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29/07/1912 Erstes Blatt
 
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sus kippet, die zeigen müssen, ob man nicht etwa in der Umgebung von Obernhain, dem Fundort keltischer Münzen, oder Wehr heim, der Fundpelle schöner La Tönc-Armbänder, die Liedetungen der Urbewohner oder germanischer Zeitgenossen zu suchen hat. In Berbindung mit diesen Forschungen bedarf die P r e u ß e n s ch a n z c, südwestlich vom »kastelt, einer gründlichen Turchgrabung, da man diese Stelle sur die älteste römische Nieder­lassung im Saaldurgpassc anzusehm pflegt.

Gleich große Aufmerksamkeit ist dem unmittelbar an der Restauration belegencn germanischen Rosengarten zu scheuten, in dem anscheinend ein römischer Massivbau steckt, ferner dem Ring walle derGicketsburg, der allerdings hessischer Besitz ist.

Die zerstreut im Taunus liegenden W a l d s ch m i c d e n und Schlack en Hügel mit ihren vielen mittelalterlichen Scherben sind bis heute unberührt. Weitere Probleme sind die Feststellung dec Grenzen des Reichswaldes, der Hohen Mark, in dessen Besitz sich 40 Gemeinden des Riddagaus teilten, die Erforschung der Wüstungen des Taunuslanoes, und endlich bic Untersuchung des Limes, der ja immer wieder den Rahmen zur Loalburgforschung abgibt urid von dieser nicht getrennt werden kann. Mit dem Pfahl- qraben ist auch die Untersuchung der Türme und Zwischen- tanellc auf der Strecke rtapersburg bis Zugmantel, mit den üastellen Alteburg-Heftrich, Feldberg und Zug- mantel wieder aufzugreifcn. So ist beim Feldberg- lastcll eine Wiederherstellung der zerfallenden Mauern und ein Schutz des gesamten Gebietes von zwingender Notwendigkeit. Erfreuliche Ergebnisse brachten die Aus­grabungen am ftaitcll Zugmantcl. Tiese planmäßig be­triebenen Untersuchungen an dem Taunuslimcs verhießen jur die GcsamtlimesForschung mit der Zeit reiche Ausbeute, vor allem aber sichere Grundlagen für die zum Teil noch in der Lust schwebenden bisherigen Ergcbin.se. Diese sollen luru) Ausgraoungen im Hinierland des Limes ergänzt wer­den, so daß sich der Attionsradius der Saalburgforschung

verschollene polarsorscher wiedergefunden.

Das Komitee für die Alabama-Expedition, die im Jahre 1909 unter Führung des Kapitäns Mikkelsen nach Grönland abging, erhielt heule an Telegramm aus Aalesund, daß Kapitän Mikkelsen und der Maschinist Iversen, die Mitte 1910 die übrige Expedition verließen, um Grönland zu durchqueren, und seitdem verschollen waren, glücklich in Aalesund eingetronen sind. Als der Fang­kullerSjoeblomslen" sie sand, ähnelten sie mehr Tieren als Menschen. Eine Holzüange auf der Walroßursel mit der eingeschnitlcnen Jahreszahl 1912 brachte den Kapitän des Kutters zuerst aus die Spur; er folgte ihr bi- zu der Hütte, die Mikkelsen und Iversen erbaut hatten. Als er anklopite. kamen beide heraus, fast nackend, die Gewehre mit gespanntem Hahn in der Hand, weil sie glaubten, es feien wilde Tiere vor der Tür. Pienschen hauen sie nicht erwartet. Sie hallen reichlich MuniLon und konnten sich also Lebensmittel versckiaisen. Mittelst soll sehr krank ge­wesen sein, so daß Iversen ihn auf einem Schlitten über hundert Malen wett ziehen mußte. Die beiden Polarfahrer halten sich letzt bei dem dänischen Konsul in Oerskog auf.

Kapitän Mikkelsen ist bereits von einem Mitarbeiter der Asien Posten", die in Ehristiania erscheint, interviewt worden. Er gab an: Am 10. April 1910 verließen Mikkelsen und Iversen die übrigen Teilnehmer der Expeoilwn auf 76 Grad nördlicher Breite. Sie gingen auf beschwerlichen, lebensgefährliche» Wese»

Die tage in der Türkei.

