Ausgabe 
31.10.1912 Erstes Blatt
 
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Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten,

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del Falcone beim Abendessen zu ick nur einen Herrn in dem be- ich für einen französischen Offizier

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ifrinnmingcn 2IrtI)ur Dolfmanns anhanr nonlHarecs.

Während beim grof$en Publikum das Interesse für Hans,von Maries und das Verständnis für die Bicken Ning seines künstlerischen

aufgeworfen. Zwei Flugapparate sollten oufNären,Konnten jedoch wegen des andauernden Regens nicht aufsteigen. Tie Ap­parate verdarben infolge des Mangels an Schuppen in dem an» dauerirden Regen. Dienstag den 22. war in Kirk SHIiffe noch alles ruhig, nur nördlich und nordwestlich war Ka­nonendonner vernehmbar. In der Nacht vom 22. zum 23. griff anscheinend Asis Pascha den Feind selb- st ä n d i g a n. Dabei hatte er sich zu stark exponiert. Als er zurückgehen muhte und die ersten bulgarischen Granaten in Kirk Kilisse einschlugen, begann unter den Bewohnern der Stadl, die bereits in hellen Haufen auf Ochsenwagen und Mauleseln ans der Stadt flüchteten, eine große Panik, in die auch einige zurückgehende Redif--Regimenter gerieten. So wälzte sich am Mittwoch nachmittag, wie Augenzeugen berichteten, ein kilo-

licaen nunmehr nachfolgende private Einzelheiten vor:

Am Tage vor der Schlacht bei Kirk Kilissi standen in Adrianopel etwa 30 000 Mann als Bcsatzungs- arm c c dieser Festung. Unabhängig hiervon standen in der Linie Kirk Kilisfe Babaesti drei Korps in der Reihenfolge: drittes, erstes und zweites, wöbe, das zweite nur 12 000 Mann, die beiden anderen etwa 20 000 Mann stark waren. Die Front ging also fdjon damals parallel dem Bosporus. Rück­wärts von Babaeski bei T schor lu und Tscherkehkoi ff an den vier weitere Armeekorps, die zum Teil noch im Aufmarsch begriffen waren. Zwischen SVirt Kilisse und Adria- nopel löaren nur schwache Vorposten. Nach dem Kriegs plan sollte die Armee von Kirk Kilisfe ohn ernstere Kämpfe auf der Linie Wisa-Luele-Bur gas zu rück gehen, nachdem die Bulgaren zur Entwickelung gezwungen und durch einen Angriff auf die Verschanzungen bei Kirk Kilisse geschwächt worden waren. Tort wurden am 20. und 21. in ununterbrodxner Arbeit ausgedehnte Feldbefestigungen

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Die Entdeckung einer großen iberischen Stabt. Ter Marauis von Eeiralbo, Mitglied der Akademie für Geschichte in Madrid, hat in Spanien Ausgrabungen imter- nommen, die zu der Entdeckung der großen iberischen Stadt Areobriga geführt haben. Sie liegt iu einer Gegend, in der man bisher noch keine Spuren von alten Bauten gefunden hatte. Außerdem wurden zwei große Nekropolen aufgedeckt, die

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fohlen war, und hinterließ bei i*m 7 Uhr in der Trattoria t reffen sei.

Als ich dort eintrat, sah

deutliche Schlägereien vorgekommen.

Christenmorde in Konstantinopel.

DieVoss. Ztg." meldet aus K o n st a n t i n o p e l : Nach zuverlässigen Mitteilungen sollen in Stambul 20 Christen crm ordet worden sein, desgleichen im Stadt­teil Kassim Pascha mehrereBulgaren. Am Mitt­woch nachmittag um 3 Uhr zog ein Demonstratio ns- zn - , etwa 800 Mann stark, durch den Stadtteil Guelhene. Die Leute trugen rote Banner mit türkischen Inschriften; auch auf den Fes hatten sie Inschriften. An der Spitze zog eine Musikbande. Vielfach wurde angenommen, daß die Teilnehmer des Zuges Kriegsfreiwillige waren.

