162. Jahrgang
viertes Blatt
llr. 285
Erscheint tiglich mit Ausnahme de4 conntagS.
Das WeihnachlSfest naht
rozenk 1 <4 unter 4ob2', Meine oraun Presse gehörigen Schrift- lungen gibt > funhiac
und mit ihm
die Zeit, in der die Geschäfte mit gesteigerter Arbeit rechnen müssen. Möchten doch alle, die in der glücklichen Lage sind. Freude bereiten zu können, bedenken, baß sie durch frühzeitige Bestellungen lind Einkäufe denen eine große Wohltat erweisen, die in Laden und Kontor, in Fabrik und Heim schon jetzt unermüdlich fleißig die Hände regen, um allen Anforderungen zu genügen, die aber mit llcbcrnnftrengnng aller Kräfte arbeiten müssen, wenn die Bestellungen zu spät ein- gehen, die Einläufe erst im letzten Moment gemacht werden. Weihnachten, daS Fest der Liebe, soll nn5 die Herzen öffnen auch für diejenigen, die uns erst dazu verhelfen, Frohsinn und Freude um uns zu verbreiten.
Tie .,•{eftener $«wtHe«blätter‘* werden dem »Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, da- „Kreisblati für ben Kreis •iefjeH" zweimal wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- fraßen" erscheinen monatlich zweimal.
** Verbesserung der Beamten-Urlaubsver- , hältnisse bei den preußisch-hessischen Staats e i s enba hn e n. Durch einen Erlas; des preußischen Enenbahn- ministcrs ist eine Verbesserung der Urlaubsverhällnisse bei einer großen Zahl von Beamten eingetreten. Sie fjnnten nach den bis Lengen Bestimmungen nach Vollendung des <50 Lebensjahres ohne Beibringung eines är.itlirf en Zeugnisses einen über _bie regelmäßige Dauer hmausgcheiiden ErholungSnrlaub erhalten, Minister bat sich icfi damit einverstanden erklärt, bat) der »er längerte Urlaub künftig schon nach Vollendmig des,4.5. hebens jaleres bewilligt werden kann. Darüber hinaus ist zugelanen, das; Untcrbcamcen, die ausschließlich im inneren Dienst Bureau dienst, ZVal rfartcnaiiygabebicnit, Tclcgraplwndienst, Stellwerksdienst usw.) beschäftigt werden und deshalb errahningsgcnuin in ge fteigertem Maste einer Erholung bedürftig sind, der verlängerte Urlaub in geeigneten Fällen schon vor Vollendung des 4.5. Lebens jahres bewilligt werden kann. Daneben ist die Urlaubsdauer iür sämtliche Unterbeamten um L—2 Tage verlängert. Es ist ge treten an Stelle eines 6 und 8tägigen Urlaubs ein solch/r von 7 und 9 Tagen, an Stelle eines 8- und lOtägigcn Urlaubs ein solcher von 9 und 12 Tagen, an Stelle eines 8 und 12tägigeii Urlaubs ein solch 'r von 10 und 14 Tagen. Es können hiernach erhalten: Bahnwärter, Nachtwächter, .Wrantaircärter bis Mir Vol lenbung des 45. Leben siahvaZ 7 Tage, ünb nach dessen Vollendung 9 Tage; Maschinenwärter, Weichensteller 1. Kl., Packmeister, Lolomotivl.eizer, ^cumnänncr, Triebwagensuhrer, Schiffsheizer, Magazinaufseher, Fahrkartendrucker, Bureaudiener, Brückengeld cmncbnicr, Wagemvärter, Rottenführer, Weichensteller, Eisenbah'.i gehilsen und -Gehilfinnen, Brückeilwärter, Statumsschassner Psört iier und 2Milmsteigschasfner, Rangierführer, Schaffner, Matrosen bis Mir Vollendmig des 45. Lebensjahres 9 läge, nach dessen Vvllendnng 12 Tage: Werkiührer, Wagenmeister, Rangiermeister, Lademeister, Bahnhofsaufseher, Untcraniiienten, Falwlarlenai'.s- geber, Maschinenwärter, bei elektrischen Anlagen, Scemafchinen^ Wärter bis zur Vollendung des 4.5. Lebensjahres 10 Tage, nach dessen Vollendung 14 Tage.
Landkreis Gießen.
