Ausgabe 
28.11.1912 Zweites Blatt
 
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von Ehringshausen Obcrhessische Bahn) und zweimal noch und von Kirchham (Main-Weser-Bahn) zu fahren. Der Fahrplan ist an den Postschaltern auf den Postlursplakaten ersichtlich.

/\ Ober-Ohmen, 27. Noo. Nachdem unsere Nachbar­gemeinde Ruppertenrod schon seit einem Jahre täglich 500 Liter Milch nach Frankfurt liefert, hat sich auch hier eine Anzahl Einwohner zur direkten Mrlchlieferung nach Frank- furt entschlossen. Vorerst beträgt die tägliche Lieferung 250 Liter Milch. Wie stark die Milchproduktion bei ein­zelnen Viehhaltern ist, beweist die Lieferung von 11 000 Liter von einem einzelnen Lieferanten während eines JahreS. Die Milch wird von hier nach Ruppertenrod gebracht, dort in einer Kühlvorrichtung abgekühlt und dann zur Bahn nach Mücke gefahren. So sehr die Einnahmen durch Milchlieferung zu begrüßen sind, so sehr muß von einer allzu starken Milch- entziehung im eigenen Haushalt gewarnt werden, weil da­durch eine Unterernährung nattnndet, die sich rächt.

.Mreis Schotten.

tz Eichelsachsen, 27. Nov. In unserer Gemeinde befindet sich eine große Holzf chnei derei. Die vortrefflich eingerichtete und geleitete Schneiderei bedurfte zur notwendigen Vergrößerung 60 Morgen Landes. Dafür verlangte aber die Gemeinde einen 511 hohen Preis. Die Firma drohte mit dem Abbruch des Werkes und dem Wegzug. Schotten und Nidda hätten schon das erforderliche Land zur Verfügiing gestellt. Tann wären aber der hiesigen Genieinde 6000 Mk. Gemeindeeinkommen verloren gegangen. Die Gemeinde ist mm mit der Firma einig geworden.

Kreis Friedberg.

I» Friedberg, 27. Nov. Rian geht hier mit der Absicht um, im Anschluß an die Blindenanstalt ein Befchäf- tigung51)ciin für aus dec Anstalt entlassene Blinde zu errichten. Zu diesem Zwecke sind von Wohltätern bis jetzt 200000 Mk. gesammelt worden.

m. Steinfurth, 26. Nov. Tas Ende des leisten v. Löw- schen Pachtgittcs in unserer Gemeinde ist jetzt beschlossene Sache. Dem seitherigen Pächter Reif ist von der Frciherrllchen Verwaltung mitgeteilt worden, das' mit Martini 1919 der Pachrvertrag auf­gelöst sei, das Gelände sei bereits anderweitig verpachtet worden. Wie man jetzt hört, ist das gesamte Pachtgelände an Steinrurther Gärtner für 45 Mart abgegeben worden, cük t Preis, den die Landwirtschaft unmöglich bezalsten kann. Ter Mehrerlös beträgt 5000 Mark.

Kreis Wetzlar.

X Oberquembach, 27. Rov. Die Zusa m meu - tegung der Grundstücke kommt hier zur Durchführung. Die Gemarkung besitzt eine Gesamtgröße von 582,2 Hektaren. Die Zahl der Bewohner, die sich ausschließlich mit Land­wirtschaft beschäftigen, ist in letzter Zeit sehr zurückgegangen.

Adreßbuch M3.

Die Buchstaben

II bis M

des alphabetischen Namensverzeichnisses liegen am 29. und 30. November zu jedermanns Einsicht in unserer Geschäftsstelle offen.

