Zreitag, 29. November 1912
162. Jahrgang
Erster Blatt
Die heutige Nummer umfahl 16 Seiten.
fein Anhang wohl endlich sich beschei- Wksse wird auch die österreichische Go
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i unserer Atmosphäre, har neuerdings nach- frier seltenen Gase, das Neon, durch "rbi
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serbischen Anmaßungen nett Pasitsch und -
geführt werden. Wenn aus der Mehrheit offensichtlich gegen die Stellung nimmt, wird ba-3 ftabi
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Eet »tetzenrr '«zeig«, »tfdjemi täflltd, anger sonntaflS. - Beilagen. t> er in (il möd'enttid' iiefjenerSamllienblätler r rmiai wöthcntl.Kreti' Uallfürben Kreis fttefetn lienetnfl unb?retifla), nennal monntl tand- ri|dfofllid?tätit|ragtn rrnivredi • tinfdilüfle: ’ f jt die Redaktion 112, .lerlaq ii. ^TDet'ihon 51 Ubiefie toi Teoefcben: flniftger Wirken.
Direktor bes Louvres, löerr Domol 1 e, der nach Entwendung der Mona Lisa ,uim Rücktritte von diesem.Posten veranlaßt wurde und bamals nach Griechenland zurückkehne, hat dort wiederum die Leitung der französischen Ausgrabungen in T^lphi übernommen, um die er sich bereits früher große Verdienste erworben hat. Kürzlich ist ihm nun, wie wir der „ftTinfttbronir" entnehmen, ein bemerkenswerter ^unb geglückt, indem an der' Stätte bes Tempels der Althene Prenäa eine archaische Nike-Stlblue aus- gesunden worden ist. Ta der Hund zeitlich mit der Eröffnung der Feindseligkeiten gegen die Türkei zusammensiel, erregte er großes Aussel/en in Grieckvnland, wo man darin ein gutes Bor ’eichen erblickte. Bisher ist ja die „Siegesgöttin von Delphi" dem Griechenvolke auch wirklich in diesem Kriege hold gewesen.
ft. Hitzewelle und Gletscher. Tie Hitzewelle des Sommers 1911 bat auf die Schweizer Gletscher einen bemerkenswerten Einiluß ausgeübt. Seit 1911 hat sich die Schneegrenze bedeutend gehoben, wie die „T-cutsche Rundschau für Geographie"
Siegesgöttin von Delphi. Der frühere
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rnahmt »on anjtige« Rotafionsönitf unb Verlag -er vrühl'fchen Univ.-Buch- und Steinbruderet R. Lange. Redaktion, Lrveöition und vruckeret: Zchulftrahe 7. iit vormittags h flhr. <* Bübingen: Fernsprecher Hr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofftrahe !6r
Ldelaase.
Sir William Ramsa u, der- berühmte Entdecker der Edelgase
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duld nicht als ein Zurückweichen ausgelegt werden können
Line Botfchafterkonferenz in Berlin oder Paris.
Es wird von deutscher Seite amtlich bestätigt, daß fflit Vorbereitung der großen neuen Erientkonserenz aus Vorschlag Englands zunächst eine gemeinsame Perhandlung der Botschafter stattsinden solle Tic deutsche Regierung hat bereits zugestimmt, und es ist wohl auch nützlich und sördorlich, daß die Verständigungen nicht mehr aus
monnilidiTi wertet- ■äbrhd) Vkk. ?.2O durch ttbbole- u. Zwetgsiecken monatlich 63 VI.. durch vieVost BH. 2.— viertel« läbrl. auefctiU Beiieüa, Beilenprei«: lokal l&iif, auswärts 20 i;’enmq. Eheirebakieur. A Goetz. Verauiivonlich hu den pplutieben leit August Voetz. toi ,?vnnlle- ton*. .Veriinschtes* und .(Äenctnslaar Ü. Aeu- roib. toi ,Staöt und Land- E.Heu. üit den Anzeigenteil £> Beck.
