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Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten-
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Durchschnitt jährlich 1 Mill. Mk
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Insgesamt
Davon zollpflichtig
Es wurden also im
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1911
7 941 896 dz
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i Zoll erhoben, während der Wert der Gesamteinfuhr in Kartoffeln im Jahre 1910 rund 20 Mill. Mk. und l Jahre 1911 rund 50 Mill. Mk. betragen hat. Dieser jnjuhr steht aber eine Ausfuhr von 16 Mill. Mk. Wert i Jahre 1910 und von 19 Mill. Mk. Wert im Jahre 1911 genüber. So sind im letzten Jahre z. B. nach Frank-
Ans Tobruk
wird gemeldet, daß am 25. Februar zwischen 10 Uhr vormittags und 1 Uhr nachmittags zahlreiche arabische und türkische Mteilungen wiederholt ein Fort angegriffen hätten. Die Angriffe wurden, so heißt es in einer Meldung der Agenzia Stesani, durch Artillcrieseuer zurückgewiesen. Die Italiener erlitten keine Verluste.
Vor B e n g h a s i ist das Meer wieder ruhiger geworden. Die Ausschissungen werden hier wieder ausgenommen.
Ein Italiener in Tunis getötet.
Tunis, 26. Febr. Im Verlause eines Streites mit Eingeborenen wurde ein Italiener getö-
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1910
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Deutsche Kolonien.
Die Neubesetzung der Gonverneurposten in Deutsch-Ostafrika, Togo und Samoa dürste, so schreibt man uns aus Berlin, erst in einigen Wollten erfolgen. Vorläufig sind endgültige Dispositionen für die Neubesetzung noch nicht getrosten. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg hat allerdings den Wunsch geäußert, den Gouverneurposten in Togo übernehmen zu wollen. Seine Ernennung ist wahrscheinlich, ist aber bisher noch nicht erfolgt. Für den Posten eines Gouverneurs in Deutscli-Ostasrika kommen zwei Beamte des Reiche- kolonialamts in Frage. Die Neubesetzung des Postens für Samoa ist noch eine offene Frage. »
Wie die „Tägliche Rundschau" von untcrrick^eter Seite erfahren haben will, erwägt man eine Vetteilung der Gouverne- mentspostcn in folgender Weise: der Herzog Adolf.Friedrich von Mecklenburg kommt nach Togo. Der jetzige Gouverneur von Togo Dr. Brückner soll nach Südwcstafrika geschickt werden, wo er aus seiner früheren Tätigkeit in großem Ansehen steht. ,Dr. Seitz, der jetzige Gouverneur von Südwest dürste als Nachfolger des Frhrn. p. Reckrenberg jrntb Ostairika acben. Was mit Samoa arr*)cben soll, steht noch nickst lest. Cs licat der Vorschlaa vor. Samoa dem Gouvernement Neu-Gmnea äu .unterstehen, dock scheinen die maßoebenden Stellen zu einer solchen Neuerung keine Neigung zu haben.
Au8 Dkutsch-Ost-Afrika
wird gemeldet, daß die erste Lokomotive am Montag ist Tabora, dem Hauptplatz im Innern Deutsch-Ostasrikas, cingo fahren ist. Tie von Tar-es-Salam ausgehende Zcntralbahn hat damit eine Länge von 850 Kilometer erreicht.
Der KartoffcljoH.
Es ist nicht zu erwarten, so schreibt die „Deutsche Helksw. Korresp.", daß die vom Bundesrat beschlossene ZuSpeudierung des K'artoffelzolles eine fühlbare Ermäßigung der Kartosfelpreise zur Folge haben wird. Dieser .Zoll im Betrage von 1 Mk. für den Doppelzentner wird gemäß Nr. 23 des deutschen Zolltarifs nur in der Zeit vom 15. Februar bis 31. Juli erhoben und soll also vor- ( zugsweise die Einfuhr ausländischer Frühkartoffeln treffen, ! bic von den wohlhabenden Klassen konsumiert werden und vegen ihres hohen Preises für die Ernährung der breiten Lolksmassen kaum in Frage kommen. Die Einfuhr von tartofseln, soweit sie in der Zeit von 1. August bis 14. Fe- j frruar erfolgt, ist zollfrei. In den letzteren zwei Kalender-
Ausland.