Ter neue Großwcfir KiamilPascha hat an den Generalissimus, den Khedive und alle Malis eine Depesche gerichtet, in der er ihnen von seiner Ernen­nung Mitteilung macht und sie gleichzeitig auffordert, für die Verteidigung des Vaterlandes, die Durchführung der Verfassung, für Einigkeit unter der Bevölkerung, Gerechtig­keit gegen Alle, Aufrechterhaltung der Ordnung und den Schutz der Person und der Rechte der Ausländer entsprechend den Verträgen Sorge zu tragen.

England hat am Goldenen Horn einen Erfolg erzielt; denn der alte Kiamil Pascha ist zum Nachfolger des bis­herigen Großwesirs Achmed Mukthar ernannt worden. Jedenfalls beweist dieser Wandel im obersten Staatsamt, der nach zuverlässigen Meldungen aus Konstantinopel gegen den Willen Mukthar Paschas und ohne einen sonst ersicht­lichen Grund erfolgt ist, daß nunmehr die Leitung der politischen Angelegenheiten der Türkei sich ganz dem Wil­len und den Interessen Englands angepaßt hat. Kiamil Pascha bekannte sich noch vor wenigen Tagen zu dem Irr­glauben, daß gerade England die Macht sei, welche stets

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Schaffens noch recht jungen Tamms ist, haben einige Getreue die Traditionen feiner Kunst und die Erinnerungen an seine Person i dyfeit in der Stille liebevoll gehegt und gepflegt. Ter Mehren eite i :tb -zugleich als M ünftler der Hervorragendste unter triefen Ma re es Jüngern ist 'her Maler und Bild lauer Arthur Dolkmami, und wenn er jetzt die Hauptzüge seiner fünftleriidyn Entwickelung, die Ge­spickte seiner Beziehungen zu feinem Meister Maröes und endlich and) die Hauptergebnisse feiner künstlerisdxn Erfahrungen in einem kleinen Sdniftd'cn dem Publikum vorlegt, so liefert er damit zu­gleich einen wertvollen Beittag zur näheren Kenntnis einer der interessantesten Perioden und Gestalten unserer rnobmienj)eutfdien x.unft. Tank der Freundlichkeit des Verlages von Eugen Tiederidts kennen wir aus der schönen demnächst erscheinenden Volkniann- schen Sdnift bereits heute einige der anziehendsten Abschnitts Über seine Beziehungen zu Hans von Maries mitteilen. Ter Mnstler beridtet:Es war im Dezember des Jahres 1876, dS iah Marecs in Rom kennen lernte. Ich hatte meine Karte in fainer Wohnung abgegeben. Sein Atelier war unjugänglidk Er c cwidcrte sofort meinen Besuch, da ick von Conrad Fiedler dem bekannten Kumtschriftsteller und Gönner Marses» an ihn ernp meiner Winin, daß er alle Mend

Wäschzei|i 'S-'» ^"Weicht und Geld.

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Der Angriff begann gestern auf beiden Flügeln. Der An meirfd) der bulganfd)cn Armee zur Schlacht erfolgte in zwei MiuDoen. Tie eine Gruppe des rechten Flügels ging in der 'ijicktung Lüle-BurgesCorlu vor. Zu dieser Gruppe war : r größte Teil der Kavallerie und drei Bri­eden der Armee des Generals Iwanow, der vor Adrianopel steht, h e r a n a e s o g c n , die ihrerseits durch Fi e | e r v e f o r m a t i o n c n ersetzt wurden. Stärkere Ko leu neu sind von Havas und über Pavlorkoi und Alaplie auf das südliche Ergensufer. Tie Türken sind hi er nach heftigen Kämpfen bereits in der Richtung auf : (5 ilifoci zur ückgewichen, sollen aber mit stärkeren Streitkräften nördlich von Osunkoeprue vor- i-khe n.

