gegeben habe, die mir tiefer SpmDatfeie die Entwicklung des deutschen Konstitutionalismus vcn'olgen. Vom technnchen Standpunkt aus sei der Besuch des Geschwaders deshalb mterei'ant, weil der „Moltke" oa» letzte Wort im imrderncn Schlachtschiffbau dan'relle, auch oeshalb, weil die «schrfke eine der machtvollsten Flotten der Well repräsentierten, aber noch nie in »inen Krieg vcrwickelt gewesen feien.
Aur Heften.
Ter hessische Jauernbnud und die Beamtenbesoldung.
rm. T a r m sr a d t, 3. Juni. Tie Fraktion de» Hes s i s ch e n Bauernbundes in der 2. Hammer tagte heute unter dem Vorsitz des Mg. Brauer hier, um zu der Reaierungsvorlage bctr. oas Beamte nbesoldungsgesetz nochmals Stellung zu nehmen Nach eingehender Aussprache beschloß man, an dem früheren -Standpunkt sestzuhalten und ist einstimmig der Ansicht, die im Finanzausschuß bisher vertretene Ansicht auch weiser cinzuhalten. Man lehnt die Regierungsvorlage in der jetzigen Geilall mit der Stcucrerhöhung entschieden ab, bis auf eine Anzahl der von der Regierung gemachten Teckungsoorschläge, gibt aber dem Wunsch Ausdruck, daß dieje Deckungsvorschläße baldialt zur Verabschiedung kommen. Man ist dagegen aber bis zur Vorlage einer definitiven Besoldungsordnung für eine einmalige, nicht pensionsfähigc Zulage für 1912.
Eine Abschiedsfeier für Landtagsabg. Pfarrer Korell.
König st ädlen, 2. Juni. Gestern fand hier für den von Königstädten fclfeidenden >rach Nleder-Jngelheim übersiedelnden Landtagsabgeordneien Pfarrer SVorell die Abschiedsfeier statt. Sämtliche hiesigen Vereine, zehn an der Zahl, brachten ihm einen Fackelzug. Unter Vorantritt einer Abteilung der Musikkapelle des Jni. Regts. 88 bewegte sich der nach Hunderten von Teilnehmern zählende Zug nach dem Psarr- Hause, das von alt und jung dicht umlagert war. Nach dem wirkungsvoll vorgetragenen Chor des Kirchengesangvereins „Morgen muß ich fort von hier" schilderte Lehrer H ö n g e n das Wirken des Pfarrers Morell während seiner hiesigen Amtszeit. Ter Volksbildungsverein mit seiner ausklärenden Arbeit, sowie der Kirchenchor sind Werke seiner Gründung und Unterstützung. Besondere Verdienste bat er sich durch den Umbau der Kirche er- lvorbcn. Turch seine Bemühung ist das schmucke Kirchlein entstanden, die Zierde des Dorfes. Der Redner schloß mit einem Hoch auf den Scheidenden und seine Familie. Bürgermeister Bärs ch dankte ihm im Namen des Orts- und Kirchenvorstandes für seine segensreiche Tätigkeit. Pfarrer K o r e 11 dankte darauf allen Vereinen. Schweren Herzens scheide er von hier. Sei er auch räumlich von Königstädten getrennt, so werde er es dock nicht vergessen und ihm ein treues Andenken bewahren. Nach zwei Vorträgen des Gesangvereins „Frohsinn" und des Arbeiter- Gesangvereins „Liederkranz" ging es zum Schützenhof, wo die Nachfeier slallfand. Der Saal war dicht besetzt und konnte nicht alle fassen. Herr Daum dankte dem Scheidenden im Namen des Kriegervereins, der ihn zum Ehrenmitgliede ernannt hatte, und bat ihn, es and) fernerhin zu bleiben. Nachdem noch verschiedene Herren gesprochen hatten, dankte nochmals Pfarrer Korell allen, die zu der Feier beigetragen hatten. Gr schilderte, wie ihm .vönigftäbten lieb geworden wie eine Heimat, die er nur ungern verlasse. Gr traut auf das Wohl der Gemeinde und erklärte sich bereit, and) ferner die Interessen der Gemeinde zu vertreten. Er stiftete eine namhafte Summe zur Ausschmückung der Schulsäle.
