Zweites Blatt
(62. Jahrgang
Nr. US
scheint ILglich mit Ausnahme deS Sonntag».
Die „Gießener KamilievdlStter" werden dem Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» ' Mreisblatt fflr den Krris Lietzen ' zweimal wöchentlich. Tie „LandwirtichaftUcheu -eit. fragen" erscheinen monatlich zweimal.
der Feststellung, daß eine Hauptstütze morsch unb beschädigt war?
Der „Köln Ztg " entnehmen wir über den Lokaltermin der Oterüht Mo inm u) wn einige anderslautende Darstellun-
Die Verteidigung der Vadeverwaltung in Sinz.
Binz, 30. Juli. Tic Badeverwaltung teilt mit: Tic gestern nachmittag cingetrofsenc Gerichtskommission habe festgestellt, daß an der Konstruktion der Brücke nichts auszusetzen und der Unfall lediglich auf den großen Andrang des Publikums zuruckzn- führen fei. Die Brücke wurde wieder für den Verkehr frei- gegeben.
Diese Erklärung fordert denn doch Widerspruch heraus, denn sic ist 'gar zu eilfertig in die Welt hinausposaunt worden. Wenn kein Konstruktionsfehler vorhanden war, so schließt das nicht aus, daß die Brücke allmählich bau-- fällig geworben war. Tann wurde ihr der große Andrang des 'Publikums allerdings gefährlich. Wie steht es mit
öine amtliche deutsche Aeutzerung.
Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt zum Ableben des Kaisers von Japan:
Mit der langen ereignisreichen Regierung des Dcrftorbencn Kaisers bleibt der Eintritt Japans in die Rewe der Großmäckle verknüpft. Rach dem Herkommen feines Landes und nach feiner verfönlichen Eigenart ist der Kaiser Mutsuhito in der Oeffentlich feit wenig hervorgetreken. Dennoch kann kein Zweifel sein über einen wesentlichen Anteil, der dem entschlaienen Monarclxn an der bewundernswerten Uetenührung Japans in ein modernes Staatswesen und an dem Auischwung des Bolles zu- fommt. Von Räherftebeuden wird rühmend berichtet, dan sein Leben von unermüdlicher A r b e i t für das Wohl d.s Landes anSgefüllt ivar. Wiederholt haben Mitglieder deu t, eher I ü r st c n hä u s e r, die bei Besuchen in Tokio vorn Kaiser galt freundlich empfangen wurden, seine edle Persönlichkeit tennen und ivürdigcn gelernt. Ter Trauer des japanischen Volkes um den Verlust ihres geliebten und geehrten Herrschers schrienen wir uns voll aufrichtiger Teilnahme an. Tcm ersten Kai,er des neuen Japans bleibt in Deutschland ein ehrendes Andenken g^ sichert.
Tie Trauer in Tokio.
T o k i o, 30. Juli. Der L a n b t a g ist zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen worden, um der kaiserlichen Familie das Beileid auszusprechen und die Ausgaben für die Bestattung des Kaisers zu bewilligen. Der neue Kaiser zog sich in den Aoyam-a-Palast zurück, wo er morgen die Minister, Räte und andere Würdenträger empfängt. Der geheime Rat schlägt vor, die neue Aera „Tai Sei" oder die „Große Rechtlichkeit" zu nennen. Die B e st a t t u n g des Kaisers erfolgt in Tokio gemäß einem Gesetz, das allerdings von dem Kaiser Mutsuhito nicht mehr unterzeichnet ist. Unmittelbar nach der Zeremonie der Tltronbesteigung des neuen Kaisers wurde der kaiserliche ?lhnentempel nach dem Shinto-Ritus ausgeschmückt und Opfergaben an Lebensmitteln wurden auf dein Altar niedergelegt.
Deutschland und der Regierungsantritt Kaiser yoshihitor.