Die O st g r u p pe ist im Vorgehen burd) die Wälder an der r-kraße Wisa Saraj: bei iln ist infolge der schlechten L; e g e und des ungünstigen W e 11 e r s i m Vormarsch - ii e Stockung ein getreten Morgen vormittag wird aber der gllgemeine Vormarsch wieder begonnen. Starke Kolonnen sind rner int Anmarsch über Arhmedbej und Geeeris auf Midia ,;rtb in der Mlidytung auf Isttanja. Die türkische Armee y11 le neuen Stellungen noch nicht erreidit haben und ber­eu, den bulgarischen Vormarsch durch Gegenangriffe aufzu- Hen Von Saraj und Geeeris nahmen wie gemeldet wird, tür f id*c Truppen den Vormarsck) über Visa in der Richtung auf Bunar Hissar auf.

16 000

zeiten Zigarren, infolgedessen schätzte ich die Sad>e weniger, und er hatte feine Absicht erreicht. Hier nun, in dem behäbigen Schlaraffenleben, wo man stundenlang am Strande saß, das Meer, die 5d)iffe und das gegenüberliegende Festland beobad)tenb, über­redete mick> Marses, doch wenigstens einen Versuch zu machen, der mir trotz der i'dyocrcn italienischen Zigarren gut bekam: und nun wurde mir das Rauchen wirklich zur Gewohnheit.

Von Gesprächen aus jener schönen Land- und Meeridhlle ist mir leider kaum etwas geblieben, was wohl daher kommt, daß es mir damals noch schwer wurde, Marecs zu verstehen, weil mir die nötige Erfahrung fehlte. Einmal fragte er mich, ob es mir denn hier nickt gefiele. Ich erwiderte, daß ich mich überaus glück- Iid) fühle, und suchte mein umeres, meist stummes Entzücken, so gut ick» damals konnte, auch in Worten auszudrücken. Der Fluß der Rede war mir nicht gegeben, aber ich schlürfte das mir wider­fahrene Glück, eine solche Natur in der Nähe eines solchen Mannes genieren zu können, mit vollen Zügen und mit vollem Bewußtsein.

Marc-es liebte und verehrte Crioetfoe, desgleichen Böcklin, was nidtt ausschloß, daß er gelegentlich beide kritisierte. Als ich auf einer Seefahrt an BöcklinsMeeresidylle^' erinnerte, zitierte er Goethe:Es fd^umr das Meer in breiten Flüssen am tiefen Grund der Felsen aust". Er hatte übrigens ein phänomenales Ge­dächtnis und wußte Goethe und Shakespeare fast auswendig.

Marses war äufeerft gemütlich und verkehrte, wie bereits er­wähnt wurde, mit Fischern, Maultiertreibern usw. in der freund­lichsten Weise. Bei einer Bvotsahrt ließ er sie alle mit uns am Tische essen, was die Leute natürlich sehr zu schätzen wußten. Samstag abend pflegte Tr. Kleinenberg mit den Fischern zu kneipen. Diese Gewohnheit setzte Marses fort, der nach der Abreise Tr. Kleinbergs in dessen Hause blieb. Sie kamen entweder auf die Terrasse das Haus war am Strande gelegen oder er kam hinunter und man gruppierte sich in einem der am Strande liegenden Boote. Ta ging es immer sehr heiter zu, es wurde viel gelungen, gescherzt und gelacht."

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Lin Aursall aus Adrianopel.

Konstantinopel, 30. Okt. Gestern machten die türkischen Truppen von Adrianopeleinen Aus- fall an der westlichen Seite gegen Marrasch Sic warfen die Bulgaren unter vielen Verlusten in der Rich- hing auf Serail und Kemalköj zurück. An dem­selben Tage ergriff die türfifd)c Armee auf dem östlichen Flügel bei Bise die O f fe n s ive und schlug den Feind zurück. Die bulgarische Tivision, die im Zentrum vorging, wurde zurückgedräirgt. Tie türkischeArmee hatte 800 Tote und Verwundete.

