.
1912
Kein Gichtlker ver*anme eine häusliche Trinkkur mit der Ae*mann*hHu*er Llthiontherma quelle Broschüre frei durch Brunnenverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. IW Wa«er» itt -uth ...einen Hrfahrunoen Ja» beete alter Heil«** end «tobet eo müde, dae« ich et firm cevwibu. Dr *■ *■
Depot für Gierten denn WHurl, T lepnon WJ.
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Schon die wiederum nötigen Vorarbeiten erfordern einen neuen Aufwand von Zeit und Geld, und Sübstbe,chra»Lmg art' diesem Gebiet liegt daher im allgemeinen Jntercs,e
Tas ist meine Ueberzeugung und dreier erlaube ich mit frei mutig Ausdruck zu geben.
Schon daß solche Borickläge überhaupt ernstlich bi«Tutiert wer den tonn.cn, beweist uns, ime wenig Verständnis — nach allein und troß allem — man noch inuncr den inralen Zntetesse? unserer Stadt teils entgegenbringt.
Warum gießen unsere Ltadwatcr nicht etwas ,A!icb uni Glauben mit in die Form hinein"?
Saran sehlts nämlich hauptsächlich. Werktätige Liebe den vom Schicksal benachteiligten Mitbürgern und Glauben an die Zukunft auch unseres Ravons!
Tre Lage ist dock einfach die: Ter Staat will aus bringen dem Bedürfnis einen Neubau errichten, dessen Austuhrung in btt ursprünglichen wohldurckdachten Form unteren Lriulleil zur Ehr: und langeturcb.en Entfaltung dienen wurde, geschieht des Unerwartete Aus Stadtverordnetenkrersen wird ihm im letzter Augenblick in den Arm gefallen und Sparsamkeits- und Prak tischkritsgründe werden gegnerisch ins r>eld gerührt. Vom K e ch t e. das mit uns geboren ist, davon ist ro.ci>cr einmal fast nufct die Rede Es ist, als ob die zufällige Evinciden» der betrredigtoi Bedürfnisse als eine unerwünschtereb e nroirtung hemv tich beneidet und darum ofien und verlteckt befehdet wurda xu G'gner teilen sich in Anführer und Angeführte und die Altstadt hat das Nachsehen! , , ... -.
Ich will damit nicht auf bestimmte Verionen Hinweisen, sondern auf die Gesam.heit der verbündeten Widerwcher.
Auch wir sind gute hessische Patrioten und Steuerzahler und können eine wirkliche Sparsamkeit nur in der möglich« erschöpfenden Lösung des Problems when.
Eine conditio sine qua non ist dabei, daß den mcOernen Ansprüchen an Luft, Licht, Aussicht und freie Aa^e, gleichviel ob im Rahmen des ersten Entwurfs oder in <nildas ©anen, genügt wird und kein mittelalterlicher Klosterbau mit Zwangs. Verhältnissen aller Art das Lickt der Welt erblickt.
Sollten die Parteien unter Vermeidung eines Flickwerkt sich auf dieser mittleren Linie einigen, so würden auch ton b h die auch heute noch entsckiedcnen Freunde des ,ersten Pro jekes, wie hoffentlich auch die Herren Gegner unsere weiter, gehenden Wünsche zum Nutzen der Allgemeinheit aut dem All« bes Vaterlandes opfern, dem tinprem« I-x sahn pnbhca esto.
Adalbert Bindewald.
Aus Statt und (and.
b>tei>en, o Februar 1’12.
» S t aa tß bahnpers on a len. ?lnßerordemiche Belohnungen erhielten die Lokomotivführer Zobus in Scholien und 9t inff r m Gießen, sowie Reseroe-Lofomotivführgr Euler in Schotten.
Landkreis Riehen.
— Großen-Linden, 3. Febr. Hier scheint die Maul- und Klauenseuche ihrem Ende entgegen zu gehen, da in den letzten 14 Tagen keine neu verseuchten Gehöfte ge. meldet worden sind. Es sind nur noch zwei Gehöfte durch den stviS-Tierarzt nachznschen, alle anderen verseuchten Ge- Höfte sind uachgeschen,desinfiziert,und ihreFreigabe dürfte bald erfolgen. Wie weit die Ansichten auseinander gehen, hat sich in Großen-Linden und HöcnSheim gezeigt; während in Hörnsheim die Gehöfte von drei Wochen frei gegeben wurden.
j\ Eberstadt, 3. Febr.
für die Rrie gSveteraneu hat unser stricgerverein be
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Cingcfaiiöt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, den 5. Februar 1912.
