worden.
38-00
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C
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Meteorologische
der Station Stehen.
7,7
7,8
6.5
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Jan.
1912
35
Jmv dUw&w*
60.00—62.00
61.00-63.00
47.00—48.50
49.00—51.00
Mk.
100-108 93-102 85—92
Mk. 60—65 55-60 50—54
8 <5
Oie Berrnen,re oes Lerstorvenen um Kreis und Stadt Scholten hervor.
Kreis Friedberg.
x Bad-Nauheim, 4. Jan. Im hiesigen Bildungs- Verein toirb das Rhein-Mainische Verbandstheater am Sonntag abend Ibsens „Volksfeinds spielen. — Bau- inspettor Iost, der kunstsinnige Schöpfer unseres neuen Bades, ist an die Kreisbauinspektion nach Worms versetzt
Kreis Wetzlar.
8. Kinzenbach, 4. Jan. Tie Ueberland zentrale der BuderuSschen Eisenwerke gewinnt mit Frühjahr greifbare Gestalt. Gestern abend wurde ein zweiter Vortrag hier gehalten, der recht stark besucht war. In interessanter Weise sprach Dr. Kraetzer auS Bingen als Berater des Kreises Wetzlar über die elektrische Stromabgabe als Licht-, Kraft- und Heizgnelle. Da die Müllersche Ziegelei an daS Werk angeschlossen wird und der Gemeinde dadurch eine sichere Einnahmequelle in Aussicht gestellt ist, so dürfte auch für Kinzenbach der Anschluß gesichert sein.
Kälber.
Jvemfle Mastkälber . . .
Mittlere 'Ulan- unO beste Saugfälbec ....
tijeriiigete ilAaH* und gute Saugkälber . c cd a ' e.
Etallmai'lschase:
Maülämmer und jüngere Mallbammel .
Pleitere 'Diofibamtnel, pur genährte junge Schale
und geringere AtaUlämmer.... L ch ive i nr.
Vollsleifckige Schweine von 81—100 kg Lebendgewicht........
iboUiieijuiifle Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. BoUUeijange Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht HoiiTleiianqe Schweine von 120—150 kg
Märkte.
le. Frankfurt a.M. Vi et» d ok-Marktb eri cht vom 4.Jan. Huftrieb: 53 Rinder, öacunter 13 Ochsen, 4 Bullen, 36 Kühe und Färsen, 1069 Kälber, 166 Schale, 1&41 Schweine.
Tendenz: Rmder geräumt, Kalber lebhaft, Schale ruoia, ae- räumt, Schweine gedrückt. Preis ’ür 100 Lid.
Leverro- Lchla.m- gewicht
gestiegen, er hat z. B. im Rechnungsjabr 1901 02 10,6 Kgr^, rat Rechnungsjahr 1910/11 dagegen rund 17 Kgr. pro Kopf bett^gen. Im lebten Rechnungsjahr mürben 1098 807 Tonnen steuerfrei abgelassen: der sreuerpilichlige und steuerfreie Verbrauch iuiammcn iicllt sich daher auf 1619 610 Tonnen oder pro KoM auf durchschnittlich rund 25 Kgr. gegen 18,2 Kgr nn Nccknungsfabr 1901/02. Tiefer Verbrauch wird MU ausichliepuck durch 5ie inländische Vroduttion gedeckt, aus dem Ausland |mb im letzten Jahr nur 10 365 Tonnen eingeführt nurden, das und 0,64 Vroz. des Gesamtverbrauchs. Bis 1905 war bie Uuiruhr von ausländischem Salz etwas größer: mit der Einführung des neuen Zolltarifs im Jahre 1906 i|t die Zollfrerbeit jur l i'. leewärts eingefübrte Salz fortgefallen, und dadurch hat fick die Ein^ rühr dauernd vermindert. Dagegen ist die Ausfuhr von Deut) Jh'm Salz nach dem Auslände sehr bedeutend, im letzten Rechnungsjahr hat sie 407 826 Tonnen betragen gegen 296 289 Tonnen mx 1901/02.
kirchliche Nachrichten
Loangelische Gemeinde.