Der italiemjch-lürkische Krieg.
Eine türkische Note über die Ausweisungen.
Konstantinopel, 3. Juni. Die Abreise der aus gewiesenen Italiener geht nach und nach vor sich. Vorgestern ist eine große Anzahl Italiener auf einem russischen und einem griechischen Schiss abgereist. Ungefähr 700 Italiener verließen bisher die Türkei. Heute ist der griechische Dampfer „Epirus", von der italienischen Wohltätigkeitsgesellschaft geschartert, mit Ausgewiese- ncn abgegangen. Weitere Dampfer werden am Donnerstag in See gehen. Einige Italiener begeben sich nach dem Piräus und nach Aegypten. Die bei der Banque Ottomane sowie bei anderen Banken awgestellten Italiener erhalten einen dreimonatlichen Urlaub mit dem Auftrage, in den nahegelegenen Städten Aufenthalt zu nehmen, um möglichst schnell zurückkehren zu können.
Die Pforte veröffentlicht die am 21. Mai signalisierte Zirkular note an die Mächte, in der die Ausweisung der Italiener begründet nnvd. Die 9lote führt aus:
Infolge der Sck)wierigkeiten, denen die Expedition in Tripolis und Benghasi begegnet und infolge des fort bestehenden Un- vermögens, den Widerstand der Ottomanen zu Lande zu brechen, hat Italien geglaubt, alle Mittel amvenden zu dürfen, um die otto- manische Regierung und die ottomanifchc Nation zur Abtretung der Provinzen zu bewegen, deren Besetzung nidjt gelingt. Die Türkei hat geaen die Vorteile Italiens aus der maritimen llcberlegenbcit nichts cinzuioenden, ist aber berechtig t, gegen bic Mittel zu protestieren, lvelche Italien entgegen dem Völkerrecht und den Grundsätzen der Haager Ko n f e r e n z mit Hintansetzung der Menschlichkeit und Zivilisation anwendet. Die 9Zote erinnert an die M assacres in Tripolis und erklärt, die Pforte hat damals das Aufwallen der Entrüstung und des Bedürfnisses nach Repressalien zurückgehalten und davon abgesehen, mit der vollau gerechtfertigten Ausweisung der Italiener zu antworten. Diese Zurnckhalllmg ermutigte jedoch Italien, welches mit bet absichtlichen Verletzung bet mobernen Kriegsbräuche fort fuhr, indem es unbefestigte Stäbte bom barbierte und aus Luftschiffen unb Aeroplanen auf bic Bevölkerung, Truppen unb Sanitätsabteilungen Bomben herab warf unb Handelsschiffe an bi eit. Die Italiener landeten auf Rhodos unb führten Vertreter der Behörden, die an den militärischen Operationen unbeteiligt sind, als Kriegsgefangene mit, sogar Gerichtsbeamte. In der Absicht, unter der Bevölkerung Zwietracht zu säen, mackste Italien viele Einwohner unter dem Vorwande, sie gehörten dem Komitee für Einheit und «Fortschritt an, zu Kriegsgefangenen unb gab sich den Anschein, die Christen zu begünstigen, indem es eine Einschränkung der Freilisten der Muselmanen vornahm. Dadurch wurde bei den Ottomanen das Maß der Entrüstung voll. Die Pforte sah sich nunmehr nach dem so lange bewiesenen Langmut genötigt, zu der Ausweisung der Italiener Zuflucht zu nehmen. Die Art und Weise des Vorgehens, wie das Italiens, ist größtenteils von der Haager Konferenz formell untersagt, wahrend das Aus- weisungsrecht jener Gattung der Kriegsmatznahmen angehört, gegen welch, die Konferenz sich nickst aussprechen wollte.
