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4.6.1912 Erstes Blatt
 
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Ur. 129 itltes Blatt 162. labrgang ' Dienstag, Juni 19(2

Der «lefcener Snjelatt SH MM Ve,ug«pret»:

erscheint täglich, außer V mon.i::id)75^i>iertd-

Gießener Anzeiger

Jirlschafttiche -eMrogen ^F B M H V ^F MM ^F Ehesredakteur: A Goetz,

'tnilvrcrfl-Anfch.usie: 1L ^3 » Verantwortlich für den

<tt Die Ncbattion 112 a M ee politischen Lett: Auai.st

MIL° General-Anzeiger für Oberhesse» S£ri£ ^d.^Ta^esnumE Hotationsdrud und Verlag der vrühl'schen llniv.'vuch' und Steindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Lan^: E.He^oür den dl» vormittags 9 Uhr. Büdingen: Zernsprecher Rr. 269 Keschastrstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck.

Cumberland in Braunschweig ist in dem Augenblick mög­lich, wo sämtliche Mitglieder der herzoglichen Familie auf ihre Ansprüche auf Hannover förmlich verzichten. Ter ehe­malige Kronprinz von Hannover hat bisher diesen Verzicht standhaft verweigert, und es ist ein offenes Geheimnis, daß er bis zu seinem Tode daran fcsthalten wird. Binden ihn doch feicrlickfc Versprechungen, die er seinem sterbenden Va­ter, König Georg V. von Hannover gab. Mochte dieser auch den Verlust der Krone seiner eigenen Halsstarrigkeit und der Ueberschätzung seiner Macht zu danken haben, der Lohn ehrt den letzten Willen seines Vaters. Er zeigte indessen soviel Verständnis für die tatsächlichen Verhältnisse und die Forderungen des deutschen Reiches, daß er erklärte, sein jüngster Lohn, Prinz Ernst August, sei bereit, für sich und seine Nachkommen ans Hannover zu verzichten, wenn es von il m verlangt werde. Er hatte auch nichts dagegen, daß die­ser Lohn die Kokarde des von ihm sörmlich verleugneten deutschen Reiches trägt, daß er dessen Kaiser als obersten Kriegsherrn anerkennt.

Nun hat das Lchicksal inzwischen die Entwicklung der Tinge beschleunigt. Prinz Georg Wilhelm, der älteste Lohn des Herzogs von Cumberland, ist bei dem Automobil- Unfall von Friesack verunglückt, die welsische Thnaslie steht nur noch auf zwei Augen. Tie das Leben nicht vereinen i'onntc, brachte der Tod einander näher. Aber trotz des Be­suchs am deutschen Kaiserhose, trotz der warmen Ausnahme, die des Herzogs von Cumberland nun einziger männlicher Sproß sand, eine Lösung der braunschweigischen Frage ist damit nidft gegeben. Tiefe ist ja rein staatsrechtlicher Na­tur und die Vorbedingungen für ihre Lösung sind durch den oben erwähnten Buneesratsbescyluß genau vorgcschrie- ucn. Aber Herzog Ernst August wird jie schwerlich er­füllen. Auch durch ein naheliegendes Heiratsprojekt es wäre ja nicht das erste Mal, daß man in Preußen so für die Forderungen des Rechtsgefühls und der poli- tiichcn Notwendigkeiten einen befriedigenden Ausgleich schaffte könnte wenig geändert werden. Wenn aber der Besuch eines Mitgliedes des Hauses Cuinberland- Braunjchneig-Lüneburg in Potsdam dazu beiträgt, die Welfenpartci versöhnlicher zu stiinmcn, ihr zum Bewußt­sein zu bringen, daß sie vor allem eine deutsche Partei fein muß, so ist dieser PorSdamer Besuch nicht gering an- zuschlagen.

besuch öeut;d}er tttiegsschiffe in Amerika,

Aus Norfolk erhalten wir folgenden Bericht:

Tas deutsche Besuchsgeschwader traf heute (3. Juni- hier ein. Tie malerische Meilen weite und Meilen lange Wasserfläche von Hamptonroads, dem belieb­testen Lammelpuiikt der amerikanischeit Kriegsschiffe, mit dem berühmten Schiffsbauhof von Newpori News, hallte von den donnernden Salutschüssen aus den Lchlünden der schweren Geschütze der alten Festung Fortreß Monroe und der zur Begrüßung der deut­schen Schiffe hier versammelten atlantischen Kriegsflotte wieder. Unzählige Fahrzeuge aller Art und Größen, festlich beflaggt, schwirrten umher, während eine große, festlich gekleidete Menschenmenge sich auf dem Gelände hinter Fortreß Monroe drängte. Tte amerikanische Gesellschaft, welche das ganze Jahr über auf diesem idyllisch gelegenen subtropischeii Ltück Erde Virginiens vertreten ist, harte sich besonders zahlreich zum Empfang der deut­schen Lchiffe eingesunden.

Leit den Tagen der Jamestower Ausstellung vor fünf Fahren, als die Lchiffe der ganzen Welt sich in Hamplonroads einfanden, haben diese historischen Ge-

die Schauspielerin Rcnse Rosay soll nun von den Behörden die Erlaubnis erhalten haben,_ auf ihre Weise nach dem Schatze der Norre-Tame zu suchen. Sie behauptet, wenn auch nicht einen sickeren Anhalt für die Lage des Schatzes, so doch einen Weg zu kennen, aus dem die Lage sich ivahrscheinlich ermitteln läßt.

In den Archiven des Teiles von Paris, zu dem Notre- Tarne gehört, hat fie viele Urkunden eingesehen. Lie weiß, daß Nicolas Flame!, ein Pariser Alchymtst des 14. Jahrhunderts, die Lage des Schatzes von Nolre-Tame wahrscheinlich gekannt und sich aus ihm bereichert hat, denn er wurde plötzlich auf unerklärliche Weise reich. Sie weiß auch, was Sterling Heilig, ein Biograph der Kathedrale von Norre Tome über den Lchay für Ansichten Hai Cs in namnch durämus nicht sicher, daß der Schatz von Nolre-Tame gerade in Gold, Edelsteinen oder anderen Kostbar­keiten bestehl. Tiese sind, wenn sie überhaupt vorhanden waren, vielleichl schon gehoben. Viel wahrscheinlicher ist cs, daß alle Urkunden, vielleichl die ältesten Baupläne der Kirche, Handschriften der römischen und griechischen Klassiker, Bekenntnisse von fron- zösischen Herrschern oder dergleichen, wertvolle Schriftstücke ge­funden werden. Die heule noch wertvoller wären als Kostbarkeiten.

Ten Schlussel zur Lage des Schatzes von Nolre-Tame glaubt Fräulein Rosen in den Regenipcier der Kathedrale entdeckt zu haben. Tie grotesken Fratzen blicken nämlich in den verschie­densten Richtungen. Tie Schnittpunkte der Blickrichtungeii sollen nun einen Anhalt dafür geben, wo der Schatz vergraben liegt. Solche Hinweise verwendeten nach Fräulein Rosays Ansicht die alten Architekten oft, um Geheimkammcrn der Lage nach fest­zuhallen, ohne in den Plänen die £rte anzugeben. Man weiß nun, daß es bei den Skulpiuren recht schwer ist, die Blickrichtung aus den 'JLugcn zu erkennen. Fräulein Rosay aber glaubt, daß ihr dies gelingt und wird deswegen mit Erlaubnis der Verwaltung auf oem Tache herumklettern und dabei ihre Pläne entwerfen.

Tic Kathedrale ist im Lame der Jahrhunderte mehrfach er­neuert worden, zuletzt in großem Umfange im Jahre 1666 durch Biollet-le-Tuc. Alle Baumeister aber haben sich bei ihren Ar­beiten nach den alten Bauplänen gerichtet, und insbesondere ist die Stellung der Regcn>p«er bei allen Umbauten unverändert bei be­halten worden.