Sonntag nach Epiphanias, bett 7. Januar: LaudeSmissionSfest.
Kollekte für die Heideiuniffiov Gottesdienst.
3n der Stadtkirche.
Vormittags 9*/. Uhr: Missionar 05 f c 1i.
Vormittags ll'Uhr: Kinderkirche für die Matthäusg^.aeinde.
Pfarrer D. Schlosser.
Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.
Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.
Dienstag, den 9. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Matthäus- aal: F r a u e n m i s f i o n s v e r e i n.
Alittwoch, den 10. Januar, abends 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der MarkuSgemeinde.
Donnerstag, den 11. Januar, abends d Uhr, tin Matthaus- aale: Bibelstunde. (Bilder aus der Apostelgeschichte.) Pfarrer v. Schlosser.
3n der Zohannerkirche.
Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer BechtolSheime r.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer B e ch t o l S h e i m e r.
Abends 5 Uhr: Pfarrer AuSfeld.
Abends 71/, Uhr: Versammlung der konsirnnerten mann* lichen Jugend der LukaS- und Johannesgemeinde.
Mittwoch, den 10. Januar, abends 8 Uhr: Bibel st unde im Lukassaal. Pfarrer Bechtolshcimer.
Donnerstag, den 11. Januar, abends 67, Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der JohanneSgememde.
Uatholifche Gemeinde.
Sotterdienst.
TamStag, den 6. Januar:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
Sonntag, den 7. Januar:
Fest der Erscheinung des Herr« Vormittags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe.
' um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
„ um 9 Uhr Hochamt mit Predigt.
um 11 Uhr Heil. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 57, Uhr: Fest-Andacht mir Seien.
Die Erbschaft der zriedbergcr öombenattentäterr vor dem Reichsgericht.
Der Prozeß um das Erbe des Bombenattentäters Heinrich Ringes, hat nun auch das Reichsgericht beschäftigt. Wie erinner- lieb, hat man bei der Leiche deS Wingeh, der sich nach dem Attentat erschoß, Mk. 4700 in Hundertmarkscheinen gefunden. Oberstaats- anwalt Lang, der damals die Untersuchung führte, hat zweifelsfrei iestgestellt, daß der Betrag aus einer Unterschlagung von 'Mk. 8000 herrübrte, die Winqeß in Leipzig zum Nachteil eines Architekten Höhnisch begangen halte. Tie Stadt Friedberg meldete über das Vermögen des Wingetz beim Amtsgericht Nauheim den Konkurs an und beanspruchte das Geld als Aktivmasse, waS aber verweigert wurde. Ein Prozeß um das Erbe endete damit, daß die Konkursmasse verurteilt wurde, die 4700 Mk. nebst 4 Prozent VerrugSzinseit an den Architekten auszuzahlen. Ter unterliegende Teil wandte stch an das Reichsgericht, das aber vor einigen Tagen genau so urteilte wie das Siebener Landgericht. Tie Stadt Fnedberg hat nun ntd)t nur die Summe nebst den Verzugszinsen, sondern auch die recht bedeutenden Kosten zu zahlen.
Handel und verkehr, Volkswirtschaft.
Salzverbranch unb Salzbesteoerung.
Im Rechnungsjahr 191011 wurden im Deutschen Reich 61,5 Millionen Mark Salz steuer erhoben, b. i. nicht ganz 1 Mk. auf den Kopf der Bevölkerung. Versteuert nmrben 511156 Tonnen inländisches und 9647 Tonnen ausländisck»cs Salz, zusammen 520 803 Tonnen ober auf den Kopf durchschnittlich 8 Kgr. Tiefe Ziffer stellt den Verbrauch von Speisesalz bar. Er hat, wenn man die letzten zehn I rbre miteinander vergleicht, zwischen 7,5 Kgr. unb 8 Kgr. idbrlid) geschwankt. Viel größer als der Verbrauch von Speis«salz ist der steuerfreie Verbrauch von Salz zu gewerblichen Zwecken, zur Viehfulterung, Düngung usw Dieser ist bisher fast regelmäßig von Jahr zu Jahr
beamten; doch ihre öaffming gina nicht in Erfüllung: benn fiu hatten mit dem Wagemut des Führers nicht gerechner, der kurz entschlossen das Automobil auf den neben bem Wege einhcrlauTcnben Schiencnstrang lenkte. Die Gefahr war grob: denn Kbon sah man die Lichter eines nahenden Zuges: aber unter Knittern mu tauchen kam bas Automobil hinter der Stahltrosse serabe m dent Augenblick wieder auf den Weg, als der Zug es ctnnrbolt hatte. Wiederum war den Zollbeamten ein Schnippck.n ge)d)Ui ,en unb das Automobil verschwand auf Nimmerwiedersehen in dem Puntel der Nacht. m .
