Ausgabe 
5.2.1912 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

162. Zahrgang

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Büöingen: 8-rnspr-ch-r Nr. 269 6e|diäftsfttDc Vahnhofjlrahc 16

V. DonniltnflS V llljr.

Die heutige Nummer umfahl IO Seiten-

7.70

Londorf.

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Anwejenh.ft von Schieserstaub sehr erhöht

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Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen-

In Nom wurde die Internationale VI u e ft c (- für soziale Hygiene in Gegenwart de2 Königs und

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Üet =16,40^, mit bet AM7 16 Ticntztag, in |ö 2 Uhr, bei / >ie Eröffnung m erschienenen Sirte ledini,ungen föm chlagSsrist 3 iw

jtr 6ir6fner Lnzeige, täglich, außer

EimuagS. - Beilagen: , .mal lüovt'eiiilidi A.ienerFamiliendlälter tinol wödieiul.KitiS:

vteitcrs allmählich vollkommen schwarz, die des Elfenarbeiters »8 gesprochen rotbraun werden, was durch Leichenbefund beflaftgl l-icbc.

Die ielltsche t)ceres= und ziottcnoorlage.

Tem am Mittwoch nächster Woche zusammenlretew >tn Reichstag werden neben dem Reichshaushalt für 1912 <- großen Gcfctzcutwürfcn die neuen Wehrvorlagen zu yten, die dazu berufen find, die deutsche Wehrmacht zu Janbc und zur Lee in einer Weise zu verstärken, das-, iid jtber Gegner noch mehr als zuvor scheuen wird, mit Deutsch ^>d anzubinden Es sind diese Vorlagen das A und £ der formenden Reichstagssession, so das; es nicht Wunder neh Vn darf, wenn der Kaiser diesmal in höchst eigener ^<rson den Reichstag mit einer Thronrede eröffnen D-! in der die Ankündigung und Begründung der Wehr rcrlagen einen breiten Raum beansprucht, und der Reichs fünfer ihre möglichst einstimntige Annahme vorbereiteu Zull, indem er in den ersten Tagen der Woche B e s p re ch ,ngcn mit deli führenden Parlamentariern il!fc bürgerlichen Parteien, auch hinsichtlich der Deckungs ^staqe, abhält

lieber die beiden Wehrvorlagen ist bei dem hohen In Dresse, das das deutsche Volk an diesen Gesetzentwürfen jrimmt, schon so viel durchgesickert, das; man sich von ihnen

ein allgemeines Bild machen kann. Ta aber kr Bundesrat bisher über die Vorlagen noch keinen Bc Mus; gefaßt hat, i)t es möglich, das; unsere Jnsormalionen v Einzelheiten von dem tatsächlichen Inhalt abweichen, kenn auch das Gesamtcrsordcrnis für die Heeres- u. Flotten frrftärfung in Höhe von jährlich mehr als 10 0 M i l fronen Mark auf Grund einer Meldung der gewöhnlich l-gut unterrichtetenF-rankf. Ztg." schon sestzustehcn scheint, rne Lumme, die durch neue Steuern ausgebracht werden uuß, während die einmaligen und außerordentlichen Aus zaben auf Anleihe entnommen werden sollen.

Für die Annahme der beiden Wehrvorlagen ist trotz kr HO Sozialdemokraten eine aus Konservativen, Zen trum, NationaUibcralen. Fortschrittlern usw. bestehende Äehrheit im neuen Reichstag vorhanden. Rur über die Tcä u n g s f r a g c ist man aus der rechten und linken Leite bc« Hauses geteilter Ansicht. Auf der Linken plädiert man 1ur direkte Reichssteuern, doch ist es wegen der durchaus M.oeudigen Rücksichtnahme auf die Finanzen der Buiv besstaaten schwierig, solche ausfindig zu machen. An eine SttchSzuschlagsteuer auf alle Jahreseinkommen über 500: Ncrk, die nur unwesentliche Erhebuugskoften verursachen Lande, ist bei der Verschiedenheit der Besteuerung in den euv einen Bundesstaaten nicht mehr zu denken, und der Einführung einer Rcichserbschasts- oder Nachlaßsteuer, Wit ft Bülow plante, widersetzen sich nach wie vor Konser- fcatthc und Zentrum. Dieses wohl nicht grundsätzlich, sou fctri nur aus einem gewissen Solidaritätsgefühl mit den