Das Land der ausgehenden Sonne betrauert in Mutsu- hlto den großen Kaiser, der sein Volk aus der Gewalt der Vriesterherrschaft und mittelalterlickrer Abgeschlossenheit bc- ;reite, um es in einer beispiellos glänzenden Entwickelung Cuf die Höhen der abendländischen Kultur und einer politischen Weltmachtstellung zu führen Es ist hier nicht der Ort, diese Entwicklung von dem kleinen durch die Miß wirtschaft der Shogunc niederyehaltenen und zerklüfteten •apan der 50er Jaljrc des vorigen Jahrhunderts bis zum apanischen Imperium unserer Tage im einzelnen dar. iulegen. Es mögen ein paar kurze Daten hinreichen, aus bfnen schon zur Genüge zu erkennen ist, welch riesenhafte ^bensleistung der dahingeschiedene Kaiser zum Segen einer Ration in 45jührigcr Regierung vollbracht hat. Tas denkwürdige Dekret vom 17. Juni 1869 hob mit einem -chsage sämtliche 270 Kleinstaaten und alle Vorrechte des Adels auf. 1870 wurde die Justiz von der Verwaltung getrennt und der Telegraph eingeführt. 1871 folgte die -chöpsung einer modernen Armee, der Reichspost und eines neuen Munzsvstems, 1872 die allgemeine Schulpflicht und die erste Eisenbahn von Totio nach Yokohama, 1873 die allgemeine Wehrpflicht.
Allerdings wurde die Entwicklung durch neue Aufstände unterbrochen, in denen sich der tollkühne Mut der alten Ritterschaft der modernen Staatsmaschine entgegenwarf. -,0 überfiel in der Nacht vom 24. bis 25. -Oktober 1876 eine 'dhat von Samurai das -Offizierskasino in Käimamoto Set Generalmajor Taneda und viele seiner Kameraden mitten ermordet, und am andern Morgen mußte sich das moderne Infanterie-Regiment, das die Okirnifon der Stadt Üdete, in seiner Kaserne den Rebellen ergeben. Im Jahre darauf erhob sich der Ritter Saigo Takonori gegen ten Kaiser, und 40 000 Samurai folgten seinem Rufe. Aber m einem langen, blutigen Feldzuge blieb die Regierung itegreirf), und seitdem hat der alte Adel keinen Aufstand mehr gewagt. Auf den Rat Itos bildete der Kaiser im Jahre 1885 ein Ministerium nach europäisctem Muster;
wurde die Städteordnung gegeben und schließlich, im Jahre 1889, die mit Spannung erwartete japanische Verfassung. Am 29. 1890 konnte Mutsuhito in feier-
kicher Form das erste japanische Parlantent eröffnen. Die großartigen Erfolge, die Japan seither besonders in der auswärtigen Politik erzielt hat, sind all- tekannt.
beruhte Gleichviel, die moralischen Eroberungen, welche uns diese tatsächlichen Verdienste um Japans Größe ein getragen haben mögen, wurden mit einem Schlage gemacht durch den erzwungenen Frieden von Shimonoseki, bei dem die caprivi hohenlohesche „Staatskunst" es als förderlich für Deutschlands Interessen ansah, dem sieg reichen Großstaat mit Frankreich und Rußland in den Arm zu fallen und ihn um die schönste Frucht feiner glänzenden Waffentaten zu bringen. Es ist bekannt, daß man uns das nicht vergessen hat, obgleich Japan sich das ihm damals Entrissene längst wieder zu holen ccr- stand So scheint uns für die Förderung der deutschen In tereffen im östlichsten Asien alles von der Geschicklichkeit und Umsicht unserer dortigen Tiplomatie abzuhängen Der neue Kaiser empfängt in den nächsten Tagen den von seiner Europareise heimberufenen Katsura, ter das russisch-japanische Bündnis mitbringt, welches die Aus- schaltuikg Englands bedeutet Uns will scheinen, als habe es selten eine günstigere Gelegenlfeit gegeben, dem Teilt - schen Reiche wieder zu dem Einfluß zu verhelfen, der ihm gebührt.
— Versteinerte Milch. Die jüngste Londoner Brand lata st rovhe, die bekanntlich durch Entzündung von -Zelluloid berbeigetübrt wurde, läßt es angezeigt erichemen, daraus hinzuweisen, daß wir in der zu -tein oerbarteten Milch, die heute bereits in großem Manitote gcwerbsmayig hergestellt wird ein vollkommenes Ersatzmittel für das teuergeiahrliche Zelluloid besitzen. Tic Milck wird zum Zwecke ter Erhärtung einem chemischen Prozeß unterworfen, durch den ter Kaiern in ^orm eines dunkelgelten Steinvulvers niedergeichlagcn wird, dreier wird durch die Beimischung von Formalrn in eine Mate verwandelt, die dem Horn ähnlich ist, und unter dem Namen Milchstein" oder „Galalith" in den Hantel kommt. Durch ge-
Vermitzte Personen.
