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27.2.1912 Zweites Blatt
 
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Zweiter Blatt

162. Jahrgang

fxKbdni ttßllch mtt Ausnahme de- Sonntag-.

KnlfiMMl Hungertyphus und Wohlleben für das letztere entscheiden, uuiuogvui »nb er fügte weiter hinzu:In einer galizischen Gemeinde

it man die Leute, die das traurige Handwerk treiben,

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nd Segrfa ; Prang.

Direkt, und

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Tägl. abends 81, tr

Die neue Station Zungsraujoch.

Hier^

KowödieK^

weit|eiKt LamlliendlSNer' werden dem viermal wöchentlich beiqelegt, da­für den Urei» Liehen" zweimal Die .^imdwtrtichaltltchen Lett- fra-riP' erscheinen monatlich zweimal.

bs. Darmstadt, 26. Febr. Der Zweiten Kammer ist die Antwort der Regierung auf die Anfrage der Abgeord­neten Dr. Osann und Genossen betreffend tierärztliche Untersuchungskosten der Maul- und Klauenseuche gedruckt zugegangen, die am 22. Februar durch den Minister des Innern der Kammer schon mitgeteilt wurde.

N unser uder und *

fheater-Variete.Ö» Dir.: K. Oha

Zur Erklärung der traurigen Erscheinung hatte der ; Referent ausgeführt: Die inbezug auf den Mädchenhan­del geschilderten traurigen Zustände, soweit sie unsere Glaubensgenossen im Osten betreffen, sind nur eine Teil- ! erscheinung, hervorgegangen aus der Jahrhunderte mi- tzaucrnden Bedrückung. Tie Erwerbstätigkeit der gali- Mchen Juden ist völlig unterbunden, so daß an 5000 Juden Mrlich am Hungertyphus sterben. Da ist es nicht zu Mrwundern, daß manche unter ihnen, namentlich solche, leite aus der Hefe hervorgehen, sich bei der Wahl zwischen

und des Treiockhorns zu überblicken. Den Abschluß dieser ge­waltigen Gcbirgsschau bildet das Panorama der Binnentaler Firnen vom Monte Leone bis gegen den Sankt Gotthard hin. Die großartige Station Jungfraujoch wird voraussichtlich bis Ende des kommenden Juni dem Verkehr übergeben werden können und dem Berner Oberland, wie überhaupt'der garrzen Schweiz eine Sehenswürdigkeit allerersten Ranges sichern.

Dienstag, 27. §ebruar W2

Rotanontöruci und Verlag bn Br a blichen Universität- - Buch- und Stemdruckerei.

R. Lange, Ließen.

lausigen Sängerwettstreiten in Ersck-einung tritt, beseitigt wür­de. Viel eher noch schien mir der Beachtung wert ein Vor schlag, den der Vertreter etnes hiesigen «mgesehcnrn Vereins machte, und der dahin ging, daß der Sänger wie der Turner nicht um Geld und Geldeswerl, sondern um Eichenkranz und Ehrentafel ringen solle. Aber, fragen wir uns, müssen denn Sängerwcttstteite sein? Gibt es denn keine anderen Mittel, den Gesang zu heben und aus seiner Höbe zu halten, als den Kampf? Ist es mit der Begeisterung für die Schönheit des beutfdjcn Liedes, mit der Lust und Liebe zum Gesang wirklich so schlecht bestellt, daß sie eine Anleihe bei irregeleitetem Ehrgeiz oder gar bei Spekulations und Gewinnsucht machen müssen? Ich habe eine höhere Meinung von deutscher Art, deutsätem Gemüt und deutschem Idealismus. Und in der Tat haben sich schon zahl reiche Vereine von den landläufigen Gesangsivettslreüen abge wandt - nicht aus Faulheit und Lässigkeit, wie ihnen in einer Sängerzeitung von einer Seite vorgeworsen wurde, die vermutlich bei Sängerwettstreiten sehr interessiert ist, sondern gerade aus wahrer Liebe zum Gesang und zu deutschem Wesen: gewisser­maßen, um den Gesang vom geschäftlichen wieder mehr aus ethiscl)en Boden zu retten.

