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Mk.
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63-64
62-00
497,-50'/, 49',,-50
62—64 54—60
39-53
42—47
Preis für 100 T-fb.
Lebend- Schlachtgewicht
40—43
41-44
35-89
30-33
über war, daß man Wunden schlagt. Dann hätte man lieber alles so belassen sollen, wie es war. Ten Holzhauern hätte man einen Aufschlag von 35 «Prozent gewährt, womit sie sehr zu frieden gewesen seien. Er habe sich sehr gefreut, daß die Abgg. Henrich, Dr. Osann und Wigand sich der Kommunal forstwarte angenommen hätten.
Der Präsident schließt die Sitzung um V/2 Uhr. Fortsetzung der Spezialdebatte Dienstag 10 Uhr.
Der Präsident erinnert daran, daß in der nächsten Woche auch Nachmittagssitzungen abgehalten werden.
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F. C. Wiesbaden. D iebh os »M arktberi cht vom 1. Marz. Auftrieb: Rinder 80 (Ochsen 45, Kühe 35, Bullen 0), Kälber 1>8, Schale 13, Schweine 228,
Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe, Schweine ruhig.
Llchrerbericht der Zrciwwigen $an!täts=Koloiine vom t oten Areuz zu G.etzen
für das Jahr 1911. (8. Jahr des Bestehens.)
Suspendierung des Kartoffelzolls für vorjährige Ernte.
Ein Vertreter des Zentrums beanstandete jetzt nachträglich dieses Verfahren des Bundesrats und richtete an diesen die Frage, auf Grund welcher gesetzticlien Bestimmungen er eine solche Verfügung zu erlassen sich berechtigt halte. Im Zolltarifgesctz und in sonstigen gesetzlichen Bestimmungen fei eine solche Vollmacht nicht ersichtlich, die dem Bundesrat die Befugnis zuschreibe, einen bc- stehendcn Zoll einseitig auszuhebcn. Dem müsse man aus prinzipiellen Gründen entgegentreten Dieser Einspruch des Zentrumsabgeordneten deckt sich mit dem Inhalt eines Artikels, der heute früh in der Deutschen Tageszeitung erschienen ist. Schatzsekretär Wermut h begründete das Vorgehen des Bundesrats mit der seit Jahr zehnten geübten Praxis, aus B il l i q k e i t s g r ü n d e n rn ernzelnen Fällen Zölle ganz oder teilweise zu erlassen. Es- sei auch schon im Plenum bei der Verhandlung der Anfrage ausgeführt worden, daß in diesem Jahr tatsächlich besondere Verhältnisse vorliegen, die generell eine Erlassung des Zolles aus Billigkcitsrücksichtcn gerade im Sinne des Gesetzes rechtfertigen. Der Ausschuß beabsichtigt, diese Frage beim Haushalt des Reichsschatz amt- grundsätzlich zum Austrag zu bringen. Bis dahin wurde die Wciterbesprcchung zuräckgestellt.
Die zweite grundsätzliche Frage, mit der sich der Budgetausschuß heute beschäftigte, knüpft an an den Fall eines
U e b e r t r i t t s eineshohen R e i ch s b e a ni t e n in P r i v a t d i e n st.
Aus der Mitte des Ausschusses wurde aus Anlaß dieses Falles angeregt, das Pensionsgesetz dahin zu ä n dern, daß das gesetzliche Ruhegehalt ganz oder teilweise bei ilebernahme einer gutbezak.lten Privatstellung ruhe Es tagen zwei Anträge vor, von der Voltsparter
34,87 Mark, die im neuen Rechnungsjahr gedeckt werden muß Hervorgehoben sei, daß u. a. die Stadt Gießen 100 Mark
die Sparkasse 100 Mark tzu den Kosten sugefteuert haben und dich die - Stabe Gießen auch das Devot stellt und schon verschieden- Anschaffungen gemacht hat. Auch sonstige Privatpersonen, öfient liefe Anstalten und Vereine haben Beiträge gegeben, jedoch bleibt noch viel zu tun übrig, bis die Ausrüstung komplett ist und das Ziel erreicht ist Mögen sich deshalb' immer noch mehr der Sacl)e wohlgesinnte Menschen finden, die ihr Scherflein dazu geben.
