Ausgabe 
28.3.1912 Drittes Blatt
 
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Nr. 75

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Wendel erfüllt ist,

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Die Cftmarfcnaulafle mag ursp politischen Charakter geboot haben. Aber eS^

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von iar tcn

Rekrftton, LxPedition und Druckerei: Schul- ftrafee 7. Expedition und Verlag: es® 5L Redaktion: Tel.»AdruAnzeigerBteßen,

Donnerstag, 28. März 19(2

Ratattonrdruck und Verlag der vrüblichen Uni»«rfirLt« - Buch- und Stetndruckeret,

he^ iten, Hon- etc.

ursprünglich einen ' iRt sich nicht bc- streiten, daß sie im Reick lediglick von cin:m wirtschaftlichen Oie*

r" Man versendet die Ankündigungen der Schmuhlitera-' t u r jetzt in offenen Briefen, darauf sollten die Empfänger mit Beleidigungsklagen antworten. Nun die Wunsche des Zeitungsmannes. Die Auflieferung der Zeitungen beim Postzeitungvamt wird jetzt immer früher verlangt, und der Zcitungsberuf zermürbt ohnedies schon die Nerven ja mit. Herr Staatssekretär, seben Sie es nickt an. (Heiterkeit.) Den erpressen Botendienst sollte man zum Schuh der kleinen Provinz- presse beseitigen. Warum führt man nicht billigere Preßtet«, arammc ein? Nun kommt meine landmännische Seele. -"S platte Land ist daS Aschenbrödel der Post. Großstadt und Vororte sind bevorzugt. Man gebe dem platten Lande doch eine zweimalige Bricfbestcllung und vor allem billigere Fernsprcck. Möglichkeit. Ich merke nichts in der Postverwaltung von bureau- kratischem Geist, nichts von Stagnation. Möge der Staats­sekretär noch recht lange in seinem Amte bleiben, mo-' Tnoflhd) so lange, bis der Wunsch bc8 Abg. Wendel erfüllt ist, daß er tm ZiikunftSstaat Staatssekretär a. D. ist. (Weiterer

sichtspunkte anzu>'e5en ist. nämlich die Reicköbeamten der Post mit den preußischen Beamten gleickzustellen. Die Lstmarken* zutage ist keine Korruptionsprämie, ich bestreite baß aufs Entschiedenste. (Beifall.) Xaß ist eine hoble Phrase, ein Lcklagwort. dem jede Berechtigung fehlt. Seit dem Bestehen der Zulage sind die polnischen Lilagen über Schilane bei der Driefbestelluna immer weniger iffworden. Außerdem würde mit ihrer Abschaffung den gerni'cktsprachigen Landeste'Ien mehr als eine Million entgehen und darunter würde auch die polnische Bevölkerung leiden.

Tie Polen sollten bedenken, daß ein Sperling in der Hand bester ist als eine Taube auf dem Tache. Tie Gehälter sind der­art. daß der Schatzsekretär wohl ein menschliches Rühren spüren würde, wenn er sie genau kennte. Bei der steigenden Unruhe und Erregung unter den Beamten sollte möglichst bald Wandel geschaffen werden und zwar durch Taten, nicht durch Worte. Tie Beamten lehnen Zubeil als ihren Fürsprecher ab und mit allem Nachdruck den Rat. einen Streik zu tenmnen. Damit würde in allernächster Linie der Arbeiterschaft. Handel und Industrie Schaden zu^?-' werden. Heute lei guter Finanzlage sollte man die Wünsche der Beamten erfüllen und sie nickt auf die Zukunft vertrösten, wo sie trcl- leicht abpewiesen werden mit dem Hinweis auf die schlechte Finanzlage. (Lebhafter Beifall.) _

Abg. b. Czarlinski (Pole):

Dir halten unseren Antrag auf Streichung der C T.*d Markenzulagen aufrecht. Wir bedauern die Aenderung der Ansichten der Fortschrittspartei. Der Redner kritisiert, auf der Tribüne unverständlich, die Ostmarkenpolilik der Regierung und wird vom Präsidenten Kaemps zur Ordnung ge. EufeiK-

55h*1mm 'm Elbrus unserer bewahrten Wirtschaftspolitik ist, 2. eine sozial betrieb,gte Beamtenschaft zu sorgen,

Khatter «Vl ) ^"uhigung der öffentlichen Meinung.

