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Die heutige Nummer umfahr 16 Seiten.
Brief wird ihm abgenommen.
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Vielleicht, daß
Aber in Madrid
Empfehlungsbrief Dom Vater und erzählt seine Student will die Unbekannte nicht diesem Turnm
Ton Pinto muü trüifen, so lange trinken, bis er
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an einen Würdigeren gebracht zu haben.
Tie Over hat einen sehr Hotten ersten 9lkt, der besonders wirkungsvoll in seinen Chorstellen ist. Aus dem Orchester klingen oit instrumentale Effekte die deutlich Gustav Mahler erkennen lassen. Ter zweite "’ftr ist recht schwach, wenn auch er musikalisch manche Feinheit enthüll, ^m dritten Akt wird durch das Zu saminentressen der drei Pintos manche recht humorvolle Situation geschaffen. ’
Als Ton Pinto konnte S?crr Schützendorf seine Begabung als Buffo zeigen. 72cn Studenten sang $>err Felmy vom Hof- iheater in Mannheim, der rür Herrn Bernhardt einsvrang, der roeaeft Indisposition absagen mußte. Herr Felmn ist ein Tenorbuffo mit schönen Stimmitteln. Auch als Tarsteller ist er hohen Anforderungen gewachsen, Herr Weber gab den lustigen Tiener mit Auszeichnung. Tie Clarissa sang Irl. Kall en fee, Irl. Büttner war ihre Zofe.
trifft er einen zeigt 'er seinen Geschichte. Ter köpf überliefern.
spönnen, und so hofft man vielleicht nicht mit Unrecht auf eine Wiederholung des Erfolges von Madame sans Gene.
Zestvorftellung im Darmstädter Hofmaler.
Darmstadt, 25. November.
Tas Hoftheater hatte als Iesworstellung „Tie drei Pintos" von Carl Maria von Weber gewählt. Diese komisch £pcr in drei Akten wurde unter Zugrundelegung des gleichnamigen Textbuclxs von Th. Hell, der hinterlassenen Entwürfe und ausgewählter Manuskripte des Komponisten ausgeführt: der dramatische Teil von Carl von Weber, der (musikalische von Gustav Mahler.
Tas luftige Stück spielt in Spanien etwa im 16. Jahrhundert. Ton Pimo ist der Sohn eines reiefan Edelmanns, der um die ihm noch unbekannte Clarissa, Tochter eines vornehmen aber armen Mannes freien soll. Ter Pater Clarissens stimmte zu.
schäft. In München ist der a. o. Professor für Poliklinik der Haut und Geschlechtskrankheiten und Tireklor der dermatologischen Poliklinik an der dortigen Universität Tr. niet». Karl >t o v v im 58. Lebensjahre gestorben. - Ter Tübinger fficditS» lelyrer Pros. Tr. jur. Philipp von H e cf wurde zum Vorsitzenden der Sachverständigenkammer für Werke der Literatur für Württemberg, Baden und Hessen ernannt — Professor Schmo Her erklärte in seinem Kolleg am Dienstag auf die wiederholten Begrünungen seitens der Hörer, das; er auch nach seinem iRüdiritt Vorlesungen zu halten gedenke, wenn auch nur kleinere. Er müsse seine .'traft mehr als bisher auf den Schreibtisch konzentrieren, um mit feinen 75 Jahren eine Anzahl Arbeiten, die bisher liegen blieben, vor seinem Tode abzuschließen.
ohne daß er den Sohn vorher gesehen hatte. Ton Pinto ist ein Tölpel, der viel ißt und noch mehr trinkt. Als er auf seiner Reise zur unbekannten Schönen in einer Schenke Rast macht, Studenten mit seinem luftigen Tiener Stolz
Vor Beginn der Vorstellung brachte Oberbürgermeister Tr. Glässing das Hoch aus den Großherzog aus, und das Orchester spielte die Nationalbvmne. Tas Haus war iaft ausverkauft, und in dieser Iestesslimmung nahm das Publitum das Stuck mit Beifall auf, der aber nicht gerade enthusiastisch war. B. S.