gung gegen die im Kaligesetz vorgesehene Verteilung der Propagandagelder durch das Reich zum Ausdruck Der Regierungsvertreter betonte, daß vom Standpunkt des Reichsamts des Innern aus kein Bedenken dagegen vorliege, daß die Verteilung der Propagandagelder — hierzu wäre eine Abänderung des Kaligesetzes erforderlich — wieder au das Kalisyndikat abgegeben werde. Wie sich jedoch die Verbündeten Regierungen hierzu stellen, sei nod* nicht bekannt. Der Staatssekretär des Innern erklärte im weiteren Verlauf der Verhandlungen sich be reit, den Versuch zu einer Beseitigung der Schwierigkeiten mit dem Propagandafonds zu machen, unter dem Vorbehalt der Entscheidung der Verbündeten Regierungen; er bat aber, für dieses Jahr es bei den bisherigen Grundsätzen zu belassen, lieber die Verteilung der Pro pagandagelder gab die Regierung detaillierte Aus- kunft. U. a. erhält der Verein zur Förderung der Moor kultur 30 000 Mk.; für die deutschen Kolonien werden 250 000 Mk. verwendet; an den Verband landwirtschaftlicher Genossenschaften werden 160 000 Mk. gezahlt, an die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft 183 000 Ml., an den Bund der Landwirte 25000 Mk. Nach seinem Ab satz gerechnet hätte der Bund der Landwirte 46 000 Mt. erhalten sollen; vom Syndikat hat er früher 57 000 Mk.
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1 Glieder ^örAvol,
HanSeL.
•• Konkurse in Hessen. lieber den Nachlaß bei Karl Philipv Jakob Becker von G 0 n s e n h e i ni wurde am 3. Febr. das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Tr. Schreiber m Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderuugen sind bis zum 5. März bei dem Amtsgeri i t Mainz anzumelden. — lieber den Nachlaß der Heinrich Zinner Ehefrau Walburga geb. Spimienhiru in Neu- Isen bürg wurde am 14. Febr. das Konkursverfahren eröffnet, da die Ueberschuldung des Nachlasses nachgewiesen ist. 63erid tvlcm-ior Dliebevbof in Offenbach wurde zum Konkursverwalter ernännk. Konkurssorderungen sind bis zum 18. Marz bei dem Amtsgeri.dl Cffenbach anzumelden. — Ueber beit Nachlaß des am 13. Zebu 1912 in Mainz - Kastel verstorbenen SchreuiermeisterS Z 0 s e 0 >' Braun wurde am 26. Febr. das Koukursveriabren eröffnet Rechtsauwalt Winkler in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 21. März bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden.
vüchertisch.
— Gin Sachregister zum Gr 0 ßh. Hess. Regierungsblatt, die Jahrgänge 1907 bis 1911 umfassend, ist soeben verausgabt worden. Es enthält in seinem Hauptteilc die Gesetze, Verordnungen, Bekanntmachungen, Erlasse usw. und in seinem Anhänge die Bekanntmachung bestätigter Stiftungen und Schenkungen, dürfte somit ein wertvolles Nachschlageweck für alle Bezieher des Großh. Hess. Regierungsblattes sein. Verlag I. Diemer in Mainz. In allen Buchhandlungen erhältlich.
— König Rolf, ein Schuldrama von Dr. Karl Geng- nagel, 2. Auslage. Darmstadt 1911. Verlag der A. Berg- straeßerschen Hofbuchhandlung. — Für die „Erziehung zum Staate" ist nicht sowohl die Unterlveisung in zufälligen Namen, Zahlen und dergleichen als vielmehr die frühzeittge Beeüt- lussung des jugendlichen Gemütes von Wichtigkeit. Es lassen ich darin Eindrücke hervorbringen, welche aus Lebzeit hinaus ras Wollen und Handeln des Individuums bestimmen. Unter den hierzu geeigneten Mitteln steht das Schuldrama, welches von, und vor Schülern ausgeführt wird, an oberster Stelle. Der Verfasser sieht daher einer Zeit entgegen, wo jede neu erbaute Schule in Deutschland eine Art Bühne besitzt, auf der der Schüler zur sittlichen Tättgkeft im Staate Anleitung empfängt unb wo- elbst Christentum, Monarchie und Ackerbau als die höchsten nationalen Güter unseres Volkes verherrlicht werden. Das vorliegende Schauspiel soll unter anderem dazu beitragen, die literarisch Begabten unseres Volkes auf das Schuldrama im obigen Sinne als ein zurzeit unkultiviertes Gebiet unserer National- Literatur aufmerksam zu machen.
