Ausgabe 
27.11.1912 Erstes Blatt
 
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Aus StaSt und Land«

tig gefördert toerten.

er Bau des Amts

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JA

getollt find, um die am 5. Februar 1912 vertagte Brüsseler Konferenz zur Revision des afrikanischen Spirituoscnhan dels zu neuem Zusammen treten zu veranlassen'?

Der christlichsoziale 9(ba. Behrens stellt zwei Fragen:

schaftslebrn, insbesondere die betroffenen Berg unb anderen In buftricarbeitrr durch Feierschichten infolge Waaenuwngets nno Znfnstr, aber auch die kohlen- und koksverbrauryenden 'JScrfe im

an der Ost-Anlage ist in Sockelhöhe fertig gestellt. C- den nächsten 'Lochen wird das Kellergeschoß mit Brettern

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a) Ist dem Herrn Reichsnm-ler bekannt, dast infolge der uchri . , < ... ~ __-r, - ..

trbeblid-cn, andauernden Eifenbabnvcrkerisswckungeii bas Wirt- "nd, sind m der nun »u^Ende gebenden Bausat,on kraf-

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Ha den gch «i? sorgfältige dringend, d ^«rkn- Bei L ^vchrckiger kÄchrleiftet wc

Ausland.

Die italienische Kammer

nahm am Dienstag ihre Arbeiten wieder auf. ^Der Minister­präsident und sämtliche Minister erschienen im Saale, von den Deputierten durch Erheben von den Plätzen, vom Publikum auf den Galerien durch lebhaftes Händeklatschen und Zurufe be­grüßt. Giolitti brachte ein Gesetz betreffend die Ratifizierung des Vertrages von Lausanne ein und verlas folgende Wendung: Der König von Italien und der Kaiser der Otto- m a n e n , geleitet von dem gleichen Wunsche, den Kriegzustand zwischen beiden Ländern aufhören zu lassen, und angesichts der Schwierigkeiten, zu diesem Ziele zu gelangen, wegen der Un­möglichkeit für Italien, das Gesetz vom 25. Februar 1912, wodurcy die Souveränität über Tripolitanien und die Cprenaika aus gesprochen wird, aufzuheben, und die Unmöglichkeit für das Otto- manische Reich, formell diese Souveränität anzuerkennen." Nun folgen Artikel über den Erlas; eines großherrlichen Firmans an die Bewohner Libyens und eines Dekrets des italienischen Königs und die großherrlichen Firmans an die Bewohner der Inseln im Aegäischen Meer, deren Wortlaut in der Anlage beigefügt ist. Eine weitere Anlage enthält den Vertrag von Lausanne, so wie er abgeschlossen und veröffentlicht ist, mit der Verpflichtung der Bevollmächtigten, ihn auch zu unterseidmcn nach dem Erlaß der drei obengenannten Akte. Ferner ift, vor gesehen, daß von beiden Regierungen die gemachten Aufwen­dungen für die Unterhaltung der Kriegsgefangenen und Geiseln als gegenseitig ausgeglichen angesehen werden sollten. Ter Kam­merpräsident hob die große Bedeutung der Kundgebung hervor, i mit der die Kammer die Worte des Ministerpräsidenten entgegen­genommen habe. Den edlen Worten Giolittis habe er nichts hinzuzufügen. «Langanhaltcnder, lebhafter Beifall.) Legationsrat a. D. Dr. Bumiller an Cholera gestorben.

DieFrankfurter Zeitung" meldet ans San Ste­fano: Legationsrat Dr. Bumiller st a r b diese Nacht an Cholera im Grand-Hotel San Stefano trotz der Bemühungen zweier deutschen Aerzte.

Legationsrat a. D. Dr. Bumiller ist bekannt aus seiner lang­jährigen Tätigkeit in Deutsch - Ostafrika, wo er unter Wiß- mami an den Kämpfen gegen die Eingeborenen teilgenommen und I sich in der Verwaltung erfolgreich betätigt hat. Ms er nach Deutschland zurückkehrte, wurden seine kolonialen Erfahrungen, in der Kolonialabteilnng verwertet.