ter Königin, sowie mehrerer Minister feierlich eröffnet. Ter irüljere Minister Guido Baccelli hielt die Festrede, worauf der Unterrichtsmiuister die Ausstellung für eröffnet erklärte.

Keine faulen Gier mehr! Der Gedanke, di' Rönt ccnbunf.Icud tung der Körner aut Gier anjurcenben, ist wahr.ich eines Kolumbus würdig. In England hat der Verein nationaler Geflügelzüchter durch diese M.ibobe es den .vänblern unmöglich uemad r, faule Eier künftig noch i t den Sandel zu bringen. Dieser »egen--reiche Verein, der über 40 Niederlagen in 18 verschiedenen Grafschaften verfügt, und letzt ein Generrldepot in London cin- (icriditct hat, terforgt die Hauptstadt lt.- jetzt wöchentlich mit 200000 Giern. Man hofft, diese Zahl schm im Mär; aut eine Viertel Million und später sogar bis aut eine halbe Million bringen zu können, lauter garantiert Li che, tadellose Gier. In bent neuen Depot in Londm ist ci.u Art Dunkelkammer einge> ndtei In dieser bciindet sich tine dunk.e La.erne, in der ein Loch in Größe und Form eines Hülmectt s offen ist. In dieses Loch wird das Ei gehalten und mit elektrischem Licht durchleuchtet. Bei frischen und gesunden Eiern kann man klar hindurchsehen, sie ersd-emen beinahe völlig transparent. Ist ein Ei fehlerhaft, so

Hein a ret *: monatlich IM vicriel- iäln l'ch Mk. 2.20. durch Ablwle- il Zweigstelle»» monatlich 65 ilf.; durch die Volt Mk.2. inend- iährL auslchl. Veuellg. Zeilenpreis: lokal 15 bi, aueioärt» 20 Vteuuiq. E heiredakteur . A Goeq. Verautwoitlich fiii den Solitiicheu Zeil: AuaUst wetz; für .Fenille» ton',.Veruufchtes' und

gung die Heeres- und Flottenverstärkung ablehnen, in Kunlto Deckung durch direkte Steuern aber wird sie sich wohl auf die Leite der Liberalen stellen. So ergibt sich eine sehr eigenartige Konstellation, und es wird dann von der Regierung abpängen, ob sie die ihr von der bisherigen Opposition angebotenen WO Millionen annimmt oder nicht.

Was nun die beilwn Vorlagen selbst anbetrifst, so scheint es bei der .Heeresvorlage festzustel^n, daß diejenigen In- fanterieregimcnter, die bisher der dritten Bataillone ent behrten, solche erhalten, und daß aus den über den ord- nungsmäßigcn Etat l.inausgehenden einzelnen Armeekorps durch Abgabe der überschüssigen Truppen neue Armeekorps gebildet werden. Cb zwei oder drei, steht allerdings da-- hin. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß es sich nur um zwei Korps handelt, von denen das eine sein General- lvmmando in Alienstein, Cpr., das andere in Freiburg i. B. erhielte. Diese Neusormationen machen erstens die Er­richtung verschiedener Stäbe notwendig, dann aber bringen sie, von der Schaffung weiterer technischer Truppenteile abgesehen, auch leider' eine Herabminderung des Mann- schaftsbestandes der Kompagnien mit sich, um eben die Dritten Bataillone zu bilden Tas setzt, auch wenn jede Kompagnie nur 10 Mann 'abgibt, den Werk der Friedens Übungen in gewissem Maße herab, wenn man nicht unter Beibehaltung, ja, Steigerung der Formierung von Reserve Regimentern im Sommer zur Wiedereinführung der Ersatz- icfervc-Ausbildung im Winter schritte. Das scheint auch geplant zu fein, denn anders lassen sich die Mehrsorderuugcn ür die dauernden Ausgaben, selbst wenn man die Ver­mehrungen der Maschinengewehrabteilungen, der Luftschif- er, Telegraphen- und Eisenbahnbataillone usw. in An­schlag bringt, nicht erklären. Rechnen wir für die Heeres- organisalion von einer wirklichen Vermehrung des Friedensstandes ist wegen des bis zum 30. März 1916 laufen­den Quinquennatsgesetzes nicht die Rehe 50 Millionen Mark, auf die Kosten der neuen Marinevorlage deren 25, so bleihen immer noch reichlich 25 Millionen übrig. ,