Greifswald, 30. Juli. Obwohl keine Toten mehr in der Ostsee gefunden worden sind, werden noch aus Greifswald vermißt: Tic Studenten der Medizin Thiem, Marian und Sonic sowie die Studierende Margarete Grabowski. Tie Geretteten auü Greifswald haben an das Kommando der vor Binz licgcnbeit Hochseeflotte folgendes Telegramm gerichtet: -Im Auftrage einer großen Anzahl von Tarnen und Herten Greis- walds, die bei dem Brückeneinstutz in Binz durch das heldenmütige Eiiigreifcn unserer Seeleute gerettet wurden, gestatten wir uns, den beteiligten Offizieren und Mann- chaften für die tatfräftigte und aufopfernde Hilfeleistung inferen herzlichsten und tief gefühltcsten Dank ausM-- sprechen."
Ist die Vadeverwaltung des Seebades verpflichtet, bei gefahrvoller See das Bad zu schließen?
Im Anschluß an die Besprechung des Binzer llnglücks wird eine Rcichsgerichlsentschcidung interessieren, die stck auch mit den Pflichten einer Badeverwaltung beschäftigt. Air erhielten folgenden Bericht: .
Für die Badesaison ist eine Entscheidung teS Reichsgerichts von lebhaftem Interesse. Sie warnt vor dem Baden bei zu hoher See und starker »ranbung. Denn eine natürliche Folge der starken Brandung ist ter Umstand, daß das ans Land getriebene Wasser wieder mit voller Gewalt zurückfließt und dadurch den Badenden mit ins Meer hinausnehmen kann. Auch die Badcverwal- tung, die bei gefahrvoller See haben läßt, trifft ein Verschulden unb, wie ber bem nachstehenb mitgeteilten Rechtsstreit zugrunbe liegenbe Unglücksfall zeigt, eine Haftpflicht für ben entstandenen Sdjabcn.
Am 12. Juli 1904 ist der Eisenbahnbetriebsinspcktor K. ertrunken. K. war Anfang Juli in dem nicht weit von Königsberg liegenden «erbäte R. mit seiner Familie eingetroffen. An dem Unglückstage, wie auch schon mehrere Tage vorher, herrschte heftiger Sturm. K. war gleich den anderen Badegästen mit seinen ttlnbcrn in das Wasser gestiegen, führte jedoch die Kinder bald wieder aus bem Nasser heraus, weil neben bem hohen Wellengang ein । starkes Abziehen bes Wassers vom Straube her ich bemerkbar machte — eine unter bem Namen „Sucht" bekannte betontere Eigentümlichkeit der samlandischen Ku|lr.
Mittwoch, 51.3u!i 1912
Rotationsdruck unb Verlag ber Br^ bi schen Universums - Buch- unb Stembrudectl
R. Lange, Gießen.
Redaktion, Expedition und T nickerei: Schul- straße 7. Gjpebitwn unb Verlag: e=aft>51. Rkbattion:«--Sllr. Tel.-Adr> AnzeigerGießen.
(is-r es zeigte sich, bnn unter den Hunden eine ansteckende Krankheit wütete: Mikkelsen mußte sie töten unb nach Reikjavik fahren, um das Schiss dort zu tesinsizieren. Er segelte nun weiter nach ber ostgrönländischen Kolonie Angmagsalik, wo die (^tebv tion mit 45 bis 50 guten Hunden ausgerüstet wurde. Nur Iparrick liefen Nachrichten von der Alabama-Er pedition ein. Am 19. August 1909 erfuhr man durch einen Walsifch'änger von Mikkel,en, den dieser vor der Shannon-Jnsel getroffen hatte. Genau ein Jahr Väter traf die Kunde ein, daß die „Alabama" im aRari Dom Eise zerbrochen und gesunken war. Am 20. August 1910 kehr en füni von den Teilnehmern ter Fahrt heim, wahrend Mikkelsen 'eitel ui Begleitung von IVersen am 3. Marz sich am die arope Reise über das Inlandeis begeben hatte, seit dem 10 axnxl 1910 war keine Kunde von ,hm mehr eingetronen Und dennoch zweifelten die, die ihn kannten, kaum daran, daß ..likkeuen icldst den gewaltigen Schwierigkeiten sich gewachsen zeigen wurde Einer der Teilnehmer an ter Fahrt der „Alabama", ter ictztge Shuntan Jörgensen, hat Mikkelsen als einen „geradezu unvergleichlichen Erveditionssührer bezeichnet"., „Er war das ^teal tirutee^ Shirt, wie ein $är und ertüllt von etnem Sienmlten, durch, zu'ühren, was er sich vorgenommen hatte. Und alle seine plane waren sorgsam unb gut durchdacht. "
Bei alledem hätte Mikkelsen und fein Gefährte Jversen die furchtbaren Anstrengungen, die seine Unternehmung ihm stellte, dock nickt überwinden können, hatte ihm nicht das Landgeltet hinlängliche Jagdbeute geboten, wodurch die beiten Reuenden vor dem Aeußersten geschützt waren. Die Voraussage hat 'ich al,o bc- währi dre dtensm te dieser Hinsicht ter Reife Mikkel,ens gestellt hat.