— Die Vierhundertjahrfeier der Sixtinischen Kapelle. In diesen Tagen wird in Rom ein stolzes Jubiläum gefeiert: 100 Jahre sind verflossen, seitdem! die nrtunict ? Ma pelle, das unvergleichliche Meisterwerk Michelangelos, von dem Münftler fertiggestellt wurde. Papst Julius II. feierte das Ereignis im Jahre 1512 durch ein großes Prunkbankett, zu dem alle Botsckxifler geladen waren. Der kunstsinnige Papst war von der Malerei Michelangelos begeistert, immer wieder beglückwünschte er den Meister, aber eine Kleinigkeit hatte er doch auszusetzen. Ihm schien, daß an der Deckenbema lang hier und da einige kleine Ilecken von Gold und Ultramarin fehlten,.durch die Einfügung dieser Retouchen würde sich die Wirkung gewiß noch steigern lassen. Er drang in Michelangelo, diese Farbflecken doch noch einzusetzen, ober der Künstler war dazu nicht geneigt und wollte das (fferüft nicht wieder ausschlagen. Er machte geltend, daß diese Kritik nur eine unwichtig^ Kleinigkeit betreffe. Aber der Papst-kam immer wieder daraus zu fpreefren und meinte schließlich, das; die ganze Malerei unter dem Jehl en dieser Tupfen leide und ärmlich wirke. Daraus erwiderte Michelangelo nur die Worte: „Die, die ich dort oben dargestellt habe, waren auch mir arme Leute." Ter Papst mußte sich mit dieser Antwort begnügen. Als dann die Kapelle dem Publikum geöffnet wurde, stürmte ganz Rom den Dau, um das neue Meisterwerk Michelangelos zu sehen, und zeitgenössische Chronisten berichten, daß die Menge der Bewunderer im Angesicht der gewaltigen Malereien vor Staunen und Ehrfurcht stumm wurden.
— Alfred Bocks „Ob erwäld er". Die erste Auflage von Alfred Bocks Roman „Die Cberroälber" war in 1 Wochen vergriffen, so daß schon jetzt die zweite Auslage des Buches erfolgte.
Der Waffenstillstand.
Das weitere Hauptinteresse ist natürlich aus die Waffen» stillstandsvcrliaudlnngen gerichtet. Auch hier schwebt man indessen noch sehr im unklaren, wie weit die Sache gc- dicheu ist und welches die beideuscitigen Absichten finb. Werden die Türken die Vorteile ihrer augenblicklichen Stcl- hing bei Tschataldscha weiter ausuützeu wollen Der Mitarbeiter der ,,Irankf. Ztg", der ]id> in der türkischen Tschataldfcha-Stellung befindet, schickt seinem Blatte aus Eksenos vom 22. d. M. einen Bericht, aus dem folgende Stelle sehr bemerkenswert erscheint:
Seit dem Kampfe vom 18. November herrscht N u h e i n der Front, wenn man davon absieht, daß bicifdwercu Geschütze von Zeit zu Zeit einige Schüsse austauschen. Lange ivcrbcn die Bulgeran freilich diese Ruhe nicht aushalten Hinnen. Die ihnen vorgelagerte Stellung der Türken wird mit jedem Tage stärker, und die Verpflegung der bulgarischen Truppen wird mit jedem Tage schwieriger. Thrazien vermag nichts inehr zu liefern, unb der Transport von Lebensmitteln und Munition für Jbic _ angreifende Armee nimmt bei dem Mangel au guten Straßen Wockien in Anspruch. Dazu kommt, daß die Wasserverhältnisse in dem von den Bulgaren befevten Distrikt die deutbar schlechtesten sind. Es bleibt datier für die Bulgaren nichts weiter übrig, als einen neuen Angriff zu versuchen, ober ohne diesen Verzug einen Rückzug anzutreten, der ihnen unter Umständen verhängnisvoll werden könnte. Daß nämlich die Türken in diesem Jallo nachstoßen würden, ist nicht mehr zu bezweifeln. Ihre Verpflegungsbasis liegt nicht mehr, nne vor den Augen von Kirk Kilisse, in Konstantinopel, sondern in der Tschtaldschastellung selbst und gestattet diesmal eine fortgesetzte Verpflegung der Truppen. Je länger der Angriff der Bulgaren sich verzögert, um so zweifelhafter wird fein Ew folg, denn hinter der Tschataldschastellung sammelt sich eine zu- meist aus Asiaten bestehende neue türkische Armee, bereu Truppen, wie ich mich persönlich überzeugte, geradezu daraus brennen, au den Feind geführt zu werben.
