Ausgabe 
4.10.1912 Erstes Blatt
 
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Dom bulgarischen Soldaten.

Prompte Bedienung

(6650

Gießen, Cöln, den 4. Okwber 1912.

(Kavallerie - Verein

Die tieftrauernde Mutter u. Geschwister.

Verein der Gastwirte von

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Monats versamm lung Lamstaa, den 5. Qktober b.Sinm. Röyinger, Weit-Anl., Ecke Neustadl. Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand.

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Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen

Wetteraussichten in Hessen sür Samstag, den 5. Okt. 1913: Meist heiler und trocken, nachts kalt, slellenweise Nachtsrost, tag- wärmer.

zu uiuihu- vicMtn empfiehlt

SiegmundRosenbaum

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Otto Müller, Magdeburg, Lüneburger Str. 19. Ihv-^/s

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines unvergenlichen Mannes, unseres guten Vaters sagen wir allen aufrichtigsten Dank.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen:

Frau Stimmet und Kinder.

Handel.

"Die Vtehpreise, die unsere Metzger jetzt anlegen müssen, sind die solgenden: Schweine Mk. 8688, Cchscn Mk. 95 bis 97, Rlnder Mk. 94-96, Kühe, gute Ware, Mk. 8082, Wurst« wäre Mk. 7678, Kälber Mk. 9597 für den Zentner Schlacht­gewicht. Kälber sind aus dem Lande sehr schwer zu haben, tuet' hei der reichlichen Futterernte die Landwirte alle Tiere anbinden

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AugustFörster Giessen und Lieh Bahnhofstr. 65. Tel. 367.

Giessen.

Monats - Vmaniinlllnü am5.d.M., abends8* 2Ubr im Saale des Fclienkcllcrs. Tagesordn. u. a.: Abschieds- Feier und Ehrung des von hier scheidend. 1. Vorsitzenden Kam. Weise. Vollzählige Beteiligung erwartet v*,b> Ter Borstand.

Universitäts-Nachrichten.

hk. Der ordentliche Prozessor der Physik an der Kgl sackst. Bergakademie zu Freiberg, ü.eb.Vergrat I)r. phil ^"doi Erhard, ist in den Ruhestand getreten: an feiner vJeue wurde der auherordeutliche Professor Dr pbil» U®fpIbft^rnannV ordentlichen Professor der Elektrotechm Physik daselbst ernannt.

hk. Fi, Nom findet vom 11.-14. Oktober der I Kongreß der italicmschen Äesellschast für kritische Geschichte der Medizin und Naturwisseuschnsten statt.

vermischte».

* Maskierte Raub er In der Wohnung der Rent­nerin Michaelis am Kurfürstendamm in Berlin er­schien in Adwefenlscit der Inhaberin ein Mann mit der Dienstmütze der Telegraphenbchörde und begehrte Ein­laß, um das Telephon zu prüfen. Als er von dem Dienst­mädchen eingelassen war, legte er ihm nach längerem Rin­gen an Armen und Beinen eiserne Fesseln an. In­zwischen traf über die Hintertreppe eine maskier he Frau in der Wohnung ein. Beide begannen die Kostbar­keiten zusammenzurafsen. Gegen 2 Uhr erschien Frau Michaelis. Sie lief, als sie von dem Dienstmädchen laut gewarnt wurde, hilferufend auf die Straße. Die Räuber ntflohen und entkamen unerkannt.

Kleine Lagcschronil.

Auf dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin machte sich in der Gepäckabnahmestelle in den letzten Tagen immer starker ein übler Geruch bemerkbar, welcher einem großen Pappkasten entströmte, der vor zehn Tagen ausgegeben, aber nicht wieder abgeholt worden war. Beim Oesfnen wurde die ganz m -Ver­wesung übergegangcne Leiche eines neugeborenen Kin­des gefunden.

Ter Schöneberger Kriminalpolizei ist es gegluckt, eine sechsköpsige Einbrecherbande sestzunehmen, die seit Wochen nächtliche Raubzüge unternahmen. In der Diebeshöhle wurde ein Lager von gestohlenen Gegenständen aller Art ge­funden, deren Wert etwa 30000 Mk. beträgt.

Im Nordseebad Altenbrück wurde in vergangener Nacht daS St r a n d h o t cl durch eine Feuersbrunst eiyg schert.

Ter Förster Adolf gab bei einem Zusammenstoß mit Wil­derern im Walde bei Kotzenroth einen Schuß ab, durch den ein Wilderer so schwer verletzt wurde, daß er bald darauf st a r b.

