Ausgabe 
31.5.1912 Erstes Blatt
 
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Sefidbach, den 30. Mai 1912.

Danksagung.

Kür die herzliche Teilnahme anläßlich deS HinscheidenS unseres guten Sohnes, Bruders, Schwagers und CntelS, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hofmann, für die vielen Kranzspenden, sowie für die zahlreiche Berctligung bei der Beerdigung sagen wir allen Freunden und Bekannten herzlichen Dank.

Im Namen der Trauernden:

"Wilh. Becker IV.

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«neu beginn 10:' ~ no

*** der .

I Gemeinnützige Baugenossenschatt, a m. n, Gießen

Bilanz vom 3L

Mk.

4590L6

<620.25

Verlust- und Gewinnrechnuug pro 1911.

Grosser Umsatz

Kleiner Nutzen

Ter Vorstand:

D/<

3853

Diefeck, den 3L Mai 1912.

htatta aller H ESS

K Wilh. Paul, Schutun&ciienneßtar ll u

il Massarbeit

am Platze. Reparaturen jeder Art prompt bei billigster Berechnung,

Bein- Ucrtorzungep Spciol-Goöäft

4700.

168.

2752.26

Aktiva.

1) Kassenbestand

2) BezirkSspartasse Gießen

3) Miiielbeutsche Lredttbank

4) Inventar

öO6Ö.2i

Haftsumme: Mk. 21600.

Aschaflenburg, Fulda, Herborn, Wftrzburg.

Durch unser Prinzip

Gewinne

1) Zinsen

2) Schenkung

200 Fahrten.

Frankfurt a. M., 30. Mai. Tie 200. Fahrt der Schwabe n", die heule ausgeführl wurde, erfolgte nach sieben- monatiger Tätigkeit, bei rund 25 000 Kilometer Hüftlinie und einer Personenbeförderung von 5000. Tie heutige Fahrt ging von Frankfurt nach Offenbach, Hanau durch das Kinzig- tal. Goldene Luc, Gelnhausen, Vilbel und endete mit verschiedenen Schleifen über Frankfurt. Tas Schiff war mit kleinen Wimpeln geschmückt und trug an der Kabine die Zahl 200.

(88) Friedrichshafen, 31. Mai. Die große Fern­fahrt des neuen ZevpelinluftschifieS von Friedrichshafen nach Hamburg ist für heule abend festgesetzt. Graf Zeppelin übernimmt selbst die Führung des Huftkreuzers. Die Fernfahrt soll möglichst ohne Zwischenlandung direkt nach Hamburg gehen. Bon Hamburg aus sind Fahrten nach Bremen und Kiel sowie Lrienlierungsfahrten über See geplant.

Müller'sche Badeanstalt.

Mass erwärme der Lahn am 3 1. Mai: 150 R.

Mk.

63.21

3000.-

Dezember 1911.

Passiva.

1) GeschästSgnl- haben der Mit­glieder

2) Reservefonds

3) Reingewinn

Kuverts mit Hirma billigst | kirühl'sche Unioerfitätr-Vruckerei. R. Lange, Sieben

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei unserem schweren Lerluste und für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir allen, insbesondere dem Kriegeroerein, unseren in­nigsten Dank.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Schnabel.

Mk.

1.99

Springmann s Schuhwarenhaus

Bahnhofstrasse 58 Giessen Bahnhofstrasse 58

- -

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter die,er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen. Man kann es verstehen, wenn sichmehrere Anwohner der Nord-Anlage" darüber freuen, daß das Zelt der Zellmtsfion vom OswaldsgaNcn wieder verschwunden ist. Man braucht aber durchaus noch lern Anhänger der Zelttnission zu sein, um andere Empfindungen zu haben, als die Berfasscr des Eingesandt in Nr. 124 Jahres Blattes. Es gehört denn doch ein ganz eigenartiger Geschmack dazu, die Klänge einer Karussell- orgd oder gar die vonein paar", die zu gleicher Zeit spielen, angenehmer zu empfinden, als den von einem Harmonium be­gleiteten Gesang geistlicher Lieder, wieSo nimm denn meine Hände" undDer beste Freund ist in dem Himmel", deren Weisen zufällig eines Tages vom Zelt her mein Ohr trafen, als ich in dem anliegenden Schulgarten der Knabenschule beschäftigt war. Ich glaube, daß mich Karussellorgelmusik bald aus dem Schul­garten vertrieben hätte, aber dem Gesang der oben angegebenen Melodien lieh ich gern mein Ohr. Daß er gerade aus dem Zelt der Zeltmisfion kam, daran stieß ich mich nicht.