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£ s c a r Wildes Grabdenkmal. Als vor drei Jahren Sscae Wildes sterbliches Ten vom Lagneux-Fnedhof nach dem Psre Lackiaise überführt wurde, soendete eine unge­nannte deutsche Verehrerin des englischen Dichters eine bedeutende

wässer und die größte Reede der Welt, nicht wieder den Schauplatz eines so fesselnden internationalen Lebens ge bildet. Die glitzernden, großen Schiffskolosse, die unzäh­ligen Fahrzeuge mit ihren schneeweißen SchiffSwänden und die sich bis ans Wasser drängende Festmenge, boten ein farbenprächtiges Bild, zu dem bie landschaftlich herr­liche Umgebung, die bewaldeten Ufer auf bei Südseite, dem ehemaligen Jamestower Ausstcllungsgelände, und die weiter im Hintergründe liegende große Stadt Nor­folk einen einzigartigen Rahmen bildeten. Angesichts der historischen Bedeutung von Hamptonroads und seiner Rolle im amerikanischen Bürgerkriege bildeten sie doch den Schauplatz des ersten Zusammenstoßes zwischen eiscngepan zerten Kriegsschiffen fehlte dem Bilde auch nicht ein g e wisser sentimentaler Einschlag. Ter gelegentlich der Jameslowener Ausstellung zum Ausdruck gebrachte Ge­gensatz zwischen dem modernen Kriegsschiff und den bei den ersten EisenkriegsschiffenMonitor" undMerrimae" ist durch den neuesten Zuwachs der amerikanischen und der bcutfdjen Flotte, meld) letztere hier durch den Panzer­kreuzerMoltke" vertreten ist, erhöht worden. Ter A n f u n f t desM oltkc" sah man in hiesigen Marine- kreisen mit größtem Interesse entgegen.

Tie von der amerikanischen Regierung zum Empfang der deutschen Schiffe getroffenen Arrangements ließen an Herzlichkeit und Gesinnung nichts zn wünschen übrig Nichts wurde unterlassen, um Deutschland zu beweisen, daß man die seltene Gastfreundschaft, die das amerika­nische Geschwader seinerzeit in Kiel ge­nossen hat, mit Dankbarkeit würdige und bestrebt sei, den deutsche n Gegenbesud) zu einem denkwürdigen zu gestalten. Eine besondere Ehre wurde dem BesuchS- gcschwader babnrd) zuteil, daß der Präsident per­sönlich die Gäste begrüßte. Taft traf am Mon­tag morgen von Washington aus der Regierungsyacht Mayflower" ein. In seiner Begleitung befand sich aus fpezieile Einladung der deutsche Sotschasier Graf Bern­storfs.

Als das deutsche Gesd)wader, zu beideir Seiten es­kortiert, in Hampronroads einfuhr, flaggten die hier zum Empfang liegenden SchlachtschiffeLouisiana",North Dakota",New Hampshire",Delaware",Florida",Louth Carolina" undUlha" über die Toppen. Tie Kapellen desMoltke" und derFlorida" spielten die National­hymnen. Tas deutsche Geschwader fuhr durch die ameri­kanische Lck)iffSlinie hindurd), woraufMoltke" neben dcyt FlaggschiffFlorida" sich verankerte. Admiral von Rebeur Paschwih stattete sofort mit seinem Lffiziersstabe dem kom­mandierenden Admiral Ward einen Besuch ab. Alle Lchiffe gaben, als Tast aufMayflower" vorbcifuhr und über beide Flotten die Revue abnahm, den Präsidenten salut. Alle Mannschaften standen dabei in Paradestellung auf Teck; die deutschen Besatzungen riefen H u r r a".Mayflower" verankerte sich bann neben Moltke". Präsident Taft ging an Bord des M o l t f c", wo er von Rebeur P a s ch w i tz begrüßt wurde. Auf Einladung des Präsidenten begaben sich sodann die Offiziere beider Flotten zum Luncheon an Bord desMay- flower".

