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28.2.1912 Erstes Blatt
 
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Mittwoch, 28. Februar 1912

Erstes Blatt

162. Jahrgang

tlage d e- J r a cb t geschLfle8 , Jje wirkt and) hir den I ganzen überseeischen Verkehr verbUliyend

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Möge der allmächtige Gatt dies ist mein heißes Gebet Bayern und dem Deutschen Reiche auch fernerhin das Glück einer friedlichen Fortentwicklung im Innern tote nach außen gewahren und die Arbeiten, an die Tie nuiunehr hcrantreten, mit fernem.

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Segen begleiten!

Der Prinzregent verlas die Eingangs- und Schlußworte der Thronrede, während den übrigen Teil der Anrede Mi­nisterpräsident Frhr. von Bertling verlas Hieraus! übertrug der Prinz die Vertretung zur Durchführung der Vereidigung dem Ministerpräsidenten und verließ unter dem gleichen feierlichen Zeremoniell wie beim Eintritt den Thronsaal. Sodann nahm der Justizminister die Lcrctdr- gung der neueingetretenen Mitglieder der Kammer der Reichsräte und sämtlicher Mitglieder der Kanrmer der Ab- Nach der Eidesleistung erklärte der Mi-

vie bayerische Thronrede.

München, 27. Febr. Die Thronrede, mit der heute der Landtag eröffnet wurde, hat folgenden

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Gesetzentwuts wird Ihnen zugcchen.

Infolge der Steigerung des Verkehrs und ber Minderung Betriebsausgaben haben sich die finanziellen Verl;altnihe Staat seifen bah ii Verwaltung so gekräfttgt, daß Ausgleichsfonds sofort in der im Gesetz vorgesehenen Hohe bildet werden kann Außerdem verbleiben iwd> erhebliche Mittel zur verstärkten Tilgung der Eisenbahnschuld. Die Forderting des Handeln und der mäcküig ausblühcnden Industrie totrd Gegen­stand meiner unausgesetzten Fürsorge sein. DaS gleiche gut von der Land wirtschaft. Erfreut ickterweife sind die Nachteile, die in­folge der außergewöhnlichen WitterungSverhälMiße des vergange- nen Sommers erwartet rourden, nicht in dem befürchteten Uminng, eingetreten Es werden daher aus diesem Anlaß wertere ftaatlidy Maßnahmen nicht erforderlich sein.

Nach den erregten Zeiten des Wahlkampfes heißt c5 nunmehr auf dem Boden der staatlichen Ordnung sich zutammen- zusinden zu gemeinfamer Arbeit, die den Blick auf das Ganze ndnet, aus das Wohl des geliebten Vaterlandes.

zugeht, ist unter dem Gesickttspunkt möglichster Sparsamkeit aut- gestellt Eine Reihe von Fordentngen konnte tebod) Nicht zurück flcftcUt werden, wenn der notwendige Fortschritt auf dem Gevrete kultureller Entwicklung des Landes nicht gehemmt werden tollte. Für Bedürfnisse, bereit Veranschlagung bet Aufstellung des Budgets int September vorigen Jahres nodt nicht möglich war, werden Ihnen neue Nachtragspostulate zugehen. Um bte fortlar.fcnbc Erfüllung der Staatszweckc zu fiebern, wird Ihnen unverzüglich ein Gesetzentwurf über den vorläufigen Vollzug des Budgets zur beschleunigten Behandlung vorgelegt werden. "?U>gesehen von diesen durch die Vorlegung gebotenen Vorlagen werden Ihnen nur solche zugehen, die im Interesse des allgemeineii Wohls keinen AussckKib dulden.

gesetzt werden. , t ,

Dem Reuterschen Bureau zufolge wurde tu amtlichen Rrctfcn erklärt, daß wahrscheinlich ttod) beute aus der Basis gegen,ettiger Zugeständnisse in der Kohlenstreitfrage eine Verltändtgung zustande kommen werde. , ~ Ä

