treu an Der Unverletzlichkeit Der dürfet festgehalten habe Mehr kann England von einem türkischen Großwesir wirklich nicht verlangen.
Konstantinopel, 30. Eft. Gestern fand die Investierung desneuenGroßwesirsKiamil statt. Das kaiserliche Reskript besagt, der Sultan erwarte, daß Kia« mil genügende Maßnahmen treffen werde, damit im gegen wärttgen Kriege die Ordnung und der Erfolg für die Armee gesichert und die Rechte des Reiches in jeder Richtung gewahrt würden.
Der Militärattache in Wien, Blaquet Bey, ist zum Div i s i o n s g en e r a l befördert worden. Tie Blätter melden noch zahlreiche andere Beförderungen zu Generalen.
Das „Amtsblatt" veröffentlicht ein provisorisches Gesetz, durch welches ein Dekret von 45 370 Pfund ausae- worfen wird für den Transport von Munition, Die angekauft werden soll.
80 000 albanische Freiwillige.
Aus Athen wird gemeldet: Der albanesische Deputierte Hasan Baßry Bey, das Haupt der letzten albanischen Revolution, reiste kürzlich von Albanien nach Konstantinopel über Athen. Er erklärte hier, er werde der Pforte 80 000 albanesische Freiwillige anbieten. Die Albanesen mürben nicht dulden, daß eine Hand breit türkischen Balkangebietes an eine christliche Macht falle.
Serbische Siegesmeldungen.
Belgrad, 30. Okt. Aus 33 ran ja wird amtlich gemeldet: Tie ganze türkische Armee Mazedoniens, 80000 Mann stark, nahm an der Schlacht bei Kumanowo teil. Die Serben hatten 400 Tote und 2000 meist leicht Verwundete, die Türken 16000 Tote; sie verloren fast die ganze Artillerie. Bei dem Kampf bei Köprülü, der kurz, aoer erbittert war, verloren die Türken 5000 Mann. Die türkischen Truppen wurden von neuem in Verwirrung gebracht und in die Flucht geschlagen.
16000 Tote auf Seiten der Türken, das dürste hoch übertrieben sein.
König Peter hat sich mit dem Hauptquartier nach Uesküb begeben, wo ihm von der Bevölkerung ein festlicher Empfang bereitet wurde. In der Stadt ist der normale Zustand wieder 'hergestellt. Mehrere Truppenabteilungen wurden nach Gostivar und Prilep entsandt. Tie Albanesen kehren aus dem Gebirge zurück und liefern bie Waffen ab.
Rjeka, 30. Okt. Seit 3 Uhr nachmittags ist um Skutari heftiges Geschütz- und Geivehrseuer hörbar, lieber der Stadt find starke Rauchwolken zu bemerken, die offenbar von einem Brande herrühren.
Der Einzug König Peters in Uesküb findet nach neuesten Meldungen erst in einigen Tagen statt. Er soll möglichst glänzend gestaltet werden. Deshalb wurden die Paradeuniformen der (tiarbe von Belgrad abgeschickt.
Die „Boss. Ztg." berichtet aus Belgrad: Es bestä - tigt sich, daß b er Zar an König Peter ein in recht w a rmen Worten abgefaßtes Glückwunsch t e l e g r!a m m gerichtet hat.
Die „Deutsche Tagesztg." meldet aus Sem lin : Die Serben nahmen mittags die albanische Stadt Priz- renb im Sturm ein und sollen große Beute gemacht haben. Die Situation der Tiirken in ganz Mazedonien ist verzweifelt.
Aus Br anja wird gemeldet, daß es nach der Schlacht bei .Kumanowo zwischen den türkischen kommandierenden Generäle n zu heftigen Zerwürfnissen kam. Djavid Pascha, der für die Fortsetzung des .^bmnpfes eintrat, sei v o n einem türkbscheu Offizier niedergeschossen worden.
Der griechische Bormarsch.
Athen, 30. Okt. Wie aus Ko sch au i telegraphiert wird, ist Verria gestern durch die griechische Armee ohne Widerstand besetzt morben. Die muselmanischen Familien sind in der Stadt geblieben. Die muselmanischen Nv- tabcln erschienen vor dem Kronprinzen, um ihm ihre Unterwerfung zu bezeugen. Die Eisenbahnverbindung Berria- M o n a st i r ist unterbrod)en.