K o n st a n 11 n o p c l, 3. Juni. Das Kriegsministerium veröffentlicht folgende Mitteilungen: In der Nacht vom 29. Mai fand bei Terna ein Kampf statt. Die Italiener hogen sich mit einem Verluste von 20 Toten zurück. Am nächsten Morgen fand ein neues Gefecht mit einer italienischen Jnsanterieabteiluna statt, die zum Straßenbau ausgerückt war. Die Höhe der italienischen Verluste sind unbekannt. Ein Teil der Bevölkerung von Benghasi ist wegen Lcbenömittelmangels in das türkische Lagegeflüchtet. Eine türkische Abteilung rückte bis zum Fort Kophan vor und griff eine italienische Kavallerie-Abteilung an. 14 Italiener wurden getötet.
Rom, 3. Juni. (Agcnzia Stefani.) Die Mitteilung des türkischen Kriegsministeriums über türkische Siege am 20. Mai bei Terna und Benghasi sind vollständig unrichtig. Am genannten Tage hat bei Derna und Benghasi überhaupt kein Kamps stattgefunden.
Rom. 2. Juni. Heute, am Tage des Nationalfestes, ist ganj Italien Der Schauplatz großer parr rorifa-e r
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Heute lieber Mam
Kreis Friedberg.
m. Bad-Nauhetm, 3. Juni. Ter am Freitag nachmittag am hiesigen Bahnhof abgestürzte Dachbeckergehtlse Cit . Bepperling aul Friedberg befindet sich außer Lebend* z gefahr, dürste aber infolge feiner inneren Verlegungen \w |
valid bleiben.
— <3 am bad); 3. Jnm Bei dem gestern hier abgehastrnS volkstümlichen Wetturnen des 5. Bezirks vn. <J-_ gau Hesten erhielten folgende Turner Prcche: 1. 3oto
Kundgebungen, die besonders den Truppen, bic an den Pa taben teilnahmen, bereitet wurden. Die ans der -turtei A u s - gewiesenen wohnten ebenfalls den Paraden bei und wurden von der Bevölkerung herzlichst begrüßt. Heute ut^ auch der ^.obes- tag Garibaibts, besten man überall gedachte. vsrt Ucatlanb traf ein Bug Patrioten, die am Denkmal GaribaldtS einen Stranj niedergelegt hatten, bei der Rückkehr mit Truppen Wammen, bie von ber Parade kamen Es kam zu begciilerten vatrwn,chen Kundgebungen, während bie Musik die Köntgshymne unb bte Garibaldihomne spielte. Auch der 77. Geburtstag bes Paostes ist heute unb wurde im Vatikan 'estltck gefeiert -ter Papst empfing mehrere Persönlichkeiten, Diele Kinder unb tOO Gläubige aus den Pfarrgerncindm Roms.
1860 z, . hiermit machen
Herr Jsc Samstag abend n LALL-, sieben, i Mo
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Die Lage in Ungarn. •
Aus Ofenpest wird gemeldet: In einer ausführlichen Abhandlung beantwortete der M i n i st er Präsiden t L u ca 6 bi e Wahlreformvorschläge ber Ovoolitwn. Er lehnt den Vorschlag ab, baß anstelle ber befinitioen Wahl r norm ein Provisorium mit erhöhtem Rekrutenkontingent bewilligt toerbe. Die Anträge ber Opposition zur Wahlreform unterzieht der Ministerpräsident einer eingehenden Kritik. Er weilt daraus hin, baß bie vorgeschlagene Erhöhung ber gegenwärtigen Wählnzahl von 1,2 auf 2,9 Millionen für eine ruhige Entwicklung nicht unbedenklich ei, da dies eine Vermehrung um 150 Prozent bedeute, und verpflichtet sich neuerdings feierlich zur Vorlage einer Wahlreform in der verbstienton. Dieser Gesetzentwurf werde auf den Prinzipien des allgemeinen und gleichen Wahlrechts, jedoch mit gewissen Einichrankungen aufgebaut sein. Der Regierungsentwurf werde einen Jntelli- genzzensus cinfüJjren und nur für Analphabeten aushilfsweise einen sehr geringen Vermögenszensus zulasten, demgegenüber 'ollen sich bie oppositionellen Parteien verpflichten, an ber rasche st c n Erlebigung ber Wehrgesetz - mttzuwirkcn unb bann ein erhöhtes Rekrutenkontingent von 136 000 Mann xU bewilligen. Auch soll im Zusammenhang mit ber Wahlreform bie Hausordnung des Abgeordnetenhauses revidiert werben. Tiefe Anträge werden als unabänderlicher Standpunkt der Regicrurck betanntgegeben.