London, 27. Fedr. Weitere 32 000 Bergleute m Mittelengland legten die Arbeit nieder, entgegen der Aufforderung ihrer Führer, die Arbeit bis zum Ende des Monats sortzusetzen. Am Nachmittag versammelten sich bte Vertreter ber Bergwerksbesitzer im Auswärtigen Amt. Die gerne i n faine Versammlung ber Arbeitgeber und Arbeiter ist von der Regierung aus 6 Uhr abends ange,eyt worden Eine große Volksmenge beobachtet aus der Downing otrect die Ankunft und Abfahrt der Teilnehmer an der Monierens

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G ühne verfiel als Perathoner häufig in ein leidiges Gretnen, das ihn mitunter unverständlich machte.

Einen fast ungetrübten Genuß bot das zweite Stücklein, Der Barbier von Derriac von Max Mell, das eben­falls Herr Direktor Steingoetter leitete, durch die hervorragende Leistung, die Frl. de Bruyn als Nanette zuwege brachte. In allen Farben schillernd spielte sie die kleine, bis zur Frechheit kokette Frau des armen Barbiers, die ollen Männern die Kopie verdreht und derweilen Haus und Geschäft verlottern läßt, nut einer ganz hervorragenden Kunst. Bis in alle Fingertpitzen hatte sie sich in den Charakter dieses Weibchens emqemblt und ließ nun den Born ihres reichen Talentes mit unversiegllcher Munterkeit aufs glücklichste sprudeln ob sie nun liebkoste, schmollte, kratzte oder trauerte Ihren wackeren Gatten löiclie Öerr Grosser mit stiller, bescheidener Resignation, ans ber ,cin Stolz schön und kühn hervorwucks. Der, Liebhaber des Herrn Golt, der etwas unpäßlich war, fand sich klug in du: hei»le Lage. Heber das Derk, das einen gciitreitbtn und innen Poeten verrät, ist nicht viel zu sagen. Es schildert, wie ein warmherziger Gatte von seiner Frau betrogen wird und ime er 01115 vornehmste seine Rache ausübt. Nicht gerade klug ist e_-, daß bet Verfasser bas abgegriffene Mittel des Lamchens benutzt, aber er bat es so liebenswürdig heiter begründet, daß man es lächelnd in Kauf nimmt und belustigt seinen geiitvollen Worten zuhört, die guten Beifall fanden.

Den größten Erfolg batte Lottchens Geburtstag, ein harmloser Schwank, in d m Ludwig ib.omn das viel behandelte Thema ber sexuellen Aufklärung in seiner bekannten lustigen Art ironisiert Ihn völlig unmöglicher Professor beabf.dnigt, ferne Tochter an ihrem 20. Gcburistage au'zuklären undmährt zu seinem Erstaunen, baß sie vor einer halben ^tunbe bic XXbammen= müTuna bestanden hat Mit lustigen Sprüngen ,etzt nck Lbsma Über die völlig unmögliche Trottelbaitigk il des Proienors und des Privatdozenten hinweg uiid unterhalt sein Publikum damit aufs beste, wenn aud) z. B die lächerlich einfältige Unterredung zwischen dein Professor und dem Privatdozenten gut um die Hälfte tu lang geraten lit. Die Zusckumer vergnügten fick anscheinend am's beste, und der Erfolg des Ulkes, den Herr Gühne flott leitete, blieb hinter dem auswärtiger Aufführungen wohl kaum

Meine Herren Reichsräte und Abgeordneten! Mit herzlichen Grüßen heiße ich den wieder versammelten Landtag willkommen, erfüllt von der Zuversicht, daß es Ihren Beratungen besdneden sein wird, das Gefühl des Vertrauens und der Beruhigung ,n weiteste Kreise des Volkes zu tragen. Das Budgtt für die laufende Finanzperiode, das Ihnen in * Rechnungsnachweisungen für r __