Zwei deutsche K r i e g s b e r i ch t e r st a t t e r, die ebenso wie der verstorbene Legationsrat Dr. Bumiller in .San Stefano an Cholera erkrankten, befinden sich bereits I auf dem Wege der Besserung.

Reorganisation der russischen Zuchthäuser.

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** Tageskalender für Mittwoch, 27. Nov. Stadt« t h e a t e r:H eima t". Anfang 7 Uhr.

Lesehalle-Verein. 2. Von rag im Horfaal des Vhrik Instituts: Prof. Dr. I. Epflein-Irankfurt a. M.: Tie Ausnutzung der Wasferkrä'te. Abends 9 Uhr.

Vortrag des Herrn R e i ch c I über Liebe, Ehe und v» fchlechlsleluni (nur für Tarnen). Abends 8*/, Uhr im Jelfenke.lv

* Des Großherzogs Dank. Aus das Glückwuns«^ Telearamm, das Oberbürgermeister Mecum im Namen da Stadt Gießen an den Grostherzog geschickt hat, ist folgende Antwort eingegangen:Für die treuen Geburtstags-Gluck- wünsche der Stadt Gießen sage ich herzlichen Dank. Ernü Ludwig."

Ordensverleihungen Der Großherzog Hal das Komturkreuz zweiter Klasse des Ludewigsordens dem Generalmajor Hahn, Generaladjutanten des GroßherzoqS, das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Marine-Stabszahlmeister a. D. Wilh. Schad, Sekretär der Ordenskanzlei verliehen.

Titelverleihung. Der Großherz og hat dem Bauasscssor Bauinspektor Herrn. Heyer zu WormS den Charakter alsEmirat" zum 1. Dezember verliehen.

Th eater-Verein. Die Ausführung der »Wal« küre" von Richard Wagner findet Mittwoch. 4. Dez., statt. Wegen der langen Dauer der Vorstellung ist der An­fang schon um 6 Uhr. Die Kaffenpreise sind, den §rofetn Kosten entsprechend, etwas erhöht.

* Wichtig für Betriebskrankenkassen. Nach einer Kaiser!. Verordnung müssen alle Betriebskrankenkasicn, die nach der Reichsversicherungsordnung fortbeflehen sollen, bis zum Ablauf dieses Jahres einen Antrag auf Zulassung nach der Reichsversicherungsordnung bei den für sie zuständigen Versicherungsämtern einreichen. Wir machen besonders darauf aufmerksam, daß eine behördliche Aufforderung hierzu an die Kassen nicht ergeht. Auch in den Amtsblättern wird feine entsprechende Aufforderung veröffentlicht werden. Dem 91» trag auf Zulassung ist ganz besondere Bedeutung beizumessta, da die Betriebskrankenkassen von Amtßwegen aufgelöst werden, wenn der Antrag nicht rechtzeitig gestellt wird. Der Verband zur Wahrung der Interessen der deutschen Betriebskranlevkafsei' mit dem Sitz in Essen hat seinen Mitgliedern ein Rund­schreiben übermittelt, daS alles Nähere enthält.

** K-ommnnalsor st warte. Zur Feier des (* burtstages des Großherzogs hatten sich heule die Lolal- vereine Gießen und Butzbach des Verbundes Heß Koinmunalforstwartc im Restaurant zum Schipp paß zusammengcsunden. 9tad) Erledigung einiger geschäft­licher Fragen ging man zur Feier über. Im Verlauft derselben gedaclste Forstwart Lotz von Wicseck der Bedeu­tung des "heutigen Tages und brachte ein .Hoch auf den Großherzog aus.

Der gestrige Männer-Vortrag deS Herrn Reichel im Felsenkeller über Liebe, Ehe und Geschlechts- leben war sehr gut besucht und die Ausführungen des Vor- , tragenden wurden von den Zuhörern mit großem Jnteresie 1 entgegengenommen.

Die ßeir, 27. November 1912.