* Aus der M unchener „Iugend". u.cr drbcuer Friedrich Müller wurde wegen einer Entzündung am rechten Bein in die Universitätsklinik zu H. geschafft. Hier erklärte ihm Professor W., daß er operiert werden müsse. „3n Dm Teufels Namens erwiderte Müller Wegen dieses, Ausdrucks hielt ihm der berühmte Derr Professor eine kleine »tanbbaule. Als Müller nach der Operation in seinem Bett erwachte, halte er nur noch ein Bein. „Schockschwerenot'" fluchte er. „-uttgen der Kleinigkelt braucht man mir doch nicht gleich das Bern abzuschneiden! Verflucht noch mal!" — nur ganz
still!" flüsterte der Krankenwärter, indem er stch über ihn b^igte. „Sie können von Glück sagen, daß nur der eine Lieblings! chnler des Professors bei der Operation zugegen war, sonst waren oe t d c Beine weg!" — — Von einem seiner Gläubiger erhielt em Leutnant zu Anfang eines jeden Monats einen Mahnbrief solgen- den Inhalts: „Bei Durchsicht meiner <öürf)ßt 1 inbe rch Ihr wertes Konto noch mit 250 Mk. belastet." Nachdem eine echeb- licke Anzahl gleichlautender Schriftstücke spurlos an ber Dick- selligkeit des Adressaten abgeprallt war, fügte ber Lieferant seinem letzten Schreiben die Worte hinzu: „Wie denken suh Ew. Hochwohlgeboren die R«elung der Angelegenheit „Sehen Sie Ihre Bücher nicht so oft durch", lautete bie lakonische Antwort des Offiziers. . , . .
* Das schon! Onkel: „Nicht wahr, Fntzchen, auf meinen Knien zu reiten ist luftig!" — Fritzchen: „Das ubon, lieber Onkel! Aber gestern wars doch lwch schöner, da bin ich aus einem richtigen Esel geritten!"
* Aus der Schule. Lehrer (ber aus ber Jungsrau von Orleans lesen läßt): „Was meint Johanna bamii,^ivenn sie sagt: Das Schlachtroß steigt?" — Der kleine Fritz (-Lohn eines Roßfchlächters): „Sie meinte, 's Pferdefleisch wird teurer!
Eingesandt.
Gießen, 5. Jan.
Ablö sung ber Neujahrsgratulationen.
Die Vertreter brr an die Versendung von Neuiahrsgratu- lationskarten interessierten Industrie und Handelsgeickätte haben durch ganz Deutschland einen Feldzua gegen die vielfach übliche Ablösung ber Neujahrsgratulationen durch Zuwendung an wohltätige Anstalten eröffnet unb die betreffende Zuschrift auch hier in Gießen ausgehängt und durch die Zeitungen verbreitet Das ist ja nun ihr gutes Recht. >Die erwerbstätigen Stande haben futi heule ihrer Haut zu wehren, unb das darf man ihnen darum nrcht verübeln. Auch das ist menschlich begreiflich unb soll ihnen darum nicht so schwer zum Vorwurf gemacht werden, dap fte, um, das Publikum für ihre Wünsche geneigt zu machen, allerln Grunde, die auf das Gemüt mehr Eindruck machen, als das bloße nackte Geschäftsinteresse, ins Feld führen, wie z. B., die -nücksrcht auf die Arbeiter der betreffeirden Tranchen und auf die Pflichten der Bietat. Nur dreierlei wollte ich vom Standpunkt unserer Gretzener Verhältnisse dazu bemerken. , . ..