nach dem Berichte der schweizerischen Gletscherkommission mitteilt. So lag am Rhonegletscher Ende August bi? Schneegrenze 2800 Meter über dem Meere. Sowohl während des ganzen Winters 1910 1911 und besonders im März 1911 siel in den Zentralalpen, ausnehmend viel Schnee. Durch die große Hitze, die den Schnee rasch zum Schmelzen brachte, zeigten sich jedoch zu 'Anfang August 1911 schon dieselben Schneeverl/ältnisse wie sonst Ende August. Bon den schweizerischen Forstbeamten wurden 1911 insgesamt (37 Gletscher gemessen, und bei 64 Gletschern ein Rückgang sest- gestellt. Ter Tschingel Gletscher ging 60 Meter, der Wildhorn- gletscher 50 Meter und bcMinitere Grindelwaldgletscher 40 Meter zurück. Nur Eigergletscher und östlicher und westlicher Firnälpeli- glctid er zeigten Zuwachs. Tie meisten Gletscher und Firnfelder umreit zerllüsieter als gewöhnlich: die Gletscherwanderungen wurden dadurch begreiflicherweise mühsamer und gefährlicher.
kf. E i n ft a m u f unter Laebsen. Einigkeit macht stark! Für die Wahrheit dieses alten Sprichwortes liefert ein Leser der .Daily Mail' einen Beweis, indem er von einem vereinten Angriffe von sechs kleinen Lachsen ank einen größeren Bruder erzählt. Es handelte sich barinn, den großen Lacks ans einem Laickreviere zu vertreiben, daS anscheinend einem der kleinen Gesellen in die Augen stack. Er verbündete sich mit fünf Genoßen und alle sechs qrifieir nun den großen Acinb an, vertrieben ihn von feiner Laich- flättc und jagten ibn den Fluß hinauf. Als er den rerfueb mochte, lein .Reick" z^-rnckzuerobern, wiederholte sich dasselbe Schauspiel. Aber der Vertriebene war nicht so leickt zu entmutigen. Er nmchte einen dritten Versuch und — mußte ihn mit dem Leben bezahlen; beim, wie der Gewährsmann der „Datln Mail" erzählt, erhielt er von zwei der kleineren Fiscke eine tödliche Berwundnna an dem linken Kiemendeckel hinter dem Auge. Es war em reaelrd ter Bürgerkrieg tm Lachsstaate, bei dem der Stärkere den verbündeten Schwachen unterlag.
— Kurze Nachrichten aus ft u h ft und Wissenschaft. Zur Förderung der Heimatlichen Bauweise und zur beschleunigten Erledigung von Bauanträgen Hat der Landrat des Kreises St. Goarshausen, Geheimer Regicrungsrat Berg, eine Bauberatungsstelle bei dem Kreisbauamt St. Goarshausen unter Leitung des Kreisbaumeisters Neumann ins Leben gerufen. tz
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Nicht jo Arn würde. Freunde ist „ >mg des z 12 » 1 anzuslnben jj le «achventänti» brispiel die £» 1 Tiere all 1 Utn ein zukn 7* 8U gttvinnai schwachen gesuL nach «tgentinia ’n hier geltenba 'len. Dai arge» je derartige üm. der argentinischei überlegen müffen. 50 Prozent meh M «>eh ist efe JI o f f a I e !t on» halten könnte, nige Fabre tvürde nen. Ler Erport und enh>rcc6entt würde, wenn bal Unfalls wurde aba geschädigt toerben scheu Freunde der i ja in der Haupt.
Auch ein yanh 'nschakten mit den Beifall b. d. M) enommen.