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Neuyork, 3. Juni. In einem Leitartikel erklärt die N e w - P o r k Tribüne" zum B e f u d) des deutschen Ge­schwaders, solcher Verkehr zwischen den beiden Ländern sei angemessen, bei den engen Beziehungen, die seit Beginn des nationalen Lebens zwischen den beiden Ländern herrschte uno hebt hervor, daß die Vereinigten Staaten hinwiederum auai einer großen Menge deutscher politisckier Flüchtlinge ein Asyl

Summe zur Errichtung eines würdigen Grabdenkmals, d.'ii'.'n Aus­führung dem Bildhauer Jakob Epstein übertragen werden sollte. Tas Werk ist nun vollendet und wetteifert an Eigenart mit der bizarren Stund des Mannes, den es verherrlicht Tas Monument besteht aus zwei prachtvollen Kalksteinblöcken, von denen der untere etwa 400 Zentner wiegt. Aus dem Stein ist eine fliegende Ge­stalt herausgemeißelt, die ein Symbol von Wildes Jndioidualii.it izarftellen soll, derein Schöpfer von Schönd.n und ein Em vörer gegen das Leben" war. Tie Gestalt scheint mit fenli ?d)t ausgebreiteten Flügeln langsam parallel zur Erde burd) di? Luft zu fliegen; sie hält den Kopf stolz erhoben und ihre ganze Hallung verstärkt den Eindruck eines feierlichen und trotzigen Hinichwebens über die Erde.

Tieradioaktive Brille. In oem soeben erschienen, n Bericht der französischen Akademie für Medizin berichtet Professor Blanchard über eigenartige und überraschend erfolgreich Vei suche, bie der Turiner Gelehrte Professor Preoeruiti nut der Anwendung radioaktiver Linsen bei der Behandlung von Sei. krankheiten unternommen hat. Bisher gab es keine Linien oder Brillengläser, die imstande gewesen wären, mit der Korre. u. mangelhafter Gesichtsbilder auch eine Heilwirkung au> bie Augen zu verbinden. Ter italienische Forscher fant a.i' Den Gedanken, die Heilwirkung der Radiumausstrahlungen gegen Augc, leiden zu verwerten. Er setzte den Linsen und-Brillenglasern roar.ige Teile von Radiumfalzen bei, so daß beim Tragen dieser Brillen das Auge einer steten sehr milden Radiumbestrahlung ausg» . n kst Tie bisherigen Versuche haben unverkennbare Beweise einet glücklichen und heilsamen Einwirkung auf die Lehirasc g.u ... Der Einfluß der Radiumausstrahliing auf die mcmd.lichen .'!ua : war bereits bekannt, wenn auch inc Winenfchaft bisher zu pial tischen Versuchen auf diesem Gebiete nicht oorgedrungen n»a . Immerhin hotte der englische Forscher Professor London bei frü erblindeten Kindern durch Anwendung von Radium in ein. c ganzen Anzahl von Fällen überraschende Erfolge erztett. Durch Radium behandlung brachte er blinde Patienten jo weit, daß sie imstande waren, leuchtende Gegem'tände ziemlich deutlich wadrzunehnieii, auch Buchstaben, wenn die Formen leuchteten. Professor Preoerulti hat mit seiner radioaktiven Brille auch in Fällen schmerz Hafter Schwachsichtigkeit sehr glückliche und schmerzstill ne _ folge zu verzeichnen. Solche Anfälle plötzlicher Schwad i-la i- feit werden bet nervösen Menschen nach ünjirengungen der Seh­kraft sehr häufig beobachtet.

Binh«ndlu"9 .eg?0

jeder A"' .

Die heutige Nummer umfafet 10 Seiten.