Es soll nicht geleugnet werden, daß die Technik, das äußere Drum und Tran des Männergesanges durch die Wettstreite er sreuliche Fortschritte gemacht hat. Aber von diesen Fortschritten gilt nach meiner Ansicht ein lateinisches Wort, das ich seiner­zeit in der Schule gelernt habe, und das, wenn ich mich recht erinnere, lautet: Oui prosicit in literis et befielt, in mvribus, plus deficit quam proficit: ein Wort, das man für den vor­liegenden Fall etwa folgendermaßen übersetzen könnte: Wer in der Technik sortschreitct und in den Sitten zurückgcht, macht mehr Rückschrüel als Fortschritte. Vor etwas über hurrdert Jahren, in den Zeiten der Ideale, der Sehnsnclst nach deutschem Wesen und deutscl>cn Reiches Herrlichkeit, hat Goethes Freund Zelter die erste deutscheLiedertafel" gegründet. Ihr Zweck sollte doch nwhl sein, durch den Männergesang deutsches Wesen zu fördern, das Gemüt zu veredeln und für alles Schöne und Gute empfänglicher zu machen, und um die Herzen der Teilnehmer ein festes Band der Freundschaft zu schlingen. Und was für Früchte hat in den Sängerwettstreiten bie und da die 3aai gezeitigt, die Zelter und seine Freunde damals in reinstem und edelstem Jdealis- mu-3 und in warmherzigster Liebe zum deutschen Liebe gesäet haben?! Ich glaube, jene Männer würden sich im Grabe um- drehcn, wenn sie wüßten, was für dunkle Wege heute manche Liedertafel" gebt, um womöglich in klingender Münze einen Preis heimzutragcn, den irgend ein Weinhändler oder Wurst- sabrilant oder ein andererhochsinnigcr Gönner und Freund des deutsck)en Männergesanges in idealer Begeisterung" gestiftet hat. Und wie mancher vom Wettl'tteit siegreich heimkehrcnde Verein müßte in bitterer Selbsterkenntnis von sich sagen:Vergiftet sind meine Lieder!" Vergiftet durch falschen Ehrgeiz, durch un- kameradsclxrftliches Verhalten gegen die Brudervereine, durch Ge­winnsucht, ja durch Unredlichkeit und ähnliche verwerfliche Tinge! Und wie oft schon ist durch solche Wettstteite Haß und Zwietracht gesät worden zwischen Personen und Vereine, die bis dahin in bestem Einvernehmen gelebt hatten. Ist für solche Tinge das schöne deutsche Lied da? Ich meine, dasür müßte es uns doch zu hoch ünd zu heilig sein. Sckwn in der Schule haben wir gelernt, daß der Sage nach vor Jahrtausenden ein gottbegnadeter Sänger durch den Wohllaut seines Gesangs die wildesten Bestien zähntte und zu seinen Füßen zwang. Und rote lauten die Worte, mit denen unser Ehamisso so schön auf die besänftigende Macht

Zum Thronwechsel in Luxemburg.

Luxemburg, 26. Febr. Das Amtsb-latt proklamiert die Thronbesteigung der Erbgrotzherzogin Maria Adelheid und bringt einen Nachruf für den verstorbenen Großherzog, in welchem dessen Herrschertugenden gerühmt werden.

Die Ueberführung der Leiche des Großherzogs von Schloß Berg nach Luxemburg erfolgt wahrscheinlich am Donnerstag. Die Leiche wird während des Tages im Bil- lardzimmer des Palastes aufgebahrt und das Publikum wird zur Besichtigung zugelassen. Danach wird die Leiche in den protestantischen Tempel gebracht und später erfolgt die Beisetzung in der Familiengruft zu Weilburg an der Lahn.

Redaktion, Expeditton und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:«^ 112. rel.-AdruAnteigerL>eüen,