Was nun die neue Flotten Vorlage anbetrifst, so ist die Meldung, daß zum Ausbau der deutschen Flotte mnerhalb sechs Jahren die Bereitstellung von 360 Millionen 'Wart berweckt ift, wohl direkt von der Hand zu weisen. Man will vielmehr die Schlagkraft der deutschen Flotte ,ür den Augenblick nur dadurch verstärken, daß man erstens Das dritte Hochseegeschwader (Reservegeschwader) mit seinen

Anzeigenteil: H. Beck.

wird, wobei jedoch zu betonen ist, daß die Einatmung von reinem Kohlenstaub als nicht gesährlid; cj.i, bildet den Uebergang von den organischen zu den anorganischen Stanbarten. Gipsstano ist minera i d er 'Staub, der jedoch weniger verletzend wirti. ^m übrigen wirft in allen nur einigermaßen erheblichen Mengende sundheitsschädlich n ineraln'cher sowie melallifdter Staub. Der ammalifdc, der vcgeta.i.ische und der mineralische Staub sind Staut arten, die nur in geringem Grade einen Reiz hervorrutc.i. Bei diesen Staubarten erfolgt der Rii; auf die Schleimhaut da­durch, daß sich die Staubarten sest cinUgern und nur schwer ans der Lunge wieder zu entfernen sind.

Der dürft) Einatmung oder Verschlucken chemisch wirkende Staub gehört gleichfalls zu den anorganischen Stanbarten: Line spezifische, dem menschlichen Organismus feindliche Wirkung er- lolgt durch Vergütung, wobei die Gestalt der Staubteilchen feine Rolle spielt Ter giftige Staub gelangt beim Atmen durch dic Mundhcbie in die Lunge ober mit dem Speichel in den Vcr- dauungskanal, wird in beiden gelöst, und die Vergiftung ist fertig.

Sin völliger Sftmtz gegen Staub ist unmöglich. Tritt jedoch der Staub in'solftren Mengen aut oder ist er so geartet, daß er geiäl räch wirft, so müssen entsprechende Vorrich.ungen anaeordnet werden, die entweder den Staub unschädlich machen, oder das Einatmen verhindern.

her Pferde fallen und der Anblick der Kinder mit einer eingetrockneten Haut, die sich wie Pergament über ihr Knochengerüst spannt, wirkt entsetzlich aus den, der Die eiben Kinder rund und braun vor dem Ausbruch des Krieges gesehen hat. Dieser Zustand der Hungersnot muß eit Wochen angedauert haben, denn die nach dem Haupt quartier Zuströmenden sind die.Mütter, Frauen und Kinder der Araber, die um Tripolis gegen die Italiener kämpfen. Tas A-cucr der italienischen Kreuzer und die Nachricht von den Öktobcrmassakres hat die Aermsten aus ihren ien getrieben. Musa Mehemet, der Kommandeur des Tisiri' s Zouara hat die Flüchtlinge in der Festung in der £a'e Rigdalin unterbrinacn lafsen, die Bewohner der Törfcr werter östlich sind jedoch in die Wüste geflohen und ver­suchten von Wurzeln, Ratten und Eidechsen zu leben, biS sie schließlich doch den Wog 311 den türkischen Truppen in Azizia fanden.