Meldungen des Königs von Griechenland.
Athen, 30. Okt. Der König depeschierte an Venizelos aus Ko sch aus : Nachdem der linke Flügel der Armee den Feind geschlagen hatte, verfolgte er ihn bis Nalbankoei und eroberte in erbittertem Kampfe die Fahnen zweier türkischer Bataillone, die mir ein Ab-
auf das 4. und 3. Jahrhundert v. Ehr. zurückreichen. Kleinern Ausgrabungen, die im ganzen an 52 Stationen im Lande unternommen mürben, haben eine Fülle von mitätigen Einzelfundcn. ergeben, unter denen besonders bervorzuheben sind: Köpfe, Zähne und Swßzähne von Elesanten, Grabrnäler aus der ersten Eisen zeit, Toteuurnen von Kriegern, T'oldtc, Wurfspieße und Schilde, (Gürtel, 3Irmbänbcr, Ohrringe und Haarschmuck für Frauen, .Hufeisen und Bronzeplatten.
ks. Höhlenmalereien in England. Aus London wirb von einem Aufsehen erregenden Funde berichtet, der den Archäologen Breuil und Sollas geglückt ist. Es handelt sich um die Auffindung der erften Höhlenmalereien innerhalb Großbritanniens. Der Ort der Entdeckung ist BaeonS Hole bei Mumbles in WaleS^ eine Oertlichkeit, in Deren Nähe Professor SollaS früher ein Skelett und ein paar Zknochenringe gesund", hakte, die seiner Ansicht nach der ersten Periode der Steinzeit angehören. Prof. Breuil, der die Sollassäxm Funde in Orford zu selten bekam, leitete eine weitere Nachforsckmng in die Wege Deren Ergebnis ist nun die Aufdeckung mehrfarbiger Zeichnungen: eS handelt sich um eine Folge von zehn Bildern, die den Bison, das Rentier, das Mammut und andere Tiere zum Gegenstände l*ibei,. Mle Bilder sind vorzüglich ausgeführt und vortrefflich erhalten. Die Aekmlirtckril mit anderen Höhlenfunden aus Frank reich und Spannen, die dem gleichen Abschnitt der Steinzeit angehören, wird als besonders groß beschrieben. Natürlich wer den die vielversprechenden Untersuchungen von Professor Breuil und Professor SollaS noch fortgesetzt.
„Eine Hütt' auS Tamarinden . . . Unwillkür lich dünkt der- Leser an eine Art Knusperhäuschen, wenn nur nicht der Stoff gar so wenig verlockender, in größere,, Mengen genossen geradezu „durchschlagender" Natur ipärc In Wahr beit ist es der harmlose Anfang eines kleinen Gedichts oder soll es weniguens fein, eines Gedichts von Hermann von Gilm, dem aufrechten Tiroler Poeten, dessen Geburtstag — er ist am
1. November 1812 zu Innsbruck geboren — sich jetzt zum bnn
bfriuni Male jährt. Wer kennt nicht sein in der Lassenschen
Vertonung bis zum Ucbcrbrub populär gewordenes „Aller
leelen" Lied: „Stell' aus den Tisch die duftenden Reseden . . ."*?
Wie nun einer der besten Gilm Kenner, der ihm heimatS und
wesensverwandte Dichter Franz Hoffmann lAniold v. d. Pasten '
in '.IKeran herauSgefunden bat, wimmelt es in den oerschied-cken
Gilm-Ausgaben von ^Hehlern. Emer der stärksten und zugleich tomncWcn, der Heb leibet auch in die von flhibolf Greini besorgte ReelamauSgabe nngefcblitbt'n hat, sind unsere „Tama SE au? T;CenS. SüJlld) sagt Hoffmann gani
richtig, ..auf Tirolei Boden e,ne Wohn,tolle aus einem Produkte nid2l bt-r Drogerie kaust, bleibt ein Rätsel. neLtirMckaMüiä) muß es heitzen: Eine Hütt' aus Tannenrinden."