Tic öffentlichen Bauten in unserer Stadt, die in diesem Jahr begonnen worden

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^ahn-, Dill-, Sieg- und anderen IndMtriegebieten durch Mangel an Zufuhr von Heirswffen auBcrorbentlid) geschädigt werden. Welche Maßnahmen sind getroffen worden und werden getrogen, i um diese Schädigung von Industrie, Gewerbe und Arbitern zu : beseitigen und die Kohlenversorgung auch tn Zukunft ficherzuftetten . Ich begnüge mich mit einer schriftlichen Antwort.

b) Ist der Herr Reichskanzler bereit, Auskumt darüber zu geben, welche Maßnahmen getroffen smd und werden, um das infolge der andauernden Verkehrsüberbürdung tm weitdeunwm Induuriegebiet überlastete und übermüdete Euenbahnvenoual zu entlasten, um die Berkelnssicherheil zu sichern und »u erhohen, und ob beabsichttgt ist, das Personal für die Ueberarbert ent,vrerbend zu entschädigen? Ich begnüge mich mit einer fchrntlickfen .urtroort.

Außerdem sind zwei Anfragen der Sozialdemokraten über die Teuerung und die auswärtige Lage ern- gegangen.

Eine Denkschrift^ über die Ausführung der seit dem Jahre 187o er­lassener: Anleihegesetze ist dem R e i ch s t a g e zai- gegangen. Das gesamte aus Grund des Anceihetredit^ gegebene Schuld kapital betrug am 3<>. September 1912 an 4proz. Schuldverschreibungen 961 592 800 Mk., an 3y2- prozentigen S chul d Vers ch r ei b uu gen 1 9.4 787 200 Trt, an 9proz. Schuldverschreibungen 1 1 45862000 Mk., an 4proz Schatzanweisungen 220 000 00'» Mt., zusamm n 4 80-, l42 000 Mark. Die tatsächliche Verzinsung des gesamten bis 30. September 1912 durch Begebung von Schuldverfckrci- bungen und verzinslichen Sckatzanweisungen realisierten Anleihebetrages stellt sich im Durchschnitt auf 3,59.> Proz. 3um Entwurf über oen Verkehr mit Leuchtol ist dem Reichstage neues städtisches Material über die Gewinnung und Verarbeitung des Rohöles, über ine Aus- und Einfuhr der Erzeugungs- und Bezugsländer, über den Verbrauch an Erdöl und die Preise desselben vorgelegt worden. _ . r 3

Die Vorbereitung für die neuen Handels­verträge.

Eine dem Reichstage zugegangene Denkschrift über die Produktionserbebungen des Reichsamts des In­nern anläßlich der Vorbereitung für die neuen Handels­verträge entnehmen wir: Die bisherigen Produttionserhe- iungen für die neuen .Handelsverträge sind seit dem Jähre 1907 durchgeführt. Es liegen zurzeit 176 Erhebun­gen vor, die sich auf zusammen 43 116 Betriebe erstrecken. Tic Erhebungen werden in den nächsten Jahren fortgesetzt >rerben. D«e Erhebungen über die Verhältnisse wichtiger Industriezweige sind im Laufe der Jahre zu einer ftänbigen Einrichtung bevangewachsen, die nicht nur der Reichs- und den übrigen Verwaltungen ein unentbehrliches Hilfsmittel zur Beurteilung der einschlägigen Fragen geworden ist, (andern auch in den beteiligten Kreisen in steigendem Maße Würdigungen und Förderungen erfahren H)at. Die Auf­rechterhaltung und Erweiterung der Einrichtung entspricht nicht nur beit bringenden Interessen ber Verwaltung und der beteiligten Erwerbsstände, sondern tragt auch den im Reichstag bei verschiedenen Anlässen hervorgetretenen Wün­schen Rechnung. Die probuktionSstatistischen Erhebungen sollest deshalb zu einer bauernden Einrichtung gemacht werden.

R eich s t a g s a b g. Forster ck-

Am Montag abend ist in Hamburg der sozialdemo­kratische Reichstagsabgeordnete F ö r st e r, der den Reichs­tagswahlkreis Reich (ältere Linie) vertrat, gestorben.

war Galatafel.