Letzte Nachrichten.

Die hessische Besolduugsreform und die Erste Kammer.

bs. Darmstadt, 4. Oft. lieber die Sitzung de8 erweiterten Finanz - Ausschusses der Ersten Kammer ist folgende amtliche Erklärung erschienen:

Wenn die zu erwartenden Vorlagen über die Besol­dungen der Staatsbeamten und Lehrer weitere Mittel erfordern, als sie das Gesetz vom 17. Juli 1912 erforderlich machte (etwa 2 Millionen Mark), können sie auf eine Zustimmung des Au S- schusseS nur dann rechnen, wenn gleichzeitig die Deckungsmittel nachgewiesen ,werden, die wohl zu einem erheblichen Teil durch weitere Ersparnisse in der Staatsverwaltung aufgebracht werden können, und im übrigen so gewählt sein müssen, daß durch sie die gesunden Grundlagen, auf denen die StaatSsinanzen beruhen, nicht in einer Weise angetastet werden, die auf die Dauer zu einer Benachteiligung der staatlichen Jnteresien führen muß.

Ein englisches Unterseeboot gesunken.

Dover, 4. Oft Das englische Unterseeboot B. 2 ist von einem amerikanischen Uebersee- dampfer gerammt worden und gesunken. Die aus 14 Mann bestehende Besatzung ist ertrun­ken. Nur der zweite Offizier ist gerettet.

Kinder-Mäntelchen, -Jäckchen, -Häubchen. A. Salomon & Cie. (a4/t

Gerichtrsaal.

q Breslau, 3. Okt. Ein umfangreicher Buchmacher- prozcs; beschäftigte dic hiesige zweite Strafkammer, vor der sich 19 Personen wegen Buchmacherei und gewerbsmäßigen Glucks spiels oder Beihilfe dazu zu verantworten hatten . Die £>eclc be« Geschäfts waren der Kaufmann K r a u | c und lerne Ehefrau, bic den Betrieb vollständig organisiert hatten und von einer .Hauptstelle aus, gewöhnlick) einem Gasthaus, leiteten, xic übrigen Angeklagten haben zum größten Teil als Schlepper gedient. Es befinden sich darunter Zigarrenhändler, Kaßiercr, Kellner, Schreiber und andere. Sämtliche Angeklagte bestreiten jebc Schuld Ein jeil von ihnen gab zu, auf Rennpferde gewettet haben, sic hätten aber niemals Wetten vermittelt und Geld für Renn, wetten angenommen. Der Angeklagtt Krcuffe macht geltend, daß ihm vor einigen Jahren cm 50 Mund schweres Stuck Mauer­werk auf den Kopf gefallen sei, wodurch er eine scküvere Gehirn erschütterung davontrug. Ter Hausarzt bc5 Slngcnagtcn bestätigL dies imd gab sein Gutachten dahin ab, daß Kraule für seine Handlungen nicht in vollem Umfange v er a n t wort- li ch gemacht werden könne. Ein zweiter Sachverständiger be­stätigte dieses Gutachten. Der Gerichtsarzt glaubte jedoch, daß bei dem Angeklagten die volle Zurechnungsfähigkeit noch vor­handen sei. Eine Reihe von Zeugen bestätigten, daß sie den An­geklagten Wettaufträge gegeben hätten. Verschiedene Zeugen sind durch die Angeklagten erst zum Wetten verleitet worden. Der Gerichtshof sprach einen Angeklagten frei. Krause erhielt einen Monat Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe, seine Frau, einen Monat Gefängnis und 1000 Mark Geldstrafe, der Mithelfer Schäfer 2 Monate Gefängnis und 4000 Mark Geldstrafe. 2ste übrigen Angeklagten kamen mit Geldstrafen baüon.

Gießen u. Omnebong, e.v.

Für Zirknsvlakatc ist

möglich Schaben zu nehmen. Sie scheuen den Tod nickt, aber sie sind cntscküossen, ihr Leben um den höchsten Preis zu ver-