"Ordensverleihung. Der Großherzig hat d4w
bei
ratSsitzung
Kreis Büdingen.
H. Büdingen, 29. Okt. Zur Erledigung einiger bris genber Punkte fand heute, nachnritt, * "' ■ -
Bukarest, 30. Okt. Die außerorbentliche Paria- ber Volksschule zu Mainz 11 SchulsteNen, von denen m e n t s s e s s i o n ist heute eröffnet worben. Ministerpräsi- 4 mit kath. und 3 mit evawg. Lehrern, sowie 2 mit kath. bent Majoresco vcwlas die Thronrede, die besagt, und 2 mit evang. Lehrerrnuen besetzt werben sollen. Eine baß im Hinblick auf die gegenwärtigen Umstänbe ein Appell mit einem evang. Lehrer zu bosetzende Lehrerstelle an der an das Land notwendig sei. Tie Kammern seien zur Ent- Gemeinbefchule zu Reisen.
gegennahme der Mitteilung einberufen, baß bie Auf- ** Hessischer Beamten-Verb and. Am Sonn- lö su n g beschlossen ist. Die Senatoren begaben sich hierauf tag, 10. November, findet in Darmstadt eine Sitzung ber in ben Beratungssaal. Der Ministerpräsibent verlas zu- Ausschußmitglieder sämtlicher in Hessen bestehenden Der nächst in der Kammer, hierauf im Senat die Liste des bänbe ber mittleren Beamten statt, in ber über den Zu- neuen Kabinetts unb den Erlaß, burch ben das Parlament sammenschluß zu einem großen Verbände beraten werden
schlossen habe, bis' auf weiteres nicht zu mobilisieren.
Line englische Ministerrede.
L o n b o n , 30. Okt. Minister Churchill hielt gestern in Sheffield eine Rebe, in ber er ber Hoffnung Ausdruck gab, alle Nationen mürben nach Beenbigung des Balkankrieges in dem Entschlüsse einig sein, baß bie Angelegenheit, die den gegenwärtigen Krieg entfesselt hat, nicht ein zweites M a l Ursache eines Krieges sein bürfe. Alle Regierungen ohne Ausnahme seien ehrlich bemüht, eine Formel zu finden, bie ben Kriegführen- ben Gerechtigkeit widerfahren lasse und den in Betracht kommenden Völlern von Nutzen sei. Der Krieg sei mit der ganzen' Kraft einer spontanen Explosion ausgebrochen. Wer würbe angesichts einer berarrigen Willenskundgebung kühn genug sein, zu behaupten, baß Stärke nie ein Heilmittel gewesen sei, ober wer wäre unaufrichtig genug, um zu erklären, baß kriegerische Tu gen ben keine vitale Rolle im Leben gesunder ober ehrliebenber Völker spielen ober wer schließlich würbe töricht genug sein, anzunehmen, baß ein langer Antagonismus, ber sich aus der Geschichte unb ber Zeit erklärt, stets burch glatte, an .her Oberfläche blcibenbc Konventionen von Politikern und Diplomaten ausgeglichen werben kann? Großbritannien muß für alle Fälle gerüstet sein. Es sei gut, geduldig, bedächtig und friebliebenb zu sein, aber es s ei nicht genug. Wir müssen, schloß Churchill, auch stark, voll Selbstvertrauen u n d e i n i g sein.
gesandter überbrachte. Auch ber Kronprinz sandte mir st ein-Eberswalde: Ueber klimatische Bodenzonen. Abenb- die Fahne eines türkischen Bataillons von Drama zu, die JJJri chi Hoisaal des Müieral. Jwiiluts.
- - - - - - M 1111 arkonzerk in Sterns Garten. Anfangs Uhr abendr
Au» Stavt und Can».
ließen, 31. Oktober 1912.
, ,** g es k al en der für Donnerstag, 81. Ch.: Lese- 6 a I I e ■ B e r c t n: Vortrag von Pro'. Dr. Rauch Wie soll man Mädche7schul!"^^"' bC',b- 9 lU)r in der Turn Holle der höh!