Dem Herrn Stadtverordneten H. Winn weiß ich es Tank, nicht nur, daß er seine Erklärung in Nr. 28 des „Gieß. Anz." vom 2. Februar in so konziliante Form gekleidet, sondern, auch dafür, daß er überhaupt erwidert und damit die Möglichkeit einer weiteren Diskussion der leidigen Amtsgerichtsneubaufrage gegeben hat.
Nicht als ob dem herben Thema noch viel neue Seiten abzugewinneii wären — im Gegenteil die Erörterungen wirken nachgerade ermüdend — und nur der Wunsch, vor der nahen Entscheidung deii Standpunlt der von mir vertretenen Bürgerkreise zu Nutz und Frommen alles Wohlmeinenden noch einmal summarisch zu präzisieren, drückt mir auch heute wieder die Feder in die Hand, allerdings ohne Präjudiz für mein künftiges Verhalten, daß vom Gang der Ereignisse abhängig ist.
Voraus'chicken möchte ick dabei, daß mir nichts ferner ge^ legen hat, als etwa der verehrlichcn Stadtverordnetenversammlung Mangel an gutem Willen ober „ehrlichem Bestreben, eine ür Staat und Stadt gleich günstige Lösung zu finden" vorzuwerfen, dafür stehen mir die im Elternhaus aufgenommenen Ideale der Autorität und Pietät zu hock.
Indessen hatte ich nach dem Verhandlungsbericht den Gitv brück, als ob es in fraglicher Sitzung nicht zu einer ausschließlich klaren Betonung des städtischen Standpunktes, welckxr in erster Linie, wo immer angängig, die Förderung des nach allgemeinem Zugeständnis durch forlgesetzte Verkehrsberaubung notleidenden nordöstlichen Stadtteils involviert, gekommen wäre.
Audi Herr Stadtverordneter Winn redet — wenn auch unbewußt sqmvtomatisch — von der für „Staat und S t a d t gleich günstigen Lösung", während ich bei der engeren Wahl in dem vorliegenden Falle nad) dem Grundsatz: Das Hemd ist mir näher alSder Rock der Stadt den Vortritt gewahrt und deshalb Stadt und Staat gesagt haben möchte.
Ties besonders aus dem Grund, weil cs absolut nicht mit dem Staatsinteresse kollidiert.
Tenn das ist ein Lichtpunkt in der trübseligen Angelegenheit, daß die Möglichkeit der Auswahl zwischen 2 oder 3 ernstlich in Betracht kommenden Alternativen das Tilemma einer Option zwischen S:adt und Staat, also den sonst unvermeidlichen sittlichen Monflil: ausschließi Tagegen wurde die Situation — nicht das Proiekt selbst, wie ich gern zugebe — durch eine weitere Bereicherung mit unausführbaren, wenn auch wohlgemeinten Vor- icklaaen verwirrter und kvmvlizierter. »ierin laa der „Gordische 5 nn o ten", wie auch in dem Exposs der GerichtsbeamLen anertannr wurde.
kreis Schotten.
-r. Meiches, 4. Febr. An einem der letzten Abende machten sich einige jungen Burschen das „Vergnügen", mit einer ausgehöhlten und in Form eines Gesichts ausgeschnittenen Dickwurz, in die sie eine brennende Kerze gestellt hatten, im Torfe berumzuziehen und diesen „spuck. den Leuten vor die Fenster zu halten. Eine kranke ^rau erschrark dadurch so, daß sie ohnmächtig zusammensiel. In einem Stall, in dem die Burschen ihren „Spaß" sortsetzten, rannte eine Muh die Bauersfrau um, die gerade beim Melken war. Wie man hört, war heute die Gerichtsbehörde wegen des Unfugs hier gewesen.
Kreis Friedberg.
L Friedberg, 2. Fein. Auch in diesem Jahre wird am P r e d i g e r s e m i n a r cm sozialer 3 n fl r u f 11 o n 0 f u r f u ß nbgcbolten werden. Er beginnt IMttmod), 7. Februar, und ,v,rd am 14, 21. und 29. Februar fortgesetzt werden. Tie ■Vrofefioren Tr. Stein, Dr. Nlimker und Dr. stahn werden Vorlesungen halten. Für Hessische Ideologen werden die Vor- träge unentgeltlich sem.