Zur Abgleichung des Budgets wirb Ihnen der Gesetzentwun über das L o l t e r i e s p i e I nebst dem Staatsvenrag über bte preußisch-süddeutsckie Klasscnlotterie zur geschäftsmäßigen Behand­lung wieder unterbreitet werden Zur R e i ch s v e r s i (h e r u ngo- ordnung wird Ihnen baldigst ein AuSsührungSgeletz inmt Jad>- tragdiorberungen zugelren, die durch notwendige Aenderungen m der Behördeneinrichtung veranlaßt sind Einern zuverlässigen «Soll zug dieses für weite Kreise wertvollen sozialen GeietzgebungsweNeS zu gewährleisten, ist der Ihrer verständnisvollen Förderung sidiere Zweck dieser Vorlage Der einem dringenden Bedürfnis ent- Iprcdzcnbc Entwurf einer M* i r d) c n g e m e i n b e erbnu n g konnte in der letzten Landtagsversammlung nicht Dollltanbig erledigt werden. Er ist inzwischen besonders zur Ausgleichung der Be- Üimmungen über die Umlagen und ber Vorsdiriilen des neuen Umlagengejetzes teilweise umgearbeitet worben und wird neucr- dings der Beschlußfassung des Landtags unterstellt werden Heber die Notwendigkeit einer Aendernng der baneriidien v e t m a t s - und Armengesetzgednng, die auch in den Kammern des Landtags schon mehrfach erörtert worden ist, wird Ihnen eine Denkschrift zugleich mit einem Gesetzenttvurf vorgelegt werden, der die Ausdehnung des ReickisgesetzeS über den Unterstutz- ungswohnsitz aus Bayern einleiten soll. Din wiederholt ge­äußerten Wunsch nach Anlegung eines staats! chuldbu d) c s wird durch einen Gefetzentwurs entsprochen werden. Mit dem Ausbau des L o k a l b a h n n e tz e s soll fortgefahren werden,

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England und die Kohle.

\ Nichts ist für die Industrie so unentbehrlich wie die Joljle. Für die Eisenindustrie sind Kohlenlager gerabc- 3 re Grundlage des Bestehens Eine Erschöpfung der Menerzlagerstätten kann durch Heranziehung fremder Eisen

ausgeglichen werden Wo aber die Kohlenlagerstätten Wlc^rt sind, ivird auch die Eisenindustrie wenigstens mit jrtli bisherigen Betriebsmethoden in Verfall geraten. Auf Hki stohlenschätzen beruht zu einem beträchtlichen Teil die Hnischastliche und selbst die politische Kraft der drei großen Mslriell führenden Mächte, Großbritanniens, Deutsch- tyxiund der nordamerikanischen Union.

In der Kohlenerzeugung mit 268 Mill. Ton vn für 1909 ist England zwar von der nordamerikani- Union mit 397 Mill. Tonnen überholt worden, und

fcrlauf zu den bedenklichsten Folgen führen, zu Unruhs.; r.b Aufständen, wenn nicht zur Revolution. Denn e lähmt schließlich nach Erschöpfung der Vorräte nicht ,t die Fabriken, sondern auch die Eisenbahnen unt Dampfschiffe: Zufuhren vom Festlande, etwa von Deutsch stnd, stehen kaum in Aussicht, da die englischen Dockarbeite fti solidarisch fühlen und die Ausladung und Umladung Dcrweigern werden. S<l>on steigen in England die Kohlen- greife von Tag zu Tag, da alle Kreise sich möglichst große frrrätc zu beschaffen suchen und die Nachfrage immer größer Ntb als das Angebot. Einige Werke haben bereits die stassenkündigung von Arbeitern zum 1. März für den

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Ktb von Deutsck^and mit 222 Mill. Tonnen allmählich :<ltncht werden. Mer im Verhältnis zu seiner begrenz tn Raumfläche und Bevölkerung Hut es die größte För- Mrung und den höchsten Verbrauch auszuweisen. Nir- |tnb£> spielt die Kohle eine so wichtige Rolle wie in En;-

Ein Kohlenarbeitcraus stand, wie ihn in einem

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Te-Halb wirb er, so glauben wir, vielleicht doch noch ent- iveber im letzten 'Ku^cnbltdi verhindert werden oder nur von kurzer Tauer sein.