Obe r h es s. Gesellschaft für Natur- und Heil- künde. Vortrag von Priva«dozent Dr. V o g e l v o n Falken-
Kreis Alsfeld.
w Alsfeld, 29. Oktober. Stadtvorstandssitzunst. Anwefend: Bürgermeister Dr. Bölsing als Vorsitzender, Beigevrd neter Weitz, sowie 12 StadtvorstandSmitglieder Zur Bahnhv's erronterung zu Alsfeld, hier Schaffung einer Zufubr straße von der Alice st raße aus gibt ber Vorsitzen,K ein nachträglich von ber Eisenbahndirektion Frankfurt a. eingegangenes Schreiben bekannt, worin diese mitteilt, daß bie Steigung nicht 1:16 betrage, wie früher immer angegeben worben sei, sonbern 1:10. Der Stadtvorstand erklärt Hiera»' einer Zufuhrstraße mit einer Steigung von 1:10, wie sie nach träglich von der Eisenbahnbirektivn angegeben worden ist, nlrfit zustimmen zu könnm, er wünscht jedoch gelegentlich der Anwesenheit von Vertretern ber Eisenbahndirektion am nächsten Samstag eine Besprechung ber ganzen Angelegenheit. — Entsprechend dem Vorschlag der Baukommifsion wird beschlossen, die Straße durch ben sogen. Jmikerngarien im nächsten Jahre zu eröffnen. Mit dem Anlieger Kick soll eine Vereinbarung getroffen werden, daß er von dem angekauften Schlittschen Grundstücke soviel an Gelände erhalt, als er zur Straße abzugeben hat. Das Versetzen des j ringen Zaunes auf dem Kickschen Gruiidstücke, daS Umsetzen ber Sträucher unb bie Herstellung ber Wege nach dem neun: Grundstück übernimmt die Stadt auf ihre Kosten.
A Ruppertenrod, 30. Okt. Was für einen Wert alte Möbel, besonders geschnitzte Kleiberschränke, haben, erfuhr der Besitzer eines solchen Schrankes von hier. Dieser Schrank ist reich geschnitzt; sein Alter mag sich auf über 100 Jahre belaufen. Ein AltertumShändler aus der Umgegend sah den Schrank und erstand ihn für den Betraa von 110 Mart.
Kreis Lauterbach.
=> Grebenhain, 30. Okt. Freiherr v. Müfflinz. Polizeipräsident a. D., Ritter des Eisernen Kreuze« unb Rechtsritter des Johanniterordens, ist heute früh 4 Uhr in seinem hiesigen Landhaus nach kurzer Krankheit gestorben.
Starkenburg und Rheinhessen.
Mainz, 30. Okt. Ein starker Fle ischabschlag ist seit einigen Tagen eingetreten. Eine Anzahl Metzger setzte den Preis für sämtliche Fleisch- und Wurstwaren erheblich herab. Einzelne verkaufen dänisches Rindfleisch schon zu 60 Psg. das Pfund; andere zu 64, 68 und 70 Pfg. Sogar deutsches Mastochsenfleisch wird für die AuSnahmetag« Samstag, Sonntag und Montag zu 70 Pfg. angeboten. Kalbfleisch kostet 70 biß 85 Pfg., Schweinefleisch 75 bis 98 Pfg. Wurst wird schon zu 60 bis 70 Pfg. verkauft. Am billigsten ist Hammelfleisch, das schon zu 50 bis 70 Psg. 311 haben ist. Auch in zahlreichen Landgemeinden Rhein» )estenS sind die Metzger mit den Fleischpreisen erheblich herunter gegangen.