Felsgipfeln genannt werden. Auf den steilen Gipfeln erheben iic fick, hock ui die Luft ragend, mitten aus dem grünen Bett einer üppigen Vegetation heraus. Einst gab es 20 dieser Mlolter Meteore, die den Wanderer sckon von ferne grüßten: heute eyi stieren nur noch sieben, von denen fünf im ganzen von etwa 30 Mönchen bewohnt werden. In einem dieser Kloster ist nun dank der Nacksorsckungen der sianzöfischen byzantinisckien Ge sellsckan ein hochbedeutsamer Handschriftennrnd gelungen. 1124 alte kostbare Manuskripte sind entdeckt worden. Sie waren von einem Mönch, der vor langer Zeit gestorben ist, in einer Art Grabgewölbe versteckt worden. Ten Zugang zu dem Gewölbe batte man durch einen gewaltigen /Wandschrank aus Eichenholz maskiert Einem Mitglied der byzantinisch.ni Gesellschaft, 'N. Beis, ist es nach langen Forschungen geglückt, diesen Versteck aufzufinden. Unter den wertvollen Handschriften, die so nach langer Verborgen beit wieder ans Licht traten, seien als die wichtigsten erwähnt: ein Bruchstück der Ilias aus dem 13? Jahrhundert, Stücke desHesiod aus dem 15. Jahrhundert, Auszüge aus dem „A j a x" und der „Elektra" von Sophokles, Abschriften nach Werken des Redners Aristides, des Sophisten Themissios und zahlreicher alter Grammatiker, endlich eine ganze Reihe von handschriftlichen Stücken, die aus bejfi alten und neuen Testament stammen.
zugegangen ist. Auch der C r t, wo die Konferenz eventuell juiammentreten würde, steht noch nicht fest.
Sofia, 28. Nov Angesichts bet in der lefttrn Zeit vielfach bemerkbaren Tendenzen, die definitive Entscheidung des Balkanlrieges einer europäischen Konferenz zu unterbreiten, steht die bulgarische Regierung c n t* schieden auf dem Standpunkt, daß die Lösung der Ballanfrage k e i n e r ft o n s e r e n z b e d ü r f e. Tie bul garische Regierung würde nur dann einer ftonserenz-Idee zustimmen, wenn daS ftonferenzprogramm von vornherein festgesetzt würde und bloß die Sanktioitierung oder Anerkennung enthielte.
Berlin als Konferenzort/
Der Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus London: Nach der „Pall Mall Gazette" soll die Botschafter konferenz möglichst schnell bekunden, daß sich die Mächte über Albanien, die europäischen Inseln und die Dardanellen verständigt hätten. Sie könne darnach noch als Mittel zur Annäherung der Mächte bestehen bleiben Als L r t d e r ft o n f e r e n z d ü r f t e B e r lin gewählt werden.
Tic serbischen -lusprüchc.
Der Sonderberichterstatter "des „Matin" meldet aus Belgrad, big serbische Regierung bestehe nicht mehr darauf, den Hafen von D u r a z z o z u erhalten, sie würde sich mit einem nördlich gelegen eren H a f en begnügen und als Südgrenie eine vorn Kap Rodoni an der albanesischen Küste nach Diora behenden Linie an nehmen. Ter Grund für diese nachgiebigere Haltung Serbiens sei vielleicht in dem Widerstände zu suchen, den die Türkei heu Balkanverbündeten an der Tschata^ld scha - Liuie entgegensetze, vielleicht auch darin, daß Serbien, das fast vollstättdig von Truppen eutb ößt sei, die Er regung Oesterreich Ungarns beschwichtigen lvolle, vielleicht aber auch in der Tatsache, daß die Großmächte keinesweBe geneigt seien, alle Forderungen Serbiens zu hefriedigen.
Otsterreichische Vo bereitungen.
Im österreichischen Abgeordnetenhaus trat am Donnerstag der Ael testenrat zusammen. Bei dieser Gelegenheit teilte Ministerpräsident S tuergkh mit, daß er in den nächsten Tagen dem Hause drei Gesetze vorlegen werde und zwar: tiin Gesetz über die Pferdegestellung, ein Gesetz betreffend die Unterstützung der Familienangehörigen im Mobilmach- 'i n g c f a l l e , und ein Gesetz Über die Leistungen an U n - tertunfts- un b Transportmitteln seitens ber Gemeinden unb von Privaten im M o b i l m a ch n n g s - fall. Ter Ministerpräsibent betonte die Dringlichkeit einer raschen und glatten Behandlung der genannten Vorlagen unb ersuchte die anwesenden Senioren, mit den Parteien über die beste Verabschiedung dieser Vorlagen ein Einvernehmen zu pflegen.