Informierte Kreise glauben auf Grund vertrauend würdiger Informationen, daß Kirk Kilisse gegen­wärtig weder in den Händen der Türken, noch der Bul­garen ist. .

Ein nach derMorgenpost" in London eingelaufener türfifd)er Bericht meldet, die Bulgaren seien am Mitt­woch dreimal unter schweren Verlusten zu- rückgeworfen worden, hätten sich zwischen M i d i a und Wisa verschanzt und erwarteten Verstärkungen von Adrianopel. .Ihre Stellung wird als vorteilhaft bezeich­net. Die bulgarischen Streitkräfte betragen 140000 Mann, die türkischen 260000 Mann.

EineLokalkorrespondenz" meldet, daß nach an das Kriegsministerium gelangten offiziellen Nachrichten die türkische A r m e e d e n a l l g e m e i n c n A n g r i f s auf der ganzen Linie im Norden von Kirk Kilisse- M ar rasch begonnen habe und daß die Bulgaren fick) zu rück ziehen. DieSinin", die an Stelle des Tanin" erschien, ist wegen Veröffentlichung aufrührerischer Artikel verboten worden. Der Verkehr auf den Straßen von Pera wird ausnahmsweise bis ein Uhr nachts zu­gelassen.

Tas Kommando der türkischen Ostarmec.

Konstantinopel, 30. CH. Anstelle Abdullahs übernahm Nasim Pascha das Kommando der Ostarmee.

Heber Verlauf und Bedeutung der Schlacht von ttirt.Kilisse

war. So besdnänkte ich mich mehr auf das Zuhören, denn ich sehnte mich nach Aufklärung. Noch niemanden hatte id) bisher so sprcd>en hören. Marses machte mir sowohl seiner Tn'ckeinung, als audi seinen Reden nach. den außergewöhnlichsten Eindruck. Id) glaubte ihm, was er sagte: er hatte in feinem Wesen bei großer Liebenswürdigkeit etwas so Ueberlegenes, wie ich nie zuvor gesehen hatte. .

Seine Werkstatt hielt Marees verschlossen und wer mit ihm verkehren wollte, mußte ihn abends in der Trattoria del Falcone oder später beim Weine treffen. Ta war er denn oft sehr ge­sprächig und ein solcher 9lbenb war ein hoher geistiger Genuß. Die Schärfe seines Geistes ließ ihn mit jedem Worte dcii^ Nagel auf den Kopf treffen. Tie klangvolle, männlich fräftige Stimme erhöhte für den Hörer noch den Genuß. Ueberhaupt war das Männlickie bei ihm stark betont, in seiner Erscheinung, feinem ganzen Auftreten und Gebaren. Tr liebte den Humor und ver­trat in feinem Kreise eine heitere Lebensauffassung. Bezeidmend für sein ganzes Wesen ist, daß er oft äußerte, nur her cmite Mem'ck könne wahrhaft heiter sein. Fern lag ihm alles Brutale und Rohe. Er war Ariswkrat. im edelsten Sinne des Wortes. Dabei hatte er eine äußerst gewinnende, menschliche Art, mit dem Volke zu verkehren, weil er wahre Menfd>enliebe besaß.

Er riet mir, ebenfalls mein Atelier verschlossen zu halten, ein Verfahren, das für das Schaffen, für die Entwicklung eines jungen Künstlers sehr vorteilhaft fei. _ ,

Im Sommer ging Marses nach Ischia, und ich folgte ihm etwa 14 Tage später dorthin nach.

Tort wohnte damals ein Balte, der Zoologe Tr. Nicolaus Kleinenberg, ein Mann, den Marees wegen seiner hohen Bildung und Intelligenz schätzte. Bei ihm war Marecs zu Gaste. Ick mietete mich in der Nähe ein. Tamals stand noch unversehrt das reizende Easamicciola. Wir machten Ausflüge zu Fuß, zu Esel und zu Scki'i nach allen Teilen der Insel. Marecs leutt'elige, freundliche Art, nut den Bauern, Eseltreibern, Fischern usw. 511 verkehren, braditc uns viel Unterhaltung.