Ausland.
Als Antwort auf bie H uIdi g u ng s d epes che , bie währenb des Banketts zu Ehren ber Berliner Stadtvertreter am Freitag abend von Wien aus an den deutschen Kaiser gerichtet wurde, ist folgendes an den Bürgermeister Ncumayer gerichtetes Telegramm eingetroffen: „Euer Hochwohlgeboren unb den Mitunterzeichnern des gestrigen Telegramms spreche ich für bie freunbliche Begrüßung, bie mich sehr gefreut hat, unb für bie gastliche Aufnahme der Vertreter meiner Haupt- und Residenzstadt meinen kaiserlichen Dank aus. Ich bin hochbefriedigt, daß das deutsch-österreichische Bundes- unb Freunbschastsverhältnis auch in dem guten Einvernehmen der kommunalen Körperschaften so warmen Ausdruck findet."
Die Ernennung des bisherigen russischen Gesandten in Christiania Kr upens ki zum Botschafter in R o m wird amtlich veröffentlicht.
Aus Versailles wird gemeldet: Königin 23 ij frei - mina der Niederlande wohnte einer militärischen Vorführung bei. Tann gab Präsident Falliöres der Königin im Schloß ein Frühstück. Königin Wilhelmina und ber Prinzgemahl sind nachmittags nach herzlicher Verabschiedung direkt nach Holland aibgereift.
Der Deutsche Hugo Beel ist, wie aus Mexiko gemeldet wirb, >am 30. Mai in San Miguel am Rio Damesquilal von Banditen ermordet worden. San Miguel ist ein abgelegenes Städtchen von 4000 Einwohnern im gefährlichsten Aufstandsgebiet. Es war hier bekannt, daß gegen Beel im Februar eine Erpressung verübt worden war unb baß er sich banach, entsprechend der 2ßarnung des Gesandten vor dem Verbleiben in dem schlecht gamifonierten, abgelegenen Ort, mit seiner Familie nach der Gouvernementsstadt D u r a n g e begeben hatte. Von feiner Rückkehr in das gefährdete San Miguel hatte man keine Kenntnis, «seine Frau mit zwei Kindern befindet sich iroch dort. Auf Antrag des Gesandten sind die mexikanischen Behörben bemüht, die Familie in Sicherheit zu bringen. Lin Rural- Korps befindet sich auf dem Marsche nach San Miguel.
Deutsches Reich.
Der „Kölnischen Zeitung" wird aus Berlin telegraphiert: In einer Korrespondenz wird behauptet, daß zwischen dem Reich S- Kanzler und dem preußischen Landwirtschaftsminister Unstimmigkeiten beständen, die sich namentlich auf den Vorstoß des Herrn v. Schorlemer gegen das Zentrum bezögen. Ta Sensationsnachrichten dieser unb ähnlicher Art feit einiger Zeit mit ungewöhnlicher Hartnäckigkeit aus dem Boden schießen, o dürfte es vielleicht angebracht sein, festzustellen, daß nach unserer Erkundigung das Gerücht von Unstimmigkeiten zwischen den Herren v. Bethmann Hollweg unb Schorlemer jeher Grunblage entbehren, ebenso wie die auch schon in ausländische Blätter übergegangene Ankündigung eines in Kürze bevorstehenden Wech- els in den höchsten Staatsämtern.