Gott sei Dank, daß es auch Leute gibt und es ist nach meiner Erfahrung nicht die Minberhett die einer anderen Geschmacksrichtung huldigen als die Verfasser des ersten Ein« gesandt. Leib, Lehrer.

i . . ......1 .j

Letzte Nachrichten.

Die Lage in Fez.

Paris, 31. Mai. DerMalin" meldet, Liautey habe unterm 27. Mai einen amtlichen Bericht erstattet, das die Lage ernst, ja allarmierend sei. Die .Gefahr nehme von Tag zu Tag zu und nur wuhrciid der Ernte sei eine vorüber-, gebende Entspannung der Lage zu erwarten. Es werde beträcht­licher Anstrengungen bedürfen, um die Rühe wieder herzustellnv und dauernd zu erhalten.

Mannheim, 31. Mai. Das LuftschiffSchütte-1 Lanz" unternahm heute früh ö Uhr seine erfteFahrt. Es fuhr bis Karlsruhe und wandte sich dann der Bergstraße zu. Um 8.03 Uhr ist cs unmittelbar bei der Luftschiffhalle wieder gelandet.

Malta, 31. Mai. (Reuter.) Tie Reise des englischen Premierministers ist rein privater Natur und ist aus Gesund­heitsrücksichten unternommen worden.

NeuYork, 31 Mai. Ans Mexiko wird gemeldet, daß die Rebellen die Stadt Tres-Maroas plünderten und dort große Grausamketten verübten. »

Vermischte».

* Warnung vor ausländischen Auswanbe- rungsagenten. Durch die Anfragen Auswanderungslustiger ist in letzter Zeit der Evangelische Hauptverein für deutsche An­siedler und Auswanderer verschiedentlich aus Agenten aufmcrkfam gemacht worden, welche vom Ausland her, besonders in den großen Industriezentren, auf brieflichem Wege Auswanderer für südamerikanische Staaten unter Versprechung freier Reise und freien Landes anwerben. Der Verein hat sofort die nötigen Schritte getan, um diesen Agenten das durch 5 1 des Äuswanderungsgesetzcs verbotene Handwerk zu legen und die Auswanderer durch Be­hörden, burd) die Presse und seine Vertrauensmänner zu warnen. Die Leute sind nad) Kräften darüber aufzuklären, daß diejenigen Auswanderer, deren Uebersahrt ein fremder Staat bezahlt, sich ihres Rechtes auf freie Auswakst des Freilandes begeben; sie haben dorthin zu gehen, wohin sie die Regierung schickt, d. h. auch in ungesunde Gegenden. In der Regel sind es die vorgeschobensten Posten, wo neue Regierungskolonien angelegt werden. Es ist also unbedingte Vorsicht nötig.

* Tos Pferd in der Welt. Man glaubt vielfach, daß in Anbetracht der immer mehr steigenden Verbreitung der Kraft­wagen die Pferde seltener und entbehrlicher werden. Ja, manche prophezeien bereits baß Ende des Pferdes und sehen schon tue Tage nahe, in denen das Werd als Kuriosität in zoologischen Gärten gezeigt wirt). In Wirklichkeit stehen die Tmge anders. Wohl mag das Pferd in den Straßen einiger Großstädte seltener geworden sein, überall sonst ist seine Zahl aber im Zlmehmen be­griffen. Nach den Zählungen, die in fast allen Kulturstaaten oor- genommen wurden, betragt die Zahl der Pierde auf der Welt ins- gesamt bl Millionen Stück. Davon entfallen auf Europa rund 43 Millionen, auf Amerika 32 Millionen, auf Asien 3 Millionen, auf Australien 2% Millionen und auf Afrika eine halbe Million. Tabei ist aber zu bemerken, daß in Asien Pferdezahlungen nur in Britisch-Jndlen und Japan vorgenommen würben. Wir wissen nicht, wieviel Pferde Ehina besitzt, wieviel in den weiten Steppen Jnnerastens gedeihen. In Afrika haben die betreffenden Zählungen nur in Kapland, in Algier und in Tunis stattgefundem Wir gehen alfo kaum fehl, wenn wir annehmen, daß es auf der gesamten Erde mindestens 120 Millionen Pferde gebe. Unter den Kulturstaaten nimmt daß europäische Rußland in Bezug auf den Pferdereichtum die erste Stelle ein. ES verfügt über einen Bestand von 27 Millionen Stück. Ihm folgen die Vereinigten Staaten von Amerika mit 21 Millionen und in weitem Abstand Argentinien mit 7 Millionen Pferden. Deutschland nimmt den vierten Platz ein. Wir besitzen laut der letzten Viehzählung 4 345 647 Pserde. Tie von uns im Lande gezüchteten Pferde genügen bei weitem nicht unserem Be- dars. Wir müssen noch für fchtoeres Geld Pferde im Auslande kaufen. Im Jahre 1910 haben wir insgesamt 142000 Stück im Werte von lOö Millionen Mark eingeführt und 1860 Stuck im Werte von 1 700 000 Mk. außgeführt. Rußland war unser Haupt­lieferant ; wir bezogen von ihni 71 840 Stück, zumeist leichte Pferde, im Werte von rund 21 Millionen Mark. Belgien versorgte uns mit 25 000 Pferden schweren Schlages, die 31 Millionen Mark kosteten. An Dänemark zahlten wir dagegen 20 Millionen Mark ,ur 23 000 schwere Pserde. Weitere Bezugßländer bildeten die 'Niederlande, Oesterreich-Ungarn, Frankreich und England. Diese Zahlen lehren unß, daß die Hebung der Pferdezucht für unS immer noch von höchstem wirtschaftlichen Werte ist.