Ter ehemalige Großwesir Fc rid Pascha ist zum PTa­lib c n t c n des Senats ernannt worden. Der Finanz­minister Zia Pascha hat das Ministerium des Innern übernommen. An seine Stelle im Finanzministerium ist das Mitglied des Finanzreformausschusfcs Abdul R a h m a getreten.

Tic j u n g t ü r ki s ch c n Offiziere haben sich zu einer Liga:Militärgesellschaft für den SchutzdcrBer- assung" zusammenaeschlossen. Eine Abordnung der Liga überreichte dem Kriegsminister die Forderung nach rücksichtsloser Bestrafung der Militärliga. In einer Kund­gebung an den Kammerpräsidenten erklären die Offiziere ihre Bereitschaft zur Verteidigung der Volksrechte gegen jeden Angriff.

Ein Tagesbefehl des neuen Marine­rn i n i st e r s legt den Offizieren und Mannschaften der Ma­rine brüderliche Kameradschaft und die Fernhaltung von politischen Kämpfen ans Herz. Die Frage der Kammer­auflösung wird ständig weiter erörtert. Ein oppositio­nelles Blatt rät der Regierung, unverzüglich vor der Kammer zu erscheinen und diese auf Grund der seinerzeit der Pforte gemeldeten Wahlexzcsse als ungesetzlich konsti­tuiert zu erklären, die betreffenden Deputierten zur Nieder- legung ihrer Mandate aufzufordern, die Kammer aus- zulöscn und die Neuwahlen auszuschreiben.

Die albanische Mission unter Akif Pascha, dec angeblich krank war, ist in Pristina eingetroffen. Sie wurde auf allen Stationen begeistert begrüßt. Das Lager der Arnauten erstreckt sich bis drei Kilometer vor Pristinu. In der Stadt, wo die Mission mit Hochrufen auf den Sultan empfangen wurde, erschienen der Mutessarif und der Kom­mandant zur Begrüßung.

Tie Pforte hat die Reservisten aus den Dar­danellen und Smyrna enttassen, weil England eine Versicherung abgegeben hat, daß Italien sich in Zukunft jedes Angrtffs auf die türkische Küste ent­halten werde.

Der deutscheBotschafter Freiherr v. W a n g e n- heim ist in Konstantinopel eingelroffen und über­nahm die Geschäfte der Botschaft,

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gegr. M-

Die Bestrebungen des Deutscden Monistenbundes seien im wesentlichen darauf gerichtet, die t«estebeiideii Monfrif?ortnt, ms- befonbcrc die öifenilicb anerkannten ReligionSgemeinftyaften zu bekämpfen. Ter S 12 des Reicksrbfä-aflssteuergefetus beaunngc jedack) gerade die öffentlich anerkannten Rcligivno iefcMclicnten und deren Zwecke Taraus ergebe sich mir zwingender Notwendig' keil, daß es nid»t in der Absicht der gleickxn t^fetzesbeNimnmna gelegen sein iönne, diese Begünstigung auch solchen Benrebungen zuzinvenden, weldie die erwähnten Rekigionsgescllfchaften und deren Zwecke bekänipfen, und daß eS daher auch nickn angängig sei, solche Bestrebungen als gemeinnützig im Sinne des 8 12 be5 fflcttW erbschaftssteuergefetze- anzuerkennen.Hiernach hat," io schließt der Erlaß,die Regierungsfinanzkammer das weitere zu ver- anlaffcn und die bisher zu wenig erhobenen Erbschaftssteuern nach fordern zu lassen". _ . .