Aus N e u h o r k wird gemeldet: Roosevelt erklärte in Beantwortung einer von den Gouverneuren der Weststaaten an ihn gerichteten Anfrage, ob er Präsidentschaft!) k a ndidab sein wolle: Ich nehme die Nominierung an, falls sie mir an geboten wird. Ich verharre bei diesem Entschluß, bis der Konvent seine Wahl getroffen hat.
jähren hat nun die Einfuhr von frischen Kartoffeln ^Deutschland betragen:
|Äeid) 541 963 dz, nach Holland 551 782 dz, nach der Sckstveiz !y<0303 dz, nach Oesterreich-Ungarn 414 602 dz, nach Belgien 189 dz Kartoffeln aus Deutschland ausgcführt worden.
| 8n der Einfuhr nach Deutsck>land waren u. a. beteiligt iRholland mit 3 874 896 dz, Rußland mit 2185139 dz, Bel- jljicn mit 970 136 dz. Aus Italien und Malta kamen »>389853 dz. Selbstverständlich wird durch die Einfuhr nur ein ganz geringer Bruchteil unseres Bedarfs an Kar- tosseln gedeckt, und von diesem Bruchteil war, wie aus den obigen Zahlen ersichtlich, wiederum nur ein Bruchteil bis- Iler mit Zoll belastet. Der Marttpreis der Kartoffeln kann hirdj diesen Zoll nur wenig gesteigert worden sein, und tr wird ebensowenig durch die Suspendierung des Zolles 1 »mäßigt werden. ___________________
Zur veschiehung von Beirut
Konstantinopel, 25. Febr. Wie verlautet, geht B c s ch l u ß d e s M i n i st e r r a t s dahin, daß die Jtalie- rc aus allen Gegenden ausgewiesen werden, welche der Folge von der italienischen Flotte angegriffen werden, au behauptet, daß im Ministerrat eine Strömung be- nd, welche die allgemeine Ausweisung der Italiener laugte. Aber die Ansicht, daß eine teilweise Ausweisung verfügen sei, drang durch. Einem Gerücht zufolge soll
Pfund
die Negierung beabsichtigen, auch einige der wohlhabenden Klasse angehörige Italiener in Konstantinopel auszuweiseu.
Eine Depesche des Walis von Beirut besagt, es wurde festgestellt, daß während des gestrigen Bombardements fünf Kanonenkugeln die Danque Ottomane getroffen haben, drei eine deut s che Bauf, welche gegenüber liegt, fünf die Kkilagerhaus-Gesellschast, eine Kugel die Bank von Saloniki und das Paße-Bureau. Eine Kirgel traf ferner eine private Bank im Innern der Stadt. Einige uugeln sielen im städtischen Garten bei dem Hospital und der Industrieschule nieder Kugeln trafen auch das Zollamt und beschädigten Waren. Während der gestrigen Erregung wurden bei einem Waffenhändler Waffen geraubt. Die Schuldigen werden gesucht. Die genaue Zahl der Getöteten und Verwundeten ist noch nicht festgestellt. 50 Mann der Besatzung des Kanonenbootes „Ain Jllah" werden vermißt. Ein Geschoß fiel in das Libanon- dorf Tjedide, welches sechs Kilometer vom Hafen entfernt liegt, und explodierte, ohne Schaden anzurichtcn. Es heißt, daß die Italiener auch zwei Torpedo gegen die „Ain Jllah" abgeschossen haben.
Agenzia Stefani meldet: Zuverlässigen Nachrichten aus Beirut zufolge sind bei der Beschießung der türkisckzen Schifse lediglich die Gebäude der Banque Ottomane und der Bank von Saloniki ohne Absicht leicht beschädigt worden. Die Gesamtzahl der Getöteten und Verwundeten beläuft sich auf dreißig türkische Soldaten.
Die türkische Protestnote an die Mächte.
Paris, 26. Febr. Nach einer offiziösen Mitteilung hat der hiesige türkische Botschafter Rif aat Pascha im Namen seiner Regierung dern Ministerpräsidenten und dem Minister des Acußcrn, Poincare, heute die an alle Mächte gerichtete Protestnote gegen das Bombardement von Beirut überreicht, in der" unter Berufung aus Artikel 2 der Haager Konvention erklärt wird, daß die von Italien den türkischen Schiffen gewährte Frist von 20 Minuten nicht als eine billige Frist im Sinne dieses Arttkels angesehen werden könne.