Mr. £ fiter erzählt, wie er eines Abends sein Pferd ärgerlich schnauben und wiehern hörte, als ob sich ein! Fremder ihm genähert Hütte. Unmittelbar daraus vernahm er einen unterdrückten Schrei Gr raunte aus seinem Zett und kam gerade zurecht, nm ein elend aussehendes zer­lumptes Araberweib vor den .Huftritten des Tieres zu rctien. Gr glaubte erst, daß sie den Futtersack stehlen rooIXtc, sand dann aber heraus, daß sie nur die Haferkörner Mtt- lefenSollte, die auf den Boden gefallen waren. Sie erzählte, das; sie den .Hafer für ihre Kinder sammeln wollte. Mr. Ostler glaubte ihr das zuerst nicht, sah aber am nächsten Tage mehrere Frauen, die in der Nähe der Pferde alle einzelnen Hafer korner, die sie sanden, aussammelten Tie Frauen selbst wollen so wenig wie möglich essen, damit ihre kämpfenden Männer genug haben.

Eines Tages verletzte sich eines der K a m e 1 e im Lager so, das; es erschossen werden mußte. Tic Nachricht schien fick mit Blitzeseile in alte Wüstenschluchten ringsherum zu verbreiten und kurze Zeit daraus saßen Hunderte von fleischlosen Gestalten mit flebenbcn Augen in einem x*aUm kreis um den toten Körper. Mr. Ostler gibt Entsetzen er. regende Einzelheiten um den Streit über die Flcischstücke, die unter die Menge verteilt wurden, und ridjtct am Schlüsse seines Briefes einen Appell an die Engländer, den hungern- den Frauen und Kindern, die unschuldig unter den Folgen des Krieges leiden, zu helfen und fordert auf, Gaben durch die türkische Gesandtschaft an Fethi Bey, den Stabschef der türkischen Armee in Tripolis, zu senden.

Ein Zwischenfall an btt Roten Meerkuste.

H 0 deida, 3 Febr. Ter hiesige britische Bizrkonsul hat Protest gegen die Beschlagnahme einer b r i t i - ; schen Motorbarkasse durch den italienischen 1 KreuzerPiem 0 nte" erhoben. Tie italienischen 1 Kreuzer haben das Fort Iabana bombardiert. - Tie Italiener haben eine srattzösische Gescllschast, die i.n Ras-el Ketiba einen Hafen und eine Eisenbahn baut, auf- : gefordert, die Arbeiten einzustellen und den £rt binnen fünf Tagen zu verlassen. Eine Barkasse der Gesellschaft wurde beschlagnahmt. __

um Teil allerdings veralteten Typen dauernd im Dienst ?alt, und zweitens mit einer erheblichen Forderung für kl n t e r s e c b 0 0 t e an den Reichstag herantritt. Tas würde den Mannschafrsbestand unserer Marine von rund 60000 Mann im Jahre 1911 auf runbßO 000 M ann s ü r d a Fahr 1912 h in a u f schn ei len lassen, teils wegen der Fudiensthaltung des dritten Geschwaders, teils wegen der Verstärkung der Besatzung, wie sie die neuen Ucbcrbrcao noughts und die modernen Torpedo- und Unterseeboote jcrlangen. Tazu tritt nun noch die durch die neu zu for- eernden Unterseeboote veranlaßte Personalvermehrung. So i-mmt man, wenn die Materialerneuerung für das dritte Geschwader, seine Kohlenversorgung, die Errichtung von Lläben usw. hinzugercchnet wird, ganz von selbst auf eine Summe an dauernden Ausgaben m Höhe von jährlich 25 Millionen, ja vielleicht bei der Kostensteigerung aller Lebensverhältnisse auch auf 30 Millionen.