Marecs redete dem Raucken das Wort. Es sei, verglichen dem Essen und Trinken, cttvas Geisttgeres, Immaterielles. Ich hatte mich nie recht dafür begeistern können, und cs als Gvmnasiast wohl nur deshalb ein wenig betrieben, weil die meisten es taten, und weil verbotene Frückte iüß sind. Als der Reiz des Ver­botenen wegfiel, hatte id; es gelassen. Zu Haufe hatte ich ziemlich früh die Erlaubnis dazu erhalten. Mein Vater schenkte mir bei-

(Ein bulgarischer Sieg in der Hauplentscheidung?

ehtc Meldung aus Sofia, die uns heute vvrliegt, je,eint zu früh zu triumphieren Sie spricht von einem voll Itindigen Sieg über die Türken: kurz danach lies aber eine iroh! gleichzeitig vom Kriegsschauplatz abgegangene Mel b nig des Berichterstatters der WienerReichspost" ein, der b Lage denn doch in anderem Lichte erscheinen läßt Aller nu - haben die Bulgaren durch Umgehung von Adrianopel » i geleistet Ein Teil ihrer Truppen befindet sich wirklich tr i 11 c it aus dem Wege von A r d i a n o p c l n a ch - o n st a n k i n o p e l (der Linie Lüle BurgasEorlu). Ein a 'derer Teil kommt offenbar von Kirk Kilisse im Anmarsck) nich Süden zu Hilfe (von Harsa über Pavlakoi -. Tabei soll je>on das südliche Ergensufer beschritten worden sein. Eine u.dere '.'Cbteilung suchte von Pisa und Seraj her die Türken C I zu schließen, aber der Berichterstatter der Wiener Reichs p 'st meldet, daß in dieser Gegend die Türken sich der Ein ' isuug entziehen und nach Bun ar Hiss ar ziehen, h, innige Kilometer südlich von Kirk Kilisse liegt. Es Ivgeht so vielleicht seitens der Türken der Plan, durch '.-.-reinigung mit der 2ldrianopeler Besatzung die Rück- agslinie der Bulgaren abzuschneiden. Dazu stimmt auch i> türkische Meldung, daß die Truppen von Adrianopel . unen erivlgreichen Ausfall gemacht hätten. Tie dulga- rfdK Ostarmee, die von Visa Seraj anmarschiert, leidet unter sdilechtcm Wetter und schlechten Wegen, und wie unter diesen Umständen der Kampf auf der Linie Lüle Stzirgas-Eorlu werden wird, ist noch recht fraglich.

Wir erhalten folgende Meldungen:

Sofia, 30. Okt. Nach zweitägigem Kampfe j bet die bulgarische Armee einen vollständigen -Lieg über die Haupt st reitkräfte des tür* l. sche n Heeres davon getragen. Die Türken zogen sich in völliger Unordnung zurück. Luele Viurgas ist von den Bulgaren eingenommen worden.

W i e n , 30 Okt. Der Kriegsberichterstatter derReichs- 1 »»ft" meldet aus dem Hauptquartier der bulga- * ci s chen Armee vom 30. Oktober:

Nr. 257 Erster Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 51. ©Höbet 1912

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General-Anzeiger für Gberhefsen EääS

innabme m anjtigei RotatioRS^md und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- nnö Stcinöruderet R. Lange. Redaktion, Expedition und vrnderei: Zchulstratze Land-. . für den