Wir sind feine Verfechter deS Monismus, aber dtese Begründung des bayerischen Finanzministers ist doch höchst merkwürdig. Wie man mit Worten ein System bereiten kann, das wird hier wieder einmal trefflich bewiesen Man lönnte vielleicht darüber streiten, ob Monisten- und Kepler- Bund die erwähnten Begünftiglmgen beanspruchen können, sicher ist aber dieses Hineintrageit anderer als rechtlicher Gesichtspunkte gänzlich unzulässig. ______

lassen, in denen Primärwahlen über die Ausstellung der Elektorenkandidaten entscheiden. Und Teddv versteht sich nicht minder auf die Jagd nach Stimmen, wie auf die nach wilden Tieren. Man hat als Abzeichen der neuen Partei das Bandana-Taschettluch, das beiaunte bunte Sack- tüchlein des einfachen ManneS, gewählt. Möglich, daß tic neue Partei, die zu ihrem Konvent die Fortschritt lichen aller Parteien ladet, die Smnpathien bc* einfachen Mannes gewinnt. Aber die einfachen Leute machen in Amerika keinen Präsidenten, vor allem teilte Präsidenten­wahl, bei der ungeheure (Mbiununcn anfgewandi werden müssen Und aus welchen Quellen sollen sie Roosevelt fließen? Eines wird er aber wahrscheinlich erreichen, daß dieGrand old partn", die so oft aus der Zerrissenheit ihrer demokratischen Gegnerin Nutzen gezogen hat, nun vom gleichen Schicksal heimgesucht wird. .

Gleichzeitig ist eines sehr wahrsch inlich geworden, daß zum ersten Male feit 1824 die Wahl des Präsidenten durck) das Repräsentanten l>aus geschehen muß. Wie wir schon früher eingehend darlegten, stimmt das amerikanische Volk nicht direkt für seine Präsidentschaftskandidaten, diese wer­den vielmehr durch Wahlmänner (eleetors") auSgewählt, die durch Urwähler zu bestimmen sind. Diese Wahl- männer, deren eS für die nächste Wahl 532 geben wird, sind der Verfassung zufolge an keinerlei Weisungen ge­bunden, sie können ihre Stimmen irgend einem Kanoidaten geben, selbst solchen, die nicht nominiert wurden Der Theorie nach sind sie vollständig frei, in Wirtlichkeit aber werden sie auf die von ihrer Partei ausgestellten Kandi­daten verpflichtet. Die Wahlmänner kommen in jedem Staat gesondert zusammen, um ihre Stimmen für die von ihren Urwählern gewählten Präsidentschaftskandidaten ab- zugeben. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird nach Washington gesandt, wo in einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des Kongresses die Feststellung der Stim­men stattfindet. Nur wenn eine absolute Mehrheit aller abgegebenen Stimmen für einen Kandidaten abgegeben worden ist, hat die Wahl einen Präsidenten ergeben. Sonst wählt das Repräsentantenhaus dabei hat jeder Staat nur eine einzige Stimme den Präsidenten, aber nur ans den drei Kandidaten, die die höchste Zahl der Stimmen von der Gesamtheit der Wahlmänner, also vom sog. Elek- toral-Kollege, erhielten. Zu diesen drei Kandidaten rechnet man Roosevelt, ailf den man 150 Wahlmännerstimmen er- hosst. ________________________________________

ohttranc 9. !

politische Lagesschau.

Ter bayerische Fillauzmimster und der Monismus.

Der "bayerische Finanzminißer v. Breunig ist gegen den Monismus zu Felde gezogen. Die Regieruirgsfinanz- fammer von Oberbayern hatte nämlich unlängst entschie­den, daß der Deutsche Mornstenbund ebenso wie der Kepler- Bund, dem die preußische Regierung schon das Steuer- Privileg zuerlannt hat, zu denjenigen gemeinnützigen Ver­einen zahle, die für Vermächtnisse uns Schenkungen Steuer­ermäßigung nach dem Erbschaftssteuergejetz vom 3. Juni 1906 beanspruchen können. DasMonistische Jahrhundert hatte mit ebenso großer Freude wie die uUramontanc Augsburger Posizcitung" mit Enttäuschung und Betrübnis von dieser Entscheidung Kenntnis genommen. Nun ist aber das tleritale Blatt heute, wie wir derFrls. Ztg." ent­nehmen, in der gliicklichen Lage, mitteilen zu können, daß derTriumpl-gesang der 9Jtoni|ten" verfrüht war, denn bereits am 20. Juni d. I. hat Finanzminister v. Breunig an die Kreisregierung von Oberbayern und an sämtliche übrigen Regierungsfinanzlammern einen Erlaß gerichtet, wonack) die Entscheidung der voerbayerischen Regierungs- fiiianzlammer n i ch t a u f r e ch t e r h a l t e n werden könne.