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tierten in Flugblättern gegen dieses Vorgeben der Illustrierten iiiing", die das in ihren Voranzeigen Venprochene gröblich

Ebenen:

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Im Anschluß daran sprachen sich auch andere Zeitungen gegen die Hessen-Nummer aus und einzelne Vereine pro

Die braunschweigische Frage.

Zum ersten Male hat, seit dem ^ahre 1866, ein Nach­komme des früheren hannoverschen Königshauses an dem rutschen Kaiserhof bezw. preußischen Königshos am letzten Tage des Wonnemonats als Gast geweilt. Tie Tatsache ist ,.i sfällig genug, um eifrig besprochen zu werden. Geschäftige lclooffiziose Federn haben sich srcilick) beeilt, darzutun, daß ..dieser Besuch jeder eigentlichen politischen Bedeutung ent- kehre, er sei lediglid) als ein ritterlicher Taukesali des Katers", des Herzogs von Cumberland, für die Aufmerksam- feiten anzusehen, die der Kaiser dem toten Prinzen Georg Mdhelm, der vor wenigen Wochen bei seiner Automobilfahrt in der Nähe von Friesack auf so tragische Weise ums Leben um, erwiesen hat. Tiefenritterlichen Tankesakt des Ba­iers hat der Herzog von Cumberland bereits in feinem Taiütclcgramm an den Kaiser Ausdruck gegeben und das ciUtc eigentlich genügt". Nun sendet der Tod versöhnt der Herzog von Eumberland, der bisher Unvcrsöhnlidfe, seinen Lohn, den einzigen, der ihm geblieben ist, zum Kaiser. Str Prinz Ernst August von Cumberland fein richtiger Ittel ist allerdings Herzog zu Braunschweig und Liine- berg ist nicht allein gekommen. Sein Schwager, Prinz bl ar von Baden, der präsun- tive Thronerbe, der ehemalige '.rmmanocuv der Leibdragoner und gegenwärtig Präsident c.*r ersten badischen Kammer, ist sein Begleiter gewesen, i trade dieser Begleiter, der auf dein Umwege über Karls» iuhc eine inoffizielle Verbindung zwisdfcn Gmunden und kerlin hergestellt hat eine Verbindung, die später nach ;.t Verheiratung der anderen Prinzcjjin von Eumberland rit dem Großherzog von Mecklenburg-Ld)wciin, dem Bru- kr der Kronprinzesjin Cäcilie, verw.Äudtschaftlid) noch enger ^llvorden ist hat si dfwiederholt bemiiht, die Vermitkler- tolle zwisdfeu Gmunden nnd Berlin zu übernehmen, ein lireundichastliches Verhältnis zwischen dem Hohcnzollcrn- uub dem Welfenhaus anzubahnen. Sb freilich bisher mit sichtbarem Erfolge, mag dahingestellt bleiben. Prinz Ernst Lugust, der zlveite Sohn des Herzogs von Cumberland, des Kronprinzen des ehemalige.i Königreichs Hannover, ist dem Kaiser ja kein Unbekannter; er roai: und darin wollte Biaii ein Anzeichen dafür sehen, daß die starre Unversöhn­lichkeit am Hofe in Gmunden schwinde in das bayrisd)e i. Lchläere Reiter Regiment getreten und hatte enrd) dem ^obersten Kriegsherrn, dem deutschen Kaiser und König von !Preußen, als er nad) München leim, seine Aufwartung ge­wacht.

Konnten aber diese immerhin nur höfischen Förmlich­keiten an dem bestehenden Rechtszustande etwas ändern? Lcrgegcnwärtigen wir uns ein luenig die historische Ent­wicklung der sogenannten braunschweigischen Frage. Als am 18. Oktober 1884 Herzog Wilhelm von Braunschweig

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herrlichen Kliini*

&, an der Uronclt^ j - Brunnen - W zsällige Küche.

Der 5chatz von Notre-Vame.