eignete Zusätze erhält man ein Material, bas in ter geroerb« lieben Praxis die Stelle des Elfenbeins, des Marmors oder des Hclluloids zu vertreten geeignet ist. Das Galalith ift ein vorzügliches Surrogat für das stetig im Wert steigende Elienbetn. Es besitzt unbegrenzte Polierfähigkeit, eine schöngetönte <yarbung unb ist überdies, wie schon gesagt, absolut feuersicher.
— Das Dorado der Billetthändler. Die oft be> Nagten hohen Eintrittspreise der deutschen und insbesondere der Berliner Theater erscheinen recht bescheiden, wenn man zum Ver gleiche die Preise heranzieht, die der Theaterbesuch m London und vor allem in Amerika erfordert. Kostet doch beispielsweise eine Loge im Eovent Garden 560 bis 640 Mark, unb das ist noch eine wahre Bagatelle neben den Preisen, die man lenseits des Ozeans für eine Loge befahlt, Preise, d,e bei den Sensationsvorstellungen bis zu *000 Mark steigen. Dem Mieter einer Theaterloge — sie werden in New Bork auf dem Wege der Versteigerung verkauft — gibt fein Bentz zwar das Recht aus Entschädigung für den Fall, daß bas Theater durch Brand oder ein Naturereignis vernichtet wird, dafür hat er ,ur seine Loge aber noch eine Steuer zu zahlen, bte für die 17 Wochen ter Saison mit 12 000 Mark berechnet wird. Tie Mehrzahl der Logenmhaber geht im übrigen nicht,eben Abend ms Theater, sondern sie vermieten an den Abenden, an tenen sie sie nicht benutzen, ihre Loge, und zwar mit recht erheblichem Nutzen. Man erwähnt in dieser Beziehung das Beiimel eines Milliardärs, dem die Saison, in ter er wegen Familientrauer das Theater nicht besuchen konnte, an Mietsgeldern ,euter Longen den hübschen Gewinn von über .320 000 Jxatl brachte. Man kann danach ermessen, wie einträglich das Gewerbe emes berufsmäßigen New Yorker Billetthändlers ist, dem die ^xxtulatxon am Billettmarkt ganz aridere Wisnchten aur Erwlg eröffnet alle inen minder bezahlten Kollegen in der alten iLelt
__ Kurze Nachrichten avi ^unst unb Wissenschaft Die Pariser Akotemie ter Wissenschaften hat bem berühmten 90jährigen Jnsektensorscher Henry Fabre in ber Provence, von dem in ter letzten Zeit behauptet wurde, er ,ei in großer Not, einen Preis von 4000 Franks zuerkannt. — Ein württembergischer Arzt namens Z e 11 e r in Weilheim a. Ted stellte in einer Konserenz hervorragender Aerzte Krebskranke vor, die er nach einer geheimgehaltenen Methode operations - los behandelt hatte.
gen. ES heißt da:
Es wurde festgestellt, daß sich sowohl an der Bruchstelle wie auch an andern Stellen viele Astlöcher bcianben. -Lomit erscheint festgestellt, daß nicht, wie vorgeschrieben, oteolnt ein wandsrrieS Material verwandt worden ist. Der Bauiackverstandige bekundete dies mit der Einschränkung, daß er dennom den Ballen bei einer etwaigen Besichtigung nicht beanstandet hätte, da vtel- iack Holz mit Astlöchern auch zu Brückenbauten venvandt iverde, allerdings dürsten diese Löcker nicht so groß unb tieigehcnb lein, wie hier der Fall sei, was aber erst nach ersolglem Brücke gesehen werden kchmte Der gerettete Bruckenwarter sowie der Kollege dee- ertrunkene» Polizisten Päper bekunden ubereinstirn inend, daß die Menge 'ckatzungsweiie (i bis <000 Personen», die sich aus der Brücke beiand. ohne Ruckiickl bfim Anlegen des Dampfers nach vorn drängte nnd ttotz allen Ermahnungen bei Beanilen nickt zu bewegen war, sich ruhig zu verhalten. Das Ergebnis des Lokaltermins war die Feststellung, dan verichiedene Umstände zusammengewirkt haben, die Katastrophe herbeizuluhren, und zwar erstens das schadhafte Material des kalkens, zivritens das scharfe und heftige Anlegen des ^.aniwerö und drittens die überaus große Belastuiig des Brückenkopses durch die zahlreichen daraus beiindlicken Personen Hervorzubebeii ist noch eine Unterlassungssünde. Ter Gemeindevorstand des Badeortes ist gesetzlich verpflichtet, in jedem A-ruljiabr vor Beginn der Badezeit tiie B rucke auf ihre Sicherheit durch die Was,' e r b a u i n f p e k l i o u v r ü s e n zu lallen: das hat er in diesem Jahre unter! aff en. -iir Unten udiunfl wäre um so nötiger gewesen, als der im Winter durch Eis der Brücke zugesügle Sd)abcn hätte ausgebessert iverden müllen.