111 der SDqAi , en des c> flD' <- 'qebraü s'würlrz 0 ^rochen. .

* Wi*nb Zg

hauplverjammiung Oer Deutschen Turnerschaft.

Kiel, 30. Mai.

Im weiteren Verlaus der Verhandlungen beschäftigte sich der Ausschuß mit den UnsaUunterstützungskassen, die nach einem Bc» schluß der vorjährigen Breslauer Tagung errichtet wurden. Tcr Ausschuß wünschte, baß diejenigen Vereine, die mit Prioatoer- sicherungsgesellschaftcn Verträge abgeschlossen haben, nicht ge­zwungen werden, den Kreiskassen beizutreten, sie sollen aber ver» pslichtet werden, ihre Verträge nut den Privatoersichcrungen zum nächstrnöglichstcn Termin zu kündigen.

Als Vertreter des Reichsausschusses für die Olympischen Spiele würbe Sanitätsrat Töplitz Breslau) gewählt. Die Feste der Schweizer Turnerschaft und der belgischen Turner, sowie der Äon» tncß für Jugendspiele in Heidelberg werden durch Vertreter des Ausschusses besucht werden. lieber die Verleihung von Ehren» triefen entspann sich eine längere Erörterung. Es wurde be­schlossen, den geschästsführenden Ausschuß zu beauftragen, ent- sorechende Bestimmungen auszuarbetten und sie im nächsten Jahre Dotjulcgen.

Eine gestern von einem Ausschuß ausgearbeitete Erklärung 7 um Jungdeutschlandbund wurde ohne Widerspruch angenommen.

Kaufmann Ahlborn (Gotha) erstattete den Kassenbericht. Tas Vermögen der Kasse beträgt 66000 Mark, das der Götz- Slislung 106 000 Mark, das Gesamtvcrmögen beträgt 207 000 aJcf. -tont Kassenwart wurde Entlastung erteilt und der Haushalt für 1913 genehmigt. ~ _

Für eine Gedenktasel im Römer in Frankfurt a. M., wo 2a5 kpte dcutscl-e Turnfest ftattgefunben hat, wurden 1500 Mark tevilligt. , ,

Zum Schluß erklärte der Ausschuß nach langen Verhandlungen, daß trotz des nachträglichen dankenswerten Entgegenkommens, das bie Leitung der Stockholmer olympischen Spiele bc» niesen habe, eine der deutschen Turnerschaft würdige Ver­tretung nicht mehr möglich fei.

Fourier, Bechtolßheimer, Moslg, Lentz, Dahmer. 200 Pfianzer-Zigarren iimoill XSÄK daraus, solange Vorrat reicht, 2U0 7'Psa^Zig. 1L95 i)tt, 200 ff. 8-Pfa.-Zig. für 12,95 Mk. ober 200Lochs. 1O-Pfg.-Zig. für 1AÄ> Dct Außerdem geben 2OO PftanLcr-Zigarreu gratis für Weiterempfehlungen. Also diesmal 400 Zig. f. 11,95, 12,95 oder 14,95 Mk. Rur wer bis 8. Juni bestellt, erb. die 200 Ztiid umsonst. Garantieschein. Bei Nichlaef. Geld zurück. Gade k Co., Hamburg 36. (hv**/t