kf. Graf Ferdinand Harrach, der weit bekannte Ber liner Maler, begeht am 2 7. Februar seinen 80. Geburts t a g. Gras Harrach hat sich spät der .Kunst zugewaudt, erst, nachbem er zuvor im Studium der Philosophie und der Rechts­wissenschaft, bann auch in der Landwirtfdxift sich versucht hatte Als er sich endlich für die Malerei cnildneb, besuchte er die damals in frischem Flor stehende Zfunstsckule zu Weimar und er sand dort gediegene Lehrer in dem älteren Grafen Kalckreuth, ferner in A. von Ramberg und in dem bekannten Belgier Pauwcls. Er begann mit Gemälden wie Kaiser Mar auf der Martinswand und dem llebersalle Luthers auf feiner Rückkehr von Worms, wurde aber in weiten Kreisen erst durch die Gemälde bekannt, die seiner Teilnahme am ftanzösiscken Feldzuge cniftnangen. Besonders der Turko, der in den Weinbergen von Wörth dem wunden Preußen, der ihm einen Labetrunk anbietet, den Todesstoß ju versetzen versucht, hat viele Bewunderung gesunden. Nach 18<0 bat Harrach viele religiöse Bilder gemalt. Seine Verleugnung Petri im Breslauer Museum ist ein Stück von starker Wirkung, wobei der durch ein offenes brennendes Feuer erreichte Beleuck- tungsesfekt dem Bilde einen wirksamen koloristischen Mittelpunkt gibt. Eine gewisse Härte des Kolorits bildet ost die schwadx- Seite seiner Arbeiten. Mit reicher Phantasie ausgestattet, hat er zuweilen Werke geschossen, die durch ihren Gegenstand leb­hafteste Aufmerksamkeit erregten, und die seiner Phantasie ent­sprungene, an einen anlifcn Dämon erinnernde Beriuchergestalt auf dem Bilde der Versuchung Christi von 1881 hat ihrer Zeit zu vielen Erörterungen im Publikum und in der Presse Anlaß gegeben.

MendelssohnsElias" als Oper. Mendels­sohns größtes Cratonenmerf, seinElias", ist in Liverpool von einer Lperngesellscbaft einem interessanten Versuch unterworfen worden. Tas Oratorium wurde in der Form einer Oper auf-

Gastspiel

Orig.

Prang:

Kölner BQhx

(Einiges über Sängermc tftreite.

Gießen, 26. Februar.

Kürzlich brachte derGieß. An;." eine Notiz über eine Sängerversammlung, die hier stattsand und sich mit der Reform ber Saiigerroettstreite befdiäitigtc Ter Umstand, daß bei den Verhandlungen auch der Mitteldeutsche Längerverband und feine Tätigkeit gestreift wurden, gibt mir Veranlassung, Sie um Am

geführt und fand so den größten Bejsall. Die dramatische Anlage des ganzen machte die Umformung für die Bühne leicht, und sie wurde von Harrison Frewin in pietätvoller Weise vorgenommen. Tie einzige bedeutendere Hinzufügung zu dem Text war bei der Erhebung des Volkes, das durch Jesebel ausgestachelt wird, gegen den Propheten. An die Episode schließt sich dann die dramatisch wuchtige Baalszene mit der Flucht des verzweifelten Propheten in die Wüste. Um der Aufführung den feierlichen Lratoriencharakter zu wahren, war jeder Beifall verbeten worden.

Das Ende desM ade in German y". Mit sorgen­voller Aufmerksamkeit beobachtet man in England den Erobe­rungszug des deutschen ?lüßeichandels, der in Großbritannien und seinen Kolonien wachsende Erfolge erringt. Nun bat im englischen Unterhause E. A. Goul ding ein neues Gesetz ein­gebracht, das hauptsächlich dazu bestimmt ist, der weiteren Aus­breitung des deutschen Handels in den Ländern englischer Flagge einen Riegel vorzuschieben. Man hat voll Bitternis erkannt, daß die deutsche Industrie und der deutsche Handel in kürzester Zeit aus dem jenseits des Kanals gefertigten vermeintlichen Hemm­schuhM ade in Germany" Siebenmeilenstiefel des Fort­schrittes zu machen verstanden, und nun will man das gefähr­licheMade in Germany" wieder beseitigen. Ter neue (hesetz­en twuri sieht vor, daß alle in England hergestellten Erzeugnifte als britische Waren bezeichnet werden: die Produfte des Aus­landes aber sollen nicht mehr die Bezeichnung ihres Ursprungs­landes tragen, solchem schlicht die Aufschrift:not british". Man will damit die propagandistische Wirkung für Industrieleistungen des Auslandes beseitigen und vor allem das für Deutschland so rasch ehrenvoll gewordeneMade in Germany" aus der Welt scharfen. Waren, die dieser Vorschrift nicht entsprechen, würden künftig von der Einfuhr in England und in Englands Kolonien ausgeschlossen, während britischen Produften im Falle der Ver­sendung in bie Kolonien ein Konsularattest beigegeben werden soll, worin ausdrücklich bestätigt wird, daß die Artikel Er^ug- nisse der englischen Industrie sind. Ter Vorschlag und der Gesehentwuri haben berefts die rreubige Zustimmung einer ganzen Reihe von englischen Handelskammern gefunden und man glaubt, mit diesem Mittel die Handelsbeziehungen Englands zu feinen Kolonien enger zu gestalten und zugleich lästigen Nebenbuhlern Schwierigkeiten zu bereiten.