= Lich, 29. Nov. Bei der hier vom Verein für Volksbildung unter Leitung des Herrn Seminarlehrers Lorenz veranstalteten B i l d e r a u s st e l l u n g wurden für etwa 500 Mk .{Kunstblätter aus den Vorlagen von Teubner, Voigt länber in Leipzig und der Munstdrückerei Künstlerbund in Karlsruhe verbreitet. Die Unkosten wurden gedeckt durch den von den Karlsruher Verlag gewährten Rabatt und den aus einer Verlosung sich ergebenden Ueberschust, so das; noch ein schöner Gewinn der Vereinskasse verbleibt. Von hier gingen bie Bilder nach Jugenheim in Rheinhessen. Neben dieser Wawderbilderel sind zurzeit noch zwei andere glcidycr Art in Hessen tätig, öic Volksbildungsvereinen oder sonst für Verbreitung künstlerischen Wandschmucks und künstlerischer Volkserziehung sich interessierenden Personen zur Versügnng stehen. Tie Bilder «»erden frei bis zur Bahnstation geliefert. Eine der Bildereien wird am 2. Advent in einer Gemeinde bei Gießen ausgestellt sein und kann für die folgenden Sonntage noch vergeben werden. Auskunft erteilt Pfarrer Meisinger in Fränkisch Crumbach-Odenwald.
Samstag, 50. November 1912
Rotationsdruck und Verlag der Brübl'lcheu Universität' • Buch» und Siemdruckerei.
R. Lange, Gießen.
Kreis Lauterbach.
~ Lauterbach, 29. Nov. Tw seit einigen Jahren an der hiesigen Volksschule bestehende wohltätige Einrichtung, ärmeren und schlecht genährten Schulkindern während bei Wintermonate ein warmes Milchfrühstück unentgeltlich zu verabreichen, besten Kosten durch namhafte Geldsvenden seitens der Stabt, der Bezirkssparkasse und privater Seite gedeckt werden konnte, ist auch in diesem Winter infolge reichlicher Zuwendungen vorgenannter Geber und eines Ueber-
ft Gesamtheit der Privatgelehrten, der Schriftsteller inner> Salb und außerhalb der Presse, her Redakteure und joumahmito Berichterstatter usw. betrug im ^>ahre 190/ 8eo3, darunter 89- meibliche, also 10 Prozent. An den einzelnen Teilen^_bwicr Gruppe war der Anteil der Frauen vcnchiebcn groß, öur bte Mitglieder der Presse betrug er 3,8 Prozent (174 unter 4o62-, ttur die Privat gelehrten unb nicht zur —
Tpeller 17 Prozent (718 unter 4191).
Aus OcHcn.
Bom GkfehgebiingSauSfchuß.
65. Darmstadt, 29 Nov Der Zweite Ausschuß bat heute nachmittag seine gestern unterbrochene Sitzung wieder ausgenommen Ter bereits gestern beanstandete Passus über bie Wahlberechtigung in dem Gesetzentwurf über Aenderung des Gesetzes über die Handelskam mern wurde non den Ausschustmitgliedern einstimmig: ab gelehnt, da dadurch die Gefahr geschaffen werden könnte, baß die Kammer einen Teil ihrer Rechte einbüße. Ter Antrag, die Eingemeindung Kostheims zu Mainz betreffend, wurde genehmigt. Berichterstatter in dieser Sache ist der Abg Reh. Ter Gesetzentwurf über die Heran ziehung der Grunbstückseigentümer im Gebiet der Süd- und Südwestfront zu Mainz zu den Kosten des Straßen- geländeerwerbes wurde angenommen.
ff. Vom etrauBcnfebcrmarftc. Tic Straußen- fcbcrbänblcr der gesamten Welt lenken in diesen Tagen ihre Schritte zu dem internationalen Strauß.enfcdermarkte, der alljährlich um diese Zeit in London üattfinbet. London ut der Mittelpunkt des mternauonwlen Straußenrederhondels. Tort bringen Schifte jahraus, jahrein Straußeniedern, sorgfältig in langen hölzernen Kästen verpackt, die von Sachkundigen nach ihrer Güte für den großen Strauß,enicbemmarkt, der einmal im Jahre, unb zwar Ende November ftattiinbtt, ausgesvndert werden. Ta gibt es ülb- teilungcn für bie weißen Flügelfebem bes männlichen, Tieres, für bie schwarzen Kör per federn, für bie lanbfarbenen Schwanz- iedern, für die grau gesprenkelten Flügel sichern des Weibchens, für feine bräunlichen Körperfebern, unb außer biesen Hauptabtei- es unzählige Um er klassen, in denen in diesen Tagen kundige Käufer herumstöbern werben. Nach bem Berhälmis von
Redaktion, Expedition und Druckerei: Scknil- (trabe 7. Expedition und Verlag: ey^>5L Redaktion:^»Sl 12. Tcl.-Abi-Anze,gerGießcii.