Der Gesamtwert des Inventars ist mit 5252 Mark zufetzen und auch so gegen Feuerschaden versichert.
Mle Mitglieder der Abteilung Gießen sind gegen Hnfall- und Ansteckungsschäden im Dienste der Kolonne versichert bei der „Deutschland" mit 3 Mark täglicher Entschädigung, 9000 Mark Invalidität und 3000 Mark gegen Todesfall. Die Prämien hierfür bezahlt die Stadt Gießen. 9tuüerbem erhalten die Mitglieder bei Beschädigungen während einer Hebung nach bestimmten Grundsätzen eine Vergütung fettens des Zentralkomitees der Vereine vorn „Roten Kreuz". Gegen Haftpf ttchtschäden hat der Hessische Landesverein eine Versicherung zu Gunsten der Kolonne und ihrer Mitglieder abgeschlossen.
und vom Zentrum, von denen der erste der weiter- gehende war; er wollte die Pension um den Betrag küren, um den das neue Gehalt der Privatstellnng das bisherige Gehalt übersteige. Von anderer Seits wurde darauf hingewiesen, daß dieser Antrag unter Umständen eine große Härte bedeuten würde, da schon bei der Bemessung des Beamtengehaltes der Rechtsanspruch auf das spätere Ruhegehalt berücksichtigt sei und das Gehalt deshalb entsprechend niedriger festgesetzt werde. Die Anträge wurden schließlich zurückgezogen zugunsten einer Erklärung des Zentrums, die um eine Novelle zum Beam ten-undOffizier-Pensionsgesetzer sucht,wo nach das Einkommen aus einer int Ruhestand erfolgten Privatanstellung unter bestimm ten Voraussetzungen auf das Ruhegehalt an
gerechnet werden kann. Staatssekretär Delbrück sagte eine Erwägung der Erklärung zu, da allerdings gewisse Unebenheiten nicht zu bestreiten seien; aber es sei nicht die Besorgnis abzuweisen, daß ein durch Ausnahme- Verhältnisse veranlaßtes scharfes gesetzliches Eingreifen nach der anderen Seite große Härten ergeben würde.
Von nationalliberaler Seite wird der gegenwärtige K a n» I e i b e t r i e b als in tiefer Beziehung Oer» alt et beanstandet. Durch eine Verbesserung dteses schwer- älligen Llpparates könnten beträchtliche Ersparnisse, sowie 'ine Beschleunigung des Geschäftsganges erreicht werden. Ter Staatsfekretär erklärte, daß eine Neuregelung des ganzen Kanzleib etr ieb es be- bereits in Aussicht genommen sei.
Für Dienstbescktädigungen im Kriege kommen den Angehörigen der frcmnll. Kricgskrankenpflege und deren Hinterbliebenen laut Reickwgesetzcn dieselben Sätze zugute, wie den Angehörigen der Armee und Marine.
Alle Mitglieder sind gegen Haftpflicht vom Landesverein ver- Iicherr, die bei der Wteilung Gießen außerdem noch feiten« AnstÄrn C4lCBCn qcgen Unf°ir und Gesundheitsschädigung durch
Durch das deutsche Zentralkomttee vom Roten Kreuz wer- den ferner aui Kvitcn des Landesvereins alle Mitglieder gegen ~ ienftbc)(häbigungcn nach besonderen Grundsätzen verforgt betrugen 2544,10 Mark und die Ausgaben 2578,97 Mark. Es ergibt sich hiernach eine Mehrausgabe von
Die Kolonne hatte zu Beginn des Jahres 40 Mitglieder. o^."<M"^eder schieden aus, davon ein Mitglied durch Tod, zivei Mitglieder infolge Wegzugs. Drei beteiligten sich nicht an den Hebungen und wurden deshalb in der Liste gestrichen, zwei wegen Verfehlung gegen die Satzungen ausgeschlossen. Der seitherige Kolonnenführer, Oberbahnassistent Brück, mußte krankheitshalber fein Amt niederlegen und trat zu den inaktiven Mitgliedern über, ^hm wurde von dem Kaiser die Rote Kreuz-Medaille 3. Klasse verliehen. 26 Mitglieder sind neu eingetreten, so daß bic Kolonne jetzt 56 aktive Mitglieder zählt. Gemäß § 25 der Satzung werden noch 9 frühere akttve Mitglieder als inaktiv geführt. Weiter hat die Kolonne noch 275 unterstützende Mitglieder.