Um 3 Uh* 'veranstalteten die ehemaligen fürstlich­fürstenbergischen Lande und der Bezirk Donaueschingen einen Trachtenzug durch ben Schloßhof. Der Kaiser, das Brautpaar und die gesamte Hochzeitsgesell­schaft sah diesem von dem großen Balkon des Schlosses aus zu. Bauernburschen und Bäuerinnen, mehrere hun­dert an der Zahl, zogen in ihren eigenartigen Trachten mit Musikkapellen heran und bildeten einen großen Halb­kreis auf dem Platze vor dem Schlosse. Orin paar junge Mädchen sprachen Begrützungsverse und überreichten dem Brautpaar ländliche Sträuße. Eine Dorfmusik spielte einen Ländler unb ein paar Dutzenb Paare schwangen sich im Tanz,. Der Fürst bankte ben Landleuten und schloß mit einem begeistert aufgenommenen .Hoch auf den Kaiser, worauf der Zug unter den Klängen des LiedesMuß i denn, muß i denn" abzog. '

Bald darauf erfolgte die Mreise des jungen Paares nach der Schweiz.________________________________________

Deutsches Reich.

Die erste Sitzung des Reichstages nach der fangen Sommerpause bot das bewohnte Bild: sobald die Eröffnungszeremonie vorüber ist, löst sich das Haus in zahllose Gruppen auf, die im Saal, in der Wan­delhalle und den anderen Räumen die üblichen Grüße! tauschen und dann die nächstliegenden Fragen erörtern, die das Interesse mehr fesseln, als die trockene Tagesord­nung, die meist für die erste Sitzung bereit gehalten wird. So war es auch heute. Vizepräsident Dr. Paasche konnte ein stattlich besetzes Haus willkommen heißen, bas auch noch die Verlesung der Toten liste (Abgg. Bachmeier, Dr. Will, v. Rormann und Förster, sowie der Erbauer des Hauses, Wallot) aufmerksam mitanhörte, dann aber stob alles auseinander, als die Beratung der Bittschriften ein

** Der Kriegerverein Gießen beging am Monta« abend im Vereinslokal die Feier von Großherzogs burtstag. Ter Vorsitzende, Staatsanwalt Trümpert, er öffnete die Versammlung mit einer Ansprache, in der er dm Gefühlen der LiÄe und Verehrung für unseren Landesberrn w* rebten Ausdruck verlieh, inü> mit einem begeistert auf genommenen .Hock scklost. Danach hielt Oberlehrer Sckmvll einen f<m" vollendeten Vortrag überDie Hesfiscben Truppen in den Kampm, in Spanien unter Napoleon I.", dem die Versammlung nuty fpanntester Aufmerksamken lausckte. Die erschütternden dcrungen der außerordentlich verlustreichen Kümpfe, der Anstren^ mmgen und Entbelwungen der befmrftrn BrigadeGroß um Erbprinz" bestehend aus dem 4. Hess. Inf.-Regt, und Teilen W Grosch. Artilleriekorvs während der Jahre 1808181«, u die Berichte über die bervorragende Tapferkeit und PUicklM^ der Truppen, lassen es berechngi erscheinen, diese volitisch ,a mm erfreuliche Zeit der hessisäxm Geschichte vor der Bergeffenheü u' betvabren. In den Kämpfen für einen fremden Eroberer kavm die Hessen die im Fahneneid gelobte Treue unter sehr sckmer'ftM Verhältnissen gehalten, und mir können nur wünschen, baR l)eutige Generätton, ivenn es gilt, für das Vaterlandes BeMM- zu kämpfen, fick ihrer Vorfahren vor 100 Ialwen ivürmg^m möge Arrgeregte Unterhaltung und frohe Lieder hielten brr m wesenden noch lange zusanmren.

"Der Finanzbeamtenvcrciu feierte ben tag des Großherzogü durch einen gut besuchten sommers, bn m Iinamiaioirant Keck eine echt patriotische Mchrache bicLL das an ben Landesherrn abgefandte Telegramm ging wlgawc rw wort ein:Dem Finau^beamtenverein sage ist besten -umr m feine freundlichem» Glückwünsche. Ernst Ludwig." Am RalMnur«4