Wieder Ruhe in Beirut.
Hamburg, 26. Febr. Nach den letzten Telegram- men, die der Deutschen Palästinabank hier von ihrer Filiale in Beirut zugegangcn sind, ist die Stadt wieder ruhig. Dank der energischen Maßnahmen der Behörden herrscht eine musterhafte Ordnung. Da die Beiruter Garnison schwach ist, rückte Militär von D a- m a s k u s i n d i e S t a d t e i n. Auf den Straßen patrouillieren starke Truppcnabteilungcn. Europäer sollen nicht verletzt sein.
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gol erklärte die Astronomie so, daß er ein Toppelstern ist. Der Algol selbst ist sehr lichtstark, sein Begleiter dagegen ist dunkel, und da die beiden Sterne umeinander kreisen, schneidet der dunkle Stern bei jedem Umlaus das Licht ab, das zur Erde gelangte. Tieser „dunkle" Begleiter ist nun, wie Professor Stebbins von der JNinois Universität aus genauen Beobachtungen erschlossen haben will, durchaus nicht „dunkel", sondern strahlt ungefähr fünfmal soviel Licht aus, wie die Sonne! Tic Hclligkeitsschwankungen des '211 goU lassen sich hieraus genau so gut erklären, als sei der Begleiter wirNich ganz dunkel, denn cs genügt, wenn die beiden Sterne in ihrer Helligkeit wesentliche Untcrscküede zeigen. Das ist nach Stebbins Messungen durchaus der Fall. Tte dem Algol zugekehrte Seite des „dunklen Sternes" soll 5,9 mal so hell leuckücn wie die Sonne, die dem Mgol abgcwandte, 5,3 mal so hell. Er selbst aber sendet ein Licht aus, das etwa 50 mal so hell ist, wie das der Sonne. Gegenüber dem Algol ist der „dunkle Stern" also wirklich dunkel. Wie hell er ist, sucht Stebbins in einem Vergleiche klar zu machen: stände die Sonne dar, wo das Algolsystem sich befindet, so wäre sic für menschlickx? Augen selbst mit den stärksten Fernrohren nickt aufzusinden, denn sie erschiene dann als Stern der 26. Größenordnung Ter Algol selbst hat nach früheren Beobachtungen eine Größe von 2,2 wahrend sein dunkler Begleiter für fick nach Stebbins betrachtet zwischen den Größen 4,6 und 5,2 einzuordnen wäre.
— König Georg von England als Erfinder. Georg V. von England hat fick, wie die „Nature" mitteilt, eine Erfindung durch Patent schützen lassen, die als „Toppel- ofen mit einfacher Heizung" zu bezeichnen ist. Bei dicfcm patentierten Ofen wird ein einziges. Feuer in zwei Heizungsanlagcn verwendet: allerdings müssen diese beiden Heizungsanlagen Wand anb Wand in zwei benachbarten Räumen liegen und einen gemeinsamen Schornstein haben. Noch der Beschreibung hatte der königliche Erfinder dabei einen Kochherd und einen Ofen zu h ttcn im Sinne. Tas wesentliche an der Erfindung ist, daß durch einen einzigen Hebelgriff der ganze Rost mitsamt dem Feuer darauf ^us einem Ofen in den anderen geschoben werden kann, wodurch Zeit und Brennstoff gespart wird.
— „I h n traf des Himmels Strasgerich t." Aus Mülhausen i. E wird der Straßburger Post folgendes Geschicht- dwn erzählt: „Ein ehrsamer Bürger unserer Stadt, der die in Italien und der Schweiz so vorzüglich bergeftelltm Lalamiwurst zu seinen Lieblingsspeisen zählt, beabsichtigte kürzlich einer dieser wohlschmeckenden Würste von einer nach Basel unternommenen Geschäftsreise mitzubringen. Nun dürfen-ecker unter teiner Bedingung Fleiicüwaren angeführt werden, selbst trenn man sie verzollen möchte. Unser Freund beschloß daher kurzerhand, eine Salamiwurst von beträchtlicher Länge über die Grenze zu schmuggeln. In sorgfältiger Verpackung steckte er sie in seinen zu- launnengcroHten Regenschirm und eilte in letzter Stunde dem
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Bahnhöfe zu. Bei der Zollrevision öffnete er bereitwilligst seinen Haudkosser. Ten Schirm stellte er ivährenddesseti behutsam in die nächste Ecke. Als der diaisttuende Beanite pflichtschuldigst die Revision vorgenommen hatte, packte der Elsässer seine sieben Sachen wieder zusammen und lenkte vergnügten Sinnes seine Schritte dem bereitftehcnden Eisenbahnwagen zu. Als aber der Zug sich in Bewegung setzte, merkte er, daß er seinen Scktirm mit dem wertvollen Inhalt vergessen hatte. Es braucht tvohl nicht gesagt zu werden, daß er den „in Gedanken stehenden liegenschirm" nicht zurückverlangtc. Auch brauchte er sür den Spott seiner Freunde nicht zu sorgen."