So heißt es also für den deutschen Steuerzahler blechen; wenn aber die Heeres- und Flottenausgaben auf die starken Schultern abgewälzt werden, so haben wir, weil es sich um eine unabweisbare nationale Ausgabe handelt, keiner­lei Bedenken. Gin unglücklicher Krieg würde uns die An zahl von Milliarden losten, die die Verstärkung unserer Wehrkraft jetzt an Millionen erfordert.

Kvikscrvativen heraus.

Aber diese scheinen heute für eine Nachlaßsteuer gc bannen werden zu können, wofern man nur in das Steuer Metz die Bestimmung aufnimmt, daß der Grundbesitz im tzhsten Maße vorsichtig obgeschätzt werden und bisher bc Mlngeue Steuerhinterziehungen nicht strafbar sein sollen lut diesem oder wer weiß was Staatssekretär Wer. T.utb sonst ausge-heckt hat einem anderen Wege wird -ean denn auch schließlich zu einer Verständigung gc» Ingen. Denn dic nationale Notwendigkeit weift die bür- Flftchen Parteien eben gebieterisch auf die Annahme der lttfrvorlagen hin. Sollten aber Konservative und Zen- tum hinsichtlich der Teckungsfrage Schwierigkeiten stachen, t finden dic beiden liberalen Parteien hier für direkte Steuern einen Bundesgenossen an der Sozialdemokratie und k-ten damit die Mehrheit. Tie Sozialdemokratie wird «densalls aus Gründen der internationalen Friedcnsbcwe-

Hungersnot in Tripolis.

Allen Ostler, der Spezialkorrespondent des ..Londoner Expreß" im türkischen Hauptguartter in Tripolis gibt in einem vom 17 Januar aus Azi-ia datierten Briefe eine erschütternde Tarstcllung von der H unger S not i m uördlichenTripolis. Die Opfer der Hungersnot ftnb meist Frauen und Kinder, da alle Erwachsenen sich in der Front befinden, und regelmäßige Rationen iür üd) und ihre Pferde beziehen. Die Araberfrauen streiten fidi um die Getreidekörner, die aus den F u t l e r s ä ck c n

Warum ift Staub gefährlich?

ter neugeborene Mensch hat eine hell rosenrote Lunge, die Wi'äk/lidi bei dem Erwachsenen ci.ic auizn staubgraue Färbung Taä.t Tas ist eine Folge des lingcatmeten Slaubes. Man in 100 Gewid'lStcilen normaler menfdf.idjer Lunge 13,4 Teile ! i d und 3,20 Teile Eisenoxyd fest, in tuberkulöser Lunge 9,o0 He< Land und 5,1# Teile Eiscnoryd. Man kann lagen, datz ||ter erwachsene Mensd, eine staubgesärbte Lunge besitzt. X\: IE nttlcmätmunq als solche fuut aber niemals Lungentuberknk.m rengen. Tagegen ist die Einatmung eines Staubes, der Silber Bazillen enthält, fähig, Lungentuberlulose hervorzunnen. xi:s irdicht meist, n-enn die Lunge dürft, die gesährlichen etaubanen ian vcrlcf-t war Temnach schafft der Staub im menfd)lui)<*n KoaniSmus die Ti Position zur Erkrankung an Lungenschwind f ft. Hierdurch wird ermög.ichl, daß die Inseftion fraiten und r: weiter verbrttlen kann. Unter dem Milrostop crlcnnt man, <i" es gefährliche und weniger gesälsrttdw ^taubarten gibt, je »ch der Beschaffenheit der tetreifenten -slaubarl. Auch zeig!