ere u,' ^'ebenen. '^BippeL

öiabre im & , J tomoegon^ buten Unterbliebe Februar 191»

in ferne Synagoge hineingelassen."

Aus diesen Angaben geht doch wohl zur (&müge hervor, M man in jüdischen Kreisen von demselben Abscheu gegen iie Mädchenhändler erfüllt ist wie Herr Dr. Werner, daß Die Mutschen Rabbiner seit Jahren an dieser Schmach der Mirfchheit nicht stillschweigend vorübergehen, nichts oer* «Wiegen, nichts beschönigt, sondern das interkonfessionelle -nd internationale Laster mit allen zu Gebote stellenden Mitteln bekämpft wird. Mit seinen Bemerkungen über it Notwendigkeit einer religiös- sittlichen Erziehung als Vi besten Mittels gegen das Laster befindet sich Herr $t Werner im Bunde mit den Rabbinern und den großen ibifd>eit Vereinigungen, die in enger Verbindung mit den äernationalen Vereinen zur Bekämpfung des Mädchen- llndels stehen. Die Vorbedingung für die sittliche Hebung : aber eine Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse tr Juden Osteuropas. Möchten den unglücklichen Juden Iußlands, Galiziens und Ruinäniens warnt fühlende, von abrbnfter Religiosität erfüllte Helfer erstehen; sie werden derzeit, welcher Konfession sie angehören, von der Jüden- nt aller Länder als wertvolle Mitarbeiter an dem Ret- mgswerk mit Freuden und Dank begrüßt werden.

Provinzialrabbiner Dr. Sander.

Dir.: IW"

Sie*

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhejjen

Tätigkeit gestreift wurden, gibt mir Veranlassung, Sie um Aus­nahme der nadüolgenbcn Zeilen zu bitten.

Ich habe eine Zeitlang den Verhandlungen brigciwbnt und dabei den Eindruck gewonnen, als ob die aus höchstens dreißig Kopsen bestehende Versammlung selbst seinen rechten Glauben an ihre Sendung gehabt habe. Wohl wurden von den ber - sttnedensten Seiten die Unjuträglidjfeiten beleuchtet, die die meisten Sängerwettstreite im Gefolge haben; eck klang wohl auch der gute Wille durch diese Unzuträglichkeiten beseitigen zu Helsen; aber es geschah das alles nach meiner Empsinbung unter einem gewissen Gefühle der Ohnmacht, und das W i c blieb wenigstens während meiner Anwesenheit offen. Von einer Seite wurde allerdings der Vorschlag gemacht, die Geldpreise durch Kunst gegenstände zu ersetzen: aber das Ineß m. E. die Sacheaus dem Läppchen ins Tüchelchen gewickelt", denn man wird doch wohl nicht im Ernste glauben, daß durch diesen Tausch alle UnrcblidiFeit, aller Streit, unb was sonst noch bei den lanb-

Arbeiterbewcgung.

Der nahebevorstehende Kohlenarbeiterausstand in Englanb

hat den Emst ber Lage in Amerika verschärft. In nächster Zeit sollen in Neuyork Besprechungen stattfinden zwischen den Anthrazftgrubenbesitzern und den Verttetern der 175000 Mit­glieder des Verbandes der vereinigten Grubenarbeiter. Tie Grubenarbeiter vorlangen den Achtstundenarbeitstag, eine 20prozentige Lohnerhöhung und andere fleinere Ver­günstigungen nach dem Ablauf des bis zum 1. April geltenden jetzigen Abkommens. Tie Grickeiibesitzer finb nicht yum Nachgeben geneigt und erklären, sie hätten keine Besorgnis vor dem 'Aus­stand, da der Grubeuarbeftervcrband in finanzieller Hinsicht sowie auch numerisch zu schwach sei unb bereits bedeutende Mengen von Kohlen vorhanden seien.