Der Vorstand setzt sich zusammen: 1. Vorsitzender' Land- gerlchtsrat Wiener, 2. Vorsitzender und Kolonneuarzt Dr. Schäfter, 1. Kolonnenführer H. Balser, 2. Kolonnenführer und Schriftführer G. Grünig, Zugführer und Rechner H. Kraushaar, Zugführer K. Graulich, Sektionsführer I. Heißler, P. Hartmann, O. Harig, I. Germer und L. Viehmann II., Beisitzer A. Mülln, H. Pfeiffer und L. Kratz.
Die beiden Ausbildungskurse, die im Jahre 1910 im November begonnen, wurden in 1911 beendet. An dem Kursus in Gießen beteiligten sich anfangs 25, an dem in Klein-Linden 15 Personen. Am 16. Oktober 1911 wurde außerdem noch ein Kursus mit 13 Teilnehmern begonnen und am Jahresschluß beendet. Alle drei Kurse leitete der Kolonnenarzt Herr Tr. Schäffer. Die aktiven Mitglieder nahmen an den Kursen ebenfalls teil. Von den 53 Kursusteilnehmern traten 23 ausgebildet der Kolonne als Mitglieder bei. Da die Kolonne nur solche Herren als Mitglieder aufnimmt, die mindestens 20 Jahre alt i'rtb, in mindestens 24 stündigem Lehrgang ausgebildet sind und die Schlußprüfung bestanden haben, der alljährliche Abgang von Mitgliedern aber auch wieder durch Neneintretende ersetzt werden muß, so muß die Kolonne wohl alljährlich solche Ausbildungs- kurse mit vielem Zeitaufwand und Mühewaltung für die Beteiligten abhalten. Es wäre dringend zu wünschen, wenn sich mehr wie seither Herren aus allen Kreisen der Bürgerschaft Gießens und der Umgebung der edlen Sache widmen wollten.
Die Kolonne war 35 Mal zu Hebungen usw. versammelt; davon entfallen auf Ausbilduiigs- und Wiederholungsstunden 14 Abende. An 12 Abenden fanden praktische Hebungen statt, worunter 5 mit Vorträgen verbunden. Hebungen im Gelände mürben 9 vorgenommen, Vorstandssitzungen wurden 7 abgehalten. Wachen würben bei 10 Anlässen gestellt.
An Hilfeleistungen sind durch Meldekarten gemeldet: 26 (41) bei Knochenbrüchen, Verstauchungen, 1 (4) bei Augenverletzungen, 228 (203) bei Verletzungen anderer Art, 24 (15) bei Ohnmachtsund Schlaganfällen, Blutungen, 85 (47) bei epilept. Fällen, Krampfanfällen, inneren Erkrankungen. Zusammen 346 (310)' Hilfeleistungen. (Die in Klammern beigefügten Zahlen bedeuten die vom Vorjahr.) Dabei wurden insgesamt 140 (83) Transporte ausgeführt. Es wurden gerufen in 34 (17) Fällen von der Polizei, 97 (25) Fällen von Aerzten, 170 (268) von Privatpersonen. Von allen Hilfeleistungen entfallen: 131 (87) auf Ver- bandsstcllen, 22 (22) auf Wachen, 232 (201) auf sonstige. Zum Transport Ansteckendkranker wird nur die Trage Nr. 1 nutzt und nach jeder Benutzung in besonderem Behälter infiziert. Eine Trage wurde auch im Nachwinter 1911 Eisverein leihweise überlassen.
Ochsen.