In der Begründung dieses Erlasses heißt es:___________

DiePartei des männlichen Lichr".

Amerika, du hast es besser als unser Kontinent, der alte, hast keine verfallenen Schlösser und keine Basalte" so feierte einst Goethe den neuen Erdteil. Ob sein Lob für Amerika, das in lebendiger Zeit durch fein unnützes Erinnern, durch keine Romancik gestört wird, heute ebenso erklänge? Das Land, dessen Unabhängigkeit Benjamin Franklin und Georg Washington erkämpften, hat ganz er­staunliche Fortschritte gemacht. Wohl nirgends kann die Industrialisierung, kann die Entwickelung der Technik iveitcr getrieben fein. Häuser von schwindelnder Höhe nwrbcn in New Äorks Straßen, in denen jeder Quadratmeter Raum fast Goldeswert erreicht hat, errichtet, die gewaltigen Miss er­fülle des fJHaflara find eingespannt in den Dienst der Indu ftrie. Und während die Kinder Uncle Sams unter dem Glanze des Sternenbanners daran gingen, die reichen Na- lursckfätze des weiten Landes auszubeuten, da haben sich die Dinge doch ganz anders entwickelt, als das Dichterauge des großen Olympiers in Weimar es vorausschaute.

Hat esdas Land der unbegrenzten Möglichkeiten" wirklich so viel besser, als »vir? Wir wollen gar nidjt an den Kampf der Polizei in New ?)orf gegen Gcscü und Recht erinnern, an diese Polizei, die sich von Spielhüllenbesitzern und Gastwirten jährlich Millionen an Bcstcchungsgcldcrn zahlen läßt. Aber diese Hermandad, die einen unbequemen »rronzeugen auf der belebtesten Straße der 5-Millionen Stadt ruhig in Mrahams Schoß spedieren ließ, steht unter dem Schutz einer mächtigen politischen Partei. Gegen die Bosses dieser Partei ist der Staatsanwalt, ttric er selbst zu gestand, ohnmächtig. Wer wird den Kamps gegen die die Nüoral korrumpierende Parteiherrschast ausnelstiwn? Etwa der kühne frühere Anführer der Rauhreiter? Roose­velt hat ja angekündigt, daß er den organisierten Diebstahl, die Vergewaltigung und Ausbeutung der Massen zugunsten der Trust-Magnaten unterdrücken will, er hat es an den jhestigsten Besehdungen und Beschuldigungen gegen feine wichtigen politischen Freunde nicht sehlen lassen. Teddy und Taft haben die politische Arena in einen Kampsplatz verwandelt, auf dem statt der Schwerter die Schimpsworte sausen. Noch kann man nicht entscheiden, wer von beiden als Sieger hervorgeheu wird. Vielleicht, je ziemlich wahr- jcheinlick) werden beide vergeblich um die höchste Würde, die das freie Volk der Vereinigten Staaten von Nord­amerika zu vergeben hat, ringen. Bisher ist nur eines erreicht: die Geschlossenheit derGrund old Party", der republikanischen Partei ist gestört.

Roosevelt, dem angeblich nichts weiter am Herzen liegt, als das Wohl seines Vaterlandes, will mit einem eigenen Wahlzettel vor die Wählerschast treten. Noch ist das genaue Programm für feinenNational Progressive Party" oder wie sie inossiziell, aber packender genannt wird die Bull Moose Party" (diePartei des männlichen Elchs") nicht gefunden. Aber ,'chon tritt fic in bewußten Gegen jatz zu den Interessen der HochschutzzöKuer, ö;e von ihren enormen Gewinnen einen erklecklichen Teil zum Schmieren der Wahlmaschine Tafts abgeben. Roosevelt hat seine neue Partei als eine selbständige politische Organisation ge­kennzeichnet, deren Zweck in der Forderung und Sicherung sozialer unb industrieller Gerechtigkeit, sowie politischer Freiheit besteht. Es fragt sich nur, was man alles in diesen weiten Rahmen hlneinpacken wird. Erst am 5. Au­gust tritt der Konvent zusammen, um das genaue Pro­gramm der neuen Partei auszuarbeiten. An werbeiiden Vorarbeiten für fic hat man es nicht sehlen lassen. Und Roosevelt, einst der vollstumlichjte Mann der transatlan- tisck-en Republik, schickt sich bereits an, neue Anhänger zu werden. Seine Ueberredungstunste will er zuerst in Kansas, Iowa, Michigan, bann in allen anderen Staaten spieleii