Ocer uud Flotte.
Admiral Sieget f-
Der am 22. November zu Braunfels an der Lahn Jieftotbenc Admiral Siegel gehörte noch den kleinen An ängen der deutschen Marine an, und das; er ihr stattliches Wachstum erleben und daran in eigener angestrengter und rielseitiger Arbeit teilnehmen durfte, war der Stift; und die Freude seines Lebens. Zn hervorragenden Stellungen lat er unserer Flotte große und anerkannte Dienste geleistet. Zuletzt hatte er längere Zeit den verantwortlichen Posten des deutschen Marineattachös bei der Botschaft in Paris inne, und durch seine feste wie gewinnende Persön lichkeit hat er wesentlich dazu beigetragen, die Beziehungen wischen Deutschland und Frankreich auch in schwierigen feiten in geordnetem Gange zu erhalten, ja zeitweise bis ur Grenze freundlichen Entgegenkommens zu verbessern, geileren Kreisen ist Siegels Warne bekannt geworden durch ic Auszeichnung, die ihm zuteil wurde, auf beiden Haager striedenslonferenzen das Deutsche Reich als Marine-Delegierter vertreten zu dürfen.
Neue Luftschiffe vom Parsevaltyp?
Die „Berliner Neuesten Nachrichten" hören, daß die Heeresverwaltung demnächst neue Luftschiffe vom Parsevaltyp bei d^r Lustfahrgcsellschaft in Bitterfeld bestellen wird.
schnsteS au6 dem vorjährigen Elternabend in der Turnhalle möglich geworden, so daß etwa 60 Kindern je 1 4 Liter Pu Ich täglich verabreicht werden kann. Außerdem machen noch eine Anzahl bester gestellter Schulkinder gegen Bezahlung von der Einrichtung Gebrauch. Tic durchschnittliche Menge der in lebcm Winter verabreichten Milch beträgt etwa 4200 Liter.
Angebot unb Nachfrage, soweit man es bis jetzt oorausfehen Fann, zu urteilen, wird sich in diesem Fahre ein Pfund guter Straußenfedern auf etwa 1000 Marl stellen Welchen Preisschwankungen Straußenfedern unierworfen sein fonnen^ngt bie Tatsache, daß vor einigen Jahren für ein Pfund guter Straußenfedern annähernd 1700 erzielt wurden. , Der Fahresinnsatz an Straußenfedern beläuft sich auf ungefähr 6 Millionen Mark.
fi. Frauen für Schweine. Das Innere Neuguineas ist nahezu noch jungfräuliches Land für ben Europäer: h:nn nur wenige mutige unb unternehmende Forsckwr haben es bisher gewagt, in die unwirtfame Wildnis, bie von unvergleichlicher Schönheit sein soll, vorzubringen Tiner der wenigen, wenn nidit ber einzige, dem es vergönnt war, fick wenigstens einigermaßen,mi. Land und Leuten vertraut zu machen, hi der englische Forscher R. W. Williamfon, ber in ber Königlich- Anthropologisckien Gesellschaft zu Loudon lüngft über seine Erlebnisse berichtete und dabei hübsche Einzelheiten aus dem Leben eines originellen Volksstammes, des Mckco-Volkes,-zum besten gab. Manch „unterdrückte" Europäerin, insbesondere aber wohl die Frauenrechtlerin, wird sich zu ben Mekeos hinwünschen, wo bie Frau unvergleichlich hoch, jt ebenso [-.öd’- wie das Nationalster, das Schwein, geschäht wird. Eine Heirat ist deshalb in noch weit höherem Maße als bet uns eine Hauvt und Staatsaktion, wobei Frauen und Sck»r-'i'w selbstverständlich die erste G-eige spielen. Natürlich hat ber Medizinmann bei ber Ehe auch ein Wort mitzusprechen: beim die beiden, bie sich in E hefeff ein schlagen lassen wollen, flehen zuerst zur ausgehenden Sonne um Beistand, unb ein ^wirksames Gebet kann nur ber Medizinmann weiter vermitteln. Die gan:c Famili. des zukünftigen Ehegatten befleißigt sich, die Braut t it Gescheuten zu überhäuft«, worunter hübsche Schmuckstücke natürlich die begehrtesten find Aber diese Geschenke erhält nicht die Brau: selbst, sondern — ihre Familie. Der eigentliche Wert der Braut jedoch wird mit Schweinen aufgewogen. Eilt hübsches Mädchen ist viele Schweine nxrt: aber die Etikette der Mekeos ü erbiet et es, inbezug auf bie Ehe vom Schwein zu reden. Sind sich die Familienhäupter einig darüber geworden, wieviel Schweine das fVtiibel wert ist, so machen die Familienangehörigen ber Braut einen Schemüberiall auf bie Schwemeherden ber Famili' des '«künftigen Ehegatten unb rauben die ausbedungene Zahl bei lockeren Vierfüßler. Erst bann beginnen die eigentlichen Hoch- zeftszeremonien, die in einem Tanze, dem sogenannten Schweinetanze, ihren Gipfelpunkt erreichen.