Wie wir aus Berlin hören, wird ber R e i ch s t a g s pr ä s i- bent Kaempf sein angefochtenes Manbatfürdcn Reickstag nicht nie berlcgen, fonbern das Ergebnis der Beweiserhebungen abwarten. Man rechnet allerdings in Parlamente rifdjen Kreisen mit der Möglichkeit einer Ungültigkeitserklärung ber Wahl, bie Neuwahl in Berlin 1 würbe aber erst im nächsten 2Binter ftattfinben.
Die „Nationalzeitung" meldet aus Berlin: Dem altnatio = n all i b. Reichs verband sind die Abgeordneten Dr. Friedberg unb Dr. Paasche nicht beigetreten unb haben auch nicht die Absicht, dies zu tun.
Wie die „Schlesische Volkszeitung" hört, macht die Wundheilung unb die Besserung im Allgemeinbefinden des Fürst- b i f ch o f s Dr. v. Kopp weitere Fortschritte. Die Temperaturen sind dauernd fieberfrei.
Wie die Blätter melden, ist in der letzten Nacht in das A r - tilleriedepot in Spandau eingebrochen worben. Den Dieben soll es gelungen fein, hundert Zeichnungen von wichtigen Konsttuktionen einzelner Gefchützteile zu entwenden. Die Diebe waren mit den Oertlichkeiten gut vertraut. Sie erbrachen den Schrank mit den fraglichen Zeichnungen und ließen alles andere unberührt. Vermutlich handelt es sich um einen Spionage f a 11.
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Au» Stadt unO Land.
Gießen, 4. Juni 1912.
** Für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlung am Donnerstag, 6. Juni 1912, nachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung festgesetzt: 1. Mitteilungen. 2. Bestimmungen über die Ausschüsse. 3. Bau- gesuch Dr. Schliephake für die Goethestraße. 4. Bauoeränderung Marktplatz 6, I. Pfeffer. 5. Baugesuch des Kuno Borst für die JohLmnesstraße. 6. Bauveränderung Plock- straße 5, H. W. Rinn. 7. Gesuch der Allgemeinen Elektrizi- tätsgesellschaft um Genehmigung zur Anbringung eines leuchtenden Firmenschildes am Hause Bahnhofstraße 45. 8. Anbringung eines Schaukastens Wetzsteingasse 2, Albert Sparfeld. 9. Gesuch des Gustav Lreuder um Fristverlänge- rung zur Mederlegung eines Hintergebäudes Neustadt 17. 10. Baugesuch der Handelskammer für die Lonpstraße. 11. Herstellung des Platzes am B i s m a r ck t u r m. 12. Fuhroerkehr auf dem Dochcnmarkt. 13. Ausbau des landwirtschaftlichenJr/stituts der Laudesuniversität. 14. Gesuch der Schweine- besiper wegen Haltung eines Lbers. 15. Rechnung der Stadt und des Stadterweiterungsfonds für 19 ID- 16. Juge n_D f 1912. 17. Voranschlag des
Rcalgnmnasiitms und brr Oberrealschule. 18. Fortführung der vypolhekenbucher. 19. Vergebung von Arbeiten unb Lieferungen. 20. An- und Verkauf tmn Grundstücken.
21. Satzung der Gießener Freiwilligen Feuerwehr. 22. Gesuch des Franz Schild um Erlaubnis zum Schankwirtschastsbetriebe im Hause Neustadl 31. 23. Tesgl. des Heinrich May für Bahnhofstraße 31. 24. Tesgl. des Wilhelm Lindenstruch für Lahnstraße 9 s. 25. Desal. des Johann Waßmuth um Erlaubnis zum Betriebe einer Raffet- wirtschaft im 5)ause Bahnhofstraße 62. 26. Ausbau der Lo ny st raße südwestlich der Bis mar ck st raß c.