Versuche zur Beilegung des englischen Aufstandes.

Lonbon, 27. tVebr. Die Regierung veröfsentlichte eine Mitteilung, nach welcher Asauith unb seine Kollegen heute mittag mit den Vertretern der Bergarderter zu- iamnicntraicn. Nachdem er die Erklärungen der relegierten gehört hatte, regte Asguith an, daß ein kleineres beraten­de-' Komitee zur weiteren Verhandlung mit der Regierung gebilbet werde. Dieses Komitee, das sich aus Mitgliedern des Erekutivausschusses und des Bergarbeiterverbandes zmammen- setzt, kam um 3- . Uhr mit Asguith und seinen Kot - legen s u f a m m c n Um 7 Uhr iano eine Besprechung zwnchen deii Vertretern des beratenden Aussd)usses der Bergwerksbentzer und den Ministern statt. Tic Besprechung wird morgen fort-

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«letzener Anzeiger < f-int täglich, ander

i ,nagS. - Beilagen: , unal wöchentlich z^nerZamiNenblStter innlroöd)entl.Kiel$:

| bttfMrbcn Ktfis ®i<6«n m eistag und Frei tag);

1 j nal monall. kand- ^fchaftlicheAeitsragen > i vrech -Anfchlnfse: sb tie Redaktion 112, (< Ijg u. Expedition 51 E ffie lür Tepeschen: tuzeiger «ießru.

U chme von Anzeigen M die Tagernummer vormittags 9 Nhr.

Giehener StaMtbcatcr.

Drei Einakter.

Gießen, 28. Mbruar.

Der gestrige Menb brachte nach langer Pause wieder einmal ftiA befonbercS unb zwar wenigstens für Gießen .drei Lcheiwn aus einmal, mit benen nnr sonst m bmem Winter ttt sparsam bedacht nx-rben. In ihrem Vorwurt und besten Itianblung ebenso verschieden von einander wie m ihrem Wert, v tcilipeifc recht vrodleinatisch ist, haben die drei Einakter i!: eine gemeinsam: es sind eigeittlich keine Bühnenstücke, son- Mit dramatische Erzählungen.

Schönherr gibt in seinen, nun schon bald zwölf Jahre Wm Bildschnitzern einen Austchnitt aus dem ~cben der feier Heimarbeiter, und es ist anzunehmen, daß die recht alb Glichen Vorgänge in der Hand eines guten Erzählers zu einer ^wollen Novelle geworden wären, aber bramatnd) ist gar mdjt-.- fean Das ganze Stückchen ist um feiner Pointe willen ge Heben roorben unb das meiste, was da geschrieben wurde, prntc auch anders sein. Ein Ereignis ist noch!kein ^rama -

Zustandsscknlderungen wirken nickst aist der Budne ^. 'ttlanat Bewegung, Entwicklung.^ Nickst einmal eine Tcinc » - Iric ist zu finden sie ist «ckwnherrs ^dic m: Bedauern bat man sie auch in Gl au be uin b ö cx mat ber- nt. Wertvoll allein an dem Werke, das bei Ltoackmann in L-vng erschien, ist die Natürlichst '^ner Men,ckxn ihre Reden vb Gehaben alles nnc im Leben, aber das ist nxtht bic Jhinft 1 höhere Aufgaben bat, ^ls die Natur zu vbowgraphierem ^n li'en Fehler ist Scbönherr leider Necken gebliedeii und darum i seinen Werken wie schon gelegentlich.^'r -lnstuhrung v ♦iaiibe und Heimat gesagt wurde, nach ihrem erste ? N krolg auch keine Dauer befehl eben. Er bezwingt den Zm krd> die Wuckst seiner Darstellung aber er gibt ihm feine

fall des Ausstandes vorgcirommcn.