1. Diese Ablösung ist in Gießen ferne Neuerung, sondern fte besteht schon seit Jahrzehnten.
2. Die Kleinkinder--Dewahranftalt lyat biefc Mlosung nw von sicht tu£ aufgebracht, sondern sie ist damit nur einem vielfach an sie gerichteten Wunsche entgegengekommen. Also muß diele Einrichtung doch einem bestimmten Bedürfnis entsprechen.
3. Daß die Sorge ber Interessenten ber Gratulatronskarten- Jndustrie hier in Gießen ganz unbegründet ist, zeigt die Tatfache, daß die Zustellung unb der Versand solcher Karten gerade tn den letzten Jahrzehnten einen solch ungeahnten Aufschwung genommen haben. Sollte dennoch in den letzten Jahren eine Abnahme tuabt- nehmbar gewesen sein, so ist nicht die Ablösung daran schuld, sondern es macht sich nur der natürliche Rückschlag gegen das llebermaß gelteird. 'Die etwa 120 Familien, denen bte Ablofung ein erwünschter Brauch ist, fallen dabei kaum ins Gewicht. Es wirb ihre Sache sein, ob sie sich durch den Vorwurf der Pretäts- lofigEcit, den die Interessenten ihnen darüber machen, m rbrem Gewissen beunruhigt fühlen und künftig für das Geld lieber Neujahrskarten kaufen und versenden wollen, was sie — nne stark zu vermuten — auch bisher trotz Ablösung getan haben werden
D. Schlosser.
Grüningen. Auf das Eingesandt in Nr. 2 d. Bl. sieht sich der Vorstand des Jugendvereins veranlaßt, die Angelegenheit der Maul' und Klauenseuche richtig zu stellen, um namentlich die Angriffe gegen die Behörde zurückzuweisen und die Behauptung des Einsenders als unrichtig zu bczerchncn.
Der Einsender behauptet, die Seuche sei durch den Dvcsgrller Federviehhändler hergebracht worden, obwohl der Besitzer des Gehöftes, in dem dre Seuche zuerst augbrach, in den letzten fünf Jahren kein fettes Federvieh hatte und der .Händler in feinem
tarfenburn unö Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 4. Jan. In der heutigen 'Sitzung ber Stadtverordneten machte der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Dnllo, bte Mitteilung von dem Ausscheiden des Stadtverordneten Hirsch aus dem Kolleg rum, der nach Dortmund verzogen ist. — Das von ber Osfmr-- bacher Kaiser-Friedrich-Quelle eingebrachte Gesuch um Ge Währung des Quellenschutzes wurde nochmaligen Prüfung zurückgestellt. — Der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns erholungsheime wurde ein einmalrger Beitrag von 290 Mk gewährt — Di: Rehnungm d r Wwven- ,un o Waisen fasse der besoldeten Gemeindebeamten sonne dre her beiden Kleinkinderschulen wurden vorbehaltlich der Prüfung durch die Oberrechnungskammer genehmigt. — ^ur hen" Anbau einer Polizeiwache an das Wiegehäuschen im .-cafen wurden.5600 Mk. unb für die Erweiterung der Um- sormeranlage im Elektrizitätswerk 10000 Mk. bewilligt. — Die nichtöffentliche Sitzung beschäftigte sich m der Hauptsache mit der Anstellung zweier Diceltoren für baä Elektrizitäts- und Gaswerk. Aks Elektrrzrtatswerks- direkto» wurde der bisherige Direktor des Werkes, Schirmacher, mit einem Gehalt bon.8000 Mk. gewählt. Die Wahl des vom Verfassungsausschuß vor- geschlaaenen Betrieb sing eiiieurs O etken-Marnz als Gas-- werksdirettor wurde zurückgestellt.
Hause nicht verkehrt hat.