demnach westlich bis zum Jugmanteltaftell erstreckt unb als Arbeitsgebiet ben Lbertaunuskreis, einen Teil bes Untertaunuskreises und den K-rcis Usingen umsaßt. Zu­nächst kommt für die Arbeiten das alte Kulturland in der Umgebung von Homburg, Gonzenheim, Friedrichsdorf, Seulberg, Oberstedten und Lberurjel in Angriff. Mit der Tätigkeit draußen hat natürlich die Einrichtung des Mu­seums gleichen Schritt zu halten.

Das ist in großen Zugen das bevorstehende Arbeits­programm, das die Saalburgforschung unter Jacobis be­währter Hand sich gestellt hat, auf lange Zeit eine große und lohnende Aufgabe und gleich wichtig für die Früh­geschichte des Nausiauerlandes wie für die weitere römrsch- gcrmanifche Forschung.

Heuere Ausgaben der Saalburgsorschung.

Aus Homburg v. d. H. wird uns geschrieben: Wenn Auch feit 10 Jahren mit größter Planmäßigkeit an der Durchforschung der Saalburg und Ihrer Umgebung ge­arbeitet worden ist und Fragen gelöst wurden, die man vor wenigen Jahren noch für unentwirrbar hielt, )o harren der Forscher doch noch zahlreiche Arbeiten von hervor­ragender Bedeutung, über bie sich Baurat Jacobi (Hom­burg) im letztenSaalburgjahrbuche" in fesselnder ujeifc ausläßt. Im Mittelpunkte der gegenwärtigen Grabungen steht bie Untersuchung von zwei kleinen Schanzen vor dem östlichen Tore, durch die der Limessorschung gcuiz neue Perspektiven gegeben werden. Diese Ausgrabungen sührten zu einer Reche wichtiger Entdeckungen. Tie schan­zen sind die frühesten Befestigungen des Saalburgpajses,- ihre schwierige Freilegung war von hoher wiifenichaftlicher Bedeuluna, da sie in enger Beziehung zur vorbeiziclienden Römerstraße Saalburg-5?cdder.iheim stehen. Dem Gebrete westlich vom Kastell ist jetzt erneute Aufmerkfarnkert ge­schenkt worden; vor allem soll Die Umgebung Der V i11a wegen Der übcmnanDcrliegenDcn BauperioDcii noch einmal von GruuD aus umgegraben lucrücn, roobei auch Der wenig zwecklose P l i n i u s g a r t e n weiter verkleinert luerDen muß. Auch in Bezug aus den Umsang Der b u r g e r 11 d) e n Niederlassungen muß hier ein bis jetzt völlig un­bekanntes Gelände frcigclegt werden.

In der weiteren Umgebung der Sani bürg sind ferner die Vorgänger oder Nachfolger der bislang bc- kannten römischen Anlagen zu suchen, wobei auf Die vor- r ö m i) d) c n Anlagen besonderer Wert zu legen ist. Tie zahlreichen Funde aus Der «stein-, Bronze- uuD -a Tömzeii, Die Entdeckung zyklopischer Mauern und anderer nicht römischer Baureste soreer.i schon lange zu lliiterfucm uiigen heraus. Wich.ig sind seiner Ausgrabungen ver- udü;iiger Steilen vor dem Psahlgraven an dem Slhäfervorii, Dem D r c i m u h l b o r n unD Dem -t r u*

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Montag, 29. Juli 1912

162. Fayrgang

Erster Blatt

Nr. 176

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