Da zu jeder Kulturarbeit die Sorge für bie Gesundheit des Volkes ein notwendiges Postulat bildet, so mag hier neben dem Anteil der Frau am Unterrichts und Bildungswesen auch ihre Mitarbeit im ärztlichen Berufe in Betracht gezogen werden. Sie betrug 0,6.5 Prozent. 195 Aerztinuen wurden im Fabre 190, gezählt, denen nicht weniger als 29958 männlich Kollegen gegen überstanden. Der Vollständigleit halber sei noch auf bie 165 meib lieben Zahnärzte unter einer Gesamtzahl von 3058 hingewiesen (5,4 Prozent. lieber ben Prozentsatz her Frauen in den verschiedene« künstlerischen Berufen können wir leider keine Angaben machen, da die hierzu erforderlichen Zahlen nicht vorliegen.^
Als Endresultat unserer Untcriudmng ergibt sich, daß im Fahre 1907 unter 322 276 Personen, deren Wirkungskreis in Unter- richts- unb Dildungsanstalte«. im schriftstellerischen, journalistischen, wissenschaftlichen und ärztlichen Benn? lag, 'ich 91 756 Frauen beianden, die 28,5 Prozent der Gesamtheit bildeten. Lvmft steuerten die Frauen, selbst ohne Hinzurechnung der oben erwähnten, statistisch nicht nachweisbaren Leistungen einen ansehnlichen Teil zur Kulturarbeit des bcutüben Volkes bei. Daß sich ihr Anteil au dieser in den fünf seit der letzten Berufszählung vergangenen Fahren verringert hat, ist nicht anzunehmen. Als den Haupt- gegennanb der kulturellen Frauenarbeit muß man bie Fürsorge für die Ausbildung bes heranwachfenben Geschlechtes bezeichnen, ba etwa 97 Prozent ber hier gezählten Frauen ihren Wirkungskreis m Unterrichts-, Bilbungs- und Erziehungsanstalten finden. Ebne Frage entspricht auch dies Gebiet der weiblichen Eigenart am meisten und gewährt den Frauen ein sich immer erneuerndes, lohnendes Arbeitsfeld. £■ «•
Lrcrrren-Fcnillcton.
Tcr Francnantcil an kultureller Arbeit.
Teilt man b;c Gesamtsumme der von einem Volke geleisteten Arbeit nach ihrem Endzwecke in Gruppen ein, so nnbet man, dav eine AnmN von Betätigungen und Leistungen verschiedenster AN bie gemein«! fttliche Aufgabe erfüllt, ber Verbreitung unb .vor berung ber Miltur zu dienen. Ter grötzte Teil buier fulturrllcn Arbeit wird in Deutschland von den Mmnern geleistet, dock) steuern auch die Frauen bereits einen erheblichen Anteil dazu bei Es ist nun keineswegs leicht, die Summe der hierher gehangen Frauenleistuuaen richtig abzuschätzen ober gar burch Zahlen nach- zweisen. Denn die l.-'fteren quittieren nur über diemiBeruiS- lebcn ausgeübte Tätigleit. Sie tahai weder bie Kulturarbeit, welche bie Frau durch Erfüllung uneittgiMlirf) ober ehrenamtlich übernommener Pftickucu leistet, «odi jene, btc |ic im eigenen ’oauic als Erzieh.iin ihrer Mi über vollbringt, dagegen ist ihr großer Anteil an der beruflich ausgeübten Erziehungs- und Untcrricht^- lätigfeit uad.rcivbnr unb zwar mit Hilft der Aschen Reick)s- Gtatiftif. Leiber gibt bie letzte Berufszahlung^iir bas Deuftchc Reich über bie Entwicklung ber letzten Tunf ^ahre keine Aus- flinst, beim sie stammt bereits aus bem 3al)re 1907. unb
bie folgenden Zahlen entnommen, die den Anteil der .vraucn an einigen hiltunörberubcn Bemfsgruppen beleuchte« mögen.