(BcricbufaaL

(!) Mainz, 31. Mai. MS Vorspiel zu dem Prozeß Hirsch wegen Beleidigung beS Beigeordneten Berndt und der Polizei- assistentin Schapiro, veröffentlicht der Angeklagte in der heutigen Nummer seines Blattco eine Bekanntmachung, der wir folgendes entnehmen: Tie Verteidigung des Angeklagten Hirsch in der neuen, am 18. Ium d I beginnenbcn Verbandlung vor bet Strafkammer in Darm stabt haben bic Rechtsanwälte Justizrat Bernstein-München unb Dr Bovp Tarmstadi übernommen. Ta da- erste Urteil mit allen Feststellungen vom Reichsgericht auf» gehoben ist, muß bie Verhanblung von Anfang an wicberholt werden. Ter Angeklagte wirb einen umfangreichen Zeugen- bewei- antreicn unb insbesondere auch neues Material in Vorlage bringen. Personen, bie sachdienliche Angaben in der Angelegenheit »u machen haben und vielleicht vor Bekanntwerden deS ersten Urteils damit noch zurückgehalten haben, werden gebeten, Mittei­lungen an einen der beiden v2(nroälte gelangen zu lassen.

b°' 30' M°!. .

unb

d"m 9. unb 10 * d-- -°hn.L°2 Miltner gemeldet.

ngen.

der Viehtränke, an der tiefsten Stelle: ^ Altenburg aus anbivirt Hch. Weber nm- nunterbrochen als oedäifi t laterer Zeit merht ni\ ;c W eines guten Rusts.

Unter den Echiveinm brachten zwei Fuhrwcrte Vt -iere zum Schindanger u2 ^entlich fette Schweine gebr

ferner durch

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erbach.

Infolge der Brandkatafuosi, in unserem Städtchen eta it die Gebäude möglichu t:: Dach sind. Ter begren,'., nten hosreiten standen, um ien Pläne einige Schwieg cbäude andere Bauplätze ec-j i zeilichenBorjchristeu Rechm:! er Aufstellung der Baupläi!,»1 des OrtsbebauungSpianeS, Meister HaaS aus Tarmsttt [ \ Durch die in diesem ZK' !

rsserwerkes wird künftig ay affen.

lütten.

. Wegen Errichtung tir Mücke und hm und Scheu - auf dem Hoherodskapf siL ' zum 1. Oktober b. IS. *

30, Mai. Die VtgM.- b die drohende Futterno! ' sehr gut und hrte man Klagen übst -reien.

h6$iebaum W M -H-mburg e» « »ei Äf'J * ctzLNgen l-'cht--» Mai. Das groyc hrzehntclang die soo> .,

Äadehäüfern suh^i - tzt durchemeelettn^ Dagen ßl auch n Wck : Trmkkuranlage m arI^rU,*CMiellK '' jetzt auch daselvl Mm- ti'in»11* i hielte» ht»" ki > ttettoMLanu^

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Verluste Mk.

1) Geschäftsunkosten 275.96

2) Inventar 35.

3) Reingewinn 275J.25

3063.21

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öflljn.ft'M "eben.

treten der tzeuwurmmotten irr grdtzerer Zahl erfolgt ist, soll hier der Versuch mit einer planmäßigen Durchfüh­rung der Sommerbelämpfungsarbeiten in einer ganzen ^.^marfunfl gemacht werden Regierungsrat Tr. Steeg- Bingen stellte einen größeren Beitrag des Kreises für diese Arbeiten in Aussicht.

Hessen-Nassau.

,( M a r b u r g , 30. Mai. ^dachdem vor einigen Jahren dcr Plan, bic Wasserkraft der sog. Nehemühle südlich un­serer Stadt zu einer Ueberlandzentrale einzurich- ten, an den hohen Kosten und der mcmgelhasten Bcteili- aung fettens der Einwohner der interessierten Ortschaften dauerte, sind neuerdings die Bestrebungen, bic Lanborte »es Marburger Kreises mit elektrischer Energie zu ver­argen, roiebtr eifrig gefördert worden. Schon kürzlich beschäftigte sich, wie damals berichtet, in Ebsoorf unter dem Vorsitze des Landrats von Löwenstein zu Löwenstein eine Versammlung Kreiseingesefsener mit dieser Angelegen- heil unb es nniroc damals beschlossen, einem Anerbieten der Gießener Zentrale näher zu treten unb eine Anlage beS genannten Werkes in Krosüorf im Kreise Wetzlar zu besichtigen. Inzwischen ist man hier in Marburg, nach- ötm die Straßenbahn eingerichtet war, wieder der Frage naher getreten, das städtische Elektrizitätswerk zu einer lieberlandzentrale einzurichten. Ein in einer gestern abend cwgehaltenen Stadtoerordnetensitzung geileilter Antrag, für tue Vorarbeiten die Mittel zu bewilligen, fand einftimnuge Annahme.