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sticlt. Marecs trag npmlid» damals einen KNobelbart und war i i der Tat schon mit einem französischen Offizier verwechselt worden, f'.di hatte vergessen, nad) Signor Giovanni zu fragen. D<n Namen Marees kannten die italienisck.rn Kellner nicht. Ta r.ef er nridi bei Namen er hatte erraten, daß ick ihn juckte lind so wurde die Bekanntsckiaft gVmadit Es dauerte natürlich nickt lunge, so kam das Gespräd: aur die Kunst, und er äußerte sich dahin, ckrß er mit den zeitgenössisdxu Beittebungen sehr unzufrieden s.'ci Als bessere Künstler nannte er Reinhold Begas und ,'elbu- rrmtänblid; Hildebrand. Bon Böcklin sprack er mit großer Wärme und Hocksdätzuua. Id) verstand ihn damals nicht und konnte michts Rechtes erwidern, obwohl aud) ich weder von meiner eigenen s^nstlcriscken Versassung nod) von berjenigen der Zeit befriedigt

meterlanger Zugpn Flüchtlingen aus Kirk Kilisse. Ein mit Zivilflüchtlingen besetzter Bahnzug wurde von RedisS gestürmt und zur Abfahrt gezwungen, obgleub nod) ein anderer Zug auf der Strecke vor Baba es ki lag Ersterer fuhr auf abfdiüniger Strecke, da er ohne 'Brenne war, auf den anderen auf unb ter- trümmerte dessen letzte Wagen. Die Panik dauerte bis Luele- Burgas.

Während bei Pabaeski zeitweilig vollkommene Verwittung herrsck^e, vollzog fick' offenbar der Rückzug der regulären Truppen unter M a h m u d M u 11 a r, wie vorher festgelegt, in £? r b n u n g nad) Visa. Tie Linientruppen sollen fid> vorzüglich gefdüagen haben. An diesem und dem folgenden Tage zeichnete fick besonders OberstHilmi aus, der gum Genera! ernannt ist. H i 1 m i diente in Deutschland: er übersetzte das Exerzier regle- ment und galt immer als einer der befähigflen Ofsiziere. Bon den geflüchteten R e d i f s find vorgestern m e b r e r c Off t - ziere und MannsckZaften st a n d r c d) 11 i d) e r I d) o f | e n ivorbcn. Auf bulgarischer Seite ist der Erfolg vom Mittwodi i n keiner Weise ausge nutzt worden. '?lnfd>einenb wußten die Bulgaren meber, wie bie Tinge lagen nock' batten sie bie Kraft, weiter zu kämpfen Die Untätigleit in deit^ folgenden Tagen deutet darauf hin, daß sie sehr gelitten haben Ob sie >ftrk KAistc wieder verloren, ist allerdings sehr zweifelhast, da die Dürren jetzt die Entscheidung s st ellung M i d i a T f ck) v r l u ein­genommen und bei W i f a unb Luele 'Bur g a s angeblidi g c * kämpft wirb. Tie Türken mußten ihre beiden Flugapparate beim Rückzug aus Kick Kilisse verbrennen DaS Hauptguar t i er liegt jetzt rückwärts Tschorl u unweit T scke r keßkoi. Tie 'Bulgaren sind in vier großen Kolonnen marschiert, eine westlid) von Adrianopel, eine bei Adrianopel, die beiden anderen meftlid? und östlich von Kirk Kilisse Tie Entscheidungs­schlacht soll unmittelbar bevorstehen Vielleicht mit Rücknckst daraus, und vielleickt auch, weil anfd)cinenb von jungturkndier Seite Unruhen geplant sind, ist gestern abend der Belage­rn n g S z u st a n d in Konstantinopel v e r f d) ä r f t wor­den. ' Alle Zeitungen sind der ftrengften Zensur unterworfen. Ganze Stadtteile wurden bereits gestern nach 10 Ulyr gefpertt. Heute abend ist es auch in Pera nach 10 Uhr verboten, auf die Straße zu gehen. Ta sich in S a l o n i k ernste Ereigmife abgespielt haben müssen, will man hier anfdxrinenb vorbeugen. Seit drei Tagen fehlen fast alle Nachrichten aus Salomk. Im Stadtviertel Fatick) in Stambul find vorgestern nacht bc*