Tic Unabliäugigkcit?erkliirnng Albaniens.
Wie der Agenzia Stesani aus Va Ilona gemeldet wird, haben die albanischen Delegierten in einer Versamm lung, in der Ismail ft c m a l den Vorsitz führte, die U n - abhängig feit Albaniens proklamiert Unter dem Jubel ber Bevölkerung, bie vor dem italienischen 'unb österreichisch-ungarischen ftDiifulat begeisterte ftund- gebuitgcn veranstaltete, wurde die albanische Fldgge gehißt. <
Eine Loyalit'ätskundgebung des Wiener Gemeinderats.^
Wien, 28. Nov. Heute nachmittag fand eine außer- ordentlicheGemeinberatssitzung mit ber Tagesordnung : Loyalität skunbgebung statt. L!ach einer patriotischen Rede des Bürgermeisters Neu matter wurde die Kundgebung zum Beschluß erhoben. In der Kundgebung heißt es:
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Heneral-Anzeiger für Gberheffen
Der Friede Oefterreick>-Ungarns ist feit Ausbruch des Ballankrieges durch unberechtigte, maßlose Grob e r u n g » - gelüfte bedroht, welcher in der Hoffnung auf die Uneiingkert der Völker so reiche Nahrung sindet. Die Erbitterung des Volkes über vereinzelte unpatriotische Aeußerungen und Handlungen w ö ck st ft ü n b l i ch. Wohl ist der Friede daS höchste Gut der Völker und seine Erhaltung großer Cvfer jvert, aber das wzrtschaitliche Ckbeiben der Völker und der ^^egen der Arbeit werden nur solchen Staaten zuteil, welche den Frieden lucht durch ehrlose Srtimädx*, sondern gestützt auf das Bewußtsem ihrer gerechten Sache kraftvoll erhalten.
Mit dem Absingen der Bolkshymne und. begeisterten Hochrusett auf den Kaiser, das Vaterland unb bie Armee wurde bie Sitzung geschlossen. Inzwischen hatten sich gegen 2 0 0 0 P c r s o n e n im A r k a b e tt h o s b e s Rathauses versa m m el t, welche nun mit den Mitgliedern des Oie» mcinderats unter Absingung patriotischer Lieder und Hocl)- rusen auf den Kaiser zumDeutschmeistcr-Deu km a l zogen Hier hielt vor der inzwischen auf 3000 Personen attgewachscnen Vol ks menge Bürgermeister Neu matter nochmals eine begeistert aufgenommene patriotische Ansprache, worauf sich die Menge unter brausenden Hochrufen auf Kaiser und Reich zerstreute
Das ösierrcichifch-rumänische Einverständnis.
Tas Wiener ftorr.-Bureau meldet aus Bukarest* Ter österreichisch-ungarische Armeeinspektor Fkei- h c r r Gonrab v. Hötzenborf wird am 29. November mittags hier eintreffen unb ein Handschreiben des Kaisers F r a tt z Josef an König Carol Überbringern Er steigt als Gast des Königs im Palats ab-
Die Wo.ffenjlillfland8verhandluntzen.