Verlag des Adreßbuches

für die Stadt und den Kreis Gießen Schulstraße 7/9.

vermischter.

ff. Der Trick des K r i e g s k o r r e s p o n d e n t e n. Im Vergleich mit dem Balkankriege sind die Kriege der vorange­gangenen Jahrzehnte diegute alte Zeit" der Kriegskorrespon- benten gewesen, in der man noch den Konkurrenten den Rang ablaufen konnte. Einen Fall dieser Art, der wohl einzig da­steht, erzählt dasJournal". Es war im Kriege der Buren gegen die Engländer im Jahre 1881. Tie Friedensverhandlnngen waren ihrem Abschlüsse nahe, und ein ganzes Heer von Kriegs­korrespondenten umlagerte die Majuba-Farm, wo der Fricdcns- schlutz unterzeichnet werden sollte. Ter englische Kriegskorre­spondent Melton Prior war gnt befreundet mit einem der Adju­tanten des Generals Wood. Prior hatte seinen Freund gebeten, ihm die Unterzeichnung des Friedens unauffällig mitzuteilen. Tas geschah auch: Me.lton Prior sah, wie sein Freund an dem Tore der Farm vorbeiging und sich dabei am linken Ohr kratzte. Prior ließ sich natürlich nichts anmerken, entfernte sich lang­sam, stieg in den Sattel und ritt so schlicht er nur konnte, zum Telegravhcnbureau, wo er alsbald seine Depesche aufgab. Zehn Minuten später kam der General Wood aus dem Farmgebäude heraus und sagte zu den Kriegskorrespondenten:Meine Herren, ich habe die Ehre, Ihnen milzuteilen, daß der Friedens, düuß unterzeichnet ist. Ich muß Ihnen aber das Telegraphieren jo lange verbieten, bis die Regierung in London meine Tepesck>e in Händen hat." Ta standen nun die Kriegskorrespondenten, und nur Melton Prior hatte telegraphieren können. Tie Regierung in London aber war nicht wenig verdutzt darüber, daß schon die Extrablätter mit der Meldnqg über den Friedensschluß ausge rufen wurden, während man noch daran war, das Telegramm des Generals Wood zu deckfisfrieren!

Kleine Tageschronik.

In der Küche der Restauration von Glameher in B e r l i n goß das Tieiinmädchen Wasser in brodelndes Fett. Dabei geriet

das Fett in Brand. Der Besitzer Glamever und das Tieint mäochen wurden schwer verletzt, ein Kellner und ein zweites Dienstmädchen leichter, wenn auch immerhin gefährlich.

Einer der größten industriellen Betriebe Italiens, die Zucker­fabrik Avczzano, ist vollständig niedergebrannt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter bfeier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Rodheim a. d. Bieber Tie Biebertalbahn hat in der letzten Zeit wieder von sich teben gemacht, so daß es an der Zeit ist, iid) einmal mit diesen Zuständen zu beschäftigen. Tie im Betrieb befindlichen Maschinen sind in einer solchen Verfassung, daß es den Führern nicht möglich ist, mit den sugeroieicnen Kohlen den nötigen Tamps zu erzeugen und öfters kommt es deshalb vor, daß die Züge längere Zeit liegen müssen, bis wieder soviel Tampf da ist, um weiterfahren zu können, oder die Ankunft einer Hilssmaschine abzuwarren. Wer einmal gesehen hat, wie ein Güterzug bei schlüpfrigem Werter die Höhe von Rodheim nach Station KrofdorfGleiberg erklimmt, kann sich des Lachens nicht erwehren, wenn der Heizer auf der Außenseite sitzt und mit dem Hammer das Dampfroß aufmuntert. Wie oft sieht man jjud) die Heizer vor der Maschine ßerlaufen und mit der Schippe Sand auf die Schienen streuen.

Tie Böden der Personenwagen sind bei anhaltender nasser Witterung so naß, daß Pfützen im Wagen stehen, und das einzige Leichen kann nicht so viel Wärme erzeugen, daß der Boden trocken werden kann. Von der schönen Beleuchtung und den schön ge­putzten Fensterscheiben wollen wir absehen, es muß doch eins zum andern passen.

Bei den Güterzügen muß man sich wundern, daß es den Bremsern überhaupt möglich ist, auf die schwankenden und stoßenden Wagen zu stehen und es gehören schon gute Nerven dazu, sich daran zu gewöhnen, denn Federn besitzen nur die neueren Wagen. Auch im gesundheitlichen Interesse sollte für diese Leute ein Schutz gegen Wind und Wetter geschaffen werden.