Dazu kommen heute noch, folgende Meldungen:
Sofia, 26. Nov. Nach dem Blatt „Mir" ist in der ersten Unterhandlung der Bevollmächtigten der beiden krieg- führen.den Parteien vor Bucjuek Tsckiekmedje vereinbart worden, dem türkischen und dem bulgarischen Efeneralstab die Festlegung der Demarkationslinie zwischen den beiden Armeen zu überlassen. Die zweite Zusammenkunft soll morgen in einem Waggon in Tschataldscha erfolgen.
Konstantinopel, 26. Nov. Tie Rech ts b eist ä n d e der Pforte, R e s ch i d und H e r a n t, die mit der Uuterstützung der türkischen Frie-
einjdiläit. _ ____
sich der Student ibn sich selbst zunutze macht.
erfährt er, baß Clarissa heimlich einen anberen liebt. Als echter Spanier will er den Glücks träum der beiden verwirklichen. Er selbst verzichtet und gibt dem (beliebten Clarissens den Brief Nun sei er der Ton Pinto. Ter Baker lieft den Brief unb gibt seinen Segen Aber nun kommt der echte Ton Pimo. Alle seine '-Beteuerungen Helsen nichts. Bruder Studio gibt aber doch das Spiel zu erkennen und ist stolz darauf, die schone Clarissa
Der Sondeffberickfferstattcr des „Malin" meldet aus Belgrad: Nichts kennzeichnet die ganze Verfassung der Serben besser als die Tatsache, daß sic bereits an 60 000 Mann nach Thrazien gesandt und noch weitere 50000 Mann dorthin senden wollen, und daß sich im Lande selbst gegenwärtig keine lOOOO Mann befinden. Die Serben haben entweder ein unbegrenztes Vertrauen zu der Mäßigung und den Friedensabfichten Lester- reich-Ungarns oder zu dem Beistand Rußlands.
Vom Konsul Prohaska.
Belgrad, 26. Nov. Nach einem Telegramm auS U e 8 > k ü b ist der österreichisch-ungarische Konsul Prohaska dort e i n g c t r o f f c n unb hatte mit dem öfterreichisch'imgarischeu Konsul Ebl eine Unterredung Seit gestern dürfen die fremden Konsuln in den besetzten Gebieten mit ihren Regierungen durch Chiffretelegramme und versiegelten Briesen korrespondieren.
wo man sich schlagen würde.
Von militärischer Seite erhalten wir die sol- ynbe sehr interessante Betrachtung:
Das voreilig gemeldete Ultimatum Oesterreich-Ungarns m Serbien ist dementiert worden, ebenso (mit vollstem fttfyO das Gerücht von der Mobilmachung der deutschen sarnisonen in Königsberg und Allenstein. Nicht dementiert eher ist die wohl nicht mehr wegzuleugnende Tatsache der Mobilisierung der österreichischen Armeekorps 1, 10 und II zur Sicherung der österreichisch-russischen Grenze. Diese irmeeforpv hätten im Falle ernster Verwicklungen sofort nod) Osten zu marschieren, und damit wäre der Schauplatz eines österreichisch-russisck>en Krieges, den hoffentlich <Iü gütiges Geschick verhüten wird, gegeben. Um welches Urfii-t handelt es sich und welche Ersolgaussichtcn hätten rie marschierenden österreichischen Truppen? — Es Han M fick um gewaltige Länderstrecken, die im Westen von ter galizischen und rumänischen Grenze (im ganzen etwa 800 Werst) begrenzt werden, im Norden von der Straße llsntug-Luzk Kiew, im Osten vom Dnjepr und im Süden vom Schwarzen Meere zwischen der Dnjepr» und der Donau »liirdung. Das Gebiet hat die Gestalt eines unregel- mäßigen Viereckes, dessen breitester Teil (Iekatcrinoslaw Jkni etwa 600 Werst beträgt. Dieser Kriegsschauplatz »ürbc die Gouvernements Podolien, Bessarabien, Chers soa umfassen, dann den größten Teil des Ewuvernements Eofhnicn und Kiew, sowie einen Teil des Gouvernements ^lalerinoslaw Es ist im Süden reines Steppengebiet, im Norden und besonders Nordwestcn Hügellandschaft. Eine riliiäri[d)e Bedeutung int Sinne von Hindernislinien kommt den schwachen Erhebungen, die nicht einmal 400 m fedbc, absolute Höhe, erreichen, nicht zu. Nur im äußersten Sorbroeften, in der Gegend um ückremenez, steigen höhere, h'tnle, oft bewaldete Kuppen und Rücken empor, die im Serriu mit sumpfigen Wiesentälern wirksame Marschhinder- msse für die österreichischen Truppen und günstige Ver- Migungsstellen für die russischen bilden dürften. 9hir Mischen dem Flusse ffwryn und dein Oberlaufe des füb- lidicii Bug findet sieh eine gut gangbare Zone, die sich nl» die natürliche Eingangszone von Clalizicn gegen Rictu darstellt Der in der Nähe der österreichischen ftrenze entsoringendc Bug bildet in seinem Oberlaufe mit schien sumpfigen Usern ein starkes Hindernis für die vom oberen Tiffepr auf Kiew vorrückenden Truppen. Doch büßt der Fluß im weiteren Verlaufe viel von seinem Charakter al-- schwer zu überwindendes Hindernis ein, da er in einem trockenen Tale fließt, das dem Brückenschlag günstig ist.
Der wichtigste Strom ist der Dnjepr Seine Bedeutung liegt vor allem in seiner Eigenschaft als große Strorn- Idiraitfe für die aus Ostgalizien oder Rumänien auf Moskau anrückenden feindlichen Armeen. Bei Kiew, Kre- »entjclug, Iekaterinoslaw und Einlage führen Brücken fijir den Strom. Die wichtigsten rechten Nebenflüsse des aiuepi- sind der Ingulez und der Busulug, die die An- iiori'chwege vom unteren Dnjepr auf Iekaterinoslaw V . cu. An Wäldern ist das Einmarschgebict verhält- ri mäßig arm: sie bedecken nur etwa 10 Prozent der Bodeu- ßlLben. Im südlichen Teil fehlt der Wald säst vollständig.
Die Unter ku ns ts verhält nisse für iri g ührrn e Lriippen können in den kleinrussischen Dörfern als ver
gleichsweise günstig bezeichnet werden. Die Wohnhäuser weisen zwar häusig nur ein Zimmer auf, das der Bewohner oft mit allerhand Haustieren teilt, aber in der Regel ist es doch, mit den polnischen Ansiedlungen verglichen, geräumig, hell und sauber. Tie Rumänen wohnen ärmlicher, am schlechtesten aber, wie überall in Rußland, die Juden. Die besten Unterlunftsverhältnisse trifft man bei den deutschen Kolonisten an. Tie Bedingungen für die Unterbringung von Truppen sind <iITo nicht ungünstig. Die großen Städte und Dörfer gestatten die Ein auartierung beträchtlicher Massen. Das Biwakieren wäre während des Winters wohl nur in den südlichen Länderstrecken möglich. Wenig vorteilhaft wäre nur die große Entfernung zwisckwn den einzelnen bewohnten Punkten, und im Süden der Wassermangel. Dagegen ist das ganze Gebiet äußerst fruchtbar und Pflanzenreich. Landwirtschaft und Viehzucht bilden die Haupterwerbsguelle der Bevölkerung. Daraus erhellt die militärische Bedeutung des Gin» Marschgebietes als eines gewaltigen Verpslegungsreservoirs für die russische Arntee, dessen Besitz für diese fast eine Lebensfrage bedeutet und dessen Gewinnung ein erstrebenswertes Ziel für die feindlichen Armeen bilden wird.
Rußland müßte zur Behauptung dieses wertvollen Gebietes auch bann ansehnliche Streitkräfte zurücklassen, wenn die Hmiptentscheidung auf anderen Kriegsschauplätzen gesucht wird. Sollten Deutschland und Oesterreich bei Beginn eines Feldzuges gemeinsam gegen die Weichselpro- vinzen Vordringen, so wäre Oesterreich gezwungen, auch gleichzeitig einen Teil seiner Kräfte durch Galizien gegen den südwestlichen Kriegsschauplatz zu entsenden, da cs sonst Flankenstößen von dorther ausgesetzt ist. Befestigte Plätze gibt es nur drei, einen bei Dubno, wo die nach Oesterreich führende Bahn die Ilwa überschreitet, und zwei behelfsmäßige, bei Luzk und Rowno Aufgelassene Festungen sind Kiew und Beuden;. Für den Anmarsch ist Rußland in der Zahl seiner Bahnlinien dem Nachbarn gegenüber entschieden im Nachteil. In diesen Schwächen liegt wobt die beste Gewähr dafür, daß es, wie 1909, als Oesterreich seine Zähne zeigte, wegen Serbien nicht zu einer russisch-österreichischen Kampagne kommen wird.
Die österreichisch-serbische Spannung ist auch heute noch rorhandcn, aber sie ist gemildert, und es bleibt der Zeit überlassen, eine Lösung ohne die Wasfc herbcizufi'thren. Von Rußland heißt es, daß sich dort eine Annäherung an den österreichischen Standpunkt vollziehe. Ob es so weil lammen wird, daß die Streitfrage schließlich doch in einer Konferenz entschieden wird, steht dahin. Jedenfalls lann cs vorher noch zu recht kritischen Auscinandersetzunacn lommcn. Heute liegt wenigstens das eine beruhigende Mo ment vor, daß der vielgenannte Konsul Prohaska in Ues- tüb angclommeu und mit den von Oesterreich entsandten Unterfuchungsbeamten zusammengekommen ist. Auf die Aussagen des Konsuls und die Feststellungen der Untersuchung wird man sehr gespannt sein müssen. In der fer bisch österreichischen Frage liegen solaende Meldungen üor:
Die „Poss. Zeitung" meldet aus Wien: Wie verlautet, soll sich Rußland dem österreichischen Standpunkt in der A d r i a s r a g e a n g e s ch 1 o s s e n haben.
Die „Deutsche Tageszeitung" teilt aus Semlin mit, im serbischen Ministerium des Aeußern tauchten jetzt Zweifel an der russischen Unterstützung auf. Mau sei dort sogar schon geneigt, nur einen schmalen Zugang zur Adria zu beanspruchen und sich zu verpflichten, dort gar feine strategisch-militärischen Vorkehrungen zu treffen. Die Tage des russischen Gesandten in Belgrad feien gezahlt.
bii die geschiebene Iran von Fonlenau, wirb ergriffen, ihr droht i Guillotine: und ihr Richter soll Tallien sein, der ne id>?n
Paris einmal gesehen. Sie liebt einen jungen Revolutionär tu Önern. Als Tallien sie sieht, enoeeft ihre ^chöubeu die :t Liebe mit der Macht der Leidenschaft, er will sie retten, den 1^’6 niedersä lagen unb findet den Ausweg, sie in den «ehr ißfichtigen Geir indem einer Göttin der Wahrheit durch die 3JÜcn von Bordeaux zielten v.i lassen. - er zweite Akt ffihrt
Paris in das berühmte Cafe Venus, wo Robewierre, her •fiiot, seinen Tee nimmt. Er weiß schon, bas; -lallicn, 'ixirtav und schöne Fran von Fontenan Pläne gegen ihn schmieden^ aber j sie erscheint, muß auch der „Unbestechliche'' der dw grauen •ul machtet, ben CI.inne und den Zauber von Talliens «vreundui i:cn. Als die Leidensch<vt ihn vlötzffch hinreitzt, züchtigt ne i mit dem Fächer: und mit dieser Schmach cnvacht plötzlich ir paß. Nun t rudelt er, läßt die Verschwörer, die int vauie &S Marguis .uäiinmenkommen, durch Tallien und pullten ver tex: unter ihnen die spätere Fran Tallien, ihren Liebhaber Ban. Önern, Vigee Lebrun, ein l»aar AriNokraten,^bann aber »ich Josepl ine Beaulw.rnais und General Hoche, xas naewte spielt nu berühmten Karmelitergesäuguis, alle erwarten beii Sn und erwarten ihn unter Lachen und ebenen Nur ibcreie t' irontciian sinnt auf Rettung: und es lomnu ;u em er gpotzen
- in der sie ibmt Bewerber Tallien überredet und zu I ein cm tihien Angriff auf Robcspierre entflammt. Das folgende Bild Mw ans der Straf e, Robespierre ilt gcrallcn, man idt.epvt ibn 8ur Guillotine, alle Gefängnisse sind geöffnet, alle ©«engen n Wtcrit, die S(freckmsherrschast ist zu Ende, -rat? letzte Bild zeigt ttnn Tallien in ihrem Salon, Herrin und doch enttäuscht
Das Stück schließt damit, dal; m dem Augenblick, da Barras fr siwnen Therese einen Toast am die Freiheit rorsoricht, den e:morgen halten will, ein Diener erscheint und meldet: „EKn.ral Ärnanarte". Die Handlung ist, wie immer bet <-arbou, ,ehr ßijitzncff und spannend a-ifgebaut, die Licbesinlriguen klug ge-
tt. 280 Erster Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 27. November 1912
Mietzener Anzeiger
• General-Anzeiger für Gderheffen
^'^r^^Anunima Rolaffonr-nick und Verlag der vrübl'schen Univ. Such- und Stcindruderci R. Lange. NedaMon. Erpedition und vruckeret: 5chulftrahe ?anb": E.Hev, füt den w vormittags 9 Uhr. Bübingen: 'Zernfprecher Nr. 269 Sefchäflsstelle Bahnhofstraße 16a. 'luzeigente.i ö Beck
eine neue„Maocime Sonsfteiic“ aus Saröous Nal>!ast,
Im Pariser Porte Saint-Mart in-Theater rüstet man sich tertit» zu einer Uraufführung, die in der Welt des Theaters mit b<irctflid}€r Spannung erwartet wird. Es herndelt sich um an bi?ber unbekanntes von Sardou hinterlassenes Bulmenlffick, das emiihelbtu nach dem großen Erfolge der Madame saus Gene trdwufen wurde, zur gleichen Zeit spielt, und, ivenn auch in etwas SiiliTcr Iarbengebung, in den Mittelpunkt der Handlung eine Itihntc Iran der R oolutionszeit stellt, die durch ihre Schönheit ihre Liebe bas Werkzeug großer politischer Umwälzungen wirb. S-t berühmte SWabamc Tallien ist die Heldin b,e]es hitto- r-t.eu Lustspieles, das Sardou gemeinsam mit Moreau in den >bren 1904 unb 1905 zum größten Teil schrieb.
> Ter erste Akt spielt in Bordeaux, Madame Tallien, damal-