•• 1. Abonnements-Konzert unserer Regi- mentSkapelle. Den Epielplan des 1.Konzertes hat Ober- Musikmeister Loder sorgfältig zusammengestellt unb das Kon- zert verspricht ein recht genußreicher Abend zu merbeh. Unter vielem Schönen ist besonders hervorzuheben: Große ftaniai.o auS ,TannhäuferE. Divertissement aus .Glöckchen des (rre- nuten*, die Ouvertüren zu „Weiße Tame^, .Nordstern', ,8i j’^tais roi", ferner der soeben erschienene 1. Preis» Marsch auS dem Wettbewerb der,Woche': Wir präsentieren! von H. Ailbout. Der Solist, Kammervirtuose Fntz Werner auS Wiesbaden, wird einige hier noch nicht vorgetragene Soli zu Gehör bringen, die große Anforderungen an den Künstler stellen. Namentlich in Anbetracht der schönen Darbietungen, die unsere Regimentskapelle fast jeden Sonntag auf der An- läge bringt, wäre ihr ein guter Besuch ihrer Abonnements» Konzerte zu wünschen.
♦* Zirkus May hat gestern abend in seiner Eröffnung? Vorstellung einen sehr guten Besuch auf allen Platzreihen zu ve: zeichnen gehabt, und, um cs gleich vorrvegzumchmen, er der- bient biese Beachtung. Tas sehr geräumige, sich über Oswalds- garten erstreckende Zelt ist für bie Besucher mit allen Beauemsick- feiten versehen; ber Andrang zur Kasse war so groß, baß heure dafür noch bessere technische Einrichtungen getroffen werden sollen. Tie Eröffnungsvorstellung zeichnete sich durch tHcichbaUigL.it u.'fr Mannigfaltigkeit aus. Wenn ber Zirkus zur besonderen „zoologischen Tierschau" einläbt, so ist das, abgesehen von biejan tautologischen Ausdruck (ein Clown unterhält sich während ber Vorstellung allerdings auch mit einem schwarzen Schimmel, burd>aus berechtigt. Der Zirkus May verfügt über eine grase Anzahl wohlgepflegter Pferde, eine imt»nierciii>c Gruppe von Löwen, Tigern, Panthern, Leoparden und anderen Raubtieren, sowie über Baren, Asien, Lamas usw. Es wurden danr.: aür. Arten von Dressuren vorgeführt: von ber aufregenden Darbietung des Löwenbänbigers an bis zu seiltanzenden und rabfabrenber Bären, ben Kunststücken schöner unb kluger Hunbe und besonder» den gelungenen und spaßhaften Unternehmungen des £rang‘Utjn, auf den ber Direktor als einen Stolz feines Zirkue besonder», hinwies. ,Johanna" wurde von einer Tarne in die '.‘Irena begleitet, und es bedurfte kaum einiger leiser Winke: da^naM die Menschenähnliche an ber Hoteltafel Platz, bestellte Svei« nach ber Karte, aß gesittet mit Messer nnb Gabel, wusch sichj trocknete sich ab unb nahm aus bem Kleiderschrank rn au: bürgerliche Toilette vor, die an Naivität nichts zu wünschen übrig ließ. Besonders hervorzuheben wären die Freiheitsdressuren de» Direktors May, der seine hübschen Tiere prompt in der Gewalli hatte: 6 ungarische Goldsuchsc setzten und legten sich auf nonU manbo und boten einen prächtigen 2lnblick. An anderen Vots füljrungen der Pferde sind noch zu nennen die graziösen Tat« bietungen der kleinen Bella, die Jockey-Künste und auch bofl komische Springpferd Grete, das einen Clown zu grotesker VerU Wanderung brachte. Ueberhaupt bestritten bte Clowir-Szenen ctmtf ausgebehüten Teil des reichen Programms mit 21 Stummem, uns bas Jauchzen im Zufchauerraum, ber lebhafte Beifall, ben bte M miidjen Zwischenfälle hervorriefen, bewiesen, baß ein Zirkus air biese Art ber Unterhaltung unter feinen Urnftänben verzickttw darf. Wir nennen als bewunbernswert noch bie akrobatischM Kunststücke ber Gebrüber Terror, bte hauptsächlich ■ burd) thr: Leistungen an ber Bambusstange verblüfften, ferner bic ,'tugd- läufertn Alwine. Ter Besuch bes ZirkuS May ist somit lohnevi» unb empsehlenswert.