_ Friedberg, 3. Febr. Am Donnerstag, 8. Fehr, findet un Hotel Trapp zu Friedberg in Hessen d,e Haupt- Versammlung bcS Vereins ehemaliger Schüler der Land- virtichaftsschule zu Groß-Um'!adt statt. Be. dieser Gelegen- heil wird Pr'vaidozent Tr. Rlcberner von Gießen einen hoch- interessanten Vortrag über .die Grenzen der Aufwendungen aus dem Gebiete der Tierhaltung und des Pflanzenbaues' halten. Alle Landwirte und Freunde der Lanowirtjchait sind oazu eingeladen.
Kreis Wetzlar.
--Wißmar, 4. Febr. vait Anregung der Schul- anssichtsbehörde ist mit Monat Januar eiue Sch», l-Spar- f 4 s s e jus Leben getreten, die großen Anklang gefunden hat. Es machte den Kindern eine besondere Freude, ihre .Neu- sährgen", Geschenke der Paten, verzinslich anzulegen, '.'.anche der Kleinen haben aus diese Weise ktjou einen guten Anfang im Sparen geniacht. Tie neue Lchulkasse ist an unsere Spar- und Tarlehnkasse angegliedert.
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o Krofdorf, 4. Febr. 3n der abgelaufenen Woche fanden hier für Gemeinde- und Staatswald zwei große volz-Ver- u eigerungen statt. Trotz der großen Quaulnatcn haben mir ,>egen das Voriahr erhöhte Preise. Biichen-Sclieitholz koneie Durch- fwniillich 10 Ulf. und Reisigholz 1,50 ML für den Raummeter. Es wird mit Vorliebe bei Der GemeinDe gekeimt, zumal die Zahtiings. beöingimgen weit günstiger sind. , . _ r
— Landwirtschaftliche G e n o s s e n s ch a f t s b e- lucgung im Dezember 19 11. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitabschnitt des Vonahres zeigt die landwirtschaftliche Ge.iosfenschc.f s^ewe^u.ig un Te.ember 1911 erne toc.tcre gesteigerte Zunahme. Es wurden neu errichtet lo2 —- gegen 92 - aufgelöst 23 - gegen 21 —, fo daß eine Zunahme von 129 — gegen 71 — Genossenschas.en verbleibL Neu gegründet wurden: 107 Spar- und Tarlehnskassen, 6 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 10 Molkereigenossenschaften, 4 Milchver- wertungsgenossenschaften und 25 sonstige Genossen chasten.^ Bei diesen Neugründungen ist die beschränkte Ha,tp,licht bei 13 -vvar- und Tarlehnskassen, 4 Bezugs- und Absatzgenos,en,chaften, sechs Molkereigenossemchas en, 4 Milchverwertungsgenoisensckaiten und 22 sonstigen Genossenschaften vertreten, während die übrigen, die unbeschränkte Haftpflicht gewählt haben. «ie sonstigen Geuosien- schas en sind: 17 Elektrizitätsverwertungs-, 4 Wasterlntungsge- nossenschaf.en, 1 Aeethlengas-, 1 Damp.drusch-, 1 Vtehverwer- tungd- und 1 Geflügelmastgenosscmschast In Liguidatrnn sind getreten: 3 Spar- und Tarlehnskassen, 6 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 3 Molkereigenos e.ischaf en, 2 Mild.v.rsorgungs- genossenschaflen und 9 sonstige Genossenichaften Nach oen Aufzeichnungen deS Rcichsverbandes der deutschen landwirtschastlichen Genossenschaften bestehen hiernach im Deutschen Reiche bei einer Vermehrung von 129 landwirtschaftlichen Genossenschaften im Monat Dezember 1911 am 1. Januar 1912: 98 Zentralgenossenschaften, 16 243 Spar- und Tarlehnskassen, 2321 Bezugs- und Absatzgenossenschaf.en, 3273 Molkereiaenosienschasten, 154 Milch- Verwertungsgenossenschaften und 3173 sonstige ^n^fc^aiten, zusammen 25 262 landwirtschaftliche, dem Genossenschaftsgesetz unterstellte Genossenschaften.
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Höchste Temperatur am 3.
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Niederschlag: 0,0 mm.
soll in der Kirche' angebracht werden und die 9lamcn der Krieger träger.
sh. Watzenborn-Steinberg, 4. Febr. Gestern abend beging der bl r i e g e n> c r c i n im Gastaus „Zur Krone" zu Steinberg die Feier des Geburtstages des Kaisers. Präsident Leicht schilderte kurz den GntiviilungSgang unseres Reiches und schloß, seine Ansprad>e mit einem Hoch aus den Kaiser. Lehrer Kling gebad>tc in d.iem Hoch des Großh.r-ogs. Darauf hielt Pfarrer öontnierldb einen längeren, lehrreichen Vortrag über „Eine Reise an bi: Nordsee und Helgoland", der allgemeinen Beifall fand Durch hninoristische Vorträge trugen einige Kameraden zur Verschönerung Der Feier bei. Anerkennung gebührt aud) der Kapelle Harnisch-Steinberg, die den musikalischen Teck des Programms ausfüllte.