d Mainz, 30. DTt. In ber heutigen Sitzung der stabtverorbneten entstanden längere erregte Aussprachen wegen des städtischen Fisch v er kau fs. Die Fischhändler unb bie Kolonialwaren Händler erhoben m Eingaben gegen ben stäbtischen Fischverkauf Einspruch. Stadtv Feine hielt die Beschwerden für gerechtfertigt und meinte, daß die städtische Verwaltung damit dem sozialdemokratischen Zukunftsstaate zusteuere. Auch die übrigen Red ner sprachen sich gegen den städtischen Fischverkauf aus, damit würde deni Handel und Gewerbe schwere kurrenz bereitet. Beig. Dr. ,W(b rechtfertigte die Maßnahmen der Stadt damit, daß die Händler ihr Wort gegenüber der Bürgermeisterei nicht gehalten und die Ache teuerer verkauft hätten, als mit der Verwaltung ausgemacht worden sei. Frankfurt habe im vorigen Jahre mit &en Fischhändlern dieselbe Erfahrungen gemacht. Nach 1 Vr* stündiger Besprechung wurde die Sache an den Teuerung^ ausschuß verwiesen. — Dem Mainzer Karneoalverem
nd hcittc, nachmittags 5 Uhr, eine G em einde- . . „ statt. Nach ber Bekanntmachung ber Bürg«,
meisteret haben sich zur Teilnehrnerschast an ber Fischerei in der Gemarkung Düdelsheim 3 Teilnehmer gemeldet unb auch bebeutenbe Angebote eingelegt. Ter Gemeinderat bestimmt, bet diese Woche öffentliche Verpachtung stattfinden solle. Der Tennir hierzu soll in öffentlicher Bekanntmachung erfolgen. — Die An beiten zur Herstellung des Schulganens werden zum Voran- schlagspreise an Maurer Ludwig Albrecht und Friebrich Zip Söhne vergeben. — Ein Antrag ber Stabt Osnabrück um Heben nähme einer Hilfsbcbürftigen, die ihren Unterstütznngswolmsi, m Bübingen besitzt, wirb vertagt. Die Akten sollen Rcchtsanntali Keil zur Prüfung übergeben werben. — Die Verhandlungen mi: ben GrunbstückSanliegern ber Balmhofstraße über Abtretung non Gelände sind noch nicht abgeschlossen, trotzbem beschließt ber 6k« mcinderat, baß bie Kanalifationsarbciten einstweilen ausgefübn werben. — Weiter beschließt der Gemeinberat, daß für das 6ki» werk die kaufmännische Buckfülnmng eingerichtet werden, solle. — Die letzte Rate für bie Zurückgabe des alten Schulhauses in ber Schloßgasse an bie Präsenz mit 2000 Mark, wurde von ihr an die Gemeinde zurückbezahlt. Der Gemeinderat bcschließi das; dieser Betrag nicht »irr Schuldentilgung, sondern zur Erbauung der Leichenhalle Verwendung finden solle.
Aus yeffen.
Die Besmtenbesoldungsvorlage.
bs. Darmstadt, 30. Okt. Die von einem Korre- spondenzbureau verbreitete Nachricht, daß über die Beamtenbesoldungsvorlage innerhalb des Ministeriums noch Meinungsverschiedenheiten bestehen, so daß die Vorlage dem Finanzausschuß der Kammer vor Mitte oder Ende November nicht vorgelegt werden kann, und daß auch demzufolge ein Zusainmentritt der Zweiten Kammer vor Dezember nicht zu erwarten ist, ist unrichtig. Von anderer Seite, die unbedingt als „gut unterrichtet" angesehen werden darf, wird wieder behauptet, daß die Vorlage nicht nur fectiflgefteilt, sondern sich sogar bereits im Druck befindet. Im Ministerium erfährt man über den Stand der Arbeiten an dieser Vorlage nur, daß man kräftig am Werke ist, und daß es der Regierung nur angenehm sein kann, wenn die Vorlage recht bald der Kammer übergeben werden kann. Der Finanzausschuß ist jedenfalls darauf borberertet, sich b-atb mit der Vorlaae befassen zu müssen. Wann sie oder endlich erscheint, ist ein (Geheimnis der Regierung, und das wird dort ängstlich gehütet.