— Beim arabischen Wahrsager in Tripolis. Ein' lustige Erfahrung mit einem arabisckum Wahrsager auf dem Kriegsschauplätze von Tripolitanien erzählt Alan O st l e r. Im Lager herrschte Ruhe und der Korrespondent unternahm einen kleinen Spaziergang in ein benachbartes arabisches Tori „Heule konsultierte ich auf dem Markt diesen würdigen Mann, der mit ernster Miene dasaß und geheimnisvolle Zeichen in den Sand zeichnete. „Wann loerde ich in meine Heimat zurückkchren?" fragte ich. „(9ebt mir zwei Grüsch" (ungefähr 80 Psg. Ich gab ihm das Geld und er drückte mir eine Hanovolt Sand in. die Hand. „Nun denket an einen Wunsch, dessen Erfüllung Ihr. erjehnt." Tann nahm mir der Zukunftsdeuter den Sand ab, streute ihn über die Zeichnungen am Boden und bat mich, auf einige Zeit zu verschwinden Ich ging auf dem Markte spa- zieren und kehrte nach einer halben Stunde wieder. Ter Wahrsager hatte mir etwas Freudiges mitzuteilen. „Jubele, o Eng- länger, Deine Kinder sind wohlauf." Die Absicht des Mannes war anerkennenswert, aber ich wurde doch ein wenig verwirrt: der Wert der Prophezeiung schien mir zweifelhaft, da ich doch nun einmal nicht verheiratet bin. Aber schon fuhr der Wackere fort: „Daheim sitzt Dein Weib und gedenkt Deiner und verehrt sich in Sehnsucht: sie sendet zum .Himmel ihre Geb t^, auf daß Du bald heimkehrest und sie wacht emsig darüber, daß fein unredlicher Diener Deines Hauses Dick betrüge unb, entwende, ,vas Dein Eigen ist." Tas war nur ein großer Trost. Tie Wahrsagerei ist auf der ganten Welt gleich. Ter braune Araber sagte nur, was mir ein Handleser in der Bondstreet wahrscheinlich auch sagen würde: aber eines hat dieser arabisch»? Zn- kunNsdcuter vor seinen europäischen Kollegen doch voraus: er ist billiger und bescheidener.
— Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ein neuer Thoma. Ludwig Thoma hat ein Drama vollendet, ein dreiaktiges Volksstück, das den Titel Magdalena führt. Die Uraufführung des neuen Werkes, das die Tragödie eines Bauernmädchens zum Inhalt hat, wird im Oktober dieses Jahres gleichzeüig am Münchener Residenz- tbeater und am Kleinen Theater in Berlin stattfinden.
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h vormittags 9 Uhr. vüdingen: Sernfpred)er Hr. 269 SefchäftLftelle vahnhofftrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck.
tct. Darauf fand eine Kundgebung vor dem italienischen Konsulat statt. Patrouillen durchzicstcu die Straßen.
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Ein neues Fraktionsverzeichnis ist im p r e u ß i - dien Abgeordnetenhaus ausgegcbcn wordcn Nach Vic- cm am 25. d. M. abgcsdilosscnen Verzeichnis stellt -sich die Stärke der Fraktionen wie folgt: Konservative 150, Frcikon- crvative 61, Nativnalliberale 65, sortschritlliche Voltspanei 36, Zentrum 103, Polen 15, Sozialdemokraten 6, sraktionslos find 3. Erledigt sind 4 Mandate <2 Posen, 2 Berlin, 1 Frankfurt, neun Kassel). Tie Zahl bet Toppelmandate beträgt nur 58, hiervon entfallen 20 aus die Konservativen, 16 auf das Zentrum, 12 auf die liberalen Parteien, 5 auf die Polen, 4 aut die Freikonf'ervativen und 1 auf die Sozialdemokraten.