Fn der altehrwürdigen, vielhundertfäbrigen Kathedrale Noire- 5-ane von Paris ist ein luertDOllcr Schatz verborgen. ,o lagen i. alten Historiker und so sagt die Volksuberlieferung, und - .er Dichterwerke halten die alle Ucberliercruitg wach, der oVtz von Notre-Dame ungeheuer wertvoll ist, wcitz ^»an,, wo .c aber zu -inten ist, weiß man leider mcht. Eine (yran^ofin,

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isedauer etc4

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Vie hcfiennummer Ser 3lh!ftrierten Zeitung.

In Nr. 73 desGießener Anzeigers" vom 26. März haben eine Bespredmng der Hessen-Nummer derIllustrierten 3ci« 4ilg" veröffentlicht, in der wir insbesondere über die mangel-* I Nfte Ausstattung und die Unzulänglichkeit des Textes Klage : irrten. Wir betonten dabei, daß das ganze Unternehm.m lediglich | ii Reklame anzusehen fei. Am folgenden Lag brachten wir I dien imDarmstädter Tageblatt" erschienenen Protest hessischer I mitler gegen die Hessen-Nummer. Hierzu bemerkten wir, daß ! ifeter Meinung nach die hessisäien Künstler allen Grund hätten, h über die Ignorierung zu freuen, da es sich doch lediglich ii ein Reklamcheft bandele, das mau gar nicht ernsthaft nehmen il?, nachdem es fick) gezeigt habe, daß fast alle Teile in der t zulänglichsten und oberflächlichsten Weise bearbeitet morden seien.

rom 16. Dezember 1879 die Regentschaft von Braunschweig. -.Lid) dem Tode des Prinzreaenten Albreckst kamen erneut Ms Gmunden Ansprüche auf Braunsckiweig. Ter Bundes- datsbeschluß vom 28. Februar 1907 gab daraus die unzwei­deutige, allein richtige Antwort: Die Thronfolge des Hauses

! imderlos, als der letzte seines Stammes, starb, wäre Braun- i# 'chweig mit dem Königreich Hannover, hätte dieses noch be-

** itanbeit, fortan durch Personalunion verbunden worden.

Inzwischen war Hannover in Preußen einverleibt worden, , i ter Sohn des letzten Königs von Hannover hat diese histo- r« rische Tatsache nie anerkannt, and) den rechtlichen Bestand ihofstrasse w btä Deutschen Reiches bestritten. Wie konnte er da deutscher 1 i Äundesfürst werden? So entstand auf Grund des Gesetzes

Hansen.

!ts. findet von 4 ii 89 Uhr vor H ener Militnilaptl er von Rurfarten pd im Saal.

Juni 1912.

)ad Salzhausen, sj

d. Höhe

i dem Kurhaus u.b.ntrd Aänzl. neu renovier!.

>s. v. fv!k. 8.- an. w\ iz.- und Beamtem» >ttüal.Kücheu.Wcine.']

stryt und nur ein nahezu wertloses Rcklamehest im übelsten nn herausgebracht hat. Auf diese Angriffe hin schrieb der Verlag :Illustrierten Zeitung" an einen Buchhändler, dai; die ab- tTGienben Urteile einiger hessischen Zeitungenunglaublich . - nIau t e r c n Motiven entsprungen" unde i n er Itto i b e r u n g unwürdig" seien. Aut zwei Jmvagen um tie bündige Erklärung blieb uns der Verlag derIllustrierten klang" (I. I. Weber in Leipzig) jegliche Antwort schuldig, rb zu schärferen Maßnahmen bietet uns das ©cjcß letber reine Int»habe Wir haben deshalb nochmals den Tatbestand jen- iiiellt und überlassen es unseren Lesern, sich cm Urteil über b Gebaren derJllusttierten Zettung" zu bdöcn. Vemcrkcns- trL ist hierbei noch, daß die unlängst erichiencne ^(bivaben- Lnrnicr derIllustrierten Zeitung" m Württemberg ebensalls || titaüitung und Proteste hervorgerufcn hat.