Seitdem die Seuche seftgestellt uitb die Gemarkung zu einem Sperrbezirk erklärt war, wurde vermieden, das Klauenvieh rindern zu lassen, trotzdem dieses mit Genehmigung der Behörde von Fall zu Fall hätte sein dürfen. Tie Genehmigung war nicht erforderlich unb die Viehbefitzer hatten auch gar nicht nötig, das Vieh zu dem Fasel zu bringen. Ein hiesiger Viehbesitzer hatte einen un gekörten Fasel im Stalle und führte ihn an ber Leine von Stall zu Stall, um dabei unter Benutzung ton Stangen ihn diensttauglich zu machen und verkaufen zu können. Der erwähnte Fasel mar durchseucht und an sich anstecknngsfrci, aber trotzdem zur Verbreitung der Seuche in der Lage, hatte er doch mit seinen Füßen auf bem Mist verschiebener Gehöfte gestanden und war über die Straße geführt worden, sogar zu der Hofreite, in ber bie Seuche als zweiter Fall mitten im Dorf auSbrach.
Die Verbreitung hierburch liegt näher als burch den Feder- viehhandler. Was die Verbreitung an den dritten Besitzer anbetrifft, so ist bis zur Stunde die Seuche durch einen beamteten Tierarzt noch nicht festgestellt worden: es war nur die Angst deS LiehbesitzerS, daß er, weil sein Vieh nicht recht, fraß, die Sache anzeigte. Warum sollen Mädchen in ihren Sonntagskleidern von fealichem Verkehr ferngehalten werden, wenn sie in denselben Kleidern in der Kirche nebeneinander sitzen und die Landwirte zu Versammlungen durch den Bürgermeister zusammen- gerufen werden. Hätte der Bürgermeister, den wir als Kenner der örtlichen Verhältnisse anerkennen, alles mögliche ausyeboten, nm der Verbreitung der Seuche entgegenzutreten, so wäre der Besitzer des FasclS zur Anzeige gebracht worden und die Versammlungen wären unterblieben. Wäre gegen unS mit gleichem Maße gemessen worden, so wäre es uns nicht eingefallen, die Behörde unter Vorbringung der oben erwähnten Fälle um Genehmigung ber Weibnachtsbeschelmng mit Tanz zu ersuchen unb die Weigerung des Bürgermeisters als nicht richtig zu bezeichnen. Der Wunsch der Wirte ging unseren Verein nichts an.
Was dem einen recht ist, muß bem anbern billig sein. — Gleiches Recht für alle, wie die Behörde entschieden hat.
Landwirtschaft
— Landwirtschaftliche Genoss en schastsbeweg- una im November 1911. Im Vergleich zum cnttpreckfen- ben Zeitabschnitt bes Vorjahres zeigt die landwirtschaftliche Ge- nossenfchaftsbewegung im November 1911 eine merklich gciteigcrte Zunahme. Es wurden neu errichtet 108 (gegen 71) aufgcloft 20 (gegen 20), so daß eine Zunahme von 88 (gegen 51) GenoNcn- schastcn verbleibt. Nen gcgrlnbet wurden: 54 Spar- und Dar- lehnstafsen, 11 Bezugs- und Absatzgenossenschaften, 4 A^lkercr- aenossenschaften, 2 MilchverfverttingSgenosienschaften und 37 sonstige Genossenschaften. Bei diesen Neugründungen ist die beschrankte Haftpflicht bei 4 Spar- und Darlehnskafsen, 8 Bezugs- und Abfakgciwsfenschasten, 2 Mvllercigeirossenschaften, 2 Milchverwer- tungSgeilosienschaften und 30 sonstigen Genofienschaftcn vertreten, während die übrigen die unbeschrankte Haftpflicht gewählt haben. Die sonstigen Genossenschaften sind: 19 Ellktrizltätsverwertuvgs-, 7 Wasserlcitungs-, 4 Viehr,erwertunas-, 2 Winzergenofienschaften, 1 Dampfbresch-, 1 Motorpflug-, 1 Pferdezucht-, 1 Geflügelzucht- unb 1 Viehweidengcnossenschast. In Siquibatcon ,md getreten: 3 Spar- und Darlchnskassen, 4 Bezugs- und Msatzgeno,fenfchasten, 2 Molrereigenossensckmsten, 1 MilchverwertungSgenosfenschaft und 10 sonstige Genossenschaften. Nach den Aufzeichnungen des RmckS- i.ctbanbcd ber deittscheu lanbwirtschaftlichen Genossemchasten bestehen hiernach im Deutschni Reicke bei emer Vermehrung von 88 landwirtschaftlichen Genossenschaften int November am 1. Dezember 1911: 98 Zentralgenossenschaften, 16 139 Lpar-mck Dar- lehnskassen, 2321 Bezugs- und Abfatzgenossenschaften, 3266 Molkereigenossenschaften, 152 MilÄverwertungsgenossenschaften und 3157 sonstige Genossenschaften, zusammen 25 133 lanbnnrtscyaft- liche, dem Genosse,lfchaftsg^setz unterstellte Genossenschaften.