Im Betrieb selbst huldigt man einem ausgesprochenen Spar spstem. Aus der Station Abendstern wurde der Posten eines Stationsvorstehers aufgehoben und gerade hier wäre cm Mann nötig gewesen: beneidenswert sind allerdings solche Posten nickt. Die Bezahlung ist recht schlecht, trotzdem auch noch die Frauen Stationsdienst versehen müssen. Entgleisungen und Unfälle kom­men reckt häufig vor und was man dem Publikum zumutet, ist manchmal stark. Ter Einsender hat bei dem Morgenzuge nach Gießen, der nur aus der Maschine und einem Personenwagen bestand, schon in Rodheim auf der Plattform gestanden, die voll besetzt war. Tort kam eine Frau mit einem Kalb dazu, das mit nach Gießen sollte. Von der Maschine aus wurde gerufen:Stellts doch auf die Plattform!", und wirklich wollte die Frau das Kalb auf die Plattform bringen. Natürlich erhoben die Mitfahrenden beim Schaffner Einspruch und das Kalb blieb zurück. Auf den amtlichen Fahrplänen stehl,für Anschlüsse an die Staatsbahn wird nicht gehastet". Wer öfters fährt, wsts ja, daß die Haftung auch nicht gut möglich ist, denn Verspätungen bis zu 1 Stunde sind nicht selten und kommen jetzt fast jeden Abend vor. Ter Zug,^ der um 6Vs Uhr in Gießen absahreu soll, hält gewöhnlich bis 7.10 Uhr dort. Gelegentlich einer Fahrt mit dem Wendzuge erfuhr ich, daß ein Heizer nur ein gewisses Quantum Kohlen verbrennen darf: was er mehr verbrennt, befommi er abgezogen, und das bei dem defekten Zustande der Maschinen.

Wer eine Bahn für ein modernes Verkehrsmittel hält, kennt die Verhältnisse der Biebertalbahn nicht. Außerdem wird das Bähnchen auch den Passanten der Straße gefährlich, was jedenfalls ausgeschlossen wäre, wenn die Bahn nicht auf der Straße liefe Wer mit störischem Vieh an den Zügen vorbei muß, kann ein Liedchen von seiner Angst und Unfällen singen. Tie Bahn trägt in keiner Weise dem Verkehr Rechnung, wird immerme.hr aus einem Verkehrsmittel zum Verkehrshindernis. Tas zweckmäßigste wäre, die Bahn käme von der Straße fort, auf der sie geradezu gcmeingcsährlich wirkt. B

*

Eberstadt bei Gießen. Tas; unsere vielbeschäftigte Post bei aller Findigkeit auch grobe Schnitzer machen kann, beweist tolgender Fall. Am 23. d. M. ging ein Brief aus dem 4 Stunden von hier entfernten Sau bad} ab mit der genauen Aufschrift Eber- stadt bei Lick. Aus der Post wurde nun dev Zusatzbei Sich" von einem Beamten, der nicht weiß, daß es aud) hier noch ein Eberstadt gibt, d u r ch st r i ch e n unbK reis Darm st a d t" dahinter gesetzt. Der Brief kam dann am 24. nach Eberstadt bei Darmstadt und von dort als unbestellbar endlich am 25. an feine richtige Adresse wieder nach Oberhefsen. Wenn man auch nicht von allen Postbeamten in Hessen verlangen kann, zu wissen, daß es zwei Eberstadt in Hessen gibt, so sollte es doch bei den Beamten in Nachbarorten der Fall sein. Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, daß es nicht mehr vorkommt, daß! so viele Bries­sendungen, and) bei genauer Aufschrift, erst nach E. b. D. wan­dern; namentlich die Geschäftsleute wären dafür sehr dankbar.

Airchliche Zlacbrictytcit*

Israelitische Religionsgemeinöc.

Gottesdienst in oei "uoqe ^nd-Anlage).

Samstag, den 30. November 1 912;

Vorabend: 4.30 Uhr,

Morgens: 9.00 Uhr.

Nachmittags: 3.15 Uhr. JugendgotteSdieust.

SabbatauSgang: 5.20 Uhr.

Israelitische Neligionsgesellschast.

Gottesdienst.

Sabbatfeier am 30. November 1912:

Freitag abend 4.05 Uhr.