Konstantinopel, 28. Nov. Die Bevollmäch» tigten der beiden kriegführenden.Teile hatten eine neue Zusam m en kun s t' In amtlichen Kreisen wird über die Perhandluugett bas strengste Stillschweigett bewahrt. Es verlautet, daß die Pforte jetzt eine Grenze Vorschlägen soll, dte von dem Punkte ber gegenwärtigen türkisch-bul- , garischen Grenze in Casa Irbjali ausgeht, bann fast sentrecht zur Küste bes Aegäischen Meeres abfällt unb der I" irr fei Tede Ag ätsch beläßt. Türkische Kreise zeigen sich optimistisch und glauben, daß die Verhandlungen bis zum Montag zum Ziele kommen werden
DqS serbische Regierungsblatt führt die türkische Zurückweisung ber Fr'iebenSbcbingungen auf fremde Einflüsterungen zurück. Die Verbündeten hätten das Vorrücken sämtlicher in Mazedonien unb All^ ferbien freiwerbenber Truppen gegen/Tschatalbscha ange- ordnet, um eine schnelle Entscheidung herbeizuführen.
Sofia, 28. Nov. Die gestrige ft onserenz der türkischen und bulgarischen Delegierten dauerte bis spät abends. Heute 10 Uhr vormittags ttaten bie Delegierten von neuem zusammen.
Eine amtliche Mitteilung ber Türkei, besagt, baß bie Bevollmächtigten in der gestrigen Beratung in Verhandlungen eingetreten sind Nach dem Empfang des Telegramms über das Ergebnis der.Konferenz beriet der Mini st e r r a t bis um Mitternacht unb übersanbte ben Bevollmächtigten neue Instruktionen. Die amtlichen Mitteilungen ber türkischen Blätter sinb voller Optimismus. Man glaubt, daß die Bulgaren ihre ursprünglichen, als übertrieben angesehenen Amprüche aufgegeben und geneigt sind, den Frieden so schnell als möglich abzuschließen.
Das türkische Krtegsministerium teilt mit, baß bie Rekruten bes Geburtsjahrganges 1893 sofort z u ben Waffen berufen werben sollen
Der „Berliner Lolalanzeiger" will aus Belgrad schon erfahren haben, ber Waffenstillstand sei am Donnerstag nachmittag zustandegekommen. Einzelheiten fehlen noch.
Es ist ein Bermittelungsweg, der ber augenblicklichen Lage rntipridjt, wobei erwünscht ist, daß diese Vorkonferenz jo bald wie möglich Zusammentritt Möglicherweise iverben die Derhanblungen bei Tschatalbscha dabei überholt wer den. Dort haben bie Türken, wie es heißt, neuerdings eine Grenze vorgeschlagen, , bie Abrianopel
und »ben unteren Lauf ber Maritza> sowie bie Hafenstabt Dcde-Agatsch in türkischen Besitz läßt Bulgarien
wird barauf wohl nicht eingehen wollen, unb der türkische Optimismus in Bezug auf den nahe bevorstehenden Frie- dcaSschluß fdyeint verfrüht zu sein. Bulgaren hat nunmehr auch sich dagegen gewehrt, daß die neuen Grenzen durch tiite Konferenz festgestellt werden Es scheint demnach an einen künftigen Verlauf der direkten Verhandlungen mi: ber Türkei zu glauben. Eber gebeult es alle seine icäftc zusammenzurasfen, um boch noch in Konstantinoppl Eivzug zu halten?
Wir erhalten folgende Meldungen:
Der Nonfercnzgcbantc..