Der „Berliner Lokalanzeiger" m.-ldct auS Berlin: Nachdem in Köln bereits mehrere geheime Konicrellzeu fomobl der MdI ■ ncr, wie der Berliner Richtung deS Katholizismus stattgefunden haben, beruft die Berliner Richtung auf den kommenden Osterdienstag eine Versammlung ein, die nach dein Beispiel der bekannten Osterdienstagkonserenz, die den Kamps einleitete, bedeutende Entschließungeli bringen dürste.
Kun ft, Wissenschaft nnd Leben.
— DcrGe schich tsschreiberdesSiebenjährigen ricgcs Johann Willfelm v. Archenholz, der vor hun- t Jahren, am 28. ?vbruar 1812, starb, verdanken wir eine iulär geivorbenc Geschichte des Siebenjährigen Krieges, dessen e Feldzüge er als Offizier mitgemacht Imrtc. Die wcrrme vatrio- )? Beacistcruiig, mit der er von Friedrich dem Grotzen sprüht, t nicht vermuten, daß er des Königs Ungnade auf fich ge- en, und z.var mit Recht auf sich gezogen hatte und dcs- b Preußen verlassen mußte. Mltrs nach Beendigung des Krieges te er al» Hauptinann seinen Mschied genommen und lebte Berlin. Hier lernte er einen jungen, unerfahrenen aber r wohlhabenden Sckiveizer kennen und machte ibn jmt Drei ruicren bekannt, die beschlossen, den Fremden un spiele zu .ncn. Als einer von ilmen Wacktdienst hatte lud man den pveizer und Arckrenpolz ein und ichlug endlich eine Lottie wmbre vor, zu der jeder Mitspieler ein Kästchen mit Marken „idt. Aus die Frage, wie hoch man unele, jvurbc dem hweizcr mvibert: „Wie gewöhnlich!" Merstvurbigerweife ver er forno.ihrend und war nickt ,vorig erschrocken, als man it beim Sckliisse sagte, der Satz lei w hock, datz ,etn -terluit :i 1000 Taler betrage. Er machte ^imgfcitcn, ^cr mun Ung ibn, neu kurzfristigen Wechsel auszustellem Prosefsor liier, den er um Rat anging, empfahl ihm, .Wkort ockzureisen i» die Regelung ber Geldangelegenheit thnt ^ überlas,en. Kaum • :r hatte der eine ber Offiziere bavon Kenntnis crbalttm a« er anberen Getvinner unb Archenholz ben°ckrickMgtc worauf dem Schweizer zu Pferbe nachcilten. Mit der Pistole tn ber 3ib zwangen sie ibn, um zukehrcn, um tn Berlin leine schuld , zahlen. Nun roanbte sich Sulzer an den Jtomg unbleg e n den Sackverhalt bar. Sofort erging eine ^duiettsorber, die lisiere zu arretieren, den Wechsel zu vernichten und den schweizer len zu lassen. So gesckab es, die schuldigen wurden kawert und Ikiun mit Archenholz auf Festung. Nach teurer Cntlcinung inci er auf Reisen und übersandte als bernt Druckt Kin guti. fj* „Eitglaiid und Italien" an einen ihm geneigten Lmäier n Gefolge des Königs. Der gab es Dem ^Konig, unb aj4 iefer es lobte, bat er ihn, den Verfasser wieder in -tienit n-. pmem s sei der Hauptmann Arckenbol;, der früher beim itegiment ruunbe gedient habe Friedrich aber antwortete mir „äo, tr ist cs, der Spieler!" und damit war die sache abgetoir k-ickd mußte sofort zurückgeschickt werden, weck „se. ..caieuat »t dem VersaÜer nichts zu tun haben wollteii . '
hufitc sick bei Hamburg an und entwickelte eine lebhafte uno wo Igrciche schriftstellerifche Tätigkeit.
— Ein „dunkler Ster n", der fünf m a l s o b e l list Siet die Sonne, lieber den bcfaimtcitcn -stern mit wec^ *in3er Helligkeit, den Algol, macht ein amcrikanifcher einronom i?t2nxürbige Mittetlungen. Die Heiligkeirsverschrcbungen des