Sinen Vorgeschmack mußten bic Engländer verspüren. Xi tnt August 1911 ein Ausstand der Eisen- »ihn ar beit er auäbradK Lbwohl er nur gewisse Freden berührte, traten bald in den Massenzufuhren un Mlbehrlicher Lebensmittel nach und durch England emp Eidliche Stockungen ein, bewirkten eine vorübergehende i.uerung und hätten bei längerer Dauer sehr ernste Not knbe hervorgerufen. Ein Kohlenarbeiterausstand in Icings zeit en würde England widerstandsunfähig lachen und es dem Feinde auf Gnade unb Ungnade aus- flrscrn.

Von seiner Kohlenerzeugung führt Deutschland nur temq über ein Zehntel aus, England dagegen ein volles »crlcl, im Jahre 1911 rund 67,3 Mill. Tonnen im Werte Mi annähernd 750 Mill. Mk. Hauptabnehmer der «igl i s ch e n Ko hl e waren im Jahre 1911 Frankreich mit i;-i, Italien mit 9,2, Deutschland mit 9, Schweden mit 3,8, »chland mit 3,4, Argentinien mit 3,3, Aegypten, Spanien, Säuern art mit je 3 Mill. Tonnen usw. Für die englische L:ndclsbilanz ist diese Kohlenausfuhr von Wert, noch in Mer em Grade für die englische Schiffahrt. Denn ihr er- feießlicher Betrieb hängt von der Kohlenausfuhr ab. Ver- littclt nnrd sie aus weiterer Fahrt meist durch tv enalisck)en !.kbckgutdanlpser, die den unterm Raum des Schiffes mit Sjblc'ii ausfüllen und im oberen Raum Stückgüter verfrach- in Dock) nicht nur äußerlich ist die Kohle die Grund-

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Giehener Anzeiger

politischen Teil:

General-Anzeiger für Oberhefsen

Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindrnckerei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druckerei: Zchulftraße L'anb*: E.Heu, für den

Bübingen: Fernsprecher Nr. 269 SeschäslspeNe Bahndosftrotze ,6«.

zurück.

nnn 019 ouim-i Herr Volck bemüh:c sich mit Glück, dem Geheimrat ein flbnebärmte, Cuentdien Wahrscheinlichkeit zu wahren unb seine welstrembe Ge

ulc 3 - - s.4. 2luch Herr

Die heutige Nummer umfafet 12 Seiten.

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bcfcclt und führte seine Aufgabe ebenfalls! glücklich durch. Gan- prächtig roar Frl. Scholz als bäurisch berbe ßkbcimratin, nur klang die vom Thoma geforberte saloppe Sprache etwas ge­zwungen, wie das auch bei Frl. Brehm zu beobachten war, bie eine famose Tante Eölestine abgab. Das Vottdjen iclbit, das nur «ein paar Worte zu sagen hat, war bei Frl. bc Bru y n gut ausgehoben. .

Deutscher Zrauenkongreh.

zl Berlin, 27. Februar.

In ben blumengeschmückten Festräumen bes Restaurants im Zoologischen Garten fiubci in diesen Tagen anläßlich ber Ausste^ lung , Tie Frau in Haus unb Beruft" ber beustchc 1yraunifongrcB statt ' Staatssekretär Dr. Delbrück begrüßte ben Zlongrey im Namen des ReickiSkanzlers und der preußischen Ltaatsregierung und versicherte, daß sowohl das Reich wie ber preußrsckv ^taat das größte Intereise ber Ausstellung wie ben Verdüblungen ent- aegentnngen. Heute vormittag sand die erste Haupivenamm- lung im Zoologischen Garten stall. K