Zu der Londoner Meldung, daß die englische Regie Tung zur Lösung der Balkanschwierigkeiten die Einberufung einer Botfchafterkonfercnz beantrage, wird aus Paris offi jwö berichtet, daß die Nachricht in dieser Form jedenfalls »er früh t sei Sicher sei nur, daß Sir Edward Grey zu mehreren Botschaftern gesagt habe: „Wenn man tele zraphisch von Hauptstadt zu Hauptstadt korrespondieren muft, dann wird man nicht fertig werden." Es sei Möglich, daß Grey für eine solche ftwnferenz-Ibee sei, aber febeu falls habe diese Idee noch keine feste Gestalt angenommen
Die „Kölnische Zeitung" meldet jedoch aus Berlin:
Es bestätigt sich, daß England die Absicht hat, ttn diplomatischen Meinungsaustausch unter den Großmächten über einzelne Punkte der Dricntfragc statt -wie bisher von Kabinett zu Kabinett in Form einer Botschasterkonserenz «iter sichren zu lassen. Tie Konferenz ist nicht zu ver -kd)f c 1 u mit der eigentlichen E ri entkon serenz, bie, wmt überhaupt, erst nach dem Friedensschluß zwisckten der Pforte unb ben Balkanregierungen zusammentreten könnte. T»w Vor i'l einer solchen Konferenz, deren Arbeiten natürlich zunächst iir Dor bereit en ber Natur sein würden, könnte darin bestehen, daß V-x die einzelnen Fragen eine gemeinsame Auffassung ber Großntächte sestgestellt würde, was für später notwendige krfianblimgen mit den Balkanstaaten zur Erleichterung dienen Lmue. Was England verschlägt, ist im wesentlichen ein Wech. I.-I in der Methode, um den diplomatischen M et iuit g sa us t a u j ck zu beschleunigen. England bezeich ^rtc auch seinerseits die Punkte, die es aus der Botschasterkonfe
>r, erörtert sehen möchte. Es steht natürlich den anderen 1iächten frei, ivenn sie noch andere Punkte aus ber Konferenz ritten sehen wollen, dafür Vorschläge zit machen, lieber die 31 e 11 u n fl bei übrigen Mächte zu ber englischen An- rkiinng ist zurzeit näheres noch nicht bekannt, da den .'Icbinctten der cnglifdK Vorschlag erst heute Donnerstag1 früh
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ktiver Stoffe entsteht Man wußte bereits, day das Gas 'rliu nt, bas mau zuerst auf der Sonne mit Hifte der spektral nlhse Lid tnntersuchung) entdeckt hatte, ein Untwandlnngsprodutt
radioaltiven Elemente iRadium, Uran, -ihvr uiro. Nt. i-ic ö» ha ft rat; len, die von den explobierenden Awmen longeickleudert reden, und deren wunderbare Wirkungen zur Entdeckiutg des
•fiebium» führten, find nichts als ein Kugelregen von Helium knien. Nun hat Ramfan gezeigt, daß auch die Atome des Neon
ff ermaßen Sprengstücke ber zerfallenen Atome des Nadtums
Tie Edelgase der Lust bilden überhaupt eine seltsame und nerenante Familie. Den Namen Edelgase hat man ihnen ge (ben weil iic keine chemischen Verbindungen eingel^u etc und tDcrbeficrlid’C Hagestolze. Man backte bet der -iau’c an die Dclmetnlle, die ja and’, jtur schwer äiemiscken Angrnieit unter heu unb deshalb so blank bleiben. Edel sind unuwe Gaie auch tt,en ihrer Seltenheit. Tie meisten sind nur in äußerlt geringer Tilge in der Lust enthalten. Nur das Argon kommt in gan; irächtlicken Mengen vor. Wir atmen täglich mehrere Liter iics Gases ein unb wieder aus, da es in keiner Wene aul Vieren Körper wirkt. .
Ter Elwmiter lann von ben Edölgaten kaum Gebrauch machen, sie allen seinen. Künsten widerstehen. Ter Phnsikcr aber ichatzt buntes Lickt, das durch eleftrische Entladungen geweckt wird. .-5halb finben sie auch in der neuesten cleftnidxTi Bcleuckrung, t>cr Erzeugung vorn Moorclickt, Venvcuduug. -t.as Moor dicht nichts als ein Aufglühen verdünnter Gase, die sich in langen aZröhren befinden, durch die ein hodjgvipanntcr ^trom fließt. ' jrj) geeignete Auswahl der verwendeten Gaw kann man ein Lickt erzeugen, bas vollkommen dem Tageslicht gleicht hnb deshalb für ftimftausftellungat unb Verkaufsräume sehr 5 rtooll ist. #
— Ein Handschriftenfund in einem Kloster Jhtffalicns. Reifende in Thessalien feinten die ..Kloster kr Mtteore", die so wegen ihrer wunderbaren Lage auf hohen
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