5um Mädchenhandel.

Mr erhalten folgende Zuschrift:

der in Nr. 47 des Gießener Anzeigers Ver­des Herrn Reichstagsabgeordne- Dr. Werner erlaube ich mir zur Klarstellung fol- Bemerkungen:

Aus der Rabbinerversammlung im Jahre 1902 hat in Diskussion ein feit vielen Jahren im Kampfe gegen Mädcksenhandel stehender Rabbiner in einer 2lnwand- von Verzweiflung an den Erfolg aller Bemühungen, dem stenographifck>en Bericht die allgemein befrem- Aeußerung getan:Daß man den Agenten (nicht Mädchenhändlern) nicht beikommen kann, ist nur da- möglich, weil diese nichtswürdigen Menschen dort an der Grenze) große Summen bekommen für und für ihr Schweigen. Dieses Treiben werden, wenn wir ihnen noch größere geben, um sie zu veranlassen, davon abzustel)en." entgegnete der Vorsitzende jener Versammlung: wir Mittel sammeln, so »vollen wir die Opfer be- und die Mädchen unterstützen, dagegen halte ich Appell an die Käuflichkeit dieser verkommenen Men- für unstatthaft, für ausgeschlossen und undiskutabel anderer Redner führte weiter aus: Weisen Sie das , aber geradezu verhängnisvolle Mittel, das Kollege vorgeschlagen hat, energisch zurück. Wir nicht Lumpen unschädlich machen, daß wir ihnen Geld geben als sie bei ihrem schmutzigen Handwerk

is- Intern. Hy?in. g Dresden 1911 \ ipril bis

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1 SouvHi Heilerfolge: armkrankheilen, Fg Gallensteine, Zode Mischer Verstopf

l Die bereits berichtet, ist Miwvoch früh der Durchschlag des ^kitnele* Jungfraujoch glatt erfolgt. Damit ist die wichtigste jKtife ber Jungstaubahu glücklich beendet.

| Der von Station Eismeer gegen bie Jungfrauvvramide vor- W-iebene Tunnel durchbrach in einem kurzen Seitenstollen 34o0 trr ft. M die Südwand eines vom Mönch audlauienben K&arate$ Jungfrau joch gcitaiuü, weil er jodjartig Jung trau

Mönch ttrbinbet. Der Stollen selbst bat mehr orientieren. Charakter, indem ber eigentliche Tunnel noch etwa 50 -Meter «ter vorgetrieben unb bann in eine stationsanlage ausgebaut Md. Tie ber Aussicht dienenden Bauten, rocW den Laien le ineisten interessieren, werden bei ber neuen ^tahon Jung- Msljoch ein für diese Bahn ganz neues Gepräge tragen,

nämlich nicht in jenen zvftopenarttgen Aushohlungat des «tginnern bestehen, wie man sie von den .^^ttonen Rotltoa, f^nvanb und Eismeer her kennt, |andern in der jrnen ^.ntc Kjen. Ein vom eigentlichen Joch uolierter, .neuger (ycl^riob ) die Aussichtsterrasse tragen, -ras unpoiantc ^tbauWis, ftl Steinauaöern errichtet, wird mehr gegen den prächtigen llderlmt ber Mat hüben spitze zu stehen kommen unb lernt großen Lstlglasfenster sowohl gegen den Süden, als auch.gegen Norben faten. Besonders darin besteht eben neben der Hohe der Unttr- i't'D zwisckien Jungfraujocki und den übrigen Stationen ber ht^fraubabu: das Große, Gewaltige unb ^'.nreißende, wa^. vie rrnanb unb Eismeer nur in Misichnttten bteten, wirft auj

-fraujoch im mcitfaffenben Gesamtbilde. ...