- Abg. Will (Els. Zentr.)' -

bie Aufbesserung der Telegraphenarbeiter Und'eine Er* vomng der Entschädigung für die Postagenten. Im Elsaß Han- ve^n die Nationalliberalen in Sachen der Wahlfreiheit der Be-

P?3 anber8- als sie hier im Reichstag reden; dort werden ^Postbeamten gezwungen, für die nationalliberalen und io- -laldemokratischen Abgeordneten zu stimmen. ' ~ '

Abg. Bruhn (Neformpartei)*

tritt für Besserstellung der mittleren und Unterbeainten ein

wenn den Beamten ein Einblick in die Beschiverdeakien gewährt würde; wie oft würde sich dann die ganze Beschwerde als Mißverständnis Herausstellen, ehe sie an die vorgesetzte Be­hörde kommt! Eine Versetzung bei der ersten Anstellung sollte man möglichst vermeiden, da Umzngsvergülung dabei nicht ge- währt^wird. Tie Anrechnung der Arbeiter-, Handwerker-. Aus- Helfer- und Mililärzeit ist eine der dringendsten Wünsche der Postbeamtenschaft, ebenso die Anrechnung des über, vier Jahre hinausgehen den Tiätariats aus das Besoldungsdienstalter. Ter Redner trägt auch die weiteren Wünsche der Ponbeamlenschafl vor: Vierteljährliche Gehaltszahlung, Herabsetzung der wöchentlichen Tienststundenzahl, Bereitstellung van Erziehungsbeihi! en, Aus­besserung der Altpensivnäre und der Witwen und Waisen, gleich­mäßigere Verteilung der Weihnachtsgrallfikationen, wobei es nicht zu verstehen ist, tveshalb man gerade die kleineren '21 em ter von diesen Gratifikationen frei läßt, obgleich die doch nicht Hitis personal zur Erledigung der Weihnachtsarbeilen erhalten, _Rot- wendig ist ein Reichsarbeiterausschus; für den Bereich der 41 Cbcr- postdirektionen. Tie Personalordnung und die Pclionatverhäit- nisse in der Postverwaltung zerstören vielfach die Berussfreude. Die Postboten sind am übelsten dran. Der Redner erörtert weiter die Unterbeamtensrage und fordert eine Revision des Besoldung." gesetzes in dem Sinne, daß die in der zweiten -esung der Be­soldungsordnung vom Reichstag beschlossenen Gebaltsiatze ins besondere für die Postschaffner und Poslassinenten durchge'uhrt werden. Weiler empfiehlt er Gleichstellung der Lanbbrie träger im Gehalt mit ihren städtischen .\tollegen, wobei ne aus das Paketbestellgeld gern verzichten würden. Tie Arbeitsleistung bei manchen Postagenturen und damit auch für die Tandbriestrager ist'höher als in manchen Postämtern dritter Klaue -ter Redner !bezieht sich auf ein Beispiel aus seinem Waylkrene, die über­lastete Postagentur in Hirzenljain. Er fordert weiter die 0 1. ich- ^stellung der gehobenen Unterbeamten, soweit sie nad) l.Oa bi fördert sind, mit den älteren, eine bessere Abgrenzung des Arbeits­gebietes nach unten, sreilick) auch nach oben, sowie den -titel I Postbetriebsassistent". Eine Aufbesserung des Wohnungsgeldi.» der Unterbeamten ist dringend notwendig; die unverheirateten Postbeamtinnen erhalten tatsächlick) jährlich dura schnitt.ich <u di» 90 Mark Wohnungsgeldzuschuß mehr als die P a st n n ter beamt en mit ihren zahlreichen Kindern. (Hört, hört.'- Ter Redner emp-- siehlt daher die Resolution der Bubgetkomminion, bedauert d.. ablehnende Haltung des Staatssekretärs gegenüber den ogenten. Die Postgehilsinnenfrage hat sich_ aumanlip- 5U einer Postgehilsenfrage entwickelt. Man sollte diese mehr schützen und für bessere Anstellung gerade der werdenden Postbeamten der mittleren Lausbahn sorgen, indem man die Aumahmebe^lngui.gei der Gehilfinnen verschärft. Mit den Gehaltsauibesierungen, Wohnungspreisen und gesteigerten Lebensverhaltnisien besinb).ii wir uns in einem eireulus vitiosns. Ter Redner ichttetzt mu i>er itochmaligeu Feststellung, daß, das gewaltig gesteigerte B>r-

Mb. Deutscher Reichstag.