SamStag vormittag 8.30 Uhr.

Samstag nachmittag 3.30 Uhr.

<eabbat-'J(u6qang 5.20 Uhr,

Wochengottesdienst: Morgens 7.00, abends 7.00.

1c. Fraus'nrt a. M. Vie bbol- Marktbericht vom ?«. Austrieb: Rinder darunter Ochsen !, Bullen 00, Kühe und Färsen ' Kälber 27, Schafe 4 ' . Schweine u ".

Tendenz: Halber gedruckt, Schafe lebhaft, geräumt, Schneine ruhig, bleibt lleberftanb. Preis für 100 P-d

Leven)- o.t)iiSl.

geroid« Kälber. Mk. Mk.

Feinste Mastkälber C4fiR 10,Uz Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... 60-64 lu»ii , Geringere Mast« und gute Saugkälber . . . 5458 929h

S ci> a t

ktallmastschate:

Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 10 42 86 88

Aeltere Mastbammel, gut genährt? junge Schate

und geringere Mastlammer 31 -32 7600

L ch we i nr.

Pollsteüchige Schweine von 80100r;

Lebendgewicht 68,0070.00 87,0089.1» iolliietjange Tchweine unter 80 k»

Lebendgewicht. 68,0070.00 87.0089. a

L'ollsteischige Schweine von 100120k{

Lebendgeivicht 68.5070.00 87.00-89,))

9 cLfiei äigc Schweine von 120150 kg

Lebendgewicht 68.5070.00 87.00sj.qq

vüchertisch.

Professor Dr. Paul Mkinhold: Wilhelm II., 25 Jahre Kaiser und König. iVerlag von Ernst Host mann & (io. in Berlin W 35 Ein Einleitungskapitel behänden Preußen und die deutsche Einheit", um darzutun, wie naturgnnäf, der Enkel in die Welt- und Lebensanschauuug seines siegreiche« Großvaters hineinwuchs Das folgende >laoitelVaterdau. und Kindheit" zeigt die mancherlei Einflüsse in Vererbung und Er­ziehung, die ursvrüngliche Anlage, das vielgestaltige, leicht beweg- licke, begeisterungsfähige Wesen des jungen Prinzen Kapitel 8 führt ins Kasseler Gmnasium und auf die Hochschule zu Bonn So wird in 20 Kapiteln ein Lebensbild entrollt. Der AbschM« Kaiser und Kanzler" sucht beiden gerecht zu werden und beleuchte, die innere Notwendigkeit und die Tragik deS erschütternden Kamp- scS. Tas Bud) ist lesenswert und bietet Anlaß zu mancherlei Betrachtungen

Bieteorologifdie Beobachtungen der Station Siehe».

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Wetter

Höchste Temperatur

Niedrigste

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64

3,4

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am 26. lis 27. November 26. , 27.

36,6

37,6

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61

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Nov.

1912

hoher Mhrwert.

Wer einmal Scotts Lebertran-Emulsion ge­braucht hat anstatt des gewöhnlichen TraueS, wird nie mehr auf diesen zinückkommcu, ist doch ScottS Emulsion so wohlschmeckend, daß das Einnehmcn groß und klein leicht wird. Dazu kommt, daß Scotts Emulsion von hohem Nährwert ist und daher überall da mit Vorteil genommen wird, wo man den Körper nachhaltig kräftigen will.

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Eutol-Bonbons

Märkte.

Limbnrg a. d. Lahn, 26. Nov. Frucht markt. Durch- fchuittspreis pro Platter. Roter Weizen stiasiauischer) 17,00 Pik., weißer Weizeu (angebaute FremdsortenI 16,50 > Korn 12,90 Mk., Gerste: cntteracrfle 11,00 Mf.. Branperfle 13,25 Mk., Hafer Mk. 0.00-0,50 Pik., Erbsen 0,00DIL, Rarionetir 3,40 bis 4,00 Alk.

wirken ganz vorzüglich gegen s» w

Husten und Heiserkeit v -

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Schutz vor Natarrhen der Atmungsorgane.