Betradsten wir in erster Reihe bic 3um Unterrichts- bungswesen zäisteube«, so finben nur, daß iw vsahrc 1907 die Summe ber an deutsch.m Uuterr,d ts- unb Bildungsanstalten als Direktoren unb Lehrpcrional mirieuben '^wre der Lrivat-
i?brci- insgesamt 27.5 940 betrug: darunter bennden ftch bJOM ixeiblidK,' also 32 Prozent. Zum Verwaliungsverfvnal obiger Anstalten stellten die Fraueit 3,.b Prozent aUci ^ftigestelltm, nämlich 1077 unter 2863. Geringer war ihr Änteil an ben Arbeiten in Bibliotheken, wisseiiid.aulickeii und M-unmammlungni. Dir finden unter beit 440 don angestellten Perionen iiur 28 grauen e-lio 6 4 Prozent unb 25 Prozent unter dem dazu gehörigen 3emattung5pm-onal, nämlich 318 unter 1264 Personen beiderlei
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesien
übertragen. Die Lieferung von 'Ltcinzeugroi.ien wiro ven .vi <h 9dwar3 Söhne, W. Reuß und Th. Mörschel übertragen. Lieferung von Zeinentröhven, soweit sie vorrätig find,'den ,yirinen 3 L.ern-Gießen, G. Sd'warz Söhne unb Dilerhofi übertragen. Was bei biesen Firmen zu ben benötigten 880 Metern nicht aur Sager ist, soll 'von btT Finna Böckel in Friedberg anaeierligt und geliefert werben. Die Eisenwaren liejcrn Balli.i Lppeuheimer und Grodel Söhne. Tie Lieferung von Piellüeinen wirb H. Bingel für 397 Mk. übertragen. Zn Mitglied.'rn bes Bor- stanbe-'i des Manalisalions Zweckverbanbes werden die B igeord- neten Falk unb Windecker, zu Stellvertretern die -tadlverord- neten Dietz unb Valentin bestimmt. Die bereits bcidiloncnc Errichtung eines Krematoriums soll jetzt ausgesührt werben, öod* sollen von einigen Mitgliebern bes Ba uausf cku ft es v e r' ckieo ime derartige Anstalten vorher eingesehen werden Lie Bervachtung des städt Geländes „Kubweide" im 5tabt'cil Fauerback ie!l uodp mals eriolgcn, weil bie Taration bei beviersten Versteigerung md>t erreicht ivorben ist. Die Stücke sollen einzeln unb bann im ganzen aue geboten «-erben. Nachgebote n erben nicht mehr angenommen.
Die von ber Stabt benötigte Auleihewon .K)01)00 Mk. soll bei ber Lanbeshnpothekeubauk entnommen werden. Die Verzinsung beträgt 4,15 Prozent. Tilgung 1' - Prozent. Einmalige Mosten 2> > Prozent. Die Anleihe ist für 10 Fahre unkündbar.
Ans Stadt und (and.
ßjicr.en, 30. November 1912.
** K u 11 ft ü e r c i n. Die neue Ausstellung bringt eine große Sammlung bes hessischen Malers Johannes Li ppm an 11, ber hier nicht unbekannt ist, aber bereits seit 12 Fahren die Kunstausstettuug nicht beschickt hat. fippmann, der mit seinen Arbeiten aus allen größereit Austeilungen mit Erfolg vertreten war, wirb auch hier mit einen Arbeiten das Fntercsfe aller Knnstfreunbe gewinnen lud) der hier gern gesehene Künstler Ernst Bieber mann-Fena hat nach langer Pause die Ausstellung mit einigen Bildern beschickt. — Ferner fanden noch einige Bilder „D c r W erdende n", einer Anzahl junger talentvoller Künstler Münchens, in ber Ausstellung Aufnahme Tic Ausstellung ist täglich mit Ausnahme des Samstags geöffnet.
" Der Beginn ber Wa lk iirc-?lu sfuhrlin g am nächsten Mittwoch ist nicht um 6 Uhr, wie ursprünglich festgesetzt war, sondern um 6H. Uhr. Die Vorstellung enbigt nach 10'/, Uhi'.