27- MS-z, 1 UH-- J

«m Tische des Bundesrats: Kraetke L *

^^g^ssssMisssy«;

Der Poffefaf.

TA* *

Staatssekretär Kraetkc.

Vczügkich der Landbestellungen ist bereits eine Verfügung an die Qberposldircktionrn ergangen. Die neue Fe rn sprech - geb uhrcnordnung ist ja im Reichstage gescheitert; eine Klärung ist nicht eingetretcn, so daß die Regierung nicht in der Lage ist, eine Vorlage zu machen. Mit den söge- nannten Soldatenpaketen wird viel Unfug getrieben. Für In- landötclegramme sind die Gebühren ohnehin sehr niedrig, und die große Ausdehnung des Telephonnetzcs, da» von ocn Zeitungen immer mehr benutzt wird, mackt eine Ermäßigung für Preßtele- gramme unnötig. Tie Postagcntcn wünschen selbst nicht die Um- Wandlung in Postanstalten. Ermittlungen haben wir bereits atu gestellt.

1 Abg. List-Eßlingen (Natl.)

weist die Angriffe Wendel» auf den Abg. Beck entschieden zurück. Unter den Unterbeamten ist die allgemeine Klage, daß die ßkiol-' vungsverhaltnisse sebr ungleich sind; entstanden ist das durch ungleichmäßige Anrechnung von Dienstjahren. Ein Ausgleich wurde die Dienstfreudigkeit der Beamten hoben und der Post selbst zugme kommen. (Sehr gut!) Erweiterung des Et- ho lungSurlaubs und vielleicht auch H e r a b s c tz u n g d e r t a g l i ch e n Arbeitszeit sollte wohl möglich fein. DaS wurde die Berufsfreude der Beamten heben und sic vor soual- demokratischen Einflüssen schützen. Allgemeine Portofreiheit für Soldatenpakete müßte sich ermöglichen lassen. Durch unsere Post. Verwaltung geht im allgemeinen doch ein frischer, den Bedürfnissen des Lebens gereckt werdender Zug, aber eine freiere Auf­fassung der Verkehsaufgaben würde auch die Ein- nahmen der Post steigern. Kann daS Weltgrundporto nicht durch, geietzt werden, so sollte doch ein billigerer Verkehr atDHdjen benachbarten Orten zu ermöglichen fein. Tcr Redner empfiehlt weiter die Einführung von Fensterbricfen im internationalen Verkehr. Man sollte nur zwischen geschlossenen und offenen Postsendungen unterscheiden, nickt zwischen Druck­sachen, Warenproben, Geschäftspapieren. Möge die Postverwaltung b>e .Interessen dcS Verkehrs in erster Linie im Auge behalten.

'^nfall.^

Staatssekretär Kractkek

Ter billigere Nachbarvcrkehr ist auS finanziellen Gründen nicht ohne weiteres zu ermöglichen. Die Dienstzeit von 60 Stun­den ist nicht zu hoch. Die neue Organisation, die der Be­amtenschaft ermöglicht, auS unteren in mittlere und gehobene Stellungen aufzurücken, hat sich bewäbrt, und ich bin nicht in der Lage, dem Reichskanzler eine andere votzufchlagen. Im einzelnen könnte sie ergänzt werden.

Abg. Hubrich (Vp.)?

Sparen ist das Leitmotiv der heutigen Zei!, aber man soll am rechten Ort und zur rechten Zrit sparen. Die Post tut es auf Kosten der Befriedigung vorhandener PerkchrSbedürfnisse und oc» Personals. Wir haben niemals VcrkehrSluruS getrieben und darum sind Einschränkungen nicht angebracht. Im vorliegenden Etat ist z. V. so gut wie keine neue Postanstalt angefordert wor­den. Für einzelne Fehler kann man allerdings die Verwaltung nicht verantwortlich mrnhen. Deutschland marschiert mit seiner Po st Verwaltung noch immer an der S p i tz e der Kulturstaawn uno ist für viele ein Vorbild. DaS wird oft williger im Auslande anerkannt als im Jnlande. Immer­hin ist die soziale Lage der Beamten wenig befriedigend.