---- Frankfurt a. M., 30. Mai. Der Hessische Landes- Ausschuß des Deutschen JlottenoereinS hielt dieser Tage in Frankfurt a. M. eine Sitzung ab. Es wurden bie Dele­gierten für bie am 9. Ium zu Weimar tagende Haupt» vkrfammlung gewählt unb bekannt gegeben, baß bie LanbeS- Dtrjammlung beS Hessischen LandeSoerbanbeS am 16. Juni in Bingen abgehalten wirb.

--7 Frankfurt a. 2)1, 30. Mai. Heute kam bic Marquarbt'jche Bebuineu-Karawane hier an unb bezog die für sie hergerichteten Rätime im Zoologifchen Garten. Tie Truppe berührte Frankfurt schon Enbe April auf bet Tlirchreise nach Hamburg, wo sie auch im Zoologischen Garten zur Schau gestellt war. Die Leute haben heute und morgen Zeit, >ich häuslich emzurichlen, bezw. bie ihrem Nomabenleben cntsptechenben vorübergehenden Einrichtungen zu treffen, um bann vom 1.24. Juni ihr Leben unb Treiben den Be- uchetn deS Zoologischen Gattens ootzusühten.

w. Homburg v. b. Höhe, 30. Mau Heute fand hier bie Eröffnung beS Internationalen Tonlauden-SchießtlubS flott. TaS Ehrenpräsiblum war gebildet aus: Großfursi ^iichael von Rußlanb, Ptinz Albert zu SchleSwig-Holslem, petrn John G. A. Leishmann (amerikanifcher Bolfchaftet in Ötclm) unb RegietungSptäsibeitt Dr. o. Akeister m Wies­baden. Erster Aotsitzenber ist Dr. Ritter v. Äiatx.

Kleine CagesdironiL

Ter Deutsche Verein gegen den Mißbrauch gei­stiger Getränke, der jetzt runb 39 000 Mitglieder ^hlt, wird feine große iäbmthc Tagung diesmal vom 12. vis 14 Juni in Oberfcblesien in brr Stabt Bcurhen halten.

Aus T raun st ein Banern nnrb gemclbet: xurd) den Regen der letzten Tage unb burd) bie Sommerditze bes Vvriahres l aben iid) Bobenrisse erronten. Euva 2 5 Morgen Wald sind burd) eine losgelöste gewaltige Erbfcdicku teils vernichtet, teils geiätrbet. In Nürburg haben bic Einwohner ihre be­drohten Häuser verlassen.

AuS Lands berg (Wände) wird gcntclbet: der

9? c u m a r l herrscht feit heute früh ein fchwetes Hagel­wetter und Scdneefall.

In Prag erhielt zur Vorbereitung bei Mageiuvände für bic Löntgenisictung bic Hoteliersircul Flusser Banumsulsai ver­ordnet Bon der Apotheke würbe ihr icboch irrtümlich Barium- farbonat verabfolgt Tie Patientin starb, uadibcm sie das Mittel genommen hatte. Eine ihr befreunbete Frau, die. ohne leidend zu sein, sich glcidn'allo nut Röntgenstrahlen untersuchen lassen wollte und von demselben Medikämem nahm, ist schwer erfranh.

In den Kreisen Elbing unb Marienbu rg haben etwa 60 Erkrankungen infolge von Fleischvergiftung drei Todesfälle gezeitigt. Tas idtäblidie Rindfleisch war zuerst beanstandet, später aber wieder freigtgeben worden, so daß eS in den Haiibcl gelangte.

Bier Sanbarueiter wollten bei her Ortschaft Berembkä in Galizien ben durch bic Regengüsse bet letzten Wod-e hoch angeschwol- lenen Solasluß mit einem Rachen übersetzen. Dieser schlug um unb alle vier Arbeiter ertranken m ben Fluten.

Aus Petersburg wird gemeldet: In Rcscht sind fünfhundert Magazine mit Baumwolle, Zucker und, anderen Waren, sowie zwölf Karawanendepots ver­brannt. Auch Menschen sind mitverbrannt.

Amtlicher weliervcrichl.

Oeffcntlicher Wetterdienst, Gießen.

WetterauSsichtcn in Hessen für Sarnßtag, ben L Ium 1912 f Dorwiegenb heiler unb trocken, wärmer, Gewitterneigung.

Sonst»