Kreis Lauterbach.
X Schlitz, 4. Febr. Am Samstag wurde hier der Oeko- ttomierat und langjährige (Statt Görtziscke Lberverwalter Hoff- mann, ein geborener Gießener, unter überaus zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. 3b Fahre lang, bis zum .Fahre 1907, stand er in gräflichen Diensten, bis ein schweres Leiden ihn veranlaßte, in den Ruhestaird zu treten. Unter seiner Leitung kam die gräfliche Gutswirtsdiast zur hohen Blüte. Audi stelte er sein reiches Wissen in den Dienst der Allgemeinheit, und bat durch zahlreiche landwirtschaftliche Vorträge vie.es gemalt und geleistet. Für Die hohe Wertsdsätzung, deren er sich in allen Kreisen in Stadt und Land erfreute, war die starke Beteiligung bei seinem Begräbnis ein beredtes Zeugnis. — Tic seit Ctlobcr verwaiste Pfarrerstelle im benadjbarten Hutzdors wurde dieser Tage wieder besetzt mit Dem Pfarrassistenten Zur Nieden, der bisher in Bad Nauheim tätig war.
Äür fion lucht "auch, uu einen iüuneien «Ich r in Rbeinlaiib, toico-Iaü •euhie Ki ■’t Nur t*r ihre fei 'edirociiebc Ci Wn un -mende ? Haaienj
Schauspiel bringen alle Kreise stets em lebhaftes Interesse entgegen, das tfeicfr der Töne zahlt nicht so viele ;u semer Gememde Tas liegt in der Natur dreser Kmnste, aber i es kann auch kein Zweifel darüber bestehen, daß vieler- - orts die Zahl der Musikliebhaber viel groper rst, als gewöhnlich in die Erscheinung tritt, und baß Ne durch -ötyaV \ fung günstiger Vorbedingungen noch beträchtlich wachst. . Dazu gehört auch, daß Räume für die Musikveranstocktunaen i aur Verfügung stehen, die nicht nur den musiktechnifchen Anforderungen genügen, sondern die auch einer ^"reichen'. ■ großen Zuhörerschaft Platz bieten. Nur hierdurch kamt weiteren greifen der Zutritt zu den Konzerten ermöglich, und den Veranstaltungen eine sichere sinanztelle Gruno- IaSC^cCibe^itoniUcrbin Gießen noch nicht erreicht werden, weil die Kosten erstklassiger Darbietungen so groß sind, und unsere Säle so wenige Zuhörer fassen, daß die Eintrittspreise nicht unter eine gewisse Grenze herabgesetzt werden können, und trotzdem kaum ohne Defizit gewirtschaftet werden kann. Es wäre deshalb auch 'u Gleßen in Anbetracht des volkserzieherischen Einflusses der Musil allerdings moralisch vollauf gerechtfertigt, ihr em eigenes Heim zu schassen. Nicht aber in wirtschaftlicher Hinsicht, dazu fehlen uns noch einige 10 000 Einwohner, ^-o vermessen waren aber auch unsere größten „Mustrnarren niemals, das wurde ihnen nur angeb^tet. Aid vielen mochte es glaubhaft crfcheinen, denn.damals, als sich von der ursprünglichen Absicht, für Musik- und T he ater au f- führungen ein gemeinsames Lokal zu schaffen, das streben nach einem besonderen Theaterbau abzweigte, blieb von selbst eine reine Saalbaupartei übrig, die sich seither allerdings vorwiegend aus Musikliebhabern rekrutierte .Laß sich nicht weitere Kreise der Saalbaupartie angeschlossen haben, als dann das Doppelprojekt — Theater und Saalbau in einer Gruppe bereinigt — auf kam, war ja wohl begreiflich: man schreckte vor der großen Bausumme zurück, obgleich auf dem einzig günstigen Bauplatz für die Saalbau-Nestauration mit Konzertgarten nach dem Ur.ei anerkannter Sachverständiger rund 10 000 Mk. Pacht, somit die Verzinsung einer Vi Million Baukapital von vornherein als gesichert galt.