'Gegen Norden hat man nickt mehr nur die Reliefminiaturen ki Wengernalv und Grindelivald. Es tritt hinzu ber gewalttge filSausbau des Jungftaumassivs mit der wild verzadten ^ung- ? riu-imramibe selbst, in deren Falten in der 4.icje t>ic Olettcher- ; kimattc liegen. Dazu kommt ferner die grüne de^mchft i 1 k «gernalp, die Ebene von Interlaken mit der bentüd) üdjtoaren i J tzopolc, der Thunersee mit seinen Orten, die Murrenb^g , I Üi.sim- und Stockhornkette samt den Simmentaler^llten und b j SctKtal bis Bern unb an den Jura. Gegen ^uben liegt das Si-ecitigüc Gletschermeer ber Sdnveiz: I ungrrciintn=.llenc> l j tlitfidjer. Das Auge vermag basselbe bis Eggishorn uno - L i itignfee in all seinen seltsamen Einzwängungen du.rck on j,'unartig verschließenden Fels rippen der Wallijer ^rescyeryo

im Ausschuß zunächst die ganze Materie noch einmal durck gesprochen Ter Ausschuß stellt sich bezüglich des erst genannten Gesetzentwurfs im allgemeinen auf den Boden der Regierungsvorschläge. Eine abweichende Stellung nahm er besonders zum Art. 11 der Vorlage ein, in welchem er im Gegensatz zum Regierungsentwurs anstatt einer Bercck minß der Ausschläge nach der Stückzahl der Tiere eine Be­rechnung nach dem Werte wünscht: auch bie regierungsseitig gemachten Vorschläge über die Kosten 'dieser Ermittelungen erscheinen dem Ausschuß zu hoch, da bei den örtlichen Verhältnissen für die Taxatoren eine Tagesvergütung, wie solche den Fcldgeschworenen zuteil wird, als genügend er achtet wird. Die Viehhändler werden vom Aussäjuß nur dann als zum Kreise der Versicherten geljörig erachtet, wenn sie auch Viehbesitzer sind, d. h. dauernd Vieh rm Stalle unterhalten. Der Ausschußberichterstatter, Abg. Wolf- Stadecken, wurde beauftragt, in kürzester Zeit den schrift­lichen Bericht zu erstatten, damit das Gesetz noch vor dem 1. April d. I. von den Landständen verabschiedet werden kann. Bezüglich der Vorlage über die Maul- und Klauenseuche geht der ^lusschuß ebenfalls int wesent­lichen mit der Regierung einig. Er glaubt^ aber für bie Grundlage zum ?lusschlag der Beiträge gleichfalls den Wert der Tiere sesthalten zu sollen, anstatt der Berechnung nach der Kopfzahl. Nachdem die Regierung erklärt hat, daß Tiere, die mit Maul- und Klauenseuche behaftet, auch immer als an dieser ^krankheit erlegen erachtet werden und daß auch Tiere, welche infolge von Maul- und Klauenseuche ausschuhen", ebenfalls vergütet werden, hat der Ausschuß davon abgesehen, den weitergeheiiden diesbezüglicheti An­trag der Landwirtschastskammern sestzuljalten. Weiter hat sich der Ausschuß mit der Festsetzung des Höckisttvertes für Rindvieh auf 000 Mark einverstanden erklärt. Aba. Lutz als Ausschußberichterstatter wurde beauftragt, auch den Be­richt hierüber mit inöglichster Beschleunigung feriigzustellen. Die weitergehenden Anträge zu dieser Frage sollen mit Rück­sicht auf die starke Inanspruchnahme der Kammer bis nach der Budgetberatung zurückgestellt werden.

Der Lust- Kutschci Burl-SlbwalltZL bearb. von v. ria

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Peubeit-lx

Aus Hessen.

AuS btm Gesehgebuugsausschnß.

rb. Darmstadt, 26. Febr. Der Gesetzgebungs- rsschuß hielt heute vormittag unter Vorsitz des Abg. Brentano eine weitere Beratung über die beiden Gesetz- diDÜrfe, betr. die Ausführung des Reichsviehseuchen- ksetzes und über die Eutj chädiguna für an Maul- nb Klauenseuche gefallenes Rindvieh ab. Es wurde

Vorvcrkauk m-"- tbenbefannten^-

Ab Mitw^ unb folgende V- ügtrfonniiir MilitärausstE Sthwanf, 3 '

P. PM»

S°-The°ttr-^ laglichvon^^ fionsttt der * Damenkapellcx 6 Samen- -

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