abgedeckt werden und die Arbeiten sollen damt den Din- ter über ruhen. Das neue H andc ls kam mer ge° bau b c an der Lonnstraße ist bis auf di-.' Schicferb.-. dachung im Rvhbar» fertig. Im Winter soll im Innern des Baues weiter gearbeitet werden. Tos Reichs. bank-Gebäude an der Lonystraße ist trotz seines späte:- Anfangs zum Teil schon bis über die Erde gediehen Sebou'ftigt man die grauen Sandsteinblöcke für das Erd. geschoß des Bauwerks aneinanber: ber Bau soll, so lange es btc Witterung zu läßt, weiter geführt werben. - D-.c £ b e r r e a (i d) u 1 e an ber Stepbansrratze ist ;m Rvhvau rollendet, so baß der innere Ausbau im Winter weiter gefördert werden kann. Im Kftniksviertel toirb nut aller Macht gearbeitet. Die Ohren-, Nasen - und Hals- llinik erhält augenblickliä) die von der Lolat-Ciienbeton- Gesellschaft hergestelfte letzte Decke und wird in zwc» bis drei Wochen im Rohbau vollendet sein. Das Lupus- heim ist bereits von außen verputzt, so daß im Früh. fahr das Institut seiner Bestimmung übergeben tverben kann. Die Klinik für Hau t - und G e s ch l e ch t s k r a n k- h eit en, die mit der Ohrenklinik in Angriff genommen wurde, ist noch am weitesten zurück. Zurzeit wird die Decke über bem zweiten Stock hergestellt, die allerömg:- nad) einem sür Gießen neuen patentierten System (Türk .Hohldecke -gefertigt wird. Wenn der Frost frühzeitig ein setzt, ist es nicht möglich, den Bau vor Winter unter Dack zu bringen. Inzwischen haben auch die Arbeiten zur .Herstellung eines Tunnels für den anznlegenden neuen Bahnsteig und für den Güterbahnhof auf dem Main-WcKr Bahnhof ihren Anfang genommen. Die Arbeiten, die der .Hockt- und Tiefbau-Gesellschaft m. b. H. (norm. ö. 'Smn u. Co.) übertragen sind, lassen sid- den Winter über sehr aut ausführen. Das Baugewerbe wird also auch in der lalten Jahreszeit nicht zu feiern brauchen, kommen bock zu diesen öffentlichen Bauten nod- eine allerbings nicht große Anzahl von Pirvatbauten, die des inneren Aus­baues harren, so daß für die Bauarbeiter reichlich Ge­legenheit für einen Winterverdienst vorhanden ist.

setzte. Jnzwisdten unterhielt man sich in den Couloirs lebhaft über Präsidentempahl, Teuerungsfrage, auswär­tige Politik u. a. Herr .Kämpf wird wohl den ersten Stuhl des Hauses wieder einnehmen können, obwohl über | Das russische Gefängnisressort bringt in der Rcichsduma eine die Msichten der Reckten und des Zentrums nod} nichts 1 Gesetzesvorlage zur Reorganifatton der Zuchthäuser ein. Die sid-ercs bekannt ist. lieber die Arbeitsverteilung steht KU-I Zwangsarbeit soll künftig nicht nur in den Zwangs- uächst nur fest, daß am Mittwodf und Donnerstag die arbeitshäuscr»» Sibiriens stattfindci», sondern aud) im curo- Teuernngssrage behandelt nurrben soll. Die auswärtige väischen Rußland. Zugleich soll bic ZwangSansiedlung Lage tuirb voraussichtlich nächste Wodfe zur ErörterungI«bgeschafft werben.

tommen. I Eine Auszeichnung der Hinterbliebenen

Drei kleine Anfragen im Reichstage. Die spanische Kammer nahm einstimmig den Gesetz-

Drei kleine Anfragen ber Christlichsozialen sind! entmiirf an, durch den der Witwe und den Kindern C a n a - im Reichstag gestellt nrorben. lejos' ber Herzogtitcl verliehen wird. Auch der Führer

Ter christlicksoziale Abg. Mumm fragt: Ist der Herr der Sozialisten Pablo Iglesias stimmte für die Vorlage Reichskanzler berrit, Auskunft darüber z»t geben, ob Schritt.