Vollfleischige, auSgernäftete, höchsten Schlachtwertes im Alter von 4-7 Jahren .... Tie nod) nicht gezogen haben (ungejocht) . . Junge, fleifdnge, nicht auSgemästete und ältere au8gemä|tete............
Bullen.
Pollfleischige, ausgew, höchsten Schlachtw. . .
Pollsleischige, jüngere t) ä r i e n. Kuh».
Pollfleischige auSgemästete Färsen höchsten
Sch lacht, verles
Pollfleifchige ausgemästete Kühe' höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Wenig gut entwickelte Färsen Weitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- wickelte lungere Kühe
Mäßig genährte Kühe und Färsen 5t dl b ec.
Feinste Mastkälber Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber ....
o et) a ’ i.
Weidemastschafe:
Mastlämmer und Maithammel Schweine.
Pollfleischige Schweine von 80—100 Kß-Lebendgewicht Pollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Pollsleischige Schweine von 100—12u kg Gebend- gewicht
grundsätzlicher Bedeutung. In dem ersten Falle handelt es sich um die vor 14 Tagen im Zusammenhang mit Reichstags-Hnterpellation erfolgte
Bei der Abstimmung wurden sämtliche Anträge auf Aenderung der Etatssätze über die Einnahme aus dem Kali und die Ausgaben dafür abgelehnt. Die Deckungsfähigkeit der einzelnen Fonds wird geändert. Abgelehnt wird gegen die Sozialdemokraten der Verstaatlichung^ antrag. Dagegen wird der Eventualantrag der Sozialdemokraten über Bekanntmachung der Durchschnitts- löhne und den öffentlichen Anschlag der Q u 0 t e n Übertragungen angenommen und ebenso ein Antrag des Zentrum, der eine Denkschrift hierüber wie über die Tarifverträge fordert. Weiter wird ein abgeschwächter Antrag der Sozialdemokraten angenommen, der ohne nähere Bezeichnung bestimmt, daß ein Teil der Kaliabgabe in die Reichskass e fließen soll. Der Ausschuß beschloß auch die Einführung einer vierten Abgangsstation für die Frachtbemessung und zwar in Mülhausen im Elsaß.
Freitag hofft man mit dem Haushalt des Reichsamts des Innern zu Ende zu kommen.
(Dericbtsiaal.
^Elberfeld, 28. Febr. (Riesenbetrug gegen eine Stadtgemeinde.) Ein umfangreicher Betrugsvrozeß gegen zehn Personen wird in den nächsten Tagen die hiesige 3tra< kammer beschäftigen. Auf der Anklagebank werden fünf Straßen meiner und fünf andere Personen, die die Lieferung städtischer Arbeiten und Materialien übernommen hatten, Platz nehmen. Tie Entdeckung der umfangreichen Betrügereien ist einem Zufälle zu verdanken. Ter Sohn eines der Unternehmer verlangte von feinem Vater Geld, und als er feind erhielt, ging er Inn und denunzierte den Vater, daß dieser mit den Stratzenmcistern unter einer Decke stecke und die Stadtverwaltung betrüge. Nack den vorläufigen Feststellungen kann man damit rechnen, daß die Barmer Stadtverwaltung um viele Tausende von Mark geschädigt worden i)t, da die Verfehlungen der Beamten zum Teil schon lofange zurückliegen, daß sie verjährt sind. In der Hauptsache vollzog sich der Betrug in der Weise, daß auf den Rechnungen Tür die Stadt Leistungen verzeichnet wurden, die gar nicht erfclgt waren. Ten erzielten Gewinn teilten sich die zehn Angeklagten redlich. Die Unterschlagungen konnten deshalb solange un bemerkt vor sich gehen, weil die Kontrolle äußerst mangelhaft war. Die Unterschlagnugen sollen bis auf das Jahr 1880 zurück reichen. Unter den angeklagten städtischen Beamten finden sich solche, bic teilweise eine Dienstzeit von über 30 Jahren Hinte, sich haben. Trotz des umfangreichen Belastungsmaterials wollen die Angeklagten im allgemeinen sich keiner Schuld bewußt fein, so datz die Staatsanwaltschaft eine umfangreiche Beweisaufnahme vorbereitet hat.