Der Biltschriften-Ausschuß
der Zweiten Kammer befaßte sich am Dienstag u. a. auch mit der Vorstellung des hessischen Verkehrsverbandes, bett, eine Reihe von Verkehrswünschen. Einem Teil der Wünsche wurde zugestimmt, die anderen wurden für erledigt erllärt. Zu der Vorstellung des Schriftvereins betr. die Erhaltung der deutschen Schreib- und Druckschrift wurde nach der Aussprache beschlossen, aus prinzipiellen Gründen zunächst auf die Vorstellung nicht näher einzugehen und sie für erledigt zu erklären. Der Antrag Senßfelder betr. die Beiträge zur land- und forstwirtsck>. Berufsaenossenschaft wurde ebenfalls besprochen, und man beschloß, den Antrag deni GesetzgebungHausschuß als Material bei der Beratung der
5um Unfallversicherungsgesetz
Drucktrsparniffe beim Einlauf der Bittschriften.
rb: Darmstadt, 30. Okt. In ber 2. Kammer ist neiicrbmgs vom Präsidium bei Behandlung der dem Hause zu gehenben zahlreichen Bittschriften unb Vorstellungen eine ü'hr baulenSwerte unb zweckmäßige Neuerung getroffen vordem. Bisher mar es Brauch, daß alle der 2. Kammer über* lanbten Vorstellungen, mochte deren Inhalt iwch so unbegründet oder die erhobene Forderung noch so aussichtslos sein, ohne Ausnahme zunächst b u r ch Truck vervielfältigt unb bann Menariltzung der Kammer „;ur vorläufigen Beratung gestellt wurden wobei bann regelmäßig die Ueberweisung an den zuitandigen Aus.chutz erfolgte. Auf Anordnung des Stammet Präsidenten Kohler Werden nun diese Eingänge nicht mehr ,m ruck vervielfältigt, londern, rot* dies auch mit den ein gebenden Vorstellungen im Reichstage, in Preußen unb den ?nbcrnt Bundes,taaren geschieht, der Reibe nach in einem be [onberen Verzeichnis regiitriert und sofort im Original dem zu ständigen AuSfchutz zur Behandlung und Befchlußfaffung über wie) en.
in der Schlacht bei Serfidfche erbeutet wurde. Die rühm reichen Trophäen der tapferen Armee erfüllten mich mit
± ich beeile "ich. Sie und mein Mitglied der Preußischen Eis-schLmdirekchU
W«Ä wurÄ Ä« SÄgI
SerfVlmina bcV4etnbe-C toi' hV "t toset,? ° --N der ^Schlackt 0115 dem Sisenbalmdlrektrsnsbezirk Frankfurt, da-; Stomhtt.
tL" Ä Verdien^rden? W d-s Gro,.
Aus Rumänien. ** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind an
für aufgelöst erllärt und die Neuwahlen angcordnet wer- wird.
den. Die Wähler von Dobrudscha werden g^mäß des neuen •• Stabttheater. Auf verschiedene Anfragen sei noch. Gesetzes, welches ihnen das Wahlrecht zuertennt, zum ersten malS betont, baß ber Strindbetg-Abend wegen de- Male an den Wahlenteilnehmen. Gastes nicht wiederholt werden kann. — Es sei daraus
Bukarest, 30. Okt. Der Ministerrat bewilligte einen aufmerksam gemacht, daß Ernst v. Possart am 9. Dezember Kredit von 210000 Franks zur Bildung von zwei Amvu- ein nochmaliges Gastspiel absolvieren wird. .
issss^en "7ld behufs Anjchassuug von Sanitätsmatertal. Nne .. Ratsdienrr Molls Jubiläum. Zu ein« oDÄ ab* bWd>m' b,C anÖCrC nad’ bCr Vyawilienfeier versamn,eiten sich die nächsten Angehö?,gen b(5 oLiomam^Ti 2irmee av. RatSdieners Karl Moll in seiner Wohnung, um die 50jähriqc
Die Berliner rumani,che Ge,andt,chaft teilt oftiziell Wiederkehr des Taoe- 'n reiern an htm pf nie «L
mit, daß der Ministerrat in Bukarest am Mittwoch be- t Sv 8s. * 1 * * * * * * SJ
- - diener in den Dienst der Stadt Gießen gerieten ist. Du
RatSdienerstelle war schon seit dem Jahre 1806 — also über 100 Jahre — in Händen der Familie Moll. Mit nächstem Jahre sind eS 50 Jahre, daß Karl Moll der städtischen Feuerwehr angehört.
H verbotenen Weges, b
hc ihm gehörige Vichdc > ,ii in ber Sirdie die mO' hrittüfl-5goitt5bien|k aus'
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