• • DaS Oderersahgeschäft (Generalmusterung) u| Kreise Gießen findet am 7., 8., 10. unb 11. Juni zu Gieße« am 12. unb 13. Juni zu Lich unb am 14. Juni zu Qtam* berg statt. (S. heutiges Kreisblatt).
• * Deschlechtertag. Bei bem Vorsitzenben des Öt- schlechtSvereinS ber Familie Krug von Nidba, Staatsrat Krug von Nidba zu Darmstadt, wurde am 2. Juni der diesjährige Gefchlechtertag abgehaltcn, zu den. 'Mitglieder auS Preußen, Sachsen und Hessen mit Angehöriger erschienen waren.
Landkreis Gießen.
- = Wieseck, 3 Juni. Am 1. Juni feiert bet ber ^trnu Brammu. Harries hier der Werkmeister für Abteüung Stiften* fabrik, Daniel Kimmel, fein 25 iährigcs Arbeitsiubi* l ä u m. Von ben Inhabern ber Firma würbe bem Jubilar er künstlerisch ausgearbeitetes Diplom sowie einen Geldbetrag überreicht, auch erhielt er von seinen Mitarbeitern ein schenk. Abends versammelte sich die gesamte Acbeitcrsck>asi nein! Firmeninhabern zu einer Feier. Herr Kimmel ist bereits br. vierte Juoilar bei ber Firma. I
- m. Hungen, 3. Juni. Gestern abend hielt im Saat ; der .Traube^ Ingenieur Kurz von der Allgemeinen Clek trizitätS-Gesellschaft Berlin einen weiteren Vortrag über bie Verwendung ber Elektrizität in Lanbwirtschaft f Gewerbe unb Haushalt, zu bem sich eine zahlreiche Zuhörerschaft von hier unb auswärts eingefunden hatte. ist dies ein Beweis dafür, welch großes Jnteresie bie Sach' bei der Bevölkerung erregt. In längerer Rede führte be ’ Vortragende die Vorteile der Elektrizität vor Augen. Ve» : fchiedene in der Besprechung aufgeworsene Fragen würbe« । von dem Redner zur Zufriedenheit beantwortet, so daß z> erwarten ist, daß sich viele Hausbesitzer an die WölferSheime Zentrale anschließen werden. — Auf bet Jungoiehweid« Tiergarten befinden sich gegenwärtig 48 Fohlen und ube 100 Rinder. Die Futterverhältnisse der Weide sind voczügüct, unb bie aufgetriebenen Tiere entwickeln sich sehr gut
Kreis Schotten.
△ Michelbach, 3. Juni. Der Hassrabe-rc i „Sögel»berg" feierte gestern hier sein Be-irk-f^^ in Verbindung mit der Fahnenweihe unsere» <neaei ; ' verein». Das Dörfchen, das seit langen Jahren kein iW ' ja nicht einmal Kirchweih hatte, wat festlich aeschmack:
Au» dem Dogelsbero waren etwa 25 Vereine erschienen, Dt ' einen stattlichen Fejtzug bildeten. Die Festrede htett Her:
Alt, die Festdamen Überreichten das neue Banner urt Bezirksvorstehcr Bürgermeister Bi e h l-Rainrod namens des Bezirks. Unaufhörlicher Regen benachteillg^ ' nachmittags das Fest sehr.