Tie Er r e g u n g darüber nimmt immer größeren Um­fang an und ist in keiner Perwaltung so stark. Sie geht durch alle Beamtenklassen. Hoffentlich hat der neue Schah­sekretär mehr für iFire zBünfdtc übrig als der alte. Ter Redner geht auSführlick auf diese Wünsche und die früheren Verhand­lungen teS Reichstages darüber ein. Nach dem Widerstände be» BundeSrlteS wird die Erregung bei den Beamten nicht schwinden, Tie Ursachen, die sie bervorgerusen haben, bestehen weiter. Nach den Worten deS Staatssekretärs wird vielleicht von der künf- tigen Reorganisation nicht viel zu erwarten sein und bei 42 000 Ansangsstellen und nur 7500 Beförderung-- stellen läßt schon die jetzige viel zu wünschen übrig. Ter Redner frcjanbelt nun sehr ausführlich die BeförderungSver- h ä l t n i s s e, die durchweg sehr schlecht seien.

Abg. Wendel (Soz.):

hc Genialität des Staatssekretärs hat die großen SvrK1 c,r-5 VofL Es ist die Folge dcS allgemeinen

winickaftlichkn Aufschwungs. Ter TualiSmuS zwischen der ReichSpost und der bayerischen muß jetzt um so mehr beseitigt r' -[e,lb,Cm die ReichstagSfraktion des Zentrums die hohe Schule für bayerische Ministerpräsidenten geworden ist mit haben ja hier allein 03 Ministeranwarter. (Heiterkeit.)! r t niindesten sollte man die Briefmarkengemein- ) ck a f t haben, wie mit Württemberg. Freilich mit dem flachen «?ujcn der Germania auf unseren Reichsbriefmarken wird man in löatjcrii keine moralischen Eroberungen machen. (Heiterkeit.)^ Da kann man selbst als Sozialdemokrat royalistische Anwand­lungen haben und de» Kopf deS Staatsoberhauptes auf den Briejmarken für erträglicher halten. Wenn wir einmal erpro- priieren, den Staatssekretär zum Staatssekretär a. machen, wird es bei der Post genau so klappen wie bisher, wie es ja auch damals in Paris war. (Zuruf des Abg. Erzberger: ^.ops >ib.') Bei Ihnen würde das nicht lohnen. (Heiterkeit.) In England kann man jetzt die Telephonnummer als Telegrammadressc benutzen, in England sollen die Telephon- gebühren auf die Hälfte herabgesetzt werden; man kann also von England doch noch mehr lernen, als die Sucht nach Panzerschiffcn- Ungetümen.

beleidigt haben, und die Beschuldigung zurücknebrnen. Das ist wieder nicht geschehen. (Hört, hört! Lärm der Soz.) Tie Post­beamten wollen ihre Ebre gewahrt haben. (Lcbbaster Beifall, ^andauernder 2ärm der Sozialdemokraten.! Sie wissen, daß $ie jüdjt ihre Freunde sind. (Lebhafter Beifall.)

Abg. Sachse (Soz.):

Meinen damaligen Ausführungen lag ein. Irrtum zu- gründe; cs wurden Polizeibeamte mit Postbeamten verwechselt. Ich habe nickt soviel Wert darauf gelegt. (Lacken.) Jubeln Sie nickt zu früh, cS ist bereits ein neuer Prozeß eingeleitet worden, um festzustellen, daß der Sekretär des Zechenverbandes einen Polizeibeamten bestocken hat mit hundert Mark (Hört, hört! b. d. So;.) Der Staatssekretär be-cicknet etwas als ganz bomben» sicher, was noch gar nicht aufgeklärt ist.

Staatssekretär Kraetke

TaS Landgericht hat ausdrücklich festgcstellt, daß eine In­diskretion seitens der Postbeamten nicht begangen worden ist, r.nb das hätte Herr Sachse zurücknehmen müssen, denn es ist ein schweres Vergehen, wenn ein Postbeamter daS 9?riefpcheimn:5 verlebt. Das mußten Sie auch bedenken. (Zustimmung.).

Abg. Tr. Lertel (Kons.)r

Mnn der Staatssekretär erklärt, daß er im Betriebe der Reicksposr feinen Sozialdemokraten dulde, so bandelt er nur pflicktgemLß- (Lebhafter Beifall.) Dabei hat er die große Mehrheit des Hauses. Herr Wendel dat reckt, cs gibt viele Hansnarren rm Deutschen Reich. (Große Heiterkeit.) Ich protestiere aber gegen die Be- aremung bet Oümarlenzulage als Kerruptionsprämie. Für bic Bebaupluna, baß zahlreiche Beamte für die scsialdemokratische Partei gestimmt haben, verlangen wir Beweise. In der Rede Mendels lag ein Anreiz zum passiven Widerstand und zum Streik der Postbeamten; das ist eine Beleidigung der Beamten. (Te-ckall.) Treue bis zum Lungertuch das sind demagogische Redensarten, Es ist unqualiflzierbar, auf den Zentrumsantrag über die post­lagernden Sendungen mit dem Namen Roeren zu antworten. Es handelt sick nickt um harmlose Liebesbriefe, sondern um Schmutz u p b Sth L ur»