4- Limburg a. d. L., 28. Febr. Der 20 jährige Türke Navo Popovic 0 saß mit einigen Freunden in einer Wirt schatt in Kosta unb lub sie zu einer Runbe Bier ein. Der Arbeiter Oskar Debus schlug bie Einladung ab, was beit Türken der- maßen empörte, baß er seinen Revolver zog unb nach Debus schoß. Er traf ihn in der Leistengegend unb Debus starb an ben Verletzungen. Das Schwurgericht verurteilte ben Türken wegen Körperverletzung mit nachgefolgtem Tode zu 4 Jahren Gefängnis.
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Ter verstärkte Geschaf1?ord"unflsausschuß
trat unter dem Vorsitz des sozialdemokratischen Abgeordneten Haase heute zusammen, um sich über den Geich ä s t s p l a n zu verständigen. Tie Verfassungsanträge Verantwortlichkeit des Reichs.crnzlers werden zunächst nicht ftt Beratung gezogen werden. Von konservativer Seite wurde angeregt, überhaupt gleich in eine Revision der gesamten Geschäftsorditung zu treten. Hiergegen wurde von der Linken dringender Widerspruch erhoben; sie verlangte, daß zunächst Die brennende Frage, die Angelegenheit der Beschlußfassung bei Interpellationen und kleinen Anfragen erledigt werden solle. In der Zwischenzeit soll dann das Material für die Revision der ^ganzen Geschäftsordnung angesammelt und nach Erledigung jener brennenden Fragen in Angriff ge- nommert werden. Dieser Beschluß wurde gegen die S t i m m e n d e r K 0 n s e r v a t i v e n gefaßt. Zum Berichterstatter des verstärkten Geschäftsordnungsausschusses wurde der Abg. Gröber (Zentr.) bestellt.
Aus den Reid)stagsausfd)fiffen.
:: Berlin, 1. März. Das Kaligefeh im Budaetaueichuß.
Der Budgetausschuß des Reichstages setzte vorgestern die Aussprache über die Ausführung desKaligesetzes fort. Eine lange Reihe von Anträgen, die zur Verteilung kommen, will das Kuligesetz zum Teil von Gimnd aus ändern. Am weitesten geht der Antrag der Sozial demokraten; sie verlangen die Verstaatlichung des ganzen Kalibergbaues, das heißt feine Heb er- nähme auf das Reich Ihre sonstigen Anträge, Bekanntmachung der Durchschnittslöhne, öffentlicher Anschlag der Quotenübertragungen, Einziehung Der gesamten Kaliabgaben nach Abzug der Kosten für den allgemeinen Reichsetat, sollen nur einstweilen bis zur Durchführung der Verstaatlichung und als Eventualanträge gelten. Die Einkassierung der Kaliabgabe für das Reich wird auch in dem Antrag eines Zentrumsahgeordneten gefordert, der die Sonderbesteuerung für die Kali-Industrie noch verschärft dieser verschärfende Antrag wird aber im Verlauf der Aus spräche noch zurückgezogen. Die Volkspartei beantragt eine Herabminoerung der K.aliabgabe, die jetzt nach dem geltenden Gesetz 60 Psg. für den Doppelzentner reinen Katts beträgt auf 15 P s g<; auch dieser Antrag will die ganze Einnahme nach Abzug der Propaganda- usw Kosten dem Reich zuführen. Weitere Anträge von den Konservativen und Zentrums-Elsässern for dern eine vierte in Süddeutschland gelegene Aus- Hangs st ation für die Berechnung der Fracht; die Zen trums-Elsässer schlagen hierfür Mülhausen oder Straßburg vor.
In der'Erörterung kam auch heute eine starke Abnei
In dem Budgetausschuß gaben heute beim Haushalt des Reichsamtes des Jnttern einige aktuelle Vorgänge Anlaß zu Auseinandersetzung grundsätzlicher Bedeutung. In dem ersten Falle he
Pollsleychige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht 491/*—00
le. Frankfurt a. M., 1.März. Heu- und Lkrobinarkl Angelahren waren 11 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. -,en notierte: Heu 4.00—4.50 Mk., Stroh (Kornlanqilroh) 0.00—0.00 M. Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo, (')efcfjäh mittel. Tie Zufuhren waren aus Lberhesfen, den Kreisen Tteburg >"'d Hanau.
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