Klammern ()
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Nlai-Jum 118.00 (4- 1.00) Mk.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sieb«.
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Wett«
26. bis 27.
26.
27.
Vor Katarrh sich schützen
in allen Apotheken 1 M,rt - n A n zx* k z>l- <* L r ATI TDIAIZ
avon6eife
eine neuartige Haushaltseife
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Kindermehl
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Krankenkost.
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Höchste Temperatur am Niedrigste „ ,
Niederschlag: 0,1 mm.
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Sturm. Win! Bew. Himme Tunst
Hervorragend bewührt«
Nahrung.
Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei u. leiden nicht an
Verdauungsstörung.
Woche Mieder festere Haltung an, da 'Argentinien feine tbreiic erbi'htc. Tie Ernteaussichten in diesem Lande bleiben werter günstig, aber der Umstand, daß die anderen Provemen^n mdentheh teurer sind, veranlagt die La-Plata-Expotteure nchtlich zur 3urüd.
Königsberg Danzig Stetttn Polen Breslau Berlin Dlagdeburg Leipzig Dresden Rostock Hamburg Hannover Düsseldorf .Köln
Frankfurt a. M. Mannheim Straßburg
von <7
fabelhafter Wafchkrast
Februar = 4- 13,5' C.
, --- + M*c.
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Geriehtssaal.
Hannover, 26. Febr. Tie Wahrheit des alten Sprich- ivortes, daß der Prophet in feinem Vaterlande nichts gilt, hat der Kaufmann Voigt in Einbeck erfahren müssen. Voigt ist ein eii- riger Agitator für die Antialkoholbewegnng. In seinen Mußestunden beschäsligte er sich daneben mit Prophezeien und bei dieser Tätigkeit hatte er vor kurzem herausbekoinmen, daß am nächsten 21. April, abends 10 Uhr, die Welt untergehen werde. Um nun die sündige Menschheit nicht ungewarnt in den unvermeidlichen Tod gehen zu lassen, setzte er sich hin und schrieb eine Broschüre, in der er die Ergebnisse seiner Untersuchungen über den drohenden Weltuntergang verössentlichte. Diese Broschüre enthielt die angeblichen Belege für seine Behauptungen, die im wesentlichen ans Bibel- prüchen bestanden. Aus seinen Agitationsreisen gegen den Alkohol hat Voigt auch die Broschüre vielfach abzufetzen gewußt. Leider zeigten die Behörden der betreffenden Städte recht wenig Verständnis stir den Prophetenberus Voigts, denn sie belegten ihn verschiedentlich mit Geldstrafen. Neuerdings hat er auch in Einbeck ein Strafmandat über 10 Alk. erhalten, da die Polizeiverwaltung in dem Vertrieb der Broschüre groben Unfug erblickte.
Es stellten kick die Preise für mlandiicheS Getreide Om 1000 k" je nach Qualität, wode, (—) gegenüber der Vorwoche ;n
folgt:
Roggen
Gute Gesundheit und neues Leben fiit Geschwächte.