densunterhändter beauftragt sind, reisen heute abend ins Hauptquartier ab. Die türkischen unb bulgarischen Bevollmächtigten stielten eine Konferenz cib Morgen findet die letzte Konferenz statt. In der qeftrigen Sitzung er­klärten die türkischen Bevollmächtigten, f te wollten nicht einmal von der Uebergabe Adrianopels sprechen stören. Es wird geglaubt, daß die Verhandlungen abgebrochen sind und otc Feindseligkeiten wieder auf genommen wer-

^Nach Pressemeldungen teilte der Generalissimus Na- sim Pascha der Pforte und Bulgarien nut, er werbe keinen Waffenstillstand annehmen, wenn die bulgarische Armee sich nicht nach Kirk Kiliffe

Die ^BeriinerMorgenpost" will aus Konnantinopel schon wissen, der Wasfenstillstand sei am Dienstag unter­zeichnet worden. Die Delegierten der Türkei und der Bal­kanstaaten verhandelten jetzt über den Frieden.

Die neuen Bedingungen desBait a n d u n b e s sollen sich von ben alten nur durch die Verpflick-tung zur Räumung der Tschtaldschalinie mtterscheiden, ohne weitere bulgarische Zugeständnisse.

Eine Klage der Pforte.

Konstantinopel, 26. Nov. Die Pforte richtete an ihre Vertreter ein Rundschreiben, tn bem lic aut die von den Truppen des Balkanbundes in den besetzten L an bes­te il en verübten Gräueltaten hinweist unb die fremden Konsuln als Zeugen dafür anruft. ~

Die Zeftlichkeiien in voncineschi-gen.

Donaueschingen, 26. Nov Um 10 Uhr wurde im Schloß die Ziviltrauung des Braulpaares durch Bürgermeister Schön vollzogen in Gegenwart der Beugen Fürsten Äfred zu Windisch-Grätz und Landgrafen Eduard tu Fürstenberg, hierauf erfolgte die Anfal'rt zur «tadt- lirche. Zunächst fuhren vor der Bräutigam und der Erb­prinz zu Fürstenberg, dann die Fürstin und die Braiit. rndlich der Kaiser und der Fürst zu Fürstenberg. Im Langschiff der Kirche hatten die Geistlichkeit, die Kranz- jungfrauen und bic Brautführer Aufstellung genommen Der Kaiser im roten Okilarotf der Garde du Corps wurde 3on der Geistlichkeit begrüßt, worauf sich der Brautzug unter Führung des Kabinettrates Würth in Bewegung setzte, unter den Klängen einer vom Kirchenchor gesungenen Hymne. Der Kaiser fchritt voran. Der Bräutigam wurde von der Fürstin Jsenbet zu Windisch-Grätz unb ber Prm zessin Netti zu Fürstenberg geführt, die Braut vom Fürsten Eduarb zu Windisch-Grätz unb dem Erbprinzen zu Fürsten berg. Der Kaiser nahm seinen Platz aus dem Throne an der Evangeliensritc ein.

Die Trauung Vollzog der stochwürdige Zelebrant Sc. Durchlaucht Prinz H e r w a r t A u e r s p e r g. Die Glocken | läuteten und Böllersalven wurden abgegebeit. Nach der Trauung wurde rin Hochamt zelebriert. Die Gemeinde' fang:Großer Gott, wir loben dich". Das Orchester spielte die Fürstensterg-tzymne. Die tiirdyc war mit Kränzen unb Blattpflanzen reich geschmückt. Im Mittclgang bildeten Bauern unb Bäuerinnen in Schwarzwaldtracht Spalier. In der Altarnische stielten Ehrenposten mit altfürstenbergi­scher Uniform Die Wadfe. Derjenige von ihnen, welcher neben bem Throne stand, hielt eine Kaiserstandarte. Die lateinischen Gesänge, welche bic Messe begleiteten, für Soli, Chor, Orgel und 'Orchester, waren von großer Schönheit.

Der Papst hatte dem Brautpaar seine Gratulation und den apostolischen Segen übersandt. Beim Verlassen der Kirche fchritt der Kaiser wiederum voran, ihm folgte das junge Ehepaar. Nach der Ankunft im Schlosse war Gratulatiöntzpp^c in ber großen Halle. Um 12i/2 Uhr

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