*• Automatischer Büche rverkanf. Der preußische Eisenbahnnuiuster hat einen Antrag bes Vereins deutscher BahnhofSbnchhänblcr genehmigt, baß außer bei bekannten Rcklamheften auch mibcrc gifte nnb billige Bücher zn 20 Psg., .50 Psg. nnb 1 Mk. durch Automaten verkmift lucvbcn dürfen Die BücheivcikausS-Aiitomaten sollen ans Stationen mit Bahnhossbnchhandel, jedoch nur im Einvernehmen mit bem BahnhosSbnchhänblcr zugelaften werben. ________
KreiS Friedberg.
L. Friedberg, 29. Nov. Fn ber heutigen Sitzung ba: Slablvcrordnctcn gab Slabiv. Damm eine Erklärung ab, bie den Standpunkt bcrffnigen Stadtverordneten darlegt, die ui ba vorigen Sitzung zu den Anssührunaen des Ltabtv. L.'udstgens nickt das Wort ergriften liabcn. Es geht daraus d.'rvor, datz diese Stadtverordneten mit den Ausiül.ningcn des «tadtv. ^cumt genü nicht in allen Punkten einverstanden find Ern Umbau an dem Hause des Bäckermeisters Rosenthal ivirb nicht bcanitanbet.
Von ber Stadt Bad Nauheim sind sür die dortige G'markung die Banilnchtlinien* an der neuen Mrcisftras e nadi Nanhenn test« gelegt worden. Auch für die Friedberger Gemarkung füll Jiw Anschluß hieran die Festlcgnng der Baufludülinie cnolgeii. Air Strafe von ber Frankfurta Straße nadi bem Aaubatram loll Gutendergstraßc benannt nxrbcn. Der Antrag, den Namen „-d* ftäbter Gasse", die sie als Gewannweg seither Halle, bc^nbewltcn, wird abgelebnt, weil bereits eine Llstädtcr Straße besteht. r.ic S-erHeilung ber Strafe soll erst folgen, wenn ud) cm Bedurfttis 1 icriür herausstellt Die Dieser!egung ber Bismarckttrape imrp beschlossen unb ber Plan unter der Bedmgimg gcneVmigt, ball mit ben Angrenzem eine Einignnq ivegen ber Motten ervclt ivirfr tzlui Antrag ber evang. Kirchengemftnde soll an dem nordöstlichen Teil des >tirchcnplatzes ber Fußsteig tiefer gelegt nnb eine llcber- iahrt Lergcflcllt werb.'«. Die Kosten trägt du Kirchengemembe.
Dem Antrag des Lehrerseminars, das bürd' Verlegung des Mnicnms frei werdende Rulhfde Hans zur Einrichlung einer Seminarschule abzugeben, wirb gegen eine j ibrlidie Mielenlsdnbi- gung von 900 Mark enlsprodwn Der gcswb.'rtc Umbau wttet nach bem Voranschlag .5000 Mark. Die Summe toll für Ber- zinsung unb Abrentung mit 6 Prozent verzinst werben und auch Gewähr daiür geleistet werden, bar die Schule dann längere Zeit darin verbleibt. Die Unterhaltung des Gebäudes geidieht zu Lasten d-r Stadt. 2ie Beschaffung einer Wanduhr iiir tut Mustersd»ule wird dem Bürgermeister übertragen. An zwei Stellen find nod) Transformatorenstationen zu errichten, bie m öifentlid'e« Wcbäubeii nicht imtergcbradit werden lomieit. Es frtrb beschienen, ein Transformatorenhäuschen in, Armenhaus in der Vorstadt für 2000 Mark zu errichte« nnb eine zweite Station an ber Mainzerlor-Anlaac umerirbifd zu Icieii. aci BanausfclmK wirb mit ber Ausführung bcaiiicra.lt.
Manalarbeiten entlang des neuen Bahnhofs wird die »anallegmlg ber Firma Paul Sd'mibt Sohn, Franlmri a.'M., tur ■>■>- '-'ik.
Tie Lieierung von Steinzengröhren wirb den Firmen
•- 1 Die
Hessen-Nassau.
[] Marburg, 29. Nov. Gestern war es ein Fahr, baß an Stelle ber Pierbebahn bie elektrische Straßen- b.o () n in Betrieb gesetzt rourbe. Die Gesamteinnahmen betrugen rund 81 211 Mk., bas ist etwa bas Doppefte, wie man erhoffte. Demnächst bürsten auch bie neuen strecken «ach bem Snbbahnhot unb in bic Oberstabt bi§ in bic Nähe beS Marktplatzes in Betrieb gesetzt werden können. — Die