Wenn es damals nicht gelang, neben dem Theater auch die Interessen für den Saalbau zu sammeln, so lag dies mit auch daran, daß diese nur in wenigen Korporationen ihre ständige und nachträgliche Vertretung smden, wie z. B. im Konzert-Verein, der deshalb auch immer den Vorspann für die Saalbau-Jdee bildete.
lind doch soll ein S a a l b a u in noch viel höherem Maße als das Theater, ein Haus für alle Kreise der Bürgerschaft fein. Er soll endlich Raum schaffen für alle größeren Veranstaltungen, politische und wissen,chast- liche Versammlungen und Vorträge, Kongresse, Kommerse, Bälle und Feierlichkeiten aller Art, Bazars, Ausstellungen, größere Konzerte u. j. f. Denn, baß ein richtig angelegter» Bau allen biesen Zwecken gleichmäßig aufs beste bienen kann, beweisen bie Erfahrungen an vielen anberen Orten. Damit wirb bie Stadt zugleich einen großen Schritt vorwärts tun und eine neue Anziehungskraft nach außen erhalten Zn diesem Sinne darf und muß em solcher Bau (als werbende Anlage betrachtet werden, und auch bie Stabt- Verwaltung wirb sich auf biesen Stanbpunkt stellen und der Sache alle Förderung angedeihen lassen.
So sollte nun in allen Schichten der Bevölkerung, vornehmlich in den direkt ober inbireft interessierten Vereinen, ein reges Werben für bas nur in gemeinsamem Streben erreichbare Ziel einsetzen. . , o
Zunächst wirb es höchste Zeit, ber Frage des Bauplatzes näher zu treten, bevor die Wahl immer noch beschränkter wirb, benn es herrschen hierüber noch verschiedene Ansichten, die wohl gegen einander abgewogen werden wollen.
Also die Parole laute: Helfet einen Saalbau schaffen, ber all ben ernsten und fröhlichen Veranstaltungen aller Kreise dienen und ein neuer Edelstein in Gießens Krone werden soll!
»pielplan der vereinigten firanfhirter Stadttheattk.
©rrnljoni.
Montag, ben 5. Februar, abenbr 7X Uhr: .Tie geschieh Frau.' Tien-taa, ben 6. Februar'». -Teil/ Shttmod), bei 7 Februar: 3. Aouueineuts stanzen. Donnerstag, den R ,'Cbrunr. Tie Jüdin.' Freitag, Den 9. Februar. abenDS 7'/, tlbr: ,(he Walzernanin." Lametaa, ben io. Februar: ,Tie Fledermau«' Sonntag Den II. Februar, nackmiitagS 3'/. Uhr: .Orpheus m btt Unterwelt' AbenDs 7 Uhr: .teil.' Montag, ben 12. "ebruar, nbenD3 77- Uhr: .Zar unD Zimmermann." Ttenstgg, Den l i Februar: .Taunhäuler." Mutwock, b<n 14. Februar, geschlossen. TonnerSlag, Den 15. Februar ..Boccaccio."
Schauspielhaus
Montag, den 5. Februar'): „Tie Vergm-igungSreise." Dient- laa Den 8. Februar : Erstes Waßspiel von -.'.lexan er M o, I' r vom Teuticken Ibmter in Berlin: .wewensler." Atittn-ow. dm 7 Februar: ^Hamlet." Tonnerstag Den 8. Februar, oben" 7»/. Uhr : Mmhau Der Weise.- Fieitaa, ben 9. Februar^ abendi 7'1 Uhr- .Zohn Gabriel Borkmann " -sarnSiag, Den 1 ,\ebruär. nackmutags 2',, Uhr: .Wilhelm Teil." Abeubs 7 Uhr: .Tu Vergnügungsreise." Sonntag, Den 11. Februar, nachmittags 3% Ubr; WirL" AbeuDS 7 Uhr: „Atadame BonivaiD.' A.oniag, ör« ’\2 Februar: »Madame Bouivard." TienSlag, Den 13. Februar: .Tie Vergnügungsreise." Mittwoch, den 14. Februar: »Tie Vec- anügungsreise.-
•) Anfang, wenn nickt ander- bemerkt, abend- um 7 Ubr.
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meteorologische veodachtungen der Station Giehei.
sind unvergleichlich für Kinder- und Krankennahrung, weil sie nach wissenschaftlich bewährten Grundsätzen aus sorgfältig gewählten Rohstoffen hergestellt werden.
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m allem 3i Nr 1. Soril ii rnr firn |'Verse. - aolOIUlC tßluitflärtd)
M. La iMpör ctDOii uu); ^djreibtiidj, Sennon oer I Li rrudn 1 Röfl. tkien.JBat • Äicrl rniiictcn. i • lköbl.3
bi- 4. Februar --- — 8,5 * 0.
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Knorr
Hafermehl
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Reismehl
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