milroslovisd^ Ti.d, wie die eine Staubarl vorfterrfchend aus ilmpfen Bestandteilen- zusammengesetzt ist, die weniger verletzen, »d ie die andere aus spitzen, sftarftantigen Teilen beliebt, Ü crLärlidierm.iie hodigradig angreisend auf das Gewebe der linungsorqane wirken nrüssen. Bei den ^taubanh-Lern wurde

erscheint auf diesem : jki sichtig n /

das Ei als zweilk.asü.f chrrafterisieri. Ist dir Wolft in 'er oder gar dew.glich, so ist das Ei schlecht. Tic grn. n Ei J-rno- lungen Londons verlangen nunmcLr nur i»ch^testier'.e" Eier. Diese erhallen nrtd: der Durchleuchtung einen Stempel, d-r i re Qualität bezeichnet: Pti.na, Selunda, Kocheter, angestos-en Ein-. Tenn auch Brüche in der Schale, die so minimal und, daß ii: mit bloßem Auge nur nach der sorgfältigsten llnlcrfud'.unr, - ügestellt werden könnten,, werden bei der 2ur<flcud)iunn sofor> rlinnt Eine einzige Engrossirma in London bezieht wscheen itt 50 000 testierte Eier.

Die gefährlichen Wanzen. In hu er intcreifaiucn Berliner Doktorsftwift berichtet Dr. Lergrois üba d> Rolle der Inseften als .^tranll^lisüberiiägcr: er bat dabei bjonbers fein Augenmerk aut die (vesährlichleit der Wanzi-n gerichtet. Deese lieblichen Tierchen, dir trotz ihrer Meinheft das hcnloar größte Unbehagen bereiten können, haben sich nach diesen Uuieriuchungcn als viel wenigerharmlos" erwiesen, als man dies allgemein unnimmt. Es hat sich herEgestelll, daß die Wanzen krankmachende Keime vermitteln können und dabei last stets die Rolle eines cir- »achen Zrmichenwirtes spielen. Von besonderer Wichtigkeit er­scheint dic Tätigkeit der Wanzen als Ueberiröger zwar bei keiner Kranlheit, doch tragen sie wesentlich dazu bei, daß gewisse tLaut­heiten. wie ;. B. das Rückfallfteber und eine Katar Azar genannte Krankheit der tropischen Länder an bestimmten Crten cmemisch bleiben. Tieser Umstand ist bar auf zurück,mühren, daß ore Wanzen in ihrem Leibe längere Zeit ansteckende Keime lebend "rhaltLN. Diese Keime können dann häufig zu Ansteckungen rühren, tneil infolge des durch die lüftenden Stiche veranlaßten Kratzens hier- >ur die günstigsten Bedingungen ge'chanen werden; denn es kommen die ansteftenden Keime aus den zcrauelsftnen Wanzen mit Lcichlig- feit in die durch das Kratzen verletzte äußere »aut und von fra aus in die Blutbahn. Somft gehört die Wanze zu den Inseften, die für bic Menschheit eine besondere Gesahr barstellen, ihre Unschädlichmachung und Vernichtung ist um so mehr eine hygienische Forderung.

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Gietzener Anzeiger

WM General-Anzeiger für Oberheffen

Jinobme von Anzeigen Holationsörud und Verlag der vriihl'schen Univ.-Vuch- und zieindruckerei n. Lange. Redaktion, Lrpeditlon und Druckerei: Schulfttahe 7.

. In technischen und industriellen Betrieben entlieht überall t'-ixab. Diese Staubarien werden unterschieden als Ltaub, der »ch-: verletzend wirft und der letiglid) durch massenhaftes am- tnt-m schädlich ist, als Staub, dem die letztere Wiclung zukommt, kc aber an sich wenig verletzend nickt, und drittens als Staub, kr das Lungengewebe direkt verletzt durd» seine eüijcn, scharten vi!» spitzigen Bestandi ile. Ferner zerfällt der mechanisch wirkens, k'.aiub in nicht verletzende Staubarten, in solche, die nur ui tithitgem EKade einen N i; heruorrufen, und in Stanbarten, V in jeder einigermaßen erheblichen Menge unter allen Um ftnden das Lungengcwcbe verletzen.

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