Als Fürst Alexander am 19. November 1885 auf den Höhen von Sliwnitza zu den Offizieren seines t^neralstabes tagte: ,/..innc Herren, wir werden 16 000 gegen 2d 000 sein und stnr werden angreifen", da hatte er die militärudK Natur seines ^garen- volkcs, in dem, wie man sich erinnern muß, ein -tropfen noroifcken Blutes stießt, richtig erfaßt. So ost die grun-weiß-roten zahnen des Bulgarenheeres entfaltet werdeii, ist es die Maritza, unter deren Klängen sich das Bulgarcnvolk um sie ickart. ^.re Nl-aritza ist Kriegsgesang, Festwrise und Nationallmmne zugleich. , Sie bliesen die bulgarisdien Trompeten am Schipla, damals, als es noch gar kein eigentliches bulgarisches Heer gab, sondern cuuadj jeder bulgarisckie Mann, der imstande war, Waffen zu tragen, zu den russischen Regimentern stieß und mit lanahidxmi Un- gestüme gegen den alten türkischen Erbseind fämprte. 2.1c Icantza ist es auch, die jetzt wieder ertönt bald wird es sick entldiewen, ob die kurze, aber glänzende OVefcfiidne des bulgari'chen .Heeres m eine neue große Epoclfe eintritt.

der Unterzeichnende der Meinung war, die Urkunde gebe die bestimmten vorausgegangcnen Pertraasberedungen wieder, ober wenn in der Urkunde eine bestimmte Klausel enthalten ist, die der Unterzeichnende in derselben nicht enthalten mahnte. £b ben Unter,itidmcnbcn hierbei etwa der Borwurf unvorsichtigen, fckiilb barten Verhallens treffe, sei für bic Anfechtung einerlei. Es gehe auck nickt an, ibn aus Rücksicht aus die Verkehrssicherheit in einem solchen Fall an seiner Erklärung festzuhalten. Habe also die Klägerin bei der Unterzeidmung nnrflid) geglaubt, nach dem Tod ihres Mannes in die Gesellschaft eingetreten zu sein und als Teil­haberin der Firma fernerhin zu bleiben, und habe sie das unter zeichnete Schriftstück nur hir die Anzeige des Todes ihres Mannes gehalten, bann habe sie sich über den Inhalt desselben nach § 119 BttiZ geirrt. Nickt anzunehmen sei, daß ihr der Inhalt des Schriftstücks gleichgültig gewesen sei, sofern nur ihr Sohn ihn billige und daß sie jedensalls das habe erklären wollen, was ihr Sohn zuvor geprüft habe: sie habe diesen vielmehr nur als Berater zugezogen. Würden ferner die Beklagten durch gewisse Acußcrungen die Klägerin arglistig in ihrem Irrtum bestärkt haben, so könnte diese Arglist neben dem Rat des Sohnes die Klägerin zur Unterzeidmung mitverursacht haben und die Anfechtung wegen Arglist nach BGB. 8 123 begründen Eine solche Arglist wurde sogar schon vorliegen, wenn die Beklagten die Unklarheit der Klägerin über die Rechtslage erkannt und trotzdem dazu gc|d)roicgen hätten, daß dieselbe wegen dieser Unkenntnis ein so wertvolles Vermögensstück, wie die Firma, ohne Gegenleistung ihnen aus- licferte.

Bd. 77 S. 309. . . .

Tie Witwe E., deren Ehemann mft zwei anderen m oRcner .Handelsgesellschaft eine Rasiermcsserfabrik unter ber Frrma E. u (So. betrieben hatte, hatte mit den beiden Gcsellsck>aftcrn ihres verstorbenen Ehemannes eine Urkunde unterzeidmet und dem Amts­gericht behufs Eintrags in das Handelsregister eingesandt des Inhalts, daß E. durch Tod aus der offenen .Handelsgesellschaft ausgeschieden sei, daß bic Firma von den beiden anderen . Ge­sellschaftern fortgesetzt werde, und daß die Umschreibung der tfirma ans diese und die Löschung des bisherigen Teilhabers E. un Handelsregister beantragt werde. Die Witwe E. hatte diese Er­klärung durch ihren Sohn durchlesen lasten und sodann, ohne sie selbst zu lesen, unterschrieben. Die Firma E. u. (So. genoß guten Rus und stellte einen erheblichen Vermogenswert dar. Die Witwe E. sodst demnächst diese Erklärung wegen Irrtums und Arglist an Sie wollte angenommen haben, daß es sich nur um Anmeldung des Todes ihres Ehcmansts handele auch habe sie geglaubt, anstelle ihres Ehemanns in die Gesellschaft eingetreten zu sein: die beiden anderen Gesellschafter hätten sie auch durch ge­wisse Aeußerungen arglistig in diesem 3TTtum befiarft. Sie er* hob mit dieser Begründung Klage auf Feststellung der Nichtigkeit ihrer Erklärung. Das Oberlandesgericht w'es die Mage ab; denn die Wistve E. habe die Urkunde absichtlich Nicht gelesen, vielmehr das imterschreiben wollen, was ihr Sohn vorher, ge­lesen und geprüft habe, und sich bewufzt einer eignen Prüfung begeben. Da sie jid) auf die Prüfung eines Dritten verlassen habe, lönne sie mit der Behauptung nicht gehört werden, daß sic bei eigner Durchsicht die Erklärung nicht abgegeben haben wurde. Die Sicherheit des Verkehrs verlange, daß sie in einem lolcben Falle ihre Erklärung gelten lassen müsse Das Reichsgericht erklärte diese Entscheidung für unrichtig. Allerdings,sei der Um­wand nid)t genügend, eine ungelesene oder unverlesene Urkunde blindlings unter]dmeben zu haben. Tenn wenn lemand eine Urkunde im Bewußtsein der Unkenntnis des Inhalts und ohne eine bestimmte Vorstellung desselben unterschreibe, fid) also deren unbekannten Inhalt uiiterwerfe, könne von einem Irrsinn, über den Inhalt nicht die Rede fein. Wenn und insoweit jemanb inbessen nadfweislick) über die Verhältnisse und dementsprechend über den Inhalt der von ihm imtcrid)riebencn Urkunde sich be­stimmte Vorstellungen gemacht habe, mit denen der Inhalt der Urkunde in Widerspruch stehe, dann liege ein Irrtum vor, der nack $119 BGB. geltend gemacht werden könne, also z. B. wenn