Uriftcs Blatt (62. Jahrgang

scheint tSgttch mit «usnahm, des komrtag«, W

xHwä- Sityiüct

wöchentlich. Tielandwirtschaftlichen Kett» MM

«...General-Anzeiger für Gberhessen

--, Abg. Dr. Werner-Gießen (Wirtsch. Sgg.)j 1 ein ,freubttIfcäifff?n *lnb Telegraphcnbtt^sind 9Thpr 5 r^rr kunfcr nuilteigcnbe-3 Wirtschaftsleben

k*k y,d*tc besonders das Interesse des stacken Landes und der kleinen Städte an einer ckli^ng der Fmistreck- gebühren betonen und zugleich auf das eiiglisckw Beispiel bin- 7*^' lpo man die Telephonnummern der Teilnehmer zugleich Ä^.^^rammadresse gelten lassen will. Die Mitwirkung der Ausführung unserer sozialen Gesetzgebung ist nicht mehr zu entbehren; vtelle,cht ist es angängig, die ^cnten- tzinbttck" au7 .Überweisung vollziehen zu lassen, auch im Ämblick auf die kränklichen Reiitenenipsänger. Dankbar an.ui ^Aehnung des Nnsallmeldedjenstes im Interesse bec ländlichen Bebölkerung. Im Bericht der Reichspoftverwaltung S?Crar>t.r,^,|,cn l?,r. cinL ausgiebige Darlegung der Verhältnisse CiHC ^atistik der,Dienst- und Ruhezeiten der! Postbeamten. Es kommt uns nicht auf die Durchschnittszahlen an, sondern auf die, tatiachliche Arbeitszeit und wir bitten für bie nächste Denkichnft die Feststellung der Dienstzeiten für die etnzeuten Postdlrektloneu, oder noch besser Postämter. Denn in bet nonntagsrube und int Erholungsurlaub sind innerhalb ein zelner Oberpostdirektionen tatsächlich Verschlechterungen ein­getreten. Lobend hebe ich hervor, den Zuschuß zu den Lebens Versicherungsprämien der Unterbeamten und zu den Krankenkasfeu der nicht rrankenversicherungspslichtigen Posl^ und Telegraphen Unterbeamten. Hoffentlich bleibt diese Versicherung aus die Unter- , ,, ... M

beamten beschränkt, und vielleicht läßt es sich ermöglichen daß buhlen mckt um bic Bcamt-nstimmen, aber wenn der

mehrere Aerzte zur Auswahl stehen. Auch der Zuschuß zu den Staatssekretär seine kategorische Erklärung, er bulbc keinen

Genesungsheimen und die Erbauung dieser selber ist lobend zu «ozialbemokr.iien in scincr Beamtenschaft, wahr niacht, bann wirb

erwähnen, sowie die Erhebungen über bic Grunblagcn ber Pen- 51 ..c,Ue »«an.fleneunte Le11ungöstörung geben,

sionszuschnßkasse für bic Rcichsarbeiter. Wir fordern in urncrcr 2? cr 5ltl P*Ln fccc 2 r c 11 c bxi öum Hungertuch, bie

^Resolution eine Denkschrift darüber. Ebenso stellt sich der Bun- letzt auch da» Zentrum proklamiert, wollen die Ihitcibcamten

desrat erfreulicherweise einem Wicderansnahmeverfahrcn in Tiszi m ]a lur bic Unterbeamten nach

plinarfällen freundlich gegenüber, lehnt aber leider abermals bie « bcs Reichstags gejchehen, darum stimmen wir auch

-Beamtcnausschüsse, sowie den weiteren Ausbau der Arbeiter- S, , uitcntcnforbcrungen. Ter Deckungsantrag deS

Ausschüsse ab. Auch bei ber Reichspost ist eine solche Vertrauens-1 L? C r l.n 0 postlagernde n Sen.