0 Marburg, 3. Jan. Im Pfeifferschen Saale tagte heute eine von nn-it über 100 Landwirten besuchte Versammlung des (anbrn. Krcisv erein s. U. n. wurde beschlossen, gegen d c beabsichtigte Mschafsuna der Warmblnthengste beim Landgestül in Dillenburg bei ber LanbwirtschaftSlammer zu protestieren, bn in Kurhessen noch vielfach Warmblüter gezüchtet würden. Ferner beschloß man, Mitte Februar hier wieder einen Provinzialsaatmarkt abzuhalten. Auch das in letzter Zeit vielgenannte S o ff - mannfche Miltel gegen die Maul- und Klauenseuche gab Anlaß zu reger Aussprache. Von fachmännischer Seite wurde baraur hingewiefen, baß man mit diesem Mittel wohl nur, wie bei alten anderen Mitteln, bte Symptome ber Krankheit bekämpfe, sollte indes der Krankheitserreger ciibgültig entdeckt sein, würde man auch bald Mittel unb Wege finden, um dieser gefährlichen Plage Herr werden zu können. Den Schluß der Versammlung bildete ein Vortrag des Obstbauinspektors Huber-Oberzwehren über Obstba umzucht.
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Vermischtes.
Tf. Das Schmuggler automobil. Ein kühnes Sännuaglerwagnis wird von der belgisch-ftanzösischen Grenze gemeldet? das zeigt, daß die moderne Schmuggelei sich die neuesten Erviingenschaften der Technik zu eigen gemacht hat. Tie Zollbeamten in Litte erhielten Nachricht ton einem großartig angelegten Schmugalerplan, in einem Automobil "Tabak über bie Grenze zu bringen. Man stellte beit Schmugglern eine Falle unb ver- sperrte durch eine starke Stahltrosse den Weg. Im Hinterhalt lagen 30 bewaffnete Zollbeamte, die auf den Augenblick warteten, m bem bas Sckrnugglcrautomobil verunglücken würde. Alle Vorbereitungen wurden auch glücklich getroffen, ohne daß die Schrnugg- ler davon benachrichtigt iwrben wären. Um Mitternacht kam Vlöslick ein Automobil mit abgebleiidtten Lichtern in rasender Fahrt herangesaust. Ungefähr 100 Meter vor der Stahltrotte riefen zwei Zollbeamte bem Leiter des FahrzeuggeS zu: „Hall! Wir sind Zollbeamte." Aber anstatt obzuftovpcn, erhöhte ber Mhrer die Gefch^vindigkeit, fetzte aber wohlweislich, nichts gutes ahnend, die Beleuchtung wieder instand und bemerkte plötzlich vor sich bte Stahltrosse. Ein Jubelgeschr-ei erhob sich unter den Zoll-
Lebendgewicht b
le. Wiesbaden , 4. Jan. H e u- und S 1 robmarkt. Angefahreu waren 12 Wagen mit Heu und Etrob. Man notierte: pe u 10.00—10.6U Tlf., Btrob (9hcbtfirob) 6.'0—7.00 'IUf. — § r u cb t m a t (L Hafer 20.60—00.00 All. Alles für 100 Kilo.
Höchste Temperatur am 3. bis 4. ^anuar = 4-84 u- Niedrigste . . 3. , 4. , -4- 5,8'0.
yiieberfchlag: 6,3 mm.
Absolute b yenchiigkeit B
Relative B FeuchtigkeÜ ||
Wind- rtchtung |
Windstärke k
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L-L
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