Giessen (Löbers Hof 6), den 3. Oktober 1912.

6645

Die Beerdigung findet Sonntag, den 6. Okt., nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhojes aus statt

Der Mobilmachungsbefehl ist erfolgt, nördlich und südlich vom Balkan ftrömen die Bulgaren ibrm Gestalungsplatzen M Selbst der flüchtigste Besuch in ewsia führt dem Reisenden die Tatsache vor Augen, wie sorglich Bulgarien tan Heerwesen pflegt. Auf den Straßen sieht man in großer Anzahl Offiziere und Sol­daten, und es ist nicht zu leugnen, daß der Eftckruck, ben ftcLroadjen, im ganzen ein günstiger ist. ^r bulga^cheewllmt ist sauber gehalten, kräftig, oft aros; gewachsen: unter den Qfti-ierm sicht man mehr als eine stattliche Mannergestalt, und drc kleidsame Uniform trägt schließlich das ihrige dazu bei, den günstigen Ein­druck zu verstärken.

Sämtliche Waffengattungen des bulgarischen Heeres tragen als Kopfbedeckung die bekannte .Lammfellmütze, die vom mit einem griechischen Kreuze von Messing geschmückt ist. Der Wasienrock ist dunkelgrün und von joppenarttgem Schnitte nrijrei Staben Knöpfckn.. Won derselben Farbe sind auch die Bemkleider, die weit gefaltet und in den Stieseln getragen werden. Will man den Eindruck, den Offiziere und Soldaten des bulgarischen XX?cre5 machen, mit einem Worte bezeichnen, so möchte man sagen, das; es Krieger gewordene Bauern sind, die man vor sich sieht. Das Bäuerliche spricht sich unverkennbar in den derben, kraftvollen Gestalten aus, denen auch die Kavallerieoffi-iere, obwohl sie es nach Kräften versuchen, keine Eleganz abzugewinnen vermögen. Tie militärischen Eigenschaften, mit denen das BulgEvolk von Natur ausgerüstet ist, sind hervorragende zu nennen. Der Bulgare siebt den Heeresdienst und findet sich schnell hinein. Er ist zähe und durck) die Bequemlichkeiten des Lebens nicht verwohnt. Er ist fleißig, sindig, praktisch, von gesundem Sinne, sittlich unver­dorben und ausdauernd. ' Die Kennzeichen be-o bulgari chen Sol­daten sind vor allem Entsdstossenheit, Behutsamkett, Patrwlismus und Angriffsgeist. Das letztere Moment ist für den Gang und die Entscheidung der kriegerischen Ereignisse von besonderer Wichtig­keit Die Bulgaren sind Angreifer von Natur, und zwar ist ihr Angriff von einer ganz besonderen Art. Sie gehören nicht etwa wie z. B. die Japaner zu fenen Pathettkern, die sich an dem Gedanken berauschen, den Tod fürs Vaterland SU sterben; sie haben nicht den berühmten, durch eine heroische Gesta durch eine feurige Ansprache oder eine hinreißende Persönlichkeit so leickst zu erweckenden französischen «Elan', sondern sie sind auck) als Soldaten nüchterne Realisten. Ihr Ziel ist ganz einfach: dem Feinde zu schaden, so viel wie mir irgend möglich, lo viele Feinde zu töten, wie sie nur imstande sind, und dabei selbst so wenig wie