lnstitutwn unumgänglich notwendig. Leiber hat ber Bundesrat naA Em 9Jocren8 um, bad 'st bis

es auch abgelehnt, die unbeabsichtigten Härten, bic bic Regelung ß c ?! A?« f ??n h r u"8?1;!' bie müde,

der Bezüge der Pott-Untcrbcamtcn in der Besolbungsorbnun.i tociuf L/ -itcflLnnmsfrmnmrili/hra r*r-,<?'

geschanen hat, durch geeignete Maßregeln auszugleichen, und hießt u6

ebenso hat er leider bcii Beschluß des Rcickfstags über bic Gc -i-huiwsurömi? bringen, bicje Er-

Währung einer persönlichen Zulage von 300 Mark au die älteren tVd n a b i c3 -äCfC 2 VW'

Dbtrpoft- und Tekgravhcnafiiftenten nicht befolgt. Auch sonst m »l, Ä, ö^peniter.

zeigt sich in unserer Poitverwaltuna ein übertriebenes ?nnr I -r. » ur unter ben Polen, auch unter ben deutschen

fe i? £ SS

ää-r ä?äs*BF Unterstützung für einen Postboten oder Briefträger bekommt. Was V .

bedeuten GOOÖOO Mark Unterstützungeu bei einem Unterbeamten-! Staatssekretär Kraetke:

-Heer von 120 000 Köps-n! iS* ritte»!) . , Ich st-h-auch heute noch nu s d e m S to n d p u n k t,

^cr Redner locnbct uch nunmehr einigen Gejamtfragen der daß ich keinen Sozialdemokraten in der Reichs^

einzelnen Bcamtengruppen zu und erörtert in enter Linie die Po st Verwaltung dulde. (Lebhafter Beifall Lärm der

Rotwenbigkelt ber besseren Ausgestaltung der ZivUverforgung der Eoz.) Tic Reben ber fo;ialbcmofratifchcn Herren finb ber beste

Militäranwärter, und betont bann weiter, einen wie nnerträg Beweis für bic Rickligkeit meines Stanbpuiiktcs. Tie Abgg.

Uchen Zustand die Ablehnung der Ostmarkenzulage schassen würbe Wendel und Zubeil haben bic Beamten zum Streik aus.

für bic Beamten, die bei dem Wegfall der Zulage keine Berbitu gesorbert. (Zuruf von ben Soz.: Wenn sic mal streiken

gung ihrer Lebenshaltung und Wohnungsmicte erführen, wah- mödjtcnl Unruhe.) Die Herren behaupten, ihre Partei werbe

renb z. B. die Eifenbahnbeamien im Genuß der Ostmarleuzulage um bic Postbeamten. Der Staatssekretär verliest ein Flug, blieben. Ter Redner empfiehlt Tagegclderzufchüsse für nichtetats- blutt, dessen einzelne Sätze bie Sozialdemokraten durch bemon- mäßige Beamte an Teuerungsorten und die Anrechnung des slrative Beifallsrufe unterstreichen. All Ihr Werben wirb Ihnen Sonntagsdienstes als anberthalbiack, ebenso bie Rückbaucruug bc» I aber nichts nützen. Tic Beamten wehren sich dagegen, daß Sic Nachtdienstes auf 8 Uhr. Das Geheimaktcmvescn bedeutet für unsere sich als ihre Vertreter hier aufspielen, mehren sich gegen bic D e - gesamte Beamtenschaft einen starten Stein des Anstoßes. Wieviel leibigung. baß Sie ihnen Eibbruck zumuten. Haben Verbitterung unb Mißverstänbuifse konnten beseitigt iverden. Sie schon für einen Etat gestimm!? (Hört, hört,) Nun, ba

~* ..... * können Sie bock nicht behaupten, baß Sic für bie Beamten

wirken. (Lebhafte Zustimmung. Lärm ber Soz.)

Der Staatssekretär stellt sobann fest, baß bie vom Abg. Sachse neulich behauptete Bespitzelung b c 8 Steiger- verbanbes durch bie Zeche nbircktoren unb bie baran geknüpften Bcleibigungen gegen bie Postbeamten zu einem Strafverfahren geführt haben unb zum eiblidjcn Nachweis, baß Postbeamte babci nicht beteiligt gewesen unb bie Beschuldi­gung richtig i st. Ich habe gewartet, ob Sie die Ehr- lichkeit haben (Großer Lärm bei den Soz. Hört, hörtl)/ an:uerlenr.cn, daß Sie den chrcnwcrten Stand der Postbeamten