Gute Gesundheit ist das Geburtsrecht eines Jeden. Würden rot leben wie es die Natur verlangt, so würden wir uns immer gute Gesundheit erfreuen und ein hohes Alter erreichen. Aber die Ar forderungen an unsere Lebenskraft die 'Knivannuna unserer N" den, die Gcschästsiorocn, die schlechte Luft die mau in gronei Städten cinatmet, unterminieren unsere Gesundheit und reduziere uns zu ohmischer und geistiger Schwäche, Vlutarmut, Tcvremoi Schlaflosigkeit, Schwäche, Ncrvenzerrüttuug nnb die dolin Ein zeitiger Gebrauch von Leciierrin wird die Strafte idicöci betn die zerrütteten Nerven aussrischen und neue Lebenslust und (rncui werden eintreten. Leciscrrin ilt unumgänglich notwendig bei unlerv jetzigen Lebensweise und wird allenthalben gevriesen und verordne
Preis Mk. 3.—, in Apotheken zu haben, sicher von llntor sitöts-Avotheke und Hirsch Avolheke Gießen. P*6
Febr. ||o 1912 j| 5
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ist wichtiger, als ihn vertreiben und leichter dazu ; denn e« bei drohender Erkaltung, rauhem Hals u. drgl. ein paar uer > kannten Wybert-T abletten zu nehmen, die dem Hau * wohl tun. die Verschleimung beheben und die Stimme frei klar machen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken 1 S|en s-.1“ul Niederlagen in Giessen: Pelikan-Apotheke, Krea»P»‘z_
bett, als sie vielfach wegen Mes geringeren Dreises Abnahme finden. Die Verwendung des Methylalkohols und methylalkoholartiger Präparate, die auch unter der Bezeichnung Spritol, Spritogen, Kolumbiaspiritus usw. im Handel Vorkommen, zur Herstellung von Heilmitteln, ist n. d. Tstdt. Ztg. den hessischen Apothekern bereits untersagt worden, aber auch zur Herstellung kosmetischer Mittel (Haarwässer, Parfüms usw.) soll Methylalkohol nicht teer» wendet werden, da nach den gemachten Beobachtungen auch dessen äußerliche Verwendung zu erheblichen Schädigungen der Gesundheit führen kann.
letzten Markttag in Mark pro das Mehr (+) bezw. Weniger beigefügt ist, wie Weizen
handel.
Mannheim, 27. Febr. Tie auf heute vormittag 11 Ubr einberufene außerordentliche Hauptversammlung der Zellstoff, f a b r i f Waldhos, in der über die Erhöhung des Drundkamia um 7 Millionen Mk. Beschluß gefaßt werden sollte, war beschlu-- unfähig, da von dem Aktienkapital von 25 Millionen nur 3W; Stimmen vertreten waren, laut Gesellschaftsstatut aber mmde ui 4 die Halste des Aktienkapitals zur Beschlußfassung erforderlich n.
wird daher eine neue außerordentliche Hauptversammlung au den 20. März ausgeschrieben.
Märkte.
— Kartosielmarkt-Bcricht vom 26. Februar 1912. Berlin; Rote Daher 'Mk. 4.2u—4.50, andere rote Sorten Alk. 3.60-3^', Magnum bonum 4.10—4.20, weiße runde 3.60—3.85. Breslau Rote Taber Mk. 3.20—3.50, andere rote Sorten 3.20 bis 3^ Magnum bonum Mk. 3.70—4.00, weiße runde Mk. 3.20-3,m Liegn itz: Rote Taber Mk. 0.00-0.00, andere rote 3ortr Mk. 3.50—3.90, Magnum bonum Mk. 4.00—4.30, weiße runbi Mk. 3.40—8.90 Dortmund: Magnum bonuni 4.00-4..V, weiße runde Mk 3.00 bis 3.40, Gelbfleischige rote 3.80 -4.fr. Leipzig: Rote Taber Mk. 0.00, andere rote Sorten 4.00-0.«», Magnum bonum 4.50—0 00, weiße runde 'DV 4.10 - 0 00, Gelt- fleischige blaue Mk 0.00- 0.00, Gelbfleischige rote Mk. 0.00-0.',>. Plaidt: Rote Taber Mk. 0.00 bis 0.00, andere rote Corm» Mk. 4,20—0.00, Magnum bonum Mk. 3.40—0.00, weiße nitrt 0 00—0.00, Gelbfleischige blaue Mk. 0.00—0 00, rote 3 51— C, refeld: Rote Taber Alk. 0.00—0.00, andere rote Sorten T k. 0 00- 0.00, Magnum bonum Alk. 3.70—3.90, weiße runde Tt 0.00—0.00, Gelbfleischige blaue Alk. 0.00—0.00, Gelbfleischige rvü Mk. 3.70—3.90. (Alles für 50 Kilo.)
le. Frankfurt a. M., 27.Febr. Heu- und Strohmarff. Anaefahren waren 9 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.30—4.60 Alk., Stroh (Kornlangstroh) 0.00—0.00 Ti!. Wirrstroh 0,00—0,00 Mk. Alles für 50 Kilo. Tie Zufuhikn waren aus Sberhesien, den Kreisen Dieburg und Hanau.