fy*- Fl. MPs., tötet sicher <Vg Kopflaus m. Brut. Cttp Sckaas, Selterswea39 Fuc.öafcrniafhWänic, jg., seil, triaLtr. geschl., taub, ger., 7-12 Pid. LPsb.öO-SöPtg., vers. n. Postuacku. Ctto Panzer, Besitz - Sckillclwetcn b. («r. Friedrichsdors, £itor. ,6651

Todes-Anzeige

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 73|4 Uhr meine innigst geliebte Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Tante

Minna Häuser im fast vollendeten 29. Lebensjahre durch einen sanften Tod von ihrem schweren Leiden zu erlösen.

ganzen etwa 15 Familien, die sich als^zukünttige , Bewohner ^ringhausens am See gemeldet haben. Xie Parzellicrungsarbriten sind^bereits im Gange, -ter neu - der auch eine Kirche und ^djuje erhalten ^Mte, wll Berick innerhalb Iahressrist. aufgebau^ werden. ^Ulge gro^re Brmghäuser Besitzer haben stck zum Tnl ^<nls m Neu Bmck angesiedett, einige weiter gedenken Nlh,mReitzenhagen, .- ringhauscn und anderen Orten des Fürstentums nieder zu > .

Tie die sich noch Nickst entschlossen haben, müffen sich bceüen, denn öic Stunde, in ber fid) Die Wasser M ^beneto ubn ihren seitherigen Heimstätten schliesten wcrvm, n»«ktimmnnahm und näher. In Niederwerbe, das nur teilweilc.verschwindet, fiedeln sich die Betresfeiiden, ebenso wie ist Herzhausen, auf Berges WXa6nnau, 3. Oki. BetrSchtlitz W-ch seifSNchun g cn soll der seit Wochen von hier oendirounbene sohn des In­habers der mit zwei Millionen Passiven ^sammeng^rochenm Baufirma Job Heim Sack.begangm habem Di-- Vohe Idieser Wechselfälschungen wirf schon ,etzt mtt Na 000 Mart angegeden^ Es ist leider zu besürchten, daß der Zufammenb^uck Mit seinen Beglciterid-einungen noch weitere Kreise ziehen wird.

pflidituna zum Aushang. ^artoficl-Grobhandlung

(jt)57i Der Verstand. 1 Frankfurter str. 29. IbMb

Tagung öes veulschen Museums.

T München, 3. Lkt.

Der Ausschuß des Deutschen Museums hielt heute vormittag unter dem Vorsitz des Prinzen Ludwig m dm dtabcmie ber T-issen schäften seine neunte Sitzung ab. Vertretung der Rei^ tegierung war Staatssekretär Tr. Delbrück cridnenen, in Ber trrtung der bayerischen Staatsregierung Staatsminister Freiherr v Hertling und Freiherr v. Soden. Ex», v. Knilling begrüßte als Ehrenpräsident^ die Anwesenden im Namen.der baverischen Staatsregierung, sodann gab Reichsrat Oskar v. Miller den Haushaltungspian bekannt, Tr. Hermann Mo hm verkündigte bu Stiftung eines Planetariums, Geheimrat Dr- VÄlcy übergab im Namen von 32 beutfdjen Sdstsssreedcrn dem ^eittschen Miiseuni ein kunstvoll ausgeführtes Modell der.Metory , d^ mgliichen Kriegsschiffes in der «chladst bei Trafalgar. 2ie $er|amnuung besdüoß, im Ehrensaal des Deutschen Museums <z-erdinand toäyv- chau-Elbing ein Denkmal zu setzen: ferner wurde befchlonen der Kaiser-Wilhelm-Stiftung das Recht Cinzuraumen, em Mitglied in den Vorstand zu senden. Anstelle des Vorsitzenden bes Vor­standsrates Professor Tr. Klein wurde Gelximrat Exzellenz von Heigcl gewählt. Prinz Ludwig sprack) das Schlußwort.

AU5 der Rechtsprechung der Reichsgerichts.

VI.

Wann kann jemand, der eine Urkunde unbe­sehen unterschrieben hat die darin enthaltene Willenserklärung wegen Irrtums nach §119BGW ansechtcn? Entschdg. d. RG. v. 15. November 1911 m