Tie Vorsitzende Frl. Tr Gertrud Baumer erohnete den Kongreß, worauf sofort in bic Tagesordnung eingetreten wurde. Ten ersten Vortrag überTie Reform ber HauSwirt- schaft" hielt Frau Emmv Heuß-Knavv. Der Einzelhaus- balt bleibt mitten in allen Sturmfluten bestehen, aber er in rciorm- bebürihg Er hat bereits Reformen durchgemacht unb steht mitten in einer Umwandlung: bic technischen Errungenschaften ber Neu­heit müssen ihm zugänglich gemacht werden. Tie Haustrau ist Hüterin unb Pflegerin des kommenden Menfchengeschledsts. Daher ist bic Aufrechterhaltung des Einzelhaushalts mit allen^Sträften anzustrcben In der Aussprache verlangt Helene pumper- München die Gründung von Hauswittfcha'ts-Fortbildungssdmlen. Zuerst müsse bas Mädchen zur Hausfrau herangebildtt wcrc>en, dann erst Tür das Berufsleben. Frl. Paula Müller Hannover) wünscht, daß eine einheitliche Reichsgcnnbeordnung unb eine Lrganifation ber Hausfrauen sowohl als auch ber Hausgehil­finnen geschaffen werde . Solange die Hausirau sich in ihrem eigenen Hause nicht sozial betätigt, so lange bdic alle Mit­gliedschaft bei sozialen Vereinen nichts. Lebh. $eiiall.)^ ,yrl. Liscknewska .Berlin > befürchtet, baß der Einhaushalt tm Ltrom der Zeit zugrunde gehen werde. Das werde kein Schade sein, von der Auslösung des Einzelhaushalts und dem Uebergange zu einer anderen Form sei bie Schäftung einer schöneren unb Temertn Kultur der FamUie zu erhoften. (Beifall.)

Darnach spricht Frau Marianne Weber überD c B e- werLung ber HguZfraucnarbei t". Tie ForbetUng nach

Seme, bte sich tveiterentwickeln können. .

Der Beifall galt gestern deutlich den Darstellern, die 'ich mer Direktor Steingoetter» Leitung zu einem 8ft»ammenspiel gchntixm batten. Herr Bruck> witz war ei k-ll :r, schöner Gebhart, dessen Sprache vielen un'crer^aritetter at_ Su ter dienen könnte, Herr Bvl ck ein fnomg echter _I mb- Herr Bakos in sehr guter Maske ein angemenencr eo toterer. Ucberjcugenbe Töne fand Frl. H o e r;m a nn __

i ^rin nur paßte ihr- Figur gar nicht: wr. die ««Agg I jJSfi durch würdige Haltung gut zu mackzen. , ixrMoim «u Snoatwm m Mn « SflWta

Englands Einfuhr besteht überwiegend aus Massen- erzeugnissen, aus Rohstoffen und Lebensmitteln, seine Aus- fuhr dagegen mehr aus Fabrikaten, die nicht so schwer ins ökmidjt fallen. Den Einfuhrschiffen würde es an Ruck srachten für die Ausfuhr fehlen, tvenn die Kohle nicht wäre. Hier tritt sie als Ballast zur zweckinäßiaen Vervollständigung der Ausfuhrladungen ein, stellt geioissermaßen, wie Peez vor Jahren einmal zutreffend angedeutet hat, die Gewichts- vilanz im englischen -Seehandel her, sichert der englischen Schiffahrt eine nicht zu unterschätzende Heberlegenheit und wirkt für den Handel sozusagen als Ausfuhrprämie.

'In der Äussuhr von Kohle erblickt ber englische Handel eine Vorbedingung seine* v^deilsens, eine wertvolle stütze seines Verkehrs, insbesondere die Ermöglichung häufigerer und billigerer Verschiffungsgelegenheiten für die Ausfuhr und noch mehr für die Einfuhr. Wo die Kohlenausfuhr ab nimmt, glaubt man alsbald eine Erschwerung und Ver­teuerung des Schiffsverkehrs wahrzunebmen Aus seinem großen Kohlenverkehr beruht im wesentlichen das Heber gewicht von Englands Schiffahrt und Handel vor allem in den Ländern des Mittelmeers, wo ec-teinlohlen- lager entweder nicht vorhanden sind oder aber, wie in der Türkei, noch roeni^ ausgebeutet werden, oder endlich, wie

Mdnicht dagUvcscncn'ÜmIansc 'England zu besorgen ha!, in