Für Grfrantungcn der Atnrungsorgane und ihre Folgen, z. B Hustenreiz bei Bronchitis, Kehlkopskatarrh, Rachenkatarrh, sind viele Personen besonders empfänglich. Mancher nimmt es bereits als fein Schicksal hin, in jedem Frühjahr ober Herbst von Katarrhen geplagt zu fein Da­bei werden leichtere Fälle gerave 1 argen ihrer Häufigkeit ivetiig beachtet und erst bei Anzeichen einer ernsteren Er­krankung bekämpft.

Man sollte indes Reizungen der Atmungsorganc nie leicht nehmen, sondern stets auf rechtzeitige Vorbeugung bedacht sein und sich hierüber mit seinem Hausarzt be­sprechen Frühzeitige Hilfe ist stets die beste Hilfe.

Mit dem Auftreten der Katarrhe ist nicht selten auch cin Zustand allgemeiner Schwäche verbunden, der sich in Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Mattigkeitsgefübl ujw. äußert Tie Nahrung wird bann schlecht ausgenutzt unb bcr^iörper verliert von Tag zu Tag an Widerstanbs- Traft, -er Organismus muß barum gegen beginnenbe Erkrankungen ber Atmungsorgane zwei Heiser erhalten: rin Medikament und ein Kräftigungsmittel

Nach den Erfahrungen der Aerzte sind die Guajacolberi- vate, die auf die Bakterienflora ber Atmungsorgane eine entwicklungshcnnineiibe Wirkung ausüben, als gegeinvärtig bewährteste Medikamente dieser Art anzufchen. Zur Kräf­tigung des geschivächten Körpers, zur Besserung von Appe kit, Verdauung und Ernährung ist wiederum ein Krästi- gungsmittel wie die weltbekannte Somatose sehr erwünscht und erfolgreich. Tenn mit allgemeinen Vorschriften: viel Fleisch, viel Eier, viel Milch wird allein recht wenig er­reicht, weil es nicht um Essen, sondern an ber Efilust mangelt. Davon abgesehen können auch bie geschwächten Derdauungsorgane ein gesteigertes Maß an Nahrungs­mitteln gar nicht genügend ausnützen, und die Somatose ist somit eine recht willkommeneBerdauungshilfe", die Verdauungsarbeit spart und selbst leistet.

Eine sehr gute Idee war nun, Heil und Nährmittel in einem einzigen Praparat: der Guajaeose zu vereinigen.

In der Guajacose ist bas guajacolsulsosaure Kalzium, die bekömmlichste Form des Gnajacols, die besonders auch die Herztätigkeit günstig beeinflußt, mit ber altbewährten Somatofe verbunben. Somatofe enthält das nährende Ei weiß in Form der jogenannteu Albumofen, deren spezifisch appetitanregende, vcrbauungssördcrnde Wirkung allgemein

anerkannt und gelobt wird. Guajacose ermöglicht es somit, den Kranken durch ein und dasselbe Mittel zu ernähren und zu behandeln.

Bei dem Irifeftcn Anzeichen katarrhalischer Reiznnqcn ber Atmungsorgane sollte deshalb einige Zeit hindurch Guajacose gebraucht werden, bis die Beschwerden Dcrfdwmnt' den sind.

Die Erfolge, die mit Guajaeose erzielt werden, fmb oft geradezu üderrafchend In verhältnismäßig kurzer Zeit nimmt Appetit und Wohlbefinden zu, der Ernährungs­zustand des Körpers unb damit feine Widerstandskraft hebt sich. Mit der Besserung des Allgeineinbcsinbens zeigt sick auch ein Rückgang der andern Begleiterscheinungen der Krankheit.

Bon angenehmem, aromatischem Geschmack, frei non Alkohol und fckKidlichen Bestandteilen, wirb die Guajacose selbst von Kindern gern genommen Sie kann aud) un­beschränkt Anwendung finden, wie es bei manchen Erkrank­ungen der 9ltmiiiig-5or^ane erforderlich ist.

Tie Guajacofe ist in allen Apotheken zum Preise von M 3. für die Flafche erhältlich Man merke sich jebock den gesetzlich geschützten Namen, da ost angepriesene 9hldp I ahmungen keinen wirklichen Ersatz bieten können. 0*1«