(Einar MiNelsen: Der Mann und sein werk.
<1[YÄ Sieger über die Schrecken d^,s. Polareises vnd ter Polarnacht ist Einar Mikkelsen glücklich beimgc kehrt Der kühne 9leifenbe ist jetzt erst knapp 32 Jahrcalt^un. ikiwn in frühen 3abren bat er sich der Polar,onckmng zugewandtt ^tei lockte die See: als fünfzehiiiährign Bursck^ wurde er ^änffsjunge auf dem dänischen Schulschiffe.Georg otagc, fuhr
. Ätr. Salzte jur See unb machte «»»■
sei,, Steuermannsexamen. Damals begann fane -aufbahn als 'telarsorscher, denn noch im selben Jahre nabm er an Amdrnns Expedition nach Ostgrönland teil
erwarb er sich dann bei ber Baldwui-Zieglencken Expedition i ?arf) Franz Josef-land, bei der er als Karthograph tcMgiwar, um ' i 'inhre Inna al-' 1 Steuermann tätig gewesen war,
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SmS ” er qnfanms englnto «5^
I rot"inC7a^yi'Ulid°tcnUC^bafngttii
SÄe&STÄ^Ä &. =weiyeuen: übriaetiä idate Mikkelsen barm auck eine allerliebste woe an schaulicker Sänlbcrung und einen dlücklichm des
Als es galt, Nachwrickungen nach ber ^erlal,en'maii^ unglücklichen Arylius-Erichien anzustellen, l^e sick d^ ^Au, merksamkrit bes Ausichuf'es, der ttck Tut ble Umcrn^u^ g bildet hatte, auf Mikkelsen. und am 20 Januar 1909 mirnB der kühne Reisende zu neuer fahrt bu Heimat aut nrrr 45 Tonnen großen Jacht „Alabama". Von Amanganwaro^ Reise ter „Alabama" von Mitzgrichuk verfolgt. SchiN legette zunächst nach ben faröem, um dort Hunte an Bord ,
Vornehmlich die siegreichen Kriege gegen China unb wißland haben den mit ungeheurer Energie emporstreben itn Staat an (vebietsumfang verdoppelt, ihm zu einer starken Stellung auf dem asiatischen Festland verhalfen iinb Japan die b^>eutsame Stellung eines „England des ! fernen Ostens" gegeben. Das ist das gewaltige Erbe, das nun auf Poshihtto, den 33jährigen Haruno Mtya übergeht. Der neue Kaiser ist europäisch erzogen und ein Freund • ber Kultur des Westens. Ob man deshalb damit rechnen darf, daß er sich der freilich nicht immer uneigennützigen Bemühungen der europäischen stnlturstaaten um die heutige Mite Japans in Dankbarkeit erinnert, das ist die wert, tragende Frage, die in diesem Augenblick die Staatsmänner ter im fernen Osten interessierten Mächte wohl am meisten beschäftig! Zu diesen Mächten geirrt mit ui erster Limc Deutschland, das mit dem jlipanisckfen Kaiserreich int Jahrzehnten in besonderen Beziehungen steht. Es 'st bekannt, daß die von Mutshuhito seinem Volke gegebene Ver iassmtg in ihren Grundzügen dem preußtsch-deutlchen Vorbild nachqeforrnt ist und vor allem: daß die siegreichen Feldzeichen des Mikado schwerlich ui der Lage gewesen wären, mit dem in "ter Mandschurei bewiesenen Elan i bic Truppen des Zaren niederzuzwingen, wenn die
-apanische Strategie und die glänzende Kriegskunst der iapanischen Armeeführer nicht auf der z a h en , la n g» i iä 1) riii c n Arbeit der deutschen 3nJtjniJEH^LLL
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen