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Stadt und Land.
Gießen, 28. Februar 1912. Altgermanische Baukunst.
In der hessischen Vereinigung für Volkskunde sprach am Montag abend Baurat Pros. Dr. Haupt über a l t a e rm an i s ch e Bau- lu n st. Ter Redner gab seiner Freude Ausdruck, wieder einmal vor seinen engeren Landsleuten zu sprechen. Er führte aus, daß die neue Art von Kunst, die heule in der (rntimettung begriffen ist, ■eng mit der alten zusammenhangt. Soll jedoch das Ringen der -neuen deutscl)en Kunst Erfolg haben, so muß sie vor allem germanisch bleiben. Was allerdings germanische Kunst ist, muß erst genau sestgestellt werden. Gegenüber der fremden ist „die deutsche Kunst bis jetzt in jeder Beziehung sehr vernachlasiigt worden. Freute man sich doch selbst in Mainz mehr über einen römischen Fund als über einen germanischen. Entgegen dem Redner bestreiten viele das Bestehen einer germanischen Kunst. Jener muß vorläufig noch den Beweis für seine Behausung .schuldig bleiben, da bedauerlicherweise zier Erforschung noch zu roenig getan ist. Im 5. Jahrhundert beherrschen Germanen die ganze bekannte Welt. In Frankreich, Spanien, Asrika, England, Italien bis zum Balkan, überall trcisen wir germanische Stamme. In dieser Zeit hat sich oud) ihre Kunst entwickelt. Sie hat sich dann weiter entwickelt bis zum heutigen Tag. Skandinavien nimmt dabei eine besondere Stelle ein, inbem es sich noch beute in einem gewissen Urzustand befindet. Aus der frühesten Zeit ist uns das meiste naturgemäß aus Grabfunden bekannt. Man llswöhtü sich bald an die eigenartigen Formen, die der Redner im Lichtbild zeigt. Nadeln und sonstige Schmuckgegenstände aus Eisen, Bronze, Silber oder Gold. In einem Grabe bei Reichen hall wurde eine Gürtelschnalle aufgedeckt, die in ihrer Ausführung nur bei den Bayern und Franken höchstens noch bei den Burgundern vor- tommt. Diese Sachen sind sehr schön, aber sie stehen der Gegenwart noch sehr fern. Einen viel höheren Grad der Vervollkornrn- ■nung hat eine Spange, die bei Mailand gesunden wurde, erreicht. Wenn man «bedenkt, daß diese Gegenstände aus dem 6. und 7. Jahrhundert stammen, so muß man über diese Leistungen staunen. Der Schatz der in Childerichs I. Grab gefunden wurde, ,jst leider zum größten Teil verloren gegangen. Die spärlichen Reste beweisen aber noch zur Genüge, auf welcher künstlerischen jHöhe die Verfertiger standen. Die Technik, in der alles gearbeitet 'wurde, ist der germanischen Rasse eigentümlich. Sie hält einen Vergleich mit der griechischen, römischen und ägyptischen, die ffckpm jahrtausende älter sind, voll und ganz aus.
Einem Priestergrab bei Tobdo in Spanien entstammen mehrere IHängekronen, die vielleicht jn ihm beim Einfall der Araber versteckt wurden. Jn einem alten Kloster des Rhonetales hat sich leine Kasette aus Gold gefunben, auf deren Rückseite Namen liehen, von denen zwei als die der Verfertiger aufgefaßt werden müssen. Es ist dies die älteste Namensnennung von Kunstgewerblern. Ter Altar des heiligen Ambrosius in Mailand ist da7 schönste derartige germanische Künstdenkmal. Die Zwinge der Schwertscheide ,eines Wickingers beweist, daß deren Kunstgewerbe in höchster Blüte stand. Man nahm immer an, daß unsere Kunst aus dem 'Süden und Osten ftamme. An einer Reihe von Beispielen zeigt
der Redner jedoch, daß wir ruhig eine Einwanderung von Norden her annehmen können: Jn dem ältesten bekannten Kriegsschiff der Wickinger ist ein Häuschen, das, wie das game Schiff überhaupt, die schönsten Holzschnitzereien aufweist. Ein alter Türpfosten an einer Kirche am Hardangcr Tjord zeigt dieselben herrlichen Schnitzwerke. Diese Holzhäuser, wie wir sie noch beute litt Skandinavien finden, müssen früher in Deutschland allgemein gewesen sein, denn Jllfilas kennt das Wort Mauer und Maurer ,gar nicht.
Es folgen Steindenkmäler, an deren Ausführung man noch ! deutlich die Entwicklung aus der Holzbearbeitung sieht. Die schönen !Holz Hoftore der Wetterau sind ebenfalls auf germanische »Kirnst '.'mück zu führen: denn dieselben finden wir in Siebenbürgen: das schon vor mehr als 500 Jahren von Sachsen bevölkert wurde. Der Redner führt uns zu den Denkmälern in Italien, wo vor allem das Theodorichgrabmal auffällt. Eine Zeichnung davon vom Vortragenden drückt die erhabene Ruhe nordischer Heide- llandschasten aus. In Spanien finden wir Kirchen, an denen der nordische Huseisenbogen schon im Jahre 660, also vor Eindringen Iber Araber, angewandt wird. Mer auch sonst trägt alles den Dypus echt nordischer Kunst. Der Vortragende schließt damit, -daß wir nur stolz auf unsere Erzeugnisse sein können, und daß Itoir soweit »kommen müssen, daß zur Erforschung der deutschen ! Kunst, die iwch so wenig bekannt ist, dieselben Mittel betoüligt werden, wie für die fremde. Der Beifall der zahlreichen Zuhörer zeigte, daß diese mit Spannung den Ausführungen gefolgt waren.
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** Versichern ngspflichtige kaufmännische -Betriebe. Von der Handelskammer wird uns geschrie- !ben: Da in den beteiligten Kreisen über die .Anmel-« chungspflicht zur Unfallversicherung noch viel- jfach Unklarheit zu bestehen scheint, sei nochmals hervor- gehoben, daß dnrch die Reichsversicherungsordnung die Versicherungspflicht auf eine Reihe von Tätigkeiten ausgedehnt worden ist, welche bisher der Versicherungspflicht nicht unterlagen. Denn der neue Begriff „Handhabung nnb Behandlung der Ware" umfaßt neben den eigentliüien Lagerungsarbeiten, welche bisher allein versicherungspflichtig waren, auch alle übrigen dem technischen Teile des Betriebes angehörendcn Verrichtungen, welche zu der bischer unversicherten Vert'aufstätigkeit in näherer Beziehung stehen, wie das Herbeiholen, das Borlegen, das Umsehen ■mit der Ware zum Zwecke des Verkaufs. Unversichert Ibleiben nur die Arbeiten int Kontor und an der Kasse. Der Strcid der Versicherten ist auch insofern ausgedehnt ivor> jlben, als der Inhaber des Betriebs nicht mehr im ^Handelsregister eingetragen sein muß. Die Versiche- runaspflicht tritt also in jedem Falle ein, sobald ein ge- gverblicher Angestellter (Hausdiener, Markthelfer, Laufbursche, Kutscher usw.) oder zwei kaufmännische Angestellte i(and) Lehrlinge! in dem mit eineih kaufmännischen Unternehmen verbundenen Betrieb dauernd das ganze Jahr hindurch beschäftigt werden. Da auch die Wartung und Pflege von Vieh durch den Viehhändler als Behandlung und Hano- Ihabung der Ware gilt, unterliegen deshalb auch die Betriebe der Viehhändler und ähnliche unter der :gleichen Voraussetzmig der Versicherung.
** Die Berivendung von Methylalkohol. Wie den Tagesblätterm zu entnehmen war, sind kürzlich in Berlin infolge des Olenusses geistiger Getränke (Brannt- hvein), die mit Methylalto h ö l (Holzyeist) verseht waren, zahlreiche und schwere Vergiftungsfälle vorgekommen. Außerdem ist bekannt, das; infolge des Genusses von Methylalkohol ErblindunasfäUe vorgekommen sind. Die Herstel- llung und der Verkauf derartiger Getränke sind nach dem ".pahrungsmittclgeseh und dem Reichsstrafgesetzbuch als Verfälschungen anzusehen und daher strafbar. Es muß rvor dem Genuß solcher Getränke umsomehr gewarnt wer-
Stsrkenburg und Rheinhessen-
--Darmstadt, 26. Febr. Der Vorstand des Landesverbandes der Hausbesitzervereine im Großherzog Lum Hessen hielt am Freitag hier eine gemeinschaftliche Sitzung ab. Es waren vertreten Mainz, Darmstadt und Gießen (Fabrikant Jnderthal). Ferner war der Gesamtvorstand des Allgemeinen Hausbefitzervereins Darmstadt erschienen. Die Wasser- und Kana l g e b ü h - renfrage erregte eine sehr ausgedehnte Besprechung, an der sich fast alle Anwesenden beteiligten, so daß die Frage, über die an und für sich besondere Meinungsverschiedenheiten nicht herrschten, spruchreif wurde. Direktor Volk- Mainz wurde von der Versammlung mit Abfassung der beschlossenen Denkschrift an sämtliche städtischen Behörden Hessens, die Wasserleitungen haben, betraut. Seine vor- getragenen Ansicyten fanden den vollen Beifall der Versammlung. — Weiter wurden die Belästigungen und Schädigungen der Hausbesitzer in den Straßen der größeren Städte besprochen, in denen Kraftfahrzeuge, als Last- automobile, eventl. noch mit Anhängewagen, Automobile selbst, sowie Autodroschken vorwiegend verkehren. Tie Anregung dazu haben Hausbesitzervereine des Königsreichs Sachsen gegeben. Da die Sache nicht durch die lokalen Behörden erledigt werden soll, weil der Verkehr solcher Kraftfahrzeuge durch Bundesratsverordnung, wenn auch nur manaelhast, geregelt ist, so kann nur an die Regierungen das Ersuchen gestellt werden, daß sie entweder erweiternde Ausführungsbestimmungen hierzu erlassen oder sich um den Erlaß solcher an den Bundesrat wenden. Eine in diesem Sinne zur Vorlage gebrachte Eingabe an das Ministerium des Innern fand einstimmige Annahme und wird bald abgehen. Die Eingabe betont besonders die Gefahren für andere kleinere Fahrwerke, sowie bei Personen für Leib und Leben, insbesondere älterer oder mit Gebrechen behafteter, beim Ueberschreiten der Straße. Auch die abscheulichen Geräusche und das Getute solcher Fahrzeuge fanden dabei Berücksichtigung. — Letzter Gegenstand der Tagung war die Organisation des Landesverbandes. Die Hauptversammlung des Landesverbandes findet im Mai,
Landwirtschaft.
-n. Göbelnrod, 26. Febr. Am Samstag abend fand im Saale des Gastwirts Ehr. Schultheiß eine gut besetzte Versammlung von hiesigen Landwirten statt. Techniker Kreuz von der Landwirtschaftskammer hielt einen interessanten Vortrag über Reinzucht be§ Vogelsberger Viehs. Hieran anschließend wurden noch Düngungs- und sonstige landwirtschaftliche Fragen erörtert. Am Schlüsse des Vortrags wurde dem Redner der Tank der Versammlung durch Bürgermeister Damm ausgesprochen.______________________________________________________
Getreide-Wochenbericht
der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschastsrats turnt 20. bis 26. Februar 1912.
Vorn Auslande lagen für den Getreidehandel in der Berichts- Woche keine neuen Anregungen vor. Die Forderungen für ausländischen Weizen waren nicht sonderlich verändert, jedenfalls scksten die Zurückhaltung der Käufer nur wenig Eindruck auf die Exportländer zu machen. Wie vorausMsehen war, hat Argentinien nach Beendigung des Streiks seine Ausfuhr gesteigert, ohne den Weltverschisfungen damit größeren Umfang zu verschaffen, da die übrigen Gebiete weniger exportierten. Jn Deutschland übte die unbefriedigende Lage des Mehlgeschäftes sowie Mangel an Exportgelegenheit einen ungünstigen Einfluß auf das Weizen- geschäst aus, aber das zeitweise kältere Wetter und vereinzelte Klagen über die Saaten veranlaßten die Abgeber am Lieserungs- marfte zu größerer Vorsicht, so daß sich die Preise für Mai und Juli um 1,00 Mark, für Herbst sogar um 2»/« Mark bessern, diesen Gewinn aber nicht auf die Dauer behaupten konnten: immerhin sind gegenüber der Vorwoche noch Fortschritte von Vi—3,i sestzuftellen. Roggen hatte im Warengeschäft gleichfalls sehr stillen Verkelw, und der Export befunbete nur für spätere Abladung Interesse. Andererseits war das Angebot vom Jnlande keineswegs reichlich, und da auf dem Lieferungsmarkte zeitweise größere Kaufaufträge für rrcntbe Rechnung ausjuführen waren, so konMe nameMlich der Julitermin bis 3,00 Mark im Werte anziehen, während die Gewiime für Mai und September sich in engeren Grenzen hielten. Auch hier konnten sich die Höchstpreise der Woche indessen nicht voll behaupten. Tas Hafergeschäst behielt auch in der Bettiebswochc seinen lustlosen Charakter bei, aber die Provinz hielt wieder mehr auf Preise und sowohl in den russischen wie in den argentinischen Forderungen sprach sich zuletzt größere Festigkeit aus. Für russische Gerste, deren Preise in der letzten Zeit um ungefähr 10 Mark nachgegeben hatten, ohne daß Rußland dieser Bewegung gefolgt wäre, begann sich das Interesse wieder $u heben, so daß zuletzt erhöhte Forderungni bewilligt werden mußten. Auch Mais nahm um die Mitte der
Hafer 192 (4- 2) 190 (- 2, 195 (- 1) 191 (- 1, 191 (- 1) 209 (4- 1) 208 (- 1) 215 (- 1) 209 (4- 1) 195 (- 3»
München — , , -- , „ ,- _
Weltmarktpreise: Weizen: Berlm Ma, 214.75 (4 (L25i: Budapest April 199.65 (— u.70); Liverpool März 176.^ । — 0.70); Vans Februar 218.60 (— 0.40); Chicago Mai 155 (ü (4- 0.20). Roggen: Berlin 'Dlhi 194.50 (4 1.00). Hafer: Btrln Mai 195.00 (4- 3 5 ). Futlergersie: cif Hamburg Februar 154.7j (4- 0.75), März 154.00 (+ 0.50). Mais: Mixed Februar»M:z 134.50 (4- 0.60), Odessa schwimm. 132.00 (— 1.00), La Plaia
if . • ■ liefen billigst die ßrflhfic»
Kuverts mit Firma sä’
27
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750,2
13,0
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•54,1
1
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6,8
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